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Veröffentlicht am 26.10.2016

Gelungener Auftakt einer tollen Reihe

Viking Warriors, Band 1: Der Speer der Götter
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Viking Warriors - Der Speer der Götter

Band 1 der Reihe führt uns direkt zu unserem jungen Helden Viggo. Nach einem gewaltigen Sturm in der Nacht und einem seltsamen Traum erwacht Viggo am Morgen leicht ...

Viking Warriors - Der Speer der Götter

Band 1 der Reihe führt uns direkt zu unserem jungen Helden Viggo. Nach einem gewaltigen Sturm in der Nacht und einem seltsamen Traum erwacht Viggo am Morgen leicht verwirrt. Selbst in der Schule ist er noch so damit beschäftigt den Traum zu verarbeiten, dass er sich im Mathe- Unterricht bis auf die Knochen blamiert und im Kunstunterricht und in der anschließenden Pause wurde es sogar noch schlimmer. Es sollte einfach nicht sein Tag werden.
Als Viggo dann endlich nach Hause kommt, wartet da schon ein Fremder auf ihn. Doch wer ist dieser seltsame Typ, der behauptet der nordischer Gott Loki zu sein?
Ehe sich Viggo versieht, ist er ihm auf dem Leim gegangen und erwacht in der gefährlichen Zeit der Wikinger um das Jahr 999. Dort muss er nun um sein Überleben kämpfen. Nachdem er über Umwegen endlich am Königshof ankommt, sind die Wikinger davon überzeugt, dass der Untergang der Welt bevorsteht. Nur Viggo kann das noch verhindern, doch dafür muss er den sagenumwobenen Speer der Götter, Odins Speer finden. Wird Viggo es noch rechtzeitig schaffen und was hat Loki mit alldem zu tun?

Ein wirklich cooler Beginn einer außergewöhnlichen und noch nicht erzählten Geschichte, den uns der Autor Richard Dübell mit diesem 1.Band beschert hat. Ebenso muss man den Autor hierbei noch loben, wie toll er es geschafft hat, Teile der Nordischen Mythologie und die Bräuche der Wikinger so gut zu einer Geschichte zusammenzufügen, sodass diese sich stets rund und flüssig liest. Ebenso versteht er es auch immer wieder neu die Spannung aufzubauen bzw. zu halten, indem er Viggo immer wieder neuen Begebenheiten aussetzt, in denen er sich beweisen muss. Durch die an geschickt gewählten Szenen platzierten Perspektivwechsel wird noch mehr Spannung aufgebaut und zeitgleich erfahren wir etwas über die Intention, die Loki zu Viggos Reise in die Vergangenheit veranlasst hat. Ein absolut toller Auftakt einer lesenswerten neuen Reihe. Viggo ist aufgrund seiner Art einem gleich sympathisch und man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite stets mit ihm mit. Durch die Perspektivwechsel lernen wir Loki etwas besser kennen, der, obwohl er ja ein verschlagener, heimtückischer Gott ist, doch einfach nur cool rüberkommt. Je weiter es im Buch vorangeht, desto spannender und dichter wird die Geschichte und entwickelt sich definitiv zum Pageturner.
Fazit:
Viking Warriors ist das neue Percy Jackson!!! Tolle Story, genial mit der Nordischen Mythologie rund um Odin, Loki& dem Leben der Wikinger verknüpft. Eine spannende, lustige und actiongeladene Geschichte. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die im Frühjahr erscheinen wird.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Henning Juul - Die 4. !!!

Gejagt
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Für welches Geheimnis würden sie töten?

Nach dem Tod ihres Vaters nimmt sich Hedda Hellberg eine Auszeit – und taucht nicht wieder auf. Als Henning Juuls Exfrau Nora von dem Verschwinden ihrer ehemaligen ...

Für welches Geheimnis würden sie töten?

Nach dem Tod ihres Vaters nimmt sich Hedda Hellberg eine Auszeit – und taucht nicht wieder auf. Als Henning Juuls Exfrau Nora von dem Verschwinden ihrer ehemaligen Schulfreundin erfährt, kann sie nicht glauben, dass diese freiwillig ihre Familie verlassen hat. Schnell findet sie heraus, dass Hedda in einen schwedischen Mordfall verwickelt ist. Als Nora bei ihren Nachforschungen stecken bleibt, wendet sie sich an Henning – und bald befindet sich das Expaar auf gefährlichem Terrain. Denn irgendjemand ist bereit zu töten, um eines der dunkelsten Geheimnisse der europäischen Geschichte zu bewahren....

Im 4. Band der Henning-Juul-Reihe kommt gleich zu Beginn Fahrt auf und es bleibt stets ungemein spannend. Denn zum einen ermittelt Henning weiterhin an seinem persönlichen Fall, um den Mörder seines Sohnes und Zerstörer seines Lebens zu finden und zum anderen ist Hennings Exfrau auf eine überaus interessante Geschichte gestoßen. Dabei gerät sie selbst jedoch so tief in die Sache hinein, dass ein Ausweg immer weniger möglich wird, wäre da nicht Henning. Mit diesem 4. Teil ist Thomas Enger ein sehr guter Krimi-Roman gelungen, der vor allem durch die gut plazierten Wendungen und Erkenntnisse stets an Tempo noch zulegen kann und am Ende zu einem wahren Page-Turner wird. Zeitgleich kommt auch Vorfreude auf einen 5. Band auf!!!

Veröffentlicht am 09.02.2020

Cold Case – der Erste Fall für Tess – eine Reihe mit Potential nach oben!!!

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Ein Serienmörder ist nach Jahren der Ruhe zurück und lauert Frauen früh morgens in ihren Häusern auf, überfällt und tötet sie und verwindet wieder ohne eine jegliche Spur zu hinterlassen. Doch eines Tages ...


Ein Serienmörder ist nach Jahren der Ruhe zurück und lauert Frauen früh morgens in ihren Häusern auf, überfällt und tötet sie und verwindet wieder ohne eine jegliche Spur zu hinterlassen. Doch eines Tages macht er einen Fehler. An einem Tatort hat er DNA-Spuren hinterlassen, die auf einen alten Vermisstenfall aus dem Jahre 2002 hinweisen. Das ruft Tess Hjalmarsson mit ihrem Cold Case Team auf den Plan und rollt nochmals die Ermittlungen von damals auf. Hängt das spurlose Verschwinden der jungen Annika tatsächlich mit den aktuellen Serienmorden zusammen, oder ist es nur eine (un)glückliche Verknüpfung von Ereignissen?
Durch das Hineinwerfen direkt in die Story mit dem Prolog und dem sich daraus entwickelnden Fall samt der Rückblicke ins Jahr 2002 zu dem Cold Case Fall von Annika, brauchte die Story keinen langen Anlauf, was ich sehr begrüße. Die ungemein dichte und spannende Atmosphäre in den ersten Zeiten fangen einem beim Lesen sofort ein. Als Leser gefangen in 2 Zeiten, die mit der Zeit, mit jeder gelesen Seite immer mehr zu einem Ziel führen, erleben wir sowohl das Geschehen als auch die Ermittlungen sehr gut mit. Leider wird diesen Ermittlungen stellenweise durch ein wenig zu viel Privatleben der Ermittler das Tempo genommen. Trotzdem schafft es die Autorin durch die platzierten Cliffhanger, die Spannung aufrecht zu erhalten.

Ich finde den Schreibstil sehr angenehm und verleitet einen immer weiterzulesen. Die gelegentlichen witzigen Sprüche von Tess Kollegin und die stetig zunehmenden Infos über die handelnden Charakteren lassen Sympathien immer mehr wachsen, sodass ich von Seite zu Seite immer mehr mit dem Ermittler-Team mitfiebere und das Geschehen weiter mitverfolgen möchte. Eine tolle Idee finde ich zudem, dass vorne auf den ersten Seiten eine gezeichnete Landkarte ist um sich orientieren zu können und im hinteren Teil des Buches eine kleine Zusammenstellung des Cold Case Teams samt ein paar Infos.

Nach dem Lesen muss ich rückblickend leider sagen, dass mir das gewisse Etwas an der Story fehlte. Das Buch war gut, aber nicht überragend und für mich definitiv kein Thriller, sondern ein Krimi, da einfach die Action, der Thrill an sich gefehlt hat um ein Page-Turner zu werden. Es war mehr die eigene Neugierde, die einem zum Weiterlesen verleitet hat.
Da ich viele skandinavische Bücher lese, hab ich auch eine gewisse Erwartung an sie und diese Erwartung wurde leider nur zum Teil erfüllt.
ABER: das Team um Tess mit all seinen Stärken, Schwächen, Charaktereigenschaften ist absolut sympathisch, die Idee mit den Cold Case Fällen ist super und ich würde sagen, da ist absolut noch Potential nach oben. Von daher bin ich sehr auf das nächste Frühjahr gespannt, wenn der 2. Teil herauskommt und gebe der Autorin und ihrem Schaffen definitiv noch eine 2. Chance =)

  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.11.2018

Ein solider Thriller mit einem leider enttäuschenden Ende

Das falsche Kind
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Sasha kommt nach einem Notkaiserschnitt wieder zu sich und alles ist auf einmal anders, nicht so wie sie es wollte. Erst das Kind zu früh auf die Welt gekommen, dann in diesem seltsam schäbigen Krankenhaus ...

Sasha kommt nach einem Notkaiserschnitt wieder zu sich und alles ist auf einmal anders, nicht so wie sie es wollte. Erst das Kind zu früh auf die Welt gekommen, dann in diesem seltsam schäbigen Krankenhaus und zu guter Letzt, hat sie angeblich einen Jungen und nicht ein Mädchen geboren. Doch wie kann das sein? Ihr Mann Mark ist auch erst nicht auffindbar und als sie das erste Mal ihr Baby sieht, empfindet sie eher Ablehnung anstatt Zuneigung. Das ist nicht ihr kleines Baby, was sie 33 Wochen in sich hatte - sie weiß das und fühlt es. Wurde die Kleine vertauscht? Warum verhalten sich alle so seltsam und wieso will ihr niemand glauben? Wird sie am Ende ihr Kind in den Armen halten?

Fragen über Fragen, die einem beim Lesen aufkommen und man am liebsten so schnell wie möglich beantwortet haben möchte. Die anfängliche Spannung steigt immer weiter und bleibt bis zu dem überraschenden Finale. Die kurzen Rückblenden geben wunderbar einen Einblick in das frühere Leben von Sasha und Mark mit samt ihren Problemen, Ängsten und Vorkommnissen und führen somit zu einer weiteren Steigerung der Spannung und lässt einem beim Lesen Rätseln, wie es weitergehen könnte. Die Autorin schafft es mit wenigen Mitteln eine bedrückende Krankenhaus-Atmosphäre zu erschaffen, in der Sascha fast hilflos gefangen zu sein scheint.

Die Leseprobe hatte mich schon sehr begeistert und so war es für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Die kurzen Kapiteln lesen sich sehr flüssig und man baut schnell zu Sasha eine Beziehung auf. Fühlt mit ihr, leidet und nervt sich auch über die sich seltsam verhaltene Krankenschwester Ursula und den anderen, wie dem Ärzteteam oder ihren Mann Mark. In was für eine Hölle ist sie da nur geraten?

Für viele, die diese Buch gelesen haben oder auch noch lesen werden, ist diese Geschichte kein Thriller, doch dazu muss ich folgendes sagen:
Natürlich ist hier kein Gemetzel, oder eine rasante Verfolgungsjagd, bzw. Katz-Maus-Spiel zwischen Täter und Ermittler vorhanden, jedoch ist es definitiv so, dass Sasha sich gegen moralische, seelische und quasi physische Gewalteinwirkung, seitens ihres Mannes, der Schwiegereltern und des Klinikpersonals samt Ärzte behaupten muss. Wir haben die typischen Elemente vorhanden, wie einen weiten Spannungsbogen - seit des Wachwerdens - einige Cliffhanger durch das Wechseln der Perspektiven zwischen Mark und Sasha und da zudem noch ein emotionaler Konflikt vorhanden ist, könnte man auch von einem Psychothriller sprechen. Für mich sind die typischen Elementen von Thrillern vorhanden, auch wenn es hier eher ein "seichter" sein mag.

Es war spannend bis zum Schluss bis die ganze Wahrheit ans Licht kam. Stellenweise hatte es Anflüge eines wahren Pageturner-Thrillers, jedoch lässt mich das Ende etwas unbefriedigt - vielleicht sogar ein stückweit enttäuscht zurück. Hier hat die Autorin leider Potential verschenkt, sodass ich lediglich 3,5 Sterne vergeben kann.

  • Cover
  • Handlung
  • Psychologie
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2018

The House – ein guter Thriller, der anders als anfangs vermutet verläuft

The House - Du warst nie wirklich sicher
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Jack und Syd wollen ihren Traum vom eigenen Haus in London verwirklichen und kommen, wie durch ein Wunder zu diesem Haus mit all seinen Gegenständen des Vorbesitzers. Ein altes Haus mit Charme, wenn nicht ...

Jack und Syd wollen ihren Traum vom eigenen Haus in London verwirklichen und kommen, wie durch ein Wunder zu diesem Haus mit all seinen Gegenständen des Vorbesitzers. Ein altes Haus mit Charme, wenn nicht diese ausgestopften Tiere wären, doch es muss etwas in dem Haus sein, was seine Bewohner in Angst und Schrecken versetzt, sonst würde wir nicht diese Zeilen von Jack und Syd im Wechsel als Tagebucheinträge lesen.
Von Neugier und Zufall getrieben, lernt Syd Elsie das Nachbarmädchen kennen und sie schließen mehr oder minder Freundschaft, soweit es Elsie aufgrund ihres strengen Vaters erlaubt ist. Im weiteren Verlauf zeigt sich, dass die erst vermutete Mystery-Geschichte in eine ganz andere Richtung verläuft. Denn wir erfahren immer mehr von Syds grausamer Vergangenheit. Ob und was das für Syd und Jack bedeutet und wieso die Polizei plötzlich vor der Türe steht, wird hier nun nicht verraten.

Durch die Perspektivwechsel erfahren wir jeweils aus der Sicht des Anderen den Tagesablauf, seine Gefühlswelt, Emotionen pur. Ein toller Einblick in die Seele unserer Protagonisten.
Finde diese Wechsel sind sehr gut gelungen und man kann sie hervorragend auseinander halten und dabei mit den beiden mitfiebern, was kommt bzw. passiert ist. Jack als der eher korrekte und ruhigerer von beiden ist ein stückweit vorsichtiger als Syd, die impulsiv und draufgängerisch agiert, doch gleichzeitig auch eine liebenswerte Seite besitzt.

Es liest sich sehr flüssig und durch die Wechsel kommt es immer wieder zu kleinen Cliffhangern, was das Lesen der Geschichte weiter fördert. Die Spannung baut sich dabei nur langsam auf, was mir allerdings sehr gut gefällt und den Thriller für mich sehr spannend macht, denn diese leicht subtile Art der Informationsstreuung durch die Perspektivwechsel und die dabei gemachten Andeutungen reichen absolut aus, um an das Buch gefesselt zu werden. Als die Polizei dann auftauchte, flogen die Seiten nur noch so dahin.

Auch wenn es nun kein Mystery-Thriller wurde, finde ich es trotzdem sehr spannend geschrieben und bin begeistert von der Dynamik, die sich mit voranschreitender Lesedauer entwickelt. Die Emotionen von Jack und Syd übertragen sich schnell auf mich als Leser, sodass ich mitfiebere, hasse und leide.

Jedoch muss ich abschließend sagen, dass es zwar ein gutes Buch war mit einer überraschenden Wendung im mittleren Teil und einem interessanten Schreibstil, wobei mir der letzte dicke WOW-Effekt am Ende leider gefehlt hat. Schade eigentlich, da wäre noch ein bisschen mehr drin gewesen. Alles in allem ein guter und solider Thriller., weswegen ich 3,5 von 5 vergebe.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Psychologie
  • Erzählstil
  • Spannung