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Veröffentlicht am 13.09.2021

Reden ist der Schlüssel

Tausend kleine Lügen
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Zusammenfassung
In "tausend kleine Lügen" begleiten wir drei junge Mütter durch ihr Leben und sehen die Ereignisse, welche zu dem tragischen Unfall geführt haben. Jane zieht mit ihrem Sohn Ziggy nach Pirriwee. ...

Zusammenfassung
In "tausend kleine Lügen" begleiten wir drei junge Mütter durch ihr Leben und sehen die Ereignisse, welche zu dem tragischen Unfall geführt haben. Jane zieht mit ihrem Sohn Ziggy nach Pirriwee. Sie kommt als jüngste alleinerziehende Mutter in das Dorf und versucht Anschluss zu finden. Direkt am Einführungstag in die Grundschule lernt sie Madeline kennen. Sie ist eine aufgeweckt, laute und fürsorgliche Person, die Jane schnell zur Seite steht. Celeste ist die dritte junge Mutter, deren Schicksal wir begleiten können. Sie konzentriert sich komplett auf ihre beiden Zwillinge und ermöglicht ihnen alles. Geld spielt bei ihr keine Rolle. Durch die turbulenten Ereignisse in der Grundschule werden die Drei eng zusammen geschweißt und gehen durch dick und dünn. Auch in dem Tag der Quizabends entscheiden sich alle zusammenzuhalten.

Schreibstil
Die Geschichte wird abwechselnd aus drei Perspektiven erzählt. Hierdurch bekommt man sehr gut den Einblick in die Gefühlswelt unserer Protagonisten. Liane Moriarty hat einen sehr flüssigen und humorvollen Schreibstil.

Charaktere
Jane ist eine alleinerziehende junge Frau, welche ihren Sohn über alles liebt. Aufgrund vergangener Ereignisse hat sie eine Päckchen mit sich herumzutragen. So findet sie sich beispielsweise nicht hübsch und verabscheut das gesellschaftsprägte Bild der "schönen Frau". Zudem hat sie den kleinen Tick, dass sie immer Kaugummi kauen muss, wenn sie nervös wird.

Madeline lebt mit ihrem Mann Ed und ihren drei Kindern Chloe, Abigail udn Fred zusammen. Von Abigails Vater lebt sie getrennt. Als sich ihre älteste Tochter jedoch dazu entscheidet, bei ihrem leiblichen Vater einzuziehen sieht Madeline rot. Sie stellt ihre beiherige Erziehung infrage und verstrickt sich immer mehr in die Wut auf ihren Exmann und dessen neue Frau.

Celeste kommt einem anfangs sehr zerstreut vor. Sie achtet nicht auf das Geld, welches ihr Mann verdient und ist häufig mit den Gedanken woanders. Sie ist viel mit ihren Zwillingen Josh und Max beschäftigt und daher abends häufig ausgepowert. Doch der Schein der sorgfältig aufgebauten perfekten Ehe und des harmonischen Familienlebens trügt. Perry, Celestes Mann, schlägt sie. Wir begleiten Ihren Weg aus dieser toxischen Beziehung hinaus.

Atmosphäre
Zwischen den Frauen herrscht eine durchaus freundschaftliche Atmosphäre. Allerdings ist die Stimmung innerhalb der Schulsituation sehr angespannt und geladen. Hin und wieder gibt es einen kleinen Schlagabtausch.

Verlauf der Geschichte/Entwicklung
Ich persönlich habe mit einem Verlauf in eine andere Richtung gerechnet. Die Geschichte ist teilweise etwas langatmig geschrieben und besonders am Anfang konnte ich nicht einordnen wohin die Reise überhaupt gehen soll. Die Kapitel sind mit Verhörfetzen ausgeschmückt worden. So bekommt man eine gute Übersicht, wie die einzelnen Situationen aus die Individuen gewirkt hat und wie unterschiedlich eine Wahrnehmung sein kann. Der Verlauf der Geschichte hat mir gut gefallen, da die Story eine gewisse Spannungskurve beinhaltete.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Guter Schreibstil, Platte Charaktere und mitreißende Schicksale

Der Zopf
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Inhalt :
Smits ist eine Dalit. Sie gehört somit zu einer weniger angesehenen Menschengruppe in Badlapur/Indien. Um ihrer Tochter ein besseres Leben ermöglichen zu können setzt sie alles daran, dass Lalita ...

Inhalt :
Smits ist eine Dalit. Sie gehört somit zu einer weniger angesehenen Menschengruppe in Badlapur/Indien. Um ihrer Tochter ein besseres Leben ermöglichen zu können setzt sie alles daran, dass Lalita das Lesen und Schreiben lernt.

Giulia lebt in Palermo /Sizilien und arbeitet in der Fabrik ihres Vaters. Dort fertigt sie Perücken. Nach einem Unfall ihres Vaters übernimmt sie die Führung ihrer geliebten Perückenfabrik. Doch sie muss feststellen, dass es der Fabrik wirtschaftlich gar nicht so gut geht wie erhofft.

Sarah ist eine gefragte Rechtsanwältin in Montreal. Sie hat sich bis oben, an die Spitze der Kanzlei, gekämpft. Für den Erfolg im Beruf vernachlässigt sie in Privatleben häufig. Doch schnell merkt sie, dass viele aus dem Job ihr nicht so wohlgesonnen sind. Als sie eine schwere Krankheit trifft, sieht Sarah sich schnell auf dem Abstellgleis. Jetzt muss sie ihre Prioritäten überdenken.

Cover /Klappentext :
Der Zopf hat ein unfassbar schönes Cover. Auch der Klappentext hat mich auf viel Power und Willenstärke hoffen lassen.

Meinung :
Der Debütroman von Laetitia Colombani besticht neben dem wunderschönen Cover, mit einem sehr angenehmen und flüssigem Schreibstil. Das Buch behandelt so viele wichtige Themen, so unter anderem die Selbstbestimmung, die Emanzipation und den Glauben an Träume und Prinzipien. Alle drei Protagonisten erzählen in wechselnden Kapiteln ihre individuelle Geschichte. Die einzelnen Geschichten dieser starken Frauen werden in der Folge und durch die Erzählweise zu einem Zopf verflochten. Dies fand ich eine sehr schöne Idee, welche die Story leider etwas vorhersehbar machte. Die Charaktere waren mir sympathisch, jedoch konnte ich leider zu Smita keine richtige Verbindung aufbauen. Ich führe es auf die wenigen Hintergrundinformationen zurück. Die Zustände in Indien wurden wirklich erschreckend geschildert, aber dennoch hätte ich mir mehr gewünscht. Bei jeder Einzelgeschichte hätte man noch Zusatzinformationen zum Charakter und den Lebensständen einbauen können. So hatte das Buch einen verhältnismäßig langen Einstieg, ohne dass man erkennen konnte wohin die Reise gehen soll. Dennoch bin ich mir sicher, dass mir diese Geschichte nicht so schnell aus dem Kopf geht.

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Luftig-leichtes Jugendbuch

Eine Woche voller Montage
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Inhalt
Ellie ist die typische Vorzeigeschülerin. Sie gibt ihre Aufgaben pünktlich ab, bemüht sich um Extraaufgaben, ist Spielerin der Softballmannschaft und kandidiert als stellvertretende Jahregangssprecherin. ...

Inhalt
Ellie ist die typische Vorzeigeschülerin. Sie gibt ihre Aufgaben pünktlich ab, bemüht sich um Extraaufgaben, ist Spielerin der Softballmannschaft und kandidiert als stellvertretende Jahregangssprecherin. Dies alles könnten Gründe sein, weshalb man in der Schule zu den Bekannten gehört. Allerdings ist Ellie, nur die Freundin von Tristan, dem Star der Schule. Die Mädchen vergleichen sich mir ihr, warten auf jede Gelegenheit Tristan auszuspannen und hoffen jeden Tag darauf, dass er sich trennt. Als es eines Montagabends wirklich soweit ist, begeht Ellie den Fehler und bittet das Universum um eine weitere Chance ihr Leben noch mal auf die Reihe zu bekommen. Von da an steckt die in einer Art Zeitschleife, die sie den gesamten Montag immer wieder neu erleben lässt.

Cover / Klappentext
Das Cover finde ich süß. Das Riesenrad hat in der Geschichte einen wunderbaren Platz, nämlich in der Vorstellung eines Traumdates.

Meinung
Das Buch ließ sich schnell verschlingen. Der luftig - leichte und sehr humorvolle Schreibstil der Autorin gefiel mir gut. Jessica Brody beschreibt die Dinge sehr bildlich und findet so manchmal sehr abwegige aber dennoch amüsante Vergleiche. Ellie war mir anfangs sehr sympathisch, ich liebe diese Macke mit den verschiedenen Playlists für jeden Stimmung und dass sie immer und überall einen Song hat, der ihre Stimmung beschreibt. Sie kam mir jedoch immer mehr emotional labil und abhängig von ihrem Freund vor. Wobei ich nach einer Weile nicht mal mehr der Meinung war, dass sie sonderlich an Tristan interriert war, sondern eher daran den anderen Mädchen in der Schule zu zeigen, dass diese ihn nicht haben konnten. Sie wollte trumphen. Bei den Versuchen, zu verhindern, dass Tristan mit ihr Schluss macht, verstellt sie sich nur noch mehr, als Ohnehin schon. Ich musste teilweise gleichzeitig die Augen verdrehen und lachen, weil ihr dabei richtig abwegige Möglichkeit einfielen. Immer an ihrer Seite war Owen, ihr bester Freund. Dieser musste sie immer wieder darauf hinweisen, dass sie sich selber total verlor.
Besonders schön fand ich die letzten 100 Seiten, weil Ellie dort nicht mehr nur auf sich selber fixiert war. Sie sah auch die Probleme der Anderen und half so gut sie konnte. Zugleich, redete sie erwachsen über ihre Wünsche und Vorstellungen der Zeit in der elften Klasse. Ellie hat als Protagonistin eine sehr gute, aber hollprige Entwicklung hingelegt. Auch wenn es teilweise recht gut vorherzusehen war, hatte ich am Ende doch Angst, dass sie die Kurve nicht kriegt.

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Interessantes Setting, aber schwierige Charaktere

Cold Princess
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Inhalt
Saphira ist der Capo einer der mächtigsten Mafia-Familien Italiens. Sie ist kaltherzig, berechnend und unfassbar loyal gegenüber ihrer Familie. Doch sie war nicht immer so kalt. Nach einem tragischen ...

Inhalt
Saphira ist der Capo einer der mächtigsten Mafia-Familien Italiens. Sie ist kaltherzig, berechnend und unfassbar loyal gegenüber ihrer Familie. Doch sie war nicht immer so kalt. Nach einem tragischen Autounfall, bei dem ihre gesamte Familie starb, verschwand sie von der Bildfläche. Sie tauchte einige Zeit später als neuer Capo auf und eroberte ihren Teil der Stadt in Windeseile zurück, immer darauf bedacht nie einen Funken Schwäche zu zeigen. Doch als Madox in ihr Leben tritt kann sie ihre verletzliche Seite zeigen. Nach uns nach entwickelt sich eine Bindung zwischen den Beiden. Doch was, wenn Madox nicht nur Mitglied einer Familia ist.

Meinung
Das Cover ist ein absoluter Blickfang.
Die Protagonisten Saphira und Madox waren mir anfangs recht unsympathisch. Ich habe keinen Zugang zu den Beiden gefunden. Das verbesserte sich erst, als man mehr von den Hintergründen erfuhr. Das Setting in der Mafia-Familie fand ich sehr interessant. Ich fand auch, dass die Handlungsweise von Saphira meistens äußerst plausibel war, bis auf die Momente mit Madox. Mich hat gestört, dass sie ihm so schnell vertraut hat und gar nicht seine Vergangenheit hinterfragt wurde. Es hätte ja gut sein können, dass sich ein Feind einschleicht um die Familia von innen heraus zu sabotieren...

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Leicht langatmig Geschichte mit wunderbarem Worldbuilding

Zodiac
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Inhalt
Rho geht auf eine Schule, welche die zukünftigen Zodai ausbildet. Doch nur die besten eines Jahrganges bekommen die Möglichkeit die Ausbildung zum höchsten Krieger Zodiacs zu beginnen.
Als Rho ...

Inhalt
Rho geht auf eine Schule, welche die zukünftigen Zodai ausbildet. Doch nur die besten eines Jahrganges bekommen die Möglichkeit die Ausbildung zum höchsten Krieger Zodiacs zu beginnen.
Als Rho ihre Prüfung im Sternendeuten als Einzoge wiederholen muss und ein beunruhigendes Omen wahrnimmt, nimmt weder sie, noch ihre Prüfer diese Bedrohung ernst. Doch es kommt genauso, wie Rho es vorhergesagt hat. Viele Schüler und hochrangige Leute von Krebs kommen in der folgenden Nacht ums Leben und ehe Rho sich versieht befindet sie sich in der höchsten Position überhaupt. Doch die Omen hören nicht auf. Zudem geht es geht nicht mehr nur um ihren Heimatplaneten Krebs, sondern auch um die Sternnbilder Zwillinge und Jungfrau. Rho begibt sich auf die Reise um die anderen Wächter vor einem alten Feind zu warnen.

Cover/ Klappentext
Das Cover ist wunderschön und bildet die beiden relevantesten Sternenbilder ab

Meinung Achtung leichter Spoiler
Die Geschichte hat sehr schnell an Fahrt aufgenommen. Ich wurde als Leser sofort abgeholt. Rho war mir als Protagonistin sehr sympathisch, auch wenn ich manchmal ein wenig das Gefühl hatte, dass sie sich verrennt bzw. irgendwie die Logik außer Acht lässt. Die Sternendeutung ist nur möglich, wenn ein Gerät den Sternenhimmel in Echtzeit projeziert. Da der Feind jedoch ebenfalls Zugang zur sogenannten Psyenergie und der dazugehörigen Ebene hat, unterließ es Rho nach weiteren Gefahren ausschau zu halten oder seine Schritte vorhersehen zu wollen. Diese Tatsache hat mich gestört. Zudem konnte ich die Triangle - Lovestory, auch wenn mir alle Beteiligten sympathisch waren, nicht nachvollziehen. Irgendwie fehlte mir da das Knistern.
Dennoch mag ich die Idee der Autorin unser bekanntes Sternensystem und den beinhalteten Sternenbilder in einzelne Reiche zu gliedern.

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