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Tine_1980

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mein Lesehighlight im ersten Halbjahr 2016

Mein bester letzter Sommer
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"Leben ist das, was passiert, während du mit anderen Dingen beschäftigt bist!"

Tessa hat bisher immer auf die perfekten Momente gewartet, auf den perfekten Jungen, den perfekten Kuss, doch nun hat sie ...

"Leben ist das, was passiert, während du mit anderen Dingen beschäftigt bist!"

Tessa hat bisher immer auf die perfekten Momente gewartet, auf den perfekten Jungen, den perfekten Kuss, doch nun hat sie diese Zeit nicht mehr, denn ihr bleiben nur noch Wochen.
Sie zieht sich immer mehr in ihr Schneckenhaus zurück, ihre Familie hat es nicht leicht mit ihr und dann passiert etwas:

Oskar!

Von einem zum anderen Augenblick gibt es jemanden, der ihr so viel bedeutet und der sich in sie verliebt, so sehr, daß er sogar ihr Freund zum Sterben sein möchte.
Zusammen begeben sie sich auf einen Roadtrip nach Italien und erleben den schönsten Sommer ihres Lebens.

Meinung:

Anne Freytag hat es geschafft mich in diese Geschichte hinein zu ziehen, so sehr, daß das Buch auch nach dem Zuklappen noch nachhallt.
Tessa ist ein sympathisches Mädchen, daß von ihrer Krankheit gezeichnet ist und sich in ihr Schneckenhaus verkriecht.
Die Autorin schafft es mühelos auf jeder Seite die Gefühle von Tessa zu beschreiben und man fühlt mit ihr mit, kann sich hineinversetzen und sich mit Tessa identifizieren.
Oskar geht mir von Anfang an unter die Haut, man kann sich nur in ihn verlieben. Mal ehrlich, welcher junge Mann bleibt bei jemanden, der nur noch ein paar Wochen zu leben hat und nimmt diese Person so wie sie ist, läßt sich von ihr nicht wegstoßen und gibt ihr endlich das, was sie so sehr gesucht hat? Die Liebe und viele wunderschöne Erinnerungen!
Die Mutter wird immer wieder von Tessa weggestoßen, dabei liebt sie sie mehr wie ihr Leben und würde alles dafür geben mit ihr zu tauschen. Man spürt förmlich die Verzweiflung von ihr, möchte sie einfach nur in den Arm nehmen und drücken.
Der Vater flüchtet sich in die Arbeit und als er sich endlich für die Familie entscheidet, geht Tessa weg und es fällt ihm so schwer, sie gehen zu lassen.
Larissa, Stellas Schwester, ist völlig überfordert mit der Situation und gibt sich besonders ekelhaft, doch was sich wirklich hinter dieser Fassade verbirgt, kommt im Laufe des Buches heraus.

Der Schreibstil ist fesselnd und man möchte das Buch einerseits so schnell wie möglich lesen, andererseits hab ich mich gezwungen zwischendurch mit dem Lesen aufzuhören. Ich mußte die Geschichte immer wieder sacken lassen und wollte noch etwas länger Zeit mit dem Buch haben.
Die Beziehung zwischen Tessa und Oskar wird so liebevoll beschrieben, daß man gerne mit Tessa tauschen würde, nur um diese Zeit mit der einen wahren Liebe erleben zu dürfen.

Selten habe ich ein Buch gelesen, daß mich so tief berührt hat, daß mich so in sich aufgenommen hat, mir so viele Gefühle gegeben hat. Ich konnte bei diesem Buch mitfühlen, mitlachen und vor allem Tränen vergießen. Es ist kein durchgehend trauriges Buch, aber das Thema läßt es eben auch nicht zu, daß es nur zum Lachen ist.

Für mich war dieses Buch mein bisheriges Lesehighlight 2016 und ich kann meine Emotionen garnicht in Worte fassen. Es ist Anne Freytag gelungen mich einzusaugen und mich auch nach dem Zuklappen des Buches mit vielen Gedanken zurück zu lassen.
Genieße jeden Tag und warte nicht auf richtige Momente, nutze diesen Moment.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Colleen Hoover - ich liebe ihre Bücher

Maybe Someday
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Sidney erfährt an ihrem Geburtstag, dass ihr Freund Hunter und ihre Mitbewohnerin/Freundin sie schon lange hintergehen. So steht sie frisch getrennt und am Boden zerstört bei Ridge in der Wohnung. Er ...


Sidney erfährt an ihrem Geburtstag, dass ihr Freund Hunter und ihre Mitbewohnerin/Freundin sie schon lange hintergehen. So steht sie frisch getrennt und am Boden zerstört bei Ridge in der Wohnung. Er ist Musiker und sie will sich nicht in ihn verlieben, da ihr die Sache mit Hunter noch nachhängt und Ridge eine tolle Freundin hat. Doch das Schicksal macht nicht immer das, was man sich vorstellt...

Meinung:

Colleen Hoover hat es bisher mit jedem Buch geschafft mich in eine Welt mit wahnsinnig viel Gefühl zu entführen und so war ich auch bei diesem Buch wieder sehr gespannt. Sie hat mich nicht enttäuscht.

Das Cover ist einfach gehalten, aber gerade diese Einfachheit macht es zu etwas Besonderem. Schöne Farben und im Titel der Ausschnitt einer Frau. Es ist stimmig mit dem Inhalt und einfach schön.
Sidney ist ein ganz normales Mädchen, lieb, nett und ehrlich. Man kann sich wunderbar mit ihr identifizieren, da sie einfach sympathisch rüberkommt und man ihre Handlungen völlig nachvollziehen kann.
Ridge ist toll, begabt und ein ehrenwerter Mann, der sich lange gegen seine Gefühle wehrt. Seine Besonderheit macht ihn zu einem noch sympathischeren Kerl, den man einfach nur lieb haben kann. Er tut mir manchmal echt leid, denn ich möchte nicht in seiner Zerrissenheit stecken, aber auch er kommt völlig natürlich daher und seine Handlungen sind nachvollziehbar. Natürlich denkt man auch an Maggie, aber was soll ich sagen, diese Verbindung zwischen ihm und Sidney ist einfach einmalig.

Der Schreibstil und die Handlung konnten mich von Anfang an mit ziehen. Das Buch kann man fast nicht zur Seite legen, da es einen gewissen Spannungsbogen besitzt und man nach jedem Kapitel wissen möchte, wie es weitergeht.
Colleen Hoover schafft es, Gefühle so echt und tief zu beschreiben, dass man durch die jeweiligen Erzählungsstränge von Sidney und Ridge immer denkt, selbst die Person zu sein. Ich finde es immer wieder Wahnsinn, wie ich durch die Bücher von ihr fliege und ich mal mit einem Lächeln, mal mit Tränen in den Augen da sitze. Klar weiß man meist, wie es am Ende ausgeht, aber den Weg dahin weiß man nicht und ich hatte noch nie das Problem, dass es mich gelangweilt hätte.

Maybe Someday ging mir mehr als nur unter die Haut, gerade Ridge war so liebevoll beschrieben und eben doch völlig anders als viele Männer. Seine eigene Art mit seinem Leben und den Schwächen und Stärken zu Recht zu kommen war wundervoll aufgezeigt.

Was man auch unbedingt tun sollte:
Hört euch die Musik zu den geschriebenen Texten an, das macht das Buch noch schöner, als es ohnehin schon ist. Leider ist der QR Code erst auf der letzten Seite und wenn ich nicht eh jemand wäre, der sich die Danksagung auch mal vorher durchliest, wäre mir dies vielleicht entgangen. Griffin Peterson finde ich auch superklasse von der Stimme her und die Texte sind super.


Fazit:
Von mir eine klare Colleen Hoover LESEEMPFEHLUNG!
Wunderschönes Buch mit tollen Charakteren und einer warmherzigen Geschichte. Die Musik macht das Ganze noch zu etwas besonderem und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mir diese Lieder angehört habe!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mein bisher bestes Jahr!

Mein bisher bestes Jahr
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Paul ist ein ganz normaler Junge, 12 Jahre jung, etwas verpeilt und hält in einem Tagebuch seine alltäglichen Erlebnisse fest. Es sind Geschichten aus dem Leben mit seinen Kumpels Leon, Karl oder Marco. ...

Paul ist ein ganz normaler Junge, 12 Jahre jung, etwas verpeilt und hält in einem Tagebuch seine alltäglichen Erlebnisse fest. Es sind Geschichten aus dem Leben mit seinen Kumpels Leon, Karl oder Marco. Vom Zimmeraufräumen, über Übernachtungen in der Schule bis hin zum Skiausflug mit der Klasse. So kommt ein ganzes Jahr seines Lebens in diesem Tagebuch vor, in dem sich die Jungs wiederfinden werden!



Meinung:



Daniela Böhle und ihr Sohn, der bei der Entstehung tatkräftig mitgewirkt hat, haben hier ein lustiges Buch geschaffen, in dem sich Jungs wiedererkennen werden. Er hat sich die ganzen Abenteuer von Paul ausgedacht und das ganze wurde dann in einer tollen jugendlichen Sprache aufs Papier gebracht.



Selbst als Erwachsener findet man sich oft in seiner Kindheit wieder, denn so Sachen, wie das Aufräumen vom Zimmer oder ein Klassenausflug ändern sich wohl nie. Die Gedanken konnte man völlig nachvollziehen und ganz oft musste ich schmunzeln.

Daniela Böhle hat es super hinbekommen, die Geschichte rund um Paul und seine Freunde witzig und sehr realitätsnah darzustellen.

Es werden auch die Themen von heute, wie Scheidungskind, Migration, Aufpassen auf die kleine Schwester, da die Mutter krank ist oder auch Mobbing behandelt. Dies wird aber so gekonnt in das Buch eingebaut, dass es nicht langweilig wird.

Es sind nicht immer nur humorvolle Begebenheiten dargestellt, auch Themen wie füreinander Einstehen bzw. Freundschaftspflege sind beschrieben. Die Sachen die Schiefgehen, werden von Paul nicht verheimlicht, so macht das Tagebuch einen ehrlichen Eindruck und spricht den Jungs aus der Seele.



Daniela Böhle trifft den Ton der 12 jährigen Jungs perfekt und beschreibt mit viel Humor die alltäglichen Missgeschicke und Aktionen von Paul und seinen Freunden. Wer Gregs Tagebuch in Deutsch und mit mehr Text, aber weniger Bildern haben möchte, sollte hier zugreifen. Die Jungs werden sich verstanden fühlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Blonder wird´s nicht

Blonder wird's nicht
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Maja ist alleinerziehend und Besitzerin eines Friseursalons. Ihr Sohn Willi steckt in der Pubertät und hat einige Probleme. Als ihre Tante Ruth zu Besuch kommt, drückt sie ihr auch noch Olga aufs Auge, ...

Maja ist alleinerziehend und Besitzerin eines Friseursalons. Ihr Sohn Willi steckt in der Pubertät und hat einige Probleme. Als ihre Tante Ruth zu Besuch kommt, drückt sie ihr auch noch Olga aufs Auge, eine blondiertes Vollweib, dass in ihrem Salon für einige Aufregung sorgt. So langsam wachsen Maja die Probleme über den Kopf und sie muss um ihren Sohn und ihre Existenz kämpfen.

Meine Meinung:

Ellen Berg durfte ich schon durch viele Bücher begleiten und auch dieses konnte mich wieder verzaubern. Die Autorin schafft es immer wieder, witzige Sprüche, Szenen und tolle Charaktere in ihren Büchern zu vereinen.

Die Charaktere sind detailreich und liebevoll gezeichnet. Sie sprühen vor Charme und Witz. Maja, die taffe Mutter, die ihre Probleme mit dem pubertierenden Sohn hat. Willi, der längst noch nicht erwachsen ist, aber schon in Problemen steckt, bei denen man es meinen könnte. Tante Ruth, die immer den richtigen Spruch auf den Lippen hat und letztendlich Olga, die Superblondine mit Akzent, die ihr Herz auf dem rechten Fleck.

Die Geschichte dreht sich dieses Mal nicht nur um irgendwelche Liebeleien. Diese kommen zwar auch vor, doch spielt sich dieses Mal eher die Problematik von Willi in den Vordergrund. Auch Olga spielt eine wichtige Rolle, mit ihrer schwierigen Kindheit, ihrem Auftreten als Ultrablondine und ihrem Verständnis für die Mafia.

Man bekommt einen Einblick, wie wichtig der Zusammenhalt in der Familie ist, aber auch die Wichtigkeit von Freunden wird vermittelt. Bei Olga wird einem gezeigt, dass der erste Eindruck manchmal täuschen kann und manche Personen sich vielleicht hinter ihrem Aussehen verstecken. So werden neben einer witzigen Geschichte auch noch Botschaften ins Buch gepackt.
Durch den flüssigen Schreibstil konnte ich völlig in das Buch eintauchen und es liest sich einfach super. Sehr oft ist das Lächeln auf den Lippen inbegriffen und die Seiten fliegen nur so dahin.
Ich habe mich super unterhalten gefühlt, konnte schmunzeln und fand die Geschichte einfach klasse.
Die Autorin schafft es immer wieder mich in ihre Bücher eintauchen zu lassen und die Cover haben Wiedererkennungswert. Wer einmal mit Ellen Berg Romanen angefangen hat, wird immer wieder zugreifen.

Auch bei diesem Roman wird man nicht enttäuscht und ich gebe meine volle Leseempfehlung ab.

Haare gut, alles gut! Ellen Berg, alles gut!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Supercoole Geschichte!

Polly Schlottermotz 1: Polly Schlottermotz
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Polly wacht mit einem überlangen Eckzahn auf und erfährt kurz darauf vom Familiengeheimnis: Sie ist ein Vampir. Leider muss sie sich deswegen auch fürs Erste von ihrer Familie und ihrer besten Freundin ...

Polly wacht mit einem überlangen Eckzahn auf und erfährt kurz darauf vom Familiengeheimnis: Sie ist ein Vampir. Leider muss sie sich deswegen auch fürs Erste von ihrer Familie und ihrer besten Freundin Leni und den Pferden Gulasch und Suppe trennen, um die Prüfung vor dem Siebenschläferrat abzulegen. So landet sie bei Tante Winnie in Hamburg, die auch ein Vampir ist. Polly ist erst potzblitztraurig, mit der Zeit lernt sie aber auch dort neue Freunde kennen und erlebt tolle Abenteuer.

Meine Meinung:

Schon allein das Cover ist ein Hingucker. Man wird geradezu animiert, es anzufassen und es zeigt schon einen kurzen Einblick auf das Leben von Polly Schlottermotz.
Auch im Buch gehen die Illustrationen in schwarz-weiß weiter und vermitteln so ein gutes Bild der Geschehnisse.

Polly ist ein ganz normales Mädchen, das von einen zum anderen Tag in ein anderes Leben katapultiert wird und Angst davor hat, auf einmal anders zu sein. Aber auch der bevorstehende Aufenthalt in Hamburg und die damit verbundene Trennung von ihrer Familie und der gewohnten Umgebung wird toll aufgezeigt und es kann sich wohl jedes Kind in Polly hineinversetzen.
Polly ist ein sympathisches Mädchen, mit Problemen der etwas anderen Art, aber den gleichen Ängsten, wie auch andere Kinder in ihrem Alter. Dennoch stellt sie sich mutig ihrem neuen Wohnort. Als sie mit Adlerauge und Paul neue Freunde findet, wird das Ganze auch leichter für sie.
Ihre Familie ist einfach klasse, der Vater beim Autofahren total ängstlich, die Mama resolut beim Blutorangensafttrinken, doch merkt man beiden die Liebe zu ihrer Tochter an.
Tante Winnie ist nie um einen Spruch verlegen und hilft Polly, wo sie nur kann.
Paul und Adlerauge sind jeder für sich tolle Freunde für Polly.


In diesem Buch gibt es wahnsinnig viele witzige Namen, die schon für den ein oder anderen Lacher sorgen, aber auch die Aktionen von Tante Winnie, die dem Papa von Polly einen Schimpfwörter-Schluckauf anhext, sorgen für Erheiterung. Als dann der kurzsichtige Fledermäuserich Adlerauge, mit einer extra für ihn angefertigten Brille, sich in eine Elefantendame verliebt, war der Lacher meines Sohnes ziemlich laut.
Aber es geht hier um so viel mehr. Es werden Werte wie Freundschaft, Ängste, Mut und gegenseitige Hilfe zum Thema gemacht. Auch die Familie steht im Vordergrund. Somit nimmt die Geschichte die Kinder auf eine fantastische, aber auch lehrreiche Reise mit und zeigt, dass auch Anderssein nicht schlimm ist, wenn man die richtigen Freunde hat.

Wir würden diesem Buch eine potzblitzmäßige Leseempfehlung aussprechen und freuen uns schon sehr auf eine Fortsetzung!