Profilbild von Tuffydrops

Tuffydrops

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Tuffydrops ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tuffydrops über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2019

Leider nicht mein Fall

The Hurting
0 0

"The Hurting" ist wohl ein etwas anderes Jugendbuch mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Wie schon im Klappentext zu sehen, haben wir es mit einer Mischung aus Liebesgeschichte, aber auch Thriller/Krimielementen ...

"The Hurting" ist wohl ein etwas anderes Jugendbuch mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Wie schon im Klappentext zu sehen, haben wir es mit einer Mischung aus Liebesgeschichte, aber auch Thriller/Krimielementen zu tun. Diese Mischung mag für den ein oder anderen zwar klasse sein, aber mich konnte sie leider nicht überzeugen und ab einem gewissen Punkt habe ich das lesen nur noch als anstrengend empfunden.

Nell lebt zusammen mit ihrem Vater und ihrer Schwester in Norwegen. Aufgrund der Erkrankung von Nell's Schwester dreht sich der Alltag sehr um sie und Nell kommt öfter mal zu kurz. Abgesehen davon, habe ich Nell's Familie als sehr unsympathisch empfunden, da der Umgang mit Nell alles anderes als liebevoll ist. Die Beziehung zwischen Nell und ihrer Schwester Harper ist mir bis zum Ende des Buches ein Rätsel geblieben. Denn auf der einen Seite ist ihre Geschwisterlieber sehr groß, aber auf der anderen Seite ist sie in manchen Momenten einfach nicht vorhanden und man könnte meinen, dass die beiden sich absolut nicht leiden können. Natürlich ist Harper's Situation bedingt durch ihre Erkrankung nicht leicht, allerdings rechtfertigt diese es nicht, ihre Schwester so mies zu behandeln. Gleiches gilt auch für Nell's Vater. Er ist sehr religiös und zugleich Alkoholabhängig weshalb er zu Wutausbrüchen neigt. Dies entschuldigt aber dennoch nicht sein Verhalten, dass er für die eine Tochter alles gibt was geht, damit diese wieder gesund wird und die andere im Gegensatz dazu wie Dreck behandelt und sie nicht bei ihren Träumen und Wünschen unterstützt.

Nell ist ein junges Mädchen mit eigenen Träumen und wenn es nach ihr gegangen wäre, wäre sie erst gar nicht in Norwegen gelandet, sondern immer noch in ihrem alten Zuhause in Manchester. Von daher kommt ihr die Begegnung mit Lukas eigentlich nur gelegen, da sie eine Bezugsperson gebraucht hat, da ihr bester Freund leider sehr weit weg ist und nicht immer helfen kann. Allerdings wird spätestens ab hier sehr deutlich wie jung unsere Protagonistin ist, da sie ziemlich naiv denkt, handelt und leider nicht nochmal genauer über alles nachdenkt. Sie spricht nach der Begegnung mit Lukas von Liebe auf den ersten Blick. Ehrlich gesagt ist das irgendwie völlig an mir vorbeigegangen. Na klar glaube ich, dass es so etwas wirklich gibt, aber für mich war es hier in dieser Situation einfach zu nebensächlich, zu klein, um daraus etwas so großes zu machen. Allerdings war dies der Auslöser für Nell's handeln, sodass man getrost sagen kann, dass sie blind vor Liebe war, wobei man in ihrem Alter noch nicht unbedingt weiß was Liebe überhaupt ist. Das einzig positive, ihr wird selbst irgendwann klar, dass ihre Liebe größer ist, als die von Lukas und das sie sich in eine Situation reinmanövriert hat, aus die sie schnellstmöglich wieder heraus muss..

Lukas war für mich die komplette Geschichte über nicht richtig greifbar. Bei dem ersten Treffen mit Nell dachte ich erst noch an einen netten, mysteriösen Jungen, aber es hat nicht lange gedauert, da ist er mir komplett entglitten und ich konnte mit ihm nichts mehr anfangen und alles wurde für mich nur noch seltsamer. Seine komplette Familiengeschichte, seine Tat, seine Handlungen, all dies hat mir irgendwann nur noch Fragezeichen ins Gesicht gezaubert. Das soll nun nicht heißen, dass ich die Geschichte nicht verstanden habe, sondern eher das mir die Geschehnisse so völlig realtitäsfern waren, dass ich mich nicht richtig in die Geschichte vertiefen konnte, da mir die gesamte Handlung seltsam erschien.

Zu Beginn gefiel mir der Schreibstil prinzipiell ganz gut, da er kurz und knackig ist und man die Seiten gut lesen konnte. Das hat sich bis zum Ende hin auch nicht viel geändert, allerdings waren die Sätze stellenweise etwas holprig geschrieben, sodass ich beim Lesen den Faden verloren habe und kurzzeitig der Handlung nicht mehr folgen konnte. Ansonsten ist das Buch aus der Sicht von Nell in der Ich-Perspektive geschrieben. Gelegentlich gibt es Kapitel aus der Sicht von Lukas, allerdings haben sie mir beim lesen nicht geholfen, sondern eher mehr Verwirrung hinterlassen.

Fazit:
Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen, trotz interessantem Klappentext und schönes Setting in Norwegen. Die Charaktere waren eher unsympathisch, anstrengend und es fehlte ihnen an Tiefe. Der Klappentext macht zwar neugierig, verrät aber leider auch schon viel zu viel vom eigentlichen Inhalt, sodass jegliche Spannungen sowie Überraschungen vorweg genommen werden.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Ein Buch das zum Nachdenken anregt

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
0 0

Bisher habe ich noch nicht viele Bücher von Ava gelesen, genau genommen erst zwei. Eins davon hat mir wirklich gut gefallen, eins leider eher weniger. Dies hält mich jedoch nicht davon ab, dass ich weitere ...

Bisher habe ich noch nicht viele Bücher von Ava gelesen, genau genommen erst zwei. Eins davon hat mir wirklich gut gefallen, eins leider eher weniger. Dies hält mich jedoch nicht davon ab, dass ich weitere Bücher von ihr auf meiner Wunschliste habe und bei "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen." direkt neugierig auf den Inhalt geworden bin. Denn seien wir mal ehrlich, wir standen vermutlich alle schon vor genau den gleichen Fragen wie Leni, wie es mit uns nach der Schule weiter gehen soll und hatten unsere Probleme diese Fragen zu beantworten bzw. haben eine ganze Weile gebraucht bis wir zu einer Lösung gekommen sind. Die einen gingen vielleicht etwas leichtfertiger mit diesen Fragen um, bei anderen ging es mit seinen Ängsten möglicherweise schon in die gleiche Richtung wie bei Leni. Ich persönlich habe wohl eher zu der Sorte gehört, die leichtfertiger damit umgegangen sind, aber das heißt nicht, dass ich keine Zukunftsängste gehabt habe, nur waren sie bei mir nicht so ausgeprägt. Meine damaligen Ängste haben sich eher auf bevorstehende Klausuren bezogen. Dieses Buch hat mir verdeutlicht, dass es nicht bei jedem so unbeschwert ablaufen muss wie es bei mir der Fall war, sondern auch ganz anders aussehen kann.

Zu Beginn des Buches lernen wir ein fröhliches Mädchen kennen, dass unbeschwert mit ihrer Freundin scherzt und ein normales Leben führt. Es ist erschreckend wie sich dieses fröhliche Wesen nach nur wenigen Seiten verändert und zu einem ängstlichen und in sich gekehrten Menschen entwickelt. Leni's Entwicklung ist sehr authentisch beschrieben und durch die bedachten, gewählten Worte leidet man mit Leni mit. Durch ihre Tagebucheinträge, die von Ava selbst geschrieben und gezeichnet wurden, wird die Authentizität noch weiter unterstützt und bringt Leni's Leiden dem Leser noch viel näher. Die Stimmung im Buch ist ziemlich bedrückend aufgrund von Leni's Krankheitsgeschichte, sodass ich das Buch gelegentlich zur Seite legen musste, da ich etwas anderes zur Abwechslung lesen musste, da mich das Ganze zu sehr mitgenommen und runtergezogen hat. Daran erkennt man allerdings wie wunderbar Ava mit ihren Worten umgehen kann, denn obwohl das Buch relativ kurz ist, beinhaltet es durch die Wortwahl eine große, umfangreiche und wichtige Geschichte.

Was mir recht gut gefallen hat ist, dass Leni sehr schnell bewusst wurde, das mit ihr etwas nicht stimmt und sie Hilfe benötigt. Ich habe zwar weiter oben erwähnt, dass die Geschichte sehr authentisch ist, allerdings glaube ich an dieser Stelle, dass es eher ungewöhnlich ist, das Betroffene nach so kurzer Zeit sich selbst eingestehen, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und sie Hilfe brauchen. Diese Einsicht zeigt jedoch wie stark Leni ist und das sie wieder zurück in ihr altes Leben möchte.

Wirklich schön dargestellt ist, dass Leni diesen schweren Weg definitiv nicht alleine gehen muss, sondern Unterstützung durch ihre Eltern und ihre beste Freundin Emma bekommt. Nicht nur für Leni ist es besonders schwer und anstrengend, sondern auch für ihre Eltern und Emma ist es kräftezehrend, da sie zunächst nicht wissen was mit Leni überhaupt los ist und sie ihr einfach nur helfen möchten. Besonders ins Herz geschlossen habe ich dabei Leni's Freundin Emma. Man merkt wie viel ihr ihre Freundschaft zu Leni bedeutet und warum sie versucht alles für ihre Freundin zu tun. Sie möchte ihr unbedingt helfen, aber ist leider total hilflos, da Leni sie einfach nicht an sich heran lässt. Emma ist ihr aber dennoch eine große Stütze, auch wenn es für sie absolut keine einfache Situation ist und sie auch darunter leidet wie schlecht es ihrer Freundin geht. Ich denke, dass es an Emma's Stelle auch nicht selbstverständlich ist, dass sie an Leni's Seite bleibt, sie hätte sich genauso gut von ihrer Freundin abwenden können.

Bei vielen habe ich bisher gelesen, dass sie den Schreibstil in dem Buch wahnsinnig toll fanden. Dieser hat mir leider eher ein paar Probleme bereitet. Das lag aber mehr daran, dass mich die kurzen Sätze manchmal ziemlich ins stolpern gebracht haben und nicht das mir die Art und Weise der Formulierungen nicht gefallen hat. Denn die Auswahl der verwendeteten Worte wurde hier mit sehr viel Bedacht und Liebe gewählt, sodass sich die Geschichte nach viel mehr anfühlt, als die paar Seiten mit bloßem Auge erkennen lassen. Dadurch das es sich allerdings um ein Jugendbuch handelt, passt der Schreibstil dennoch zum Buch und der enthaltenen Geschichte und wird durch die schönen, handschriftlichen Tagebucheinträge abgerundet.

Leni's Geschichte benötigt nicht viele überrraschende Wendungen im Verlauf des Buches um den Leser bei Laune zu halten. Die Seiten vergehen beim Lesen sehr schnell, da man wissen möchte wie es Leni ergeht und ob sich ihr Zustand verbessert. Dabei ist es schön zu sehen, dass sie neue Freunde findet, die entweder ähnliche Probleme haben oder sogar mit ganz anderen zu kämpfen haben. Hierbei hätte ich mir allerdings gewünscht, dass diese Personen nicht nur kleine Randfiguren geblieben wären, sondern dass man sie und ihre Krankheit noch genauer kennen gelernt hätte und dem Ganzen an dieser Stelle noch mehr Tiefe verleiht hätte. Generell wären ein paar mehr Seiten im Buch schön gewesen, da mir besonders zum Ende hin die Handlung viel zu schnell von statten ging und alles ziemlich gehetzt wirkte.


Fazit:
"Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen." sensibilisert ein wichtiges Thema und regt den Leser an sich mehr damit zu beschäftigen. Die Geschichte wirkt sehr echt und berührt den Leser durch seine bedachten, liebevollen Worte. Auch wenn es "nur" ein Roman ist, steht hinter der Geschichte sehr viel Wahrheit, sodass ich glaube, dass mögliche Betroffene aus diesem Buch Kraft und Hoffnung schöpfen können da ihnen vielleicht bewusst wird, das sie nicht alleine sind.

Veröffentlicht am 20.02.2019

Besser als Band 1

Torn - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
0 0

* enthält Spoiler - nur lesen wenn ihr Band 1 gelesen habt *

Nachdem mich der Auftakt der Reihe leider nicht überzeugen konnte und ich das Lesen als eher anstrengend empfunden habe, war ich aufgrund ein ...

* enthält Spoiler - nur lesen wenn ihr Band 1 gelesen habt *

Nachdem mich der Auftakt der Reihe leider nicht überzeugen konnte und ich das Lesen als eher anstrengend empfunden habe, war ich aufgrund ein paar guter Ansätze und dem fiesen Cliffhanger am Ende dennoch neugierig auf die Fortsetzung. Im ersten Band lag der Schwerpunkt sehr auf dem erotischen Aspekt, der mich irgendwann einfach nur noch genervt hat, da die eigentliche Story samt Fantasyelementen viel zu kurz gekommen ist. Dies hat sich im zweiten Band zum Glück geändert.

Die Geschichte setzt direkt an die Geschehnisse aus dem Vorgänger an. Nachdem Ivy am Ende des ersten Bandes herausgefunden hat, dass sie der besagte Halbling ist, muss sie sich zunächst einmal bewusst machen was das nun im Klartext heißt, besonders im Bezug auf ihre Beziehung zu Ren, da er vom Orden geschickt wurde um den Halbling zu töten. Mit dieser großen Last über ihre wahre Identität macht sie sich auf den Weg um eine mögliche Lösung, sowie Antworten zu finden, sodass der Prinz der Fae nicht das bekommt, weshalb er nach New Orleans gekommen ist und sie trotz ihrem Schicksal mit Ren zusammen sein kann. Durch die vorangegangenen Ereignisse und die weniger vorhandene Erotik zwischen Ivy und Ren kommt die Geschichte richtig in Fahrt, erzeugt eine gewisse Spannung und hat einige interessante Wendungen parat, die einem beim Lesen mitreißen und überraschen. Dadurch das in diesem Buch der Fokus ein anderer ist, hat mir das Lesen viel mehr Spaß gemacht und die ewigen Wiederholungen zu Ren's grünen Augen sind mir hier gar nicht mehr so negativ ins Auge gesprungen (möglicherweise kamen diese Beschreibungen aber auch einfach seltener vor :D ).

Sympathie für die Charaktere wollte bei mir aber auch in diesem Band nicht so wirklich aufkommen. Durch Ivy's Zerrissenheit war sie mir zwar nicht ganz so fremd und unsympathisch wie im vorherigen Buch, aber so richtig mitfühlen und mich in sie hineinversetzen konnte ich mich auch nicht. Tink hingegen hat mich dieses mal sehr überrascht, da er nicht nur der kleine, süße Brownie ist wie vorher angenommen, sondern sein Wesen eine wirkliche Überraschung bereit hält. Ich habe auch das Gefühl, dass er im weiteren Verlauf der Geschichte möglicherweise noch eine ziemlich wichtige Rolle spielen wird. Allerdings finde ich, dass die Art und Weise wie er sich mitteilt und er agiert nicht so richtig zu seinem Alter bzw. seinem Wesen passt. Es wirkt für mich einfach zu kindlich und aufgesetzt.

Zum Prinzen der Fae kann ich leider nicht viel sagen, da ich von ihm als Bösewicht leider recht enttäuscht bin und hier einfach mehr erwartet habe. Furchteinflößender, dunkler, böser, einfach eine größere Bedrohung, die er darstellt, aber das kommt nicht so richtig rüber. Er verkörpert eher einen perversen Widerling, aber keinen bösen Fae bei dem alle anfangen zu zittern und sich fürchten.

Fazit:
Auch wenn die Reihe für mich eher kein Highlight darstellt, ließ sich der zweite Band deutlich besser lesen als der erste und ich bin gespannt wie es im dritten Band enden wird.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Anstrengend...

Wicked - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
0 0

Seit geraumer Zeit bin ich ein Fan der Bücher von Jennifer L. Armentrout und konnte die "Obsidian"-Reihe, sowie "Dark Elements" kaum aus der Hand legen. Demnach war meine Begeisterung ziemlich groß, nachdem ...

Seit geraumer Zeit bin ich ein Fan der Bücher von Jennifer L. Armentrout und konnte die "Obsidian"-Reihe, sowie "Dark Elements" kaum aus der Hand legen. Demnach war meine Begeisterung ziemlich groß, nachdem ich im letzten Jahr gesehen habe, dass es eine neue Trilogie geben wird. Der Klappentext klang für mich sehr vielversprechend, weshalb ich das Lesen des ersten Bandes erstmal aufgeschoben habe, da zwischen dem Erscheinen der Bücher ein paar Monate liegen und ich sie gerne zeitnah hintereinander lesen wollte, damit mir die Ereignisse alle frisch im Kopf bleiben. Nachdem ich nun Band 1 gelesen habe, muss ich leider sagen, dass von meiner anfänglichen Euphorie über die neue Reihe nicht mehr allzu viel vorhanden ist und ich die positiven Meinungen nicht richtig nachvollziehen kann. Vermutlich liegt das wieder an den unterschiedlichen Geschmäckern und den eigenen Erwartungen, die in einem beim Lesen des Klappentextes geweckt werden und bei mir scheinbar ganz andere waren.

Der Klappentext lässt auf einen Fantasyroman schließen, der eine mögliche Liebesbeziehung mitsamt Erotikszenen enthält, denn wir befinden uns in New Orleans wo Fae ihr Unwesen treiben und ein geheimer Orden versucht die Menschen vor ihnen zu beschützen. Der Fantasypart hat mir in dem Buch auch ziemlich gut gefallen, da er interessant ist und definitiv neugierig macht. An gewissen Stellen ist es möglicherweise etwas vorhersehbar, aber das hat mich nicht weiter gestört. Was mich jedoch gestört hat, ist das diese angerissene Fantasygeschichte durch eine plumpe und aufgesetzte, nennen wir es mal, Liebesgeschichte denn meine alternative Bezeichnung kann ich an dieser Stelle nicht nennen :D, in den Hintergrund gerückt wird, da der Sex und die Erotik ab einem gewissen Zeitpunkt im Vordergrund stehen. Aber beginnen wir ganz am Anfang, denn den Sex gibt es auf den ersten Seiten erstmal nicht, da betont wird das Ivy nur einmal welchen mit ihrem Ex hatte. Ivy und Ren treffen recht früh aufeinander, da sie beide für den Orden arbeiten. Ren ist wie im Klappentext schon erwähnt attraktiv, arrogant und viel zu sehr von sich selbst überzeugt, da ihm durchaus bewusst, dass er gut aussieht. Und falls diese offensichtlichen Fakten dem Leser nicht schon ausreichen würden, werden diese Merkmale immer und immer wieder wiederholt, besonders Ren's grüne Augen. Diese Wiederholungen waren einfach nur nervig und haben den Eindruck erweckt, dass die Seiten des Buches irgendwie gefüllt werden mussten. Das einzig positive an diesen Beschreibungen, war die Kreativität an der Vielfalt der Darstellung von Ren's Augen, da sie stehts unterschiedlich waren. Ivy ist eine starke und mutige Protagonistin, die sich nichts gefallen lässt und ihre eigenen Kopf hat. Aus diesem Grund kann sie sich auch nicht auf Ren einlassen und belügt sich im Prinzip die ganze Zeit selbst, da ihre Gedanken etwas ganz anderes sagen und ich Ivy am liebsten geschüttelt hätte, dass sie sich ihre Gefühle endlich eingestehen soll, anstatt die ganze Zeit wie um rohe Eier herum zu tanzen, da es ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur anstrengend für mich war. Ihre Zweifel hindern die beiden jedoch nicht daran, ständig zweideutige Anspielungen fallen zu lassen, da Ren eindeutig mehr will und das direkt von Anfang an, was bei mir mehr als einmal Anlass gab meine Augen zu verdrehen. Gegen eine Liebesbeziehung in einem Fantasyroman habe ich prinzipiell nichts, allerdings finde ich, dass hier die Umsetzung einfach nicht gelungen ist. Es fehlt das gewisse Knistern und die Annäherung der beiden ist einfach zu direkt, zu schnell und zu plump. Zudem steht das Verlangen der beiden viel zu sehr im Vordergrund und drückt die eigentliche Geschichte in den Hintergrund, was ich sehr schade finde, denn diese hatte durchaus Potenzial.

Das Charakterdesign war für mich leider auch nur mehr als oberflächlich und zu wenig ausgearbeitet. Sei es bei den Hauptprotagonisten oder den Nebencharakteren. Zu Ren und Ivy erfährt man zwar ein paar Hintergrundinfos, aber diese haben mir leider nicht gereicht um mir ein genaues Bild der beiden zu machen, ich konnte sie einfach nicht richtig greifen. Hinzu kam, dass mir Ivy einfach nicht sympathisch war und ich so gar nicht warm mit ihr wurde. Einzig ihre Schlagabtausche mit ihrem kleinen Mitbewohner Tink waren ganz amüsant und haben mich ab und zu zum schmunzeln gebracht. Allerdings hatte ich bei Tink die ganze Zeit ein anderes Buch im Hinterkopf, bei dem es ein ähnliches Wesen als Mitbewohner gibt, nur leider will mir der Buchtitel einfach nicht einfallen, sodass ich das Ganze als Kopie im Kopf hatte.

Zum Schreibstil lässt sich nicht allzu viel sagen, da er wie gewohnt flüssig und einfach zu lesen ist, sodass man zügig durch das Buch kommt. Allerdings finde ich viele Formulierungen, sowie Andeutungen zu bekannten Filmen und Serien eher unpassend und "Too much", da es für mich einfach nicht so richtig zu dem Setting passen möchte.

Fazit:
Ein schwacher Reihenauftakt, dessen Schwerpunkt für mich leider falsch gesetzt wurde. Trotz viel Kritik bin ich dennoch neugierig darauf wie es weiter geht, da es viele gute Fantasyansätze und einen fiesen Cliffhanger gibt, sodass ich die Reihe weiter verfolgen werde und hoffe, dass sich die Erotikszenen reduzieren bzw. ich darüber hinweglesen kann.

Veröffentlicht am 31.12.2018

Ganz nett, aber kein Muss

Ein Laden voller Hygge-Glück
0 0

Das Cover von "Ein Laden voller Hygge-Glück" sieht sehr süß aus und auch der Klappentext hat einen gewissen Anreiz gegegeben sich das Buch einmal näher anzuschauen. Zudem war ich neugierig wie hier das ...

Das Cover von "Ein Laden voller Hygge-Glück" sieht sehr süß aus und auch der Klappentext hat einen gewissen Anreiz gegegeben sich das Buch einmal näher anzuschauen. Zudem war ich neugierig wie hier das Thema "Hygge" aufgezogen und umgesetzt wurde, da man im Moment ziemlich häufig über diesen Begriff stolpert.

Ehrlich gesagt hatte ich ziemliche Schwierigkeiten in die Geschichte reinzufinden und bin weder mit ihr noch mit den verschiedenen Protagonisten warm geworden. Großteils habe ich die Charaktere als seltsam und anstrengend empfunden und konnte einfach keinen Draht zu ihnen finden, besonders Lady CaCa war für mich einfach nur nervig. In Clara konnte man sich in der ein oder anderen Situation hinein versetzen und ihre Gefühle nachvollziehen, allerdings waren mir ihre Gedankengänge oftmals nicht schlüssig, allen voran ihre anfänglichen Beweggründe den Laden einer wildfremden Person zu übernehmen. Im Laufe der Zeit wurden ihre Gründe zwar klarer, aber dies hat für mich leider nicht ausgereicht um sie so richtig in mein Herz zu schließen.

Mit Joe konnte ich am Anfang leider so gar nichts anfangen. Er war einfach nur unsympathisch und alles andere als charmant. Erst im Laufe der Zeit wurde es besser, da er aus seiner stressigen Alltagsroutine ausgebrochen ist und dank Clara zur Ruhe kommen konnte. Mir hat seine Wandlung ziemlich gut gefallen, vor allem auch, da man stellenweise Einblick in seine Gedankengänge bekommen hat und somit die Geschichte nicht nur aus Sicht von Clara mitverfolgt hat.

Bezüglich der hyggeligen Stimmung hat mir leider einfach noch mehr gefehlt. Die Gemütlichkeit in der Wohnung und auch das tolle Ambiente im Spielzeugladen sind schon sehr gut zur Geltung gekommen, aber im Großen und Ganzen hat mir mehr Atmosphäre gefehlt, vor allem in Anbetracht der Jahreszeit, da es im Winter in einem kleinen englischen Örtchen kurz vor Weihnachten spielt.

Das Anbahnen der Liebesgeschichte habe ich beim lesen scheinbar überlesen, wobei es da aus Sicht von Joe schon ein paar Andeutungen gab. Um so überrraschender war es dann für mich, dass Clara genauso empfindet. Allerdings waren die beiden sehr süß, besonders am Ende.

Trotz einiger holprigen Stellen für mich beim Inhalt, ist der Schreibstil locker und leicht, sodass sich das Buch zügig und gut lesen lässt. Auch wenn Clara Dänin ist waren für mich die dänischen Begriffe manchmal überflüssig, da mir oftmals eine Erklärung gefehlt hat und ich somit leider in der jeweiligen Situation wenig damit anfangen konnte.

Fazit:
Eine recht süße Geschichte über das entfliehen aus dem Alltag, mit einigen hyggeligen Momenten, allerdings auch mit ein paar Schwachstellen.