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Veröffentlicht am 27.06.2017

ratgebertechnisch gleich null, Unterhaltungswert mitunter ganz nett

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
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Am Arsch vorbei geht auch ein Weg - Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst von Alexandra Reinwarth (Ratgeber/Sachbuch, 2016: mvgverlag)

- ratgebertechnisch gleich null, Unterhaltungswert ...

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg - Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst von Alexandra Reinwarth (Ratgeber/Sachbuch, 2016: mvgverlag)

- ratgebertechnisch gleich null, Unterhaltungswert mitunter ganz nett -

Buchfakten:
- Erscheinungsdatum: 9. Mai 2016
- Verlag: mvg Verlag
- Genre: Sachbuch/Ratgeber
- Seitenanzahl: 183
- Preis: 16,99€

Auf diesen Ratgeber wurde ich aufmerksam, nachdem mein Freund und ich uns gestern, aufgrund von noch etwas vorhandener Wartezeit den neuen Münsteraner Hauptbahnhof angucken und somit in der dortigen Buchhandlung landeten. Da ich Sachbücher mitunter zwischendurch mal recht interessant finde, mich die Thematik ansprach und mein Freund meinte, ob das nicht was für mich wäre, kaufte er es mir.

Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt, die sich in folgende Themen aufspalten:
1. Die eigene Person
2. Freunde, Bekannte und Unbekannte
3. Familie
4. Im Beruf
5. Eltern & Kinder
6. Liebe

Meine Intention dieses Buch zu lesen bestand eigentlich darin, dass ich meinte, etwas daraus mitnehmen zu können, sprich Tipps, die mir im Alltag vielleicht von Nutzen sein könnten und mir vielleicht Wege hätten aufzeigen können, wie man vielleicht wirklich das ein oder andere hätte ändern können. Was man als Leser bekommt ist allerdings etwas vollkommen Anderes, als man anfangs annimmt.

Ja, es war zwischendurch amüsant und ich habe einige Male lauthals aufgelacht und mich somit amüsiert, aber ich konnte rein gar nichts daraus mitnehmen und das ist bei so einem Buch wirklich mehr als schade.

Das Problem: Das Buch, so steht es im Nachwörtchen wurde von der Autorin aus ihrer Sicht. ihrem persönlichen Weg, alles an ihrem Allerwertesten vorbeigehen zu lassen, geschrieben, so dass man sich als Leser wirklich überhaupt nicht darin wiederfinden kann, wenn man nicht gerade haargenau ihre Gegebenheiten in seinem Leben hat.
Dieses Buch liest sich und wurde auch so runtergeschrieben, wie ein halber Roman, sprich die Autorin plaudert nur aus dem Nähkästchen ihres Lebens, so dass es gar keine ratgeberischen Elemente aufweist. Man liest also eigentlich die ganze Zeit einen Roman, der ihr Leben widerspiegelt.

Das weitere Problem: Der Autorin scheint inzwischen so ziemlich alles an ihrem Allerwertesten vorbei zu gehen, so dass man sich fragt, was genau spielt dann im Leben überhaupt noch alles eine Rolle, wenn einem doch eigentlich alles egal sein kann. Wo kann man noch die Grenze ziehen zwischen Alltagsgeschehen und Ereignisse, die man als relevant oder eben unrelevant erachtet und die so unwichtig werden, dass man sich eben keine Gedanken mehr darüber machen sollte. Für meinen Geschmack führt das ein wenig zu weit, denn dann würde das Leben, so wie es jeder führt, einfach keinen Sinn mehr machen.

Somit konnte ich dem Buch, außer teilweise ein paar lustigen Lesemomenten nichts, aber auch rein gar nichts entnehmen, wofür es eigentlich angedacht war. Und das ist für ein Taschenbuch, was es letztendlich ist für stolze 16.99€ doch wirklich mehr als schade, denn dieses Buch hätte somit so, wie es hier nun vorliegt wirklich jeder mit seiner eigenen Lebensstory schreiben können, was anderen Lesern leider gar nichts bringt. Somit hat es leider seinen Sinn für mich vollends verfehlt.

Fazit:

Der Unterhaltungswert war mitunter ganz ok, durch einige lustige Lesemomente, aber seinen eigentlichen Sinn verfehlt es vollkommen, da ich aus ratgeberischer Sicht rein gar nichts davon brauchen und mitnehmen konnte. Da überlegt man sich, ob man nicht selbst nicht auch so ein Buch schreiben könnte, schade.
Note: 4-

Veröffentlicht am 26.06.2017

tolles Cover, aber nur mittelprächtige Story, die jedoch Potential gehabt hätte

Mein Wille geschehe
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Mein Wille geschehe: Du siehst mich nicht. Aber ich weiß, was du tust... von Jennifer Benkau (Psychothriller, 2017; Lübbe)

- supertolles Cover, aber nur mittelmäßige Story, die jedoch Potential gehabt ...

Mein Wille geschehe: Du siehst mich nicht. Aber ich weiß, was du tust... von Jennifer Benkau (Psychothriller, 2017; Lübbe)

- supertolles Cover, aber nur mittelmäßige Story, die jedoch Potential gehabt hätte -

Kurzfakten zum Buch:

Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Genre: Psychothriller
Buchformat: Klappbroschur
Verlag: Lübbe
Preis: 15,00€

Auf dieses Buch, der mir bis dato unbekannten Autorin wurde ich Freitag bei einem spontanen Buchhandlungsbesuch aufmerksam, wo ich auf den letzten Drücker noch kurz stöbern wollte. Was soll ich sagen, ich wurde auf dieses Buch durch sein schönes, auffälliges Cover aufmerksam. So musste ich es zur Hand nehmen und nachdem mich der Klappentext ansprach und das Ganze noch unter Psychothriller, meinem absoluten Lieblingsgenre läuft, musste ich es einfach kaufen. Das Cover ist aufgrund der Farbgegebenheiten ein absoluter mitreißender Blickfang, was mich total angezogen hat.

Die im Rheinland lebende Autorin ist Jahrgang 1980 und wohl erfolgreiche Fantasy- und Jugendbuchautorin. "Mein Wille geschehe" ist nach "Mit Rosen bedacht" ihr zweiter psychologischer Spannungsroman. Wie bereits erwähnt, ist sie mir bis dato weder im Thrillergenre, noch im Fantasygenre bekannt gewesen und somit völliges Neuland für mich.

Die Story selbst hat mir zwar relativ gut gefallen, allerdings blieb sie absolut hinter meinen Erwartungen zurück. Für einen Psychothriller gab es viel zu wenige der ausschlaggebenden Elemente davon und es dauerte auch etwas, bis sich die Geschichte so weit entwickelt hatte, dass sie im Fluss war.
Vieles ist nur für die Hauptprotagonistin Derya greifbar, nicht aber für den Leser an sich, bei dem dieses beklemmende Gefühl, von dem im Klappentext die Rede ist, einfach nicht ankommt.

Die Geschichte liest sich soweit gut und flüssig und ich habe sie auch sehr gerne gelesen, da ich so gespannt war, was mich am Ende wohl erwarten würde.
Innerhalb des Buches geht es stellenweise auch über einen Buchinhalt, so dass der Leser quasi eine "Buch im Buch-Situation" hat. Gerade, was diesen Aspekt angeht blieben bei mir am Ende einge Fragen offen, die einfach ungeklärt blieben. Das Wieso, weshalb, warum blieb mir insgesamt zu offen.

Spannungsmäßig habe ich mir einiges mehr erwartet, aber ich hatte immer die Hoffnung, dass die Auflösung da noch einiges bringen würde, gerade, was auch die Irrungen und Wirrungen des Psychothrills angeht.
Dieser kam nämlich für mein Empfinden wirklich erst mit der Auflösung des Ganzen und zeigte sich dort erst in allen Ausmaßen. Aber auch leider hier mit zu vielen offenen Fragen. Für mich blieb so Vieles einfach ungeklärt, zu wenig offensichtlich. Klar fügt sich einiges zusammen, aber der Leser muss, um wirklich alles begreifen zu können, sich die Puzzleteile förmlich selbst zusammensetzen, bis sie an die richtige Stelle fallen. Klar, funktioniert so Psychothrill, aber in anderen Büchern fügt sich dann oft alles so zusammen, dass man beim Zuschlagen des Buches im Idealfall keine offenen Fragen mehr hat, ob man es sich selbst richtig zusammengereimt hat oder ob man es nun auch absolut so richtig verstanden hat. Das war in diesem Fall leider nicht der Fall und so bleibe ich etwas unzufrieden zurück, da ich es doch sehr ausführlich mag, so dass so mancher Teil nochmal aufgegriffen wird und man auch hinterher weiß, was mit der einen oder anderen Person wirklich passiert ist.

So hätte ich gerade hier noch mehr Infos zu der ein oder anderen Person gehabt, bzw. auch zu der ein oder anderen Situation, die für den Leser rein leserisch gar nicht zur Debatte stand, da die Story zu einem späteren Zeitpunkt ansetzte. Trotzdem wäre der ein oder andere intensivere Einblick da schon interessant gewesen, so hätte man vielleicht noch einen besseren Einblick in Deryas Situation bekommen.

Fazit:

Ein Psychothriller mit einer interessanten, lesenswerten Thematik, wo für mich allerdings leider nicht das Potential vollends ausgeschöpft wurde. Aufgrund von zu vielen offenen Fragen und einem Psychothrill, der sich wirklich erst ganz am Ende offenbarte, machte es für mich leider nur mittelprächtig. Nichts desto trotz bin ich jetzt total neugierig auf den Vorgänger "Mit Rosen bedacht".

Note: 3


Veröffentlicht am 22.06.2017

ein toller Rache-Thriller, der mich total begeistern konnte

Die Gerechte
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Die Gerechte von Peter Swanson (Thriller, 2017; Blanvalet)

- ein Rache-Thriller, der mich begeistern konnte -

Auf diesen Thriller wurde ich beim Störbern in der Buchhandlung aufmerksam und der Klappentext ...

Die Gerechte von Peter Swanson (Thriller, 2017; Blanvalet)

- ein Rache-Thriller, der mich begeistern konnte -

Auf diesen Thriller wurde ich beim Störbern in der Buchhandlung aufmerksam und der Klappentext machte mich ziemlich neugierig.

Der Thriller wurde in England als der beste Thriller des Jahres 2015 ausgezeichnet. 2014 erschien von Peter Swanson "Die Unbekannte".

Der Thriller ist in 3 Teile aufgeteilt, die wiederum abwechselnd Kapitel der 4 Hauptprotagonisten beinhalten. Es kommen jedoch nicht alle Sichten der Hauptprotagonisten in jedem Teil vor.

Der Einstieg in die Story fiel mir recht leicht und aufgrund des Buchformats ließ es sich zügig weglesen. Die interessante Story, sowie eine solide Grundspannung machten dies zusätzlich einfach.

Nach dem ersten Abschnitt tat sich eine überraschende Wendung auf, die alles verändern sollte und so ging es weiter. Das warf Fragen zur Täter-Opfer-Frage auf, die diesen Thriller so absolut interessant, aber auch brillant werden ließen. Man bekam ganz andere Eindrücke, als man anfangs noch vermutete und es erschien alles in einem anderen Blickwinkel.
Ich war so fasziniert, dass ich das Buch recht zügig verschlang, da ich total neugierig war, wie wohl das Ende aussehen würde.

Einzig das Ende bekommt von mir noch einen kleinen Minuspunkt, da es recht offen gestaltet ist und Raum für Interpretation bietet. Der Leser kann sich also förmlich die Story weiterspinnen, ohne dass alles vollends geklärt wird. Da ich ein Fan von absoluter Klärung bin, fand ich das nun nicht ganz so gelungen, aber das ist ja Geschmackssache.
Dieser Thriller kommt weitestgehend ohne Polizeiermittlungen aus, die sich konkret im letzten Teil abspielen und das auch nicht sehr ausgiebig. Es ist eher ein Thriller, der sich innerhalb der betreffenden Personen abspielt. Dieses hat ihn für mich allerdings auch so besonders gemacht, da er so nicht so abgelutscht daherkam.


Fazit:

Ein toller Thriller, der mich total, vom Ende ein klein wenig abgesehen, in seinen Bann ziehen konnte. Ich mag es einfach total, wenn es überraschende Wendungen gibt, die das Blatt nochmal komplett wenden. Auf weitere Bücher bin ich gespannt.
Note: 1-

Veröffentlicht am 19.06.2017

absolut toll, nicht nur als Urlaubslektüre

Das Leben fällt, wohin es will
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Das Leben fällt, wohin es will von Petra Hülsmann (Roman, 2017; Bastei Lübbe)

- absolut toll, nicht nur als Urlaubslektüre -

Da mich bisher alle Bücher der Autorin absolut begeistern konnten, stellte ...

Das Leben fällt, wohin es will von Petra Hülsmann (Roman, 2017; Bastei Lübbe)

- absolut toll, nicht nur als Urlaubslektüre -

Da mich bisher alle Bücher der Autorin absolut begeistern konnten, stellte sich mir die Frage gar nicht, ob ich das Neue lesen würde, es war ein unbedingtes Muss

Das Cover ist auch wieder total toll, auch wenn mir die ersten beiden Cover schon noch ein bisschen besser gefielen, da sie einfach so süss sind. Aber die Umstellung zu den gestreiften Covern finde ich im Nachhinein nicht so schlecht, denn auch sie haben ihren Reiz. Und im vorliegenen Fall kommt passend zur Buchthematik mit den Ankern, Blumen und Hüten richtig Urlaubsstimmung auf, die sich in der Story noch vertieft.

In der Geschichte geht es um Marie, deren bisheriges Leben vorwiegend aus Party, Spaß und ihrer Freiheit besteht. Als ihre Schwester Christine schwer krank wird, soll sich das allerdings ändern...

Die Story dreht sich hauptsächlich um Marie, ihre Schwester Christine und Daniel, ihren neuen "Chef". Nach und nach lernt mal alle Personen kennen wandelt somit zwischen Freude und Kummer im Verlauf der fortschreitenden Geschichte. Somit erfährt man auch, wie es um Christine gestellt ist und was Marie so im Laufe dafür alles in Kauf nehmen muss. So muss sie ihr bisher recht sorgenfreies Leben zwischen ihrer Schwester, deren Kinder und ihrem neuen Job in der Werft ihres Vaters aufteilen. Dass das nicht ohne Chaos ausbleibt ist wohl klar

Auch wenn man immer wieder Szenen der kranken Christine zu lesen bekommt, möchte ich darauf hinweisen, dass dies immer noch ein lustiger Roman und kein tieftrauriger Roman ist. Petra Hülsmann versteht es gekonnt, den Leser zwar in diese Szenen zu schicken, ihn aber dann mit Hilfe von Maries Schusseligkeit wieder lustig werden zu lassen.
Aufgrund der Thematik um Werft für Segelboote nicht nur ein Roman für die Urlaubszeit, auch wenn damit natürlich Urlaubswünsche geweckt werden könnten.

Für mich war es wieder ein pures Lesevergnügen, aus dem man für sich selbst noch etwas fürs Leben mitnehmen kann. Desweiteren gibt es am Ende des Buches, wie schon bei dem ein oder anderen Buch davor ein Rezept zum Nachbacken. Das Naschwerk, was dort beschrieben wird, spielt in der Story selbst eine nicht ganz unerhebliche Rolle

Fazit:

Für mich wieder ein Träumchen von einem Buch, was ich nur so verschlungen habe. Petra Hülsmann versteht es sich in diesem Genre, wo oft sehr viel sehr ähnlich ist deutlich abzuheben und den Leser von ihrer Geschichte zu überzeugen. Absolute Leseempfehlung
Note: 1

Veröffentlicht am 13.06.2017

Cover top, der Rest blieb mir ein einziges Rätsel

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Ragdoll - Dein letzter Tag von Daniel Cole (Thriller, 2017; Ullstein)

- Cover top, der Rest war für mich vom Anfang bis zum Ende ein einziges Rätsel -

Bei diesem Thriller handelt es sich um das Debüt ...

Ragdoll - Dein letzter Tag von Daniel Cole (Thriller, 2017; Ullstein)

- Cover top, der Rest war für mich vom Anfang bis zum Ende ein einziges Rätsel -

Bei diesem Thriller handelt es sich um das Debüt des aus dem gleichen Jahrgang, wie ich stammenden Autor aus England. Es stellt ersten Teil eines Reihenauftakts dar.

Bei diesem Buch muss ich ganz klar sagen, dass ich schlichtweg neugierig war, wie es mir gefallen würde, nachdem es überall absolut gehypt wurde und man gar nicht daran vorbeikam. Ich wollte wissen, ob es mich auch so vom Hocker zu reißen vermag, wie die meisten Leser.

Was soll ich sagen: Ich wurde mehr als enttäuscht, hier war lediglich das Cover absoult top, was wirklich mega ist. Der Rest war ein absoluter Reinfall, aber der Reihe nach.

Ich hatte schon von Anfang an etwas Probleme, um in die Story reinzukommen und noch mehr mit den agierenden Personen, wo ich teilweise bis zum Schluss noch nicht wusste, wer wer ist und mit wem er zusammenhängt. Dieses Buch war für mich eine einzige Qual und so ist es nicht verwunderlich, dass ich 3 Wochen daran rumgekaut habe und überhaupt keine Lust hatte noch weiter zu lesen.
In Deutschland wäre es wohl undenkbar, dass ein suspendierter Polizist, nachdem er sich sowas geleistet hätte, einfach so in den Dienst zurückkehrt. In England scheint sowas ganz normal zu sein... Gut, in diesem Fall ist es fiktiv, aber halt schon ziemlich weit hergeholt.
Als Nächstes habe ich gefühlt von der ersten bis zur letzten Seite nur Bahnhof verstanden, ich habe zwar gelesen, aber diese Story ist so voller Nebensächlichkeiten gepackt, dass das Eigentliche absolut auf der Strecke bleibt und ich nie wusste, was ich da gerade eigentlich kurz vorher gelesen habe.
Wo war die Spannung, als es um die aufgefundene Radoll ging? Statt dass man mal vermehrt was über die daranhängenden Opfer erfährt oder auch mal so was von den laufenden Ermittlungen, wurde die Story mit absolut unwichtigen, weil auch schon wieder von mir vergessenen Nebensächlichkeiten aufgepusht.
Insgesamt habe ich zu absolut keinem einzigen Zeitpunkt nur den Hauch von Spannung verspürt, was wohl aber auch keine Kunst ist, wenn man beim Lesen ausschließlich Fragezeichen im Kopf hatte. Und das obwohl ich routinierte Thrillerleserin bin, was ja nicht gerade von Qualität des Inhalts zeugen kann.

Immerhin das Ende, so hoffte ich, sollte da doch mal sowas, wie eine Wendung bringen, aber weit gefehlt. Auch hier nur wieder Fragezeichen über Fragezeichen über das Gelesene. Absolut unspannend bekam man auf den letzten Seiten den Täter präsentiert, wo ich mich fragte, wo kommt der jetzt her? Schlimmer noch, das Motiv blieb für mich ein noch größerers Rätsel, als der Rest sowieso schon. Ich habe das Buch zugeschlagen und weiß eigentlich gar nichts, außer Bahnhof. Wieso, weshalb, warum hier was passiert ist, keine Ahnung. Anfangs dachte ich, dass es vielleicht einfach an der Übersetzung liegen könnte. Aber da bin ich mir nicht ganz sicher. Ich kann gar nicht ganz in Worte packen, was mir hierzu beim Lesen durch den Kopf ging.

Fazit: Für mich leider absolut nicht "Der Thriller des Jahres". Ich kann mir nicht erklären, was Andere hieran so begeistert hat, während ich nur Bahnhof verstanden habe, da der wesentliche Kern einfach total untergeht. Vielleicht haben andere Leser aber auch einfach ein anderes Empfinden beim Lesen, vor allem, was die Spannung angeht. Für mich leider mit das bisher enttäuschendste Buch 2017. Lediglich das Cover ist gelungen.

Note: 5