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Veröffentlicht am 14.11.2020

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Als Hendrik mitten in der Nacht von der Arbeit im Krankenhaus nach Hause kommt, fehlt von seiner Verlobten Linda jede Spur. Die Alarmanlagen ihres Smart Homes haben jedoch nicht angeschlagen. Und das Linda ...

Als Hendrik mitten in der Nacht von der Arbeit im Krankenhaus nach Hause kommt, fehlt von seiner Verlobten Linda jede Spur. Die Alarmanlagen ihres Smart Homes haben jedoch nicht angeschlagen. Und das Linda einfach so verschwindet; für Hendrik undenkbar. Die Polizei will ihm jedoch nicht so recht Glauben schenken, dass hier ein Verbrechen vorliegen soll.

Arno Strobel hat mit Smart Homes eine aktuelle und heiß diskutierte Thematik gewählt und ich war gespannt auf deren Umsetzung. Leider kommt hierzu erst recht spät mehr an Informationen und man hat fast das Gefühl, dass dieses Element in den Hintergrund gerät.

Die Protagonisten selbst waren für mich schwierig. Ihre Handlungen wirken unrealistisch und oft völlig überzogen. Wirklich warm geworden bin ich mit niemandem. Auch die Polizei arbeitet teilweise extrem ungewöhnlich und spannende Ermittlungsarbeit sucht man vergeblich.
Andauernd stehen alle möglichen Leute vor Hendriks Tür um Dinge mit ihm zu besprechen oder ihm etwas mitzuteilen. Man könnte fast meinen, dass keiner von diesen Figuren sonst eine Aufgabe hat oder gar ein Telefon besitzt. Wirklich ziemlich seltsam.

Für mich war dann doch relativ schnell klar wer der Täter ist und auch der Schluss selbst war nicht überraschend. Hier gab es ein zwei Spannungsmomente, aber alles in allem ist mir die Handlung zu sehr vor sich hingeplätschert, als das man hier von einem Thriller sprechen könnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2020

Kingsbridge

Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit
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Edgar verliert bei dem Überfall der Wikinger nicht nur seine Liebe, sein Zuhause und die Lebensgrundlage für sich und seine Familie. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einem Weiler, bei dem sie fortan ...

Edgar verliert bei dem Überfall der Wikinger nicht nur seine Liebe, sein Zuhause und die Lebensgrundlage für sich und seine Familie. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einem Weiler, bei dem sie fortan als Bauern leben und arbeiten sollen. Nicht gerade das Leben, dass der junge Edgar sich erhofft hat, zumal tief in seinem inneren besondere Talente in ihm schlummern.
Währenddessen steht für Ragna ihre Hochzeit kurz bevor und ihre damit verbundene Reise nach England. Sie freut sich auf ihr zukünftiges Leben, ist aber auch unsicher wie sie in dem verregneten kalten Land empfangen werden wird.
Noch ahnt keiner der beiden, dass ihre Wege einmal miteinander verwoben sein werden.
Sowohl Edgar, als auch Ragna konnten mich sofort für sich gewinnen und ich habe mit beiden stark mitgefiebert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden erzählt, wobei sie auch immer wieder aufeinander treffen und es so gemeinsame Moment gibt.

Weitere wichtige Figuren sind der Bischof Wynstan und Mönch Alfred. Dem Bischof habe ich mehr als einmal die Pest an den Hals gewünscht, so sehr habe ich ihn verachtet. Er hat zweifelsohne ergeizige Ziele und scheut nicht davor zurück über Leichen zu gehen, um diese zu erreichen. Alfred ist da wiederum das komplette Gegenteil. Ein frommer Mann, der zwar durchaus auch Ambitionen hat, jedoch auf die Hilfe Gottes vertraut und ein sehr religiöses Leben führt. Beide Charaktere füllen wichtige Nebenrollen aus und auch hier wird es einfach nie langweilig.

Ken Follett zeigt uns mit diesem Buch die Entstehung von Kingsbridge, welches wir ja durch die anderen Bände bereits sehr gut kennen. Meine Erwartungen waren sehr hoch und wurden tatsächlich noch übertroffen. Für mich mit der beste Teil der Reihe! Ich hätte locker noch weitere 1000 Seiten lesen können und würde mich sehr freuen, wenn ich Ragna und Edgar wieder einmal in einem Buch begegnen darf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2020

Zerrissen

Zerrissen
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"Zerrissen" ist der vierte Fall für Abel und man kann die Bücher alle einzeln lesen, ohne Probleme mit dem Inhalt zu bekommen. Wichtige Informationen erhält man in einem kurzen Rückblick in die Vergangenheit ...

"Zerrissen" ist der vierte Fall für Abel und man kann die Bücher alle einzeln lesen, ohne Probleme mit dem Inhalt zu bekommen. Wichtige Informationen erhält man in einem kurzen Rückblick in die Vergangenheit der Protagonisten.

Als wäre der Fall der kleinen Nichte seiner Kollegin nicht schon genug Last für Abel, bekommt er noch einen weiteren mit zwei Leichen zugeteilt. Auch hier gibt es Fragen über Fragen, und nur wenige Antworten. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis und nur langsam erkennen Abel und seine Kollegen die einzelnen Puzzleteile.

Es gibt viele Erzählperspektiven, wodurch man einen großen Rundumblick erhalten soll. Leider sind die Kapitel selbst extrem kurz, oft auch nur eine halbe Seite lang. Dadurch war die Handlung für mich abgehackt und ich habe mir schwer getan einen angenehmen Lesefluss zu finden. Man hat kaum Zeit das Gelesene zu verarbeiten, weil man direkt von der einen Perspektive in die nächste geworfen wird.

Neben dem eigentlichen Fall verliert sich der Autor immer wieder in Nebenhandlungen, die für die eigentliche Geschichte nicht wichtig sind. Zum Ende hin bekommt er zwar etwas die Kurzve und es ist ein klarer Spannungsbogen erkennbar, aber für mich war da dann schon deutlich klar, wer der Täter ist. So ganz konnte mich dieser Fall daher nicht überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2020

Der Todesbruder

Der Todesbruder
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Bei diesem Band handelt es sich um den dritten Fall für Viktor Puppe und seine Kollegen Ken und Begüm. Zwar können alle Teile einzeln voneinander gelesen werden, ich persönlich finde es aber sinnvoller ...

Bei diesem Band handelt es sich um den dritten Fall für Viktor Puppe und seine Kollegen Ken und Begüm. Zwar können alle Teile einzeln voneinander gelesen werden, ich persönlich finde es aber sinnvoller die richtige Reihenfolge zu beachten.

Die Morde sind allesamt absolut grausam und brutal und könnten in ihrer Abartigkeit nicht unterschiedlicher sein. Eines jedoch haben alle gemeinsam. Neben den Leichen sind römische Ziffern vermerkt. Den Ermittlern ist schnell klar, dass sie diese Rätsel lösen müssen, wenn sie weitere Morde verhindern wollen. So beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Mit Viktor, Ken und Begüm trifft ein multi-kulturelles Team zusammen, dessen Konstellation den Unterhaltungswert immer wieder erhöht. Neben der Dramatik und einigen Spannungspunkten kommt es immer wieder zu allerhand Wortgefechten zwischen den Protagonisten.

Der Einstieg war brilliant und auch der Schluss bzw. die Auflösung des Falls konnte bei mir punkten. Lediglich der mittlere Teil des Buches hatte einige unnötige Längen, die meinen Lesefluss gehemmt haben. Hier habe ich dann mehrere Pausen eingelegt, da mich das Weiterlesen und mittelmäßig gereizt hat. Auch blieben einige Fragen offen, bei denen nicht klar ist ob sie in einem möglichen vierten Band noch geklärt werden.

  • Cover
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Veröffentlicht am 24.10.2020

Der Heimweg

Der Heimweg
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Jules rechnet mit einer entspannten Nacht ohne größere Vorkommnisse, denn bislang gab es keine wirklich bedrohlen Fälle am Begleittelefon. Dies ändert sich jedoch schlagartig als er mit Klara ins Gespräch ...

Jules rechnet mit einer entspannten Nacht ohne größere Vorkommnisse, denn bislang gab es keine wirklich bedrohlen Fälle am Begleittelefon. Dies ändert sich jedoch schlagartig als er mit Klara ins Gespräch kommt. Die Frau antwortet nur zögerlich und Jules hat ein ungutes Gefühl, er spürt instinktiv, dass Klara bedroht wird und die Lage ernst ist. Mit aller Macht versucht er sie zum reden zu bringen und ihr beizustehen.

Sebastian Fitzek schlägt dieses Mal eindeutig eine düsterere und brutalere Richtung ein, als man es sonst von ihm gewohnt ist. Er thematisiert nicht nur psychischen Machtmissbrauch, sondern auch Gewalt und Vergewaltigung und nimmt hier kein Blatt vor den Mund. An manchen Stellen musste ich ganz schön schlucken und, dass Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel und die Zeit drängt, denn der Killer kommt seinem Ziel immer näher. Wie man es von dem Autor kennt, wartet er mit einigen überrschenden Wendungen auf, die das Geschehen immer wieder aus einem ganz anderen Licht beleuchten.
Dabei wechselt die Perspektive zwischen Jules und Klara, sowie der Gegenwart und ihrer Vergangenheit. So entstehen immer wieder Cliffhanger, die es unmöglich machen, das Buch aus der Hand zu legen. Schritt für Schritt setzt sich das Puzzle zusammen und eröffnet unglaubliches. Spannend bis zur letzten Seite!

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