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Veröffentlicht am 08.11.2016

Ein geheimnisvolles Modecasting verspricht spannendste Unterhaltung

The Perfect
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Titel: The Perfect
Autorin: Patricia Schröder
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.01.2016
Verlag : Coppenrath
Buch 416 Seiten


Inhalt:

Wer ist Adam C. Oulay? Ein geheimnisvoller Modemogul veranstaltet ...

Titel: The Perfect
Autorin: Patricia Schröder
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.01.2016
Verlag : Coppenrath
Buch 416 Seiten


Inhalt:

Wer ist Adam C. Oulay? Ein geheimnisvoller Modemogul veranstaltet ein mysteriöses Casting, bei dem junge Mädchen mitmachen können, um seine Partnerin zu werden. Alle Mädchen der Stadt sind hellauf begeistert und kommen zum Casting in einem luxuriösen Umfeld. So auch Leena und mit ihr Jazz, die ihre Freundin nicht alleine lassen wollte. Dort treten sie in einem spannenden Wettbewerb in Sachen Mode gegen 16 weitere Mädchen an. Was Jazz nicht ahnt, ist, dass es recht bald um Leben und Tod geht und F2 mehr Gefühle in ihr weckt, als ihr lieb ist.

Meinung (Achtung massive Spoiler!!!!):

Ein fantastisches Jugendbuch! Durch die guten Rezensionen bin ich auf diesen Titel aufmerksam geworden. Doch zu Anfang der Lektüre habe ich meine Erwartungen nicht zu hochgeschraubt, um nicht enttäuscht zu werden. Es kam anders. Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Spannung zieht sich an der Handlung entlang und es passiert so viel, dass es mir an keiner Stelle langweilig wurde.

Das Konzept, ein Modewettbewerb in einem mysteriösen Umfeld ist eine Idee, die mich gefesselt hat. Für die Zielgeneration Jugendliche und junge Erwachsene geschrieben, war das Buch ein echt neuartiges, spannendes und sehr unterhaltsames Leseerlebnis. Denn es gab originelle Wettbewerbsideen, eine geheimnisvolle Handlung und heiße Typen eingebettet in einer luxuriösen Umgebung sowie eine schöne Liebesgeschichte und weitere Dinge, die ich aus Spoilergründen lieber nicht erwähne. Eine realitätsnahe Geschichte sollte man hier allerdings nicht erwarten. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass es sowas in der Realität gibt.

Manches kam zwar nicht überraschend (z.B. Adam C. Oulays Identität), machte das Buch aber keineswegs langweiliger. Die Handlung war gut durchdacht und spannend wiedergegeben, so dass, auch wenn ich einiges geahnt hatte, nicht enttäuscht war, als die Masken gefallen sind.

Die Protagonisten sind größtenteils sympathisch und einige einfach zu süß, um wahr zu sein. Ich war von der Beziehung von Jazz und F... (finde es selbst heraus, welcher!) total hingerissen. Ihr Kennenlernen, die witzigen und romantischen Szenen - ich liebe dieses Paar. Nur schade, dass für meinen Geschmack zu wenig von ihnen berichtet wurde. Hätte ruhig mehr sein können :) Mit Leena bin ich leider nicht so warm geworden, Jazz hat sich zu sehr für sie eingesetzt, ohne dass von ihr etwas erkennbar zurückkam. Eine solche Freundschaft finde ich sehr einseitig. Liambyko hatte ich sofort ins Herz geschlossen, sie war eine fröhliche und lebendige Natur. Zu schade, dass in der zweiten Hälfte des Buchs sie kaum noch vorkam.

Der Schreibstil ist jugendlich modern und einfach und flüssig zu lesen. Ich bin durch das Buch hindurchgerutscht, als säße ich auf einem Schlitten. Das Buch bekommt von mir volle 5 Sterne, nur zu empfehlen. Besonders Jugendliche und junge Erwachsenen (vorwiegend weiblich) werden dieses Buch lieben.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Wie kommt man auf eine solche Geschichte?!

Anonym
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Buchtitel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
Verlag: ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
Genre: Krimi und Thriller

Inhalt:

In Raum Hamburg wird gemordet. Hierbei hat ein jeder ...

Buchtitel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
Verlag: ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
Genre: Krimi und Thriller

Inhalt:

In Raum Hamburg wird gemordet. Hierbei hat ein jeder Mensch auf der Welt die Chance zu bestimmen, wer seinen Löffel abgeben muss: Das Forum Morituri fordert User dazu auf, für vorgeschlagene Kandidaten zu wählen. Dem Gewinner winkt der Tod. Verzweifelt versucht die Polizei, allen voran Kommissar Buchholz und seine Kollegin Salomon, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Ein Wettrennen mit der Zeit beginnt, denn die nächsten Wahlen stehen an.

Meinung:

Schon allein beim Schreiben der Inhaltsangabe hat mich mehr als nur einmal der Gedanken ereilt, wie das Autorenpaar denn auf so eine absurde Idee kommt und wie sie es schaffen, diese so realistisch erzählen. Es ist unglaublich.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist nicht zu düster, farblich eher eintönig gehalten, aber dafür mit so vielen Nuancen, dass es schon wieder interessant wirkt. Meines Erachtens spiegelt das Cover sowie der Titel die Atmosphäre der Geschichte äußerst treffend wider.

Die Geschichte beginnt recht schnell mit einem Mord. Die Charaktere werden sehr schnell vorgestellt, insgesamt fühlte sich die Einleitung sehr knapp an, der Leser wird sogleich zu Anfang in die Handlung gesogen.

Die Ermittler sind verzweifelt, ganz Hamburg und die Welt schaut zu. Die Spannung und die Verzweiflung ist für den Leser sogar fast mit den Händen greifbar. Dem Autorenpaar ist es sehr gut gelungen, den Spannungsbogen so zu gestalten, dass der Leser kaum das Buch weglegen kann. Ich hätte am liebsten meine Fingernägel zerkaut, aber zum Glück habe ich diese Angewohnheit nicht.

Die Idee ist absurd, verrückt, originell und atemberaubend gut. Das ganze Konzept finde ich umwerfend, denn wie kommt man so auf eine verrückte Idee und kann diese auch noch in eine Geschichte verpacken, die ziemlich realistisch wirkt.

Die Charakter und die Charakterentwicklungen sind gut herausgearbeitet. Sowohl Daniel, als auch Nina sind glaubwürdig herübergekommen. Nur Trajan war mir zu geheimnisvoll und bis zum Schluss hatte ich immer noch so einige Fragezeichen in meinen Gedanken bezüglich diesem geheimnisvollen Mörder.

Der Plot war spannend und überraschend mit einigen für mich vorhersehbaren Wendungen, z.B. wer hinter Trajan steckt. Es war nicht allzu offensichtlich, aber da ich schon einige Romane von Frau Poznanski gelesen habe, vermutete ich bereits den Täter unter bekannten Gesichtern.

Meine einzigen Kritikpunkte sind folgende:

Die Hauptprotagonistin Nina Salomon fand ich sehr unsympathisch. Auch wenn durch ihre Handlungsweise die Ermittlungen letzten Endes sehr große Fortschritte gemacht haben, konnte ich mich mit ihrer Arbeitsweise nicht anfreunden. Aufmüpfig, Regeln missachtend, unhöflich und misstrauisch - so erscheint sie mir in der Hälfte der Geschichte. Sie hatte meine Nerven sehr viel strapaziert.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die Erzählperspektive. Nina und Daniel wechseln sich dabei ab - die Ich-Perspektive wird verwendet. Doch bestimmt habe ich bei 30% der Kapitel erstmal die Erzähl-Person verwechselt, weil ich die Protagonisten nicht so gut kannte, dass ich ihre Erzählungen gleich auseinanderhalten konnte und das Autorenpaar auch leider keine Hilfestellung leistet, dass der Leser gleich weiß, in wessen Kopf er eigentlich steckt. Wie viel unkomplizierter wäre es, wenn gleich zu Anfang des Kapitels die Erzählsicht, z.B. als Titel der Name der Erzählperson, erwähnt wird. Das hätte mir viel Verwirrung erspart, denn nicht immer achte ich darauf, wer eigentlich mit dem Erzählen dran ist.

Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, doch aufgrund der Kritikpunkte muss ich leider einen Stern abziehen. 4 Sterne für diese geniale Geschichte mit kleinen Schwächen.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Eine ergreifende Geschichte um zwei Schwestern - so berührend, tragisch - eingebettet in die Brutalität des zweiten Weltkriegs

Die Nachtigall
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Rezension zu "Die Nachtigall"

Titel: Die Nachtigall

Autor/in: Kristin Hannah

Genre: Historischer Roman
Erschienen: September 2016
Verlag: Rütten & Loening
Seitenanzahl: 608 Seiten

Ähnliche Bücher: ...

Rezension zu "Die Nachtigall"

Titel: Die Nachtigall

Autor/in: Kristin Hannah

Genre: Historischer Roman
Erschienen: September 2016
Verlag: Rütten & Loening
Seitenanzahl: 608 Seiten

Ähnliche Bücher: Keine, die mir bekannt sind.

Inhalt:

Das ist die tragische Geschichte der zwei Schwestern Vianne und Isabelle während des Zweiten Weltkriegs. Die eine kämpft für die Freiheit, die andere für die Liebe. Mehr will ich nicht spoilern, denn die Geschichte lohnt sich, entdeckt zu werden!

Meinung:

Das Cover hat mir gut gefallen. Zuerst dachte ich bei diesem Cover nicht an eine solch kraftvolle Geschichte, sondern eher Literatur, kein epischer Historienroman. Auch wenn die Nachtigall sowie die Farbwahl auf den ersten Blick nicht ganz zum Inhalt passt, so habe ich nach der Lektüre entdeckt, dass die Cover, der Titel und die Geschichte durchaus eine Verbindung haben. Im Buchladen hätte Die Nachtigall meine Aufmerksamkeit eher nicht erworben, da ich dahinter eher einen Literaturroman vermutet habe.

Die Nachtigall ist eine äußerst spannende und berührende Geschichte. Die Handlung umfasst eine Liebesgeschichte bzw. mehrere Liebesgeschichten unter den harten Bedingungen des Kriegs. Episch erzählt, erscheint sie mir nicht als eine Dokumentation des Weltkriegs, aber trotzdem hat der Weltkrieg als Schauplatz der Rahmenhandlung viel Einfluss auf die Handlung. Der Leser bekommt so nebenbei die Zustände im Krieg vermittelt - grausam, hart und schockierend.

Die Charaktere sind mir sehr glaubwürdig rübergekommen. Sympathisch waren nicht alle, doch mit den meisten, allen voran den Schwestern, konnte ich mitfühlen und sie auch bedauern. Sie haben mich zu Tränen gerührt und ich bin immer noch ganz ergriffen von ihrem Schicksal.

Die Geschichte ist gut erzählt mit einem roten Faden und der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Emotional und berührend versteht die Autorin es, den Leser an die Geschichte zu fesseln und das Schicksal der Schwestern dem Leser nahe zu bringen.

Fazit: Eine sehr schöne tiefgehende Geschichte, die den Leser emotional aufwühlt und bewegt. 5 Sterne für diese unglaublich tolle Geschichte.