Profilbild von Tina2803

Tina2803

Lesejury Star
offline

Tina2803 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tina2803 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2019

Spannend, authentisch und empfehlenswert

Dry
0

Mein Eindruck:
Als ich das Buch vor einiger Zeit in der Verlagsvorschau entdeckte, war für mich klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Für mich ist es das erste Buch von Neal Shusterman, daher war ich ...

Mein Eindruck:
Als ich das Buch vor einiger Zeit in der Verlagsvorschau entdeckte, war für mich klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Für mich ist es das erste Buch von Neal Shusterman, daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwartet. Und eins kann ich schon vorneweg sagen: es wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihm sein.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, denn man wird sofort mitten ins Geschehen geworfen. Die Autoren sparen sich somit keine lange Einleitung in die Geschichte, sondern fangen gleich mit dem erschreckenden Ereignis an: Der Wasserhahn bleibt beim Aufdrehen trocken, da es kein Wasser mehr gibt, das noch fließen könnte…

Mit einem leichten und flüssigen Schreibstil erzählen uns die Autoren, wie Alyssa ums Überleben kämpft und wer sie bei diesem Überlebenskampf noch alles begleitet.
Der Schreibstil wirkt auf mich so lebendig, so dass die einzelnen Charaktere, zusammen mit deren guten Ausarbeitung, schon fast real auf mich wirkten. Durch den ausgezeichneten bildlichen Schreibstil hatte ich oft das Gefühl, alles live mitzuerleben und gemeinsam mit den Charakteren, um ein Schluck Wasser zu kämpfen.

Aber nicht nur das, sondern die ganze Geschichte wirkte authentisch und ich könnte mir gut vorstellen, dass das auch bei uns so passieren könnte…

Die Spannung war ab der ersten Seite präsent, erst ganz leicht und steigerte sich dann bis zum Schluss immer weiter. Daher fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil ich einfach wissen wollte, wie Alyssa und ihre Familie diese Katastrophe überleben, ob sie überhaupt überleben. Die Stimmung des Buches, die bedrohliche Situation und der Überlebenskampf, kam hervorragend bei mir an und war in greifbarer Nähe. Vor allem Richtung Ende des Buches hat mich die Stimmung so mitgerissen, dass ich Tränen in den Augen hatte.

Die Geschichte erlebt der Leser aus verschiedenen Perspektiven, was einen besseren Einblick in die Protagonisten gibt. Man kann sich zwar so besser in die einzelnen Charaktere hineinfühlen und sie besser kennenlernen, aber mir persönlich wären max. zwei/drei Perspektiven lieber gewesen. Aber das ist mein persönlicher Geschmack und wird in meiner Beurteilung nicht mitberücksichtigt.

Besonders gut gefiel mir die Entwicklung von Alyssa und ihrem Bruder Garrett. In meinen Augen waren beide authentisch und auf jeden Fall sympathisch. Und obwohl Garrett am Anfang so unscheinbar und kindisch ist, entwickelt er sich im Laufe der Geschichte zu jemanden, der von heute auf morgen nicht nur ein kleines Stückchen, sondern um einiges erwachsener geworden ist.

Jaqui mochte ich von Anfang an, obwohl sie mit ihrem Einstieg in die Geschichte nicht gerade Sympathiepunkte sammelt. Sie ist taff, mutig und hat was auf dem Kasten. Auch wenn sie den Anschein wahren möchte, kalt und herzlos zu sein, ist sie es nicht. Das Leben hat sie einfach zu dem gemacht, was sie ist: eine Überlebenskünstlerin. Doch da ist manchmal das Herz fehl am Platze, so dass sie es gar nicht erst zeigt.

Fazit:
Ein Buch, dass ein Schreckensszenario authentisch und real werden lässt. Durch die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten, den wunderbaren Schreibstil des Autorenduos und der anhaltenden Spannung war es eine wundervolle Lesezeit, das mir das Buch bescherte. Sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 07.05.2019

Genial! Spannend, durchdacht und zu empfehlen.

Die stumme Patientin
0

Mein Eindruck:
Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht mehr wo ich das Buch als erstes entdeckt habe, aber als es bei mir ankam, konnte ich es kaum erwarten, damit zu starten.

Alicia ist Malerin, hat eine ...

Mein Eindruck:
Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht mehr wo ich das Buch als erstes entdeckt habe, aber als es bei mir ankam, konnte ich es kaum erwarten, damit zu starten.

Alicia ist Malerin, hat eine nicht so ganz unbeschwerte Kindheit hinter sich, ist verheiratet und eher unscheinbar. Bis man sie mit einem Gewehr in der Hand in ihrem Haus vorfindet. Vor ihrem toten Mann, den sie anscheinend erschossen hat. Aber hat sie das?

Was kann ich über das Buch sagen? Hm… Für jene, die nicht gerne längere Texte lesen, kann ich kurz und knapp sagen: Lest es! Es ist einfach genial!

Warum? Dann lest jetzt weiter!

Der Einstieg in das Buch fiel mir durch den leichten und flüssigen Schreibstil ziemlich leicht. Durch die Seiten bin ich quasi geflogen und da der Autor eine richtig gute bildliche Darstellung drauf hat, konnte ich mir jedes noch so winzige Detail sehr gut vorstellen. Egal ob es die Szene mit Theo auf dem Dach, der Mord oder die Geschehnisse in der Klinik waren. Ich war sozusagen immer live dabei. Ich sag nur eins: Kopfkino!

Wer erwartet, dass das Buch aus Alicias Sicht geschrieben ist, den muss ich leider enttäuschen. Denn das Buch ist aus der Sicht des Therapeuten Theo Faber geschrieben. Ein sehr guter Schachzug des Autors, wie ich finde. Außerdem ist es in 5 Teile aufgeteilt und zwischendurch liest man immer mal wieder die Tagebucheinträge von Alicia. Diese sind in einer kursiven Schrift gedruckt und sind damit leicht erkennbar. Die Tagebucheinträge lassen erkennen, wie es Alicia geht und man bekommt einen Einblick in ihre Psyche und in ihr Leben.

Alex Michaelides sorgt während des Lesens für Spannung und lässt den Leser die ganze Zeit rätseln, wer denn nun wirklich der Mörder ist und wer damit evtl. zu tun hatte. Wenn es überhaupt einen Mittäter gibt… Kaum hatte ich meine Theorie, kam der Autor wieder mit einer Wendung und ich durfte von neuem anfangen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn nichts begeistert mich mehr, als mit unvorhergesehenen Wendungen überrascht zu werden.

Nun ein minimaler Kritikpunkt: So gut das Buch auch war, muss ich zugeben, dass für mich erst beim zweiten Drittel der wirkliche Psychothriller ersichtlich wurde. Das heißt aber nicht, dass das Buch vorher nicht spannend war. Wie gesagt, die Spannung hielt sich, für mich, von Anfang an und endete mit der letzten Seite des Buches. Nur dieser kleine zusätzlicher Kick, den ich so in Psychothrillern liebe, hat mir am Anfang doch etwas gefehlt.

Und… Oh mein Gott, was für ein Ende! Mit so einem überraschenden Ende hätte ich nicht im Leben gerechnet. Nachdem ich das Buch beendet und zugeklappt habe, dachte ich nur eins: Was für eine krasse Story!!! Ich will mehr!! Daher hoffe ich, dass der Autor weiter schreibt und ich demnächst mehr von ihm lesen kann.

Wenn mir ein Buch so sehr gefallen hat, ist es auch eindeutig, dass mir die Ausarbeitung der Charaktere auch zugesagt hat. Ja, hat sie. Sie sind durchdacht, authentisch und überzeugend.

Man könnte meinen, Alicia wäre schwach, aber ich empfand Alicia trotz allem als starken Charakter, der mir allerdings auch ein wenig Angst einflößte. War sie wirklich so unberechenbar? Psychotisch? Oder steckt da mehr dahinter?

Fazit:
Ein wirklich gut gelungenes Debüt, das mit Spannung, überraschenden Wendungen und einem genialen Ende trumpfen kann. Mir hat zwar ein wenig der Kick gefehlt, aber das macht die gute Story mit dem Ende wieder gut und fällt hier bei mir nicht ins Gewicht. Daher absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Spannend, mitreißend und empfehlenswert

The Wife. Schütze, wen du liebst
0

Mein Eindruck:
Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit entdeckt und ich fand den Klappentext so interessant, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es Kristy ergeht und wie sie ihr Problem mit ihrem Ehemann ...

Mein Eindruck:
Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit entdeckt und ich fand den Klappentext so interessant, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es Kristy ergeht und wie sie ihr Problem mit ihrem Ehemann löst.

Kristy ist alleinerziehende Mutter und kümmert sich um ihren kranken Vater. Sie hat einen Job, den sie nicht wirklich mag und als wäre das nicht genug, ist ihr Chef auch nicht gerade der sympathischste. Als sie Lance kennenlernt, hat sie die Hoffnung, endlich ein wenig Glück im Leben zu haben… Nur leider dauert das gemeinsame Glück nicht lange und das Leben von ihr und ihrer Lieben gerät in Gefahr.

Durch den leichten, lockeren Schreibstil fiel mir der Einstieg in das Buch ziemlich leicht und es lies sich daher flüssig und zügig lesen. Nach einer kurzen „Einleitung“ in Kirstys Leben fing dann der spannende Teil an. Ich hing an Kirstys Lippen und „hörte“ ihr zu, wie sie ihre Geschichte erzählt. Wie es dazu kam, dass sie Lance kennenlernte, ihn heiratete und wie ihre Ehe aussah. Die Geschichte hat mich völlig in ihren Bann gezogen und es war wirklich schwer, das Buch mal aus der Hand zu legen. Ich konnte einfach nicht mehr „weghören“!

Kristys Geschichte hat mich tief berührt, was bestimmt daran lag, dass die Autorin es geschafft hat, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen. Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich daher sehr gut gelungen. Sie hatten alle die nötige Tiefe und handelten in meinen Augen authentisch.

Kristys Darstellung gefiel mir sehr gut. Sie war so lebensecht und sie war mir absolut sympathisch. Ich freute mich mit ihr, ich litt mit ihr, ich weinte mit ihr und ich plante mit ihr, aus dem Schlammassel zu entkommen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen und es tat mir im Herzen weh, was sie alles durchmachen musste.

Lance Entwicklung und Darstellung hat mir auch gut gefallen. Ich fand es authentisch und nah am Leben. Wie oft habe ich schon gehört, dass sich für manche Frauen nach der Heirat so einiges ändert… Daher auch hier alles richtig gemacht, meiner Meinung nach zumindest.

Zwischendurch hat die Autorin Briefe eines Gefangenen, die an Kristy gerichtet sind, miteinfließen lassen. Da sie in kursiver Schrift gedruckt sind, sind sie auch sehr leicht zu unterscheiden.

Fazit:
Kurz und knapp: Ein wundervolles und spannendes Buch, das mir herrliche Lesezeit geschenkt hat. Ganz klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Ein Buch das man nicht so schnell vergisst

Die Antwort auf Vielleicht
0

Mein Eindruck:
Zitat (Pos. 832):
„Hm… ich würde ja eher sagen, vielleicht ist das Zünglein an der Waage von Möglich und Unmöglich, und in welche Richtung sie sich neigt, hängt davon ab was wir selbst bereit ...

Mein Eindruck:
Zitat (Pos. 832):
„Hm… ich würde ja eher sagen, vielleicht ist das Zünglein an der Waage von Möglich und Unmöglich, und in welche Richtung sie sich neigt, hängt davon ab was wir selbst bereit sind, in die Waagschale zu werfen.“

Eigentlich lese ich ja mittlerweile eher selten Liebesromane, da es hier meistens nichts mehr gibt, was mich überraschen kann. Es ist ja doch meist das gleiche, beide lernen sich kennen, es gibt erstmal Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt und am Ende gibt es ein Happy End. Aber der Klappentext von „Die Antwort auf Vielleicht“ hat mich schon vor Monaten neugierig gemacht, denn er versprach mir ein wenig mehr, als die üblichen Liebesromane.

Hat der Klappentext meine Erwartungen erfüllt?

Ja, das hat er! Sogar mehr als das.

Adam lebt mit seinen 25 Jahren immer noch bei seiner Oma und ist Taxifahrer. Und er ist… ein Träumer… Er träumt davon, irgendwann einmal den höchsten Berg zu besteigen… Aber findet immer wieder Gründe und Ausreden es nicht zu tun…

Jessi, eine junge und hübsche Frau, die in ihrem Leben noch so viel vor hat, aber todkrank ist. Die sich nichts sehnlicher wünscht, so lange wie möglich zu leben, zu überleben, um ihre kleine Tochter nicht alleine lassen zu müssen, um ihr Kind aufwachsen zu sehen, um für ihre Tochter da zu sein…

Schon der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da der Autor über einen wundervollen leichten Schreibstil verfügt, der sich wunderbar flüssig lesen lässt. Hendrik Winter schafft es, dem Leser sämtliche Emotionen auf eine sehr schöne Art und Weise rüberzubringen, den Leser das fühlen zu lassen, was die Protagonisten fühlen und erleben. Der Autor schreibt dieses Buch nach wahren Begebenheiten, die er selbst erlebte und vielleicht macht genau diese Tatsache, diese Geschichte so lebendig.

Ich habe bei diesem Buch mitgelacht, mitgelitten, mitgehofft und mitgeweint. Und wer mich kennt, weiß, dass ich selten bei Büchern weine. Hendrik Winter hat es mit diesem Buch geschafft, meine Gefühlswelt so auf den Kopf zu stellen, dass ich einfach nicht anders konnte. Ich fühlte mich als Teil der Geschichte. Als Wanderer während Adam und Jessi einen Berg besteigen, als neugieriger Gast, als sie gemeinsam Essen gehen und als gespannter Zuhörer, als Jessi vor Adam steht und ihre Texte vorbringt.

Poetryslam ist hier auch ein gutes Stichwort! Denn all jene, die Poetryslam genauso gerne mögen wie ich, kommen hier auch voll auf ihre Kosten. Die Texte sind leicht, aber mit so viel Tiefe versehen, das man darin versinkt. Von mir aus hätte es ruhig ein wenig mehr solche Textstellen geben können.

Zitat (Pos. 2174):
„Kein Mensch ist wirklich frei, da gibt’s nichts zu beschönigen,
Tu dies, tu das, lerne, strebe, sammle, folge den Königen.
Doch gepflasterte Wege führen selten in unbekanntes Land,
und selbst der stärkste Geist bricht,
ist er dutzendfach gegen diese Mauern gerannt.“

Aber nicht nur diese Texte sind tiefgründig, sondern das gesamte Buch, das auch eine kleine Botschaft an alle da draußen versendet: Lebt jetzt, traut euch JETZT. Lebt eure Träume und wartet nicht, bis es zu spät sein könnte, denn das Leben könnte sich von heute auf morgen schlagartig ändern.

Ich weiß nicht, ob ich noch erwähnen muss, dass die Charaktere absolut stimmig, sympathisch und authentisch wirken. Man spürt, das dem Autor sehr viel daran liegt, dem Leser die Nähe zu den Charakteren zu vermitteln, was ihm wunderbar gelungen ist.

Fazit:
Eine Geschichte, mitten aus dem Leben, die auf eine wundervolle und gefühlvolle Art die wichtige Botschaft überbringt: Lebe jetzt, verwirkliche deine Träume, denn das Leben kann voller Überraschungen sein. Ganz klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.02.2019

Wir sind begeistert

Mathe ganz leicht
0

Unser Eindruck:
Lange haben wir nach einem Buch gesucht, dass meiner 12-jährigen Tochter die Formeln aus dem Matheunterricht kindgerecht und anschaulich erklärt. Denn nicht immer konnte ich ihr helfen, ...

Unser Eindruck:
Lange haben wir nach einem Buch gesucht, dass meiner 12-jährigen Tochter die Formeln aus dem Matheunterricht kindgerecht und anschaulich erklärt. Denn nicht immer konnte ich ihr helfen, da meine Schulzeit schon ziemlich lange her und vieles schon ist in Vergessenheit geraten ist.

Nachdem ich dieses Buch hier entdeckt habe, dachte ich warum nicht einfach mal versuchen. Bevor ich mich an den PC setzte, um eine Rezension zu schreiben, war mir erstmal wichtig, das ich so viele Themen wie möglich mit meiner Tochter bearbeiten kann.

Das Buch beinhaltet viele verschiedene Themen, die bis zur Klasse 10. in den Schulen unterrichtet werden. Daher ist das Buch nicht nur an die jüngeren Kinder gerichtet.

Sind die Formeln und Themen kindgerecht und verständlich erklärt? Ja, das sind sie. Und das sage nicht nur ich als Mutter, meine Tochter ist der gleichen Ansicht. Auch wenn ich bei manchen Aufgaben neben ihr saß, brauchte sie mich nicht, wenn sie das Buch neben sich liegen hatte. Sie verstand die Erklärungen sofort und konnte dann die Formeln auch sofort umsetzen.

Das Buch hat eine tolle Innen- und Außengestaltung, die einzelnen Themen bauen aufeinander auf und durch das Inhaltsverzeichnis findet man schnell das gesuchte Thema.

Fazit:
Eine wundervolle Mathehilfe, die anschaulich und kindgerecht Matheformeln erklärt, so dass sie jedes Kind gleich anwenden kann. So macht Lernen Spaß! Meine Tochter und ich können „Mathe ganz leicht“ nur weiterempfehlen.