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Veröffentlicht am 03.10.2019

Die Welt von Frida und Bjarne - Teil 3

Sterbekammer
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Der 3. Fall von Frida Paulsen und ihrem Kollegen Bjarne Haverkorn führt das Team unter der Leitung eines neuen Chefs zu einer alten Mühle...
Beim Fund des alten Besitzers, der die Treppe in seiner maroden ...

Der 3. Fall von Frida Paulsen und ihrem Kollegen Bjarne Haverkorn führt das Team unter der Leitung eines neuen Chefs zu einer alten Mühle...
Beim Fund des alten Besitzers, der die Treppe in seiner maroden Mühle heruntergefallen scheint und dabei zu Tode kam, findet sich eine geheime Kammer unter der Küche - eine Sterbekammer..?
Schnell finden die Ermittler Spuren zu einem fast 10 Jahre zurückliegenden Fall einer vermissten Frau, bei der Bjarne Haverkorn ermittelt hatte... leider vergeblich... Hat diese Frau in der Kammer leben müssen? Wer hat sie dort versteckt? Und wo ist sie nun? Hat der Entführer sie getötet? Doch wo ist ihre Leiche?

Das Team um Frida und Bjarne arbeitet auf Hochtouren an dem Fall, der sie bis in ihr Privatleben verfolgt...

Romy Fölck hat es auch im dritten Elbmarsch-Band geschafft, dass man als Leser in „die Welt von Frida und Bjarne“ eintaucht und mit ihnen miträtselt, mitleidet und mitfiebert...
Diverse Finten der Autorin lassen den Leser immer wieder in Sackgassen laufen, so dass das Ende zwar überraschend, aber dennoch nachvollziehbar und logisch erscheint.
Wir immer sorgt die Schilderung der Protagonisten mit ihren Stärken und Schwächen als individuelle Charaktere durch die Autorin dafür, dass sie nicht nur Akteure in einen fiktiven Krimi darstellen, sondern im Kopf des Lesers zu „echten Menschen“ werden - und das macht diesen Krimi zu einem Erlebnis, aus dem man am Ende des Buches auftaucht und direkt fragt: Wann geht es weiter?

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 20.09.2019

Wenn Spinnen plötzlich "süß" werden...

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht (Pappbilderbuch)
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Ein unglaublich süßes Buch von der kleinen Spinne Widerlich, die noch schnell vorm Einschlafen bei ihren Liebsten vorbei schaut und ihnen eine gute Nacht wünscht.
Geschrieben in einfachen Reimen ist es ...

Ein unglaublich süßes Buch von der kleinen Spinne Widerlich, die noch schnell vorm Einschlafen bei ihren Liebsten vorbei schaut und ihnen eine gute Nacht wünscht.
Geschrieben in einfachen Reimen ist es grundsätzlich eher für Kleinkinder gedacht, mein Sohn (6) fand es aber auch ganz toll und musste es dann immer und immer wieder als Gute-Nacht-Geschichte hören.
Die unglaublichen süßen und detailreichen Zeichnungen machen das Buch zu einem Hit!
Ganz tolles Buch, sehr zu empfehlen für kleine Kinder und alle mit Spinnenphobie...

  • Spaß
Veröffentlicht am 03.06.2019

Nele hat alles im Griff... bis auf ihr Herz...

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Nele ist busy... sie hat einen neuen Job in der Agentur, in der sie Karriere machen möchte, ihre Eltern überlegen sich nach 30 Jahren wilder Ehe, dass sie sich endlich heiraten möchten, ihr Bruder Lenny, ...

Nele ist busy... sie hat einen neuen Job in der Agentur, in der sie Karriere machen möchte, ihre Eltern überlegen sich nach 30 Jahren wilder Ehe, dass sie sich endlich heiraten möchten, ihr Bruder Lenny, der mit dem Down-Syndrom und einem zugehörigen Herzfehler geboren wurde, ist von seinem Herzfehler genesen und möchte endlich selbstständig werden... und alle brauchen Neles Hilfe...

Doch Nele ist nicht nur eine ganz wunderbare Tochter, Schwester und Imageberaterin, sie ist auch Single und von den Männern enttäuscht worden... Prinzipiell passt das gut zusammen, da Nele sowieso keine Zeit hat für einen Mann... aber das Leben hält sich bekanntlich nicht gern an Pläne, denn "Leben ist das, was gerade passiert, während man dabei ist, andere Pläne zu machen".
Und so stolpert zunächst Sally, die lustige Hundedame des Agenturchefs in ihr Leben und in dem Zuge auch Claas, Sallys Herrchen und Neles Chef.

Aus diesem Plot hat Petra Hülsmann erneut eine luftig leichte Liebeskomödie gestrickt, die aber auch ernste Themen in einer gewohnt ungekünstelten und authentischen Art anspricht und Denkanstöße gibt.

Ich habe auch diesen Roman von Petra Hülsmann nahezu inhaliert und wenn ich nicht durch die Leserunde, an der ich dankenswerter Weise teilnehmen durfte, nach gewissen Abschnitten gestoppt worden wäre, hätte ich das Buch vermutlich nicht vor dem Auslesen wieder aus der Hand gelegt.

Wie immer sind die Figuren des Buchs authentisch beschrieben - und diesmal waren auch die Hauptfiguren mir beide sehr sympathisch - die Story war witzig, emotional und von leichter Hand zu lesen, so dass es eine Freude war, die Geschichte von Nele und ihrem Umfeld mitzuverfolgen...

Ich war wie immer sehr traurig, als das Buch ausgelesen war und ich hoffe, es kommt sehr bald wieder ein neues Buch von Petra Hülsmann auf den Markt!

  • Cover
  • Geschichte
  • Humor
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 14.08.2018

Mittendrin, statt nur dabei - ein Krimi zum Miterleben

Totenweg
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Frida war 13, als sie ihre Freundin in einem verlassenen Stall am Ende des Totenwegs in ihrem kleinen Heimatdorf in der Elbmarsch ermordet auffindet. Seitdem trägt sie das dunkle Geheimnis mit sich, das ...

Frida war 13, als sie ihre Freundin in einem verlassenen Stall am Ende des Totenwegs in ihrem kleinen Heimatdorf in der Elbmarsch ermordet auffindet. Seitdem trägt sie das dunkle Geheimnis mit sich, das sie niemandem erzählen wollte… nicht erzählen konnte… Nicht ihren Eltern, die sie zu ihrem eigenen Schutz auf das verhasste Internat in Süddeutschland schicken… nicht Jo, ihrer aggressiven Zimmergenossin im Internat… nicht ihrer heimlichen Liebe Jesper… nicht ihrem Vertrauten Hagen, dem Vorarbeiter ihres Vaters auf dem elterlichen Obsthof, der mit seinem Sohn Sven bei ihnen wohnte… niemandem im Dorf… und erst recht nicht Bjarne Haverkamp, dem zuständigen Kommissar, der immer schon wusste, dass sie ein Geheimnis um den Mord mit sich trägt…

Doch fast 20 Jahre später, als Frida selbst im Polizeidienst fern ihrer dörflichen Heimat in der Großstadt Hamburg arbeitet, holt sie ihr Schicksal wieder ein:
Ihr Vater wird brutal zusammengeschlagen und Bjarne Haverkamp mit diesem Fall betraut… schweren Herzens kehrt sie auf den elterlichen Obsthof zurück, um ihre Mutter zu unterstützen und muss sich nicht nur der Frage stellen, wer ihren Vater töten wollte…
Warum ist der elterlichen Obsthof so heruntergekommen und hat sie eine Chance, ihn zu retten?
Warum haben Hagen und ihr Vater sich zerstritten?
Hat der Großbauer Schucht, der ihrem Vater den Obsthof abjagen wollte, mit dem Vorfall zu tun?
Warum geschehen seit ihrer Rückkehr so viele seltsame Dinge?
Was empfindet Jesper noch für sie und kann er ihr helfen?
Was wissen die Erntehelfer ihres Vaters?
Wer ist der geheimnisvolle Sprayer und was will er ihr sagen?
Warum ist Marit damals wirklich in den Stall im Totenweg gegangen und warum hat sie sie nicht davon abgehalten?

Immer, wenn sie glaubt, einen Schritt weiter gekommen zu sein, wendet sich das Blatt und es ergeben sich neue Aspekte… bis sie merkt, dass sie nur gemeinsam mit Bjarne Haverkamp das Rätsel um den Totenweg lösen kann...
Doch nicht nur das neue Ermittlerteam tappt immer wieder im Dunkeln, auch der Leser rätselt und leidet mit ihnen… und das ist es, was dieses Buch nicht nur so spannend, sondern auch so liebenswert macht: die Figuren des Buchs sind so lebendig und lebensnah beschrieben, die Emotionen, aber auch die Spannung, die auf leisen, aber stetigen Sohlen daher kommt, sind zum Greifen nah, als sei man live dabei.
Selbst wenn man das Buch schweren Herzens zwischendurch beiseite legen muss, ist man in Gedanken beim Buch und seinen Charakteren, man grübelt mit, wer warum denn jetzt was gemacht haben könnte… Keiner der Charaktere ist nur der Gute oder der Böse, es gibt kein Schwarz-Weiß-Denken in diesem Buch… dadurch menschelt es umso mehr…

Romy Fölck hat in diesem Erstlingswerk der Elbmarsch-Reihe mit den neuen doch so eigenen und dennoch liebenswerten Charakteren Frida und Bjarne eine Meisterleistung vollbracht, die nicht nur durch die durchaus spannende und schlüssige Handlung, sondern vielmehr durch das „zum Leben erwecken“ der Protagonisten seinen eigenen Charme entwickelt…
Hat man am Ende das Buch durch (und zu meiner persönlichen Genugtuung auch den Mörder gestellt, den man von Anfang an trotz diverser Finten und Wendungen im Verdacht hatte), möchte man unbedingt weiter teilhaben am Leben von Frida und Bjarne und wartet nun sehnsüchtig auf den 2. Teil der Serie, Bluthaus

Veröffentlicht am 31.08.2020

Eine locker-leichte Wohlfühllektüre über echte und Scheinwelten...

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
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Diese luftig-leichte Sommerlektüre (die ich mir jedoch auch wunderbar bei schlechtem Wetter auf dem Sofa mit Decke und warmem Kakao oder einem Glas Rotwein vorstellen kann ) berichtet von den zwei Welten, ...

Diese luftig-leichte Sommerlektüre (die ich mir jedoch auch wunderbar bei schlechtem Wetter auf dem Sofa mit Decke und warmem Kakao oder einem Glas Rotwein vorstellen kann ) berichtet von den zwei Welten, in denen Julia lebt:

Julia lebt seit der Trennung von ihrem Mann mit ihrer kleinen Tochter Fee in beengten Verhältnissen in einer kleinen Souterrainwohnung. Mehr schlecht als recht verdient sie ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf von selbstgefertigten Armbändern über instagram, was sie in ihrem gutsituierten Eheleben noch als „Hobby“ begonnen hatte. Bei instagram präsentiert sie sich jedoch weiterhin als glückliche Ehefrau und Mutter, die in ihrem großzügigen Anwesen mit Garten ihr perfektes Leben führt. Hierzu inszeniert sie ihre Fotos entsprechend, was zunehmend zu Problemen führt…

Wie sie diese Probleme in den Griff bekommt, was der gutaussehende Künstler Alex damit zu tun hat, wer sie unterstützt und wer ihr das Leben noch schwerer macht, schildert dieses Buch in unterhaltsamer und humorvoller Art und Weise.

Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht, ich habe das Buch mehr oder weniger „inhaliert“, weil die Geschichte einfach schön beschrieben ist und man das chaotische Leben Julias fast atemlos verfolgt und man mit den authentisch beschriebenen Protagonisten mitfiebert…

Ob der Schluss oder auch einzelne Handlungsstränge immer auch realistisch nachvollziehbar sind, ist mir bei einer solch locker-luftiger Lektüre eigentlich eher egal, so dass es für mich ein tolles Leseerlebnis war. Ich hoffe auf Nachfolgelektüre…

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Humor
  • Cover