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Veröffentlicht am 24.11.2019

Mehr Familiendrama als Thriller

Blood Orange - Was sie nicht wissen
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Blood Orange von Harriet Tyce (Thriller; 2019; Diana Verlag)

- mehr Familiendrama als Thriller -

Auf dieses Buch war ich schon ziemlich gespannt, denn ursprünglich komme ich beruflich in gewisser Weise ...

Blood Orange von Harriet Tyce (Thriller; 2019; Diana Verlag)

- mehr Familiendrama als Thriller -

Auf dieses Buch war ich schon ziemlich gespannt, denn ursprünglich komme ich beruflich in gewisser Weise auch aus diesem Berufszweig.

Ich fing an zu lesen, merkte aber schon relativ bald, dass mich das Buch nicht so einnehmen konnte. Dieses legte sich später jedoch, denn insgesamt gesehen kann ich sagen, dass ich das Buch schon gerne gelesen habe. Der Schreibstil an sich ließ sich auch flüssig lesen.

Das Hauptmanko für mich war, dass der Fall an sich absolut in den Hintergrund rückte und quasi fast keinen Raum einnahm. Aufgrund des Klappentextes war ich allerdings davon ausgegangen, dass das den Hauptteil des Buches einnehmen würde. Dem war definitiv nicht so und so viel die eigentliche Thrillquelle quasi schon weg.

Stattdessen erwartete mich Alison´s Eheprobleme, ihre Probleme eine gute Mutter zu sein, ihre Affäre mit ihrem Kollegen, Sex und ganz viel Alkohol. Sonst hat man ja schon mal Krimis, wo die Ermittler nach Feierabend schon mal gerne ihren Feierabendritualen nachgehen und schon mal gerne ein Glas Wein oder Bier trinken. In diesem Fall floß der Alkohol gefühlt in Strömen, so dass man davon immer wieder las.

Ich für meinen Teil glaube auch, dass es laut Autorin gar kein Thriller sein soll, sondern irgendwas zwischen Krimi und Familiendrama.

Auf jeden Fall konnte so gar keine wirkliche Spanung aufkommen, weil es so gesehen gar nichts gab, worauf sie aufbauen konnte.

Lediglich das Ende vermochte mich dann doch noch ein wenig zu überraschen, was jedoch nicht mehr so viel wettmachen konnte, da dieses Buch absolut nicht das versprechen konnte, was es vorgab zu sein. Da konnte auch das Geheimnis nichts mehr retten, denn das war schon ziemlich vorhersehbar.

Fazit:

Las sich gut, war aber insgesamt gesehen recht enttäuschend, da kein Thriller und für mich somit auch keine Spannung aufkommen konnte, da Eheprobleme, Sex & Alkohol im Vordergrund standen, statt eines spannenden Falles. Das, was das Ganze hätte thrillig machen können, war einfach nicht vorhanden, da es absolut in den Hintergrund getreten war.

Note: 4



Veröffentlicht am 04.11.2019

konnte mich nicht ganz überzeugen

Porzellankind
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Porzellankind von Myriane Angelowski (Thriller, 2019; Emons)

- konnte mich nicht ganz überzeugen -


Bei "Porzellankind" handelt es sich um den ersten Thriller der Aurorin, die vorher Krimis geschrieben ...

Porzellankind von Myriane Angelowski (Thriller, 2019; Emons)

- konnte mich nicht ganz überzeugen -


Bei "Porzellankind" handelt es sich um den ersten Thriller der Aurorin, die vorher Krimis geschrieben hat.

In dem Thriller geht es um Ellis, deren kleiner Bruder ein Schreikind ist, was eine Belastung für die gesamte Familie darstellt und dessen Geschrei mit einem Mal für immer verstummt...
Der Einstieg in die Story war für mein Empfinden schon nicht so ohne. Die Kapitel sind jeweils in "Davor" und "Danach" unterteilt und diese jeweils nochmal in 3 Teile.

Vieles war von Anfang an verwirrend, was ja nichts Schlechtes ist oder sein muss, denn eine gewisse Verwirrung kann ja durchaus für Spannung und eine gute Storyentwicklung sprechen. Nur hier war es leider, jedenfalls für mein Empfinden nicht ganz so.

Für mich blieb leider vieles auf der Strecke. Allen voran die Spannung, sowie viele Dinge, die im Klappentext so sehr betont wurden.
Vor allem hätte ich mir für den Kern den Story, sprich die Geschichte um Ellis´ Bruder schon mehr Raum gewünscht. Dieser Teil war relativ schnell abgehandelt. Laut dem Klappentext hatte ich mir da wohl einfach wesentlich mehr von versprochen, als letztendlich geboten wurde.

Genauso erging es mir mit der Spannung, von der ich dachte, dass sie wesentlich mehr vorhanden sein würde. Doch leider weit gefehlt, auch hier wurde ich enttäuscht, wobei ich einräumen muss, dass das ja auch immer Empfindungssache ist.

Wohingegen die Enttäuschung allerdings wohl am größten war, ist der Teil im Klappentext, wo von einem verstörenden Intrigenspiel zwischen Ellis´ Mutter und ihr die Rede ist. Davon habe ich quasi gar nichts wahrgenommen. Ebensowenig, wie von dem Blick in die dunkelsten Tiefen der Menschlichkeit. Da war von "schockierend", "schonungslos" oder auch "eindringlich" die Rede. Von all dem habe ich persönlich nicht so wirklich viel von wahrgenommen. Ja, die Thematik an sich hat es schon in sich und ist an sich auch schockierend, nur konnte die Story dies nicht so wiedergeben, wie es der Klappentext versprach.

Was sich da auftat, entsprach eher einer "Miniversion" eines Psychothrillers, denn ein klein wenig tat sich dann nach einer gewissen Zeit dann doch noch auf. Insgesamt gesehen kam da einfach für mich zu wenig bei rum, dass ich sagen kann, dass es für mich wirklich schockierend gewesen wäre. Ganz zu schweigen von dem verstörenden Intrigenspiel, wovon ich gar nichts wahrgenommen habe, außer, dass dieses quasi in einem offenen Ende gipfelte, da Ellis einen Weg wählte, der das "bedingungslos" in einem bestimmten Licht erscheinen ließ. Für mich war das offene Ende dann nochmal mehr enttäuschend, da es für den Leser keine weiteren Infos gab, was diese Sache angeht. Somit blieb für mich einiges ungeklärt, bzw. nicht geklärt genug.

Fazit:

Ein Thriller, der vom Lesen her schon interessant war und sich, von den verwirrenden Gedanken von Ellis, mal abgesehen, gut las, mich jedoch etwas enttäuscht zurückließ. Der Klappentext hielt für mein Empfinden einfach nicht das, was er versprach.

Note: 4+


Veröffentlicht am 27.10.2019

wieder herrlich lustig

Feuerprobe
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Feuerprobe von Susanne Fröhlich (Roman; 2016; Fischer Verlag)

- wieder herrlich lustig -


Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Teil aus der Andrea Schnidt-Reihe gelesen habe. Umso mehr freute ...

Feuerprobe von Susanne Fröhlich (Roman; 2016; Fischer Verlag)

- wieder herrlich lustig -


Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Teil aus der Andrea Schnidt-Reihe gelesen habe. Umso mehr freute ich mich, dass ich die Tage zufällig auf "Feuerprobe" stieß, die ich natürlich schnellstmöglich lesen musste.

Da ich bei den anderen Teilen immer schon viel zu lachen hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass es auch hier der Fall sein würde.

Da ich "Aufgebügelt" und "Wundertüte" noch nicht habe, fehlte mir ein wenig der Anschluss, was Andrea´s neue Liebe angeht, aber ich muss sagen, dass mir das nicht soviel ausmachte.
In diesem Teil erwartet Andrea auch wieder so einiges, wie beispielsweise eine Kreuzfahrt oder ihr dauerrumgammelnder Sohn... Es versprach also wieder mal lustig zu werden. Und genau das trat auch ein.

Ich weiß nicht mehr, wie viel ich bei den anderen Teilen zu lachen hatte, kann sein, dass es dort etwas mehr war. Hier jedenfalls musste ich auch einige Male herzhaft loslachen, da die Bücher einfach genau meinen Humor widerspiegeln und einige Szenen einfach total lustig waren. Vielleicht liegt genau da auch der einzige Kritikpunkt, den ich hätte, dass es noch die ein oder andere Lacherszene mehr hätte geben können.


Fazit:

Wieder mal ein sehr lustiges Buch, was mir einige herzhafte Lachmomente und somit ein tolles Leseerlebnis beschert hat und was ich innerhalb von 2 Tagen weginhaliert habe. Vielleicht sollte ich mir relativ kurzfristig dann doch noch die fehlenden Teile besorgen...

Note: 2+

Veröffentlicht am 26.10.2019

vermochte mich nicht gänzlich zu flashen

Das Geschenk
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Das Geschenk von Sebastian Fitzek (Psychothriller, 2019; Droemer)

- vermochte mich nicht gänzlich zu flashen -


Die Freude auf den neuen Fitzek war wieder imens groß, umso mehr freute ich mich, als ich ...

Das Geschenk von Sebastian Fitzek (Psychothriller, 2019; Droemer)

- vermochte mich nicht gänzlich zu flashen -


Die Freude auf den neuen Fitzek war wieder imens groß, umso mehr freute ich mich, als ich ihn dann Mittwoch endlich in den Händen halten konnte...

Dieses Mal geht es um Milan, einen Analphabet, der einem vermeintlichen Hilferuf eines Mädchens nacheifert und auf seiner Suche nach ihr auf eine grausame Erkenntnis stößt.

Durchfliege ich sonst die Fitzeks nur so innerhalb von einem Tag, so hat es dieses Mal 4 Tage gedauert, was nebenbei bemerkt allerdings zum größten Teil fehlender Zeit geschuldet war. Dennoch muss ich auch sagen, konnte mich der Thriller dieses Mal nicht ganz so gefangennehmen, wie ich es sonst eher von seinen Büchern gewohnt bin.

Zum Einen lag es daran, dass ich den versprochenen Psychothrill irgendwie so gar nicht wahrnahm. Zumindest nicht in dem Maße, wie ich es sonst von seinen Büchern gewohnt bin. Dieses Mal war es allenfalls ein Müh unterschwellig, was da so mitschwang. Für mich als Leserin nicht wirklich wahrnehmbar, so dass ich das, was ich an seinen Büchern so liebe, eben dieses Katz- und Mausspiel fast schon schmerzlich vermisste. Eben dieses, dass nichts so ist, wie es scheint und man immer wieder in seinen Gedanken umhergeworfen wird, weil sich immer wieder ein vermeintliches Puzzleteil wendet. Das fehlte mir hier so gänzlich.

Ein gewisses Tempo legt ja jedes seiner Bücher vor, so dass ich nie lange lesen muss, sondern sofort in die Geschichte hineinkatapultiert werde und sofort von Anfang an daran brenne, einfach nur wissen zu wollen, was des Rätsels Lösung ist. Dieses Phänomenen wird zum einen durch die knackig kurzen Kapitel hergestellt, die jedes seiner Bücher ausmachen und einen so immer weiter lesen lassen, zum anderen durch seine actiongeladene, pulsierende Spannung. Letzteres war in meinem Fall dieses Mal auch nicht ganz so gegegeben, wie ich es mir gewünscht, bzw. auch erhofft habe. Es war spannend, keine Frage, aber ich weiß auch, dass er wesentlich mehr kann.

Desweiteren ließ mich des Rätsels Lösung irgendwie auch mehr unzufrieden, als zufrieden zurück. Zum einen waren die Zusammenhänge gefühlt dieses Mal irgendwie komplexer, als sonst. Dieses kann allerdings auch an der Tatsache liegen, dass ich einfach mal 4 Tage, statt einem an dem Buch gelesen habe, so dass ich einfach immer wieder überlegen musste, wie war das nochmal, was war der letzte Stand der Dinge, etc. Andererseits war mir die Aufklärung einfach nicht intensiv genutzt, meiner Meinung nach, war für mich nicht alles zufriedenstellend geklärt.

Trotz aller Kritikpunkte habe ich dieses Buch trotzdem wieder sehr gerne gelesen, denn sein Schreibstil bleibt einfach super.


Fazit:

"Das Geschenk" konnte mich nicht gänzlich überzeugen, wie ich es mir wieder einmal gewünscht hätte. Der für mein Empfinden fehlende Psychothrill, der in meinen Augen einfach nicht tief genug ging, machen da schon einiges dran aus. Zum anderen hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht. Trotzdem gehört es zu den Büchern, die ich getrost weiterempfehlen würde.

Note: 2-


Veröffentlicht am 19.10.2019

liebevoll gestaltetes Farbentdeckungsbuch

Bunt ist meine Lieblingsfarbe
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Bunt ist meine Lieblingsfarbe von Frau Annika (Kinderbuch, 2019; Ravensburger)


- liebevoll gestaltetes Farbentdeckungsbuch -


Bei diesem Buch handelt es sich um ein liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch. ...

Bunt ist meine Lieblingsfarbe von Frau Annika (Kinderbuch, 2019; Ravensburger)


- liebevoll gestaltetes Farbentdeckungsbuch -


Bei diesem Buch handelt es sich um ein liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch. Das empfohlene Alter ist für Kinder ab 18 Monate angegeben.

Ich habe es gestern allerdings schon meinem 5 Monate altem Sohn in die Hand gedrückt, der auch schon quasi anfing, es umzublättern. Babys lieben ja bekanntermaßen alles, was bunt ist und so dachte ich mir, dass er schon jetzt einen Blick auf die bunten Bilder werfen kann.

Das Buch ist in der Edition Piepmatz erschienen, was mir bis dato nichts sagte.

Der Aufbau ist so gestaltet, dass es 7 Doppelseiten gibt, wo jeweils auf der rechten Seite eine Hauptfarbe vorgestellt wird, die wiederrum auf der linken Seite in mehrere kleinere Bilder unterteilt ist, auf der Tiere oder Gegenstände in ihrer jeweiligen Farbe vorgestellt werden.

Noch interessanter wird das Büchlein, was ein kinderfreundliches Format hat, durch eine Lochgestaltung, die den Gegenstand auf der jeweils rechten Seite umrandet. Durch diese Lochumrandung lacht einem ein lustiges Gesicht auf dem Cover entgegen.

Insgesamt gibt es 58 Bilder zu Farbabstufungen zu entdecken, angefangen von Tomatenrot bis Blumenbunt. So lernt das Kind, dass beispielsweise grün nicht gleich grün ist, sondern dass es verschiedene Farbabstufungen gibt. So macht das Entdecken der Farbwelt und somit auch Welt an sich gleich nochmal mehr Spaß.

Konzentriert wurde sich hierbei auf die wichtigsten Farben. Nun könnte man sagen, dass es vielleicht noch mehr Seiten mit noch mehr Farben hätte geben können, denn solche Farben, wie beispielsweise rosa, pink oder lila fehlen hier. Ich persönlich finde das allerdings nicht ganz so wild, denn so wird das Kind nicht mit der Farbvielfalt überfordert und es bleiben so noch viele Gelegenheiten, diese Farben auch so noch zu entdecken.

Fazit:

Ein liebevoll und süss gestaltetes Pappbilderbuch, was Kindern viel Spaß machen wird, die Welt der Farben für sich zu entdecken.

Note:1