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Veröffentlicht am 28.08.2018

Nordwärts - Ich folgte früher mal dem Drachenhals

Die Phileasson-Saga - Nordwärts
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In den 90er Jahren folgte ich dem Drachenhals, dem Gruppenabenteuer von Bernhard Hennen, dass er damals für Das schwarze Auge geschrieben hatte und nun zieht es mich nach gut zwei Jahrzehnten "Nordwärts".

Die ...

In den 90er Jahren folgte ich dem Drachenhals, dem Gruppenabenteuer von Bernhard Hennen, dass er damals für Das schwarze Auge geschrieben hatte und nun zieht es mich nach gut zwei Jahrzehnten "Nordwärts".

Die Handlung in Kürze:
Schon lange wetteifern die beiden berühmtesten Söhne Thorwals miteinander, wer von ihnen der wahre, beste und mutigste Sohn des Landes im hohen Norden ist. Jetzt soll der ganze Konkurrenzkampf endlich entschieden und mit den Titel „König der Meere“ für einen der Beiden gekrönt werden. Asleif und Beorn erhalten die Aufgabe, Aventurien innerhalb von 80 Wochen zu bereisen und während dieser Zeit 12 Aufgaben zu lösen.

In Nordwärts werden im Wesentlichen die wichtigsten Hauptcharaktere eingeführt. Man lernt zum Teil ihre Vorgeschichte sowie ihre Beweggründe für diese Reise kennen. So bilden sich zwei absolut unterschiedliche Reisegemeinschaften, die bunter nicht sein könnten – Krieger, Abenteurer, Magier, Elfen… von allen klassischen Fantasyfiguren ist jemand dabei.

Ihre erste Aufgabe wird die Konkurrenten in den hohen Norden führen, weiter als die meisten Aventurier je gereist sind. Die Gruppen werden vor starke Herausforderungen gestellt, die nicht allein dem rauen Klima und dem ewigen Eis geschuldet sind.

Die Autoren haben mich durch ihren detailreichen aber nicht langatmigen Schreibstil an das Buch „gefesselt“. Der Band lies sich gut lesen, man konnte die Motivationen der einzelnen Charaktere wunderbar verstehen. Auch wenn bereits im ersten Band ersichtlich wird, wer der positive Held der Wettfahrt ist tut das gesamten Handlung keinen Abbruch. Man benötigt immer eine Protagonisten und einen Antagonisten für eine schöne Handlung. Und mal ehrlich, Beorn ist nicht böse. Er ist so wie man sich den klassischen Thorwaler vorstellt (naja, den klassischen Wikinger) – ein Krieger und Abenteurer; hart, aber seiner Mannschaft gegenüber loyal. Asleif ist da eher der geborene Entdecker, der aus den klassischen thorwaler Tugenden ausbrechen kann. Das macht ja den Reiz des Konkurrenzkampfes der beiden aus. Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt. Und es stellt sich im Verlauf der Handlung allmählich sowieso die Frage, ob Beorn der eigentliche Antagonist der Handlung ist, oder noch im Hintergrund gehaltene Charaktere?!

Mein Fazit:
Ein wirklich gelungener Auftakt zu einer langen Saga, die ich jedem High-Fantasyleser empfehlen kann. Vorkenntnisse aus der aventurischen Welt benötigt man nicht. Die Geschichte führt den Leser immer soweit in die Gesamtwelt ein, dass er die Handlung verstehen kann, gibt hinreichend Andeutungen und lässt Platz für Spekulationen, so dass man gerne weiter lesen möchte, auch in den folgenden Bänden.

Veröffentlicht am 28.08.2018

Das Buch verspricht mehr als es halten kann

Die Weltengang-Maschine
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Die Handlung des Buches aus meiner Sicht:
Bernd Bratzke erhält eines Tages ein Fax von Gott, nebst einer Fernbedienung und damit die Verantwortung für die Weltengang-Maschine. Gemeinsam mit einer „Rentner-Gang“ ...

Die Handlung des Buches aus meiner Sicht:
Bernd Bratzke erhält eines Tages ein Fax von Gott, nebst einer Fernbedienung und damit die Verantwortung für die Weltengang-Maschine. Gemeinsam mit einer „Rentner-Gang“ versucht er diese während Gottes Urlaub am Laufen zu halten und vor einer Metal-Band zu schützen, die eben jene für ihre eigenen satanistischen Zwecke nutzen wollen. Das führt zu skurrilen Wendungen und Wirrungen im Leben aller beteiligten Personen.

Mein Fazit:
Der Autor versucht mit skurrilem Humor dem Leser eine unterhaltsame und kurzweilige Geschichte zu bieten, was ihm anfänglich auch ganz gut gelang. Da das Buch jedoch regelrecht ein Zuviel an Überspitzung von Humor bis hin zum Sarkasmus bietet, werden die Dialoge im Verlauf der Handlung irgendwann flach und das Niveau sinkt stark ab. Hier hätte für mich etwas weniger zu viel mehr geführt. Zudem verläuft die Handlung anscheinend gewollt chaotisch. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn das Ganze stilistisch so umgesetzt wäre, dass der Leser ohne selbst verwirrt zu werden der Handlung folgen könnte. Rückblenden und Zeitsprünge sind abrupt und kontextlos eingebaut, so dass ich bisweilen zweimal lesen musste um zu verstehen, wo sich die Handlung gerade befand. Und ich frage mich bis jetzt – wie sind die Dark Metaler überhaupt ins Spiel gekommen?
Alles in Allem, kann ich nur sagen, das Buch ist nicht meins. Es konnte mich nicht fesseln obwohl ich guten Humor sehr schätze. Wer auf den skurrilen Humor eines Terry Pratchett oder Douglas Adams steht wird hier absolut nicht fündig. Wer aber gerne mal über die Metalszene schmunzeln will, denke ich schon.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Empfehlenswerte Geschichten voller Humor

Die Hilfskräfte - Die wahren Herren des Dungeons
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Dunkelzwerge, Trolle, Goblins – klar alle leben in den Dungeons dieser Welt und müssen sich wie auch eine ganze Reihe anderer Kreaturen dieser zwielichtigen Gesellen erwehren, die sich Krieger, Magier ...

Dunkelzwerge, Trolle, Goblins – klar alle leben in den Dungeons dieser Welt und müssen sich wie auch eine ganze Reihe anderer Kreaturen dieser zwielichtigen Gesellen erwehren, die sich Krieger, Magier oder gar ‚Warmongershapechangingdarkelvenpriests‘ nennen. Und wenn die Auseinandersetzungen vorbei sind, wer räumt dann auf?

Ja wer und wie sieht deren Leben aus? Was hat die IDO mit all dem zu tun und was genau verbirgt sich hinter der „Tür, die niemals geöffnet werden darf“?
Auf manche Fragen gibt es wahrscheinlich niemals eine eindeutige Antwort, aber auf die meisten erhält man in eben dieser Anthologie eine. Und dies mit Witz, Sachverstand und einer gehörigen Portion Humor.

In den vorliegenden 14 Geschichten lassen die Autoren den Leser durch Wartungsgänge irren, Bestien pflegen, Fallen in Stand setzen und vor allem das Leben der Dungeonbewohner aus Sicht des Wartungspersonals erleben.

Um zum Kern zu kommen – die Sammlung hat mir sehr gut gefallen. Ich bin lange nicht mehr so kurzweilig unterhalten worden. Sie ist sehr geschickt zusammengestellt, denn nicht jede Geschichte ist mit ‚Humor bis oben hin‘ ausgestattet. Es gibt immer mal wieder eine Geschichte die ein wenig ernster ist, so dass sich das Lesen sehr abwechslungsreich gestaltet. Und es ist auch so manche Geschichte dabei, die wie es uns Märchen und Sagen lehren, einen inneren Kern haben über den man nachdenken kann. Ich bin gewiss, dass ich sie bisweilen wieder einmal zur Hand nehmen werde, um die eine oder andere Geschichte noch einmal zu lesen.

Deshalb kann ich nur sagen, für Rollenspieler jedweder Couleur und Larper sollte das Buch ein Genuss sein. Aber auch Fantasyleser und totale Neueinsteiger werden bestimmt einige Stunden voller Humor erleben.

Veröffentlicht am 12.08.2018

Der Schlafende Tod

Die Grimm-Chroniken (Band 3)
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"Das Böse ist Ansichtssache." und so gut hinter Spiegeln und unerwarteten Handlungen versteckt, dass man es nicht gleich erkennen kann.


Auch im dritten Teil gelingt es Maya Shepherd dem Leser viel Raum ...

"Das Böse ist Ansichtssache." und so gut hinter Spiegeln und unerwarteten Handlungen versteckt, dass man es nicht gleich erkennen kann.


Auch im dritten Teil gelingt es Maya Shepherd dem Leser viel Raum für zum Spektakulieren und für die eigene Fantasy zu lassen.
Schneewittchens Kindheit kommt nach und nach aus deren Sicht zum Tragen und als Leser kann man sich fragen ob es denn wirklich so war wie sie es darstellt oder ob sie Will manipuliert. Ist sie böse oder Opfer ihrer eigenen Lebensgeschichte?

Die Handlung ist rasant und zum Teil mit einem guten Sinn für Humor beschrieben.
Mich hat der Band in seinen Bann gezogen und so werde ich geduldig auf den nächsten Teil warten müssen.
Meine Empfehlung: Holt euch alle Teile der Chroniken - es lohnt sich.

Rezensiert auch auf Lovelybooks

Veröffentlicht am 27.07.2018

Witzig und auch spannend - nicht nur für Kinder

Nur mal schnell das Mammut retten
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Die Geschichte um Henry, Zoe und Finn sowie Großmutter Scarlett ist absolut witzig und fantasievoll erzahlt.

Wann finden Kinder schon mal ein Mammut? Und was kann man tun, wenn man eines findet? Mit Enthusiasmus ...

Die Geschichte um Henry, Zoe und Finn sowie Großmutter Scarlett ist absolut witzig und fantasievoll erzahlt.

Wann finden Kinder schon mal ein Mammut? Und was kann man tun, wenn man eines findet? Mit Enthusiasmus und voller kindlicher Energie gehen die drei Freunde daran sich damit auseinanderzusetzen.

Wir hatten das Hörbuch für eine längere Fahrt gekauft. Unser Sohn findet so etwas immer recht langweilig und kann wie viele andere Kinder auch dann sehr anstrengend werden. Aber mit diesem Hörbuch lagen wir goldrichtig. Er hat es seitdem mehrmals rauf und runtergespielt. Und uns hat das Buch auch sehr begeistert.

Andreas Fröhlich hat den BEO 2017 der Kinderjury des Deutschen Kinderhörbuchpreises BEO nicht umsonst bekommen. Das Hörbuch ist einfach ein echter Hinhörer.