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Veröffentlicht am 18.03.2021

Berührend und emotional

Der Junge, der den Wind einfing
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William wächst auf einer Farm in Malawi auf, einem der ärmsten Länder der Welt. Nur kurz kann er zur Schule gehen. Dennoch baut er mit 14 Jahren ein Windrad, mit dem er Strom erzeugen kann. So erfüllt ...

William wächst auf einer Farm in Malawi auf, einem der ärmsten Länder der Welt. Nur kurz kann er zur Schule gehen. Dennoch baut er mit 14 Jahren ein Windrad, mit dem er Strom erzeugen kann. So erfüllt sich der wissbegierige Junge trotz vieler Hindernisse einen Traum und verändert damit das Leben seiner Familie und der Menschen in seinem Dorf.
Diese wahre Geschichte ist die Vorlage für den erfolgreichen Netflix-Film. Eine moderne Heldensaga, die zum Staunen anregt und Mut macht.


Meine Meinung:

Ich hab vor einigen Wochen den Film auf Netflix gesehen und war zutiefst berührt. Also wollte ich unbedingt das Buch dazu lesen. Alleine schon weil es eine biografische Geschichte ist und die finde ich immer besonders spannend. Außerdem hab ich gehofft, noch viel mehr über William und seine Familie und überhaupt allem zu erfahren. Und genau das ist passiert. William erzählt in diesem Buch so viel mehr als nur seine wirklich heldenhafte Tat und wie er seine Familie und das ganze Dorf vor dem Hungerstod rettet.
Auch beim lesen war ich total gerührt. Diese Geschichte hat mich sowohl als Film als auch als Buch emotional total weggehauen. Ich bin begeistert und kann nur jedem Menschen empfehlen dieses Buch zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2021

Warm and cozy

Der Wald der verlorenen Schatten
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Hiyoju ist 29 und arbeitet als Busticketverköuferin in Seoul. Als ihr Freund mitbekommt dass sie eine Waise ist, trennt er sich von ihr. Eines Tages erfährt sie, dass ihre Großmutter verstorben ist und ...

Hiyoju ist 29 und arbeitet als Busticketverköuferin in Seoul. Als ihr Freund mitbekommt dass sie eine Waise ist, trennt er sich von ihr. Eines Tages erfährt sie, dass ihre Großmutter verstorben ist und sie als Haupttrauernde zur Beerdigung kommen soll. Bis dato wusste sie nicht mal, dass sie noch eine Großmutter hat. Also fährt sie ins kleine Dorf Dogi und nimmt an der Beerdigungszeremonie teil. Als sie sieht wie einige der Dorfbewohner ein merkwürdiges Ritual vor einem Wald abhalten wird sie neugierig. Trotz aller Warnungen geht sie in den Wald hinein und verliert ihren Schatten. Außerdem trifft sie dort auf einen merkwürdigen Mann namens Muyeong. Er führt sie zu einem 1000 Jahre altem Ginkobaum, der Herrscher des Waldes und dieser teilt ihr mit, dass sie genau 4 Nächte Zeit hat ihren Schatten wieder zu finden. Wenn sie es nicht schafft, dann wird sie für immer ein Teil des Waldes sein. Also macht sie sich zusammen mit Muyeong auf die Suche nach ihrem Schatten, was sich als gar nicht so eifach entpuppt.

Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte großartig. Generell habe ich eine spezielle Vorliebe für asiatische Bücher, vor allem aber für koreanische Geschichten.
Auch dieses Buch habe ich total genossen.
Im Gegensatz zu einigen negativen Stimmen die ich nach Beendigung des Buches gelesen habe, fand ich das Buch außerordentlich emotional. Es hat mich einfach total abgeholt.
Danbi Eo erzählt so eine tolle Geschichte, mit so tollen Figuren. Ich fand auch den Schreibstil ganz großartig.
Ich weiß nicht, wenn ich das Buch gelesen habe, habe ich mich warm und behütet gefühlt und im Setting hab ich mich auch total wohl gefühlt. Alles ist total lebhaft in meinem Kopf erschienen. Für mich ist dieses Buch ein ganz klares Jahreshighlight, weil ich einfach jede Minute total genossen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2021

Tolles Buch, tolles Setting, tolle Charakter

Sieben Tage am Meer
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Die Freundinnen Gitta, Marlies und Cornelia sind Anfang 50 und ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben. Sie treffen sich auf Sylt, stoßen ordentlich mit Gin Tonic an und beklagen gemeinsam die Dinge, die ...


Die Freundinnen Gitta, Marlies und Cornelia sind Anfang 50 und ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben. Sie treffen sich auf Sylt, stoßen ordentlich mit Gin Tonic an und beklagen gemeinsam die Dinge, die nicht nach Wunsch gelaufen sind. In der Nacht haben sie eine denkwürdige Begegnung: Ein Engel trägt ihnen auf, dankbar für das Schöne in ihrem Leben zu sein und anderen zu helfen. Am nächsten Morgen sind die drei überzeugt, zu viel getrunken und alles nur geträumt zu haben. Oder etwa nicht?



Meine Meinung:

Am Klappentext lässt sich ja schon erkennen, dass dieses Buch die Realität etwas außer Acht lässt oder hat euch schon mal ein Engel besucht? Also mich nicht.
Ich fand die Geschichte total gut. Am Anfang waren mir die drei Ladies nicht so sympathisch aber das hat sich schnell gelegt. Ist halt wie im echten Leben. Manchmal muss man Menschen erst besser kennen lernen. Und so war es hier auch.
Klar, es passieren sehr viele unrealistische Zufälle und die Sache mit dem Engel ist auch ziemlich fantastisch aber ich glaube, genau das hatte die Autorin mit ihrer Erzählung auch beabsichtigt.
Es ist auf jeden Fall ganz klar zu erkennen worum es geht und was der Sinn ist.
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, trotz all der realitärsfernen Situationen.
Ella Rosen hat einen richtig guten Schreibstil und es wurde nie langweilig oder langatmig. Eigentlich ist immer irgendwas passiert.
Ich kann für mich sehr viel aus dem Roman ziehen. Ich bin zwar noch keine 50 aber so ganz zufrieden bin ich mit meinem Leben auch nicht. Ich habe auch oft das Gefühl Chancen verpasst zu haben oder nicht genug für mein Glück getan zu haben. Und die Geschichten von Marlies, Gitta und Conny haben mir tatsächlich geholfen, ein wenig mehr zu mir selbst zu finden, in mich hinei n zu horchen und zu überlegen, ob wirklich alles so schlimm war und was ich gegen diese Gefühle tun kann.
Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben. Hier und da gibt es ein paar Knackpunkte aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Geschichte
Veröffentlicht am 24.02.2021

War interessant

Kindheit
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Endlich ist Tove Ditlevsens Autobiografie auf deutsch erschienen und ich wollte direkt mal reinlesen. Es ist in 3 Bände aufgeteilt, was ich für unnötig halte, da dieses hier nur 120 Seiten hat und die ...

Endlich ist Tove Ditlevsens Autobiografie auf deutsch erschienen und ich wollte direkt mal reinlesen. Es ist in 3 Bände aufgeteilt, was ich für unnötig halte, da dieses hier nur 120 Seiten hat und die anderen wahrscheinlich auch nicht mehr, sie fast zeitgleich auf den Markt gekommen sind aber jeweils 18€ kosten. Das ist ziemlich happig. Nicht, dass es sich nicht lohnen würde aber dennoch…

Naja im ersten Band “Kindheit” erzählt Tove wie sie aufgewachsen ist und wie trostlos eigentlich ihre Kindheit war. Zumindest aus der heutigen Sicht.

Der Schreibstil hat mich jetzt nicht so umgehauen, ich hatte ein wenig Probleme ins Buch hinein zu finden und eine Bindung zu dem Erzählten zu finden aber das ist ja Geschmackssache und für jeden individuell unterschiedlich.

Die Geschichte an sich hat mich schon emotional abgeholt. Da ich schon viele Bücher, basierend auf wahren Begebenheiten oder auch autobiografische Geschichten gelesen habe, die zu einer ähnlichen Zeit gespielt haben, hat mich nichts geschockt aber es macht mich immer wieder Traurig wie die Menschen damals leben mussten. Und wie Mädchen udn Frauen behandelt wurden.

Naja lange Rede, kurzer Sinn. Mir hat das Buch ganz gut gefallen und naja, jetzt muss ich mir die anderen beiden Teile wohl auch besorgen :D

Ich finde autobiografische Bücher immer interessant, man kann viel lernen und deshalb halte ich es für sinnvoll dieses Buch zu lesen =)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Gut erzählte Coming of Age

Big Sky Country
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Als Sohn eines Farmers hat August früh erfahren, was stilles Glück bedeutet. Bei der Arbeit kommt er zu sich. Kühe melken, Heu machen, die Geräte im Schuppen reparieren. Doch seine Mutter wünscht sich ...

Als Sohn eines Farmers hat August früh erfahren, was stilles Glück bedeutet. Bei der Arbeit kommt er zu sich. Kühe melken, Heu machen, die Geräte im Schuppen reparieren. Doch seine Mutter wünscht sich schon lange etwas anderes, nicht nur für ihn, und er muss nach der Scheidung mit nach Montana. Ein neues Leben, eine neue Landschaft erstreckt sich nun vor ihm. Zum ersten Mal begegnet August einer majestätischen Natur, der Freiheit, der Sehnsucht. Bloß brauchen diese Geschenke, wie alles in seinem Leben, Zeit und Kraft, und als er sich einlässt auf die falschen Freunde, auf unerreichbare Frauen, droht August in den Weiten und Träumen und Widersprüchen dieses Landes verloren zu gehen.
Ein Bildungsroman von atemberaubender Schönheit und Klarheit. Ein Roman, der danach fragt, welchen Abdruck Landschaften hinterlassen, wie aus Söhnen Männer werden und wonach es sich im Leben zu richten gilt. Mit Big Sky Country fügt Callan Wink einer großen Tradition ein neues Meisterwerk hinzu.


Meine Meinung:

Mi tzu erleben wie August heran wächst fand ich total spannend. Callan Wink erzählt so angenehm bidlich, ich hab mich wie im Urlaub gefühlt.
August als Person hat mir auch sehr gut gefallen und ich konnte viele seiner Gedankengänge wirklich gut nachvollziehen.
Ich weiß nicht so recht was ich erzählen soll, ich bin so schlecht im Rezis schreiben. In meinem Kopf ist vieles was ich erzählen will aber aufschreiben ist immer so eine Sache :D

Jede*r die/der gerne Coming of Age liest, wird hier auf jeden Fall gut bedient. Mit einem tollen Charakter und atemberaubender Natur =)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere