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Veröffentlicht am 17.10.2019

Schwaches Finale

Brave - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Nachdem mir die beiden vorherigen Bände leider nicht so gut gefallen haben, habe ich das Lesen des Abschlussbandes ziemlich hinausgezögert, da mir einfach die Lust auf den Inhalt gefehlt hat. Zum einen ...

Nachdem mir die beiden vorherigen Bände leider nicht so gut gefallen haben, habe ich das Lesen des Abschlussbandes ziemlich hinausgezögert, da mir einfach die Lust auf den Inhalt gefehlt hat. Zum einen wollte ich zwar wissen wie es ausgeht, aber zum anderen konnte ich mich eine ganze Weile einfach nicht aufraffen dieses Buch in die Hand zu nehmen. Letzten Endes habe ich den dritten Band nun gelesen und bin ehrlich gesagt froh, dass ich es nun hinter mir habe :D Anfangs war meine Freude riesengroß über die Reihe, da sich der Inhalt wirklich gut anhört, aber leider war die Umsetzung und die Protagonisten leider so gar nicht mein Falll.

Wie schon Band 2, setzt auch Band 3 direkt an die vorangegangenen Geschehnisse an. Auch wenn demnächst noch ein weiterer Band erscheint, hatte ich die Hoffnung, dass die Geschichte von Ivy und Ren gebührend abgeschlossen wird und der letzte Band die komplette Reihe vielleicht noch einmal aufwertet und besser wird als seine beiden Vorgänger. Leider war dies weit ab von der Realität, zumindest von meiner. Anfangs war es wirklich schwierig sich wieder in die Geschichte zu finden, da in der ersten Hälfte des Buches nur sehr wenig passiert und sich das Ganze arg in die Länge zieht. Es dreht sich um Ivy und wie sie nach den Geschehnisse aus dem vorherigen Band fertig wird, aber alles in einer so unspektakulären Art und Weise, dass ich gelegentlich ein paar Seiten übersprungen habe, besonders die Erotikszenen. Erst sehr spät nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und wurde mit ihrem Plotttwist dann sogar noch recht spannend. Ich finde es schade, dass das erst so spät passiert ist, weil man daraus vermutlich noch etwas mehr hätte machen können, vor allem ohne die langgezogenen und belanglosen Szenen im Vorfeld, denn irgendwie stand in diesem Buch die eigentliche Story nicht so richtig im Vordergrund, sondern eher die ständige Beziehungskrise zwischen Ren und Ivy. Das Ende des Buches ist eher unbefriedigend und viel zu offen. Einiges wurde einfach nicht aufgeklärt und lässt den Leser leider ziemlich im Regen stehen. Vermutlich wird dies alles im nächsten Band erklärt, allerdings steige ich an diesem Punkt aus, da mich die paar positiven Punkte leider nicht so sehr umstimmen können, als dass ich mir noch ein weiteres Buch aus der Reihe vornehmen würde.

Nach wie vor ist Tink der Sympathieträger. Ich kann mich zwar auch für ihn nicht vollends begeistern, allerdings hat er an einigen Stellen die Geschichte etwas aufgewertet, sodass man sich das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Neben den Fae, fand ich ihn und seine Herkunft am interessantesten. Nur leider erfährt man weder zu den Brownies noch zu den problematischen Fae allzu viele Hintergrundinfos., da vieles einfach nur oberflächlich angekratzt wird.
Wie ich schon für die anderen beiden Bänden geschrieben habe, sind mir Ren und Ivy nicht sympathisch und ich bin einfach seit der ersten Seite nicht wirklich warm geworden mit den beiden. Woran es genau liegt kann ich leider nicht sagen, aber irgendwie waren sie ziemlich austauschbar, weshalb sie mir vielleicht einfach zu egal waren um eine größere Bindung beim Lesen aufzubauen. Selbst ihre Liebesgeschichte konnte mich nicht fesseln. Bei ihr war ich eher an vielen Stellen einfach nur genervt und musste mit den Augen rollen.

Fazit:
Für mich war die gesamte Reihe leider eher nur Mittelmaß und enttäuschend, sodass ich nach dem letzten Band froh bin, dass es nun vorbei ist. Im Großen und Ganzen gab es gute Ansätze, allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen und an vielen Stellen hat es sich einfach sehr in die Länge gezogen.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Unnötige Fortsetzung

Cinder & Ella
3

* enthält Spoiler *

Ehrlich gesagt bin ich mir gerade nicht ganz so sicher wie ich mich nach diesem Buch nun fühlen soll. Zum einen ist da Enttäuschung, zum anderen ist da die Bestätigung gegenüber meiner ...

* enthält Spoiler *

Ehrlich gesagt bin ich mir gerade nicht ganz so sicher wie ich mich nach diesem Buch nun fühlen soll. Zum einen ist da Enttäuschung, zum anderen ist da die Bestätigung gegenüber meiner anfänglichen Gefühle gegenüber dem Buch, dass es vermutlich nicht annähernd so gut werden wird, aber dennoch bin ich froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn vermutlich hätte es mir ansonsten die ganze Zeit über keine Ruhe gelassen.

Ich bin bei solchen Fortsetzungen in der Regel grundsätzlich immer erst skeptisch und Zweifel daran, ob es nötig ist und wirklich gut werden kann. Oftmals siegt einfach die Neugier und man wird dann positiv überrascht. Dies war hier leider nicht der Fall, eher im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass dieses Buch ziemlich unnötig war und "Cinder & Ella" einfach als EInzelband hätte stehen bleiben sollen. Da dieses Buch jedoch zu meinen bisherigen Highlights in diesem Jahr zählt, hatte ich Hoffnungen, habe mich auf die Geschichte gefreut und gedacht, dass es dennoch eine süße Fortsetzung werden könnte.

Der zweite Band von "Cinder & Ella" geht fast nahtlos dort weiter wo der vorherige Band geendet hat. Ella und Brian sind seit einer Woche zusammen und sind unglaublich glücklich und genießen ihre gemeinsame Zeit. Es dauert allerdings nicht lange bis Ella zum Mittelpunkt der Medien wird, da sie nun die Freundin von einem der angesagtesten Schauspieler Hollywoods ist. Am Anfang ist ihre Denkweise noch recht unbedacht und sie erfasst noch nicht das gesamte Ausmaß der Situation in der sie sich nun befindet. Das sich nun jede Menge für sie ändern wird, ist ihr zunächst nicht klar. Da ist es toll, dass Brian gedanklich schon ein Stück weiter ist und sich Gedanken um Ella's Sicherheit macht und nur das Beste für sie möchte. Allerdings stößt er mit seinem Vorschlag nur auf die Sturheit von Ella, was es nicht wirklich einfacher macht, aber er bedrängt sie auch nicht weiter, sondern hat Verständnis.

Durch das plötzliche Interesse der Medien an Ella eröffnen sich für sie einige Möglichkeiten um in der Branche Fuß zu fassen. Über Nacht ist sie auf einmal eine Art Superstar und jeder möchte ein Stück von ihr ab haben und mit ihr zusammen arbeiten. Obwohl wir uns in Hollywood befinden war mir dieses ganze Interesse einfach eine Spur zu viel. Grob gesagt hat sie ja nichts geleistet, sondern ist "nur" die Freundin eines Schauspielers. Ihr Kennenlernen, sowie ihr Unfall und ihr nicht perfektes Aufsehen geben dem Ganzen zwar etwas Besonderes, aber dennoch war das alles einfach viel zu viel des Guten und stellenweise einfach nur übertrieben, sodass es sogar schon an Glaubwürdigkeit verloren hat. Ich kann es zwar irgendwo nachvollziehen, dass die Medien Interesse an ihr zeigen, aber in dieser Größenordnung wage ich es doch ganz stark zu bezweifeln. Der Supergau war natürlich die Menschenansammlung nach dem Kinobesuch mitsamt Exhibitionisten. Dies wirkte in dem Buch irgendwie unpassend, auch wenn hier wohl die extreme Seite des Ruhmes bzw. die Schattenseite verdeutlicht werden wollte und diese Szene wichtig für den weiteren Verlauf war.

Insgesamt habe ich mich mit den inhaltlichen Aspekten echt schwer getan. Denn im Großen und Ganzen hat man sich die Frage gestellt was genau diese Fortsetzung denn nun eigentlich erzählt. Ja , wir wollten ein Happy End. Ja, wir wollten gerne wissen wie es Brian und Ella ergeht, nachdem sie endlich zueinander gefunden haben. Das es nicht einfach wird, müsste eigentlich jedem klar gewesen sein. Allerdings geht es in dem Buch eigentlich nur um Ella und ihre Komplexe und die Schwierigkeiten für sie, die daraus resultieren. Die Szenen zwischen Brian und Ella wenn sie alleine waren, waren sogar noch das Highlight der Geschichte, da diese wirklich zuckersüß waren. Allerdings waren diese recht rar gesät. Szenen von Brian am Filmset oder ähnliches sucht man vergeblich. Generell ist der Fokus ungewöhnlich gesetzt. Aspekte, die für mich wichtig waren, werden nur am Rand erwähnt, aber bekommen keine große Beachtung, indem man ihnen ein paar Seiten schenkt. Anders verhält es sich mit manch anderen Szenen, bei denen man eher denkt, dass sie gar keine so große Rolle spielen, die dann aber ziemlich ausführlich behandelt werden und teilweise sehr in die Länge gezogen wurden. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr zu Ella's OP erfährt, ihr Besuch in der Galerie von Nash und ihre Gedanken dazu, sowie das eigentliche Fotoshooting und wie sie sich dabei gefühlt hat.

Ella empfand ich während der gesamten Geschichte als eher anstrengend und unsausgeglichen. Ihr Verhalten bzw. manche Reaktionen haben irgendwie nicht so richtig zueinander gepasst und wirkten unausgereift und erzeugten einfach ein anderes Charkterbild. Ella's Verhalten war sehr sprunghaft. Mal war sie richtig tough und hat Konter gegeben, dann widerrum war sie ein kleines, verklemmtes Mädchen, dass beim Thema Sex oder nur der kleinsten anrüchigen Andeutung rot wird und zu kreischen anfängt. Mag ja sein, dass sie da ihre Berührungsängste aufgrund ihrer Narben hat und unsicher ist, weil sie ihren Körper selbst noch nicht akzeptiert hat, aber da es nicht nur bei einer solchen Szene geblieben ist, empfand ich es schon als etwas seltsam, besonders da sie eigentlich in einem Alter ist, indem man für dieses Thema in der Regel schon etwas reifer ist. Vermutlich ist hier aber auch einfach der Einfluss des prüden Amerikaners sehr hoch, sodass es für uns Europäer etwas schwieriger ist, das Verhalten in seiner Gesamtheit nachzuvollziehen, da wir bei dem Thema aufgeschlossener sind.

Brian empfand ich die ganze Zeit über als sehr toll. Er war stets für Ella da, hat sich für sie eingesetzt und wollte immer nur das Beste für sie. Um seinen Willen zu bekommen war er zwar oftmals sehr dominant, aber er war nie aufdringlich und hat sich immer nach den Wünschen von Ella gerichtet. Er war sehr verständnisvoll und hat Ella nie bedrängt, sondern hatte immer die richtigen Worte, die mein Herz erwärmt haben. Brian war offen, ehrlich und wenn es darauf ankam knallhart, aber immer darauf bedacht das richtige zu tun.

Fazit:
Auch Wenn sich das Buch ganz gut lesen lässt, wirkt es lieblos und sehr unter Druck geschrieben, sodass einiges einfach auf der Strecke bleibt. Man hat den Eindruck, dass man unbedingt an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen wollte und dadurch auf biegen und brechen versucht wurde eine aufreibende Hollywoodstory zu entwerfen. Natürlich muss es jeder für sich selbst entscheiden, aber ich würde von dem Kauf eher abraten, insbesondere wenn man den ersten Band richtig toll fand und sehr unentschlossen gegenüber der Fortsetzung ist. Wenn man sich den Zauber des Märchens bewahren möchte, ist Band 1 völlig ausreichend und bedarf keiner unnötigen Fortsetzung, die diese Magie am Ende fortwischt und nur einen schalen Nachgeschmack übrig lässt.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Eine schöne Geschichte über die Liebe und das Erwachsen werden

Falling for Love. Vertraue auf dein Herz
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* kann mögliche Spoiler enthalten *

Erinnert ihr euch noch an meine Rezension zu "Loving or Losing"? Nein? Dann schaut nochmal nach, denn dort findet ihr einen Abschnitt zu einer ganz besonderen Person, ...

* kann mögliche Spoiler enthalten *

Erinnert ihr euch noch an meine Rezension zu "Loving or Losing"? Nein? Dann schaut nochmal nach, denn dort findet ihr einen Abschnitt zu einer ganz besonderen Person, die in dieser Geschichte zwar nur nebenbei eine Rolle spielt, allerdings keine kleine. Ihr fragt euch von wem ich spreche und was die Erwähnung eines anderen Buches hier zu suchen hat? Ich spreche natürlich von Cat! Jaa Cat, es ist nämlich genau die gleiche Cat, die wir in "Falling for love" begleiten :) Auf den ersten Blick erkennt man optisch keinen Zusammenhang zwischen den beiden Büchern, da man beide auch wunderbar unabhängig voneinder lesen kann, aber vielleicht habe ich euch nun neugierig gemacht, denn natürlich tauchen auch weitere bekannte Charaktere aus der vorherigen Geschichte auf und ein Wiedersehen ist bekanntlich immer ganz wundervoll. Anhand des Klappentextes bin ich allerdings auch nicht auf Anhieb darauf gekommen, dass es sich um eine Fortsetzung handelt und habe mich auf den ersten paar Seiten gewundert wieso mir denn so vieles bekannt vorkommt. Kurz danach hat es dann bei mir "Klick" gemacht und meine Freude das Buch zu lesen hat sich nochmal um ein Vielfaches gesteigert.

Nachdem Cat ihren Freund Kyle dabei erwischt hat, dass er bei ihr zuhause eingebrochen ist, ist sie am Boden zerstört und zutiefst verletzt. Sie hat ihn geliebt und er hat sie nur auf eine üble Art und Weise hintergangen. Doch es dauert nicht lange bis sie auf Gray trifft. Zunächst ist sie sehr skeptisch und hinterfragt alles, ganz besonders ihre Gefühle, die Gray in ihr auslöst. Nachdem was sie mit Kyle erlebt hat, kann ich das total gut nachvollziehen, denn natürlich hat man Angst und möchte nicht erneut verletzt werden. Gray lässt mit seiner charmanten Art jedoch nicht locker, sodass Cat schnell von Zweifel geplagt wird und eigentlich auf ihr Herz hören möchte. Mir hat das Annähern der beiden ziemlich gut gefallen, da es nicht zu überstürzt ist und beide durch ihre Vorgeschichte sehr verunsichert sind. Ihr kennen lernen ist sehr authentisch und besonders die Szenen im Buchladen haben mir besonders gut gefallen.

Das Charakterdesign ist wieder einmal sehr gelungen und gut ausgearbeitet. Nicht nur Cat und Gray bekommen Tiefe und werden greifbar, sondern auch ihre Freunde, sowie Geschwister bleiben positiv im Gedächtnis. Einzige Ausnahme bildet hier Sophie für mich. Sie hat mich etwas genervt und wirkte unsympathisch. Umso besser gelungen sind die Brüder von Cat, zu denen sie ein tolles und vor allem enges Verhältnis hat, sowie Josh, der kleiner Bruder von Gray. Diese Szenen mochte ich ganz besonders, da er ein kleiner Bücherwurm ist und als jüngstes Mitglied der Familie ganz besonders mit dem Tod des Vaters zu kämpfen hat. Sie waren sehr gefühlvoll beschrieben und gelegentlich wollte ich Josh einfach nur in den Arm nehmen und ihm etwas vorlesen. Gray war mir von Anfang an sehr sympathisch, da er eine sehr liebenswerte Art an sich hat und sehr pflichbewusst ist. Cat mochte ich schon in "Loving or Losing" super gerne und daran hat sich auch in "Falling for love" absolut nichts geändert. Sie ist eine starke Protagonistin, da sie nicht nur mit den Problemen rund um Kyle umgehen muss, sondern sich ebenfalls den Problemen mit ihrem Vater stellen muss.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und dadurch, dass sich die Perspektive zwischen Cat und Gray abwechselt, wird es nicht langweilig. Man erhält Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt auf beiden Seiten und kann sich wunderbar in ihre Lage hinein versetzen.

Was mir nicht so ganz so gut gefallen hat, war die Geschichte rund um Kyle. Ich kann zwar nachvollziehen wieso er auf die schiefe Bahn gerät, aber für mich hat dies als einzige Erklärung nicht unbedingt ausgreicht. Ich hätte mir gewünscht wenn hier mehr darauf eingegangen wäre wohin er z.B. immer verschwindet und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass er Einbrüche verübt. Zudem hat mir da irgendwie das "Warum" gefehlt, denn auch wenn er den Tod seines Vaters noch nicht verarbeitet hat, entschuldigt das für mich sein Verhalten keineswegs.

Fazit:
"Falling for love" ist eine schöne, leichte Lektüre mit tollen und liebenswerten Charekteren, die mir ein paar schöne Lesestunden bereitet hat.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Süße Idee - wenig gelungene Umsetzung

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Bei diesem Buch habe ich mir sehr von den ganzen positiven Meinungen und dem süßen Klappentext anstecken lassen, da ich dachte das es eine nette Liebesgeschichte mit dem gewissen Etwas für Zwischendurch ...

Bei diesem Buch habe ich mir sehr von den ganzen positiven Meinungen und dem süßen Klappentext anstecken lassen, da ich dachte das es eine nette Liebesgeschichte mit dem gewissen Etwas für Zwischendurch ist. Leider konnte ich von Kapitel zu Kapitel den Hype um dieses Buch weniger verstehen. Natürlich sind unsere Geschmäcker unterschiedlich, was auch ganz wunderbar ist, aber in diesem Fall hat die Geschichte meine nicht getroffen.

Aus der Not heraus lässt sich Tiffy auf einen ganz ungewöhnlichen Wohnungsdeal ein, da sie tagsüber arbeitet und Leon nachts. Sie teilen sich somit eine Wohnung und ganz besonders das Bett. Diese Idee hat mich unglaublich neugierig gemacht auf das Buch, da es mal eine etwas andere Idee war und ich wissen wollte wie das denn gut gehen kann und ob die beiden sich wirklich nicht begegnen würden.

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, die sich abwechseln. Zum einen gibt es Kapitel aus der Sicht von Tiffy mit einem leichten und lockeren Schreibstil und auf der anderen Seite haben wir Kapitel aus der Sicht von Leon, die mir ganz besonders Probleme bereitet haben. Damit eine deutlichere Abgrenzung der beiden entsteht, wurde für ihn ein etwas anderer Schreibstil gewählt, um somit mehr seine Persönlichkeit zu verdeutlichen. Seine Kapitel bestehen aus kurzen, ziemlich abgehackten Sätzen und die Art und Weise wie die direkte Rede umgesetzt wurde, ist sehr ungewöhnlich und sollte vermutlich besonders sein, für mich hat es jedoch nur das Lesen erschwert.

Beispiele:
Leon (Seite 33)
"Gespräch zum Thema Wohnung lief ganz anders als erwartet. Kay war ungewöhnlich wütend. Schien sich über die Vorstellung aufzuregen, dass jemand außer ihr in meinem Bett schläft."

Leon (Seite 61)
Holly:"Du warst am Wochenende hier."
Ich:"Kurz, ja. Sie brauchten meine Hilfe. Personalmangel."
Holly:"Warst du da, weil ich nach dir gefragt habe?"

Durch diese erschwerten Bedingungen beim Lesen, hatte ich ehrlich gesagt schon nach nur wenigen Kapiteln wenig Lust weiter zu lesen. Doch die allgemeine Begeisterung hat mich angespornt weiter zu machen und herauszufinden, was denn das Tolle an dieser Geschichte ist. Mit der Zeit wurde das Lesen dann auch besser und etwas flüssiger, da man sich an den ungewöhnlichen Stil gewöhnt. Die Geschichte im allgemeinen wurde auch interessanter und ganz besonders der Aspekt, dass Tiffy und Leon mit kleinen Zettelchen innerhalb der Wohnung kommuniziert haben, hat mir besonders gut gefallen. Meine Begeisterung gegenüber der Geschichte ist dadurch zwar angestiegen, aber hielt leider nicht sehr lange an, denn beide Protagonisten haben noch einen Nebenstrang, der zwar ernste Themen enthält aber meiner Meinung nach zum Teil zu ausführlich behandelt wurde und sich somit oft in belanglosen Ausführungen verloren wurde. Dadurch bekommt das Buch einige Längen, die sich sehr ziehen und man einfach nur darauf wartet bis es endlich mit Tiffy und Leon weiter geht. Zum Ende hin ging es dann plötzlich leider viel zu schnell mit den Geschehnissen, sodass das Gleichgewicht nicht ganz ausgewogen ist.

Mit den Protagonisten bin ich leider von Anfang bis Ende nicht wirklich warm geworden. Tiffy's Gefühls- und Gedankenwelt ist zwar gut geschrieben, aber dennoch war sie mir irgendwie nicht sympathisch. Bei Leon konnte ich mir so gut wie gar kein Bild von ihm und seinen Gefühlen machen. Vermutlich lag dies zum größten Teil an seiner Erzählweise und das dadurch jegliche Gefühle verloren gegangen sind, da große Beschreibungen an dieser Stelle nicht reingepasst haben.

Fazit:
Die ursprüngliche Idee finde ich wirklich klasse und sehr süß. Leider ist es meiner Meinung nach an der Umsetzung gescheitert, da diese nicht unbedingt den Geschmack von jedem trifft, dadurch das sie sehr speziell ist. Alles in allem konnte mich die Geschichte jedoch nicht so richtig begeistern.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Toller Jugendthriller

Tick Tock Alice
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Als Jennifer mich gefragt hat ob ich ihr Buch lesen möchte, war ich erst ein wenig unentschlossen, allerdings hat mich der Klappentext und inwiefern sie die bekannten Elemente von "Alice im Wunderland" ...

Als Jennifer mich gefragt hat ob ich ihr Buch lesen möchte, war ich erst ein wenig unentschlossen, allerdings hat mich der Klappentext und inwiefern sie die bekannten Elemente von "Alice im Wunderland" integriert hat, sehr neugierig gemacht, sodass ich mich sehr auf das Lesen gefreut habe. Ich wurde auch absolut nicht enttäuscht, denn die Geschichte dümpelt nicht lange vor sich rum, was mir persönlich immer sehr gefällt. Das Verschwinden von Emily lässt nicht lange auf sich warten und ab da bleibt die Geschichte durchweg spannend und das bis hin zur letzten Seite. Wer hier allerdings auf eine Fantasy Geschichte hofft, ist hier ganz falsch. Es handelt sich um einen Jugendthriller, indem ganz wunderbar verschiedene Elemente aus "Alice im Wunderland" eingearbeitet wurden und eine wichtige Rolle spielen.

Auf der Suche nach Emily begleiten Alice ihr Stiefbruder Lewis, sowie ihre verhasste Mitschülerin Hannah. Was zunächst wie eine zufällige Konstellation wirkt, ist durchaus vom weißen Kaninchen von Anfang an geplant gewesen und pure Absicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Gruppe, war es sehr schön mitzuverfolgen wie bei den Dreien eine tiefe Freundschaft, sowie Verbundenheit entsteht, da es wichtig ist, dass sie zusammenarbeiten und sich aufeinander verlassen können. Mir waren die Protagonisten durchaus sympathisch und man konnte sich gut in ihre Lage hineinversetzen. Ich habe sie gerne auf ihrer Suche nach Emily begleitet, jedoch kam der erwähnte Hass zwischen Alice und Hannah nicht ganz so gut rüber oder er war einfach so gering, dass er schlichtweg an mir vorbeigegangen ist. Für mich ist das aber kein Problem, denn so war es definitiv harmonischer, da man anhand des Klappentextes eher einen nervigen Zickenterror erwartet hätte.

Jennifer's Schreibstil ist sehr angenehm und ohne verschachtelte Sätze, die einen ins stocken geraten lassen. Es gibt nicht nur Kapitel aus der Sicht von Alice, sondern auch kurze Einblicke in die Sichtweise des weißen Kaninchens und der verschwundenen Emily. Dies bringt Abwechslung, aber auch ein bisschen frischen Wind beim Lesen. Die bekanntesten Elemente aus "Alice im Wunderland" wurden sehr geschickt in die Geschichte integriert und haben ziemlich gut in Geschichte gepasst. Durch Jennifers bildhaften Beschreibungen konnte man sich alles ziemlich gut vorstellen, sodass ich sogar an einer Stelle Gänsehaut bekommen habe, da ich das Gefühl hatte selbst in der Szene zu sein und das Ganze etwas gruselig fand, was aber definitiv positiv ist und zeigt das die Autorin ihr Handwerk versteht :)

Es gibt lediglich zwei Aspekte, die mir nicht so gut gefallen haben. Das ist zum einen die entstandene Liebesgeschichte. Sie war zwar ganz nett, aber meiner Meinung nach hätte man auch gut auf sie verzichten können, da sie nicht essentiell war oder großartig zur Geschichte beigetragen hat. Zum anderen war es die Auflösung der ganzen Vorfälle am Ende, sowie der Grund wieso es ausgerechnet die Parallelen zu "Alice im Wunderland" waren. Dafür das die Geschichte wirklich großartig aufgebaut und ausgearbeitet wurde, war mir das "Warum" am Ende leider etwas zu wenig und zu schnell erklärt. Da hätte es gerne etwas ausführlicher sein können.

Fazit:
"Tick Tock Alice" ist eine tolle Mischung aus Jugendthriller und "Alice im Wunderland". Es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, lediglich die Auflösung am Ende war etwas kurz und zu schnell vorbei.