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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2017

Dufte Sache.

Das Parfum
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Ein Buch, das es wohl schon ewig gibt. Das quasi jeder kennt. Das muss man ja eigentlich gelesen haben.
Schon vor etlichen Jahren kam der Film im Kino und nun wollte auch ich mich an das Buch wagen, das ...

Ein Buch, das es wohl schon ewig gibt. Das quasi jeder kennt. Das muss man ja eigentlich gelesen haben.
Schon vor etlichen Jahren kam der Film im Kino und nun wollte auch ich mich an das Buch wagen, das schon lange im Regal stand.


Kaum in der Hand wird man schon ins miefige Paris geworfen. Man kann es förmlich riechen. Den Gestank der Stadt.
Dank dem flüssigen Schreibstil lebt man das Buch während man es liest. Man kann sich die Stadt, aber auch die Landschaft auf seiner Reise bildlich sowie geruchlich vorstellen.


Zumindest bis zum letzten Drittel. Hier fand ich persönlich, dass etwas fehlt. Natürlich wurde vorab die Gegend beschrieben, doch trotz der herrschenden Wortgewandtheit fängt einfach nur das Morden an und dann endet das Buch.


Auch wenn ich mich nur noch vage an die Verfilmung erinnere, so meine ich, dass dieser hier besser umgesetzt war.
Gefühlt las sich das Ende wie ein Bruch.
Liebevoll, mit etlichen Details geschmückt, baute Patrick Süskind die Landschaft und auch die Charakter auf und dann war es plötzlich vorbei. Das fand ich etwas schade. Hier hätte man mit wenigen Zeilen einfach mehr rausholen können.


Alles in allem ist es dennoch ein gutes Buch, wenn auch seine eigene Art etwas bizarr.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Über den Wolken.

Wolkenschloss
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Mit einem turbulenten Start rutscht man in die Geschichte. Doch kurz darauf lernt man in aller Ruhe die Charaktere kennen. Schnell wird klar, dass es sich um ein kleines Märchenschloss handeln muss. Selbst ...

Mit einem turbulenten Start rutscht man in die Geschichte. Doch kurz darauf lernt man in aller Ruhe die Charaktere kennen. Schnell wird klar, dass es sich um ein kleines Märchenschloss handeln muss. Selbst die Protagonistin fühlt zieht im Laufe der Geschichte diese Schlüsse.

Das Personal, das es schon immer gibt. Die Katze, die seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten umherstreift und immer noch die Selbe zu sein scheint. Meterhoher Schnee. Handzahme Vögelchen. Ein Traum von einem Wintermärchen.

Doch als bald soll sich alles ändern. Dinge verschwinden. Ein Dieb, der keiner ist. Der Prinz, der Praktikantin Fanny fast für verrückt erklärt und die es selbst fast noch glaubt.

Kerstin Gier bezaubert mit ihrer wunderbaren Art. Man lebt das Buch und kann es durch diese Wortvielfalt einfach fühlen. Selbst ich als Weihnachtsmuffel hätte am liebsten angefangen die Wohnung umzugestalten und habe mehr als einmal die Tage gequengelt, dass ich endlich Schnee möchte. Auch an Witz fehlt es in der Geschichte nicht, selbst wenn es ans Eingemachte geht.

Ganz toll fand ich das Personenverzeichnis am Ende des Buchs sowie die Worterklärungen. Es war noch mal ein Schmankerl zum Schluss.

Das Buch ist einfach eine ganz klare Leseempfehlung und passt dazu noch perfekt zur aktuellen Jahreszeit. Es hat mich beim Lesen absolut verzaubert.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Hundert und fit wie ein Turnschuh!

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
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Das Buch stand bei meinem Freund im Bücherregal und er zweifelt an, dass es mir gefallen könne. Er fand es zu überspitzt, stellenweise anstrengend und nervig. Mir, so fand er, könne es wohl sogar zu langweilig ...

Das Buch stand bei meinem Freund im Bücherregal und er zweifelt an, dass es mir gefallen könne. Er fand es zu überspitzt, stellenweise anstrengend und nervig. Mir, so fand er, könne es wohl sogar zu langweilig sein.


Was tut man da? Man lässt es sich einfach vorlesen.
Und es war göttlich!
Der Vorleser hatte genau die passende Stimme. Es kam einem vor, als würde Allan, der Hundertjährige, direkt neben einem sitzen und seine Lebensgeschichte erzählen.


Nun ja, dafür war diese aber dann doch etwas skurril, sodass man gelegentlich stutzte und überlegte, ob man denn nun eigentlich richtig gehört hat. Angefangen von eine Hunderjährigen, der einen Koffer klaut, irgendwann mal Sprengspezialist war, beim Bau der Atombombe geholfen haben soll oder gar mit einem Elefanten auf der Flucht ist.


Ehrlich gesagt, hätte mir das Buch vermutlich nicht gefallen, aber so war es ein netter Zeitvertreib bei den täglichen Autofahrten und ganz ehrlich?! So nerven wie unsere Verkehrsverhältnisse kann vermutlich kein Buch. ;)


Man sollte mit nicht all zu hohen Erwartungen an das Buch gehen und so manches mit Humor sehen, dann klappt das auch mit dem Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Strandlauf

Strandläufer
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Das Hörbuch erhielt ich in einer Überraschungsbox und freute mich auch schon darauf, da ich Krimis & Co. sehr gerne lese oder höre. Meist bin ich etwas kritisch bei Bezeichnungen mit "Sylt-Krimi" oder ...

Das Hörbuch erhielt ich in einer Überraschungsbox und freute mich auch schon darauf, da ich Krimis & Co. sehr gerne lese oder höre. Meist bin ich etwas kritisch bei Bezeichnungen mit "Sylt-Krimi" oder ähnlichem. Für mich erschloss sich dahinter bisher nie ein großer Sinn.
Doch ich wurde nicht enttäuscht. Die Vorleserin hat die Charaktere so gut vermittelt, dass man sich direkt in die Geschichte versetzt fühlt. Die Autorin hat einen humorvollen Schreibstil und die Coolness der Friesen kombiniert mit italienischem Temperament sind einfach göttlich. Obwohl es sich um einen Teil irgendwo mitten aus der Reihe von Gisa Pauly handelt, hat man keine Probleme Anschluss zu finden, denn die wichtigsten Details werden wunderbar in die Geschichte integriert, sodass man keinerlei Probleme hat, wenn man zuvor kein Buch gelesen oder gehört hat.
Oft habe ich das Problem, dass ich schon zu früh weiß wer der Mörder ist oder wie die Geschichte ausgeht, aber hier wird immer mal wieder für eine Überraschung gesorgt und auch die unterschiedlichen Charaktere lassen einen mit Freude die Geschichte von Mamma Charlotta verfolgen, wie sie die Insel auf den Kopf stellt.
Darum freue ich mich jetzt schon auf die weiteren Teile der Reihe - wo ich schon den ersten Band fast durch habe - und hoffe auf etliche Weitere. Ein Lesevergnügen für die kalten Abendstunden....wenn man nicht immer so viel Hunger bekäme von den ganzen Antipasti und der Pasta.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Einfach und gut!

Brot backen in Perfektion mit Hefe
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Irgendwann eines verregneten Tages kam ich auf die Idee, dass frau ja selbst Brot backen könne. So las ich mich in das Thema ein und landete bei dem netten Herrn Geißler.


Fasziniert von seinem Blog, ...

Irgendwann eines verregneten Tages kam ich auf die Idee, dass frau ja selbst Brot backen könne. So las ich mich in das Thema ein und landete bei dem netten Herrn Geißler.


Fasziniert von seinem Blog, überfordert mit all dem Input und frustriert von meinen misslungenen Teigen wurde mir klar, dass eine Lösung her musste. Also fünf Gänge zurück schalten und einmal die Nase ins Buch stecken. So besorgte ich mir das nette Einsteigerbuch für den Anfang.


Mit wunderbaren Bilder, einfachen Erklärungen und nötigem, aber dennoch überschaubarem Informationsfluss erklärt Herr Geißler in den Buch das Backen von Brot und führt auf einem langsamen Weg an das ganze Thema heran. Die Rezepte sind einfach gehalten und leicht zu verstehen. Sollte man doch vielleicht mal hängen, dann kann man auch durch aus eine Mail an den Autor schreiben, der einem recht schnell mit Rat und Tat zur Seite steht.


Ich bin absolut froh, das Buch in meiner Sammlung zu wissen, denn schon des Öfteren hat es mir auch mal auf die "Schnelle" noch ein selbst gebackenes Brot beschert.