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Yolande

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Veröffentlicht am 24.04.2019

Der windmühlenartige Kampf gegen die Black Hand

Black Hand
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Autor (Klappentext):

Stephan Talty, geboren 1960 in New York, ist Autor von sechs New York Times Bestsellern, die sich mit amerikanischer Kriminalgeschichte auseinandersetzen. Seine Bücher wurden von ...

Autor (Klappentext):

Stephan Talty, geboren 1960 in New York, ist Autor von sechs New York Times Bestsellern, die sich mit amerikanischer Kriminalgeschichte auseinandersetzen. Seine Bücher wurden von Hollywood als Captain Phillips und Granite Mountain verfilmt. Er schreibt regelmäßig Beiträge für das New York Times Magazin, GQ, die Chicago Review u.v.a. Talty lebt mit seiner Familie in New York.

Inhalt (Klappentext):
Als Kind wandert Joseph Petrosino zusammen mit seiner Familie aus Süditalien nach Amerika aus, Jugend in Little Italy, Prügeleien, Hunger, Jobs als Schuhputzer, Straßenfeger, Kadaverräumer. Doch Petrosino ist fleißig und er will nach oben. Schließlich bekommt er seine Chance bei der Polizei, und als die Black Hand ganz New York mit Terror überzieht, soll er die Stadt retten. Er stellt eine eigene Einheit aus Italienern zusammen, er perfektioniert Verkleidungen, er verdrischt Mafiagrößen auf offener Straße, er kennt keine Furcht. Spektakuläre Festnahmen folgen, darauf der Ruhm des Boulevards und Morddrohungen jeden Tag... (...)

Es handelt sich bei diesem Buch um die hervorragend recherchierte und interessant und durchaus spannende geschriebene Geschichte einer Verbrecherorganisation, die durch "Nicht-Handeln" und rassistische Vorurteile seitens der Polizei erst zu ihrer Größe anwachsen konnte. Es beschreibt den fast aussichtslosen Kampf des italienisch-stämmigen Polizisten Joe Petrosino und seiner - im wahrsten Sinne des Wortes - Handvoll Mitstreiter gegen brutale und rücksichtslose Gegner. Erschreckend und schockierend fand ich die gleichgültige Haltung der Behörden gegenüber den meist italienischen Opfern.
Leider wird das Buch teilweise wie ein Thriller angepriesen und so mancher Leser wird dadurch vielleicht enttäuscht sein, weil er mit falschen Vorstellungen an die Lektüre gegangen ist. Es handelt sich eindeutig um ein Sachbuch mit vielen Fakten und Hintergrundinformationen. Der Sprachstil ist eher als nüchtern zu bezeichnen, die Spannung kommt durch die Ereignisse und mutige Arbeit dieser kleinen Spezialeinheit gegen einen übermächtigen Gegner.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Veröffentlicht am 17.04.2019

Komödie mit einer gewissen Tragik

Der eingebildete Kranke
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Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Molière, wurde am 15. Januar 1622 in Paris geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Händler für Heimtextilien, der das Amt eines Tapissier ...

Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Molière, wurde am 15. Januar 1622 in Paris geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Händler für Heimtextilien, der das Amt eines Tapissier du Roi, d.h. eines königlichen Dekorateurs und Raumausstatters innehatte. Molière studierte Jura in Orléans, arbeitete aber wohl nie in diesem Beruf. Er fühlte sich vom Theater angezogen und lernte im Alter von etwa 20 Jahren die Schauspielerin Madeleine Béjart kennen. Er weigerte sich die Nachfolge seines Vaters anzutreten und gründete gemeinsam mit Béjart eine Theatergruppe, das L'illustre Théatre. Nach dessen Bankrott schloss er sich einer Wandertruppe an, die hauptsächlich in West- und Südfrankreich auftrat. Er stieg zum Direktor dieser Gruppe auf und begann eigene Theaterstücke zu schreiben. Nach der Rückkehr nach Paris gelang es ihm, die Gunst des Königs Ludwig XIV. zu gewinnen und er durfte nun mit seiner Truppe regelmäßig auftreten.

Molière schrieb einige, noch heute sehr bekannte Theaterstücke, wie z.B. Tartuffe, L'Avare (Der Geizige) oder Le Misanthrope (Der Menschenfeind). Häufiges Thema seiner Komödie war die Heuchelei.
Le Malade imaginaire (Der eingebildete Kranke) ist sein letztes Werk. Molière war zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank. Bei den ersten Aufführungen spielte er die Hauptrolle selbst, nach dem Ende der vierten Vorstellung am 17. Februar 1673 erlitt er einen Blutsturz und verstarb wenige Stunden später.
(Quelle: Wikipedia)

Inhalt:
Der reiche Argan bildet sich ein, dass er todkrank sei. Seine Ärzte und sein Apotheker unterstützen ihn in diesem Glauben und machen gute Geschäfte mit ihm. Er möchte nun seine Tochter mit dem Sohn eines seiner Ärzte verheiraten, doch die liebt einen anderen. Bei turbulenten Zusammenkünften kommen einige Wahrheiten ans Licht.

Theaterstücke zu lesen ist immer etwas speziell. Gerade bei Komödien geht es meist turbulent zu und die Charaktere sind teilweise völlig überspitzt dargestellt. Trotzdem spürt man hier eine gewisse Tragik und die massive Ärztekritik ist wohl auf eigene Erfahrungen Molières gestützt.
Ich hatte viel Freude an diesem Stück und würde es gerne einmal auf der Bühne sehen, bevorzugt als klassische Inszenierung.
Ich habe die äußerst informative Ausgabe der Suhrkamp Bibliothek mit einem ausführlichen und verständlich geschriebenen Kommentar gelesen. Ich kann jedem Interessierten nur raten, zu dieser Ausgabe zu greifen, wenn er auf interessante und wissenswerte Hintergrundinformationen Wert legt. Es gibt Begriffserklärungen, eine Zeittafel zum Leben des Autors, sowie Texte zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte und Aspekte der Deutung.

Es lohnt sich auf jeden Fall diese berühmte klassische Komödie einmal gelesen zu haben und mit seinen insgesamt 122 Seiten stellt es auch keine große Herausforderung dar.

Veröffentlicht am 30.03.2019

Zwischen Leben und Tod

Niemalswelt
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Marisha Pessl wurde 1977 in North Carolina geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University. Sie lebt in New York.


Inhalt (Klappentext):
Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen von ...

Marisha Pessl wurde 1977 in North Carolina geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University. Sie lebt in New York.


Inhalt (Klappentext):
Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen von ihren Freunden mehr gesprochen. Als sich die fünf ein Jahr später in einem noblen Wochenendhaus an der Küste wiedertreffen, entgehen sie nachts nur knapp einem Autounfall. Unter Schock und vom Regen durchnässt kehren sie ins Haus zurück. Doch dann klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen das Unfassbare: Der Unfall ist doch passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Die Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Tod und Leben gefangen, in der sie dieselben elf Stunden immer wieder durchlaufen - bis sie sich geeinigt haben, wer von ihnen überlebt.

"Niemalswelt" ist bereits der dritte Roman von Marisha Pessl, den ich gelesen habe. Auch in diesem Buch konnte mich die Autorin mit ihrem bildhaften und flüssigen Schreibstil überzeugen.

Die Küste von Rhode Island - abgesehen vom Schickimicki-Teil bei Newport mit den steilen Klippen und den Prachtvillen, die selbstgefällig auf die kleinen Segelboote unten im Hafen hinterschauten - war rau und vergammelt, lässig und sonnenverbrannt. Sie war wie ein alter, obdachloser Strandstreuner in einem verwaschenen T-Shirt, der sich nicht erinnern konnte, wo er letzte Nacht geschlafen hatte. Das Gras war hart und vertrocknet, die Straßen salzig und voller Risse, garniert mit verblichenen Schildern und kaputten Ampeln. Brücken erhoben sich mühsam aus den Marschen und sanken auf der anderen Seite erschöpft in sich zusammen. (Seite 20)

Bei der Geschichte handelt es sich um einen Jugendroman. Die Protagonisten, die, teil etwas flapsige, Sprache und die fantastischen Elemente sind sehr gut geeignet die Altersgruppe der Teenager und jungen Erwachsenen anzusprechen. Aber auch ich, als etwas älteres Semester, hatte viel Vergnügen bei der Lektüre. Ich fand es spannend und es gab einige überraschende Wendungen. Manche der Charaktere blieben leider etwas blass und oberflächlich, aber ihre Handlungsweisen waren meist nachvollziehbar, auch wenn ich nicht immer Verständnis dafür hatte. Das Ende kam, nach den vorherigen dramatischen Ereignissen, etwas abrupt und war mich leider auch nicht ganz stimmig. Aber das sind nur kleine Mängel, die der Lesefreude keinen Abbruch taten.

Fazit: Ein gelungener Roman, der sehr gut für die Zielgruppe geeignet ist, aber auch mir als älterem Semester viel Freude bereitet hat.

Veröffentlicht am 10.04.2021

Highway of Tears

Frostmond
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Inhalt:

In Montreal wird die Leiche einer jungen Indianerin angespült. Es handelt sich um die 15jährige Jeanette Maskisin, die vor kurzem aus einem Cree-Reservat aus dem Norden Québecs in die Stadt kam. ...

Inhalt:

In Montreal wird die Leiche einer jungen Indianerin angespült. Es handelt sich um die 15jährige Jeanette Maskisin, die vor kurzem aus einem Cree-Reservat aus dem Norden Québecs in die Stadt kam. Eigentlich werden solche Fälle eher nachlässig gehandhabt, aber in letzter Zeit wurden mehrere Frauenleichen mit den gleichen Tötungsmerkmalen aufgefunden und die indianischen Verbände und auch die Presse üben Druck auf die Ermittlungsbehörden aus und wollen rasche Ergebnisse. So bekommt der desillusionierte und in einer Lebenskrise steckende Jean-Baptiste LeRoux, ein Sergeant der Sûreté du Québec einen Profiler der englischsprachigen Royal Canadian Mountain Police (RCMP), Ted Garner, zur Seite gestellt. Die Gegensätze zwischen den beiden könnten nicht größer sein. Hier der korrekte, fast pedantische Garner, auf der anderen Seite LeRoux, dessen private Probleme so großen Raum einnehmen, dass er für seine polizeiliche Arbeit kaum Energie aufbringen kann. Die Ressentiments zwischen den verschiedensprachigen Bevölkerungsteilen Kanadas scheinen größer zu sein, als ich vermutet habe und LeRoux und Garner treffen mit den größten Vorurteilen aufeinander. „Froschfresser“ gegen „Hinterwäldler“. Beiden gemeinsam sind allerdings die Vorbehalte gegenüber der indigenen Bevölkerung, in ihren Augen alles minderwertige und alkohol- oder drogenabhängige Nichtsnutze, die auf Kosten der kanadischen Steuerzahler leben. Natürlich stoßen die beiden Ermittler auf eine Mauer des Schweigens, das Misstrauen gegenüber den Behörden ist groß. Jeanettes Cousin Leon lebt noch im Reservat und versucht, die alten Traditionen und Lebensweisen der Cree-Indianer aufrechtzuerhalten und sein eigenes Leben danach auszurichten. Ihn erreichte vor einiger Zeit ein Hilferuf Jeanettes und nun fühlt er sich schuldig. Deshalb bricht er Richtung Montreal auf, um ihren Mörder auf eigene Faust zu finden.

Meine Meinung:

Die Autorin lebte für einige Zeit in einem Reservat der Cree-Indianer und lernte so die teils katastrophalen und menschenunwürdigen Bedingungen kennen, unter den die Menschen dort leben. Auch das Verschwinden junger Frauen meist indianischer Herkunft entlang des Transcanda Highways ist leider traurige Realität.

Zu Beginn war ich wirklich sehr angetan von dieser Geschichte. Die gegensätzlichen Ermittler und das Thema des alltäglichen Rassismus gegenüber der First-Nation-Bevölkerung versprachen eine spannende Lektüre. Auch der gehobene Schreibstil ist sehr ansprechend. Der Anfang ist vielleicht aufgrund der ausführlichen Charakterbeschreibungen wenig „krimiartig“, aber gerade das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mit der Figur des Sergeant LeRoux wenig anfangen konnte. Ungefähr ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte Fahrt auf und es wird richtig spannend. Allerdings kommt es hier zu einigen seltsamen Zufällen und Konstruktionen, die mich nicht überzeugen konnten. Die Handlungsweisen einzelner Figuren sind wenig nachvollziehbar und, für mich, auch stellenweise unglaubwürdig. Die Hintergründe der Mordtat sind erschreckend, aber durchaus schlüssig, doch es gibt einige merkwürdige Nebenschauplätze, die aus dem Nichts auftauchen und wohl als Ablenkungsmanöver dienen sollen. Vielleicht stehe ich mir hier als Leser selbst im Weg, dass ich solche Begebenheiten zu sehr hinterfrage und mich dann leider auch an Kleinigkeiten aufhänge, aber mir hat es den ersten guten Eindruck leider ziemlich geschmälert. Es ist ohne Frage ein gutes Buch mit einem wichtigen Thema, nur die Auflösung und das Ende hätte ich mir etwas durchdachter und differenzierter gewünscht. Deshalb kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben, die ich auf 4 Sterne aufrunde.

In Montreal wird die Leiche einer jungen Indianerin angespült. Es handelt sich um die 15jährige Jeanette Maskisin, die vor kurzem aus einem Cree-Reservat aus dem Norden Québecs in die Stadt kam. Eigentlich werden solche Fälle eher nachlässig gehandhabt, aber in letzter Zeit wurden mehrere Frauenleichen mit den gleichen Tötungsmerkmalen aufgefunden und die indianischen Verbände und auch die Presse üben Druck auf die Ermittlungsbehörden aus und wollen rasche Ergebnisse. So bekommt der desillusionierte und in einer Lebenskrise steckende Jean-Baptiste LeRoux, ein Sergeant der Sûreté du Québec einen Profiler der englischsprachigen Royal Canadian Mountain Police (RCMP), Ted Garner, zur Seite gestellt. Die Gegensätze zwischen den beiden könnten nicht größer sein. Hier der korrekte, fast pedantische Garner, auf der anderen Seite LeRoux, dessen private Probleme so großen Raum einnehmen, dass er für seine polizeiliche Arbeit kaum Energie aufbringen kann. Die Ressentiments zwischen den verschiedensprachigen Bevölkerungsteilen Kanadas scheinen größer zu sein, als ich vermutet habe und LeRoux und Garner treffen mit den größten Vorurteilen aufeinander. „Froschfresser“ gegen „Hinterwäldler“. Beiden gemeinsam sind allerdings die Vorbehalte gegenüber der indigenen Bevölkerung, in ihren Augen alles minderwertige und alkohol- oder drogenabhängige Nichtsnutze, die auf Kosten der kanadischen Steuerzahler leben. Natürlich stoßen die beiden Ermittler auf einer Mauer des Schweigens, das Mißtrauen gegenüber der Behörden ist groß. Jeanettes Cousin Leon lebt noch im Reservat und versucht, die alten Traditionen und Lebensweisen der Cree-Indianer aufrechtzuerhalten und sein eigenes Leben danach auszurichten. Ihn erreichte vor einiger Zeit ein Hilferuf Jeanettes und nun fühlt er sich schuldig. Deshalb bricht er Richtung Montreal auf, um ihren Mörder auf eigene Faust zu finden.

Die Autorin lebte für einige Zeit in einem Reservat der Cree-Indianer und lernte so die teils katastrophalen und menschenunwürdigen Bedingungen kennen, unter den die Menschen dort leben. Auch das Verschwinden junger Frauen meist indianischer Herkunft entlang des Transcanda Highways ist leider traurige Realität.

Zu Beginn war ich wirklich sehr angetan von dieser Geschichte. Die gegensätzlichen Ermittler und das Thema des alltäglichen Rassimus gegenüber der First-Nation-Bevölkerung versprachen eine spannende Lektüre. Auch der gehobene Schreibstil ist sehr ansprechend. Der Anfang ist vielleicht aufgrund der ausführlichen Charakterbeschreibungen wenig „krimiartig“, aber gerade das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mit der Figur des Sergeant LeRoux wenig anfangen konnte. Ungefähr ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte Fahrt auf und es wird richtig spannend. Allerdings kommt es hier zu einigen seltsamen Zufällen und Konstruktionen, die mich nicht überzeugen konnten. Die Handlungsweisen einzelner Figuren sind wenig nachvollziehbar und, für mich, auch stellenweise unglaubwürdig. Die Hintergründe der Mordtat sind erschreckend, aber durchaus schlüssig, doch es gibt einige merkwürdige Nebenschauplätze, die aus dem Nichts auftauchen und wohl als Ablenkungsmanöver dienen sollen. Vielleicht stehe ich mir hier als Leser selbst im Weg, dass ich solche Begebenheiten zu sehr hinterfrage und mich dann leider auch an Kleinigkeiten aufhänge, aber mir hat es den ersten guten Eindruck leider ziemlich geschmälert. Es ist ohne Frage ein gutes Buch mit einem wichtigen Thema, nur die Auflösung und das Ende hätte ich mir etwas durchdachter und differenzierter gewünscht. Deshalb kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Geheime Mächte sind am Werk

Achtzehn
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Inhalt (Klappentext):

Der Journalist Axel Sköld stößt auf einen mysteriösen Zusammenhang zwischen dem Olof-Palme-Mord und zwei anderen Todesfällen. Eine Spur führt ihn noch weiter in die Vergangenheit ...

Inhalt (Klappentext):

Der Journalist Axel Sköld stößt auf einen mysteriösen Zusammenhang zwischen dem Olof-Palme-Mord und zwei anderen Todesfällen. Eine Spur führt ihn noch weiter in die Vergangenheit zu einem lange zurückliegenden Königsmord. Ein unfassbarer Verdacht keimt in ihm auf: Gibt es in Schweden eine skrupellose Geheimgesellschaft, die höchste Ämter in Politik und Wirtschaft besetzt, und das seit Jahrhunderten? Axel Sköld lässt bei seinen Nachforschungen nicht locker und gerät schon bald in Lebensgefahr ...

Meine Meinung:

Ich hatte zuerst etwas Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Zuviele Namen und Informationen prasselten auf mich ein und machten das Ganze unübersichtlich und verwirrend. Nach und nach entwickelte sich aber eine spannende und rasante Story. Geschickt arbeitet der Autor mit kleinen Cliffhangern am Ende der Kapitel, somit wird das Buch zu einem echten Pageturner. Die Protagonisten sind nicht immer eindeutig als gut oder böse zu erkennen und es gibt viele überraschende Wendungen. Das Ende ist allerdings etwas unbefriedigend, leider wurden für mich nicht alle offenen Fragen geklärt. Es macht fast den Eindruck, als würde der Autor eine Fortsetzung planen.

Fazit:

Obwohl ich Verschwörungstheorien jeglicher Art eher skeptisch gegenüber stehe, konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen. Der Schluss wäre allerdings noch ausbaufähig.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren