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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2020

Wer solche Freundin hat, braucht keine Feinde

Sieben Lügen
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Seit der ersten Klasse sind Jane Baxter und Marnie Gregory beste Freundinnen, allerbeste Freundinnen.Doch als Erwachsene gibt es wichtigere Bezugspersonen, und als Jane ihre große Liebe heiratet, entwickelt ...

Seit der ersten Klasse sind Jane Baxter und Marnie Gregory beste Freundinnen, allerbeste Freundinnen.Doch als Erwachsene gibt es wichtigere Bezugspersonen, und als Jane ihre große Liebe heiratet, entwickelt sich die Beziehung der beiden Frauen auseinander. Als Janes Ehemann ganz plötzlich bei einem Unfall stirbt, klammert sich Jane wieder an Marnie und will zu ihrem Leben gehören. Nur blöd, das Marnie inzwischen Charles gefunden hat, und glücklich ist. Jane steigert sich immer mehr in Lügen und sie will nicht einsehen, das nun Charles die Nummer Eins für Marnie ist.
Von dem ersten Teil der Geschichte war ich begeistert, er ist spannend und Jane war mir sympathisch, ich hatte Mitleid mit ihr, doch sie wurde immer merkwürdiger und hinterhältiger.Zuerst klingt es so, als spreche Jane in ihrer Geschichte den Leser direkt an, was einen näheren Bezug erzeugen soll. Der Schreibstil ist flüssig , hat aber auch eine gewisse Tiefe in den Sätzen.Ein wenig aufpassen muss man beim Lesen schon, Gedanken und Fakten mischen sich , und auch reisen Janes Gedanken oft in die Vergangenheit.Sieben Lügen kommt ohne grosses Blut vergießen aus, doch Janes Gedanken und Taten sind wirklich gruselig genug.Das letzte Drittel hat mir am wenigsten gefallen, hier gibt es für mich einige Situationen , die irgendwie in der Luft hängen bleiben und nicht weiter erzählt werden. Obwohl das Ende auch Platz für Spekulationen lässt, hat mir diese freie Auslegungsmöglichkeit gut gefallen.Endfazit: Überwiegend spannend, mit einigen Abstrichen, Grundidee super!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 25.02.2020

Eine mutige Frau mit einem grossen Talent

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung
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1926:Heinrich Krohn erscheint auf den ersten Blick fortschrittlich und modern. Seine Tochter Sophia studiert als eine der ersten Chemie und soll später die Drogerie führen und ausbauen. Als sie aber minderjährig ...

1926:Heinrich Krohn erscheint auf den ersten Blick fortschrittlich und modern. Seine Tochter Sophia studiert als eine der ersten Chemie und soll später die Drogerie führen und ausbauen. Als sie aber minderjährig von einem verheirateten Mann schwanger wird, ist es aus mit dem väterlichen Stolz, er sagt sich in allen Konsequenzen von Sophia los. Nur gut, das es Freundin Henny gibt, eine Tänzerin mit großem Herzen und Durchsetzungskraft. Hochschwanger begleitet sie Henny sogar zu einem neuen Engagement nach Paris. 
Mit der liebenswerten Protagonistin Sophia Krohn konnte ich so richtig mitleiden , auch wenn ich sie besonders zu Beginn, selbst für diese Zeit in der die Geschichte spielt , ziemlich naiv fand. Auch ihre Freundin Henny konnte mein Leserherz bezaubern und ich würde in den folgenden Bänden gerne noch mehr von ihr erfahren. 541 Seiten flogen nur so dahin, kein Wunder bei dem hervorragenden Schreibstil von Corina Bomann . Die Verknüpfung einer fiktiven Figur mit realen Persönlichkeiten und Fakten ( Helena Rubinstein , Elizabeth Arden) hat mir sehr gut gefallen, und mich veranlasst mich über den " Puderkrieg" noch zusätzlich zu informieren. Ich bin sehr zufrieden damit, das es noch zwei Bücher über Sophias Schicksal geben wird , ich hätte gerne sofort weiter über Sophia und Henny gelesen. Ganz bestimmt nicht Ausschlag gebend, aber das Cover ist ein Hingucker und genau mein Geschmack. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Erschreckendes Thema

Feuerland
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Was haben ein Überfall auf einen edlen Uhrenladen, Entführung vermögender Geschäftsleute in Schweden und eine Klinik mit besonderen Vorzügen in Chile gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, und kommen ...

Was haben ein Überfall auf einen edlen Uhrenladen, Entführung vermögender Geschäftsleute in Schweden und eine Klinik mit besonderen Vorzügen in Chile gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, und kommen noch eine suspendierte Kriminalkommissarin und ein ehemaliger Elitesoldat hinzu , kann es schon zu Verwirrung führen .Aber nach kurzer Einlesezeit habe ich mich mit dem brisanten Thriller bestens unterhalten gefühlt., die zusammenhanglose Story , wurde geschickt zusammen gewebt und hat einen Hauptstrang..Die Charaktere waren gut und vielseitig ausgearbeitet, es gab keine rein gut oder böse Protagonisten, so wirken sie auch glaubwürdiger und realistischer. Kurze Kapitel, ein häufiger Wechsel der Protagonisten und ein flüssiger Schreibstil lassen keine Langeweile aufkommen..Die Handlung von Feuerland ist sehr actionhaltig und rasant , ruhige Momente gibt es so gut wie gar nicht..Das Grundthema ist sehr beklemmend und brisant , nichts für schwache Nerven oder sehr sensible Leser, es gibt schon einige brutale, menschenverachtende Szenen . Feuerland hat mich bis zum Ende fesseln können, einziger ganz winziger Kritikpunkt: es war für mich am Schluß einfach etwas zu viel das dann klappte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2020

Wunderbare Geschichte von Hoffnung und Liebe

Die Kleider der Frauen
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Estella , eine junge Schneiderin , flüchtet in den 40er Jahren aus Paris nach New York , wo sie schnell Freunde findet und mit ihrem unvergleichlichen Sinn für Mode selbst die verwöhnten New Yorker überraschen ...

Estella , eine junge Schneiderin , flüchtet in den 40er Jahren aus Paris nach New York , wo sie schnell Freunde findet und mit ihrem unvergleichlichen Sinn für Mode selbst die verwöhnten New Yorker überraschen kann. Doch es lässt sie der Gedanke an einen jungen Widerstandskämpfer nicht los.. Eine so wunderbare Geschichte, die mich von der ersten Seite fesseln konnte. Es passte für mich einfach Alles zusammen: eine dickköpfige , mutige Protagonistin , eine rasant voran schreitende Story , gut beschriebene, detailreiche Einblicke in die Modewelt und eine wunderschöne Liebesgeschichte, die nicht ins kitschige abrutschte ( zuviel Kitsch ist so gar nicht meins, aber hier stimmte es). Ich hatte zu Beginn die Befürchtung , der Anteil der Spionageelemente wäre zu groß , aber es ist keinesfalls so, es fügt sich dezent in die Geschichte ein .Positiv bewerten möchte ich auch die Verknüpfung mit realen Personen aus der Vergangenheit , und die fiktive Fortsetzung . Natürlich darf auch die Auflösung eines Familiengeheimnisses durch die Enkelin nicht fehlen, der Zeitenwechsel bringt noch zusätzlich Abwechslung in die rasante Story. Bei " Die Kleider der Frauen " schaltete sich sofort das Kopfkino ein , ich konnte die wundervoll beschriebenen Kleider und auch die Häuser in Paris mir genau vorstellen . Diese Story hebt sich hervor , aus der Vielfalt der historischen Romane.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Ein Sommer der vieles verändert

Ein Sommer auf Sylt
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Julia ist ziemlich überrascht, als ihr Vater ihr ein entzückendes Haus auf Sylt vererbt. Mit Mutter und Tanten macht sie sich auf den Weg , um ihren Besitz erst einmal unter die Lupe zu nehmen. Klingt ...

Julia ist ziemlich überrascht, als ihr Vater ihr ein entzückendes Haus auf Sylt vererbt. Mit Mutter und Tanten macht sie sich auf den Weg , um ihren Besitz erst einmal unter die Lupe zu nehmen. Klingt nach Entspannung, dumm nur ,das sich ihre Mutter und ihre beiden Schwestern nicht besonders gut verstehen , es liegt so einiges im Argen, auch im Haus erwartet sie eine große Überraschung. Und wer ist nur dieser freche Kerl , der Julia immer wieder über den Weg läuft? 
Es passt alles zusammen: stimmige Geschichte, flüssiger, angenehmer Schreibstil, humorvolle Szenen und Situationen die ein wenig zum Nachdenken anregen, wie man selber reagieren würde. Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen, aber es ist nicht übertrieben und nicht zu kitschig. Die Beschreibungen von Natur und Sehenswürdigkeiten auf Sylt lassen auch im Winter schon mal ein wenig Sommerfeeling aufkommen. Die Protagonistin war mir sympathisch , und ich konnte ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachempfinden. So einiges war voraussehbar , das hat mich aber nicht gestört, ich finde mit "Ein Sommer auf Sylt" ist Lena Wolf ein stimmungsvoller, vergnüglicher Sommerroman gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere