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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2020

Nur der Einfluß eines großen Namens??

Name: Sophie Scholl
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Sophie steht vor einer schweren Entscheidung - soll sie zu ihren Gunsten ihres Studienabschlusses und der Aussicht auf einen tollen Job lügen, oder die Wahrheit sagen, damit alles verlieren, aber sich ...

Sophie steht vor einer schweren Entscheidung - soll sie zu ihren Gunsten ihres Studienabschlusses und der Aussicht auf einen tollen Job lügen, oder die Wahrheit sagen, damit alles verlieren, aber sich selbst treu bleiben. In einem Monolog setzt sie sich mit dem Für und Wider, vor allem vor dem Hintergrund ihres grossen Namens, auseinander. Wie hätte Sophie von den Geschwister Scholl entschieden...

Von der Machart und dem Stil finde ich dieses Buch sehr interessant, habe ich bisher kein so intensives und ansprechendes Buch dieser Machart gelesen. Ein sehr gelungenes Stilmittel – und für meine Begriffe auch hervorragend umgesetzt. Es ist schon erstaunlich wieviel wichtige Informationen man auch mit so wenig Text kurz und prägnant wiedergeben kann.

Mich hat dieses Buch sehr angesprochen und gern empfehle ich es weiter.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 27.07.2020

Sehr interessanter Inhalt - Umsetzung gewöhnungsbedürftig

Der Ursprung der Welt
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Liv Strömquist hat mit dem Ursprung der Welt eine interessante Thematik angesprochen und mit vielen geschichtlichen Ansichten belegt.
Die Umsetzung in Form eines Comic ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. ...

Liv Strömquist hat mit dem Ursprung der Welt eine interessante Thematik angesprochen und mit vielen geschichtlichen Ansichten belegt.
Die Umsetzung in Form eines Comic ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. Meiner Meinung nach liebt man Comics oder man kommt mit ihnen gar nicht zu recht. Ich, als zu den letzteren gehörend, fand den Inhalt sehr spannend und unterhaltsam, hatte jedoch einige Mühe das Lesen des Comics durchzuhalten, was zum einem an der nicht gedruckten Schrift und zum anderen an der doch eher unübersichtlichen Darbietung lag.
In anderer Form präsentiert würde ich das Buch gern weiterempfehlen, so habe ich es jedoch zurückgeschickt.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 27.07.2020

Erschütternde Familiengeschichte

Lea Rose
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Die Halbjüdin Lea wächst zwar vor dem Hintergrund der traurigen jüdischen Geschichte auf, erfährt von ihrer Mutter und ihrem Adoptiv-Vater Arthur jedoch außer Andeutungen nur recht wenig darüber. Einen ...

Die Halbjüdin Lea wächst zwar vor dem Hintergrund der traurigen jüdischen Geschichte auf, erfährt von ihrer Mutter und ihrem Adoptiv-Vater Arthur jedoch außer Andeutungen nur recht wenig darüber. Einen gemeinsamen Besuch in der Eifel, indem Arthur die Herausgabe des jüdischen Eigentums verlangt, kann sie (noch) nicht richtig einordnen. Erst als Danielle, die ebenfalls wie sie jüdische Vorfahren hat, in ihre Klasse kommt, beginnt sie Puzzleteil um Puzzleteil die schlimme Wahrheit zu erkennen, die auch ihre Familie betrifft.
Arthur hat indes mit Lea große Pläne. In einem Auslandjahr in Amerika bei ihrer Großtante Pearl soll sie auf die Leitung der Familienfirma vorbereitet werden. Doch alles kommt anders. Sie verliebt sich und zum ersten Mal begehrt sie gegen ihren Vater auf, indem sie sich für das entscheidet, was sie möchte.
Sehr gern lese ich Familiendramen mit historischem geschichtlichen Bezug. Maryanne Becker ist es sehr gut gelungen beides miteinander stimmig zu verbinden. Gleichzeitig wird das Dilemma ersichtlich, in dem sich viele Familien in dieser Zeit befunden haben dürften - die eigene Sprachlosigkeit über das Erlebte, was die Kinder sehr gut gespürt haben. So wie Lea die viele Zusammenhänge erst sehr viel später erkennt. Auch diesen Spagat zwischen (Ver)Schweigen, aber gleichzeitigem Handeln dagegen, hat die Autorin mit ihren Schilderungen sehr gut umgesetzt.
Leider überschlagen sich zum Ende hin die Ereignisse sowie Erklärungen zu den einzelnen Schicksalen, so dass die Handlung wie "abgewürgt" erscheint. Hier hätte noch viel Potential für ein stimmigeres Ende gesteckt.
Alles in allem eine interessante, lesenswerte Story, an der mich lediglich das abrupte Ende etwas stört. Jedoch sollte sich jeder Leser dazu seine eigene Meinung bilden.

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Stimmige Geschichte mit übersinnlichen Elementen

Die Verlassenen
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Für Ree ist das Praktikum in einer Nervenklinik nichts anderes als ein Job, der sie in ihrem Studium voranbringen soll. Als die alte Violet, die offensichtlich ihr ganzes Leben in dieser Anstalt verbringen ...

Für Ree ist das Praktikum in einer Nervenklinik nichts anderes als ein Job, der sie in ihrem Studium voranbringen soll. Als die alte Violet, die offensichtlich ihr ganzes Leben in dieser Anstalt verbringen musste, stirbt, gerät Ree durch Zufall an brisante Information, in deren Folge sich ein Mord ereignet. Und plötzlich ist auch ihr Leben in Gefahr...
Geschickt verknüpft die Autorin Übersinnliches, Unvorstellbares und einen mysteriösen Geheimbund mit der Geschichte einer jungen Frau, die letztendlich entscheidend zur Klärung eines über Generationen hinfort bestehenden Verbrechens beiträgt. Auch wenn es einem rational denkenden Menschen eher schwer fällt, das Geschehen zu glauben ist die Story in sich stimmig. Und aufgrund der geringen Seitenzahl ist es eine gelungene Unterhaltung für Zwischendurch.

  • Cover
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Veröffentlicht am 22.07.2020

Nicht überzeugend...

Die Tochter der Bettlerin
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Als Kind einer Bettlerin und Hure erfährt die ehrgeizige Anna von klein auf als Kind nur Elend, Leid und wenig Liebe. Ihr einziges Bestreben ist das Ziel auf ein besseres Leben um diesen Sumpf und den ...

Als Kind einer Bettlerin und Hure erfährt die ehrgeizige Anna von klein auf als Kind nur Elend, Leid und wenig Liebe. Ihr einziges Bestreben ist das Ziel auf ein besseres Leben um diesen Sumpf und den damit vorgezeichneten Weg zu entfliehen. Als sie dem neugierigen "Land-Ei" Karl aus der Patsche hilft, revanchiert er sich dafür mit einer Stelle aus Hausmädchen in seiner Familie derer von Trenck. Doch auch hier wird es ihr nicht leicht gemacht, dje Hausherr in ist der Neuen gegenüber sehr misstrauisch und der Diener Johann stellt ihr nach und will sie in Verruf bringen. Als sie dann Karls Bruder Friedrich von Trenck begegnet, ahnt sie noch nicht, wie sehr dieser ihr weiteres Leben bestimmen wird...
Ich hatte aufgrund des Titels einen historischen Roman um die Hauptfigur Anna erwartet - und wurde leider enttäuscht. Meiner Meinung nach ist der Titel irreführend, denn in erster Linie geht es um das Schicksal Friedrich von Trenck, dessen Weg den Annas leider kreuzt und um den Annas gesamte Geschichte gesponnen wird. Der Bezug zu realen historischen Fakten ist sehr interessant, verliert sich aber rasch in Details und zieht damit das Buch in die Länge. Einige Schilderungen wie das Verbergen ihrer Schwangerschaft wirken sehr unrealistisch. Ebenso die verblendete Treue zu von Trenck obwohl dieser sie mit Undankbarkeit und Nichtachtung straft und wofür sie sogar ihr geliebtes Kind zurücklässt und sich selbst grossem Risiko aussetzt.
Das Happy End dagegen wird zum Ende hin sehr rasch abgehandelt und kann somit - genau wie das ganze Buch - nicht wirklich überzeugen.
In der Hoffnung das dieses Buch doch endlich noch an Fahrt gewinnt, habe ich es bis zu Ende gelesen und blieb enttäuscht zurück. Ausser dem dubiosen (selbstverschuldeten) Schicksal Friedrich von Trenck bleibt nicht viel hängen. Ich würde dieses Buch nicht noch einmal lesen...

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