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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2019

Manchmal versteckt sich das Herz hinter dem Verstand

Bring Down the Stars
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„Vielleicht gibt es Schmerz, damit wir die Schönheit zu schätzen wissen.“ (S. 58)

KLAPPENTEXT
College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, ...

„Vielleicht gibt es Schmerz, damit wir die Schönheit zu schätzen wissen.“ (S. 58)

KLAPPENTEXT
College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich zunehmend in Connor verliebt, spürt sie in Westons Nähe eine unerklärliche Anziehung. Die beiden Freunde verstricken sich mehr und mehr in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht auf einmal mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...

MEINUNG
Emma Scott ist eine begnadete Autorin und ich liebe ihre gefühlvollen und emotionalen Geschichten. Nachdem ihre „All In“ Reihe mich komplett begeisterte, bestelle ich gleich „Bring Down The Stars“. Der Klappentext klingt vielversprechend. Besonders gespannt war ich auf die Gedichte.

Was soll ich sagen, das Buch hat mich komplett gefesselt. Der Schreibstil ist einfach wunderschön und hat was poetisches. Die Gedichte gefallen mir sehr und das ganze Drumherum ist magisch. Nebenbei sieht das Cover traumhaft aus. Die Farben, die Goldsprenkel. Da hat Lyx wieder was großartiges gezaubert!

Die Charaktere sind alle tiefgründig und authentisch.
Autumn ist eine Träumerin, eine hoffnungslose Romantikerin. Sie möchte die ganz große Liebe erleben mit allem, was dazugehört: Verbundenheit, Schmetterlinge im Bauch und tiefsinnige Gespräche. Kurz gesagt, sie sucht ihren Seelenverwandten. Autumn war mir sofort sympathisch. Obwohl sie mir zwischenzeitlich ein bisschen auf die Nerven ging, weil sie doch naiv ist. Aber das passt zu ihr. Die naive Romantikerin, die die Welt retten möchte.

Weston, oh mein Gott! Ich hab mein Herz an ihn verloren. Für mich ist er der Star der Geschichte. Genauso stelle ich mir einen Schriftsteller vor: auf dem ersten Blick verschlossen, aber sobald man an der Oberfläche kratzt entdeckt man ein riesiges Herz. Seine Gedanken und Gefühle sind so echt und greifbar. Und seine Gedichte sind reinste Poesie. Sein Handeln ist absolut nachvollziehbar. Die Verbindung zwischen Connor und ihm ist spürbar. Sie sind Brüder und würden alles füreinander tun.

Connor gefällt mir auch. Er ist der typische Collegetyp, der immer ein Lächeln auf dem Lippen trägt.
Autumn, Connor und Weston sind ein interessantes Gespann.

Die Handlung nimmt eine Wendung ein, mit der ich niemals gerechnet hätte. Wirklich gut das der Klappentext in keiner Weise darauf hinweist.
Der rote Faden ist die ganze Zeit erkennbar. Ich kann mir vorstellen, einige werden sagen, es sind einige Längen in der Geschichte vorhanden. Ja, einiges war ruhiger, aber genau diese Szenen machen die Geschichte wundervoll. Sie schildern Westons Denkweise, warum er so ist und Autmns hoffnungsvolle, romantische Ader. Das Setting ist auch gut gewählt.

Komme ich zum Ende. WAS ZUR HÖLLE HAT DIE AUTORIN SICH DABEI GEDACHT? Mit klopfenden Herzen sind die Seiten an mir vorbei gerauscht und ich konnte nicht fassen, was ich da las. Ich habe absolut keine Ahnung, was im zweiten Band passieren wird. Genau das liebe ich, wenn der Autor einen so ratlos lässt, dass man ungeduldig auf den zweiten Band wartet.

FAZIT
Wunderschöner Schreibstil mit einer riesigen Liebesgeschichte. Die Autorin hat es wieder geschafft, dass ich mich Hals über Kopf in die Charaktere verliebe. Die Gedichte sind wunderschön. Nachdem fiesen Cliffhanger benötige ich dringend den zweiten Band.

„Bring Down The Stars“ erhält mir von klare 5/5 Sterne!

Veröffentlicht am 16.11.2019

GRANDIOSER ABSCHLUSS!

Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
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„Wer emotional handelt, begeht Fehler.“ (S. 149)

KLAPPENTEXT
Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger ...

„Wer emotional handelt, begeht Fehler.“ (S. 149)

KLAPPENTEXT
Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger der Abkehr von jeder Technologie und die Widerstandsgruppe ReVerse bekämpfen sich mit allen Mitteln. Letztere wird inzwischen vom mächtigsten Gegner der königlichen Familie angeführt. Als die Stimmung in der Bevölkerung umzuschlagen droht, muss der König alles auf eine Karte setzen. Und Ophelia muss sich entscheiden, was sie bereit ist zu opfern, wenn sie ihre große Liebe und ihr Land retten will.

MEINUNG
Der erste Teil („Die Welt wird brennen“) machte mich sprachlos. Die Fortsetzung („Der Himmel wird beben“) zerriss mir mein Herz. Daher hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an den dritten Teil.
Der Aufbau der Geschichte ist bemerkenswert. Niemals hätte ich beim Lesen des ersten Teils geahnt, was alles auf mich zukommen wird. Lena Kiefer ließ mich nicht nur einmal in den Irrglauben, ich würde die Wendung der Geschichte ahnen. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt passiert das, dann kam es ganz anders. Diese Frau hat ein Händchen für Plots, die niemand erahnen kann.

Im finalen Band erlebte ich viele Momente, die voller Spannung, Action, Romantik und Drama waren. Der hervorragende Schreibstil der Autorin lädt ein, die Geschichte am liebsten in einem Rutsch zu lesen. Die Seiten flogen nur an mir vorbei und ich war wie im Rausch, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Nach jedem spannenden Kapitel folgte ein Neues. Mein armes Herz wollte schon streiken, weil es die ganze Spannung nicht mehr aushielt. Kein Kapitel wirkte in die Länge gezogen oder als Lückenbüßer. Lena Kiefer hat es geschafft genau die richtige Mischung aus Liebe und Action zu zaubern.

Die Charaktere sind der Wahnsinn. Alle tiefgründig, facettenreich und farbenfroh. Wenn ich die Charaktere im ersten Band mit denen im dritten Band vergleiche, dann liegen Welten dazwischen. Sie sind alle gereift und erwachsen geworden. Von jedem Einzelnen ist diese Wandlung realistisch. Besonders bei Ophelia. Im ersten Band ist sie noch ein verbitterter Teenager, der nur Hass für die Abkehr empfindet. Im dritten Teil ist sie eine erwachsene junge Frau, die weiß, wo ihr Platz ist. All ihre Entscheidungen und Handlungen sind nachvollziehbar. Kein naives Handeln, wo der Leser sich am Kopf fasst und sie am liebsten schütteln würde. Es ist eher so, ich musste mir am Kopf fassen, weil ich das alles nicht glauben konnte. Der Plot ist bombastisch und der rote Faden ist die ganze Zeit erkennbar. Ich betone nochmal, niemals hätte ich im ersten Band mit dieser Wandlung der Geschichte gerechnet.
Komme ich zu Lucien. Auch er ist gereift und ist nicht mehr nur der Bruder des Königs. Plötzlich muss er das Land regieren und trägt eine riesige Last auf seinen Schultern. Er probiert nicht daran zu zerbrechen, aber er ist kurz davor. Ich habe gelesen, einige sagen, es ist zu viel Drama und Lucien wirkt nicht taff genug. Ja, Drama ist vorhanden, welches aber begründet ist. Ist es nicht toll auch die schwache Seite von Lucien zu sehen? Das er nicht nur ein gut aussehender Schakal ist, der immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat. Auch er kann nicht jede Last auf seinen Schultern tragen. Lena Kiefer hat seinen Charakter und seine Probleme super dargestellt.
Die Liebesgeschichte zwischen Ophelia und Lucien kommt nicht zu kurz. Jedes Mal hat sie mein Herz erwärmt. Schon in den vorherigen Rezensionen zu den Vorgängern habe ich gelobt, was für ein tolles Team die beiden sind. Und im Abschlussband wird das nochmal verdeutlicht. Sie harmonieren perfekt. Nichts war kitschig oder übertrieben.
Auch die Nebencharaktere konnten mich alle überzeugen. Ein paar mussten dran glauben und Frau Kiefer hat sie töten lassen. Aber keine Sorge, wie bei Game of Thrones artet es nicht aus.

Einen Kritikpunkt habe ich: das Ende. An sich ist es toll und ich bin auch zufrieden. Für mich kam alles ein bisschen zu abrupt. Es passierte eine spannende Sache nach der anderen. Der Spannungsbogen war bis aufs Äußere gespannt. Und dann kam das Ende, was in gefühlt 5 Seiten abgespeist wurde und das war’s. Ich habe nochmal zurückgeblättert, weil ich dachte, was überlesen zu haben. Aber nein, das war’s. Das hat mich ein bisschen verwirrt dasitzen lassen. Vielleicht wenn ich das Buch nochmal lese, dann stört mich das Ende nicht. Aber ich habe das Buch nicht mit einem glücklichen Lächeln zugeschlagen, sondern mit einem verwirrten Gesichtsausdruck.

Die Frage, wie viel Sterne das dritte Buch von „Ophelia Scale“ bekommt, ist klar: 5 Sterne! Die komplette Reihe gehört zu meinen Jahreshighlight 2019. Lange hat mich keine Dystopie so sehr gefesselt wie diese. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und der Plot wirklich spitze.
Auch wenn ich die Umsetzung des Ende ein bisschen kurz finde, ist das Buch ein krönender Abschluss einer tollen Trilogie. Gerne habe ich Ophelia auf ihrem Weg begleitet.


FAZIT
Bemerkenswerter Schreibstil, tolles Setting, geniale Grundidee, farbenfrohe Charaktere und die perfekte Mischung aus Liebe und Spannung. Das Buch bekommt von mir glatte 5/5 Sterne. Ich empfehle wirklich jeden diese Reihe, denn sie gehört zu meinen absoluten Lieblingen!

Veröffentlicht am 09.11.2019

Eine tolle liebesromanwürdige Geschichte!

Nächstes Jahr am selben Tag
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„Wer auch immer gesagt hat, dass die Wahrheit wehtut, hat massiv untertrieben. Die Wahrheit ist ein mieses Drecksstück.“ (S. 29)

KLAPPENTEXT
New York – Los Angeles, und dazwischen die große Liebe
Ausgerechnet ...

„Wer auch immer gesagt hat, dass die Wahrheit wehtut, hat massiv untertrieben. Die Wahrheit ist ein mieses Drecksstück.“ (S. 29)

KLAPPENTEXT
New York – Los Angeles, und dazwischen die große Liebe
Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …

MEINUNG
Wiedermal ein gelungenes Buch von Colleen Hoover, welches mich emotional mitgerissen hat. Diese Geschichte ist wirklich unglaublich. Bitte lest keine Rezensionen, die euch spoilern könnten, bevor ihr das Buch beginnt. Nehmt das Buch in die Hand und fangt einfach an. Ihr werdet es nicht bereuen, denn die Geschichte holt euch sofort ab und lässt euch nicht mehr los. Wahnsinn was die Autorin erschaffen hat. Ich hab schon mehrere Werke von ihr gelesen und wiedermal hat mich ihr poetischer, witziger und gefühlvoller Schreibstil umgehauen. Unglaublich was diese Frau auf Papier bringt.
Das Buch hat mich aus folgenden Gründen überzeugt:

Erstens sind es die Charaktere, die ihre Ecken und Kanten haben und somit nicht perfekt sind, dass sie dann doch perfekt sind. Ben und Fallon wirken so echt und greifbar. Ihre Gedankengänge sind sehr reif und menschlich. Nichts wirk überspitzt oder unecht. Die Gespräche sind interessant und witzig, da muss man die beide einfach ins Herz schließen.
Fallons Veränderung im Laufe des Buches gefällt mir sehr. Ihr Wandlung ist deutlich spürbar und real.
Mein Herz habe ich an Ben verloren. Was für ein wahnsinnig guter, tiefgründiger, witziger und interessanter Charakter. Mit seiner Wendung hätte ich nie gerechnet. Auch wenn er es nicht glaubt, aber er ist zu 100 % liebesromanwürdig.
Auch die Nebencharaktere sind alle toll ausgearbeitet. Miles und Tate aus „Zurück ins Leben geliebt“ bekommen auch einen kleinen Gastauftritt. Hab mich sehr gefreut nochmal was von den beiden zu hören.

Zweitens die gigantische und unerwartete Wendung zum Schluss. Es ist als ob die Geschichte ein Puzzle ist und nach und nach ergibt alles einen Sinn. Jedes fragwürdige Verhalten und Anspielung wird aufgekklärt. Eigentlich müsste ich die Geschichte gleich nochmal lesen, denn jetzt werde ich sie mit anderen Augen betrachten.
Der Plot ist grandios! Zum Ende war ich einfach nur sprachlos. Einige Tränen sind auch geflossen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tag gelesen. Ich musste unbedingt wissen, wie es mit Fallon und Ben weitergeht.

„Wozu gibt es so was wie Glück, wenn man es nicht ab und zu mal herausfordert?“ (S. 66)

Nebenbei verstehe ich nicht, warum der deutsche Titel „Nächstes Jahr am selben Tag“ ist. Im englischen ist es „November 9“, was ich persönlich tausendmal schöner und passender finde für diese Geschichte.

FAZIT
Diese Geschichte ist ein perfekter Liebesroman, denn er beinhaltet alles: eine handvoll Humor, genau die richtige Menge Gefühl, einen Hauch von Erotik und das gewisse Etwas.
„Nächstes Jahr am selben Tag“ bekommt von mir volle 5/5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 07.11.2019

Gefühlvolle Geschichte

Perfectly Broken
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„Ich würde dich gerne das „über“ in „überleben“ streichen lassen.“

KLAPPENTEXT
Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer ...

„Ich würde dich gerne das „über“ in „überleben“ streichen lassen.“

KLAPPENTEXT
Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten. Die neue Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar darüber hinweg, dass ihr Apartment durch eine Tür mit dem Schlafzimmer ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder dringen Geräusche und Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür, und Brooklyn erfährt viel über Chase. Sie fühlt sich von dem Fremden, dem sie noch kein einziges Mal begegnet ist, auf unerklärliche Weise angezogen. Als Chase dann beginnt, ihr Nachrichten zu schreiben und ihr auf dem Klavier ihr Lieblingsstück vorzuspielen, gerät Brooklyn in einen Strudel aus widersprüchlichen Gefühlen: In ihr kämpft die Anziehung zu einem Fremden mit ihrem eigenen Widerstand. Denn sie hatte ihr Herz für immer einem anderen versprochen …

MEINUNG
Das war mein erstes Buch von Sarah Stankewitz und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe mich in den tollen Schreibstil verliebt. Er ist flüssig, bildhaft und emotional. Viele Textstellen markierte ich, weil ich sie so schön finde. Werde definitiv noch mehr Bücher von Sarah Stankewitz lesen.

Wir lernen Brooklyn kennen, die vom dichten Nebel der Trauer umgeben ist. Durch einen tragischen Unfall verlor sie ihre große Liebe, ihre Zukunft. Von nun fühlt sie nichts anderes mehr als Schmerz und Kummer. Sie zieht nach Bedford um einen Neuanfang zu starten.
Brooklyn hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ihre Wandlung im Buch ist glaubhaft und echt.

Chase ist ein wirklich interessanter Charakter. Zu Beginn wurde ich nicht schlau aus ihm. Aber es war sofort klar, dass er ein großes Herz hat. Was ich sehr gut finde ist, dass Chase einer der Guten ist. Kein typisches Badboy-Gehabe, keine dunkle und mysteriöse Aura und kein unangebrachtes Verhalten. Der Leser spürt schnell, dass auch der Nebel des Kummers ihn umgibt.
Einen Kritikpunkt habe ich: Chase kommt ein bisschen zu kurz. Auch er hat großes Leid erfahren, aber es wird nur am Rande erwähnt. Vielleicht wären noch ein paar Seiten angebracht gewesen um seine Geschichte genauer zu erzählen.

Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Chase und Brooklyn. So erhält der Leser einen tollen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten.
Auch die Nebencharaktere sind toll. Vielleicht schreibt die Autorin noch ein Buch über Molly und Troy?

Ich bedanke mich bei Netgalley für das kostenlose E-Book Rezensionsexemplar.

FAZIT
Eine schöne, emotionale Geschichte über Neuanfänge und Liebe. Positiv ist der tolle Schreibstil und die tiefgründigen Charaktere. Die Geschichte erhält 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.11.2019

P E R F E K T !

Was perfekt war
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„Das jemand der Richtige für dich ist, erkennst du daran, dass er dich nicht verunsichert, in dem er dich auf deine Fehler aufmerksam macht, sondern dich stark macht, weil er vor allem deinen guten Eigenschaften ...

„Das jemand der Richtige für dich ist, erkennst du daran, dass er dich nicht verunsichert, in dem er dich auf deine Fehler aufmerksam macht, sondern dich stark macht, weil er vor allem deinen guten Eigenschaften sieht.“ (S. 146)

KLAPPENTEXT
Quinn und Graham lernen sich unter mehr als unglücklichen Umständen kennen und verlieben sich unsterblich ineinander. Kaum ein Jahr später sind sie glücklich miteinander verheiratet… Happily ever after?

Acht Jahre danach: Jemanden zu lieben, heißt nicht unbedingt, mit ihm glücklich zu sein. Das erkennt und erleidet Quinn Tag für Tag, denn obwohl sie und Graham sich weiterhin innigst lieben, gibt es ein Problem, das ihre Beziehung zu zerfressen droht …

MEINUNG
Colleen Hoover gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Also war klar, dass ich ihr neues Werk lesen muss. Was soll ich sagen, die Frau hat mich nicht enttäuscht. Ihre Werke gehen unter die Haut und regen einen zum Nachdenken kann.
Toll ist, dass der Klappentext nie auf die Thematik hinweist, die im Buch angesprochen wird. Es werden immer tiefgründige Probleme und Schicksale angesprochen. Genau solche Geschichten liebe ich!

„Was so perfekt war“ erzählt die Liebesgeschichte über Quinn und Graham. Ihr erstes Treffen ist zwar nicht wie in einem romantischen Hollywoodfilm, aber dennoch können die beiden einander nicht vergessen. Was denn folgt nennt man schlicht und einfach die große Liebe. Quinn und Graham, Graham und Quinn. Zusammen ergeben sie ein perfektes Ganzes. Ihre Liebe ist so greifbar und nah. Die Autorin hat ein echtes Händchen für Liebesgeschichten. Wahnsinn was sie mit Buchstaben alles zaubern kann.
Die Kapitel sind jeweils aus der Gegenwart (jetzt) und Vergangenheit (damals) verfasst. Der Kontrast ist gigantisch. Im einem Kapitel spürt man das pure Glück und im nächsten die tiefe Traurigkeit.

Quinn ist eine tolle Persönlichkeit. Ihre Gedanken und Gefühle sind klar nachvollziehbar. Einige schreiben, sie ist egoistisch und nimmt keine Rücksicht auf Graham. Ich war und komme hoffentlich nie in so eine Situation wie Quinn, aber ihre Gedanken und Handeln fand ich keineswegs egoistisch.

Grahams eigentlicher Name sollte Perfekt heißen. Colleen Hoover erschafft immer die besten Bookboyfriends, aber bei Graham hat sie sich selbst übertroffen. Während die Seiten an mir vorbeiflogen habe ich mein Herz auch an Graham verloren. Nichts an ihn wirkt überzogen oder überspitzt. Er ist einfach perfekt.

„Es ist die Summe der Einzelteile, die seine Attraktivität ausmacht.“ (S. 58)

Die Wendungen im Buch haben mein Herz bluten lassen. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wie die Geschichte enden wird. Es war eine Achterbahn der Gefühle. Mal war ich im siebten Himmel und schwebte auf Wolke sieben und im nächsten Kapitel war ich gefangen in der Tiefe der Dunkelheit und fand keinen Ausweg mehr. Ich hatte Herzklopfen beim Lesen und zum Schluss sind mir sogar die Tränen kommen. „Was perfekt war“ ist ein schönes und trauriges Buch zugleich mit einer tollen Message: achte nicht auf deine Fehler, sondern auf deine Stärken. Verliere niemals die Hoffnung und vor allem Rede über deine Probleme.


FAZIT
Feinfühlig und schonungslos beschreibt Colleen Hoover ein Thema, über das größtenteils Geschwiegen wird. Wir bekommen 300 Seiten voller Romantik, Hoffnung, Schmerz, Verlust und Liebe. Colleen Hoover in ihrem vollem Element.
„Was perfekt war“ ist in meinen Augen ein tolles Buch. Es erhält perfekte 5/5 Sterne von mir und eine klare Leseempfehlung.