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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2020

Fesselnder und nervenaufreibender zweiter Band

Scheintod
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Bei "Scheintod" handelt es sich um den zweiten Band der Widerstandstrilogie von Louise Boije af Gennäs.

Sara versucht wieder zur Ruhe zu kommen nach allem, was passiert ist. Sie sucht sich eine neue ...

Bei "Scheintod" handelt es sich um den zweiten Band der Widerstandstrilogie von Louise Boije af Gennäs.

Sara versucht wieder zur Ruhe zu kommen nach allem, was passiert ist. Sie sucht sich eine neue Wohnung, einen neuen Job und einen neuen Partner, doch erneut geschehen mysteriöse Dinge, die sie und ihre Familie in Gefahr bringen. Ihre Recherchen führen sie in wirtschaftspolitische Verstrickungen und scheinen irgendwie mit dem Tod ihres Vaters zusammenzuhängen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und spannend und hat mich bis zum Ende gefesselt. Auch die Zeitungsausschnitte harmonieren in diesem Band viel besser mit der Handlung und ergänzen sie.

Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und vor allem mit der Protagonistin Sara fühlt und leidet man bei diversen dramatischen Ereignissen mit. Ein taktisches Verwirrspiel sorgt dafür, dass man ebenso wie Sara oft nicht weis, auf welcher Seite die anderen Charaktere stehen. Durch derbe psychologische Tricks des Gegners wird versucht Sara mürbe zu machen und der Blick auf die Realität verschwimmt und macht "Gänsehaut - Feeling".

Nach diesem fesselnden und nervenaufreibenden Band bin ich absolut gespannt auf die Fortsetzung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Unterhaltsam

Diabolic – Fatales Vergehen
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"Diabolic - Fatales Vergehen" von den Autorinnen Lisa Jackson, Nancy Bush und Rosalind Noonan lässt sich meiner Meinung nach nicht eindeutig einem Genre zuordnen, da es eher eine Mischung aus Thriller, ...

"Diabolic - Fatales Vergehen" von den Autorinnen Lisa Jackson, Nancy Bush und Rosalind Noonan lässt sich meiner Meinung nach nicht eindeutig einem Genre zuordnen, da es eher eine Mischung aus Thriller, Krimi und Liebesroman ist.

Das Buch ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die mir unterschiedlich gut gefallen haben, weswegen ich darauf im Einzelnen eingehe.

Der erste Teil handelt von den drei jugendlichen Mädchen Shiloh, Ruthie und Kat, die eines Nachts beim Nacktbaden von einem Vergewaltiger überrascht werden. Hier war die Spannung auf hohem Niveau mit viel Thrill und Action.

Der zweite Abschnitt handelt von Shiloh, die nach 15 Jahren wieder nach Prairie Creek zurückkehrt, weil ihre Mutter sehr krank ist. Doch sie kann sie nur noch beerdigen und lernt ihre Halbschwester kennen, um die sie sich jetzt zusammen mit ihrem Halbbruder kümmern muss. Hier gibt es Einblick in die Ortschaft und die Menschen dort und die drei ehemaligen Freundinnen treffen aufeinander. Der Schreibstil hier ist flüssig und endet in einem spannenden Cliffhanger. Die Sexszenen, die hier eingefügt sind, passen zum lockeren Charakter von Shiloh.

Abschnitt drei erzählt die Geschichte aus Ruths Sichtweise weiter und zeigt Hintergründe zu ihrem bisherigen Leben und ihrer Familie auf. Hier gefällt mir der Schreibstil gut, der immer mal wieder auch Gänsehaut macht. Die Entwicklung der Liebesgeschichte ist nachvollziehbar.

Der vierte Abschnitt ist aus Kats Sicht und handelt von der Aufklärung des Verbrechens und ähnelt von der Schreibweise her eher einem Krimi, wobei das Spannungslevel eher niedrig ist, da wichtige Hinweise zum Täter bereits sehr früh gegeben werden und keinerlei Wendungen mehr stattfinden. Die Liebesgeschichte hier ist absolut nicht nachvollziehbar für mich in der Entwicklung und wirkt eher so, als ob unbedingt ein Happy End gebraucht wird.

Der Charakter des Täters und seine Sichtweise oder Hintergründe werden fast gar nicht erläutert und die Szenen aus seiner Perspektive sind sehr kurz gehalten und wiederholen sich eher.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, aber mir fehlt leider der Fokus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.01.2020

Spannendes Finale

Jenseits von tot
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Bei "Jenseits von tot" von Lucie Flebbe handelt es sich um das Finale der Trilogie um Kriminalkommissarin Eddie Beelitz und "Zombie" Jo Reinhart.
Eddie kümmert sich gerade um ihre Scheidung, als auf ...

Bei "Jenseits von tot" von Lucie Flebbe handelt es sich um das Finale der Trilogie um Kriminalkommissarin Eddie Beelitz und "Zombie" Jo Reinhart.
Eddie kümmert sich gerade um ihre Scheidung, als auf dem alten Zechengelände eine Leiche gefunden wird. Die Staatsanwältin ruft sie ins Team dazu. Während der Ermittlungen stößt Eddie auf eine Wachkoma - WG, deren Leiter ein alter Bekannter von Zombie ist, weswegen sie ihn um Hilfe bittet. Doch dadurch holt ihn seine Vergangenheit gefährlich ein.
Die einzelnen Teile der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Der Spannungsbogen wird nach und nach aufgebaut und es bleibt bis zum Schluss interessant, ohne dass zuviel verraten wird.
Die Charaktere machen eine persönliche Entwicklung durch und ihre Aktionen und Gefühle sind jederzeit nachvollziehbar und authentisch. Soziale Brennpunkte und Themen werden gekonnt in einen spannenden Krimi verpackt. Die Protagonisten waren mir sympathisch und ich mit ihnen zum Ende hin mitgefiebert.
Ein super Abschluss der Reihe, die ich uneingeschränkt empfehlen kann!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Bewegend und spannend

Die Tochter der Bettlerin
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Bei "Die Tochter der Bettlerin" handelt es sich um einen historischen Roman von Nora Berger, der zur Zeit Friedrich des Großen spielt
Die junge Anna bettelt in Berlin 1747 mit ihrer Mutter auf der Straße, ...

Bei "Die Tochter der Bettlerin" handelt es sich um einen historischen Roman von Nora Berger, der zur Zeit Friedrich des Großen spielt
Die junge Anna bettelt in Berlin 1747 mit ihrer Mutter auf der Straße, doch als diese sie zwingen will, ihren Körper zu verkaufen, flieht sie und bekommt durch Zufall eine Anstellung als bei der Familie des Leibgardisten von Friedrich dem Großen - Friedrich von der Trenk. Sie verliebt sich in ihn, doch der hat nur Augen für Amalie, die Schwester des Königs. Heimlich überbringt Anna ihr seine Liebesbriefe. Doch das Blatt wendet sich, als der König davon erfährt :Friedrich wird eingekerkert. Anna, die sich aus der Not heraus bei der preußischen Armee meldet, beschließt, ihn zu befreien.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und spiegelt die damalige Zeit gekonnt wider, so als ob man eine Zeitreise macht. Die Charaktere strahlen zum größten Teil Stärke, Zielstrebigkeit und Mut für die Dinge einzustehen, die sie lieben, aus. Besonders mit den beiden weiblichen Protagonistinnen hatte ich sehr viel Mitgefühl, da die Autorin die damalige Stellung der Frau sehr realistisch und ungeschönt darstellt. Die männlichen neigen zur Egozentrik. Zentrale Themen sind Ehre, Liebe, Krieg, Verrat und Neid, aber auch die verschiedenen Welten von Reichtum und Armut.
Am Ende gibt es eine Nachbemerkung und ein Personenverzeichnis, das hilft Realität und Fiktion besser einordnen zu können und zu erfahren, was die Geschichte für die wichtigsten Personen noch bereit gehalten hat.
Insgesamt hat mich der Roman sehr bewegt, aber auch gefesselt. Deswegen klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Humorvoller Ratgeber

Läusealarm
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Bei "Läusealarm" handelt es sich um einen humorvollen Ratgeber für Eltern von kleinen, mittleren und großen Kindern und ihren Befindlichkeiten. Die beiden Autorinnen Dr. Anna Herzog und Lucinde Hutzenlaub ...

Bei "Läusealarm" handelt es sich um einen humorvollen Ratgeber für Eltern von kleinen, mittleren und großen Kindern und ihren Befindlichkeiten. Die beiden Autorinnen Dr. Anna Herzog und Lucinde Hutzenlaub haben selbst jeweils vier Kinder und blicken auf einen breiten Erfahrungsschatz zurück.

Das Buch ist in drei große Kapitel (Kleine, Mittlere, Große) und ihre Unterthemen unterteilt und insgesamt sehr gut strukturiert. Besonders gut haben mir die Fallbeispiele gefallen, die zeigen, welche Herausforderungen sich einem noch so alles stellen können und obwohl sie erfunden sind, wirken, als wären sie aus dem echten Leben gegriffen. Der Schreibstil ist humorvoll, locker und gut verständlich. Sehr gut finde ich auch die Zusammenfassung des Wesentlichen und die Profi Tipps am Ende jeden Kapitels. Alle wichtigen Themen werden angesprochen, ohne sich darin zu verlieren. Nützliche Links ergänzen das Buch für diejenigen, die eine Thematik vertiefen möchten.

​Ich werde diesen Ratgeber bestimmt noch öfter in die Hand nehmen, wenn meine Kinder größer sind und das ein oder andere nachlesen. Durch seinen Humor leitet er einen in eine entspannte Sichtweise um den Fokus neu ausrichten zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere