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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2020

Wer hat schon keine Schattenmale?

Schattenmale
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Im Laufe der Geschichte begleitet man als Leser Lia, die zu Beginn starke Vorurteile hat, die sie mithilfe von ihrem sexy Zimmernachbar nach und nach abbaut.

Die Charaktere in dem Buch sind wirklich ...

Im Laufe der Geschichte begleitet man als Leser Lia, die zu Beginn starke Vorurteile hat, die sie mithilfe von ihrem sexy Zimmernachbar nach und nach abbaut.

Die Charaktere in dem Buch sind wirklich liebevoll ausgearbeitet. Absolut mitreißend ist die Geschichte um Lia, die am Anfang wegen ihrer Vorurteile schon teilweise stark unsympathisch war, sich aber immer weiter öffnet. Auch die anderen Charaktere, allen voran Elis Mutter und Lias Haushälterin, sind absolute Sympathieträger.

Die Story war absolut schlüssig aufgebaut. Ich find´s immer wieder wahnsinnig genial, wie viel Inhalt in so vergleichsweise wenig Seiten passen können, und es hat alles gepasst. Klar bleiben am Ende ein paar offene Fragen aber ich finde, dass das gerade das schöne an Büchern ist..da kann man dann ein bisschen weiterträumen.

Sehr beeindruckend fand ich die Einbettung des Hauptthemas - Vorurteile - in eine doch eher klassische Romantasy. Durch die beschriebenen Verhaltensweisen und Dialoge gab es mehr als genug Anlässe, um die eigenen Sicht- und Verhaltensweisen mal zu hinterfragen.

Für mich ist das ein absoluter 5*-Roman und ich empfehle ihn jedem/r weiter!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2020

Cliffhänger-Alarm!

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Die Adelshäuser Chesterfield und St. Burrington sind dazu verflucht, alle paar Jahre aufs neue Schach zu spielen. Mit lebenden Figuren. Bis auf den Tod. Und dann kommt Alice, die mit dem ganzen eigentlich ...

Die Adelshäuser Chesterfield und St. Burrington sind dazu verflucht, alle paar Jahre aufs neue Schach zu spielen. Mit lebenden Figuren. Bis auf den Tod. Und dann kommt Alice, die mit dem ganzen eigentlich gar nichts zu tun hat, mit aufs Spielfeld - als 17. Spielfigur.

Dieses Buch hat es wirklich in sich! Zu Beginn hatte ich schon ein bisschen Sorge, dass es so ein typischer Teenie-Roman wird, ich mein Alice ist eine blonde Cheerleaderin...aber weit gefehlt! Die Story war so spannend und so wahnsinnig gut geschrieben, dass ich nur so über die Seiten geflogen bin.

Ich konnte wahnsinnig gut mit Alice mitfühlen, auch wenn ich mir manchmal gedacht hab "Ach Dummchen, mach das doch bitte nicht!". Es gibt einige spannende Wendungen und am Ende habe ich mir nur gedacht: Die Autorin ist doch ein Dämon. So einen krassen Cliffhänger habe ich glaube ich noch nie gehabt.

Die Charaktere der beiden (Schach-)seiten habe ich fast alle sofort ins Herz geschlossen (zumindest die Netten :D). Sie sind wirklich ausnahmslos alle sehr liebevoll ausgestaltet.

Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung! Ich fiebere jetzt schon dem zweiten Band entgegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2020

Interessante Story, distanzierter Bericht

Der Untergang der Könige
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Im "Der Untergang der Könige" geht es eher weniger um Könige und Drachen, sondern vielmehr um einen Sklaven aus einem Elendsviertel, der zu einer Schlüsselfigur eines ganzen Reiches wird.

Bis auf die ...

Im "Der Untergang der Könige" geht es eher weniger um Könige und Drachen, sondern vielmehr um einen Sklaven aus einem Elendsviertel, der zu einer Schlüsselfigur eines ganzen Reiches wird.

Bis auf die letzten etwa 50 Seiten wird das Buch im Rückblick erzählt. Dabei gibt es zwei Erzählerperspektiven: Einmal der Sklavenjunge Khirin und einmal eine Mimikerin. Diese erzählen aus zwei verschiedenen Stadien in Khirins Leben, bis man bei der Gegenwart ankommt. Dieser Art der Erzählung und der Schreibstil haben bei mir leider dazu geführt, dass ich kaum mit den Personen mitgefühlt habe. Für mich war alles etwas distanziert und es kam, wie es auch im Buch geschrieben steht, wie ein Bericht der Geschehnisse rüber. Das fand ich schade.

Ansonsten war die Geschichte wirklich genial durchdacht. Besonders toll fand ich die Redewendungen. Die Geschichte der Protagonisten war kunstvoll miteinander verwoben. Da ich allerdings kein besonders gutes Namensgedächtnis habe, kam ich am Anfang doch etwas mit den Personen durcheinander, vor allem, weil einige für mich recht gleich klingen.

Für mich waren das Glossar und die Karte echt Gold wert, ich habe sehr oft nachgeschaut, in welchem Teil der Welt ich gerade bin. Genau aus diesem Grund würde ich auch niemanden die E-Book-Fassung empfehlen.

Die Charaktere waren äußerst ausgefeilt. Man möchte manchmal vor der Brutalität zurückschrecken, wenn die Erzählung halt nicht so distanziert wäre.

Für mich ist die Erzählung an sich ein Meisterwerk. Ich selbst wäre beim Schreiben wohl selbst durcheinander gekommen bei den ganzen "Verdrehungen" die es gibt. Trotzdem fand ich den Erzählstil sehr distanziert, dadurch konnte ich leider keine richtige Verbindung zu den Protagonisten aufbauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Eine KI, die die Welt veränderte

Neon Birds
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"Neon Birds" spielt in der Zukunft und erzählt von einer Welt, in der Menschen eine KI geschaffen haben, die sie jetzt nicht mehr unter Kontrolle bringen können.

Jedes Kapitel wird aus einer anderen ...

"Neon Birds" spielt in der Zukunft und erzählt von einer Welt, in der Menschen eine KI geschaffen haben, die sie jetzt nicht mehr unter Kontrolle bringen können.

Jedes Kapitel wird aus einer anderen Erzählerperspektive erzählt (insgesamt ca. 6 Erzählerperspektiven). Dies empfand ich zu Beginn des Buches als sehr hilfreich, weil man so einen umfassenderen Überblick über die Gesamtsituation. Mit der Zeit habe ich es jedoch als sehr störend angesehen, weil man komplett aus einem Erzählstrang rausgerissen und in einen anderen "reingeworfen" wurde. Schön fand ich, dass die Geschichte direkt mit einer Aktion begann, anstatt Seitenweise zu erklären, wie die Welt aufgebaut ist. Eine grandiose Idee der Autorin war es auf jeden Fall "militärische Aufzeichnungen" immer mal wieder reinzuschieben, die die verschiedenen Bestandteile der Welt erklären.

Leider muss ich sagen, dass die Geschichte zwar spannungsvoll begann, danach jedoch viele Seiten kamen, in denen quasi nichts geschah, die jedoch sehr kunstvoll in die Länge gezogen wurden. Als dann endlich doch mal wieder etwas Spannung aufkam, wurde man in eine andere Erzählerperspektive gerissen und das ganze brach ab. Für mich war es deshalb extrem schwierig, mit einer Person mitzufühlen und mitzufiebern.

Sehr schön fand ich, mit wie viel Ideenreichtum die Welt ausgeschmückt wurde. Da sind ganz spannende Ansätze vorhanden, die man auch heute anwenden könnte (z.B. alles begrünen, was geht).

Die Idee hinter der Geschichte ist der Wahnsinn. Eine KI, die die Menschen optimieren soll und dabei aber Emotionen in einem Optimierungsprozess wegrationalisiert.

Ich bin hin und hergerissen, was dieses Buch angeht. Die Idee finde ich absolut genial und auf jeden Fall outstanding. Allerdings gab es wirklich lange Passagen, in denen wenig bis gar nichts passierte.

Wer sich also von einer neuen Idee in den Bann ziehen lassen möchte, dem würde ich dieses Buch empfehlen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2019

Interessante Story außerhalb des Mainstreams

Im Schatten des Fuchses
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"Im Schatten des Fuchses" beschäftigt sich mit einer Kitsune - einer Halbfüchsin - und wie diese versucht, einen Teil einer schicksalhaften Schriftrolle, die von vielen verschiedenen Akteuren begehrt wird, ...

"Im Schatten des Fuchses" beschäftigt sich mit einer Kitsune - einer Halbfüchsin - und wie diese versucht, einen Teil einer schicksalhaften Schriftrolle, die von vielen verschiedenen Akteuren begehrt wird, in Sicherheit zu bringen.

Die Geschichte ist schlüssig aufgebaut und es ist wirklich schön zu sehen, wie sich am Ende einzelne Puzzleteile, die sich im Verlauf der Geschichte aufgetan haben, zusammenfügen. Auch das japanische Setting konnte mich überzeugen - es ist mal was anderes, als das Übliche in der Fantasywelt. Auch wenn sich handlungstechnisch immer wieder etwas Neues ergeben hat und das Grüppchen, welches immer größer wurde, immer neue Gefahren überwältigen musste, hat mir doch insbesondere am Ende etwas gefehlt: Die Spannung. Es fehlt das Mitfiebern mit Yumeko (der Halbfüchsin), die ganze Geschichte wirkt gerade im Nachhinein etwas holpernd und man kommt so von einer Gefahr, die bezwungen werden muss, zur nächsten. Und währenddessen sammelt Yumeko einen Gefährten nach dem anderen ein ;). Erfrischend war auf jeden Fall, dass nicht zwanghaft eine Liebesgeschichte eingebaut wurde.

Etwas irritierend fand ich die gewählte Sprache. Bei Yumeko musste ich mir mehrmals in Erinnerung rufen, dass sie um die 16 Jahre alt ist, und nicht 8. Ein bisschen erinnert ihr Verhalten an "Rapunzel - neu verföhnt", wobei ihr Mut immer wieder bestechend und sie eine herausragende Protagonistin ist.

Der Schreibstil war wunderbar einfach. Oft musste ich mich regelrecht zwingen, das Buch aus der Hand zu legen.

Gerade im Epilog gab es nochmals einige doch sehr überraschende Wendungen und ich werde definitiv auch das zweite Buch lesen, in der Hoffnung, dass dort mehr Spannung eingebaut wurde, als in diesem Buch.