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Veröffentlicht am 19.01.2020

Schwächster Teil der Reihe

Hope Again
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"Ich verstand nicht, warum ich mich jedem Menschen gegenüber auf Knopfdruck verschließen konnte, bei ihm aber wie von selbst mein Innerstes offenbarte.“ (S. 238)

KLAPPENTEXT
Everly Penn hatte nie vor, ...

"Ich verstand nicht, warum ich mich jedem Menschen gegenüber auf Knopfdruck verschließen konnte, bei ihm aber wie von selbst mein Innerstes offenbarte.“ (S. 238)

KLAPPENTEXT
Everly Penn hatte nie vor, sich zu verlieben - schon gar nicht in ihren Dozenten. Doch Nolan Gates ist charmant, intelligent und sexy, und er ist der Einzige, bei dem Everly die dunklen Gedanken vergessen kann, die sie jede Nacht wachhalten. Je näher sie Nolan kennenlernt, desto intensiver wird die Verbindung zwischen ihnen - und desto mehr wünscht sich Everly, die unsichtbare Grenze, die sie voneinander trennt, zu überschreiten. Was sie nicht ahnt: Hinter Nolans lebensbejahender Art und seiner ansteckenden Begeisterung für Literatur verbirgt sich ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis könnte ihre Liebe zerstören, bevor sie überhaupt begonnen hat

MEINUNG
Die „Again“ Reihe von Mona Kasten gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Als ich hörte, es erscheint ein vierter Teil über Everly und Nolan, da war mein erster Gedanke „Bitte nicht!“. Mein Bauchgefühl sagte, die Geschichte wird mir nicht gefallen. Zum einem sind Schüler-Lehrer-Geschichten nicht mein Geschmack. Zum anderen interessiert mich Everly nicht wirklich (so hart es klingt). Aber da ich ein Mona Kasten Fan bin, habe ich gleich am Erscheinungsdatum das Buch gekauft. Sofort zu lesen begann ich nicht, da mich die Geschichte einfach nicht interessierte. Nun hab ich sie schlussendlich im Wechsel gehört (Bookbeat) und gelesen und mein Befürchtung bestätigte sich, mir sagte die Geschichte einfach nicht zu.
Zu Beginn fand ich sie in Ordnung. Everly wirkte interessant und ich wollte unbedingt wissen, was es mit ihrer Familiengeschichte auf sich hat. Aber nach und nach ging sie mir auf die Nerven. Ja, sie hat keine leichte Kindheit. Ja, ihr sind schlimme Sachen passiert. Aber dennoch war dieses ganze oh-nein-ich-verkriech-mich-Gehabe echt anstrengend. Kurzzeitig fragte ich mich, warum Dawn ihr immer am Rockzipfel hing. Dawn ist eine so tolle Person, die immer strahlt und lustig ist. Daneben wirkt Everly wie eine eingegangen Topfpflanze. Ständig musste sie sich sammeln und Luft holen. Wie gesagt, zu Beginn war das noch in okay, aber zum Schluss nervte es. Zwar macht Everly im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch und bekommt Selbstbewusstsein, aber dies konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Was mir besonders an der „Again“ Reihe gefällt sind die gefühlvollen und leidenschaftlichen Beziehungen. Aber „Hope Again“ entfachte kein Feuer der Leidenschaft, es war eher eine kleine Flamme von einem Streichholz, was kurz davor ist auszugehen. Der Klappentext verspricht eine intensive Beziehung zwischen Everly und Nolan. Aber als ich das Buch las, da fragte ich mich die ganze Zeit, wo diese sein soll. In meinen Augen gab es viel zu wenig gemeinsame Momente. Die Idee, dass sie erst übers Internet schreiben, finde ich gut. Dann gab es ein paar Treffen, Everly ist verliebt und das große Drama passiert. Und die ganze Zeit dachte ich mir „Moment wann ist der Funke übergesprungen?“. Ich versuchte ihn vergeblich, aber gefunden habe ich ihn nicht. Wenn ich das mit den vorherigen Bänden vergleiche, ist die Beziehung zwischen Everly und Nolan (oder Neverly wie sie auch genannt werden) ein Witz. In den anderen Geschichten erlebte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle und besonders „Feel Again“ hatte mich fix und fertig gemacht. Aber dieser Band hat mich in keiner Weise berührt. Ich konnte keine Verbindung mit den Protagonisten aufbauen. Was ich sehr schade finde, denn Nolan hat viel Potential, welches nicht ausgeschöpft wurde. Seine Äußerlichkeiten wurden detailliert beschrieben, aber das wars dann auch. Er bliebt flach und mir fehlte seine Tiefgründigkeit. Die ganze Zeit drehte sich alles um Everly, dabei wollte ich auch etwas über Nolan erfahren. Als denn endlich sein Geheimnis offenbart wurde, wurde nur an der Oberfläche gekratzt. Sehr schade. Hätte gerne mehr von seiner Sichtweise erfahren.

Die anderen Charaktere aus den vorigen Bänden kommen auch wieder vor. Besonders über Isaac und Sawyer freute ich mich, da sie mein Lieblingspaar sind.
Der einzige Lichtblick in der Geschichte ist Blake. Ich bin ihn jetzt schon komplett verfallen und freue mich schon so sehr auf seine Geschichte. Da habe ich ein gutes Bauchgefühl und hoffe diesmal es stimmt.

FAZIT
In meinen Augen bisher der schwächste Teil der Reihe. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht begeistern, denn diesmal erlebte ich keine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Protagonistin nervte und der Protagonist blieb blass. Kein Vergleich zu den vorherigen Bänden. Daher bekommt „Hope Again“ von mir 3/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2019

Unglaublich tolle und fesselnde Geschichte!

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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„Vertrauen ist wie Glas“, meinte er. „Einmal zerbrochen kann es zwar wieder zusammengesetzt werden, doch wird es nie wieder so sein wie zuvor.“

KLAPPENTEXT
Gefährlich, überraschend und fesselnd – willkommen ...

„Vertrauen ist wie Glas“, meinte er. „Einmal zerbrochen kann es zwar wieder zusammengesetzt werden, doch wird es nie wieder so sein wie zuvor.“

KLAPPENTEXT
Gefährlich, überraschend und fesselnd – willkommen in Cassardim!
Amaia ist gerade sechzehn geworden – zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren – ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie. Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und ihr Herz verliert.

MEINUNG
Julia Dippel zählt zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und ihre „Izara“-Reihe liebe ich. Als ich hörte, sie bringt ein neues Buch raus, da war ich neugierig, aber ich bin nicht dazu gekommen es zu kaufen (Kaufverbot, weil SuB einfach zu riesig). Ja, Schande über mich, ich als Fan von Julia Dippel. Dann gab es ein Leseexemplar im Netgalley-Adventskalender und ich dachte, ich lese ein paar Seiten.
OH.MEIN.GOTT.
HOLY SHIT, IST DAS GUT!
Ich brauche mehr!
Dieses Buch ist der Wahnsinn! Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen.
Nun frage ich mich, wieso ich nicht früher mit der Geschichte begonnen habe. Sie ist mehr als perfekt!
Der Einstieg in das Buch verlief problemlos, was an den bombastischen und fesselnden Schreibstil liegt. Bereits bei „Izara“ war ich hin und weg von ihn und auch in „Cassardim“ zeigt Frau Dippel, was sie alles kann. Die Autorin beschreibt Cassardim echt und lebendig. Hatte das Gefühl, ich stehe selbst vor einem Meer aus Sand oder schwebende Berge. Wahnsinn, was die Autorin sich da ausgedacht hat. Aus dieser Welt wollte ich gar nicht mehr auftauchen. Obwohl das Buch 528 Seiten besitzt, sind das immer noch zu wenig. Ständig passiert etwas und der Spannungsbogen ist die ganze Zeit aufrecht. Immer als ich dachte, nun ist das Geheimnis gelüftet, da haut die Autorin noch einen drauf. Der rote Faden zieht sich die ganze Zeit durch die Geschichte. Unglaublich was die Autorin sich ausdachte.

„Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich, wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen.“


Auch die Charaktere sind einmalig. Man spürt deutlich mit wie viel Liebe sie erschaffen wurden.
Die Geschichte wird aus Amaias Sicht erzählt. Sie ist eine tolle Protagonistin, die sich in die Herzen der Leser schleicht. Mit viel Witz und Spannung erlebt sie Cassardim und lernt die anderen Höflinge kennen. Wen kann sie trauen und wer möchte sie aus dem Weg schaffen? Schnell wird klar, Amaia lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen und begibt sich selbst auf der Suche nach Antworten. Sie ist furchtlos, hat ein riesiges Herz und lässt sich nicht unterbuttern.

Der wahre Held der Geschichte ist Noár. Mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren alle Leser/Leserinnen ihr Herz an ihn. Er ist mysteriös und unberechenbar. Im einen Moment zeigt er sich kaltherzig und im nächsten ist er der Softie schlechthin. Man könnte dies als Stimmungsschwankungen bezeichnen, denn er bringt einen ganz schön auf die Palme. Was soll ich sagen, ich liebe es. Bei Noár wusste man nie, welche Seite man jetzt zu Gesicht bekommt. Und genau das war spannend. Er war ein Mysterium, denn wir erhalten nur häppchenweise Informationen über ihn. Die ganze Zeit fragte ich mich, was hinter seiner Fassade steckt. Oder ist das alles keine Fassade, sondern sein wahres Ich?

Die Liebesgeschichte zwischen Amaia und Noár ist perfekt. Sie nähern sich langsam an, umkreisen sich und kommen sich Schritt für Schritt näher. Genau das mag ich, wenn die Charaktere sich langsam näher kommen. Wenn die Liebesbeziehung in kleinen Schritten entsteht. In einigen Rezensionen las ich, einige empfinden Amaia als hormongesteuerten Teenager, der sabberte, nur weil Noár sein T-Shirt auszog. Ich bin zwar aus dem Teenageralter raus, aber habt ihr ihn euch mal angesehen? Die Autorin veröffentliche auf ihrem Instagramprofil und auf der Internetseite (https://cassardim.de) selbstgezeichnete Bilder von den Charakteren. Erstmal ein großes Lob, dass die Autorin das gemacht hat. Durch die Zeichnungen wirkt die Geschichte noch lebendiger und realer. Schaut euch die Bilder von Noár an und sagt mir, wer dreht da nicht durch? Holy Moly, er ist ein wahr gewordener Traum, da kann er ruhig ein bisschen mürrisch wirken und Amaias Hormone können durchdrehen!

„Wir Cassarden verlieren unser Herz nur ein einziges Mal, also überlegt Euch gut, an wen Ihr es verschenken wollt - es könnte für die Ewigkeit sein.“

Meines Wissens ist „Cassardim - Jenseits der Brücken“ ein abgeschlossenes Buch. Bitte Liebe Julia Dippel, schreibe noch mehr Bücher aus dieser Welt. Sie ist grandios und ich brauche mehr. Mehr Informationen über die Bewohner und das Land. Wie geht es weiter? Wie schlagen sich Amaias Geschwister? Was wird aus Amaia? Und vor allem, was wird aus Noár und sie? Ich brauche mehr Amaia-und-Noár-Momente, in der sich die Raumtemperatur erhöht und ihre verbalen Schlagabtausche mich zum Lachen bringen. Bitte, bitte, bitte Julia Dippel, liefere uns mehr Cassardim!

Ein paar Worte über das Cover möchte ich auch noch verlieren. Von einigen hab ich gehört, das Cover schreckt sie vom Kauf ab. Ja, ich bin auch kein großer Fan davon. Aber jetzt, wo ich die Geschichte gelesen habe, finde ich es gar nicht mehr so schlimm. Die Farben passen perfekt zu der Welt und das Mädchens soll bestimmt Amaia darstellen. Ja, sie hat einen langen Hals und ihr Blick könnte besser sein. Aber wen juckt das Cover, wenn dahinter sich eine atemberaubende Geschichte befindet?


FAZIT
Julia Dippel hat mich wieder mal komplett umgehauen und zeigt, was sie alles drauf hat. In dieser Geschichte ist alles perfekt: Setting, Charaktere und Plot. Es gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights und ich werde es jeden empfehlen. Hoffentlich bringt die Autorin noch mehr Bücher raus, ich werde sie alle lesen.
„Cassardim - Jenseits der Goldenen Brücke“ verdient mehr als 5/5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.12.2019

M & M - MADiSON & MAURO

Flirting with Fire
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„Mein ganzer Körper steht in Flammen, die nur er löschen kann.“

KLAPPENTEXT
Jeder weiß, dass es gefährlich ist, mit dem Feuer zu spielen. Weil man sich dabei verbrennen kann …
Eigentlich wollte ich gar ...

„Mein ganzer Körper steht in Flammen, die nur er löschen kann.“

KLAPPENTEXT
Jeder weiß, dass es gefährlich ist, mit dem Feuer zu spielen. Weil man sich dabei verbrennen kann …
Eigentlich wollte ich gar nicht an dem Ehemaligentreffen meiner Highschool teilnehmen, doch meine Freundinnen haben mich überredet. Sie waren es auch, die bei der Bachelor-Versteigerung in meinem Namen auf ein Date mit meinem ehemaligen Highschoolschwarm geboten haben. Ja, richtig gehört, selbst als ich „Fatty Maddie“ genannt wurde, stand ich auf den Quarterback unseres Footballteams. Nicht, dass er mich jemals beachtet hätte. Inzwischen verdient Mauro Bianco sein Geld im Kampf gegen das Feuer, aber wenn ich an ihn denke, steht mein Herz noch immer in Flammen. Ein Date, das ist alles, was ich versprochen habe. Nur ein paar Stunden, dann kann ich ihn wieder in der alten Schuhschachtel verstauen, die ganz hinten in meinem Schrank steht.
Doch wie immer hat das Universum andere Pläne. Niemals hätte ich gedacht, dass Mauro innerhalb weniger Tage von meinem Highschoolschwarm zu meinem Geschäftspartner werden würde. Und auch nicht, dass die Vergangenheit uns so schnell einholt …

MEINUNG
Das war meine erstes Buch von den Autoren-Duo Piper Rayne. Der Schreibstil ist wirklich toll.
Der Einstieg gelang mir problemlos. Der lockere Schreibstil lädt zum Lesen ein.

Madison und Mauro konnte mich nicht wirklich überzeugen. Zu Beginn war ich Feuer und Flamme (wie passend für einen Feuerwehrmann) für die Geschichte, aber zum Schluss nur noch genervt. Warum? Wegen Madison. Zum Schluss gingen mir ihre Selbstzweifel auf die Nerven. Ja, in der Highschool war sie das hässliche Entlein, welches nicht von Mauro beachtet wurde. Aber wen juckt’s? Es sind doch inzwischen viele Jahre vergangen und nun nimmt er sie wahr. Verstehe nicht, warum sie da die ganze Zeit zweifeln muss. Zu mal Mauro ihr keinen Grund gibt. Allgemein geht es in der Geschichte viel um Oberflächlichkeiten, was mich auch störte.
Mauro war ok, aber auch er blieb blass. Gleich zu Beginn war klar, Mauro hatte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Beziehungen. Als diese zur Sprache kamen, wurde es in gefühlt fünf Sätzen abgespeist. Fand ich ein bisschen schade.
Die Liebesbeziehung zwischen Madison und Mauro sprüht nicht vor Funken und Emotionen. Beide sind natürlich gleich ineinander verliebt und kommen zusammen. Das ging alles ziemlich zügig. Auch wenn das Buch nur 288 Seiten hat, hätte man mehr Emotionen verpacken können.
Die Dialoge zwischen den Charakteren – besonders zwischen den Bianco Brüder – laden zum Schmunzeln ein. Besonders Luca ist mir ans Herz gewachsen und auf seine Geschichte bin ich gespannt.
Die Charaktere bleiben eher blass und es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Die Geschichte hat viel Potential, welches nicht ausgeschöpft wurde. Das Drama wirkt auch erzwungen und konnte mich nicht packen.


FAZIT
Witzige Dialoge, aber flache Charaktere. Die Geschichte ist voraussehbar und klischeehaft. Eine nette Lektüre für zwischendurch, aber wer eine tiefsinnige emotionale Geschichte möchte, ist hier falsch.
„Flirting with Fire“ bekommt von mir 3/5 Sterne.

Danke Netgalley für das Leseexemplar!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2019

Manchmal versteckt sich das Herz hinter dem Verstand

Bring Down the Stars
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„Vielleicht gibt es Schmerz, damit wir die Schönheit zu schätzen wissen.“ (S. 58)

KLAPPENTEXT
College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, ...

„Vielleicht gibt es Schmerz, damit wir die Schönheit zu schätzen wissen.“ (S. 58)

KLAPPENTEXT
College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich zunehmend in Connor verliebt, spürt sie in Westons Nähe eine unerklärliche Anziehung. Die beiden Freunde verstricken sich mehr und mehr in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht auf einmal mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...

MEINUNG
Emma Scott ist eine begnadete Autorin und ich liebe ihre gefühlvollen und emotionalen Geschichten. Nachdem ihre „All In“ Reihe mich komplett begeisterte, bestelle ich gleich „Bring Down The Stars“. Der Klappentext klingt vielversprechend. Besonders gespannt war ich auf die Gedichte.

Was soll ich sagen, das Buch hat mich komplett gefesselt. Der Schreibstil ist einfach wunderschön und hat was poetisches. Die Gedichte gefallen mir sehr und das ganze Drumherum ist magisch. Nebenbei sieht das Cover traumhaft aus. Die Farben, die Goldsprenkel. Da hat Lyx wieder was großartiges gezaubert!

Die Charaktere sind alle tiefgründig und authentisch.
Autumn ist eine Träumerin, eine hoffnungslose Romantikerin. Sie möchte die ganz große Liebe erleben mit allem, was dazugehört: Verbundenheit, Schmetterlinge im Bauch und tiefsinnige Gespräche. Kurz gesagt, sie sucht ihren Seelenverwandten. Autumn war mir sofort sympathisch. Obwohl sie mir zwischenzeitlich ein bisschen auf die Nerven ging, weil sie doch naiv ist. Aber das passt zu ihr. Die naive Romantikerin, die die Welt retten möchte.

Weston, oh mein Gott! Ich hab mein Herz an ihn verloren. Für mich ist er der Star der Geschichte. Genauso stelle ich mir einen Schriftsteller vor: auf dem ersten Blick verschlossen, aber sobald man an der Oberfläche kratzt entdeckt man ein riesiges Herz. Seine Gedanken und Gefühle sind so echt und greifbar. Und seine Gedichte sind reinste Poesie. Sein Handeln ist absolut nachvollziehbar. Die Verbindung zwischen Connor und ihm ist spürbar. Sie sind Brüder und würden alles füreinander tun.

Connor gefällt mir auch. Er ist der typische Collegetyp, der immer ein Lächeln auf dem Lippen trägt.
Autumn, Connor und Weston sind ein interessantes Gespann.

Die Handlung nimmt eine Wendung ein, mit der ich niemals gerechnet hätte. Wirklich gut das der Klappentext in keiner Weise darauf hinweist.
Der rote Faden ist die ganze Zeit erkennbar. Ich kann mir vorstellen, einige werden sagen, es sind einige Längen in der Geschichte vorhanden. Ja, einiges war ruhiger, aber genau diese Szenen machen die Geschichte wundervoll. Sie schildern Westons Denkweise, warum er so ist und Autmns hoffnungsvolle, romantische Ader. Das Setting ist auch gut gewählt.

Komme ich zum Ende. WAS ZUR HÖLLE HAT DIE AUTORIN SICH DABEI GEDACHT? Mit klopfenden Herzen sind die Seiten an mir vorbei gerauscht und ich konnte nicht fassen, was ich da las. Ich habe absolut keine Ahnung, was im zweiten Band passieren wird. Genau das liebe ich, wenn der Autor einen so ratlos lässt, dass man ungeduldig auf den zweiten Band wartet.

FAZIT
Wunderschöner Schreibstil mit einer riesigen Liebesgeschichte. Die Autorin hat es wieder geschafft, dass ich mich Hals über Kopf in die Charaktere verliebe. Die Gedichte sind wunderschön. Nachdem fiesen Cliffhanger benötige ich dringend den zweiten Band.

„Bring Down The Stars“ erhält mir von klare 5/5 Sterne!

Veröffentlicht am 16.11.2019

GRANDIOSER ABSCHLUSS!

Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
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„Wer emotional handelt, begeht Fehler.“ (S. 149)

KLAPPENTEXT
Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger ...

„Wer emotional handelt, begeht Fehler.“ (S. 149)

KLAPPENTEXT
Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger der Abkehr von jeder Technologie und die Widerstandsgruppe ReVerse bekämpfen sich mit allen Mitteln. Letztere wird inzwischen vom mächtigsten Gegner der königlichen Familie angeführt. Als die Stimmung in der Bevölkerung umzuschlagen droht, muss der König alles auf eine Karte setzen. Und Ophelia muss sich entscheiden, was sie bereit ist zu opfern, wenn sie ihre große Liebe und ihr Land retten will.

MEINUNG
Der erste Teil („Die Welt wird brennen“) machte mich sprachlos. Die Fortsetzung („Der Himmel wird beben“) zerriss mir mein Herz. Daher hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an den dritten Teil.
Der Aufbau der Geschichte ist bemerkenswert. Niemals hätte ich beim Lesen des ersten Teils geahnt, was alles auf mich zukommen wird. Lena Kiefer ließ mich nicht nur einmal in den Irrglauben, ich würde die Wendung der Geschichte ahnen. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt passiert das, dann kam es ganz anders. Diese Frau hat ein Händchen für Plots, die niemand erahnen kann.

Im finalen Band erlebte ich viele Momente, die voller Spannung, Action, Romantik und Drama waren. Der hervorragende Schreibstil der Autorin lädt ein, die Geschichte am liebsten in einem Rutsch zu lesen. Die Seiten flogen nur an mir vorbei und ich war wie im Rausch, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Nach jedem spannenden Kapitel folgte ein Neues. Mein armes Herz wollte schon streiken, weil es die ganze Spannung nicht mehr aushielt. Kein Kapitel wirkte in die Länge gezogen oder als Lückenbüßer. Lena Kiefer hat es geschafft genau die richtige Mischung aus Liebe und Action zu zaubern.

Die Charaktere sind der Wahnsinn. Alle tiefgründig, facettenreich und farbenfroh. Wenn ich die Charaktere im ersten Band mit denen im dritten Band vergleiche, dann liegen Welten dazwischen. Sie sind alle gereift und erwachsen geworden. Von jedem Einzelnen ist diese Wandlung realistisch. Besonders bei Ophelia. Im ersten Band ist sie noch ein verbitterter Teenager, der nur Hass für die Abkehr empfindet. Im dritten Teil ist sie eine erwachsene junge Frau, die weiß, wo ihr Platz ist. All ihre Entscheidungen und Handlungen sind nachvollziehbar. Kein naives Handeln, wo der Leser sich am Kopf fasst und sie am liebsten schütteln würde. Es ist eher so, ich musste mir am Kopf fassen, weil ich das alles nicht glauben konnte. Der Plot ist bombastisch und der rote Faden ist die ganze Zeit erkennbar. Ich betone nochmal, niemals hätte ich im ersten Band mit dieser Wandlung der Geschichte gerechnet.
Komme ich zu Lucien. Auch er ist gereift und ist nicht mehr nur der Bruder des Königs. Plötzlich muss er das Land regieren und trägt eine riesige Last auf seinen Schultern. Er probiert nicht daran zu zerbrechen, aber er ist kurz davor. Ich habe gelesen, einige sagen, es ist zu viel Drama und Lucien wirkt nicht taff genug. Ja, Drama ist vorhanden, welches aber begründet ist. Ist es nicht toll auch die schwache Seite von Lucien zu sehen? Das er nicht nur ein gut aussehender Schakal ist, der immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat. Auch er kann nicht jede Last auf seinen Schultern tragen. Lena Kiefer hat seinen Charakter und seine Probleme super dargestellt.
Die Liebesgeschichte zwischen Ophelia und Lucien kommt nicht zu kurz. Jedes Mal hat sie mein Herz erwärmt. Schon in den vorherigen Rezensionen zu den Vorgängern habe ich gelobt, was für ein tolles Team die beiden sind. Und im Abschlussband wird das nochmal verdeutlicht. Sie harmonieren perfekt. Nichts war kitschig oder übertrieben.
Auch die Nebencharaktere konnten mich alle überzeugen. Ein paar mussten dran glauben und Frau Kiefer hat sie töten lassen. Aber keine Sorge, wie bei Game of Thrones artet es nicht aus.

Einen Kritikpunkt habe ich: das Ende. An sich ist es toll und ich bin auch zufrieden. Für mich kam alles ein bisschen zu abrupt. Es passierte eine spannende Sache nach der anderen. Der Spannungsbogen war bis aufs Äußere gespannt. Und dann kam das Ende, was in gefühlt 5 Seiten abgespeist wurde und das war’s. Ich habe nochmal zurückgeblättert, weil ich dachte, was überlesen zu haben. Aber nein, das war’s. Das hat mich ein bisschen verwirrt dasitzen lassen. Vielleicht wenn ich das Buch nochmal lese, dann stört mich das Ende nicht. Aber ich habe das Buch nicht mit einem glücklichen Lächeln zugeschlagen, sondern mit einem verwirrten Gesichtsausdruck.

Die Frage, wie viel Sterne das dritte Buch von „Ophelia Scale“ bekommt, ist klar: 5 Sterne! Die komplette Reihe gehört zu meinen Jahreshighlight 2019. Lange hat mich keine Dystopie so sehr gefesselt wie diese. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und der Plot wirklich spitze.
Auch wenn ich die Umsetzung des Ende ein bisschen kurz finde, ist das Buch ein krönender Abschluss einer tollen Trilogie. Gerne habe ich Ophelia auf ihrem Weg begleitet.


FAZIT
Bemerkenswerter Schreibstil, tolles Setting, geniale Grundidee, farbenfrohe Charaktere und die perfekte Mischung aus Liebe und Spannung. Das Buch bekommt von mir glatte 5/5 Sterne. Ich empfehle wirklich jeden diese Reihe, denn sie gehört zu meinen absoluten Lieblingen!