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Veröffentlicht am 04.10.2019

Die Schwestern aus der Steeple Street - Ein neuer Anfang

Die Schwestern aus der Steeple Street
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Donna Douglas mausert sich langsam zu einer meiner liebsten Autorinnen und daher musste ich natürlich auch direkt diesen Reihenauftakt lesen, als ich ihn entdeckt habe. Die Geschichte hat mich während ...

Donna Douglas mausert sich langsam zu einer meiner liebsten Autorinnen und daher musste ich natürlich auch direkt diesen Reihenauftakt lesen, als ich ihn entdeckt habe. Die Geschichte hat mich während dem Lesen ein wenig an die Serie "Call the Midwife" erinnert und ich habe jede einzelne Seite in mich aufgesogen!

Agnes Sheridan wurde in dem renommierten Nightingale Hospital zur Krankenschwester ausgebildet und tritt nun ihre neue Ausbildung zur Gemeindeschwester in Quarry Hill an. Gegensätzlicher könnte diese beiden Arbeitsplätze wohl kaum voneinander sein und so sieht sich Agnes mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert. Aber auch die Einwohner betrachten die Neue eher mit Skepsis. Durch einige Rückblenden erfährt man zudem nach und nach mehr über die Vergangenheit von Agnes Sheridan und dem angespannten Verhältnis zu ihrer Familie.

In einem sehr einnehmenden Schreibstil beschreibt Donna Douglas Agnes' Stellenantritt und ihre erste Zeit bei den Gemeindeschwestern. Die vorhandenen Figuren sind allesamt detailliert und liebevoll gezeichnet und ihre Motive und Überzeugungen werden glaubhaft dargestellt. Besonders Polly und Bess haben mir gut gefallen.

Es hat mich total erschüttert als man die Lebensumstände der Menschen in Quarry Hill mehr und mehr kennenlernt. Wie man so leben kann ist mir unbegreiflich und heutzutage kann das wohl kaum jemand nachempfinden. Dabei wird auch deutlich wie wichtig die Gemeindeschwestern für die Einwohner waren. Es gab kein Geld für Ärzte, Krankenhäuser oder teure Medizin. Bei all der Armut und Hoffnungslosigkeit, waren die Gemeindeschwestern die einzige Hilfe, die diesen Menschen zuteil wurde.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Zeit der Entscheidung

Die Nightingale Schwestern
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Bei "Zeit der Entscheidung" handelt es sich um den sechsten Teil der aktuell neun Bände umfassenden Reihe. Wir befinden uns inzwischen im Jahr 1940 und der Krieg rückt in den Vordergrund der Handlung. ...

Bei "Zeit der Entscheidung" handelt es sich um den sechsten Teil der aktuell neun Bände umfassenden Reihe. Wir befinden uns inzwischen im Jahr 1940 und der Krieg rückt in den Vordergrund der Handlung. Für mich war es total interessant, diesen einmal aus einer ganz anderen Perspektive so hautnah miterleben zu können.

Donna Douglas hat es wieder einmal geschafft mich mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil in ihren Bann zu ziehen. Ich war komplett innerhalb der Geschichte gefangen und habe einfach alles um mich herum vergessen. Ich hatte das Gefühl eine Zeitreise zu unternehmen und konnte mir das Krankenhaus, seine langen Flure, die Gerüche und die vielen Patienten in ihren Betten nur zu gut vorstellen.

Dieses Mal wird den Protagonisten keine Ruhe gegönnt. Ständig ertönt der Fliegeralarm und Bombenhagel und Granatenabwürfe halten die ganze Stadt auf Trab. Trotz aller Widrigkeiten kämpfen sowohl Ärzte als auch Schwestern dafür, dass Hospital weiterhin geöffnet lassen zu können, um verwundete und kranke Menschen versorgen zu können.
Es hat mich total fasziniert wie kreativ die Angestellten zum Teil ihre viele Probleme gelöst haben. So halten Freiwillige kleine Lampen über OP-Tische wenn mal wieder der Strom ausgefallen ist, Putz rieselt von den Decken und die Schwestern müssen auf engstem Raum im Keller arbeiten und leben. Zustände wie wir sie, glücklicherweise nie erleben mussten.

Neben all diesen düsteren und schwierigen Momenten war es für mich ein richtiges Highlight Dora wieder im Krankenhaus erleben zu dürfen. Sie ist und bleibt einfach mein Liebling aus allen Bänden und es war toll sie wieder bei ihrer Arbeit begleiten zu können. Ich hatte sie doch sehr im Hospital vermisst.
Auch einige neue Figuren kommen ins Spiel. Die freiwilligen Hilfsschwestern Eve, Jennifer und Cissy bringen frischen Wind mit herein und geben der Geschichte noch einmal eine ganz neue Seite. Besonders die Entwicklung von Jennifer war bemerkenswert.

Ich würde mir wünschen auch mal wieder Millie zu erleben oder ein paar andere der Mädels aus den ersten Jahren. Mich würde sehr interessieren was aus ihnen geworden ist. Ich hoffe sehr, dass sie vielleicht in einem der nächsten Bände noch einmal zurückkehren.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Das Ende

Das Ende
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Dieses Buch musste!!! ich unbedingt haben! Der Plot hat mich direkt gepackt und ich bin selbst sofort ins Grübeln geraten, wie ich wohl bei so einem Szenario reagieren würde. Verbringt man die Zeit mit ...

Dieses Buch musste!!! ich unbedingt haben! Der Plot hat mich direkt gepackt und ich bin selbst sofort ins Grübeln geraten, wie ich wohl bei so einem Szenario reagieren würde. Verbringt man die Zeit mit Familie und Freunden zu Hause oder versucht man noch all die Dinge erleben, die man unbedingt einmal im Leben tun wollte?

Lucinda hat mich in ihrer Rolle überzeugt. Sie ist bereits mit dem Thema Tod vertraut und reagiert daher weniger geschockt und verstört auf die Nachricht über den Kometen, als viele andere in ihrem Umfeld. Im Großen und ganzen scheint es, als hätte sich für sie kaum etwas geändert und dennoch ändert dieses Unglück alles. Ihren Gedankengängen konnte ich gut folgen und habe ihre Abschnitte gerne gelesen, es war tiefgründig, emotional und spannend.
Dann ist da noch Simon. Mit ihm wurde ich leider bis zuletzt nicht ganz warm. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass es ihm total egal ist, dass in wenigen Wochen alles Leben auf der Erde ausgelöscht ist. Ich war mir unsicher ob Simon wirklich realisiert was da gerade passiert um ihn herum.
Sein bester Freund konnte mich da viel mehr von sich überzeugen und ich hätte gerne mehr von ihm gelesen.

Später spielt dann noch Tilda, Simons Freundin eine wichtige Rolle. Die Ereignisse rund um ihre Person waren zwar interessant, haben aber meiner Meinung nach zu viel Raum eingenommen. Ich hatte das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte dadurch in den Hintergrund verdrängt wurde.

Der Schluss selbst war für mich sehr abrupt, wenn man bedenkt wie ausführlich die Szenen davor behandelt werden. Es hatte kein rundes Ende und ich habe weiterhin einige ungeklärte Fragen, auf die ich nun wohl keine Antwort erhalten werden. So ganz zufrieden bin ich daher nicht.

Veröffentlicht am 16.09.2019

Das Schwert der Könige

Das Schwert der Könige
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Vorab möchte ich direkt darüber informieren, dass ich das Buch auf Seite 311 abgebrochen habe. Meine Rezension bezieht sich nur auf die von mir gelesenen Seiten.

Zunächst konzentriert sich die Handlung ...

Vorab möchte ich direkt darüber informieren, dass ich das Buch auf Seite 311 abgebrochen habe. Meine Rezension bezieht sich nur auf die von mir gelesenen Seiten.

Zunächst konzentriert sich die Handlung auf Aren und Cade, später spielt auch noch eine Druidin eine wichtige Rolle. Aber der Reihe nach.
Der Erzählstrang der beiden jungen Männer hatte zwar immer wieder interessante Momente, allerdings geht die Geschichte nur sehr langsam voran, wodurch es für mich sehr zäh und langatmig wurde. Die Figuren gewinnen lange Zeit nicht an Tiefe und ab einem gewissen Punkt war mir ihr Schicksal eigentlich total egal. Sie konnten mich nicht fesseln.
Die Druidin hat mich hierbei leider noch weniger begeistert. Ihr Abschnitte hätte ich am liebsten komplett überblättert.

Chris Wooding hat einen sehr bildhaften, wortgewaltigen und detailreichen Schreibstil. Und genau diese Detailverliebtheit wurde ihm hier (in meinen Augen) zum Verhängnis. Es gibt endlos lange Beschreibungen von Sachverhalten, die die eigentliche Geschichte kein Stück voran treiben. Dadurch fühlte ich mich mehr und mehr gelangweilt bis ich das Buch schließlich leider ganz abgebrochen habe. Ich habe für die rund 300 Seiten mehrere Wochen gebraucht und es interessiert mich einfach überhaupt nicht mehr wie es weiter geht. Total schade, denn die Grundidee trifft meinen Geschmack ziemlich genau.

Veröffentlicht am 11.09.2019

Auris

Auris
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Sebastian Fitzek kommt ja immer wieder auf neue Ideen und ich finde es total interessant, dass er seine Grundidee von einem anderen Autor umsetzen lässt. Vincent Kliesch war mir bislang ehrlich gesagt ...

Sebastian Fitzek kommt ja immer wieder auf neue Ideen und ich finde es total interessant, dass er seine Grundidee von einem anderen Autor umsetzen lässt. Vincent Kliesch war mir bislang ehrlich gesagt noch gar kein Begriff.

Ich war eigentlich der Ansicht, dass Hegel und Jula abwechselnde Handlungsstränge zugeteilt bekommen und beide gemeinsam als Protagonisten fungieren.
Leider jedoch gerät Hegel immer wieder in den Hintergrund und seine großen Momente sind genau zwei Szenen in denen er auch sein Können unter Beweis stellt. Er war mir recht sympathisch allerdings zu sehr in die Rolle eine Nebenfigur gerückt.
Jula, eine Pod-Casterin, beginnt eigene Ermittlungen anzustellen, wobei ich hier überhaupt nicht nachvollziehen konnte weshalb ihr das Schicksal von Hegel wichtiger ist, als das ihrer Familie und Freunde. Vernünftige Gründe bekommt man jedenfalls keine geliefert. Auch hat sich mir nicht erschließen können weshalb sie nun so viel besser ermitteln kann und extrem schnell mehr herausfindet als sämtliche erfahrenen Ermittler und Journalisten zusammen. Ich glaube auch, dass sie ohne die Hilfe eines gewissen Hackers an überhaupt keine Informationen gelangt wäre. Jula blieb mir bis zuletzt unsympathisch und konnte so gar keine Beziehung zu ihr aufbauen.
Auch der Hacker war mir suspekt. Wieso hilft er Jula? Alles in allem ein wenig zurecht konstruiert und wenig realistisch dargestellt.

Ein Kritikpunkt für mich ist dann auch noch eine Stelle aus dem Klappentext. Dort heisst es ja, dass Jula den Menschen in Gefahr bringt, der ihr am wichtigsten ist. Ich möchte an der Stelle jetzt nicht verraten wer diese Person ist, allerdings konnte ich genau dieses Argument überhaupt nicht nachvollziehen. Anhand der Informationen die man als Leser bekommt wäre ich niemals auf die Person gekommen und hätte eher jemand anderen in dieser Funktion vermutet.

Obwohl es einige Kritikpunkte gibt, lies sich das Buch dafür doch recht zügig lesen und ich war schon auf eine gewisse Art und Weise gefesselt von der Geschichte. Enttäuscht hat mich dann aber der Schluss, der kein richtiges Ende darstellt. Einige Fragen bleiben offen und die Auflösung selbst ist eher durchschnittlich als raffiniert oder spannend. Mich beschleicht das Gefühl, dass ein zweiter Band geplant ist. Ob ich den allerdings lesen werde kann ich aktuell beim besten Willen nicht sagen. So richtig Lust darauf habe ich im Moment zumindest nicht.