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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2021

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Die Schlotterbeck-Chroniken
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Angesprochen hat mich hier sogleich das tolle Cover, und auch der Text in der Verlagsvorschau. Ich habe mir eine lustige und unterhaltsame Geschichte versprochen und diese habe ich auch bekommen. Trotzdem ...

Angesprochen hat mich hier sogleich das tolle Cover, und auch der Text in der Verlagsvorschau. Ich habe mir eine lustige und unterhaltsame Geschichte versprochen und diese habe ich auch bekommen. Trotzdem habe ich irgendwie etwas anderes erwartet, aber da kann das Buch ja nichts für.

Mich konnte die Geschichte nicht so catchen, wie ich es mir erhofft habe. Dabei hat sie eigentlich alles, was man will. Einen sympathischen und menschlichen Protagonisten, okay nicht wirklich menschlich, er ist ein Vampir, aber man kann sich als Teenager bestimmt gut mit ihm identifizieren.

Dann eine coole Geschichte, in der Gaming eine zentrale Rolle spielt, aber auch das Thema Freundschaft, etwas Neues zu entdecken und über sich hinauszuwachsen. Alles Dinge, die zur Zielgruppe des Buches passen.

Ich mochte die Ideen in der Geschichte zum Beispiel ForkKnight oder Flaps die Fledermaus. Und der Humor war klasse, das merkt man schon, wenn man einen Blick in die Leseprobe wirf.

Noch zu erwähnen gilt, dies ist der Start in eine Reihe und der Band endet ein bisschen böse. Ich würde das Buch auf jeden Fall jüngeren Leser*innen empfehlen, besonders wenn diese auf Videospiele stehen und auch, wenn sie vielleicht nicht so gerne lesen. Natürlich werden auch Erwachsene ihren Spaß an der Geschichte haben, wenn sie gerne Kinder / frühe Teenager Bücher lesen, mir hat aber das besondere Etwas bzw. der letzte Funke gefehlt.

Veröffentlicht am 12.07.2021

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Das Jahr der Hexen
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Zu Beginn der Geschichte war ich etwas an den Film The Village erinnert, doch schon bald löste ich mich von diesem Gedanken. Immanuelle lebt in Bethel, einer Gemeinde, wie soll ich sie am besten beschreiben, ...

Zu Beginn der Geschichte war ich etwas an den Film The Village erinnert, doch schon bald löste ich mich von diesem Gedanken. Immanuelle lebt in Bethel, einer Gemeinde, wie soll ich sie am besten beschreiben, dort herrscht das Patriarchat. Der Heilige Vater ist ganz dolle und alle Sünde kommt von der Mutter, deswegen muss Frau Buße tun und schön alles machen, was Mann sagt, um diese Erbsünde zu sühnen.

Immanuelle hat praktisch keine Rechte und lebt bei ihren Großeltern, da ihre Mutter gestorben ist. Diese hatte sich mit einem Jungen aus den Vorstädten eingelassen, obwohl sie dem Propheten versprochen war. Dadurch ist sie in Ungnade gefallen und Immanuelles Daseinsberechtigung ist noch geringer als die der anderen Frauen, manche munkeln sogar sie sei eine Hexe. Als es sie dann wie magischen in den verbotenen düsteren Wald zieht, nimmt das Schicksal seinen lauf...

Puhh, die Autorin bringt diese Gesellschaftskonstellation sehr gut an die Leserschaft, so empfand ich es zum Teil ziemlich anstrengend zu lesen wie ungerecht diese Welt ist und was dort alles schiefläuft. Je nach Laune war dies schwer zu ertragen und ich habe mich auf die Rache gefreut, auf den großen Rückschlag im Sinne von Carry. Ihr wisst, was ich meine. Ich möchte nicht Spoilern, nur so viel, das Buch ging dann auf jeden Fall in eine gute und richtige Richtung, ich hätte aber etwas andres und mehr erwartet.

Ich habe einfach ein bisschen etwas anderes Erwartet. Auch bei dem Thema Hexen, das kam für mich nicht in dem Ausmaße durch, wie ich es mir gewünscht hätte. Kurzum, ich kann dem Buch nicht wirklich vorwerfen, dass es nicht so war, wie ich es gerne gehabt hätte, da kann das Buch ja nichts für. Und Das Jahr der Hexen ist durchaus eine unterhaltsame Geschichte, mit einigen Höhen. Doch leider zogen sich manche Passagen für mich und ich habe die Spannung vermisst.

Dafür mochte ich die mutige und starke Protagonistin sehr und auch wie die Autorin die Atmosphäre eingefangen hat. Man hat sich als Leser*in wirklich in diese puristische Zeit zurückversetzt gefühlt. Themen wie Rassismus und Sexismus finden einen Platz in der Geschichte bzw. sind Zentrale Elemente. In der Summe eine atmosphärische und Unterhaltsame Geschichte, von der ich mir leider doch etwas mehr erhofft hätte.

Veröffentlicht am 28.05.2021

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M.A.G.I.K. (1). Die Prinzessin ist los
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Nachdem mir die Zuckermeister von Tanja Voosen sehr gefallen haben, musste auch ihre neue Reihe bei mir einziehen.

Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es in diesem Reihenstart für Leser:innen ab ...

Nachdem mir die Zuckermeister von Tanja Voosen sehr gefallen haben, musste auch ihre neue Reihe bei mir einziehen.

Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es in diesem Reihenstart für Leser:innen ab 9 Jahren magisch zu. Neles Vater arbeite bei M.A.G.I.K., was genau er dort macht ist streng geheim. Aber sie weiß, es geht um magische Angelegenheiten und was sie noch weiß, der Job ist daran schuld, dass sie ihren Vater viel zu wenig sieht und sich oft einsam fühlt. Doch dann bringt er auf einmal Romy mit.

Romy die wirkt als würde sie von einem anderen Planeten kommen. Schnell wird klar, Romy ist eine Prinzessin und die Zeit mit ihr wird nicht einfach werden. Denn eine magische Prinzessin im Zeugenschutzprogramm, das ist kein einfaches Unterfangen.

Die Geschichte ist locker leicht erzählt und passt gut für die Altersempfehlung. Die Sätze sind einfach und verständlich gehalten und es gibt zwar keine Zeichnungen von einzelnen Szenen, was ich ziemlich schade fand, aber am Anfang jedes Kapitels gibt es eine kleine Illustration. Besonders gefallen hat mir hier wieder die Kreativität von Tanja Voosen, sie bringt so tolle und coole Ideen in die Geschichte ein.

Es hat Spaß gemacht die Geschichte zu lesen. Man leidet mit Nele mit, die ihren Vater vermisst und dann mit Romy klarkommen muss, die wirklich nicht einfach ist. Da konnte ich Neles Gefühle wirklich gut verstehen. Aber auch in Romy kann man sich gut hineinversetzten, sie kommt einfach aus einer völlig anderen Welt, wurde anders erzogen und kennt es schlichtweg nicht anders.

Das Thema Fußball, was eigentlich nicht meins ist, hat mir auch gefallen, weil dadurch das Thema Teambildung und Teil einer Gruppe sein, Elemente in der Geschichte waren. Nele und auch Romy entwickeln sich weiter und es war schön diesen Prozess zu verfolgen und zu sehen wie die beiden sich anfreunden.

Fazit:
Ein schöner Auftakt in die neue Reihe von Tanja Voosen.
Magisch, chaotisch und voller Freundschaft und nicht zu vergessen auch witzig.
Mir hat ein bisschen das besondere Etwas gefehlt, aber ich glaube jüngere Leser:innen werden bestimmt völlig in der Geschichte aufgehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2021

Game of Blood

Game of Blood
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Game of Gold fand ich letztes Jahr mega gut und es gehörte zu meinen Highlights, ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr ich mich auf Band 2 gefreut habe.

Leider hatte ich zu Beginn starke Probleme in ...

Game of Gold fand ich letztes Jahr mega gut und es gehörte zu meinen Highlights, ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr ich mich auf Band 2 gefreut habe.

Leider hatte ich zu Beginn starke Probleme in die Geschichte zu kommen, dabei habe ich wirklich nicht das schlechteste Gedächtnis. Mir waren noch einige Dinge aus Band 1 präsent und ich weiß nicht, ob es an mir liegt, oder daran, dass man in Band 2 so in die Geschichte geworfen wird, aber ich habe mich wirklich schwergetan. Immer wieder musste ich überlegen. Da hätte ich mir wirklich gewünscht, dass die Autorin eine kleine Erinnerung eingebaut hätte, um die Leserschaft nochmal kurz abzuholen.

Ich mochte Lou schon in Band 1 sehr und dem war hier auch so. Sie ist alles andere als auf den Mund gefallen und hat immer einen frechen Spruch parat. Ich mag sie unheimlich gerne mit ihrer frechen aber auch liebenswürdigen Art. Doch gelegentlich habe ich mich darüber geärgert, dass sie nicht einfach die Wahrheit sagt. Das ist ein Faktor, der mich allgemein oft in Büchern stört, dieses nicht ansprechen von Dingen.

Reid finde ich immer noch einen tollen Kontrast zu ihr, er ist eher überlegt, kopflastig und ruhiger. Hier war er mir manchmal too much, wie er sich der Magie gegenüber verhält. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

Die Handlung hat mir gefallen, doch in der Summe fand ich sie nicht ganz so spannend wie in Band 1. Wie die Autorin Magie beschreibt bzw. wie sie innerhalb dieser Welt funktioniert finde ich immer noch interessant und gut durchdachte. Doch irgendwie konnte mich die Geschichte nicht so an den Seiten fesseln, wie es bei dem Vorgänger der Fall war.

Trotzdem bin ich gespannt auf Band 3 und finde die Reihe immer noch empfehlenswert. Besonders wenn man freche Protagonistinnen mag, sowie Magie und Hexen.

Veröffentlicht am 07.05.2021

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Die Nacht der Acht
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Stell dir vor, du bist auf eine Kunstschule und gelangweilt. Du gehörst zu den coolen Acht, ihr seid diese Clique wo jeder dabei sein will, aber ihr seid nur Acht und du bist eine:r davon. Aber es wird ...

Stell dir vor, du bist auf eine Kunstschule und gelangweilt. Du gehörst zu den coolen Acht, ihr seid diese Clique wo jeder dabei sein will, aber ihr seid nur Acht und du bist eine:r davon. Aber es wird öde jedes Wochenende zu feiern und sich sinnlos zu betrinken, da muss es doch noch mehr geben, etwas Abenteuer und Spannung.

Da kommt die Idee. Ein Horrorabend, bei dem es darum geht die anderen zu erschrecken und wer Angst hat, der muss trinken. Hört sich nach genau der richtigen Freizeit Beschäftigung an, doch dann läuft es aus dem Ruder, Menschen verschwinden, Steine tauchen auf und hat da jemand gerade geschrien?

Die Idee fand ich genial und ich habe das Buch praktisch am Stück gelesen. Der Schreibstil ist super flüssig und einfach, außerdem baut sich so ein sog auf, da man unbedingt wissen will was als nächstes passiert, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Auch die grusel Ideen von den Teenagern waren cool. Man weiß als Leser:in nie so genau was nun echt ist und was vielleicht nicht.

Doch leider fand ich die Charaktere sehr stereotypisch und manche Sätze, die da gefallen sind, gehen für mich in der heutigen Zeit einfach nicht mehr. Für mich waren die Charaktere zu gewollt, es gibt diverse Vertreter:innen, aber wie gesagt, es wirkte auf mich zu konstruiert.

Auch das Ende hat mich nicht überzeugt, ich verrate natürlich nichts, was nicht leicht ist, den so kann ich es nicht richtig kritisieren. Die Durchschaubarkeit hat mich nicht gestört, für mich gab es trotzdem genug Spannung. Aber das empfindet vermutlich jeder anders.

Fazit:
Ein atmosphärisches Verwirrspiel bei dem es zunehmend schwieriger wird zu erkennen, was Wirklichkeit ist.
Ich habe das Buch praktisch am Stück verschlungen, ein echter Pageturner.
Leider konnten mich die zuweilen stereotypischen Charaktere und das Ende nicht völlig überzeugen, aber trotzdem hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen und diesen kleinen Horrortrip mitzuerleben.