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Veröffentlicht am 22.09.2021

Konnte mich leider nicht berühren

Something Pure
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Alice arbeitet in einer heruntergekommenen Bar. Sie hasst ihren Job, ihren Chef und teils auch die Kunden. Eines Tages fängt dort aber Beck an zu arbeiten und sie verstehen sich gut. Sie verbringen immer ...

Alice arbeitet in einer heruntergekommenen Bar. Sie hasst ihren Job, ihren Chef und teils auch die Kunden. Eines Tages fängt dort aber Beck an zu arbeiten und sie verstehen sich gut. Sie verbringen immer mehr Zeit zusammen, doch als Becks Vater stirbt, wird Alice vor die Wahl gestellt: ein Leben mit Beck in seiner Welt oder ohne ihn in ihrer Welt. Sie geht mit ihm. Doch Beck ist nicht, wer er zu sein vorgibt. Fortan muss Alice sich in der High Society zurechtfinden. Schafft sie dies und haben sie und Beck überhaupt eine realistische Chance auf gemeinsames Glück?

Bisher haben mir die allermeisten Bücher der Autorin sehr gut gefallen und so freute ich mich auch auf ihr neuestes Werk. Jedoch war „Something pure“ für mich eine Enttäuschung. Ich hatte das schon fast befürchtet und deshalb lange nicht dazu gegriffen. Cinderella Story ist nicht wirklich meins.

Der Schreibstil war wie immer gut und hat die Geschichte angenehm erzählt.

Liebesgeschichten sind ja naturgemäß auf den Charakteren aufgebaut statt auf Handlung. Mir waren die Charaktere nicht unsympathisch, aber ich mochte ihre Beziehung nicht. Für mich war sie schon früh eher toxisch und hinterließ bei mir ein unangenehmes Gefühl. Im Laufe des Buches wurde mir dies auch immer mehr bestätigt, deshalb habe ich die Liebe zwischen Alice und Beck nicht genießen können.
Das Ende war okay, aber hat mich nicht wirklich zufriedengestellt.

Als Protagonistin fand ich Alice cool. Mit ihren Ecken und Kanten war sie mir direkt sympathisch. Ich mochte auch ihre umgangsweise mit dieser für sie komplett neuen Welt. Auch war es bewundernswert, wie sie sich den Reichen entgegenstellte, aber auch unterstützte. Manchmal war sie auch naiv, aber das ist normal. Es ist anstrengend, immer alles zu hinterfragen, so kann man das Leben nicht genießen.

Beck war auch sympathisch. Er konnte den charmanten Sonnyboy einfach wahnsinnig gut mimen. Allerdings hatte er auch seine Probleme, die erst relativ spät thematisiert und dann schnell abgehandelt wurden.

Alles in allem keine schlechte Geschichte, kommt für mich aber nicht an die sonstigen Geschichten der Autorin ran.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2021

Gelungener Abschluss

Krähenzauber (Die zwölf Kasten von Sabor 2)
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Stur geht wieder gemeinsam mit ihrer Rotte ihrem Nomadenleben nach. Ohne Tavin. Doch diesmal mit Habichten als Leibwächter. Als durch Rhusana wieder Gefahr droht und Stur dem nur knapp entkommt, dreht ...

Stur geht wieder gemeinsam mit ihrer Rotte ihrem Nomadenleben nach. Ohne Tavin. Doch diesmal mit Habichten als Leibwächter. Als durch Rhusana wieder Gefahr droht und Stur dem nur knapp entkommt, dreht sie den Spieß um und dringt in feindliches Territorium ein. Doch wird sie ihre Lieben retten können und ihre wahre Bestimmung erfüllen?

Nachdem mich Band 1 wirklich begeistern und berühren konnte, war ich auf die Fortsetzung gespannt. Leider war sie für mich jedoch etwas schwächer.
Das Cover passt optisch gut zum ersten Band und auch zur Geschichte. Ich mochte auch die Details auf dem vorderen Buchdeckel gern.
Mit seinen 416 Seiten wirkt das Buch nicht besonders dick, aber durch die kleine Schrift täuscht das etwas.
Wie auch in Band 1 hat mich der Schreibstil schnell wieder in die Geschichte gezogen und dieses Buch förmlich verschlingen lassen.

Ich mochte das höfische Setting und die Einblicke in die Götter Sabors. Mir gefielen auch kleine Dinge wie der Katzenmeister oder Jasimirs erstes Mal gut, da sie die Geschichte etwas aufgelockert haben, trotzdem aber mit ihrem Hintergrund zur doch düsteren Stimmung der Geschichte passten.

Die Charaktere fand ich in diesem Band etwas schwächer. Gerade Stur konnte mich dieses Mal nicht so mitreißen wie in Band 1. Jedoch gab es auch in diesem Band sehr gelungene charakterliche Wendungen.

Die Story war meiner Meinung etwas vorhersehbar, aber trotzdem gut.

Alles in allem in ein gelungener Abschluss. Er konnte mich jedoch nicht ganz so mit sich reißen wie Band 1 und war etwas vorhersehbarer. Trotzdem toller Schreibstil und gut unterhaltende Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2021

Sehr gut gelungener, wenn auch typischer Fantasy- und Tennieroman

Crave
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Nach dem Unfalltod ihrer Eltern zieht Grace zu ihrem Onkel und seiner Tochter nach Alaska. Genauer gesagt an die Katmere Academy, wo ihr Onkel der Direktor ist. Dort angekommen droht ihr der gut aussende, ...

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern zieht Grace zu ihrem Onkel und seiner Tochter nach Alaska. Genauer gesagt an die Katmere Academy, wo ihr Onkel der Direktor ist. Dort angekommen droht ihr der gut aussende, wenn auch düstere Jaxon. In diesem Moment sieht sie ihren Schmerz in seinen Augen und fühlt sich seitdem mit ihm verbunden. Doch warum droht Jaxon ihr? Und warum verhalten sich ihre Mitschüler teilweise so merkwürdig? Als augenscheinlich jemand nach Graces Leben trachtet und Jaxon sie beschützen will, ist das Chaos perfekt.

Dieses Buch war superunterhaltend. Es hat ein schlichtes, aber schönes Cover und einen tollen roten Buchschnitt!
Außerdem ist dieses Buch mit seinen 688 Seiten dick. Für mich das dickste Buch seit Langem und trotzdem bin ich durch diese Geschichte geflogen. Einmal angefangen war es schwer aufzuhören. Die Geschichte war nicht durchweg spannend, warf einem aber immer wieder Häppchen hin, die einen dran bleiben ließen.

Alaska ist schon mal ein besonderes Setting! Im Gegensatz dazu waren hier die übernatürlichen Wesen zwar nichts Besonderes, aber ich mochte es, wie sie als Cliquen in einer Highschool auftraten sowie deren Machtgefüge.

Was die Geschichte für mich jedoch besonders machte, waren drei Dinge. Grace als gebrochene, dennoch starke Persönlichkeit, die nicht auf den Kopf gefallen ist und niemals aufgibt. Dann die besondere Verbindung zwischen Jaxon und Grace. Wie beide sich im Innersten berührten und diese Aufopferungsbereitschaft hat mich ehrlich berührt. Außerdem haben sie auch einige sehr süße Szenen zusammen, wo ich das Buch nur angrinsen konnte. Zu guter letzte mochte ich die schräge Art von Humor sehr gern!

Alles in allem wurde das Rad hier nicht neu erfunden, aber die Umsetzung ist einfach supergut gelungen. Die Charaktere waren toll und authentisch. Es gab lustige, schmerzhafte, spannende als auch liebevolle Szenen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter gehen wird!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2021

Mal eine andere Art von New Adult, hatte aber seine Schwächen

Mit dir falle ich
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Robyn braucht dringend Geld. Gleichzeitig ist sie aber auch die beste in ihrem Studienjahr in ihrem Fachbereich. Deshalb entschließt sie sich Nachhilfe zu geben. Zu ihrem Entsetzen kennt Robyn ihren neuesten ...

Robyn braucht dringend Geld. Gleichzeitig ist sie aber auch die beste in ihrem Studienjahr in ihrem Fachbereich. Deshalb entschließt sie sich Nachhilfe zu geben. Zu ihrem Entsetzen kennt Robyn ihren neuesten Nachhilfeschüler Finn bereits, da er ihr schon einmal aus einer unangenehmen Situation half. Bei diesem Wiedersehen ist Finn jedoch ein Arschloch und Robyn verweigert ihm Nachhilfe zu geben. Als er jedoch kurz darauf von ihren Geldsorgen erfährt, macht er ihr ein Angebot, welches sie in ihrer Lage nicht abschlagen kann. Nach und nach entwickelt sich eine Liebesbeziehung, doch wieso fühlt sich Robyn manchmal in Finns Nähe so unwohl?

Dies ist das Debüt der Autorin. Mit seinen etwas über 400 Seiten hat es eine angenehme Länge. Das Cover ist in verschieden Blautönen gehalten und mit golden Sprenkeln verziert, was gut aussieht.
An jedem Kapitelanfang gibt es ein Zitat, was gleich eine bestimmte Stimmung hervorruft. Dieses Buch schneidet viele wichtige Themen an, geht jedoch selten in die Tiefe.
Auch die Freundschaft zwischen Robyn und ihrer besten Freundin Mia fand ich an einigen Stellen gekünstelt, wiederum an anderen Stellen echt süß.

Robyn an sich war für mich leider auch kein sympathischer Charakter. Ich mochte ihre schlagfertige Art und ihre Sprüche, aber es gab soooo viele Momente, wo ich einfach aufgrund ihrer Handlungen und Gedanken die Augen verdrehen musste und sie mich stellenweise echt nervte. Finn war mir auch überhaupt nicht sympathisch. Natürlich hat man sich im Laufe des Buches etwas für ihn erwärmt, aber es war schon am Anfang klar, wohin die Reise geht.
Das Setting an einem College ist halt das typische New Adult. Mir gefiel aber, dass es in Deutschland spielte. Auch das „Stiefelchen“ war echt cool!

Alles in allem war die Geschichte gut zu lesen und hatte zu dem viele wichtige gute Ansätze, die jedoch nicht sehr tief gingen, was schade war. Auch mit der Protagonistin hatte ich meine Schwierigkeiten und ich musste oftmals über so viel Klischee und Kalkül die Augen verdrehen.
Es war kein schlechtes Buch, aber nicht meine Art von Geschichte. Andere haben es geliebt, also wer Interesse hat, sollte es lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2021

Schwieriger Einstieg mit wachsender Spannung und einer liebenswerten Protagonistin in einem japanischen Setting

Im Schatten des Fuchses
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Yumeko ist eine Kitsune, genauer gesagt ein Halbdämon. Sie wurde von Mönchen großgezogen und liebt es ihnen Streiche zu spielen. Als eines Tages jedoch der Tempel von einer Armee aus Dämonen, angeführt ...

Yumeko ist eine Kitsune, genauer gesagt ein Halbdämon. Sie wurde von Mönchen großgezogen und liebt es ihnen Streiche zu spielen. Als eines Tages jedoch der Tempel von einer Armee aus Dämonen, angeführt von Yaburama einem General aus der Hölle angegriffen wird, mit dem Ziel, eine kostbare Schriftrolle zu stehlen, wird Yumeko mit ebenjener fortgeschickt. Sie soll diese Schriftrolle zu einem weit entfernten Tempel bringen, um das Kaiserreich vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren.
Auf dem Weg dorthin trifft sie auf neue Verbündete und erlebt viele Abenteuer, doch wird es ihr gelingen, ihre Mission zu erfüllen?

Dies ist der Auftakt einer Trilogie.
Nachdem mich Talon von der Autorin so begeistern konnte, freute ich mich über eine neue Drachengeschichte von ihr. Was ich außerdem toll fand, ist das alte japanische Setting.
Dieses Buch hat ein sehr schönes Cover und der Einband fühlt sich hochwertig verarbeitet an. Zudem wurde der Titel in goldener Schrift geprägt, was sehr edel aussieht und dieses Buch noch hochwertiger erscheinen lässt. Auch unter dem Schutzumschlag ein echter Hingucker!
Mit seinen knapp 470 Seiten ist es relativ dick, obwohl es für die Bücher der Autorin eine normale Länge hat.
Die Schrift ist sehr klein, weshalb ich mich anfangs mit dem Lesen schwergetan habe.

Zudem viel es mir generell zu Beginn schwer in die Geschichte hineinzufinden, da man einfach in die Geschichte hineingeworfen wurde und sich mit den Charakteren und Gegebenheiten erst einmal zurechtfinden musste.
Als ich aber nach den ersten 100 Seiten in der Geschichte angekommen war, hat sie mich begeistert. Wie gesagt, ich liebe das japanische Setting und auch die Abenteuer und Kämpfe, die passiert sind, konnte ich mir gut bildlich vorstellen, sodass ich mich ein paar Mal dabei erwischt habe, als würde ich einen Anime gucken.

Yumeko ist eine tolle Protagonistin, die mit ihrer liebenswerten, naiven, hilfsbereiten Art einfach alle in ihren Bann zieht. Als sie dann auch ihre strategische und kämpferische Art sowie ihren unerschütterlichen Glauben zeigte, hatte sie mich vollends. Tatsumi ist mit seiner gefühlskalten und sehr misstrauischen Art sowie den herausragenden Schwertkünsten das komplette Gegenteil, was einen schönen Kontrast bietet. Auch die Nebencharaktere waren interessant.

Auch wenn in der Geschichte viel gewandert wurde, wurde es nicht langweilig. Wie die Fäden am Ende zusammenliefen und was am Ende angekündigt wurde, lässt auf eine interessante Fortsetzung hoffen. Ich bin gespannt! Eine ganz klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere