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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2021

Witziger Roadtrip, der auch ans Herz geht!

Der erste letzte Tag
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Bei "Der erste letzte Tag" von Sebastian Fitzek handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um einen Thriller. Da ich die sowieso schon fast alle gelesen habe, war ich natürlich umso gespannter, wie mir "kein ...

Bei "Der erste letzte Tag" von Sebastian Fitzek handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um einen Thriller. Da ich die sowieso schon fast alle gelesen habe, war ich natürlich umso gespannter, wie mir "kein Thriller" gefallen wird.

Das Buch handelt von einem Roadtrip der etwas anderen Art. Livius Reimer muss dringend von München nach Berlin um seine Ehe zu retten, doch wegen eines Schneesturms wird sein Flug gestrichen. Als wäre das noch nicht genug, muss er sich den letzten verfügbaren Mietwagen mit der exzentrischen Lea teilen. Der kommt dann auf der Fahrt eine verrückte Idee..

Mir hat die Idee des Buches von Anfang an sehr gut gefallen. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können verbringen einen Tag auf engstem Raum zusammen und entscheiden sich, diesen Tag so zu leben, als wäre es ihr letzter. Da sind urkomische Szenen vorprogrammiert.
Ich habe teilweise wirklich Tränen gelacht, weil Livius und Lea von einer skurrilen Situation in die nächste stolpern. Manches war mir dabei aber etwas zu übertrieben und unglaubwürdig dargestellt.
Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr geht sie auch ans Herz, wobei der Humor aber nicht verloren geht.

Livius und Lea haben mir sehr gut gefallen. Die Beiden sind wirklich wie Tag und Nacht und können sich anfangs auch nicht wirklich leiden. Livius ist ein spießiger Lehrer, der gerne etwas „cooler“ wäre und Lea ist eine abenteuerlustige junge Frau, der es egal ist was andere von ihr denken. Natürlich geraten sie da nicht nur einmal aneinander. Vor allem die Dialoge zwischen den beiden fand ich richtig genial und Dank des gewohnt sehr guten Schreibstils des Autors bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, mir einige lustige Stunden beschert und mich am Ende auch zum Nachdenken angeregt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

Gelungener Auftakt mit viel Potential!

Goldene Flammen
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Darum geht‘s:
Alina ist eine gewöhnliche Kartografin in der Armee. Zumindest dachte sie das, bis sie durch einen Zufall herausfindet, dass sie ein Grisha ist. Daraufhin ändert sich für sie alles. Sie wird ...

Darum geht‘s:
Alina ist eine gewöhnliche Kartografin in der Armee. Zumindest dachte sie das, bis sie durch einen Zufall herausfindet, dass sie ein Grisha ist. Daraufhin ändert sich für sie alles. Sie wird in das Trainingslager der Grisha gebracht, weg von ihrem besten Freund Mal und hin zum „Dunklen“, dem Anführer der Grisha. Dort findet sie auch bald heraus, dass der Dunkle große Pläne mit ihr hat...

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein bisschen schwer, weil ich mich erstmal mit den ganzen unbekannten Begriffen vertraut machen musste, zu denen es keine richtige Erklärung gab. Eine solche hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht. Nach einer Weile kam ich mit den Begriffen aber ganz gut zurecht.

Leigh Bardugo hat eine sehr eindrucksvolle Welt erschaffen, die magisch, aber auch düster ist. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft, sodass man sich die Welt sehr gut vorstellen kann. Auch zu der Karte ganz vorne im Buch habe ich sehr gerne geblättert, wenn von bestimmten Orten die Rede war.

Die Protagonistin Alina, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, mochte ich von Anfang an. Sie ist eine starke Frau, die auch mal Konter gibt und sich nicht unterkriegen lässt. Auch ihre Entwicklung über das ganze Buch hinweg hat mir sehr gut gefallen.
Der Charakter des „Dunklen“ war sehr mysteriös, was ihn für mich sehr interessant machte, weil ich unbedingt wissen wollte, was sich hinter der Fassade befindet.
Über Alinas besten Freund Mal erfährt man anfangs noch nicht so viel, aber man merkt sofort, dass die beiden aufgrund ihrer gemeinsamen Vorgeschichte eine ganz besondere Freundschaft verbindet.
Insgesamt fand ich die meisten Charaktere sehr interessant, auch wenn ich über einige gerne noch mehr erfahren hätte. Aber da dies der erste Teil einer Reihe ist, kann das ja noch kommen.


Die Handlung wurde vor allem in der zweiten Hälfte des Buchs sehr spannend.
Insgesamt wird ein sehr flottes Tempo an den Tag gelegt, sodass manche Situationen total überraschend und plötzlich kamen. Ich hätte mir vor allem bei einigen Schlüsselszenen gewünscht, dass diese noch etwas genauer beschrieben worden wären und nicht nur beiläufig erwähnt.
Dennoch hatte das Buch einen gewissen Suchtfaktor und vor allem zum Ende hin konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch als Einstieg in die Reihe gut gefallen. Vor allem die Welt der Grisha und Alinas Entwicklung haben mich sehr beeindruckt. An manchen Stellen hätte ich mir aber etwas detailliertere Erklärungen gewünscht.
Ich habe jetzt definitiv Lust auf mehr und bin gespannt, wie es in Teil 2 weitergeht.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2021

Spannender Thriller mit einigen Plottwists!

Meine beste Freundin
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In „Meine beste Freundin“ geht es um die unscheinbare Lizzie, die auf Tinder den Ex-Freund ihrer wunderschönen, erfolgreichen ehemaligen Arbeitskollegin Becca matcht. Sie ist außer sich vor Freude, weil ...

In „Meine beste Freundin“ geht es um die unscheinbare Lizzie, die auf Tinder den Ex-Freund ihrer wunderschönen, erfolgreichen ehemaligen Arbeitskollegin Becca matcht. Sie ist außer sich vor Freude, weil James perfekt zu sein scheint und sie geht nicht davon aus, dass Becca etwas dagegen hat. Schließlich weiß Lizzie von Beccas Facebookseite, dass sie mittlerweile ein Bilderbuch-Leben mit Mann und Kind führt. Doch mit Freunden wie Becca braucht man keine Feinde...

Zunächst muss ich sagen, dass mich der Titel etwas verwirrt hat, denn beste Freundinnen sind Lizzie und Becca sicher nicht. Aber das nur am Rande.
Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leicht gefallen. Ich fand vor allem den Aufbau der Kapitel total super, weil die Schilderung der Story aus Lizzies Sicht teilweise in der Form eines polizeilichen Vernehmungsprotokolls geschrieben ist. Auch der Schreibstil ließ sich flüssig lesen.

Zu den Charakteren möchte ich tatsächlich gar nichts sagen, weil ich nichts vorweg nehmen will. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lizzies und Beccas Sicht erzählt.
Die Handlung des Buchs ist auf jeden Fall durchgehend spannend und bietet mehrere unvorhersehbare Plottwists. Der Klappentext lässt noch nicht einmal ansatzweise erahnen, was einen beim Lesen wirklich erwartet. Aber auch hier will ich nicht zu viel verraten.
Zur Mitte des Buches hin dachte ich zwar, ich wüsste in welche Richtung es ungefähr geht, weshalb ich kurzzeitig etwas den Spaß am Lesen verlor. Jedoch stellte sich dann schnell heraus, dass ich ziemlich falsch lag und ich wurde noch mehr als einmal überrascht.

Insgesamt ein gelungener, spannender Thriller mit Suchtfaktor!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2021

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Lodernde Schwingen
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Bei „Lodernde Schwingen“ handelt es sich um das Finale der Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo.
Zum Inhalt möchte ich deshalb nichts verraten, um nicht für die ersten beiden Teile zu spoilern.

Die Handlung ...

Bei „Lodernde Schwingen“ handelt es sich um das Finale der Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo.
Zum Inhalt möchte ich deshalb nichts verraten, um nicht für die ersten beiden Teile zu spoilern.

Die Handlung beginnt wie in den Vorbänden wieder relativ flott und der Einstieg in die Geschichte ist mir auch diesmal sehr leicht gefallen. Ich fand das Buch auch über weite Teile sehr spannend, aber leider gab es in diesem Teil -wie auch im Teil zuvor- wieder einige Längen. Andere Sachen wurden dann wiederum viel zu schnell abgehandelt, sodass mir manchmal etwas das Gefühl von Mitfiebern gefehlt hat.
Das Ende hat mir persönlich auch gar nicht gefallen, weil es zwar unerwartet, aber meiner Meinung nach etwas zu konstruiert war.

Ein großer Pluspunkt waren für mich die Nebencharaktere. Fast alle kommen in diesem Teil viel besser zur Geltung und bekommen mehr Tiefe. Dadurch wurden sie für mich richtig interessant. Genau diese Entwicklung hat mir bei der Protagonistin Alina aber etwas gefehlt. Dennoch ist sie mir über die Bände hinweg ans Herz gewachsen und ich war gespannt, wie die Geschichte für sie und die anderen ausgeht.

Auch wenn mich die Handlung nicht immer zu 100% überzeugt hat, bin ich dennoch ein riesiger Fan von Ravka und der Welt der Grisha geworden. Ich finde Leigh Bardugo hat hier eine unglaublich spannende magische Welt erschaffen, die ich mir durch ihren bildhaften Schreibstil auch sehr gut vorstellen konnte. Auch die Idee der Grisha und die Art und Weise wie ihre Fähigkeiten funktionieren, gefallen mir richtig gut.

Insgesamt muss ich sagen, dass es nicht mein Traumfinale war. Ich finde, dass das vorhandene Potential nicht ganz ausgeschöpft wurde und es gab immer wieder einige Längen in den Büchern. Ich bin aber dennoch froh, die Welt der Grisha kennengelernt zu haben und werde auf jeden Fall auch noch den Rest des Grisha-Verse lesen.

Ich gebe 3,5-4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2021

Schwächer als Band 1

Eisige Wellen
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„Eisige Wellen“ ist der zweite Band der Grisha-Trilogie rund um die junge Grisha Alina.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel sagen, um nicht für Band 1 zu spoilern.
Die Handlung setzt unmittelbar da ...

„Eisige Wellen“ ist der zweite Band der Grisha-Trilogie rund um die junge Grisha Alina.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel sagen, um nicht für Band 1 zu spoilern.
Die Handlung setzt unmittelbar da an, wo der erste Teil aufgehört hat. Der Einstieg in die Geschichte ist mir diesmal sehr leicht gefallen, es geht gleich am Anfang des Buches ziemlich zur Sache und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.
Nach dem rasanten Einstieg passiert aber dann erstmal lange Zeit gefühlt gar nichts. Mir hat über weite Teile einfach die Spannung und das Mitfiebern gefehlt, weshalb sich der Mittelteil für mich ziemlich gezogen hat.
Zum Ende hin wird es dann aber noch einmal spannend und ich habe wieder richtig mitgefiebert. Auch hier folgte wieder ein Kracher auf den nächsten. Das Ende war für mich ein richtiger Schocker und hat definitiv Lust auf Band 3 gemacht! Vor allem gefällt mir, dass zum Schluss alles offen bleibt und im Finale quasi alles passieren kann.

In diesem Teil erfährt man auch noch mehr über alle Charaktere, was sie für mich viel interessanter gemacht hat. Auch einige neue Charaktere, die im ersten Teil noch nicht vorkommen, konnten mich richtig begeistern und mein Herz erobern. Zu diesen will ich aber nicht mehr verraten, um nichts vorweg zu nehmen.

Von der von Leigh Bardugo geschaffenen Welt bin ich nach wie vor begeistert. Die darin vorhandene Magie und die Art, wie sie angewendet wird ist einfach mal etwas ganz anderes und gefällt mir richtig gut! Auch der Schreibstil ließ sich wieder flüssig lesen und ich konnte mir alles bildlich vorstellen.

Insgesamt blieb Teil 2 leider etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Die Spannung am Anfang und am Ende konnte die Längen im Mittelteil nicht wett machen, weshalb dieser Teil für mich auch ein bisschen schwächer ist als der erste. Dennoch gefällt mir die Welt der Grisha nach wie vor sehr gut und ich sehe hier noch viel Potential, das in Band 3 hoffentlich ausgeschöpft wird!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere