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Veröffentlicht am 17.09.2021

Erlebnisse auf der Insel Tobago

Die Bucht am Ende der Welt
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Von tochteralice
Das aktuelle Buch von Sergio Bambaren "Die Bucht am Ende der Welt" handelt von den Erlebnissen des Autors auf der Insel Tobago. Ursprünglich zum Surfen auf die Insel gekommen, entdeckt ...

Von tochteralice
Das aktuelle Buch von Sergio Bambaren "Die Bucht am Ende der Welt" handelt von den Erlebnissen des Autors auf der Insel Tobago. Ursprünglich zum Surfen auf die Insel gekommen, entdeckt er durch das Tauchen die Schönheit des Meeres und die Weisheit der Meeresbewohner.
Der kleine Band besticht durch seine ansprechende Aufmachung: der Text wird liebevoll ergänzt durch Farbfotos, an denen man sich neben der Erzählung freuen kann und durch die das Buch zu einem besonderen Kleinod wird.
Bambaren erlebt auf seine Art die Entdeckung der Langsamkeit dadurch, dass er sich auf Tobago und den gelassenen Lebensstil seiner Bewohner einlässt.

Durch die Begegnungen und Gespräche mit Einheimischen entscheidet er sich dafür, sich die Inselwelt durch das Tauchen zu erschließen. Die Exkurse über die Natur und vor allem über die Meeresfauna bilden so auch das Highlight des Buches.

Durch zahlreiche Tauchgänge nähert sich der Autor seinem Traum, mit Mantas, einer besonders großen Rochenart zu tauchen. Bambarens Ziel ist es einerseits, seine Grenzen auszutarieren, andererseits, vereint mit der Natur zu sein. Neben dem realen Taucherlebnis steht die Besinnung auf andere Werte.

Dieser eher philosophische Ansatz des Buches ist meiner Ansicht nach auch seine Schwachstelle. Er verliert sich hier in Allgemeinplätzen - so wird von den Bemerkungen eines Taxifahrers gleich auf die gesamte Bevölkerung von Tobago geschlossen, wirklich neue Erkenntnisse oder spannende Gesichtspunkte werden nicht geäußert. Diese Ansätze bleiben an der Oberfläche - für Leser, die neue geistige Anstöße erhalten wollen, ist das Buch also nicht zu empfehlen. Dagegen ist es ein passendes Geschenk für Reisende, Naturfreunde und vor allem Taucher, die an diesem Band ihre Freude haben werden.

Veröffentlicht am 04.05.2020

Eine zusammengestückelte Geschichte

Die verlorene Tochter der Sternbergs
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Nach dem aufwühlenden Roman "Das Erbe der Rosenthals" über die schicksalhafte und für die meisten Passagiere fatale Flucht nach Kube mit dem Schiff St. Louis, eines realen und besonders tragischen Ereignisses ...

Nach dem aufwühlenden Roman "Das Erbe der Rosenthals" über die schicksalhafte und für die meisten Passagiere fatale Flucht nach Kube mit dem Schiff St. Louis, eines realen und besonders tragischen Ereignisses im Dritten Reich, war ich auch an dem Nachfolgeroman des Autors interessiert.

Die Familie Sternberg, ebenfalls aus Berlin, hatte ein etwas anderes Schicksal: hier begab sich die Mutter Amanda Sternberg mit den beiden Töchtern Viera und Lina alleine auf die Flucht und nur Viera, die Ältere landete auf der St. Louis. Desweiteren geht es um das Leben von Amanda und Lina in Frankreich. Was ist das für ein Durcheinander, das da auf den Leser zukommt! Ständig fallen Charaktere , gerade auch Hauptfiguren, weg, kommen neue hinzu, werden weder richtig aus der Geschichte entlassen noch anständig eingeführt. Es gibt keine einzige wirklich lebendige dargestellte Figur, die die Handlung durchgehend tragen könnte.

Es gibt auch einen Handlungsstrang in der Gegenwart, der ebenso bedeutungs- und zusammenhanglos dahindümpelt. Leider ist hier wirklich gar nichts gelungen an dem Roman!

Ich möchte potentiellen Lesern daher nicht nur NICHT zu dem Buch raten, ich möchte ihnen sogar explizit von der Lektüre abraten, denn hier erhält man weder einen realistischen Eindruck von den Geschehenissen in Frankreich während des Krieges noch werden andere wichtige Informationen zum Zeitgeschehen im erforderlichen Umfang vermittelt und ein literarischer Genuss ist es schon gar nicht. Nur ein Satz mit X - für mich jedenfalls.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Gleitet ganz und gar an meinem Literaturgeschmack vorbei

Lázár
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Leider konnte ich diesem vielgerühmten Werk überhaupt nichts abgewinnen. Schlimmer noch: ich kann die Begeisterung der Massen ganz und gar nicht nachvollziehen.

Bei mir liegt es zu einem großen Teil ...

Leider konnte ich diesem vielgerühmten Werk überhaupt nichts abgewinnen. Schlimmer noch: ich kann die Begeisterung der Massen ganz und gar nicht nachvollziehen.

Bei mir liegt es zu einem großen Teil an der sehr komplexen Sprache des Autors, die mich stellenweise an Schlager der 1970er Jahre erinnert. Ein Satz wie "Die Jahre kamen und gingen, zogen wie die Roma mit ihren Pferden und Zirkuswagen durch das Habsburgerreich, durch die im Donausumpf versinkende Monarchie. (S.45) lädt mich so gar nicht zum Weiterlesen ein. Ich habe es dennoch getan und wurde leider nicht positiv enttäuscht - nein, mit kleinen Erholungspausen ging es so weiter.

Der Inhalt wirkt auf mich ähnlich dramatisch wie diese Sätze, er ist demaskierend, entblößend, aufwühlend. Leider findet sich in diesem für den Schweizer Buchpreis nominierten Roman für mich nichts Erhebendes, Anregendes, Erhellendes: wie ich es mir erhofft hatte. Schade, aber ich kann diesem Roman nichts Positives abgewinnen.

Veröffentlicht am 28.04.2024

Heinz ertrinkt in Klischees

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge
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Zurückgeblieben - unglücklich verliebt - ostisch von oben bis unten: das ist Heinz Labensky. Einer, über man den Kopf schüttelt oder sich lustig macht. Der im hohen Alter die alles entscheidende ...

Zurückgeblieben - unglücklich verliebt - ostisch von oben bis unten: das ist Heinz Labensky. Einer, über man den Kopf schüttelt oder sich lustig macht. Der im hohen Alter die alles entscheidende Reise wagt und während dieser seine Lebensgeschichte erzählt.

Mit allen Schlagwörtern, die so zum DDR-Universum dazu gehören! Nein, das war so gar nicht meins, der gute Heinz ist unglücklich als eine Witzfigur gezeichnet, die DDR eine Lachnummer, die man nur an irgendwelchen drolligen Begriffen, furchterregenden Personen und wenig einladenden Schauplätzen festmachen kann.

Ich bin wirklich schockiert, wie man diesem Land, das es nicht mehr gibt, dies antun kann. Die Menschen, die dort lebten, haben diese Art von Erinnerungskultur nun wirklich nicht verdient.

Nein, es ist niemandem damit gedient, die in diesem Buch festgehaltenen Klischees weiterzutragen, weswegen ich es nun dorthin verbringe, wohin es gehört - in die Tonne!

Veröffentlicht am 29.03.2024

Für mich kein hilfreicher Ansatz

Nach Grau kommt Himmelblau
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Die Biographie eines depressiven Menschen, wie es schon so viele gibt - erfolgsverwöhnt und voll im Leben, wird es plötzlich dunkel um ihn. Das wird hier in allen Details erzählt wie etwas noch nie Dagewesenes. ...

Die Biographie eines depressiven Menschen, wie es schon so viele gibt - erfolgsverwöhnt und voll im Leben, wird es plötzlich dunkel um ihn. Das wird hier in allen Details erzählt wie etwas noch nie Dagewesenes. Ist es ja auch für die betroffene Person und für ihr Umfeld, aber nicht für Leser:innen, die sich schon jahrzehntelang mit dem Thema befassen - in meinem Fall nicht einmal intensiv, sondern immer mal wieder.

Dazu der ungute Eindruck, dass das Buch hier ordentlich vermarktet wird - nein, dieser Zugang war wirklich nicht mein Fall!

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