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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2019

Grandiose Fortsetzung!

Ophelia Scale - Der Himmel wird beben
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„Wenn man jemanden liebt, übersieht man vieles.“ (S. 246)


KLAPPENTEXT
Sie bietet dem Tod die Stirn und dem Schicksal ihr Herz

Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes ...

„Wenn man jemanden liebt, übersieht man vieles.“ (S. 246)


KLAPPENTEXT
Sie bietet dem Tod die Stirn und dem Schicksal ihr Herz

Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes hat sie einen Anschlag auf den König verübt. Ihre Liebe zu dessen Bruder Lucien hat sie ebenso geopfert. Doch dann bietet ihr Phoenix, der Chef des Geheimdienstes, einen Handel an: Wenn sie bereit ist, sich bei ihren Freunden von ReVerse als Spionin der Regierung zu betätigen, kann sie ihr Leben und das ihres besten Freundes retten. Nun muss Ophelia sich entscheiden - zwischen ihren Gefühlen und dem Glauben, was sie für richtig hält.


MEINUNG
Den ersten Band von „Ophelia Scale“ habe ich verschlungen. Der ganze Plot, die Charaktere und das Setting ist einfach Wahnsinn. Nachdem fiesen Cliffhanger wartete ich voller Vorfreude auf Band zwei. Lena Kiefer gehört definitiv zu meinen Lieblingsautorinnen. Sie hat mich so an der Nase herumgeführt und zum Schluss wusste ich nicht mehr, was und wem ich glauben sollte.
Als dann endlich der heißbegehrte zweite Teil in meinem Briefkasten lag, fing ich gleich an zu lesen. Oft haben es die mittleren Teile von Trilogien nicht leicht. Sie sind meistens in die Länge gezogen und dienen den Abschlussteil als Starthilfe. Aber bei diesem Teil ist dies nicht der Fall. Ich musste mich richtig zwingen mit dem Lesen aufzuhören, weil ich entweder abends schlafen oder am Tage mein Sozialleben nachgehen musste. Auch der zweite Teil hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist wieder allererste Sahne. Die Seiten fliegen nur an einem vorbei. Auf der einen Seite wollte ich wissen, wie es weitergeht. Aber auf der anderen Seite wollte ich nicht, dass die Geschichte schnell endet. Diese Dilemma kennen viele, die ein gutes Buch lesen.

Es ist wirklich schwer eine Rezension über dieses Geschichte zu schreiben ohne viel zu spoilern. Daher gehe ich nicht auf die Handlung ein, denn die sollt ihr selbst lesen.
Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit aufrecht und es kommen viele Oh-Mein-Gott-Momente. Wahnsinn was sich die Autorin wieder ausgedacht hat. Die Wendungen und Schicksalsschläge können einen nicht kaltlassen.
Auch das Thema, was die Autorin anschlägt (künstliche Intelligenz) ist sehr interessant. Es regt zum Nachdenken an, ob es in unserer zukünftigen Gesellschaft auch mal so sein wird.

Komme ich erstmal zum Cover. Es ist ähnlich wie das erste, nur das Ophelia entschlossener aussieht. Das Cover vom ersten Band zeigt kleine goldene Kreise. Auf dem Cover vom zweiten Band finden wir silberne Vierecke. Mir gefallen genau solche kleine Änderungen. Denn sie zeigen, dass die „Covermacher“ sich dabei was denken. Wieder ein gelungenes Cover!

Die Charaktere sind wieder tiefgründig und haben viele Emotionen. Am besten hat mir Ophelia gefallen. Ihre Wandlung ist sehr glaubhaft. In den meisten Geschichten war der Protagonist zuerst ein treuer Verfechter des Regimes und wechselt seine Sichtweise erst, wenn er beim Widerstand ist. In dieser Geschichte ist es genau andersrum. Ophelia war voller Verachtung gegen die Abkehr und ein treuer Teil des Widerstandes. Nun ändert sie ihre Sichtweise und sie denkt über viele Sachen anders. Es ist erfrischend mal so einen Sicht- und Meinungswechsel mitzuerleben. Ophelia ist wieder die starke und kluge Protagonistin. Sie wirkt reifer als im ersten Teil. Schon im ersten Teil war sie sympathisch und das ist auch so geblieben. Ihre Denkweise ist nachvollziehbar. Ihr Handeln zum Schluss hat wieder Mal ihre tolle Entwicklung gezeigt.
Lucien - ach Lucien. Im ersten Band hat er mich schon überzeugt. Spätestens nach diesem Teil bin ich ihn komplett verfallen. Auf dem ersten Blick wirkt er wie der perfekte Typ, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Aber wir erfahren so viel mehr über ihn. Seine Ängste, Ecken und Kanten und sein wahres Ich. Hach, kann ich nicht auch einen Lucien haben? Nebenbei harmonieren Lucien und Ophelia perfekt zusammen. Sie sind wirklich ein tolles Team, ergänzen sich und die Romantik ist glaubhaft. Mein Herz hat bei jeder romantischen Szene ein Stück höher geschlagen. Wenn Ophelia Lucien anschmachtete, dann schmachtete ich ihn auch an.
Die Wandlung von Knox hat mich am Anfang ein bisschen schockiert. Innerlich hab ich mich schon auf eine tolle Dreiecksbeziehung zwischen Ophelia, Lucien und Knox gefreut. Es ist ja nichts neues, dass ich ein Fan von solchen Beziehungen bin. Aber die Autorin verschont uns mit sowas und macht schnell klar, für wen Ophelias Herz schlägt. Bin trotzdem sehr gespannt, wie sich Knox im dritten und letzten Band entwickeln wird. Und ich hoffe sehr auf sein persönliches Happy End.
Die andere Charaktere sind auch alle gut ausgearbeitet. Auf alle ins Detail einzugehen würde jetzt zu lange dauern.

Der Plot ist mal wieder grandios. Die ganze Zeit überlegte ich, wie diese Geschichte enden wird. Ich war ja schon vorbereitet gewesen, dass die liebe Lena Kiefer ihre Leser gerne an der Nase herumführt. Aber was soll ich sagen, dieses Ende hätte ich niemals erwartet. Auch diesmal ist wieder ein fieser Cliffhanger dabei, der mich innerlich nach dem dritten Teil schreien lässt. Umso gespannter bin ich auf Band drei, der zum Glück dieses Jahr noch erscheint.
Ob ich eine Vermutung habe, was im dritten Teil alles passieren wird? Nein. Genau aus diesem Grund liebe ich die „Ophelia Scale“-Reihe, denn sie lässt den Handlungsverlauf nicht erahnen. Wird es ein Happy End geben? Ich hoffe es so sehr!

Band eins gehört schon zu meinen Jahreshighlights 2019. Nun hat es Band zwei auch auf diese Liste geschafft. Im November erscheint der dritte Teil und ich habe die Vermutung, dass alle drei Bücher meine Jahreshighlights werden.


FAZIT
„Ophelia Scale - Der Himmel wird beben“ ist eine tolle Fortsetzung. Sie hat mich komplett gefesselt und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Autorin hat wieder großartige Arbeit geleistet. Wir bekommen genau die richtige Menge aus Action, Liebe und Spannung. Die Charaktere sind großartig und der Schreibstil auch.
Dieses Buch erhält von mir eine klare Lesempfehlung. Meiner Meinung nach sollte jeder diese Bücher lesen, der Dystopie liebt!

P.S.: Ich gründe einen Lucien-Fanclub. Wer will Mitglied sein?

Veröffentlicht am 10.08.2019

Zauberhaft!

Faye - Herz aus Licht und Lava
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„Manchmal dauert es eben ein bisschen, bis man weiß, wo man hingehört. Und welche Menschen einem guttun und welche nicht. Wichtig ist nur, dass man am Ende genau dort ankommt, wo man hinwill.“ (S. 266)

KLAPPENTEXT
Seit ...

„Manchmal dauert es eben ein bisschen, bis man weiß, wo man hingehört. Und welche Menschen einem guttun und welche nicht. Wichtig ist nur, dass man am Ende genau dort ankommt, wo man hinwill.“ (S. 266)

KLAPPENTEXT
Seit der Ankunft auf Island geschehen merkwürdige Dinge. Gleich am ersten Abend führt ein Schwarm Glühwürmchen Faye zu einer Lichtung, auf der ein uralter Baum steht. Der Sage nach soll hier der Eingang zur Elfenwelt sein. Aber vor Jahren wurde das Herz des Baumes gestohlen. Und jetzt stirbt er. Faye beschließt, den Baum zu retten. Keine leichte Aufgabe. Vor allem seitdem ihr der impulsive und jähzornige Aron über den Weg gelaufen ist. Wenn Faye wüsste, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt …

MEINUNG
Dieses Cover. Ich bin verliebt! Eisblau mit goldenen Verzierungen. Wenn man genau hinsieht, dann erkennt man im Hintergrund ein farbloses Ornament. Das ganze Cover ist so harmonisch, dass ich es erstmal fünf Minuten bestaunte, bevor ich mit dem Lesen begann. Gehört definitiv zu den schönsten Covern in meinem Regal.

Das ist mein erstes Buch von Katharina Herzog. Der Schreibstil ist flüssig, ohne viel Schnickschnack und lässt sich gut lesen. Die Autorin schafft es, dass ich meinen Sommerurlaub am liebsten auf Island verbringen möchte. Deutlich hatte ich die wunderschöne Landschaft, die Polarlichter und die das eisige Meer vor Augen. Island ist wirklich die perfekte Kulisse für Sagen und Mythen. Eine Geschichte über eine Elfenwelt, die durch einen Baum betreten wird, finde ich sehr interessant. Die Autorin hat eine tolle Welt erschaffen von der ich gerne mehr wissen möchte.
Die Kapitel sind aus Faye’s Sicht verfasst. Was ich gut finde ist, dass wir keine endlose lange Kapitel bekommen, sondern knackig kurze. So lässt sich die Geschichte schön lesen.

Faye konnte mich gleich am Anfang berzeugen. Sie wirkte wie eine waschechte 17jährige, die nicht auf dem Mund gefallen ist. Ihr Herz hat sie am rechten Fleck und hat ein Händchen für Pflanzen. Ihre Aktionen (besonders am Anfang) haben mich zum Lachen gebracht. Ihre Gedankengänge sind ab und zu ein wenig naiv. Aber mich stört das nicht, weil wenn ich an mein 17jähriges Ich zurückdenke, dann war’s auch naiv. Aber manchmal hab ich mir gewünscht, dass Faye ein paar Sachen mehr hinterfragt und nicht einfach alles so hinnimmt.

Aron ist ziemlich schwer zu durchschauen. Er leidet an Stimmungsschwankungen und lässt sie Faye deutlich spüren. In den einen Moment ist er der liebe Junge von nebenan und dann eine Sekunde später ist er eine olle Miesmuschel. Man wusste nie, welche Seite grade zum Vorschein kam. Aber ich hab Aron gleich durchschaut und wusste, dass hinter einer schroffen Art ein lieber Kerl steckt. Leider wurde nicht viel von ihn erzählt. Ich hatte gerne mehr über sein Leben und Vergangenheit erfahren. Sie wurden nur angeschnitten, aber nicht vertieft. Dadurch konnte ich nicht wirklich eine Bindung zu ihn aufbauen. Obwohl er ein Hauptcharakter ist, habe ich ihn eher als Nebencharakter wahrgenommen.

Von der Liebesgeschichte zwischen Aron und Faye war ich enttäuscht. Ich hatte so viel erwartet. Ich meine, als sie sich das erste Mal sehen, da legen sie einen Flughafen lahm. Hatte mich schon auf Schmetterlinge im Bauch, auf tolle Gespräche und das ich mein Herz an Aron verliere gefreut. Aber davon ist nichts passiert. Faye hat ihn von der ersten Sekunde angehimmelt, aber mich konnte er einfach nicht erreichen. Ob das daran liegt, dass ich mit meinem 25 Jahren nicht zu der Zielgruppe des Buches gehöre? Der Funke zwischen den beiden ist nicht übergesprungen. Auf einmal sprachen sie von tieferen Gefühlen und ich fragte mich nur, wo sie die denn ausgegraben haben.

Das Ende hat mich nicht wirklich berührt. Die Geschichte verlief im normalen Tempo, aber zum Ende wurde alles schnell runter gerattert. Als ob die Autorin nur eine gewisse Anzahl an Seiten schreiben durfte und das Ende jetzt schnell in 20 Seiten quetschen musste. Da ich mich vorher nicht informierte war ich der Annahme, dass „Faye“ einen weiteren Band bekommt. Aber die Geschichte ist ein Einzelband und das finde ich sehr schade. Alle Fragen wurden nur oberflächlich beantwortet. Ich hätte gerne mehr über die Welt der Elfen erfahren. Hätte gerne mehr über die Beweggründe einiger Charakter erfahren. Aber das blieb leider alles aus.
Wer eine Geschichte mit vielen Überraschungen möchte, der ist hier falsch. In diesem Buch hat mich nichts überrascht, denn alles ist vorausschaubar. Der Prolog ist wunderbar geschrieben. Aber ich glaube, er verrät schon zu viel von der Geschichte. Mich persönlich stört das nicht, denn das Buch ist ein wahres Wohlfühlbuch. Ich habe gerne Faye auf ihren Weg nach Island begleitet und zusammen mit ihr das Land erkundet.

Nochmal vielen Dank, dass ich bei der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen durfte. Es hat mir großem Spaß bereitet.


FAZIT
„Faye - Herz aus Licht und Lava“ ist ein wahres Wohlfühlbuch, was uns nach Island entführt. Es enthält keine große Überraschungen, dafür spürt man deutlich die Liebe, mit der es geschrieben wurde. Das Setting ist magisch und die Idee dahinter auch. Faye ist eine tolle Protagonistin, die man einfach lieben muss. Daher bekommt das Buch von mir 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 26.07.2019

„When everything is changing, Baby you’re written in stone“

Maybe Now
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„Ich habe mich gefragt, was ich wohl mehr bereuen würde. Etwas zu beenden, das gut war, damit ich es am Ende nichts bereue? Oder es für den Rest meines Lebens zu bereuen, dass ich nicht den Mut hatte, ...

„Ich habe mich gefragt, was ich wohl mehr bereuen würde. Etwas zu beenden, das gut war, damit ich es am Ende nichts bereue? Oder es für den Rest meines Lebens zu bereuen, dass ich nicht den Mut hatte, etwas zu beenden, nur weil ich Angst davor hatte ich könnte es bereuen.“ (S. 66)


KLAPPENTEXT
Endlich sind Sydney und Ridge auch offiziell ein Paar, und eigentlich könnte alles perfekt sein. Dies umso mehr, als Ridges Exfreundin Maggie dabei ist, sich umzuorientieren: Beim Skydiving hat sie Jake kennengelernt, und der ist ganz offenkundig ebenso interessiert an Maggie wie sie an ihm. Wird Maggie ihr Glück mit Jake finden? Oder empfindet sie immer noch etwas für Ridge?


MEINUNG
Als ich hörte, Colleen Hoover veröffentlicht den zweiten Teil von „Maybe Someday“, da war ich ganz aus dem Häuschen. Colleen Hoover gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und „Maybe Someday“ zu meinen Lieblingsbüchern. Ich habe sie damals verschlungen und mein Herz an sie verloren. Der zweite Teil „Maybe Now“ soll Maggie’s Geschichte erzählen. Im ersten Teil waren Ridge und Maggie ein Paar. Dann kam Sydney und alles wurde durcheinander gewirbelt. Nun sind Ridge und Sydney zusammen. Maggie genießt ihre Freiheit als Single. Die Geschichte geht gleich nach dem Ende von Band eins weiter.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Am schönsten ist der Schriftzug. Erst beim näheren Hinsehen erkennt man, dass dort zwei Personen abgebildet sind, die sich küssen. Es harmoniert gut mit den Covern der vorherigen Bänden.

Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Maggie, Jake, Ridge und Sydney verfasst. So erfahren wir die Gefühle und Gedanken des jeweiligen Charakters. Sämtliche Ängste, Befürchtungen und Gedanken legt uns die Autorin auf dem Tisch, Die Wechsel finden auch nicht abrupt statt und behindern das Lesen nicht.
Ich gebe zu am Anfang fand ich Maggie unsympathisch. Klar, sie hat eine schwere Krankheit und ihr Leben ist nicht einfach. Aber sie wirkte zickig und nicht dankbar. Kurz habe ich mich gefragt, was Ridge und Warren an ihr finden. Aber im Laufe der Geschichte gibt es mehr Einblicke hinter ihrer Fassade. Wir erfahren den Grund, warum Maggie so denkt und tickt. Und ab da war alles einleuchtend. Zum Schluss empfand ich einfach nur noch Sympathie für sie. Die Autorin hat’s geschafft, dass ich meine Meinung im Laufe des Buches über Maggie komplett ändere.
Jetzt kommt die Frage, wer ist Jake? Maggie lernt Jake beim Fallschirmspringen kennen und zwischen den beiden knistert es gewaltig. Sie fühlen sich zueinander hingezogen. Aber das Problem ist, Maggie möchte erstmal Single bleiben. Sie möchte ihr Leben leben und keinen Freund haben, der sie dabei behindert. Aber schnell merkt sie, dass Jake anders ist. Gerne hätte ich mehr über Jake erfahren. Was sind seine Vorlieben, Träume und Ängste? Wie hat er seine Vergangenheit gemeistert? Er kam in der Geschichte viel zu kurz.

Sydney und Ridge. Die beiden gehören zu meinen absoluten Lieblingspärchen. Ihre Geschichte aus „Maybe Someday“ muss man einfach lieben. Sie können jetzt endlich zusammen sein und sind wahnsinnig verliebt. Aber eine Sache bereitet ihnen noch Schwierigkeiten: die Kommunikation. Sydney lernt Gebärdensprache und Ridge spricht. Aber bei schwerwiegenden und wichtigen Themen müssen sie immer noch zu Hilfsmittel greifen. Daher gab es in diesem Buch wieder Chatverläufe. Bereits im ersten Teil war ich ein großer Fan der Chatverläufe. Und was mich am meisten freut ist, dass auch wieder Songtexte eine Rolle spielen. Die Texte haben mich wieder verzaubert. Colleen Hoover vermittelt wieder, dass Musik mehr als Klänge und Takte ist. Musik ist pures Gefühl, was tief in unser Herz dringt.
Was mich aber gestört hat war, die ständigen Liebesgeständnissen der beiden. Spätestens nach dem dritten „Ich liebe dich“ habe ich verstanden, dass sie sich lieben. Aber gefühlt auf jeder Seite müssen sie es sich sagen. Das war ein wenig zu viel des Guten. Ich meine, nach dem Ende des ersten Bands wissen wir doch, wie sehr sie sich lieben.

Bridgette und Warren sind auch wieder dabei. Wiedermal haben die beide bewiesen, dass sie meine Lieblinge aus der WG sind. Versteht mich nicht falsch, mein Herz gehört Sydney und Ridge. Aber Bridgette und Warren sind so witzig und speziell. Besonders Bridgette mit ihrer schroffen Art hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Und Warren hat das Herz am rechten Fleck. Zusammen sind sie einfach unschlagbar. Habe mich sehr gefreut die beiden wieder in Aktion zu sehen.

So, nun komme ich zu der Frage, wie viel Sterne vergebe ich?
Die Geschichte hat mich wieder komplett mitgerissen. Ich habe sie innerhalb von 24 Stunden gelesen. Der Schreibstil ist wieder bemerkenswert emotional. Colleen Hoover schreibt einfache Worte, die so viel Macht und Emotionen haben. Ihre Geschichten machen mich auf positiver Art einfach nur fertig.
Aber eine Sache stört mich dann doch. Das Buch wird als Maggie’s Geschichte verkauft. Aber in meinem Augen kam diese viel zu kurz. Die Autorin hätte viel mehr rausholen können. Die Kapitel mit Jake sind zu wenig. Wie oben bereits erwähnt, kommt er viel zu kurz vor. Ich hätte gerne mehr über ihn erfahren. Es hätte mehr Maggie und Jake Momente geben müssen. Die Szene mit dem Fallschirmspringen war sehr schön. Vielleicht hätte man mehr Augenmerk auf Maggie’s Bucket List legen sollen, die sie zusammen mit Jake abarbeitet und dafür ein paar Kapitel von Sydney und Ridge streichen sollen. Klar habe ich mich tierisch gefreut wieder Ridge und Sydney zu sehen. Aber es hätten ein paar Kapitel gereicht. Und ein paar Liebesgeständnisse weniger.

Nebenbei finde ich das Ende ein bisschen übertrieben. Ich meine, ich freue mich, wenn alle ihr Glück finden. Aber hier war es ein bisschen zu viel des Guten. Hab beim Lesen Zahnschmerzen bekommen, so klebrig süß war’s.

Ach und noch eine Sache, die ich anmerken möchte: an alle, die noch kein „Game of Thrones“ geschaut haben, passt auf. In diesem Buch werdet ihr wahnsinnig gespoilert zur ersten Staffel. Ich meine, mir hat es nichts ausgemacht. Zwar habe ich schon alle Staffeln von „Game of Thrones“ gesehen (Die achte Staffel war doch einfach nur schlecht, oder?). Aber es gibt ja doch noch ein paar Menschen auf dieser Welt, die das noch nicht gesehen haben. Weiß nicht, ob es so schlau war, die Leser zu spoilern.


FAZIT
Colleen Hoover liefert uns wieder ein Buch mit großen Gefühlen. Der Schreibstil ist phänomenal und die Charaktere alle tiefgründig. Zusammen bilden sie alle eine tolle, witzige und recht spezielle Gruppe. Dort wird Zusammenhalt groß geschrieben und steht ganz oben auf der Tagesordnung.
Das Buch bekommt 4/5 Sternen, weil die Geschichte von Maggie und Jake zu kurz kam. Aber dennoch habe ich es gerne gelesen und das Buch ist ein toller Abschluss der Reihe.

Veröffentlicht am 23.07.2019

E-N-D-L-I-C-H

Queen of Air and Darkness
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„Manchmal muss man jemanden nicht nur von dem schützen, was derjenige fürchtet, sondern auch vor Dingen, die er oder sie sich wünscht.“ (S. 375)

KLAPPENTEXT
Die Gemeinschaft der Schattenjäger steht kurz ...

„Manchmal muss man jemanden nicht nur von dem schützen, was derjenige fürchtet, sondern auch vor Dingen, die er oder sie sich wünscht.“ (S. 375)

KLAPPENTEXT
Die Gemeinschaft der Schattenjäger steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Unversöhnlicher Hass erfüllt die einzelnen Gruppen, und auf den Stufen des Ratssaales ist unschuldiges Blut vergossen worden. Auch die Blackthorns haben einen schrecklichen Verlust erlitten, und in tiefer Trauer flieht die Familie nach Los Angeles. Nur Julian und Emma machen sich auf den Weg ins Feenreich. Trotz der Gefahren, die der Fluch ihrer verbotenen Liebe mit sich bringt, wollen sie dort das Schwarze Buch der Toten wiederbeschaffen. Stattdessen entdecken sie ein Geheimnis, so dunkel und gefährlich, dass es die gesamte Unterwelt zu vernichten droht ...

MEINUNG

Achtung Spoiler!

Was hab ich mich gefreut als endlich der lang ersehnte dritte Teil von „Die Dunklen Mächte“ im Briefkasten lag. Kein Wunder nach dem fiesen Cliffhanger von Band zwei und der langen Wartezeit. Es kann gut möglich sein, dass ich einen Freudentanz aufführte und dabei laut jubelte. Schnell packte ich das Buch aus und war sofort im Himmel, denn es ist ein gewaltiger Schinken. Somit würde ich eine ganze Weile in der Welt der Schattenjäger sein. JACKPOT!

Ich empfehle, die anderen Teile (Chroniken der Unterwelt, Chroniken der Schattenjäger) zu lesen bevor man mit „Die Dunklen Mächte“ beginnt. Natürlich kann man auch „Die Dunklen Mächte“ unabhängig von den vorherigen Bänden lesen. Aber gewisse Scherze und Insider versteht man dann nicht. Auch die Tiefe und Liebe der einzelnen Figuren kann nicht nachempfunden werden. Also lest einfach alle Bücher über die Schattenjägerwelt. Ihr werdet es nicht bereuen!

Das Buch hat 1024 Seiten und ist vollgestopft mit diversen Handlungen. Der komplette Plot ist traumhaft und der rote Faden ist deutlich erkennbar. Zum Schreibstil muss ich nicht viel sagen, außer, dass er - wie immer - phänomenal ist. Eigentlich bevorzuge ich den Ich-Schreibstil, weil er die Emotionen und Gedanken der Charaktere besser rüberbringt. Aber Cassandra Clare verwendet den Schreibstil der dritten Person, der wahnsinnig gefühlsecht ist. Sämtliche Emotionen der Charaktere habe ich gespürt. Und ich hatte Fernweh nach der Schattenjägerwelt, weil alles bildhaft beschrieben wurde. Wer schon Werke von Cassandra Clare gelesen hat, der weiß von was ich spreche.

Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht der verschiedenen Charakteren (Julian, Emma, Dru, Ty, Kit, Diego, Diana, Mark, Cristina etc.) verfasst. Somit erhält der Leser viele Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: manchmal waren mir die Perspektivwechsel zu schnell. Es wurde grade spannend und schwups fand der Wechsel statt. Besonders zu Beginn ist man ständig zwischen den Charakteren gewechselt. Da hab ich ab und zu mit den Augen gerollt und weiter geblättert und geschaut, wann es mit dem vorherigen Charakter weitergeht. Das hat meinen Lesefluss unterbrochen. Der Anfang fühlte sich ein wenig zäh an, weil sich keine Spannung aufbaute.
Nebenbei habe ich mich bei einigen Kapitel gefragt, was diese jetzt bezwecken sollen. Und das ist der größte Kritikpunkt: Ich hatte das Gefühl, einiges wurde in die Länge gezogen. Klar, das Buch ist dick, da kann nicht auf jeder Seite Aktion und Spannung herrschen. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber bei einigen Sachen fragte ich mich, was diese jetzt zu der Geschichte beitragen sollten. Vielleicht ergeben diese in den zukünftigen Bänden einen Sinn? Ich weiß es nicht. Sowas hab ich noch nie - und ich betone noch nie - bei Cassandra Clare gehabt, dass ich das Gefühl habe, einige Seiten waren nur Lückenfüller bis das große Finale kommt.

Die Geschichte setzt genau dort an, wo „Lord of Shadows“ endete. Es herrscht eine herzzerreißende Stimmung und die Trauer ist deutlich spürbar. Am Anfang gab es kaum Witze oder lockere Sprüche. Livvy war einer meiner Lieblingscharaktere, daher empfand auch ich tiefe Trauer über ihren Verlust.

Ein paar Worte über die einzelnen Charakteren:
Julian und Emma: Oh Julian, oh Julian. Ich habe immer gedacht, dass Jace Herondale niemand das Wasser reichen kann. Aber dann kam Julian Blackthorn. Nun muss ich meine Liebe zwischen Jace und Julian gerecht aufteilen. Emma und Julian sind mein absolutes Lieblingspaar (neben Clary und Jace). Geschichten, in denen aus beste Freunde Liebende werden, sind schon immer mein absoluter Favorit. Und bei den beiden ist es einfach so himmlisch schön. (Ich erinnere an: „Diese Porträts sind mein Herz. Und wenn mein Herz eine Leinwand wäre, wäre jeder Quadratzentimeter mit deinem Bildnis bemahlt.“ mein-Herz-schmilzt ). In diesem Teil ist die Romanze ein wenige abgeflacht, weil Julian zum Schutz aller eine wichtige Entscheidung trifft. Es sind weniger romantische Szenen vorhanden als in den vorherigen Büchern. Aber wenn dann doch mal eine Liebesszene von den beiden auftauchte, dann war sie wunderschön und mein Herz ist jedes Mal ein wenig mehr geschmolzen.
Wir erfahren auch mehr über den Parabatai-Fluch. Aber wenn ich ehrlich bin, dann hat mir der Fluch nicht gefallen. Ich weiß nicht was, aber ich habe was ganz anderes erwartet. Die ganze Zeit wird über den Fluch gesprochen, wie schlimm er ist und das er alles zerstören wird. Und als das Geheimnis gelüftet wurde, dann war auch schon alles vorbei. Und ich dachte mir „Huch, das war’s schon?“. Meiner Meinung hätte die Autorin den Fluch besser verpacken können. Ich hatte erwartet, dass ich beim Lesen fast vom Stuhl kippe, wenn der Fluch seine volle Wirkung zeigt. Aber nein, ich hab eher zurückgeblättert und hab verwirrt geguckt. Sehr schade!
Emma und Julian sind ein wichtiger Bestandteil der „Der Dunklen Mächte“ Trilogie und auch in diesem Teil glänzen sie. Julian ist wieder klug, strategisch und bewahrt immer einen kühlen Kopf. Er zeigt wenig Emotionen und wenn er dann doch welche zeigt, dann schmelzen sämtliche Herzen. Emma ist das perfekte Gegenstück zu Julian. Sie ergänzen sich so wunderbar. Sie sind das beste Team. Ihre Geschichte habe ich mit Freude verschlungen und ich hoffe sehr, dass sie in den nächsten Büchern auch einen Auftritt bekommen. Die Schattenjägerwelt kann ich mir ohne die beiden nicht mehr vorstellen.

„Solange du und ich existieren, werde ich dich immer lieben.“ (S. 553)

Kit und Ty: Wenn ich ehrlich bin, dann finde ich die Sache mit den beiden komplett unnötig. Es ist ja nicht unbekannt, dass Cassandra Clare gerne Liebesgeschichten aller Art einbaut. Was auch überhaupt nicht schlimm ist, denn ich bin ein großer Fan von Schnulzen und der wahren Liebe. Aber bei Kit und Ty empfand ich die ganze Liebelei überflüssig. In meinen Augen hätte es nicht noch ein weiteres Liebespaar geben müssen. Es wäre doch toll gewesen, wenn wir wieder ein echtes Parabatei-Paar (was nicht ineinander verliebt ist) hätten. Ich persönlich sehe die beide als beste Freunde und als unschlagbares Team und nicht als Liebespaar.
Ach und die wahre Herkunft von Kit hat mich sehr überrascht. Und mit seinem Abgang hätte ich auch nicht gerechnet. Bin sehr gespannt, ob wir nochmal was von ihn hören werden.

Kieran, Mark und Christina: Warum? Das ist alles, was mir dazu einfällt. Ich bin ebenfalls ein großer Fan von Dreiecksgeschichte, aber diese ging mir eine wenig auf den Zeiger. Und Cristina ebenfalls. Cristina ist makellos. Eigentlich müsste es nicht der perfekte Diego, sondern die perfekte Cristina heißen. Die meisten Charaktere von Cassandra Clare haben Ecken und Kanten. Grade deswegen sind sie beliebt, weil sie menschlich sind. Aber bei Cristina ist dies nicht der Fall. Ihre Perfektion nervte mich nur noch. Und dieses ganze hin und her zwischen den Dreien war wirklich komplett unnötig und lästig. Des Öfteren habe ich die Augen verdreht, wenn es wieder ein Kapitel mit den Dreien gab.
Mein persönlicher Favorit der Dreien ist Kieran. Mit seiner Wandlung im Laufe der Geschichte hätte ich nicht gerechnet. Er hat sich wirklich positiv gemausert.


Gwyn und Diana: Noch so ein Liebespaar, was ich unnötig fand. Für mich war Diana blass. Auch ihre Geschichte hat mich nicht sonderlich berührt.

Annabel Blackthorn: Nach dem bitteren Ende von „Lord of Shadows“ habe ich erwartete, wir bekommen mehr Einblick in Annabels Motive und ihr Handeln. Ich meine, sie ist auf dem Cover abgelichtet, daher erwarte ich, dass einige Kapitel ihr gelten. Gerne hätte ich ihre Denkweise und Gedanken erfahren. Aber leider blieb sie eher blass und wurde nervig. Ich wurde aus ihr nicht schlau. Meine Fragen blieben unbeantwortet. Sie entwickelte sich zu einem nervigen Nebencharakter, was ich sehr schade finde.

Ash: Wenn ich an Ash denke, dann habe ich nur ein großes Fragezeichen im Kopf. Ich vermute, er wird in den kommenden Büchern eine wichtige Rolle spielen. Aber für „Queen of Air and Darkness“ war er einfach nur überflüssig.

Die ganzen anderen Charakteren sind gut ausgearbeitet und alle tragen etwas zur Geschichte bei. Sie sind wie Puzzleteile, die ein ganzes ergeben.
Alle haben sich weiterentwickelt und sind nicht auf einer Ebene stehen geblieben. Da hätten wir zum Beispiel Dru, die nicht mehr als kleines Kind gesehen werden möchte. Helen findet endlich wieder zu ihrer Familie und Ty, der den Tod seiner Zwillingsschwester akzeptieren muss.
Toll ist, dass Clary und Jace einen längeren Auftritt in der Geschichte haben. Ach und für Malec (Alex und Magnus) Fans wird dieses Buch viel bieten. Die Seiten über die beiden habe ich gerne gelesen und hatte in Lächeln im Gesicht. Wirklich schön!

Ich habe öfter gelesen, viele empfinden die Kapitel aus Thule als lästig und unnötig. Da bin ich ganz anderer Meinung, denn ich fand sie wirklich spannend. Ich hätte gerne mehr über die Welt erfahren und wäre länger dort geblieben. Wahrscheinlich mag ich die Thule-Kapitel, weil sie viele Emma und Julian Momente bieten. Nach dem Cliffhanger bin ich gespannt, was wir noch aus Thule hören werden. Und vor allem, ob Ash noch in den Folgebänden eine Rolle spielen wird.

Trotz der vielen genannten Kritikpunkte hat das Buch auch viel positives und konnte mich begeistern. Zum einen finde die Themen, die angesprochen werden (Gewaltherrschaft, Autismus, Extremismus…) gut umgesetzt. Außerdem spielt Zusammenhalt eine große Rolle. Was auch geschieht, die Familie Blackthorn hält zusammen. Sie sind meine Lieblingsfamilie in der Schattenjägerwelt. Trauerbewältigung ist ebenfalls ein großes Thema.

Ja, nun komme ich zu der schwierigen Frage: Wie viel Sterne bekommt dieses Buch?
Auch wenn ich viele Kritikpunkte äußerte, hat das Buch auch viele positive Seiten. Zum Ende habe ich meine Nase nicht mehr aus dem Buch bekommen, weil es so spannend war. Die Kohorte war in ihrer Höchstform und es war nicht klar, wie das Buch enden wird.
Ich bin ein großer Fan der Schattenjägerwelt und dies ist das erste Buch, was mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Aber nichtsdestotrotz ist es ein gutes Buch, welches ich definitiv öfter in meinem Leben lesen werde.

FAZIT
Trotz einiger Kritikpunkte ist dieses Buch ein muss für jeden Schattenjäger-Fan. Wir bekommen eine gewaltige Ladung voller Action, Drama, Liebe und Freundschaft. Der Schreibstil ist wie immer toll und der Plot ist gigantisch! In meinen Augen ist es nicht der beste Teil von Cassandra Clare, aber es lohnt sich ihn zu lesen.
„Queen of Air and Darkness“ bekommt von mir 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Ein gewisses Maß an Dunkelheit ist nötig, um die Sterne zu sehen.

Gold und Schatten
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„Ich bin dein Schatten, Livia, und ich werde jeden verschlingen, der dir zu nahe kommt.“
(S. 427)


HANDLUNG
Livia zieht nach Paris und lernt den geheimnisvollen Maél kennen und offenbart ihr die Welt ...

„Ich bin dein Schatten, Livia, und ich werde jeden verschlingen, der dir zu nahe kommt.“
(S. 427)


HANDLUNG
Livia zieht nach Paris und lernt den geheimnisvollen Maél kennen und offenbart ihr die Welt der Götter in Paris.


MEINUNG
Ich habe das Buch gesehen und wusste sofort, ich muss es lesen. Geschichten über Götter und Mythen sind genau meins. Umso erfreuter war ich, als ich bei Lovelybooks bei einer Leserunde teilnehmen dürfte.

Das Cover lädt zum Träumen ein und sieht wunderschön in meinem Bücherschrank aus. Es ist ein wahrer Blickfang mit seinen goldenen Sprenkeln. Am Anfang fand ich den Titel „Gold und Schatten“ fraglich. Ich konnte mir nichts genaueres vorstellen. Aber jetzt, wo ich die Geschichte gelesen habe, finde ich ihn grandios. Auch die Gegensätze, dass „Gold“ schwarz und „Schatten“ gold ist, ist sehr gut gedacht. Schon alleine wegen dem Cover muss man sich das Buch kaufen.

Leider muss ich gestehen, dass es mein erstes Buch von Kira Licht ist. Aber nun bin ich mir sicher, dass ich noch mehr von ihr lesen möchte. Ihr Schreibstil ist grandios. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Toll fand ich auch ihre Witze (ich sag nur gelbes T-Shirt und Latzhose). Da ich an der Leserunde mit Autorenbegleitung teilnahm, habe ich Kira noch mal von einer anderen Seiten „kennengelernt“. Es ist toll, wenn der Autor mit seinen Lesern sich austauscht und ab und zu den einen oder anderen Witz macht. Kira Licht wirkt so sympathisch, dass der Leser sie einfach mögen muss.

Paris, die Stadt der … Götter!

Die meisten Schauplätze sind London, New York oder eine fiktive Welt. Daher ist es eine gelungene Abwechslung, dass in diesem Buch die Handlung in Paris stattfindet. Kira Licht nimmt uns mit auf eine Reise durch Paris. Und da ich selbst noch nie in Paris war, hab ich die Reise sehr genossen.

Die Charaktere sind alle zum Verlieben. Von den glitzernden Hermes, der dunkle Maél und bis zur flauschigen Evangéline. Ich habe sie alle ins Herz geschlossen.

Besonders angetan bin ich von Livia. Von der ersten Seite habe ich mich mit ihr verbunden gefühlt. Sie ist bodenständig, freundlich und witzig. Ihre Gedankengänge sind für eine 16jährige genau richtig. Der Punkt, dass Livia eine Nymphe ist und mit Pflanzen sprechen kann, sorgt für den einen und anderen Lacher. Mal so nebenbei finde ich die Idee mit der Nymphe klasse. In den meisten Geschichten ist der Hauptsprössling ein Abkommen von Zeus, Hades oder Aphrodite. Aber hier lernen wir die Welt der Nymphen kennen.

Kommen wir nun zu Maél. Was soll ich sagen, er hat es mir von der ersten Seite angetan. Seine Neckereien mit Livia lese ich gerne und habe des Öfteren gelacht. Die Autorin schafft es die Liebesgeschichte zwischen den beiden echt und hautnah zu vermitteln. Die beiden passen so gut zusammen, wie Licht und Schatten. Er sucht die Nähe zu Livia, aber geht gleichzeitig auf Distanz. Es wird schnell klar: Maél verbirgt ein Geheimnis. Die ganze Zeit wollte ich wissen, was es ist. Als ich des denn endlich erfuhr, ist mein Herz noch mehr geschmolzen. Ich bin schon so gespannt auf den zweiten Teil, wie es weiter mit den beiden geht.

Aber der eigentliche Star in der Geschichte ist die kleine Evangéline. Weiß jemand, wo es Syllektis zu kaufen gibt?


FAZIT
Gold & Schatten gehört ab sofort zu meinen Lieblingen. Ich hatte keinen Moment beim Lesen, dass ich mich langweilte. Jedes Kapitel hat mich in seinem Bann gezogen und ich wollte alles über Livia’s Welt wissen.

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und werde ihn definitiv lesen!