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Tamina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2018

wunderschöner Roman mit viel Gefühl

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
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Cover: Es ist ein sehr fröhliches Cover, leicht und verspielt. Farblich ist es sehr ansprechend und sommerlich.

Inhalt: Ein 30jähriger Briefträger erfährt vom Arzt die Diagnose Krebs im Endstadium. Sein ...

Cover: Es ist ein sehr fröhliches Cover, leicht und verspielt. Farblich ist es sehr ansprechend und sommerlich.

Inhalt: Ein 30jähriger Briefträger erfährt vom Arzt die Diagnose Krebs im Endstadium. Sein Leben wird bald enden, benommen kehrt er in seine Wohnung zurück nur um dort auf sich selbst zu treffen. Sein Doppelgänger stellt sich als Teufel vor und unterbreitet dem Briefträger eine Möglichkeit sein Leben zu verlängern, für jeden Tag den er länger leben möchte muss ein Ding von dieser Welt verschwinden. Telefone, Filme, Uhren und vielleicht sogar die Katzen…

Fazit: Es ist erstaunlich, wie es Genki Kawamura geschafft hat ein solches Buch leicht und beschwingt wirken zu lassen. Der Schreibstil und auch die Buchsatz sind sehr angenehm. Obwohl man nicht einmal den Namen des Protagonisten erfährt fühlt man sich ihm irgendwie verbunden. Man fragt sich: wie weit wäre man selbst gegangen und was habe ich selbst aus meinen Leben gemacht. Bin ich dankbar gewesen für, dass was ich habe und wann habe ich den Menschen die ich Liebe gesagt wie sehr ich sie wertschätze. Wie oft war ich wegen Nichtigkeiten wütend und habe mich selbst unnötig unglücklich gemacht. Man beginnt über Dinge nachzudenken, für die man sich sonst nicht die Zeit nimmt. Der Protagonist besinnt sich auf die Dinge die ihm am meisten bedeuten, die für ihn wirklich wichtig sind. Der Teufel selbst ist ganz anders als man es in den meisten Büchern zu lesen bekommt. Er ist eher schelmisch, aber nicht wirklich böse. Gerade gegen Ende konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Es ist generell ein emotionales Buch mit vielen Erinnerungen. Es gibt Momente in denen der Protagonist in denen er in Selbstmitleid badet und sich wiederholt. Dies könnte auf manche vielleicht weinerlich wirken, aber ich fand es sehr passend, denn beim Gedanken an den eigenen Tod empfinde ich eine gewisse Weinerlichkeit als authentisch. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen und gebe dem Buch 4,5 von 5 Akten.





Das Ende war im ersten Moment etwas… nennen wir es mal unbefriedigend, denn es endete ziemlich abrupt und ich dachte es würden ein paar Seiten fehlen.
Aber irgendwie passt das Ende gleichzeitig sehr gut zum gesamten Buch. Es ist wie eine Aufforderung: Beweg dich endlich und pflege deine Beziehungen. Die 0,5 Abzug musste ich für das Ende geben, da ich einfach über diesen plötzlichen Schluss nicht klarkomme.

Veröffentlicht am 05.08.2018

spannender Thriller mit einigen Überraschungen

Das Morpheus-Gen
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Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, das leuchtende Auge der Eule und die sich in der Pupille spiegelnde Person haben etwas Faszinierendes an sich und unterstreichen in gewisser Weise das Gefühl beobachtet ...

Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, das leuchtende Auge der Eule und die sich in der Pupille spiegelnde Person haben etwas Faszinierendes an sich und unterstreichen in gewisser Weise das Gefühl beobachtet zu werden.

Inhalt: Davids Leben steht auf dem Kopf, seit kurzem kann er nicht mehr schlafen, seine Freundin Sarah hat ihn verlassen und sein Chef setzt ihm zusätzlich unter Druck. Als dann auch noch sein bester Freund Alex und Sarah ermordet aufgefunden werden steht David unter Mordverdacht. Zusätzlich macht ihm seine Schlaflosigkeit zu schaffen, denn ihm ist klar, dass diese ihm das Leben kosten kann. Er macht sich zusammen mit Nina, einer Angestellten des Schlaflabors, auf die Suche nach Antworten. Dabei bringt er Geheimnisse ans Licht, welche vor der ganzen Menschheit seit Jahrhunderten verborgen war.

Fazit: Das Morpheus Gen ist ein wirklich spannendes Buch, gerade zu Beginn hat es einen sehr gefordert, da es mit vielen einzelnen Strängen startet, die sich im Laufe des Buches exzellent verbinden. Zu Beginn ist daher viel Konzentration nötig, man wird von einem Strang in den anderen geworfen ohne dabei den Zusammenhang zu verstehen. Da der Schreibstil aber sehr angenehm ist und die Geschichte wirklich von Anfang an spannend ist hat es mir sehr gefallen. Generell bleibt die Spannung sehr konstant und lässt während dem lesen keineswegs nach. Das Thema Schlaflosigkeit, Genetik und Forschung wird sehr interessant aufgebaut und macht neugierig darauf sich mit dem Thema mehr auseinanderzusetzen. Es ist ein spannungsgeladener Thriller, der aber allen voran durch die Nebenfigur Millner auch einen angenehmen Humor beinhaltet. Den Hauptprotagonisten David empfand ich als gut konzipiert, auch wenn ich gerade Davids Naivität nicht immer als passend empfand. Aber dies kann auch daran liegen, dass ich bei einem Anwalt etwas mehr Misstrauen erwartet hätte. Alles in Allem gebe ich den Buch 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannungsbogen
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 26.03.2022

charmanter Jugendroman

Mona - Und täglich grüßt der Erzdämon
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Cover: Das Cover sagt mir zugegebenermaßen nicht sonderlich zu. Es wirkt etwas chaotisch mi dem Mond, dem Gesicht, den sich fast küssendem Paar und den Fledermäusen.

Fazit: Das Buch ist ein sehr charmanter ...

Cover: Das Cover sagt mir zugegebenermaßen nicht sonderlich zu. Es wirkt etwas chaotisch mi dem Mond, dem Gesicht, den sich fast küssendem Paar und den Fledermäusen.

Fazit: Das Buch ist ein sehr charmanter Jugendroman. Das Genre ist eine Mischung aus Urban Fantasy, Comedy und Romantik. Der Schreistil ist recht einfach gehalten, wodurch man regelrecht durch das Buch flutscht. Die einzelnen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, alle hatten einen ganz eigenen Charme mit hohem wiedererkennungswert. Mona ist eine Hexe, die diesen Umstand jedoch nicht unbedingt als etwas Gutes empfindet, da Sie dadurch gezwungen ist für Ämter zu arbeiten. Durch die vielen popkulturellen Anspielungen habe ich mich regelrecht kaputtgelacht. Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht. Von mir gibt es 4/5 Akten und eine Leseempfehlung Fernseh- und Filmfans.

Veröffentlicht am 26.03.2022

Rotkäppchen trifft auf Pandemie

Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald
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Cover: Das Cover ist bisher mein absoluter Liebling von Henrys Büchern. Besonders hat mir der blutige Buchschnitt gefallen.

Fazit: So schön ich das Cover auch finde muss ich zugeben, dass ich das Buch ...

Cover: Das Cover ist bisher mein absoluter Liebling von Henrys Büchern. Besonders hat mir der blutige Buchschnitt gefallen.

Fazit: So schön ich das Cover auch finde muss ich zugeben, dass ich das Buch inhaltlich etwas schwach finde. Der Schreibstil ist wie bei den anderen Büchern der Autorin sehr flüssig und leichtgängig. Prinzipiell hat mir das Buch gefallen, der Pandemieaspekt hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen (ich war skeptisch, da ich psychisch immer noch Corona geschädigt bin). Inhaltlich hat mir aber der Rotkäppchenanteil etwas gefehlt. Die verschiedenen Varianten des Virus empfand ich als unnötig, da sie meiner Meinung nach keinen wirklichen mehr weht bietet und einem eine Erklärung verweigert wird. Trotzdem hat mir die Geschichte Gefallen, die Protagonisten Red und ihre Familie waren mir sympathisch und vielfältig in ihren Charaktereigenschaften. Red war mir teils etwas zu paranoid. Interessant fand ich den Aspekt mit ihrem Bein. Da ich bisher noch nie über eine Amputierte Heldin gestolpert bin. Ihre Probleme waren für mich interessant zu lesen.

--Spoiler--

Mir ist zwar bewusst, dass die Geschichte rund um Rotkäppchen nicht sonderlich viel hergibt, aber nur ein roter Hoodie reicht mir nicht. Im Buch kommt weder die Oma noch der Wolf im Buch selbst vor. Das Ziel ist das Haus der Oma, über die zwar geredet wird, aber als Person nicht auftritt. Der Weg dahin führt Red durch den Wald. Aber reicht dies als Rotkäppchen Variation? Mir hat es irgendwie nicht gereicht. Der Wolf wird am Ende als Metapher benutzt. Hier wäre ich durchaus auch mitgegangen, wenn dies von Beginn ein Eingebaut worden wäre. Aber vorher war von einem Kojoten die Rede und dann am Ende, als wäre der Autorin einfallen, dass sie den Wolf noch einbinden sollte, ein Rudel Wölfe… Das Ende ist halbwegs offen, was mir gefallen hat. Red kommt beim Haus der Oma an, was Sie darin erwartet erfahren wir nicht. Ist die Oma da oder wartet ein Wolf auf Sie?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Das Rätsel von London

Das Rätsel von London
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Cover: schön und passend zur Reihe. Einziges Manko: Der Kontrast zwischen dem schwarzen Klappentext auf dem lila Cover ist zu gering um ihn entspannt lesen zu können.

Inhalt: Alex Verus braucht Unterstützung ...

Cover: schön und passend zur Reihe. Einziges Manko: Der Kontrast zwischen dem schwarzen Klappentext auf dem lila Cover ist zu gering um ihn entspannt lesen zu können.

Inhalt: Alex Verus braucht Unterstützung um zukünftig gegenüber seinem alten Mentor bestehen zu können. Seine beste Chance sieht er bei den Wächtern des Rats und tritt diesen bei. Doch geistige Gesundheit ist wohl kein Beitrittskriterium…

Fazit: Ich bin ein wenig Zwiegestalten, mir hat das Buch gut gefallen, dennoch trauere ich ein wenig der Selbstständigkeit von Alex hinterher. Die Geschichte ist solide und die Spannungen zwischen den schwarzen und den weißen Magiern spitzt sich zu. Alex muss sich währenddessen mit den undurchsichtigen Strukturen im Rat und seinem dortigen Feind auseinandersetzten. In seiner Beraterfunktion hat er selbst bei den Wächtern einige Feinde und muss gleichzeitig Verbündete um sich scharren um vor Richard und seinen Verbündeten gefeit zu sein. Alles in allem lässt sich das Buch wirklich schnell und flüssig lesen. Der Fall war spannend und ich wollte wissen wie es ausgeht. Ich bin daher schon auf die Fortsetzungen gespannt. Abschließend kann ich sagen: wer die Reihe liebt wird auch diesen Band mögen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.