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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2019

ein unfassbar spannendes und wunderschön geschriebenes Buch!

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Selten hat mich ein Jugend-/New-Adult-Buch so geflash wie Cassardim! Das liegt zum einen an der unfassbar spannenden Handlung, zum anderen aber auch daran, dass es kein typisches Genre-Buch ist. Es ist ...

Selten hat mich ein Jugend-/New-Adult-Buch so geflash wie Cassardim! Das liegt zum einen an der unfassbar spannenden Handlung, zum anderen aber auch daran, dass es kein typisches Genre-Buch ist. Es ist irgendwo ein Jugendbuch, weil Amaia 16Jahre alt zu sein scheint und manchmal auch recht jugendlich handelt (gleich mehr dazu). Ein New-Adult-Buch ist es, weil es gewisse erotische Spannungen gibt und kleinere, sehr heiße Szenen. Und das alles ohne den üblichen Kitsch und die unlogischen Entscheidungen, die ich meistens in diesem Genre bemängle. Für mich das perfekte Buch aus diesem Genre-Mix und definitiv ein Anwärter für meine 5 Jahreshighlights!!!
Aber erstmal zu Handlung, denn der Klappentext hatte mich extrem angefixt: es geht um Amaia, die zum achten Mal 16 geworden ist. Sie und ihre Geschwister altern sehr langsam, sie wissen aber nicht, warum. Ihre Eltern hüten dieses Geheimnis und ziehen mit ihnen seit 100 Jahren regelmäßig um. Seitdem versucht sie dem Geheimnis näher zu kommen und führt heimlich Tagebuch über ihre Erkenntnisse – denn ihre Eltern sorgen mittels Gehirnwäsche dafür, dass die Geschwister nicht allzu viel erfahren. Außerdem sollen sie sich nicht verlieben, nicht in die Nähe von Krankenhäusern oder Friedhöfen kommen und ihre Gabe nicht einsetzen (ich verrate nicht, was es ist!). Da die Kinder quasi ständig vor Gefahren bewahrt werden und selten wichtige Entscheidungen treffen können, sind die Geschwister zwar schon über 100 Jahre alt, emotional aber noch recht jung und in wichtigen Entscheidungen etwas unselbständig. Dadurch entsteht ein spannender Spagat zwischen Jugendbuch und erwachsener Fantasy, der meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist.
Amaia wäre auf jeden Fall nie auch nur in die Nähe der Wahrheit gekommen, wenn nicht ein Fremder aufgetaucht wäre – Noár. Er wird von ihren Eltern gefangen genommen, jedoch ist genau das sein Plan. Er ist aber nicht der einzige, der die Familie findet und nach einem blutigen Gemetzel müssen die Überlebenden fliehen – nach Cassardim. Dort wartet die Wahrheit auf sie und die hätte sich nun wirklich niemand träumen lassen – auch ich nicht!
Julia Dippel hat mich mit ihrer Geschichte um Amaia, Noár und Cassardim absolut überrascht und die Seiten flogen nur so dahin, während ich mit Amaia dem Geheimnis dringend näher kommen wollte. Und es ist wirklich ungeheuerlich! Unglaublich schön sind auch die Beschreibungen von Cassardim, den Völkern, Speisen, Farben und Gedanken. Julia Dippel hat eine sehr fantasievolle, malerische Sprache, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat.
Und nun stehe ich da, das Buch wurde viel zu schnell verschlungen, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Jetzt heißt es warten. Aber so lange versüße ich mir die Zeit und fixe euch an, damit ihr mit mir gemeinsam warten und rätseln könnt!!! Außerdem werde ich die Wartezeit mit Izara verbringen – die Geschichte ist hoffentlich genau so toll ;D

Veröffentlicht am 28.10.2019

eine mega coole Zombie-Apokalypse!!!

Jack, der Monsterschreck, Band 01
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Die Zombie-Apokalypse ist ausgebrochen und Jack ist mittendrin – ein 13jähriger Waise, der sich selbst als Actionheld sieht. Er überlegt sich coole Moves, seine Waffen haben fetzige Namen und er macht ...

Die Zombie-Apokalypse ist ausgebrochen und Jack ist mittendrin – ein 13jähriger Waise, der sich selbst als Actionheld sieht. Er überlegt sich coole Moves, seine Waffen haben fetzige Namen und er macht abenteuerliche Bilder von den Zombies und Monstern in Aktion.
Andere rennen weg oder kommen um, aber als vor zweiundvierzig Tagen die Apokalypse ausgebrochen ist, hat Jack eine Entscheidung getroffen: er will chillen, das Leben genießen und vor allem Spaß haben. Genau so kommt das Buch auch rüber. Die Lektüre hat richtig dolle Spaß gemacht, ich fand Jack unheimlich cool und sehr mutig. Die Monster haben geile Namen und Jack gerät von einem Abenteuer in das nächste.
Allerdings fühlt er sich mit der Zeit doch etwas einsam und macht sich auf die Suche nach seinem besten Freund Quint – quasi der Nerd in dem Team. Und Quint hat es echt sowas von drauf! Das will Jack noch seine heimliche Liebe June del Toro von den fiesen Monstern retten (die eine total coole Socke ist und auf sich aufpassen kann – wenn jemand keine Hilfe braucht, dann June del Toro). Auf dieser Mission stolpern sie noch über den ehemaligen Mobber Dirk, der v.a. Quint immer gequält hat. Der hat zwar Muckies, ist aber gar nicht mal so blöd und sie arrangieren sich wie Jungs in einer Zombie-Apokalypse es eben tun: recht schnell.
Am Ende des Bandes sind sie also zu viert, bauen ein mega abgefahrenes Baumhaus zu einem Waffenarsenal um und nehmen es mit einem oberfiesen Monster auf – was hatte ich für einen Spaß beim Lesen! Neben dem witzigen Lesegenuss habe ich auch die Bilder sehr gefeiert. Sie sind ebenso cool wie die Helden.
Zeitgleich zum Buch kam auch der Netflix-Film heraus, den ich ebenfalls super fand. Ein paar kleine Unterschiede gibt es, aber ansonsten ist der Film sehr identisch. Das wichtigste ist in beiden gegeben: viel Coolness und jede Menge Spaß. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Band, der im Frühjahr 2020 erscheint!!!

Veröffentlicht am 08.09.2019

ein gelungener Abschluss

Warcross 2 - Neue Regeln, neues Spiel
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Oh mein Gott, war das Finale spannend und dramatisch… Ich habe Warcross 2 wirklich Monate vor mir her geschoben, weil ich immer mein kleines Problem mit abschließenden Bänden habe. In mir herrscht jedes ...

Oh mein Gott, war das Finale spannend und dramatisch… Ich habe Warcross 2 wirklich Monate vor mir her geschoben, weil ich immer mein kleines Problem mit abschließenden Bänden habe. In mir herrscht jedes Mal die Angst, dass das Ende nicht rund ist, dass mich der Band nicht so überzeugt, wie der erste und die Geschichte damit irgendwie nicht mehr so cool ist. Ich habe es oft genug erlebt und schrecke daher jedes Mal davor zurück.
Aber dann habe ich mir doch ein Herz genommen und Leute, ich habe es sowas von nicht bereut. Warcross 2 ist genauso cool wie der erste, aber noch viel dramatischer – also genau richtig.
Um was geht’s (Achtung - Spoiler zu Teil 1):
Emika hat am Ende vom ersten Band festgestellt, dass wohl nicht Zero der Bad Boy ist, sondern Hideo etwas Gruseliges mit dem Neurolink geplant hat - er ist zerfressen von dem Hass, weil sein Bruder entführt wurde und möchte die Menschen mit Hilfe des Links kontrollieren. Plötzlich stürzen sich Schwerverbrecher in den Tod und die Leute stehen Schlange bei den Polizeistationen und wollen ihre eigenen Verbrechen gestehen. Damit kommt Emika nicht zurecht und fühlt sich von Hideo betrogen. Doch damit nicht genug, denn im zweiten Band wartet ein noch viel größeres Verbrechen auf den Leser, das die Welt aus den Angeln zu heben droht. Außerdem ein bisschen Warcross, Emikas Freunde werden näher beleuchtet und es muss immer noch die Frage geklärt werden, was denn nun damals mit Sasuke Tanaka, Hideos kleinem Bruder, wirklich passiert ist.
Soviel sei gewiss: nichts ist so, wie es zunächst scheint und es warten viele dramatische Momente auf dem Leser. Einmal habe ich auch ein paar Tränchen vergossen – es war aber auch wirklich gemein. Ich fand die Ernsthaftigkeit und Dramatik richtig gut und finde, dass sie der Coolness von Warcross nicht geschadet hat. Nun finde ich es zwar schade, dass die Geschichte schon zu Ende ist, aber ich bin sehr froh, dass der Abschluss so gut gelungen ist – 5 Sterne auf beide Bände!!!

Veröffentlicht am 01.09.2019

kein Vergleich mit "Geständnisse"

Schuldig
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Oje, das neue Buch von Kanae Minato hat es mir nicht leicht gemacht. Ein wenig Schuld trage ich an dem Versagen sicherlich auch, denn "Geständnisse" fand ich echt genial erzählt und sehr überraschend.
Bei ...

Oje, das neue Buch von Kanae Minato hat es mir nicht leicht gemacht. Ein wenig Schuld trage ich an dem Versagen sicherlich auch, denn "Geständnisse" fand ich echt genial erzählt und sehr überraschend.
Bei "Schuldig" hat mich eher die Langatmigkeit der ersten 100 Seiten überrascht. Ich wollte dieses Buch wirklich oft abbrechen. Grundsätzlich geht es ja laut Klappentext um 5 Studenten, die einen gemeinsamen Ausflug machen wollten. Dabei kam einer um und drei Jahre später erhalten sie anonyme Briefe und müssen sich noch mal mit der Frage der Schuld auseinandersetzen. Klingt doch spannend oder?
Tja, die ersten 100 Seiten waren es für mich nicht, denn es ging um Essen und um Kaffee, was an sich zwar lecker sein kann, aber in einer Langatmigkeit und teilweise fehlender Sinnhaftigkeit niedergeschrieben wurde, dass ich mir hier und da die Haare raufen musste. Der Leser lernt einen der jungen Männer, Fukase, näher kennen. Fukase ist ein trister junger Mann, der sich selbst oft sehr klein hält, schüchtern ist und sich recht oft bemitleidet - wenn ich wäre wie der und der, würde ich dies und das machen. Tja, es ist halt immer eine Frage der eigenen Entscheidung, aber gut. Mit Fukase habe ich mich nach 2/3 des Buches etwas versöhnen können, aber die ersten 200 Seiten hätte ich ihn am liebsten angeschrien und geschüttelt, damit er mal aus seinem selbstgewählten Elends-Schneckenhaus raus kommt. Auf jeden Fall erhält jemand in Fukases Umkreis einen anonymen Brief: „KAZUHISA FUKASE IST EIN MÖRDER!“ und dann sieht er sich dazu gezwungen, die Geschichte von damals zu erzählen. Ich als Leser dachte mir, toll jetzt wird es endlich spannend, denn ich wollte das ja auch wissen. Statt dessen erzählt er DIE GANZE NACHT, was die fünf Studenten alles auf der Fahrt gegessen haben, was wer nicht gegessen hat, was besonders gut geschmeckt hat, was sie als nächstes gegessen haben und was sie am Abend essen wollen. Ja, in der japanischen Kultur spielt Essen eine andere Rolle als bei uns, aber mal Hand aufs Herz - wenn mir jemand gegenüber sitzt und von mir wissen will, was damals passiert ist und warum mich wer als Mörder bezeichnet, halte ich mich dann wirklich stundenlang damit auf und erzähle vom Essen?
Also ich weiß nicht. Dass Fukase besonders gut Kaffee kochen kann und dafür eine Leidenschaft hat und besonders gern in eine bestimmte Kaffeerösterei geht und seine Freunde und Kollegen ihn dafür schätzen, dass er besonders gut Kaffee kochen kann, ist noch die andere Sache. Klar muss man dem Charakter auch irgendwie Farbe geben. Aber die ersten 100 Seiten kam in jedem dritten Satz mindestens einmal das Wort Kaffee vor. 30% weniger hätten auch gereicht, um mir ein gutes Bild von Fukase und seiner Leidenschaft zu vermitteln.
Naja, nach etwa 100-150 Seiten ist er dann langsam aktiv geworden und es gab endlich etwas Handlung und zum Schluss wurde sowohl die Schuldfrage geklärt, als auch, wer die Briefe geschrieben hat. Letzteres fand ich nicht überraschend, aber naja. Aber was die Schuldfrage angeht ... Klar, es ist eine super Überraschung am Ende. Also mit den letzten Sätzen des Buches eine wirklich unerwartete Wendung. Aber a) kam sie dann zu spät, um das Buch für mich noch zu retten, b) habe ich gegoogelt und für mich ist die Tragweite nicht zu 100% glaubhaft und 3) selbst Schuld! Mehr verrate ich nicht... (Wer genauer wissen will, was ich meine: gerne anschreiben, aber Achtung Spoiler)
Insgesamt bin ich auf jeden Fall sehr unzufrieden mit dem Buch und mir aktuell noch nicht sicher, ob ich noch mal in ein Buch von Kanae Minato reinschauen werde.

Veröffentlicht am 04.05.2019

ein wirklich wundervolles Kinderbuch!

Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis
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Auch beim zweiten Lesen immer noch ein absolut spannendes und tolles Kinderbuch!
Nachdem die Mutter von Joëlle und Lancelot das Navi falsch programmiert hat, landet die Familie nicht im »Beach Holiday ...

Auch beim zweiten Lesen immer noch ein absolut spannendes und tolles Kinderbuch!
Nachdem die Mutter von Joëlle und Lancelot das Navi falsch programmiert hat, landet die Familie nicht im »Beach Holiday Superior«, sondern in einem lauschigen kleinen Ort und im süßen kleinen Haus der Apfel-Geschwister. Doch die Enttäuschung dauert nicht lange an, denn Joëlle und ihr Bruder machen einige spannende Entdeckungen - Fräulein Linde und Fräulein Rose fangen nämlich Alpträume in selbstgemachten Traumfängern und ausgerechnet Joëlle ist eine Traumdeuterin. Trotz der Wahrnungen begeben sich die Kinder auf Entedckungsreise und Joëlle fängt sich einen bösen Alptraum ein. Doch zum Glück wird alles gut und sie finden einen neuen Freund - wer braucht da schon das »Beach Holiday Superior«? ;)