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Veröffentlicht am 17.09.2019

Vergeudete Lesezeit!

Das Haus am Ende der Welt
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Manchmal trägt es sich zu, dass ich durch puren Zufall auf eine Leseprobe stoße, diese mich richtig fesselt und ich direkt im Anschluss das Buch lese. So auch in diesem Fall. Die Leseprobe ist so fesselnd ...

Manchmal trägt es sich zu, dass ich durch puren Zufall auf eine Leseprobe stoße, diese mich richtig fesselt und ich direkt im Anschluss das Buch lese. So auch in diesem Fall. Die Leseprobe ist so fesselnd und derart atmosphärisch geschrieben, dass ich sofort das Gefühl hatte, einen Schatz im Spannungssegment gefunden zu haben, über den noch nicht alle Welt spricht.

Wie gerne hätte ich jetzt eine überschwängliche Rezension auf Lager, doch leider ist das absolut nicht der Fall. Es ist mir etwas unangenehm, weil ein Buch in meinen Augen auch immer Kreativität und Kunst eines Menschen ist, die ich nicht beleidigen möchte.
Aber dieses Buch ist seit langem das schlechteste, was ich gelesen habe. Und es hatte eigentlich so viel Potenzial, was die Stimmung und Szenerie der Leseprobe mehr als versprach. Ich konnte die Geschichte regelrecht sehen, alles lief wie in einem typischen Horrorfilm ab. Ein kleines Mädchen allein auf einer Wiese, ihre beiden Eltern im Haus. Auf einmal kommt ein junger Mann auf sie zu und spricht sie an.

Nichts, wirklich rein gar nichts deutet darauf hin, was dann mit der Story passiert. Ein Absturz in tiefe Langeweile. Es war wie ein Unfall. Man erfährt ab und zu etwas über Eric und Andrew, kurz auch über die „bewaffneten Gestalten“, aber es ist irgendwie null interessant. Der Schreibstil und der damit einhergehende Lesefluss wurde zum Glück stetig besser, aber ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich bis zum Schluss gehofft habe, dass da noch etwas passiert, was diese Richtung der Geschichte rechtfertigt.

Es fällt mir echt schwer nicht zu spoilern, andererseits gibt es nicht wirklich etwas über die Geschichte zu erzählen, wenn man ehrlich ist. Die beiden Väter werden mit ihrer Tochter von Fanatikern im eigenen Ferienhaus gefangen gehalten und gezwungen eine Entscheidung zu treffen, ansonsten würde die Welt untergehen. Nicht mehr und nicht weniger. Das war es. Und falls ihr glaubt das Ende holt es nochmal raus? Falsch gedacht. Das Ende ist ebenso langweilig wie die Charaktere.

Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht annähernd überzeugen und das ist so schade, weil sich der Anfang extrem gut lesen lässt und die Leseprobe wirklich einiges versprochen hat. Auch die Beschreibung des Buches klingt nach guter Spannungslektüre. Hier wurde Potenzial verschenkt und Lesezeit vergeudet. Schade.

Fazit: Vergeudete Lesezeit!

Veröffentlicht am 11.09.2019

Für Fans der Autorin auf jeden Fall lesenswert!

Dich schickt der Himmel
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Endlich habe ich mal wieder einen Roman von Sophie Kinsella gelesen. Vor Jahren habe ich die ersten Bände ihrer „Shopaholic-Reihe“ begonnen und regelrecht geliebt. Selten konnte ich bei dieser Art von ...

Endlich habe ich mal wieder einen Roman von Sophie Kinsella gelesen. Vor Jahren habe ich die ersten Bände ihrer „Shopaholic-Reihe“ begonnen und regelrecht geliebt. Selten konnte ich bei dieser Art von Büchern derart schmunzeln und entspannen. Umso größer war daher meine Vorfreude auf einen weiteren Einzelband fernab von ihrer bekannten Serie.

Der Anfang liest sich unglaublich sympathisch und typisch Kinsella. Der Schreibstil konnte mich sofort wieder abholen und entsprechend einstimmen. Wer die Autorin kennt, weiß im Grunde, was einen erwarten wird. Umso erschrockener war ich, als ich im Nachgang meines Leseerlebnisses die Bewertungen bei amazon.de gesehen habe. Denn wirklich gut schneidet „Dich schickt der Himmel“ hier nicht ab.

Fixie ist eine ziemlich verplante, junge Frau, die sich anfangs leider total ausnutzen lässt und teilwiese sehr naiv dargestellt wird. Manchmal war mir das stellenweise etwas zu klischeehaft. Oft wollte ich sie schütteln und auf den richtigen Weg hinweisen. Trotzdem war sie mir als Charakter sympathisch und die Szene im Café werde ich wohl erstmal nicht vergessen. Warum auch immer, kam mir der Gedanke, wie sich die Kellnerin wohl gefühlt hat und was sie abends zu Hause erzählt hat.

Bei Fixie hat mir ihre persönliche Entwicklung am besten gefallen. Denn diese durchlebt man doch recht deutlich auf den über 500 Seiten.

Zu Ryan möchte ich hier gar nichts erzählen, denn er ist in meinen Augen null erwähnenswert. Zu Sebastian kann man da schon mehr erzählen. Er ist der krasse Kontrast zu Ryan und das ist natürlich auch gewollt. Trotzdem ist auch Sebastian nicht mein Typ Mann. Nichtsdestotrotz passen Fixie und Seb echt gut zusammen und könnten glücklich zusammen werden.

Die Familie von Fixie wird auch näher beleuchtet und so richtig nett finde ich irgendwie höchstens ihre Mutter. Alle anderen empfand ich als sehr anstrengend und selbstbezogen. Dadurch konnte ich keine besondere Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Das hat das Leseerlebnis etwas getrübt, obwohl ich Sophie Kinsella in der Regel wirklich gerne lese.

Alles in allem blieb die Geschichte irgendwie oberflächlich und es fehlte das gewisse Etwas. Dadurch kann man aber auch behaupten, dass sich dieses Buch für einfache Lesestunden gut eignet. Es ist leider kein Lese-Highlight, aber für ein paar Stunden kann man definitiv abschalten und eine kleine Auszeit (vielleicht mit einem Glas Wein) finden.

Fazit: Für Fans der Autorin auf jeden Fall lesenswert!

Veröffentlicht am 21.08.2019

Der Slogan hält nicht was er verspricht!

Dunkelsommer
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Dieser Roman wirbt mit dem Slogan „Ausgezeichnet als bester skandinavischer Spannungsroman!“
Und dies gab mir den Anstoß es noch einmal mit einem Buch dieser Art zu versuchen. Leider konnte mich bisher ...

Dieser Roman wirbt mit dem Slogan „Ausgezeichnet als bester skandinavischer Spannungsroman!“
Und dies gab mir den Anstoß es noch einmal mit einem Buch dieser Art zu versuchen. Leider konnte mich bisher noch keine Geschichte überzeugen, die in Skandinavien gespielt hat und sowas wie Spannung erzeugen sollte.

Leider konnte mich auch dieser Roman nicht überzeugen. Die Charaktere waren mir nicht sympathisch. Niemand. Ich konnte leider überhaupt nicht mitfühlen, obwohl die Dinge die geschehen echt grausam sind. Und das war es auch schon. Ich fand es nicht spannend, ich fand die Art von Menschen, die hier beschrieben werden unglaublich grausam und sehr realitätsnah. Ich bin mir sicher, dass es auf dieser Welt solche Fälle und Menschen gibt. Und das ist wirklich sehr schlimm.

Die Charakterbildung hat mir leider auch nicht zugesagt. Ich konnte zu niemandem eine Verbindung aufbauen und die Schicksale aller waren mir total egal. Es ging mir einfach nicht nah, weil man die Persönlichkeiten von Lelle, Meja und den anderen kaum näher kennenlernt. Nicht, dass ich das im echten Leben je gewollt hätte, aber dadurch fehlte mir die ganze Zeit über etwas. Es schien alles etwas oberflächlich gehalten. Die Schicksalsschläge kamen gefühlt Schlag auf Schlag und dennoch konnte ich kein Mitgefühl für die Personen aufbringen.

Das Lesen dieses Buches hat mir leider keinen Spaß gemacht. Es hat oft totale Längen, obwohl das Buch nicht wirklich dick ist. Der Schreibstil war okay, auch die Übersetzung scheint gelungen, dennoch kam bei mir die versprochene Spannung leider überhaupt nicht auf. Die ganze Szenerie passt gut in einen Film, den viele wahrscheinlich sogar gerne schauen würden. Dennoch hat man meiner Meinung nach auch echt nichts verpasst, wenn man es nicht gelesen hat.

Das Ende ist einfach nur furchtbar ärgerlich. Ich werde nicht spoilern, aber mich hat die Tatsache einfach total geärgert, weil man es in meinen Augen verhindern hätte können und sowas macht mich wütend. Da es diese Gefühle in mir ausgelöst hat, kann ich den Roman also nicht mal als schlecht bewerten, er hat wahrscheinlich einfach nur wieder nicht meinen Geschmack getroffen. Ich frage mich ernsthaft, ob diese Geschichte etwas Neues in dem Bereich ist. Gefühlt hat man so eine Story schon oft in skandinavischen Büchern oder Filmen gehabt. Da ich aber bisher kein Fan solcher Werke bin, kann ich die Frage nicht beantworten. Für mich war dieser Roman leider ein Reinfall.

Fazit: Der Slogan hält nicht was er verspricht!

Veröffentlicht am 24.07.2019

Ein Jugendbuch-Klassiker für Abenteurer und die es noch werden wollen!

His Dark Materials 1: Der Goldene Kompass
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Mit „Der goldene Kompass“ von Philip Pullman habe ich einen literarischen Jugendbuch-Klassiker gelesen und ich danke dem CARLSEN-Verlag für diese wunderschöne Neuauflage.
Für mich gehörte diese Reihe irgendwie ...

Mit „Der goldene Kompass“ von Philip Pullman habe ich einen literarischen Jugendbuch-Klassiker gelesen und ich danke dem CARLSEN-Verlag für diese wunderschöne Neuauflage.
Für mich gehörte diese Reihe irgendwie immer in die Zeit von Harry Potter und dennoch habe ich es bis vor kurzem einfach nie gelesen. Neugierig geworden bin ich letztendlich durch den Trailer zu der HBO-Serie die noch dieses Jahr erscheinen wird.

Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwer gefallen ist. Irgendwie kam ich nur langsam rein, obwohl die Szenerie und der Schreibstil mich tatsächlich in die Harry Potter Zeit versetzt hat. Wahrscheinlich lag dies einfach daran, dass mir einige Erklärungen gefehlt haben, die erst nach und nach eingebaut wurden. Der Zauber dieser Geschichte hat mich daher anfangs leider nur sehr langsam in seinen Bann ziehen können.

Lyra war mir als Hauptprotagonistin am Anfang gar nicht so richtig sympathisch. Ich konnte mich zunächst nicht mit ihr identifizieren, was mir in jüngeren Jahren vielleicht leichter gefallen wäre. Doch die Beziehung zu ihr hat sich im weiteren Verlauf zum Glück etwas verändert, weil sich ihr Charakter in meinen Augen etwas verändert und sie sich entsprechend weiterentwickelt. Das tat der Geschichte wirklich sehr gut und hat schlussendlich die gewisse Magie freigesetzt. Trotzdem konnte ich ihre Art manchmal einfach nicht ausstehen. Sie ist sehr von sich überzeugt und spricht mit anderen manchmal echt sehr frech, beinahe verzogen. Das hat es mir oft wirklich nicht leicht gemacht, sie zu mögen.

Am liebsten war mir wohl die Idee mit den Seelentieren. Dies wurde so wunderbar erdacht und umschrieben, dass ich mir fast selbst eins wünsche. Große Liebe geht raus an Pantalaimon und Iorek Byrnison den Panzerbären. Diese beiden sind mir wirklich sehr ans Herz gewachsen und waren oft der Grund für das Weiterlesen.

Der Erzähl- und Schreibstil des Autors haben mir ganz gut gefallen. Stellenweise fehlte mir leider was, aber im Großen und Ganzen konnte mich Philip Pullman überzeugen und hat in mir tatsächlich das gewisse Gefühl aus der Kindheit zurückholen können.

Dieses Buch weist für mich leider ein paar Schwächen auf, über die ich in meiner Gesamtbewertung leider nicht hinwegsehen kann. Angefangen beim Charakter Lyra und den teilweise fehlenden Erklärungen. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht in diese Welt einzutauchen und ein Abenteuer fernab der Realität zu erleben.

Ob ich den nächsten Teil lesen werde? Am Anfang hätte ich wahrscheinlich sofort gesagt, dass diese Reihe nichts für mich ist, ich bin da einfach rausgewachsen. Aber die Welt um Lyra hat das Abenteuer-Kind in mir geweckt und freut sich nicht zuletzt wegen dem spannenden Ende von Band eins auf den nächsten Teil.

Diese Reihe bestand bis vor kurzem immer aus drei Teilen. Dies hat sich inzwischen geändert. Mit „Über den wilden Fluss“ ist die Vorgeschichte erschienen und am 29.11.2019 wird es mit „Ans andere Ende der Welt“ einen offiziellen vierten Teil geben, der auch im CARLSEN Verlag veröffentlicht wird!

Ich bin schon jetzt sehr auf die Umsetzung der Serie gespannt, da der Film mich damals nicht so ganz überzeugen konnte. Da unter anderem aber James McAvoy im Cast vertreten ist, den ich als Schauspieler unglaublich schätze, bin ich da richtig guter Dinge.

Fazit: Ein Jugendbuch-Klassiker für Abenteurer und die es noch werden wollen!

Veröffentlicht am 03.06.2019

Eine kurzweilige Geschichte die mir am Ende überraschender Weise nicht das Herz gebrochen hat.

Sieben Tage voller Wunder
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Dieses Buch wurde mir unangefragt zugeschickt. Da ich die Bücher der Autorin sehr schätze, habe ich mich darüber sehr gefreut. Dennoch kam ich erst ein Jahr später dazu es endlich zu lesen.

Mit gerade ...

Dieses Buch wurde mir unangefragt zugeschickt. Da ich die Bücher der Autorin sehr schätze, habe ich mich darüber sehr gefreut. Dennoch kam ich erst ein Jahr später dazu es endlich zu lesen.

Mit gerade einmal 240 Seiten bekommt man von der Autorin dieses Mal nur ein kurzes Lesevergnügen präsentiert. Leider können mich so kurze Geschichten meistens nicht überzeugen, dennoch habe ich Dani Aktins ihre Chance eingeräumt, denn ihre bisher erschienenen Bücher, haben mir fast ausschließlich gut gefallen.

Die Charaktere Hannah und Logan haben mir recht gut gefallen, sind an sich aber nichts Besonderes. Logan ist ein Mann für das schlagende Frauen-Herz und Hannah ist eine ganz normale, nett erscheinende Persönlichkeit. Ohne großartige Ecken und Kanten. Ich denke das war gewollt und passte auch gut zur Thematik des Buches.

Ich bin mit einer typischen Erwartungshaltung an die Geschichte herangegangen und wurde am Ende sogar positiv von der Autorin überrascht. Ich war mir wirklich sicher, wie die Geschichte enden wird und fast schon gelangweilt. Mein Dank gilt an dieser Stelle Dani Atkins, denn sie hat sich tatsächlich für ein anderes Ende entschieden, als man im ersten Moment einfach von ihr erwartet hatte.

Fans von Dani Atkins kommen auch hier wieder auf ihre Kosten und sollten sich die Geschichte keinesfalls entgehen lassen, dennoch empfehle ich dieses Buch nicht als Einstieg in die Werke der Autorin, da man die Schönheit ihrer Texte in so einem kleinen Rahmen gar nicht ganz erfassen kann.

Dani Atkins konnte mich endlich wieder in ihren Bann ziehen, wenn auch nur kurz und oberflächlich. Dies ist aber einfach der Knappheit der Geschichte geschuldet.

Fazit:
Eine kurzweilige Geschichte die mir am Ende überraschender Weise nicht das Herz gebrochen hat.