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Veröffentlicht am 25.10.2017

Schaurig gut

Wie bastel ich mir einen Zombie
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Auf der Hinterseite des Buches steht: "Für alle Leser von Randall Munroes 'What if? - Was wäre wenn'". Damit musste ich mir dieses Buch unbedingt zulegen, denn ich habe "What if" geliebt!
Um was geht's? ...

Auf der Hinterseite des Buches steht: "Für alle Leser von Randall Munroes 'What if? - Was wäre wenn'". Damit musste ich mir dieses Buch unbedingt zulegen, denn ich habe "What if" geliebt!
Um was geht's? Schaurige Geschichten aus der Wissenschaft! Vom kleinsten Parasiten, der die Hirne von uns Menschen befällt und uns in den Tod treiben kann. Von Chirurgen die die absurdsten Dinge veranstalten und von Wissenschaftlern die auf die komischsten sowie grausigsten Idee kommen. Das Buch war fesselnd, sowohl absolut verrückt und doch wieder interessant. Es ist eine kleine Sammlung, die mich irgendwie fasziniert und die mir die Gänsehaut hervorgelockt hat.

Ich möchte in meiner Rezension nicht auf die einzelnen Geschichten eingehen, denn ich möchte euch nicht die Schockmomente nehmen, falls ihr das Buch lesen wollt. ;)


 

 
Kurz zum Inhalt:

Seit tausenden von Jahren versuchen wir Mittel und Wege zu finden, Körper und Geist unserer Mitmenschen zu beeinflussen und zu kontrollieren. Von giftigem Honig, der ganze Armeen niederstrecken kann bis zu den Voodoo-Zaubern auf Haiti – Frank Swain erzählt ebenso fundiert wie mitreißend wahre Geschichten aus der Wissenschaft. Von Hundeköpfen, die ohne ihre Körper zum Leben erweckt werden, von Geheimgesellschaften, die tief in die Psyche des Menschen vordringen, mit dem Wunsch, den Tod zu überlisten. Und von Parasiten, die ihren Wirt so beeinflussen können, dass er zu Suizid oder zur Geschlechtsumwandlung getrieben werden kann.
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Die skurrilsten Ideen der Wissenschaft bzw. die skurrilen Lebewesen der Welt, zusammengetragen in diesem Büchlein. Es ist eine spannende Idee, die einen oft nur den Kopf schütteln lässt. Ich konnte es hin und wieder gar nicht glauben, dass es so etwas wirklich gibt. Deswegen musste ich mich öfters während dem lesen erinnern, dass es alles wahre Geschichten sind. Das Buch ist eigentlich eine Sammlung dieser schaurigen Momente, spannend erzählt durch den Autor.
Der Autor berichtet über Zombies, Kannibalen und was einem sonst noch so einfällt.



2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Das Buch ist in sieben große Kapitel aufgeteilt, wie zum Beispiel "Blutsauger" oder auch "Fernsteuerung", die wiederum einzelne kleine Geschichten enthalten. Die Geschichten sind unterschiedlich lang, von 2 Seiten bis hin zu 6 Seiten. Ich finde diese Länge sehr angenehm, denn so kann man ganz einfach während den einzelnen Teilen stoppen und später weiterlesen. Der Autor erzählt sehr fachlich und erklärt die Hintergründe der einzelnen Geschichten sehr gut. Geht beispielsweise auf die einzelnen Lebewesen ein und warum sie gewisse Wirkungen auf uns haben, sowie auf die Hintergrundgeschichten warum dieser Chirurg genau das machte was er machte.

Mir gefällt der Aufbau gut und ich gebe hier einen ganzen Weltentaucher.



3. Kriterium: Wissenschaft?

Ich hätte nicht erwartet, dass es so wissenschaftlich werden würde, denn der Titel als auch der Klappentext versprachen eher eine lustige, sowie schaurige Aufmachung der ganzen Geschichten. Das ganze war dann aber doch sehr ernst. Aber wissenschaftlich auf jeden Fall. An Fakten hat es nicht gefehlt, was ich auf der einen Seite gut fand und auf der anderen Seite zu fachlich, wie ein Wikipedia Text.

Fürs wissenschaftliche gibt es einen ganzen Weltentaucher.



4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 


Ich persönlich fand es sehr spannend zu lesen! Ich werde mich noch lang an die einzelnen Geschichten erinnern können.







5. Kriterium: Die Schreibweise.


Das Buch ist wie oben schon erwähnt sehr wissenschaftlich gehalten und deswegen auch voll mit Fakten. Grundsätzlich hat mir das richtig gut gefallen, denn so bekommt man in nur wenigen Seiten einen interessanten Überblick und man lernt auch ziemlich viel. Die Geschichten sind nicht wie Geschichten erzählt, sondern eher so wie ein Zeitungsartikel der die wichtigsten Geschehnisse abklappert. Mich brachte es zwischendurch öfters zum stocken. Man springt von Erzählung zu Erzählung und so ist nicht wirklich ein Lesefluss entstanden. Deswegen gibt es hier nur einen halben Weltentaucher.















Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und es wird mir schaurig in Erinnerung bleiben. Es war wirklich interessant durch die Vergangenheit zu reisen und ich kann bei meinen Freundin mit diesem schaurigen Wissen für lustige Abende punkten.

Veröffentlicht am 22.10.2017

Mein Highlight 2017

Illuminae. Die Illuminae-Akten_01
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Definitiv ein Highlight 2017! Ich bekam das Buch schon vor ein paar Monaten als Rezensionsexemplar und habe es auf einmal durchgelesen. Es ist anders, es ist neu und es hebt den Begriff Spannung auf eine ...

Definitiv ein Highlight 2017! Ich bekam das Buch schon vor ein paar Monaten als Rezensionsexemplar und habe es auf einmal durchgelesen. Es ist anders, es ist neu und es hebt den Begriff Spannung auf eine ganz neue Ebene. Plötzliche Wendungen, eine wunderschöne Gestaltung, und eine Idee die mich zum weinen gebracht hat. Illuminae nahm mich mit auf ein Weltraumabenteuer der besonderen Art.

Kleine Anmerkung am Anfang: ich kann mir vorstellen, dass viele Leser sich nicht so gut mit dieser Art von Buch identifizieren können. Werft deswegen vorher auf jeden Fall einen Blick hinein!

Schaut unbedingt auf der Extraseite des Verlags vorbei:





 

 


Kurz zum Inhalt:

Dieses Buch definiert Lesen neu

Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando. Science Fiction Roman der Sonderklasse und Lovestory in einem!
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Die Idee des Buches kurz zusammengefasst: eine Verfolgungsjagd im Weltall. Die Bevölkerung flieht in mehreren Raumfahrzeugen, die sich dann komischerweise untereinander auch noch zu bombardieren beginnen. Über allem steht die KI AIDAN, der natürlich Schaden genommen hat und dadurch die Menschen auf der Flucht sowohl auch den Leser in den Wahnsinn treibt.





2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Und genau bei diesem Punkt liegt das Augenmerk dieses Buches. Es ist nicht normal aufgebaut, sondern man liest Aufzeichnungen und verfolgt so die Geschehnisse die auf der Flotte, vor der Flucht sowohl während als auch danach, geschehen sind. Man blickt als Leser von Außen auf die Geschichte, betrachtet die Raumschiffe wie sie durch das All sausen, sowohl kann man aber auch hinter die Kulissen und in die Köpfe der Besatzung wechseln. Man liest Chats zwischen Kady und Ezra, verfolgt ihre Liebe und ihre Verzweiflung. Betrachtet Überwachungsaufnahmen, auf denen sich Kady und die Besatzung bewegen. Kann sich Pläne der Raumfahrzeuge ansehen, sodass man bei den Ortswechseln den Überblick behält. Und was mir besonders gut gefallen hat: AIDAN. Die KI die über allem steht. Als Leser kann man in seine Gedanken tauchen. Sie sind wirr, sie sind verständlich und dann doch wieder nicht.

Das Buch ist also eine Sammlung von verschiedenen Dokumenten und ich fand es bemerkenswert, dass sich daraus eine so spannende Geschichte zaubern ließ. Das man so etwas durch die Aneinanderreihung von verschiedenen Aufzeichnungen zusammenbringt ist wirklich eine große Leistung und vor allem für den Leser eine ganz neue Erfahrung.







3. Kriterium: Die Charaktere.

In diesem Buch hält man zu Kady und Ezra. Alles dreht sich um die beiden und wie sie dazu beitragen, dass alles entweder den Bach runter geht oder sich dann doch wieder alles zum guten wendet. Obwohl man die beiden nur durch Chats, Mails oder Überwachungskamera-Aufzeichnungen kennenlernt, konnte ich eine Beziehung zu den beiden aufbauen. Ich hab wahnsinnig mitgezittert und gehofft, und war am Ende sogar zu Tränen gerührt.

Und dann muss ich auch hier wieder AIDAN erwähnen. AIDAN übernimmt ab circa der Hälfte des Buches das Kommando und Kady und Ezra müssen zurücktreten.
Mir haben die Gedanken des Computers sehr gut gefallen. Es war interessant zu beobachten wie er mit seiner menschlichen Seite zu kämpfen hatte.

Auch hier wieder: ich vergebe die volle Punktzahl.



4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 


Ich konnte mir zuerst nicht vorstellen, dass es durch diese schon erwähnte Aneinanderreihung so spannend werden kann, aber genau durch diese unterschiedlichen und abwechslungsreichen Sichtweisen, wurde die Spannung stetig in die Höhe getrieben. Noch dazu kam die wunderschöne Gestaltung die das lesen einfach an sich schon spannender machte. Die plötzlichen und unvorhersehbaren Wendungen waren geschickt in die Geschichte eingebaut und die Brutalität, die durch den Virus auf den Schiffen entstand, heizte die Lage noch an.







5. Kriterium: Die Schreibweise.


Das Buch ist sehr qualitativ hochwertig geschrieben. Es gibt viele technische Fachbegriffe, die dem ganzen Realität eingehaucht haben, beim lesen aber überhaupt nicht störten. Je nachdem welches Dokument man gerade las, variierte auch die Schreibweise. Kady und Ezra schrieben zum Beispiel mit vielen Fachausdrücken die schwarz zensiert wurden. Wenn man dann plötzlich auf AIDAN wechselt, liest es sich wieder ganz anders. Mir hat das richtig gut gefallen!

















Das Buch ist für mich ein absolutes Highlight. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht es zu lesen und schon alleine die Qualität des Buches macht den Leser glücklich. Schön dicke Seiten die noch dazu wunderbar gestaltet sind. Ich muss auch noch unbedingt die plötzlichen Wendungen ansprechen, die man im vorhinein in keinster Weise vorhersehen konnte! Ich habe diese Passagen mehrmals gelesen, weil ich es einfach nicht glauben konnte was da passiert ist. Also auch hier: Volltreffer!

Veröffentlicht am 22.10.2017

Ernster Hintergrund

Feuer und Feder
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Dieses Buch ist auf eine gewisse Weise schön, die mich begeistert hat. Es erzählt eine wunderschöne Geschichte, die aber einen sehr ernsten Hintergrund hat, der geschickt eingefädelt worden ist. Auf der ...

Dieses Buch ist auf eine gewisse Weise schön, die mich begeistert hat. Es erzählt eine wunderschöne Geschichte, die aber einen sehr ernsten Hintergrund hat, der geschickt eingefädelt worden ist. Auf der einen Seite Raisas neues Leben. Sie lernt lesen und schreiben und ist keine Sklavin mehr. Auf der anderen Seite lernen wir in diesem Buch die unterdrückte Mehrheit kennen. Es ist keine Selbstverständlichkeit schreiben zu können....ein Thema direkt aus der Realität gegriffen. Interessiert? ;)

Hier geht's zum Verlag: Beltz Verlag

Hier könnt ihr euch das Buch direkt beim Verlag bestellen.








 

 


Kurz zum Inhalt:

Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Ich musste dieses Buch einfach lesen, weil ich an der Umsetzung dieses doch sehr ernsten Hintergrundes, interessiert war. Wie schafft es die Autorin, die Fantasie hier mit hineinzubringen und wie geht sie mit der Liebe um, die doch sehr schwierig ist?

Die Autorin hat diese Themen sehr geschickt verflochten und die Fantasie ihrer Geschichte nicht aus den Augen verloren. Es dreht sich um das erlernen dieser besonderen Fähigkeit, mit den Göttern zu sprechen, was mich an sich schon fasziniert hat.

Das Buch ist sehr vielschichtig, aus vielen Ideen aufgebaut und wird dadurch nie langweilig. Ich vergebe hier einen ganzen Weltentaucher.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Hier muss ich ein großes Lob aussprechen. Die Geschichte ist wunderbar stimmig und spannend aufgebaut. Mir hat es an nichts gefehlt. Es ging um Liebe, um einen persönlichen Konflikt, um wichtige Entscheidungen, um Magie, um Götter und um die Menschen. Es waren so viele Aspekte die alles in allem eine schöne Geschichte mit einem roten Faden ergeben.

Mir gefiel es sehr gut, dass auch sehr viel auf die Götter eingegangen wurde. Sie begleiteten die ganze Geschichte und vor jedem Kapitel war ein kleiner Absatz, was sie gerade so trieben. Das machte das Ganze viel interessanter und man lernte eine andere Sichtweise kennen.

Jedoch muss ich einen kleinen Punkt ansprechen: der Anfang fiel mir nicht so leicht wie gedacht. Es war eine ganz neue Welt, neue Namen und ungewöhnliche Einstellungen. Das hat mich zuerst ein bisschen abgeschreckt, aber ich kam dann schnell hinein. Gut so.

Ich vergebe hier einen ganzen Weltentaucher.

3. Kriterium: Die Charaktere.

Der innere Konflikt von Raisa hat die Autorin hervorragend geschrieben. Raisa wirkt dadurch echt und real, da ihre Gedankengänge absolut nachvollziehbar sind. Und was mir vor allem gefallen hat: sie wirkt nicht überspielt naiv und tollpatschig, sondern glaubhaft jung und doch sehr reif.

Die Charaktere waren in diesem Buch allgemein sehr vielschichtig. Sie wandeln, haben verschiedene Facetten, sind einmal gut und einmal schlecht drauf, einmal sympathisch und einmal hatte ich genug von ihnen. Es ist eigenartig das zu schreiben, wenn ich darüber nachdenke ist es jedoch genau das.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 


Die Spannung wurde nicht nur durch das Geschehene vorangetrieben, sondern auch durch die ernste Thematik die immer als Schatten vorhanden war. Auch war es spannend wie die Götter diese ganze Geschichte sahen.

5. Kriterium: Die Schreibweise.


Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht und locker, obwohl ich am Anfang etwas schwer in die Geschichte hinein gekommen bin. Dann ging es rasend schnell dahin und ich konnte mich nicht mehr vom Buch lösen. Sie hat auch eine sehr bildliche Sprache und beschrieb das erlernen interessant und vorstellbar. Deswegen gibt es hier auch einen ganzen Weltentaucher.



Das Buch hat mich von vorne bis hinten überzeugt und ich kann es sehr empfehlen. Mir gefiel es, dass auch die Liebe in solchen Situationen eine große Rolle spielte und die Umsetzung dieser Idee, vor allem auch mit den kleinen Einblicken in das Leben der Götter, war sehr gelungen.

Veröffentlicht am 22.10.2017

Konnte mich überzeugen

Das dunkle Herz des Waldes
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Nur ein Fluss trennt das Dorf vom dunklen Wald. Ein Ort, in dem das Böse zu Hause ist. Nur ein Magier beschützt die Dorfbewohner, verlangt aber, alle paar Jahre ein Mädchen. Dieses muss dann in den Wald. ...

Nur ein Fluss trennt das Dorf vom dunklen Wald. Ein Ort, in dem das Böse zu Hause ist. Nur ein Magier beschützt die Dorfbewohner, verlangt aber, alle paar Jahre ein Mädchen. Dieses muss dann in den Wald. Die Story hat mich mit diesem Klappentext sehr schnell gepackt und die Fantasie ging mit mir durch. Es begannen sich dunkle Bilder zu spinnen, voll mit Magie und Angst, die mich nur so an das Buch fesseln wird. Wunderschöne, bildlich gezeichnete Orte, konnten mich dann von der Geschichte überzeugen.

 

 


Kurz zum Inhalt:

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Die Idee des Buches gefiel mir wirklich gut, und es hat sich alles so entwickelt wie ich es mir erhofft hatte: das Erlebnis im Dunklen Wald und die spürbare Bedrohung. Es ist nicht einfach, diese Angst für den Leser greifbar zu machen, die Autorin hat es jedoch meiner Meinung nach geschafft. Hin und wieder wurde es jedoch ziemlich zäh, dazu aber später mehr.

Auch gefiel es mir, dass sich die Geschichte nicht nur um die Geschehnisse im Wald drehte, sondern dass auch die Protagonistin im Vordergrund steht, obwohl ich mich nicht recht mit ihr anfreunden konnte.

Für die Idee des Buches, für das Setting sowohl auch für die gelungenen magischen Momente gibt es hier einen ganzen Weltentaucher.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Bei diesem Punkt ist meine Meinung etwas gespalten. Auf der einen Seite schrieb die Autorin sehr spannend und hat meine Gefühle erweckt und mir Gänsehaut Momente beschert. Auf der anderen Seite gab es Passagen die man einfach weglassen hätte sollen. Gewisse Momente zogen sich wahnsinnig in die Länge. Jedes kleinste Detail wurde beschrieben, und jeder kleinster Gedanke, sodass ich am liebsten vorgeblättert hätte. Das war für dieses doch sehr dicke Buch, circa 600 Seiten, nicht sehr fördernd. Vor allem, weil auch der Anfang eher träge dahinging, obwohl diese "Wahl" , wer wohl in den Wald muss, eigentlich spannend hätte sein können.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Agnieszka erzählt. Es ist das erste Buch bei dem ich behaupten kann, dass eine zweite Sichtweise gut gewesen wäre. Beispielsweise hätte mich die Story aus der Sicht vom Zauberer, dem "Drache", noch gefallen. Er war ein sehr undurchsichtiger Charakter, den ich auf der einen Seite mochte, auf der anderen Seite aber total unsympathisch fand. Ich glaube das hätte die Geschichte, vor allem in den langweiligen Passagen lebendiger gemacht. Meine Meinung!

Für den Aufbau gibt es einen halben Weltentaucher, weil es grundsätzlich spannend war und alles sehr stimmig ineinanderpasste, es aber hin und wieder unnötig in die Länge gezogen wurde.

3. Kriterium: Die Charaktere.

Auch hier kann ich mich nicht recht entscheiden. Die Protagonistin, Agnieszka, ist mir leider nicht ans Herz gewachsen. Man konnte zwar eine Entwicklung von ihr im Laufe des Buches feststellen, mir war sie aber dann doch zu lang, zu tollpatschig und zu naiv. Für ihre 17 Jahre verhielt sie sich wahnsinnig unreif und ich hab sie mir dann einfach jünger vorgestellt.

Und dann gab es Charaktere wie den Zauberer, denn man einfach nicht durchschauen konnte. Ich mochte ihn eigentlich nicht. Und doch war er der spannendste Charakter, einfach weil ich ihn nicht mochte! Das machte das ganze viel interessanter.

Was mich persönlich sehr am Lesefluss gehindert hatte, sind die komplizierten Personen Namen und die Namen der Orte. Wenn ich das Wort, nachdem es schon zehnmal erwähnt wurde, immer noch nicht "flüssig im Kopf denken kann", nervt es mich nur.

Ich vergebe hier einen halben Weltentaucher, weil ich mir bei Agnieszka mehr erwartet hätte.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 


Ja, die Autorin hat es geschafft, mich bis zum Ende am Buch zu fesseln und hat mich irgendwie auch über die langweiligen Passagen getragen. Sie hat auch einige Dinge offen gelassen, was mich nicht gestört hat. Trotz der Charaktere, war die Story an sich toll erzählt!

Da ich für die langweiligen Passagen oben schon einen Punkt abgezogen habe, werde ich es hier nicht mehr abziehen. Dadurch gibt es hier einen ganzen Weltentaucher.

5. Kriterium: Die Schreibweise.


Die Autorin hat einen für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, hab mich dann aber trotzdem schnell daran gewöhnt. Ja, es ist sehr detailreich, was ich bei den dunklen Passagen sehr zu würdigen gewusst habe.



Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und es hat sich mit seinen knapp 600 Seiten gut geschlagen. Wenn ihr gern Fantasy lest, solltet ihr einen Blick darauf werfen, schaut euch aber die Leseprobe an, ob euch der Schreibstil auch gefällt. Wenn ihr jedoch gerne Charaktere habt, die euch zutiefst berühren, seit ihr hier meiner Meinung nach falsch. Mich haben die Situationen und die Geschehnisse berührt, jedoch nicht das teilweise blutige Schicksal der Personen....

Veröffentlicht am 23.09.2017

Unglaublich tolles biologisches Buch!

So macht es das Krokodil
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Ich musste dieses Buch einfach lesen! Es zeigt die Veränderung von Paarungsverhalten im Laufe der Evolution von den kleinsten Lebewesen, bis hin zu den größeren. Es zeigt sehr detailliert, wie die Fortpflanzungsrituale ...

Ich musste dieses Buch einfach lesen! Es zeigt die Veränderung von Paarungsverhalten im Laufe der Evolution von den kleinsten Lebewesen, bis hin zu den größeren. Es zeigt sehr detailliert, wie die Fortpflanzungsrituale ablaufen und das auf eine so spannende Art, dass man einfach erstaunt aufatmen muss. Außerdem liebe ich den Humor der Autorin. Sie schafft es, dieses Thema so skurril darzustellen, dass ich oft laut auflachen muss.

Und eins ist klar: mir war nicht bewusst, welche Eigenarten es gibt!



 
 
 
Kurz zum Inhalt:

Die Fortpflanzung ist die entscheidende Triebfeder der Evolution. Lisa Signorile führt uns anhand ebenso amüsanter wie teils höchst skurriler Beispiele aus den fünf wichtigsten Wirbeltiergruppen systematisch und in unverkrampftem Ton durch die verschiedenen Teilgebiete der Fortpflanzungsbiologie. Welche Fantasien haben Knochenfische? Sind Haie Exhibitionisten? Sind Krokodile tatsächlich Erektionskünstler? In diesem Buch lernen wir wirklich alles über das Sexualleben der Tiere – vom Balzverhalten über die Kopulation, die Anatomie der Geschlechtsorgane und die Brutpflege, bis hin zu Selbstbefriedigung und Homosexualität im Tierreich.
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Die Autorin ist eine Biologin, und sie geht deswegen auch sehr wissenschaftlich an das Thema heran, lockert es aber mit ihren spielerischen Schreibstil auf. Sie erklärt die spannendsten und merkwürdigsten Fortpflanzungweisen der Tierwelt, erwähnt dabei das Neunauge am Anfang, bis hin Schildkröten etc. Sie pikt sich die einzigartigsten Rituale heraus, spricht über Homosexualität im Tierreich und macht auch öfters Vergleiche mit dem Menschen, was das Buch sehr unterhaltsam macht.

Das Buch ist eine wunderbare Sammlung und bekommt von mir für diese schöne Idee einen ganzen Weltentaucher.



2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.


Das Buch ist überschaubar aufgebaut und die einzelnen Tiere sind nicht durcheinander gewürfelt. Als Leser macht man eine kleine Reise von den primitiveren Tieren, über die Reptilien und den Säugetieren. Dementsprechend wird das Paarungsverhalten auch immer interessanter.

Zwischendurch findet man immer ein paar Schwarzweiß-Bilder, die die gerade besprochene Art oder Gruppe zeigt. Ich finde diese sehr schön (hin und wieder sind es auch Zeichnungen), und sie lockern das Thema auch auf.

Auch hier gibt es einen ganzen Weltentaucher.



3. Kriterium: Wissenschaft?

Ich muss sagen, dass ich von diesem Aspekt des Buches wirklich wahnsinnig überrascht und glücklich darüber war! Das Buch war sehr wissenschaftlich geschrieben und als Biologie Studentin ist man hier sehr gut aufgehoben. Sie verwendet sehr viele Fachwörter, und oft werden diese gar nicht erklärt. Wenn sie erklärt werden, dann auch eher mit Fachbegriffen und oft auch sehr kompliziert. Die Begriffe werden auch nur einmal erklärt und man sollte sich ihn dann auch merken, denn das Zurückblättern und googeln ist doch nervig.

Ich sag mal so: ich fand es fantastisch, dass es so wissenschaftlich geschrieben wurde und ich habe auch nützliche Begriffe für mein Studium gelernt. Andere, die in diesen Bereich kein Vorwissen haben, werden sich ehrlich gesagt schwer tun. Außer man ist motiviert dazu, zu googeln und sich einzulesen. Die Witze der Autorin sind auch sehr biologischen und auch nur mit ein bisschen Wissen über Zellbiologie zu verstehen.

Dieser Aspekt sollte vorher beachtet werden. Es ist halt doch nicht nur eine Sammlung skurriler Fortpflanzungen.



4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 


Also mich hat's absolut gefesselt!







5. Kriterium: Die Schreibweise.


Wie oben schon erwähnt liebe ich den Humor der Autorin. Sie schafft es, die eigenartigsten Sachen einfach soooo lustig darzustellen, dass man einfach lachen muss. Wenn sie das Sexualverhalten von Neunaugen mit dem der Menschen vergleicht, gibt's kein Halten mehr.

















Ich habe mit diesem Buch einen absoluten Volltreffer erzielt. Ich empfehle aber jedem dem das Buch interessiert, die ersten Seiten durchzulesen, denn ansonsten seit ihr vielleicht enttäuscht, weil es dann doch sehr fachlich zur Sache geht. Ja das war eindeutig zweideutig. ;)