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Veröffentlicht am 20.01.2020

Diese Reihe muss man einfach lieben

Perfect Gentlemen - Ein One-Night-Stand ist nicht genug
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Diese Reihe stand schon seit einer halben Ewigkeit in meinem Regal. Immer wieder bin ich darum herum geschlichen, habe mich letztlich aber doch für irgendeine Neuerscheinung entschieden. Dann war es endlich ...

Diese Reihe stand schon seit einer halben Ewigkeit in meinem Regal. Immer wieder bin ich darum herum geschlichen, habe mich letztlich aber doch für irgendeine Neuerscheinung entschieden. Dann war es endlich soweit, meine Regale waren voll und ich musste mich entscheiden: umziehen oder einfach mal zu den Büchern greifen, die ich ohnehin schon da habe? Tja, entschieden habe ich mich dann für die zweite Option und griff nach dem ersten Teil der Perfect Gentlemen. Und was soll ich jetzt sagen außer: Ich habe keine Ahnung, warum ich so lange damit gewartet habe. Aber immer der Reihe nach.



Die ersten Kapitel waren schnell gelesen und die Autorinnen hatten mich schnell in ihren Bann gezogen. Obwohl ich Geschichten, die in der ich-Perspektive geschrieben sind, eigentlich lieber mag, hatte mich der Schreibstil der beiden in diesem Fall sofort gepackt. Das Duo schafft es, dass man alles um sich herum vergisst und irgendwann einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ich fand es toll, mit welcher Tiefe die Figuren gezeichnet waren, wie unterschiedlich vor allem die Jungs sind und wie die Autorinnen es schaffen, dass man auf jeden einzelnen von ihnen gespannt ist. Gabe ist ein toller Kerl, der sein Herz am rechten Fleck hat. Ich mochte seine beschützende aber auch ein wenig kontrollsüchtige Art. Er ist ein starker Charakter, der weiß was er will und passt damit perfekt zu Everly. Sie wirkt im ersten Moment sehr zerbrechlich und zart, hat es aber ebenfalls faustdick hinter den Ohren. Sie lässt sich von ihm nicht herumkommandieren, geht ihren eigenen Weg und ist mindestens genauso stark wie er. Die beiden stellen wirklich ein tolles Paar dar.



Die Handlung ist spannend und man merkt, dass man hier nur an der Oberfläche kratzt. Besonders die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil man nicht nur die Protagonisten sondern auch die anderen Nebenfiguren gut kennenlernt. Ich fand es großartig, dass die Autorinnen schon die Figuren in den nächsten Teilen einführen und auch im ersten Band schon große Rollen spielen lassen. So lernt man hier vor allem Dax schon gut kennen, der mir schon jetzt ans Herz gewachsen ist, und Connor, an den ich bereits jetzt mein Herz verloren habe. Je mehr man liest, desto mehr Geheimnisse deckt man auf, desto näher kommt man der großen Enthüllung. Zumindest denkt man das, denn am Ende des Buches habe ich festgestellt, dass ich recht wenig weiß oder ahnen kann. Es ist großartig, wie gekonnt die Autorinnen die Neugier des Lesers wecken und damit sicher gehen, dass man am Ball bleibt und unbedingt weiter lesen möchte. Allerdings muss ich auch sagen, dass sich die zweite Hälfte des Buches für mich doch ein bisschen gezogen hat – was aber meckern auf hohem Niveau ist. Ich fand das ganze Hin und Her zwischen Eve und Gabe doch etwas unnötig in die Länge gezogen, auch wenn ich Eves Gedanken verstehen kann, das Ende hingegen kam mir dafür dann zu schnell. Es ist einfach die Waage zwischen diesen beiden Extremen, zwischen eisiger Kälte und heißem Feuer, zwischen Abscheu und Vergebung. Da hätte ich mir von dem einen ein bisschen weniger und von dem anderen ein bisschen mehr gewünscht. Es ist allerdings nicht ganz einfach tiefer darauf einzugehen ohne allzu sehr zu spoilern. Ich kann insgesamt sagen, dass dieser Punkt der einzige ist, den ich an der Geschichte zu kritisieren habe, denn der Rest hat mir ausgesprochen gut gefallen.



Fazit



„Ein One-Night-Stand ist nicht genug“ ist ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht. Gut ausgearbeitete, starke Charaktere, Nebenfiguren, die die Vorfreude auf die Folgebände enorm steigern und eine spannende Handlung, die immer mehr Brotkrumen zurück lässt, die letztlich ein großes Ganzes ergeben werden, machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Ich vergebe 4,75/5 Leseeulen und eine Kaufempfehlung für alle, die auf spannende Liebesgeschichten stehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Konnte mich leider nicht begeistern

Follow Me Back
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Cover und Klappentext hatten mich schnell gefangen genommen und so stürzte ich mich in das Buch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und locker (auch wenn mir die Ich-Perspektive in Liebesromanen ...

Cover und Klappentext hatten mich schnell gefangen genommen und so stürzte ich mich in das Buch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und locker (auch wenn mir die Ich-Perspektive in Liebesromanen besser gefällt), allerdings fiel mir der Anfang doch recht schwer, was vermutlich an dem Umstand lag, dass ich nicht so recht wusste, was mich erwartet.



Der Prolog und das erste Kapitel machen neugierig, weil man unbedingt wissen möchte, was im Lauf der Handlung geschieht, dass aus der anfänglichen Abneigung Liebe entsteht. Aber gerade die folgenden Kapitel haben die Geschichte für mich ein wenig langatmig gemacht. Gerade mit Tessa habe ich mich anfangs schwer getan. Ich empfand sie eher als nervig und nicht als sympathisch. Anders ging es mir da mit Eric, dessen Beweggründe und Gedanken ich da schon besser nachvollziehen konnte. Dennoch blieben beide Figuren für mich bis zum Ende recht blass und nicht tief genug ausgearbeitet. Meine Gefühle blieben durch ihre Geschichte eher unberührt, was ich wirklich schade finde.



Die Handlung plätscherte am Anfang eher dahin und entwickelte sich nur schwer, vor allem weil man viel schon aus dem Klappentext weiß und es hier keine wirklich überraschenden Wendungen gibt. Ab der Hälfte nahm die Sache dann ein wenig Fahrt auf und mündete zum Finale hin in einem fiesen Cliffhanger, der neugierig auf den Folgeband macht. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht so richtig überzeugen. Noch immer kann ich die Beziehung der beiden nicht ganz nachvollziehen. Es erscheint mir einfach nicht sehr realistisch, dass sich ein Weltstar in eine nervige Followerin verliebt, die er noch nie zuvor gesehen hat – vor allem, wenn man seine Gedanken zu ihr am Anfang berücksichtigt. Ich konnte mich einfach schlecht in die ganze Sache hineinversetzen und leider konnte mich die Story auch nicht wirklich mitreißen. Schön fand ich hingegen die Kritik an den sozialen Medien, die immer wieder eingestreut wird. Gerade für junge Erwachsene, die sich noch selbst finden müssen, ist das sicher ein interessantes Thema.



Fazit



„Follow me back“ ist eine Liebesgeschichte, die mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Ich fand die Thematik gut und auch spannend, aber die Umsetzung ließ für mich leider zu wünschen übrig. Ich bin mit den Protagonisten nicht recht warm geworden, fand den Großteil des Buches eher langatmig und nervig, das Ende hingegen recht gelungen. Ich vergebe 2,5/5 Leseeulen und werde noch darüber nachdenken, ob ich auch den zweiten Band lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Ich hatte wohl mehr erwartet

Finde mich. Jetzt
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Nach Cover und Klappentext fiel die Entscheidung leicht, das Buch zu lesen. Ich mag diese neue Art von Covern, die keine Paare mehr zeigen. Und dieses, mit der goldenen Schrift, ist ein richtiger Eyecatcher, ...

Nach Cover und Klappentext fiel die Entscheidung leicht, das Buch zu lesen. Ich mag diese neue Art von Covern, die keine Paare mehr zeigen. Und dieses, mit der goldenen Schrift, ist ein richtiger Eyecatcher, der einfach sofort auffällt und auch im Gedächtnis bleibt.



Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht und lässt die Seiten schnell dahinfliegen. Die ersten Kapitel waren also schnell gelesen und auch Tamsin mochte ich am Anfang sehr. Ich fand ihre Leichtigkeit erfrischend und fand es toll, wie sie die Welt sah. Allerdings dauerte es nicht lange und sie ging mir genau damit ein bisschen auf die Nerven. Ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich die Augen verdrehte, wenn sie mit ihrer Erinnerungskamera in jeder besonderen Situation anfing – genau das hat den Moment für mich irgendwie zerstört. Ist ja süß, wenn sie so die Erinnerung an ihren Großvater am Leben erhält, aber mir ging dieses „Klick“ echt tierisch auf den Senkel. Bei Rhys ging es mir da ähnlich. Anfangs fand ich ihn toll. Sehr geheimnisvoll und ich mochte, dass er so authentisch handelte, weil er erst einmal mit der Welt um sich herum klarkommen musste. Doch dann ging es plötzlich doch recht schnell, besonders was die Beziehung zu Tamsin anging. Das fand ich dann doch etwas übereilt. Die restlichen Charaktere haben mir gut gefallen, weswegen ich mich auch dazu entschieden habe, mit der Reihe fortzufahren.



Die Handlung fand ich anfangs ebenfalls toll. Hier handelt es sich nicht um eine dieser 0815 Storys, bei denen sich irgendein CEO in ein Mauerblümchen verliebt. Die Geschichte war für mich etwas Besonderes, denn ehemalige Häftlinge kommen in solchen Büchern doch recht wenig vor. Ich fand es toll, wie die Autorin die beiden Protagonisten aufeinander treffen und sich näher kommen ließ, mochte die kleinen Dinge, die sie eingestreut hat, damit Rhys sich mit der ungewohnten Welt anfreunden kann. Ich mochte Tamsins Leichtigkeit und ihre unbeschwerte Art. Aber insgesamt blieb das Buch doch recht unspektakulär. Gerade der Mittelteil gestaltete sich für mich recht langatmig, bis zum Ende hin noch mal ein bisschen Fahrt aufkam. Mir haben irgendwie auch die Tiefe und Dynamik gefehlt. Alles blieb doch recht oberflächlich, vor allem die beiden Protagonisten, und obwohl ich dachte, dass Rhys sich mit der Geschichte weiterentwickelt hat, machte er am Ende immer noch dieselben Fehler wie am Anfang. Das hat mich irgendwie gestört und schlussendlich blieb das Buch für mich dann doch recht blass. Schade, denn am Anfang habe ich da wirklich viel Potenzial gesehen.



Fazit



„Finde mich. Jetzt“ ist der Auftakt einer Trilogie mit einem vielversprechenden Klappentext und einem auffallenden Cover. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich mochte die Thematik und auch die Figuren konnten mich anfangs mitreißen. Doch ab der Hälfte ungefähr verlor ich das Interesse, weil mir die Story zu langatmig wurde und einfach zu wenig passierte. Deshalb vergebe ich 3,5/5 Leseeulen und eine Kaufempfehlung für alle, die gerne Young Adult Geschichten lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Mein Jahreshighlight 2019

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Ein neues Buch von Samantha Young? Das muss ich lesen! Das waren meine ersten Gedanken, als ich das Cover zu Boston Nights das erste Mal sah. Als ich dann den Klappentext las, wusste ich, dass ich dieses ...

Ein neues Buch von Samantha Young? Das muss ich lesen! Das waren meine ersten Gedanken, als ich das Cover zu Boston Nights das erste Mal sah. Als ich dann den Klappentext las, wusste ich, dass ich dieses Buch lieben würde.

Natürlich musste ich es dann sofort lesen, als es rauskam. Und was soll ich sagen? Samantha Youngs Schreibstil ist wie immer einfach wundervoll: locker, leicht, bildhaft und mitreißend. Schnell waren die ersten Kapitel beendet und ich die Seiten flogen nur so dahin. Ich liebe es, wie detailliert sie ihre Figuren beschreibt, wie dynamisch sie sich verhalten und sich entwickeln, wie sie harmonieren und neugierig auf mehr machen. Wie immer konnte ich mich mit der weiblichen Protagonistin gut identifizieren. Ava ist eine starke und unabhängige Frau, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Sie ist schlagfertig, gefühlvoll, aber auch ein bisschen kontrollsüchtig. Caleb ist ein Mann, in den man sich einfach verlieben muss. Neben seinem attraktiven Äußeren ist er ein ziemlich geheimnisvoller Typ, was ihn interessant macht. Man will von Seite zu Seite mehr über ihn wissen, denn unter der harten Schale erahnt man einen weichen Kern. Die beiden zusammen sind einfach großartig und unterhaltsam. Ich liebe die Szenen, in denen sie sich richtige Wortgefechte liefern. Und auch die Nebenfiguren konnten mich sofort für sich einnehmen. Harper ist eine tolle beste Freundin für Ava, und Calebs ganze Familie klingt interessant. Ich hoffe, dass wir über jeden Charakter noch mehr lesen dürfen.

Die Handlung ist gut durchdacht und spannend. Jedem Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten fiebert man entgegen. Natürlich kann man sich einige Dinge schon im Voraus denken, aber das stört mich bei solchen Geschichten überhaupt nicht, denn genau deswegen lese ich sie ja. Und dennoch schafft es die Autorin immer wieder einen zu überraschen, denn neben den vorhersehbaren Entwicklungen gibt es auch immer wieder Geschehnisse, die man so nicht ganz kommen sieht. So blieb ich einige Male fassungslos zurück und verfolgte gebannt die nächsten Seiten. Ich liebe es, wie die Autorin es immer wieder schafft, dass ich all die Emotionen, die auch die Protagonisten durchmachen, selbst spüre. Ich mochte das Knistern zwischen den Zeilen, die sinnliche Erotik und die Gefühle, die man immer stärker werden spürt, den Schmerz, der sich in der Brust ausbreitet, die Fassungslosigkeit, den Unglauben, die Wut und die Hoffnung, dass doch noch alles gut werden wird. Das macht für mich eine gute Autorin aus.

Fazit:

„Boston Nights“ war für mich ein Jahreshighlight. Authentische Figuren, eine spannende Handlung, greifbare Emotionen und ungeahnte Entwicklungen machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Ich vergebe die goldene Leseeule (quasi 6/5 Punkte) und eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die emotionale Liebesgeschichten mögen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

Toller Auftakt

Palace of Glass - Die Wächterin
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Wieder mal war die Entscheidung dieses Buch zu lesen allein dem tollen Cover geschuldet – denn wie kann man da widerstehen? Der Klappentext hat dann sein Übriges getan und mich unglaublich neugierig gemacht, ...

Wieder mal war die Entscheidung dieses Buch zu lesen allein dem tollen Cover geschuldet – denn wie kann man da widerstehen? Der Klappentext hat dann sein Übriges getan und mich unglaublich neugierig gemacht, denn London ist eine meiner Lieblingsstädte und ich war total gespannt auf diese interessante Geschichte.



Der Einstieg fiel mir dann nicht ganz so leicht und ich musste aufgrund der vielen Erklärungen, die aber nötig sind, erst einmal einen Zugang zum Buch finden. Leicht hat es mir da der flüssige Schreibstil gemacht, der die Seiten dahinfliegen lässt, sobald man sich erst einmal an die Ideen des Buches gewöhnt hat, die dazu noch unglaublich cool und wirklich mal etwas Neues sind. Hinzu kommen die tollen Charaktere, die allesamt authentisch gestaltet sind und dynamisch agieren. Besonders Rea hat mir gut gefallen und ich liebe die Entwicklung, die sie bereits im Laufe des ersten Bands durchmacht. Robin hat mir als geheimnisvoller Typ ebenfalls gut gefallen und war für mich ein guter Gegenpart zu Rea. Und auch die restlichen Charaktere haben mein Interesse geweckt und ich hoffe von ihnen in den nächsten Teilen noch mehr lesen zu dürfen.



Die Handlung war gut durchdacht und hat Spaß gemacht. Sie war sehr umfangreich, besonders was die Geschichte hinter der Geschichte angeht und das ganze Setting. Man muss schon ein bisschen aufpassen, um nicht den Faden zu verlieren, aber genau so macht Fantasy auch Spaß. Zwischendurch gab es einige Dinge, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte und die mir nicht ganz logisch erschienen, aber dennoch wollte ich immer wissen, wie es weitergeht, und wurde gerade durch das spannende und rasante Ende belohnt. Ich freue mich jetzt jedenfalls sehr auf das nächste Buch.



Fazit



„Palace of Glass“ ist ein toller erster Band, der Lust auf mehr macht. Ein cooles Setting, authentische und dynamische Charaktere, sowie eine spannende Handlung machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ich vergebe 5/5 Leseeulen und eine Kaufempfehlung für alle, die dystopische Fantasy mögen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere