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Veröffentlicht am 21.07.2019

Von Buchrezensentin an BuchkäuferIn

An Nachteule von Sternhai
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In dem Buch "An Nachteule von Sternhai" von Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer geht es um zwei 12-jährige Mädels, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem beste Freundinnen werden. Eine ...

In dem Buch "An Nachteule von Sternhai" von Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer geht es um zwei 12-jährige Mädels, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem beste Freundinnen werden. Eine besondere Charakteristik ist die ausschließliche schriftliche Kommunikation der Protagonisten, das heißt es werden nur Mails, Briefe, SMS´n und Ähnliches geschrieben aber niemals unterhält sich jemand direkt miteinander.

Als Sam und Marlow sich ineinander verlieben, beschließen sie kurzerhand, dass sie bald eine Familie werden und sich die Töchter - Bett und Avery - über den Sommer in einem Feriencamp kennen lernen sollen. Diese jedoch wollen gar keine Freundinnen, geschweige denn Schwestern, werden. Und so beginnen die beiden, sich gegenseitig Mails zu schreiben, anfangs um zu erklären, dass sie sich gar nicht kennen und niemals Schwestern werden könnten, am Ende aus Freundschaft.

Der Inhalt des Buches war meiner Meinung nach etwas flach. Es war ziemlich klar, dass Bett und Avery sich ziemlich schnell sehr gut verstehen werden, auch wenn sie grundverschiedene Persönlichkeiten haben. Auch das Ziel der Autorinnen "zu unterhalten, [...] Leser zum Lachen zu bringen, und um zu zeigen, dass Familie sehr verschiedene Formen haben kann" wurde meiner Meinung nach stark verfehlt. Zwar endete das Buch tatsächlich nicht wie erwartet, jedoch wurde das Thema Familie nicht sehr tiefgehend behandelt. Und auch die Pläne, die sich die Mädchen ausheckten, wurden nicht ausreichend beschrieben, als dass man darüber lachen könnte.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es in dem Buch kein einziges gesprochenes Wort. Das fand ich in der Leseprobe total toll, weil es mal komplett was anderes ist. Jedoch hat mich gestört, dass es keine Zeitangaben gab, wann welche Mail geschrieben wurde. Dadurch gab es manch einen unangenehmen Sprung in der Handlung. Außerdem fand ich es auf Dauer sehr anstrengend, nur Briefchen oder Mails zu lesen. Vor allen Dingen als die Mädchen zusammen unterwegs waren, hätte ein bisschen persönliche Unterhaltung nicht geschadet.

Die Handlung war relativ vorhersehbar bis auf das Ende, welches total unerwartet kam. Das war aber nicht unbedingt gut. Meiner Meinung nach wollte man auf jeden Fall ein unvorhersehbares Ende haben, weswegen man auf jegliche Überleitung zu dem Gedanken verzichtet hat und auf einmal die Mails mit dem Ende kamen. Ich fand´s auch schade, dass sehr wenig zu den Vätern kam, da hätte man meiner Meinung nach mehr zu dem Streit und der Versöhnung bringen können.

Am Anfang war ich total begeistert von der unkonventionellen Idee, ein Buch ausschließlich mit Mails, Briefen und Ähnlichem zu schreiben. Allerdings ist die ganze Thematik mit schwulen Vätern und außergewöhnlichen Familien doch sehr oberflächlich betrachtet worden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch sehr interessant für junge (Teenie)mädels ist (11-15 Jahre), da es auch in den Gedankengängen und den Themen sehr in die Altersklasse passt. Zudem kann ich mir vorstellen, dass der ein oder andere dadurch vielleicht auch eine Brief-/Mailfreund/in haben möchte.

Allen anderen, die tatsächlich ein süßes leichtes Buch für den Feierabend in der Abendsonne suchen, würde ich dieses hier eher nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Liebe, Freundschaft, Trauer, Wut, Zerstörung, Hoffnung - das Leben eben

Find mich da, wo Liebe ist
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Das ist bislang mein Lieblingsroman für dieses Jahr!

Grace steht mitten im Leben, hat eine eigene Werkstatt, ist leidenschaftliche Cellospielerin und ist in einer glücklichen (Affären)beziehung. In der ...

Das ist bislang mein Lieblingsroman für dieses Jahr!

Grace steht mitten im Leben, hat eine eigene Werkstatt, ist leidenschaftliche Cellospielerin und ist in einer glücklichen (Affären)beziehung. In der Vergangenheit ist einiges schiefgelaufen, weswegen sie oft Selbstzweifel hat. Doch dann nimmt sie ihr Leben in die Hand und macht was draus...

Dieses Buch war einfach nur wundervoll. Selten schafft es ein Autor, mich dermaßen mitzureißen. Obwohl Fremdgehen ein absolutes No-Go ist, konnte ich Grace Entscheidung, mit David zusammenzubleiben, absolut nachvollziehen. Und so gab es tagtägliche Dilemmas, in denen man versteht und akzeptiert, was man normalerweise verurteilt und verabscheut. Das Buch hat wunderbar aufgezeigt, dass es nun mal zwei Seiten einer Medaille gibt, und nicht alles entweder gut oder schlecht ist.

Im Buch selbst gibt es immer wieder Sprünge in die Vergangenheit. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, in dem dies so fließend und passend geschah, wie in diesem Buch. Der Schreibstil ist sehr fließend, auch wenn es viele fachspezifischen Begriffe im Bereich des Cello-Bereichs gibt. Die Autorin hat dies wunderbar gelöst, in dem am Anfang eine "Einleitung" mit den wichtigen Begriffen und Eigenschaften eine Cellos angefügt ist.

Die Gefühle wurden wahnsinnig gut vermittelt. Ich habe mich wirklich in das Leben von Grace einfühlen und mit ihr mitfiebern können. Mit Nadia und Mr. Williams sind der Autorin zwei hinreißend wundervolle Nebencharaktere gelungen, die Grace in ihrer Selbstfindung voll und ganz unterstützen.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, was mir mitten im Buch durch den Kopf ging: Das Buch handelt von Liebe, Freundschaft, Trauer, Wut, Zerstörung und Hoffnung - und setzt diese Thematik wirklich wundervoll um.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Fesselnde Geschichte über Abgründe des Lebens

So schöne Lügen
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In dem Buch "So schöne Lügen" von Tara Isabella Burton ist ein Buch über Liebe und Hass, Oben und Unten, Reich und Arm.

Louise, die arme Frau, die den American Dream in New York erleben wollte, in ihrem ...

In dem Buch "So schöne Lügen" von Tara Isabella Burton ist ein Buch über Liebe und Hass, Oben und Unten, Reich und Arm.

Louise, die arme Frau, die den American Dream in New York erleben wollte, in ihrem Leben aber gescheitert ist, wird in das Leben der Superreiche Lavinia reingezogen. Am Anfang ist alles toll und Louise hat die schönste Zeit ihres Lebens. Nach einiger Zeit wird dem Leser jedoch klar, welche sozialen Abgründe in Lavinias Leben lauern (ob das Louise wirklich klar wird ist zu bezweifeln) und man erlebt mit, wie sich der Fall von ganz oben nach ganz unten vollzieht.
Ich als Leserin saß voller Spannung und Schrecken da und habe nur gehofft, dass Louise sich da irgendwie rausrettet und gleichzeitig gedacht, dass sie selbst Schuld ist.

Sehr gut gelungen fand ich die Empathie, Sympathie und gleichzeitige Antipathie, die man für Louise entwickelt. Alles in einem ein gelungenes Buch, dass einen glücklich zurücklässt, weil man nicht in den Tücken der reichen Welt leben muss.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Als Zwischendurchschmöker ok

Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten
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Das Buch spielt in einem (zukünftigen?) New York, welches in Licht- und Dunkelstadt geteilt ist, und in dem einige Menschen magische Fähigkeiten haben.

Die Leseprobe hatte mich von Anfang an gefesselt ...

Das Buch spielt in einem (zukünftigen?) New York, welches in Licht- und Dunkelstadt geteilt ist, und in dem einige Menschen magische Fähigkeiten haben.

Die Leseprobe hatte mich von Anfang an gefesselt und normalerweise mag ich Fantasy-Stories sehr. Hier war jedoch der Fall, dass ich nie eine Sympathie für die Protagonisten - Lucie - aufbauen konnte. Es gab einige Stellen, an denen man gut hätte mitfiebern können, aber Lucie verfiel immer wieder in ihr Selbstmitleid und dann verstand sie doch wieder alles und dann doch nicht usw. Das war alles in einem extrem anstrengend und nervtötend. Gegend Ende wurde die Story wieder halbwegs spannend, aber wichtige Teile wurden meiner Meinung nur kurz angerissen, aber nie eindrücklich geschildert. Das Ende ist ein Cliffhanger- von einem zweiten Teil ist bislang nichts bekannt. Ich fands sehr schade, denn das Buch und das Thema hatte meiner Meinung nach viel Potential, welches leider nicht genutzt wurde. Also wenn man für ne lange Fahrt was kurzes braucht, ist es ok, ansonsten aber eher nicht empfehlenswert.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Sehr enttäuschendes Buch

THINK - Sie wissen, was du denkst! - Folge 1
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Das Thema ist an sich sehr interessant: In Köpfe von Verurteilten wird ein Kasten eingebaut, der die Gedanken ausliest und direkt in den Kopf des Betreuers leitet bzw. kopiert. Dadurch können die Probanden ...

Das Thema ist an sich sehr interessant: In Köpfe von Verurteilten wird ein Kasten eingebaut, der die Gedanken ausliest und direkt in den Kopf des Betreuers leitet bzw. kopiert. Dadurch können die Probanden früher auf Bewährung aus dem Gefängnis raus. Wenn irgendeine Straftat geplant oder durchgeführt oder aus irgendeinem Grund die "Fight or Flight"-Reaktion ausgelöst wird, werden die Gedanken des Probanden direkt zum jeweiligen Betreuer weitergeleitet, der dann entsprechend reagieren muss.

So, eigentlich ein spannender Ansatz zum Thema Überwachung. Leider werden die Schwierigkeiten, Probleme und/oder Vorteile gar nicht behandelt. Eigentlich ist es nur ein schlechter Roman ohne Hintergrundinformation/-gedanken.

Die Protagonistin ist psychisch absolut am Ende und spielt währenddessen auch noch Bewährungshelferin. In dieser Rolle ist sie eigentlich falsch und missbraucht sie auch ganz klar. Auch dass das Überwachungsgerät offensichtlicherweise seine Schattenseiten hat, wird nicht angesprochen.

Der Schreibstil ist anstrengend, er wechselt in die Sichtweisen von vier verschiedenen Personen. Zwei Personen davon haben mit der Handlung des Buches nichts oder kaum etwas zu tun. Meist kommen sie nur in den Zwischenkapiteln vor. Den Sinn der beiden habe ich bis jetzt nicht verstanden.

Fazit: Das Buch hat mich stark enttäuscht. Wie man wahrscheinlich merkt, konnte ich mit keiner der Figuren warm werden und ich würde dieses Buch niemandem empfehlen.