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Veröffentlicht am 02.12.2022

Das winterliche Finnland und die Liebe

Nordlicht-Liebeszauber
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Louisa ist Reisejournalistin, ständig unterwegs, eine digitale Nomadin und wird demnächst in Bali leben. Rosalie, ihre Chefin und Freundin, bittet sie eine Reisereportage über Winterhighlights in Finnland ...

Louisa ist Reisejournalistin, ständig unterwegs, eine digitale Nomadin und wird demnächst in Bali leben. Rosalie, ihre Chefin und Freundin, bittet sie eine Reisereportage über Winterhighlights in Finnland zu schreiben. Sie übernimmt den Job, da sie das Geld gut für ihre Balipläne gebrauchen kann. In Helsinki angekommen trifft sie auf Miro, den Fotografen der Reportage. Er vertritt einen Kollegen. Es „funkt“ sofort zwischen den beiden, aber beide wollen es sich nicht eingestehen. Miro ist sehr heimatverbunden und möchte Louisa die Schönheit seines Landes näherbringen. Er bringt ihre Pläne durcheinander. So beginnt eine Reise in einem Van durch das winterliche vorweihnachtliche Finnland.
Die Reise der beiden wird von Kristina Lagom sehr flüssig und anschaulich beschrieben. Man erfährt einiges über Land und Leute. Die einzelnen Kapitel werden immer abwechselnd einmal aus Sicht von Louisa und dann wieder aus Sicht von Miro erzählt. So ist der Leser immer über beide Gefühlswelten der Protagonisten im Bilde.
Ich habe das Buch gerne gelesen, es hat mir Spaß gemacht Louisa und Miro in Finnland zu begleiten und mitzuerleben wie sich beide angenähert haben. Das Buch ist perfekt für lange gemütliche Winterabende geeignet.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Die Inquisition und die gedankliche Freiheit

Das verborgene Paradies
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Es ist die Zeit der Inquisition und wir befinden uns in Borgo San Michele, Ostalpen. Dort wird Anfang November 1610 unter dramatischen Umständen Susanna geboren. Am gleichen Tag stirbt die Mutter von Daniele ...

Es ist die Zeit der Inquisition und wir befinden uns in Borgo San Michele, Ostalpen. Dort wird Anfang November 1610 unter dramatischen Umständen Susanna geboren. Am gleichen Tag stirbt die Mutter von Daniele di Barco. Beide Kinder sind die ersten Monate im Kloster des Dorfes unter der Obhut des Priors Fra‘ Thevet. Susanna darf, da sie ein Mädchen ist, nicht im Kloster bleiben, sie wächst in einem Kloster in Camporosso unter einer liebevollen Äbtissin auf. Der Prior und die Äbtissin halten regelmäßigen Kontakt zueinander. Beide erkennen sehr schnell, dass Susanna und Daniele intelligent sind, den Dingen versuchen auf den Grund zu gehen und vor allem sich ihre eigenen Gedanken über alles zu machen. Sie unterrichten und fördern die Kinder, zu der damaligen Zeit ungewöhnlich.

Ein Zeitsprung: 1633 – Susannas Mann und eine Dienstmagd werden ermordet. Die Inquisition bezichtigt Susanna der Tat und klagt sie als Hexe an. Daniele erfährt davon und setzt alles daran, Susanna verteidigen zu dürfen. Dem Leser werden die Grausamkeiten und Schrecken der Inquisition deutlich vor Augen erführt. Ebenfalls welche Macht einzelne Personen ausgeübt haben. Susanna hat lesen und schreiben gelernt, deshalb ist sie vielen „ein Dorn im Auge“. Heimlich unterrichtet sie Frauen und sie fordert ihre Mitmenschen auf, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.

Luca Di Fulvio erzählt die Geschichte von Susanna und Daniele in verschiedenen Zeitebenen. Einmal wie beide erwachsen werden und welche Menschen sie prägen, dann den Ablauf des Prozesses. Die Kapitel sind jeweils mit Jahreszahl, Datum und Ort überschrieben, so dass man sich gut zurechtfindet.

Das Buch ist flüssig geschrieben, manchmal etwas ausschweifend. Es handelt von einer großen Liebe, von Eifersucht, Neid und Freundschaft.

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Veröffentlicht am 01.10.2022

Eine mutige Frau und eine Liebe zwischen Ost und West

Die Wolkenstürmerin
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Hamburg 1957: Die Firma Lilienthal ist verschuldet und hat ein Übernahmeangebot erhalten. Marlene Lilienthal ist eine leidenschaftliche Fliegerin und möchte die Firma nicht verkaufen. Sie überzeugt die ...

Hamburg 1957: Die Firma Lilienthal ist verschuldet und hat ein Übernahmeangebot erhalten. Marlene Lilienthal ist eine leidenschaftliche Fliegerin und möchte die Firma nicht verkaufen. Sie überzeugt die anderen Familienmitglieder von ihrer Idee, ein Flugtaxiunternehmen aufzuziehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird die Firma erfolgreich. Die Familie besitzt ein Ferienhaus an der Ostsee, dorthin fährt Marlene um den Kopf freizubekommen und sich zu erholen. Bei einem dieser Besuche lernt sie einen Fremden kennen und verliebt sich in ihn. Bernhard, der Fremde, lebt in der DDR. Die Liebe der beiden ist schwierig, da sich die politische Situation zwischen den beiden deutschen Staaten zuspitzt.
Die Autorin erzählt die Geschichte von Marlene sehr anschaulich und flüssig. Dem Leser wird die Zeit der 1950 und 1960 Jahre nahegebracht, in der es für Frauen schwer war sich beruflich mit eigenen Ideen und Vorstellungen in der Männerwelt durchzusetzen. Dann werden ebenfalls die Schwierigkeiten eine Liebe, in der die Partner in Ost und West leben, gut beschrieben. Man leidet und hofft mit den Liebenden. Das Cover des Buches ist sehr plakativ, passt allerdings gut zur Zeit, in der der Roman spielt. Der Roman hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 25.08.2022

Kleptokratie, Schwarzgeld und Macht

Die Cellistin
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Der ehemals reichste Mann Russlands, Wiktor Orlow, lebt in London im Exil. Sein Haus ist das wohl am besten gesicherte Gebäude in der Stadt. Und doch wird er eines Abends tot an seinem Schreibtisch gefunden. ...

Der ehemals reichste Mann Russlands, Wiktor Orlow, lebt in London im Exil. Sein Haus ist das wohl am besten gesicherte Gebäude in der Stadt. Und doch wird er eines Abends tot an seinem Schreibtisch gefunden. Vor ihm u.a. ein Stapel Dokumente, kontaminiert mit einem tödlichen Nervengift. Gabriel Allon erfährt vom Tod seines Freundes und reist sofort nach London um die Täter zu fassen. In diesem Thriller geht es um Kleptokratie in Russland, um die Kapitalwäsche von immensen Summen Schwarzgeld und natürlich um Macht.
Daniel Silva führt den Leser routiniert in diese Welt ein, er schreibt wie immer spannend und flüssig. Wer Neuling dieser Reihe ist, dem werden die Protagonisten vorgestellt, aber nicht ausschweifend. Die Handlung spielt überwiegend in Europa statt, über jedem Kapitel findet der Leser eine Ortsangabe, dass ist hilfreich. Ich habe das Buch mit Interesse gelesen, es war spannend, aber nicht so fesselnd, dass ich keine Pause machen konnte. Daher gibt es 4 und nicht 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Amüsanter Krimi

Mord mit Limmatblick
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Florian Berger ist Krimi-Autor, erfolglos und pleite. Er nimmt im Hotel Storchen in Zürich ein Zimmer, dort will er sich erschießen. Im Nachbarzimmer ist es sehr laut, der Portier rät ihm, sich mit den ...

Florian Berger ist Krimi-Autor, erfolglos und pleite. Er nimmt im Hotel Storchen in Zürich ein Zimmer, dort will er sich erschießen. Im Nachbarzimmer ist es sehr laut, der Portier rät ihm, sich mit den Zimmernachbarn selbst zu arrangieren. Dann wird dort auch noch in voller Lautstärke Volksmusik gehört, für ihn ein Unding. Er geht ins Nachbarzimmer und findet prompt eine Frau mit einer Schusswunde. Vom Portier überrascht, flüchtet er in Panik.
Das ist der Auftakt zu diesem amüsanten Krimi. Der von der Polizei verdächtigte Florian tappt von einer bizarren Situation in die nächste. Es ist vergnüglich zu lesen, wie Polizei, Florian und seine Kollegin Cressida sich der Lösung des Falles nähern. Die Autorin beschreibt die Protagonisten so, dass man sie sofort vor Augen hat. Ein wunderbar herrlicher Krimi zur Entspannung.

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