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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2021

Ein Wohlfühlkrimi mit einem klassisch-britischen Touch

Ein Prosit auf den Mörder
1

Ein Cover mit einem treffenden Titel und einer bildlichen Einladung ins Mosel-Gebiet wecken die Lust auf diese literarische Reise. Einladend ist ebenso die kleine Grafik zum Beginn eines jeden Kapitels. ...

Ein Cover mit einem treffenden Titel und einer bildlichen Einladung ins Mosel-Gebiet wecken die Lust auf diese literarische Reise. Einladend ist ebenso die kleine Grafik zum Beginn eines jeden Kapitels. Die Kapitellängen sind durch ihre Kürze sehr angenehm und man fliegt quasi durch das Buch. Hieran ist ebenso der humorvolle, flüssige und angenehme Schreibstil beteiligt. So wird auch die Kulisse sehr bildhaft und idyllisch beschrieben und man fühlt sich in dem kleinen Städtchen an der Mosel direkt wohl. Die meisten Einwohner machen einen sympathischen Eindruck, zeigen aber auch ihre Skepsis gegenüber neuen Einwohnern. So wird Clarissa in erster Linie herzlich aufgenommen, aber auch kritisch beäugt und ausgefragt. Die adelige Ex-Kommissarin weiß mit ihrer taffen, selbstbewussten und aufmerksamen Art damit umzugehen und findet schnell Anschluss im Ort. Sie wird ungeplant Mitglied des hiesigen Krimi Clubs, der neben ihr drei weitere Mitglieder hat, die recht verschieden und auf ihre Weise sympathisch sind. Die ideale Gruppe zur Aufklärung des Mordes an dem arroganten und selbstherrlichen Opfer hat sich gefunden. Viele weitere Charaktere nehmen noch Einfluss bei der Suche nach der genauen Todesursache, dem Täter und dem Motiv. Eine vergnügliche Rätselei beginnt, deren schlüssige Lösung meiner Meinung nach nicht so leicht zu erahnen war. Gespickt durch vereinzelte spitze und humorvolle Bemerkungen ist das Buch dennoch unterhaltsam.
Insgesamt ein kurzweiliger Cosy-Crime, der an britische Klassiker erinnert und zum entspannten Miträtseln bei einem Tässchen Tee, oder auch Gläschen Wein 😉, einlädt.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 14.08.2021

Diesen Erzählstil hab ich nicht kommen sehen

Dich hab ich nicht kommen sehen
1

Ein skurriles, witziges, aber auch emotionales Buch, worauf sich bei dem harmonischen Cover zunächst nicht schließen lässt.
Außergewöhnliche Charaktere laden zu einer emotionalen Achterbahnfahrt durch ...

Ein skurriles, witziges, aber auch emotionales Buch, worauf sich bei dem harmonischen Cover zunächst nicht schließen lässt.
Außergewöhnliche Charaktere laden zu einer emotionalen Achterbahnfahrt durch den Freundschafts-, Karriere- und Liebestunnel ein.
So lernt die etwas unsichere, unreife, aber auch überraschend schlagfertige Mari den bunten Familienhaufen um Tom, Alexandra, Leo und Tobi kennen. Sie nehmen sie quasi unmittelbar in ihren Kreis auf und zeigen ungeniert ihre lockere, verrückte, spendable und auch durchsetzungsstarke Seite. Ihr neuer Chef ist dagegen ein sehr strukturierter Charakter, was man von ihrer besten Freundin nicht behaupten kann. Auch ihre neuen Arbeitskollegen sind wie Tag und Nacht. Es treten in dem Buch nur allzu verschiedene Charaktere auf, die sehr für Unterhaltung sorgen und Maris Einstand in Berlin nicht langweilig werden lassen, nachdem sie vor persönlichen Problemen geflohen ist. Mari wird bei ihrem Neustart vor diverse Herausforderungen gestellt und muss ihren Weg finden und lernen eigene Entscheidungen zu treffen. Häufig wird hierbei auch ihr Gewichtsproblem angesprochen, das in dem Buch ein relativ großes Thema ist, jedoch nicht konstruktiv kritisch behandelt wird. Ansonsten ist die Story weniger ernst und stellenweise auch mit leicht schwarzem Humor gespickt. Nach etwa dem halben Buch gibt es einen Switch von der sehr humorvollen Schiene zu einer emotionaleren Ebene, die dennoch witzig und unterhaltsam bleibt.
Es ist eine Story bei der es nie langweilig wird und die beim Lesen etwas nervös, aber vor allem süchtig macht. Bei diesem unkonventionellen Liebesroman muss man darauf gefasst sein, dass er außergewöhnlich und einfach verrückt ist und von daher bestimmt nicht jedermanns Geschmack trifft. Also wer eine klassische oder gediegene Liebesgeschichte sucht ist hier leider falsch. Mich persönlich hat sie aus den Socken gehauen und ich freue mich bereits auf das nächste Buch von Nina Resinek.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 13.08.2021

Ein aufregendes Rennen gegen die Zeit

Sturmgepeitscht
1

Ein ansprechendes Cover mit einem treffenden Titel. So spielt ein Großteil der Geschichte an einem stürmischen Tag auf Sylt. Die Story ist von Beginn an packend und die Spannung steigert sich kontinuierlich. ...

Ein ansprechendes Cover mit einem treffenden Titel. So spielt ein Großteil der Geschichte an einem stürmischen Tag auf Sylt. Die Story ist von Beginn an packend und die Spannung steigert sich kontinuierlich. Der Erzählstil ist flüssig und die kurzen Kapitel ziehen beim Lesen das Tempo zusätzlich an. Etwas ungewöhnlich und auch auffällig beim Schreibstil ist der Ausdruck von Zahlenwerten, indem Worte und Zahlen gemischt werden. Dies hat dennoch keinen Einfluss auf die Erzählung.
Die Geschichte ist temporeich und hält gelegentliche Überraschungen parat. Obwohl das Ende ein wenig zu viele aufregende Ereignisse bietet, möchte man das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Zudem ist es durch die Aktualität interessant, da die Möglichkeiten und Schattenseiten der sozialen Medien aufgegriffen werden. Ebenfalls finden kritische Themen wie beispielweise Sexismus ihren Platz in der Geschichte und regen ein wenig zum Nachdenken an.
Die Charaktere sind vielseitig und auch wenn manch einer zunächst Sympathien weckt, so zeigt sich nachher das wahre Gesicht. Bei manchen Charakteren ist zudem eine Entwicklung zu sehen und so entwickelt das zunächst naive Opfer eine starke, selbstbewusste Seite. Auch der Journalist Jan lernt aus seiner Unvorsichtigkeit und zeigt seine couragierte und ehrliche Art. Seine Freundin und Kollegin Charlotte hingegen ist eine taffe Frau, die sich nichts gefallen lässt.
Der Handlungsort lädt zu einer Reise auf die schöne Nordseeinsel ein und für Sylt-Fans ist auch ein wenig Lokalkolorit vorhanden. Beim Lesen spürt man direkt Fernweh, wobei es durch das beängstigende Verhalten einiger Insulaner etwas gemindert wird.
Insgesamt ist es eine neue und außergewöhnliche Story, die sehr spannend erzählt wird und von mir eine klare Leseempfehlung bekommt. Das Buch hat mich überzeugt und bekommt, nach einem kleinen Abzug aufgrund des Übermaßes an Ereignissen, von mir 4,5 Sterne.
Ich freue mich schon auf weitere Geschichten mit den Journalisten!

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Veröffentlicht am 13.08.2021

Kurzweiliger Ausflug in eine spannende Story

Wenn die Stille schreit
1

Ein Cover, das zum Geschehen passt und ein Titel, der heraussticht. So ist man auch von Beginn an in der Story, die eine merkwürdige Atmosphäre schafft. Man fiebert die ganze Zeit mit, was hinter dem Verschwinden ...

Ein Cover, das zum Geschehen passt und ein Titel, der heraussticht. So ist man auch von Beginn an in der Story, die eine merkwürdige Atmosphäre schafft. Man fiebert die ganze Zeit mit, was hinter dem Verschwinden von Natalie steckt. Tim scheint auf der Suche etwas verwirrt und beobachtet aufmerksam seine Umgebung. Kann er Natalie finden, bevor es zu spät ist? Die Geschichte verspricht ein überraschendes Ende.
Eine knackige und spannende Geschichte, erzählt von einem sympathischen Sprecher.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Ein Roman mit Thriller-Charakter

Verloren
1

Ein Cover, das einerseits Sehnsucht weckt und andererseits etwas schauderhaftes an sich hat. So spielt die Story auch an einem idyllischen Setting auf einem alten Bauernhof mit einem See, an dem es zu ...

Ein Cover, das einerseits Sehnsucht weckt und andererseits etwas schauderhaftes an sich hat. So spielt die Story auch an einem idyllischen Setting auf einem alten Bauernhof mit einem See, an dem es zu unerwarteten Vorfällen kommt.

Hier finden sich zunächst vier alte Freundinnen mit ihren Kindern nach Jahren zusammen, zu denen noch ein Ehemann, zwei seiner Freunde, der Hofbesitzer und seine beiden Kinder treffen. Die alten Freunde, die ein trauriges Ereignis aus der Vergangenheit verbindet, haben sich seit Jahren nicht gesehen und treffen sich nun über den Jahrestag des Todes ihres damals verunglückten Freundes wieder. Doch dieses Treffen öffnet alte Wunden und bringt neue Details zum Drama ans Tageslicht. Auch werden weitere Geheimnisse gelüftet und seltsame Vorkommnisse ereignen sich. Wer steckt dahinter und welches Motiv hat diese Person? Verdächtige gibt es genügend. So muss man sich zunächst einen Überblick über alle Figuren und ihre Beziehung verschaffen. Die Freundinnen könnten unterschiedlicher nicht sein und so reichen die Charakterbeschreibungen der Cliquenmitglieder von ruhig, fürsorglich, bodenständig, über egoistisch, rücksichtslos, dominant, bis freiheitsliebend, vergnügungs- und arbeitssüchtig. Auch die Männer sind sehr verschieden und bei den vielen unterschiedlichen Charakteren bedeutet dies nicht immer Harmonie. So geraten einzelne Figuren aneinander. Die Gründe dafür liegen nicht nur in der Gegenwart, da sie unterschiedliche Geschichten verbinden, die nicht alle offengelegt werden sollten. Einen Einblick in die Vergangenheit bieten die Tagebucheinträge einer Figur, die in der Geschichte immer mal wieder auftauchen und so weitere Informationen, aber auch Fragen liefern. Die Dynamik in der Gruppe verändert sich nach und nach und es baut sich in der Story immer wieder Spannung auf, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Der Erzählstil ist sehr angenehm zu lesen, bildhaft und flüssig. Man fühlt sich wunderbar in die Story hineinversetzt und rätselt akribisch mit, wer für die gefährlichen Ereignisse verantwortlich ist und was damals wirklich geschah. Die Abschnitte erzählen abwechselnd die Erlebnisse und Sichtweisen der Freundinnen. Die unterschiedlichen Perspektiven runden das Bild der einzelnen Charaktere und der Vorfälle ab, sodass man die Gedanken und Gefühle jeder Einzelnen im Blick hat.

Die finale Auflösung der Ereignisse ist schlüssig, überrascht und hält nicht für alle Figuren ein Happy End parat.

Ein Buch für jeden, der eine aufregende und einladende Sommererzählung sucht. Durch den tollen Erzählstil, die sich immer wieder aufbauende Spannung und das idyllische Setting, gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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