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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2020

JAHRESHIGHLIGHT 2020!

All Saints High - Der Rebell
2

„Das Herz fragt nicht um Erlaubnis, um etwas zu fühlen. Es fühlt einfach.“ (S. 130)

KLAPPENTEXT
Nicht alle Liebesgeschichten sind gleich. Unsere hatte zerrissene Kapitel, fehlende Absätze und ein bittersüsses ...

„Das Herz fragt nicht um Erlaubnis, um etwas zu fühlen. Es fühlt einfach.“ (S. 130)

KLAPPENTEXT
Nicht alle Liebesgeschichten sind gleich. Unsere hatte zerrissene Kapitel, fehlende Absätze und ein bittersüsses Ende

Knight Cole und Luna Rexroth sind schon seit ihrer Kindheit beste Freunde, auch wenn sie völlig unterschiedlich sind. Knight ist Captain des Footballteams und der Star der Schule, Luna schüchtern, introvertiert und am liebsten für sich. Und dennoch fühlen sich die beiden, als wären sie zwei Teile eines Ganzen. Ohne den anderen sind sie einfach nicht vollständig. Aber genau dieses Gefühl hält sie davon ab, dem Knistern nachzugeben, das sie nun schon seit ein paar Jahren immer stärker spüren. Denn das Risiko, einander zu verlieren, ist mehr, als sie ertragen könnten...

MEINUNG
Diese Geschichte hat mich sprachlos zurückgelassen. In meinen Augen ist es ein Meisterwerk aus Freundschaft, Trauer, Zerstörung, Hoffnung und Schmerz. Ich litt so sehr mit Knight und Luna. Mein Herz ist nicht nur einmal entzwei gerissen. Wieder verliebte ich mich in den bombastischen Schreibstil, das Setting und die Charaktere. In meinen Augen harmoniert alles perfekt miteinander.

Bereis der erste Band „All Saints High - Die Prinzessin“ faszinierte und begeisterte mich. Die Geschichte war hart, vulgär aber auch liebevoll. Aber der zweite Band „Der Rebell“ ist komplett anders. Wir lernen Knight kennen, den Mädchenschwarm der All Saints High, der nichts anbrennen lässt. Mit seinem Lächeln schleicht er sich in die Herzen aller Mädchen und Höschen. Dagegen Luna, die nicht spricht und in sich gekehrt ist. Beide können unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch verbindet sie ein Band, welches über Freundschaft weit hinaus reicht. Sie sind Seelenverwandte. Ihre intensive Verbindung ist deutlich spürbar. Wahnsinn wie die Autorin mit Worten erschaffen hat. Die Beziehung der beiden ist so stark. Das gemeinsame Band ist die ganze Zeit sichtbar. Bekomme Gänsehaut, wenn ich an die beiden denke.
Nach und nach lassen beide ihre Masken fallen und offenbaren ihr wahres Ich. Besonders Knight hat mein Herz im Sturm erobert. Er ist wahrlich der gebrochene Ritter (meiner Meinung passt der Originaltitel viel besser als der deutsche). Hinter seinem spitzbübischen Lächeln verbirgt sich ein riesiges Herz. Gott, die Welt braucht mehr Knights auf dieser Welt! Seine Wandlung im Buche brachte mich zum Verzweifeln. Seine arme gebrochenen Seele musste gerettet werden und das kann nur Luna. Aber auch sie ist nicht mehr die, die sie zu Beginn war. Immer mehr kommt sie aus sich heraus und findet endlich ihrem Weg und kann mit ihren Dämonen abschließen. Ihre Wandlung ließ mein Herz vor Freude hüpfen.
Obwohl ihre Liebe wahrhaftig und echt ist, verletzen die beiden sich. Es scheint aussichtslos. Wie viel Schmerz kann ein Herz ertragen? Am liebsten wäre ich in Todos Santos einmarschiert, hätte die beiden mal kräftig durchgeschüttelt und ihnen ins Gesichte gebrüllt, dass sie sich endlich mal zusammenreißen sollen und zu ihren Gefühlen stehen sollen! Ihr Schmerz und ihre gebrochenen Herzen bluteten durch die Seiten. Ich fragte mich, wie viel mein eigenes Herz noch ertragen kann, bevor es auch anfängt zu bluten.

„Manchmal fragte ich mich, was wohl mehr schmerzte: jemanden ganz plötzlich zu verlieren wie bei einem Flugzeugabsturz oder Stück für Stück, wie es mir grade mit Knight passierte.“ (S. 82)

Dann schlug die Geschichte eine Wendung ein, mit der ich niemals gerechnet hätte. Die „Sinners of Saint“ habe ich noch nicht gelesen, daher wusste ich nichts über Rosies (Mutter von Knight) Schicksal. Auf einmal gab es nur noch Trauer und Schmerz. Mir sind die Tränen gekommen, als ich das letzte Drittel des Buches gelesen habe. Die Worte sind so herzzerreißend und wahr, dass ich mehrmals schlucken musste. Der Schmerz hing über das letzte Drittel wie ein dichter Nebel. Das Thema Mutterliebe wird so rührvoll behandelt.
Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wie das Buch endetet. Mein Herz bangte und hoffte auf ein Happy End für Luna und Knight.

Wie bereits oben erwähnt ist dieses Buch ein Meisterwerk. Es enthält so viele Wahrheiten verpackt in wunderschönen Worten. Dein Herz wird zersprengen, weil die Trauer es zertrümmert. Aber dennoch wird es in deiner Brust anschwellen vor Liebe. Liebe wegen den kaputten Charakteren, die unendlich menschlich sind. Liebe wegen der Seelenverwandtschaft von Luna und Knight. Ich habe mich rettungslos in dieses Buch verliebt. Mit absoluter Gewissheit kann ich sagen, es ist ein Jahreshighlight 2020. Ich bin wahnsinnig gespannt auf Vaughn Spencers Geschichte. Und werde als Überbrückung endlich die „Sinners of Saint“ Reihe lesen.

„Wenn du jemanden liebst, lass ihn nicht gehen. Überschütte ihn mit deiner Liebe, bis er begreift, dass er dir nicht entkommen kann.“ (S. 431)


FAZIT
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die dir Herzchen und den Augen beschert und dich vor Kummer nicht schlafen lässt. Dieses Buch ist keine leichte Kost. Noch jetzt kreisen meine Gedanken um Luna und Knight. Die beiden haben einen besonderen Platz in meinem Herzen und in meinem Bücherregal. In meinen Augen hat das Buch mehr als 5 Sterne verdient!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Tolle Fortsetzung!

Heartless, Band 2: Das Herz der Verräterin
0

„Gefühle sind keine Juwelen, die man an- und ablegen kann, aber sie sind auch keine Tätowierungen, die man für immer hat.“ (S. 209)


KLAPPENTEXT
Zera hatte einen Auftrag: das Herz des Prinzen zu stehlen.
Doch ...

„Gefühle sind keine Juwelen, die man an- und ablegen kann, aber sie sind auch keine Tätowierungen, die man für immer hat.“ (S. 209)


KLAPPENTEXT
Zera hatte einen Auftrag: das Herz des Prinzen zu stehlen.
Doch auch ein herzloses Mädchen kann sich verlieben …

Prinz Lucien hätte nie erfahren dürfen, was Zera wirklich ist: eine Herzlose, die ihm wortwörtlich das Herz stehlen sollte. Nun hält der junge Prinz Zera auf Abstand. Doch die Erinnerungen an seine Blicke, seine Berührungen und seine Küsse brennen immer noch auf ihrer Haut.
Da macht seine Schwester Zera ein verlockendes Angebot: Wenn sie ein uraltes magisches Monster zähmt, erhält sie ihr Herz zurück – und wird endlich frei sein …

MEINUNG
Nachdem mich „Der Kuss der Diebin“ begeisterte, wartete ich gespannt auf die Fortsetzung. Ein Jahr musste ich warten! Wirklich eine Frechheit, die Leser so lange auf dem Folgeband warten zu lassen. Aber eins kann ich sagen, das Warten lohnt sich! Der zweite Band knüpft nahtlos an dem fiesen Cliffhanger vom vorherigen Band an. Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten wieder in der Geschichte reinzufinden. Es war über ein Jahr her, als ich den ersten Band gelesen habe. Aber nach ein paar Seiten war ich wieder voll in der Welt von Zera und die Seiten rauschten nur an mir vorbei. Innerhalb von 24 Stunden verschlang ich dieses Buch. Sara Wolf hat einen unglaublich tollen Schreibstil. Poetisch, witzig, spannend und sarkastisch. Eine Mischung aus alt und neu, was ich sehr erfrischend finde. Ich war sehr gespannt, ob die Autorin es schafft, den ersten Band zu übertreffen. Aber die Fortsetzung hat noch eine Schippe drauf gesetzt: die Charaktere, Setting und Entwicklung der Geschichte ist grandios.
Dieses Buch hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Action, Verrat und Romantik. Alles ist gut durchdacht und baut aufeinander auf. Wir erfahren mehr über die Fantasywelt und warum Hexen und Menschen sich abgrundtief hassen. Der Weltaufbau ist wirklich faszinierend und ich bin sehr gespannt, was wir noch alles im nächsten Buch erfahren werden.
Auch der Humor spielt wieder eine große Rolle. Was habe ich gelacht über einige Dialoge. Wirklich super wie die Autorin immer an den richtigen Stellen einen Witz einbaut. Es wird nie erzwungen oder gekünstelt. Zu Zera passen die sarkastischen Antworten einfach.

Zera konnte mich schon in „Kuss der Diebin“ voll überzeugen. Sie ist tough, frech, witzig und cool. Egal wie aussichtslos die Lage ist, Zera hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Sie möchte endlich ihr Herz wieder haben und einfach ein Mensch sein. Sie hat ein klares Ziel vor Augen. Aber was, wenn das Ziel ins wanken gerät? Ihre Gedanken und die Glut werden viel thematisiert, was dem Leser noch näher zu ihr bringt. In einer Rezension las ich, dass es zu viel Geschwafel über Zeras Unherz und ihre Hin- und Hergerissenheit geht. Kann ich nicht bestätigen, denn in meinen Augen machen diese Gedankengänge Zera zu einer menschlichen Herzlosen. Zera steht ganz oben auf meiner Liste meiner Lieblings-Buchheldinnen.

Lucien überzeugte mich auch. Schon im ersten Band war ich angetan von ihm. Er ist nicht der typische Frauenheld, der Badboy, die in gefühlt jedem zweiten Buch zu finden sind. Er lässt seine weichen und harten Züge durchblitzen. In diesem Buch ist er eher im Hintergrund, aber seine Szenen mochte ich sehr gerne. Die Chemie zwischen Zera und ihm stimmt einfach. Jeder blinder sieht, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen. Aber beide kämpfen dagegen an. Ein Prinz und eine Herzlose? Das kann doch nicht gut gehen. Oder doch?

Auch die Nebencharaktere glänzen in voller Pracht. Besonders Yorl (ein Celeon, der alles tut um ein Wissenschaftler zu werden) hab ich ins Herz geschlossen. Hoffe sehr wir sehen ihn im dritten Band wieder. Auch die verschollene Prinzessin Varia ist wirklich interessant. Bis zum Schluss wurde ich nicht schlau aus ihr. Auf welche Seite steht sie - auf der guten oder der bösen? Wofür wird sie sich zum Schluss entscheiden, für die Liebe oder Macht?

Huch, hat sie grade was von einem dritten Band gesagt?Ja, auch „Das Herz der Verräterin“ endet mit einem fiesen Cliffhanger. Zum Ende wird es nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich hatte keine Ahnung, wie das Buch endet. Ständig passierte was bzw. neues wurde offenbart. Das Buch ist durchweg spannend. Zum Schluss passierte eine Wendung, die ich niemals erwartet hätte.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: eine Karte der einzelnen Ländern wäre wirklich hilfreich. So kann der Leser sich besser orientieren, wenn einzelne Länder erwähnt werden. Auch ein Glossar der einzelnen Wesen wäre toll. Grade da die Wartezeit auf die Folgebände recht hoch ist. So kann der Leser nochmal nachschlagen, was für eine Rolle die jeweilige Person / Wesen spielen.

FAZIT
Das lange Warten auf Band zwei hat sich gelohnt! Wir bekommen eine grandiose Fortsetzung mit einem fiesem Cliffhanger, der einen sofort den dritten Band herbeiwünscht. Zera glänzt wieder mit ihrer herrlichen Knodderschnauze und kämpft gegen die Gefühle in ihrem Unherz an. Wir erfahren viel über die Welt und sind auf der Suche nach einer uralten Macht, die alles verändern kann. Der Schreibstil ist wieder allererste Sahne und hat mich öfter zum Lachen gebracht. Von mir bekommt „Heartless - Das Herz der Verräterin“ klare 5/5 Sterne und ich hoffe, Band drei erscheint bald!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

SCULL EYES <3

All Saints High - Die Prinzessin
1

„Die eine opfert sich für mich, die andere opfert mich für sich.“ (S. 346)

KLAPPTENTEXT
Bereits mit unserem ersten Kuss waren wir dem Untergang geweiht ...

Daria Followhill ist reich, wunderschön und ...

„Die eine opfert sich für mich, die andere opfert mich für sich.“ (S. 346)

KLAPPTENTEXT
Bereits mit unserem ersten Kuss waren wir dem Untergang geweiht ...

Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All Saints High. Sie müsste sich wie eine Prinzessin fühlen. Doch ihr Leben ist alles andere als perfekt. Seit sie vor vier Jahren aus Eifersucht die Zukunft der gleichaltrigen Silvia Scully zerstört hat, plagen sie schlimme Schuldgefühle. Als sie nun erfährt, dass Silvias Zwillingsbruder Penn nach dem Tod seiner Mutter kein Zuhause mehr hat, sorgt sie kurzerhand dafür, dass ihre Eltern Penn bei sich aufnehmen. Und obwohl er keinen Zweifel daran lässt, dass er Daria hasst, ist sie machtlos gegen das heftige Kribbeln zwischen ihnen. Dabei weiß sie, dass seine Liebe sie zerstören könnte ...
 
MEINUNG
Ich gebe zu als ich das erste Mal das Buch und den Klappentext gesehen habe, da wollte ich es nicht lesen. Bin einfach zu alt für Highschool-Geschichten, dachte ich mir. Aber dann hat eine eine Buchbloggerin auf Instagram so von diesem Buch geschwärmt und da wurde ich doch neugierig. Also legte ich los mit dem Lesen und was soll ich sagen, ich bin der Geschichte komplett verfallen. Wir haben es klar mit einer Geschichte zu tun, die man entweder liebt oder hasst. Man kann sich nur für eine Seiten entscheiden. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich zur ersten Seite gehöre. Der Schreibstil hat mich echt umgehauen. Eigentlich bin ich kein Fan von extremer vulgärer, zugespitzter Sprache. Oft habe ich den Kopf geschüttelt und konnte nicht fassen, was da passierte. Vieles war übertrieben und unrealistisch, aber dennoch hat mich das Buch nicht losgelassen. Ich musste einfach weiterlesen, weil ich wissen musste wie es weitergeht. Die Seiten peitschten an mir vorbei und ich war wie im Rausch. Konnte einfach nicht aufhören zu lesen und hab die Geschichte über Daria und Penn verschlungen. Kein einziges Mal kam Langeweile auf und es war durchweg spannend. Es passierten Sachen, mit denen ich niemals gerechnet habe.
 
Wer eine seichte Liebesgeschichte erwartet, der ist hier eindeutig falsch. Bei „All Saints High“ geht es ruppig, hart und böse zu. Ich war fasziniert von der negativen Stimmung in diesem Buch. Wie gesagt, sonst lese ich solche Bücher nicht. Aber dieses hat es mir angetan. Als Leser muss einen bewusst sein, dass die Geschichte überladen ist mit Klischees und normale 18jährige sich niemals so übertrieben verhalten (hoffe ich doch). Aber in diesem Buch hat das zum ganzem Setting, zur Grundstimmung und zu den kaputten Charakteren gepasst.
Charaktere, die kaputt und zerbrochen sind, sind mir die Liebsten. Keiner ist perfekt, alle haben eine Menge Fehler, welche sie menschlich und authentisch wirken lassen. Und in diesem Buch gibt es eine Menge davon.
 
Daria Followhill ist attraktiv, reich und die Prinzessin der All Saints High. Ihr Verhalten gleicht dem einer verwöhnten Göre  – sie ist zickig, verletzend, ja regelrecht böse. Aber schnell ist klar, sie verhält sich so, um sich zu schützen. Hinter ihrer Maske aus Boshaftigkeit versteckt sich ein verletzliches Mädchen, dass sich nicht geliebt fühlt. Ihre Gefühls- und Gedankenwelt ist ein reines Chaos. Um sie herum ist eine meterhohe Mauer, denn tief im Inneren ist sie verletzlich und möchte nur die Aufmerksamkeit ihrer Mutter. Wenn ihr innerer Hulk zum Vorschein kommt und sie die Oberzicke raus lässt, dann tut es ihr im Nachhinein leid. Am besten gefällt mir ihre Wandlung im Laufe der Geschichte. Als Leser fühlt und sieht man deutlich, wie sie sich immer mehr bessert und ihr wahres Ich durchscheint. Es war so schön mitzuerleben, wie Daria immer mehr ihre Maske fallen lässt und zu dem Menschen wird, der sie in Wirklichkeit ist.
Penn Scully - der Blechmann ohne Herz – ist der loyale Kapitän der Footballmannschaft. Er sieht wahnsinnig gut aus und lässt nichts anbrennen. Seine Familie stammt aus ärmlichen Verhältnissen und die Kluft zwischen Daria und ihn konnte nicht größer sein. Sie hassen sich aus tiefsten Herzen, aber dennoch ist da diese Verbundenheit zwischen den beiden. Sie verstehen sich ohne Worte und fühlen sich zueinander hingezogen. Bereits im ersten Kapitel war ich fasziniert von Penn Scully. Was hat es auf sich mit dem Jungen, der immer Löcher in seine T-Shirts hat? Seine Gedanken sind hart und vulgär, dennoch hat auch er eine liebe Seite. Besonders gefallen haben mir seine Gedichte. Sie sind wunderschön und schrecklich zu gleich. Auch Penn Scully durchlebt eine Wandlung, die rührenswert ist.

Da es mein erstes Buch von L.J. Shen ist, kannte ich Jamie und Melody (Darias Eltern) noch nicht. Auch sie bekommen jeweils ein Kapitel, welches aus ihrer Sicht geschildert wird. Die Beziehung zwischen Daria und ihrer Mutter Melody ist traurig und gleichzeitig interessant. Beide tänzeln um einander rum, aber niemand sagt was konkretes. Immer mehr zerbricht ihre Beziehung und sie entfernen sich voneinander. Jamie ist der starke Vater, der immer für Daria da ist und sie im Arm nimmt. Die Geschichte der Eltern werde ich definitiv auch noch lesen.
 
Wer eine rosige Liebesgeschichte erwartet, der ist hier falsch. Die Stimmung ist negativ, einige Dialoge sind zum Haareraufen und die Sexszenen wirken eher lieblos. Trotz der vielen Punkte hat mich das Buch einfach umgehauen. Trotz der Hässlich- und Boshaftigkeit hat es etwas an sich, was mich nicht mehr losließ. Die Charakter sind in ihren jungen Jahren zerbrochen und verstecken ihre guten Seiten. Ich musste einfach wissen wie die Geschichte endet und war fasziniert vom Setting und den Charakteren. Bin schon sehr gespannt auf die Folgebände und werde sie auf jeden Fall alle lesen. Ich brauche mehr von der All Saints High.
 
 
FAZIT
Überspitzt, klischeehaft, vulgär, gewaltigtätig, liebevoll und lesenswert – diese Wörter beschreiben die Geschichte perfekt. Eigentlich sind solche Geschichten gar nicht mein Geschmack, aber ich kann nur von diesem Buch schwärmen. Von der ersten Seite an war ich fasziniert von den Charakteren, die Umgebung und den Verlauf der Geschichte. Es bleibt durchweg spannend und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Entweder liebt oder hasst man diese Geschichte. Entscheidet selbst, zu welcher Kategorie ihr gehört. Von mir bekommt „All Saints High – Die Prinzessin“ 5/5 Sterne. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die weiteren Bücher aus der All Saints High.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2020

JAHRESHIGHLIGHT 2020!

Wie die Ruhe vor dem Sturm
1

„Man musste nicht über die Liebe sprechen, um zu wissen, dass sie existierte. Liebe wurde nicht erst real, wenn jemand es laut aussprach. Nein, Liebe saß vielmehr ganz still da, in den Schatten der Nacht, ...

„Man musste nicht über die Liebe sprechen, um zu wissen, dass sie existierte. Liebe wurde nicht erst real, wenn jemand es laut aussprach. Nein, Liebe saß vielmehr ganz still da, in den Schatten der Nacht, und heilte die Risse in unseren Herzen.“ (S. 132)
 
KLAPPENTEXT
Als ich meine neue Stelle als Nanny einer reichen Familie antrat, konnte ich nicht ahnen, dass es Greyson Easts Kinder waren, die ich betreuen würde. Und auch nicht, dass der Junge, den ich einmal geliebt hatte, zum Mann geworden war - ein eiskalter, einsamer, unnahbarer Mann. Alles an Grey war in Schmerz versunken. Doch ab und zu sah ich den Jungen von damals in seinen sturmgrauen Augen - und ich wusste, dass es sich um ihn zu kämpfen lohnte.

MEINUNG
Dieses Buch ist unglaublich. Es hat mich alles fühlen lassen und mich komplett mitgerissen. Die Geschichte über Ellie und Grey ist herzzerreißend. Es war mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry und ich werde auf jeden Fall noch mehr von ihr lesen. Der Schreibstil holt einen sofort ab und man versinkt komplett in der Geschichte. Alle Emotionen der Charaktere sind greifbar. Viele Textstellen habe ich mir markiert und danach in mein Buch geschrieben. Wahnsinn was für tolle Metaphern und Vergleiche die Autorin verwendet. Ich liebe es! Der Klappentext lässt nicht vermuten, was für eine geballte Geschichte auf einem zukommt. Ich wurde regelrecht überrollt von intensiven Gefühle und nicht nur einmal musste ich zum Taschentuch greifen. Tage später dachte ich immer noch über die Geschichte nach und finde die Botschaft, welche die Autorin vermitteln will, einfach klasse.
Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Ellie und Grey verfasst. So bekommt der Leser einen guten Überblick über die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden.
Wir lernen Ellie und Grey kennen, die sich als Jugendliche kennenlernen und eine zarte Liebe entsteht. Ellie muss einen schweren Verlust verkraften und Grey ist an ihrer Seite. Er ist ihr Fels in der Brandung; die Schulter, an der sie sich anlehnt. Mein Herz habe ich ebenfalls an Grey verloren, denn er ist einfach nur perfekt. Auf dem ersten Blick wirkt sein Leben perfekt – der beliebte Schüler, reiche Eltern und ein gutes Aussehen. Aber tief in seinem Inneren ist er einsam. Zusammen mit Ellie entflieht er der Einsamkeit und fühlt sich endlich wieder lebendig. Die beiden helfen sich gegenseitig und es ist einfach die perfekte Jugendliebe. Leider trennen sich ihre Wege, aber vergessen haben sie sich nie. 15 Jahre später treffen sie wieder aufeinander, Ellie die Nanny und er ihr Arbeitgeber. Ich war geschockt, denn von dem damaligen Jungen, der immer einen aufmunternden Spruch auf den Lippen hatte, war nichts mehr da. Nun war da ein eiskalter Mann, der keine Gefühle zeigte. Mir brach es das Herz als ich den Schicksalsschlag der Familie East las. Da die Kapitel auch aus Greys Sicht geschildert wurden, hatte ich einen super Einblick in seiner Gefühlslage, die mir den Atem raubte. Geplagt von Schuldgefühlen und tiefer Trauer, ist er nicht mehr der Mann, der er mal war. Der Verlust raubt ihm den Atem und hindert ihn, sein Familienleben zu leben. Seine Gefühle konnte ich zu 100% nachempfinden, denn auch ich habe eine ähnliche Situation erfahren müssen. Das Leben ist nicht immer fair. Auch das Leben von Ellie und Grey hat Spuren bei den jeweiligen hinterlassen. Toll finde ich, dass Grey in kleinen Schritten seine Trauerbewältigt. Das ist absolut realistisch und glaubwürdig. Damals war er für Ellie da, nun ist sie für ihn da. Die Gedanken und Gefühle der beiden werden so detailliert und echt dargestellt. Wer viel Aktion möchte, der ist hier falsch. In diesem Buch geht es um Verlust und Trauer und wie wir mit ihnen weiterleben. Wie wir wieder richtig atmen können und das Leben wieder genießen können. Auch die Nebencharaktere sind alle toll ausgearbeitet. Besonders auf die Geschichte über Shay und Landen bin ich gespannt.
Ich möchte auch gar nicht zu viel verraten, denn die Geschichte ist wirklich lesenswert und jeder sollte sie lesen. Lasst euch von Ellie und Grey zeigen, dass nach jedem Tief wieder ein Hoch kommt.

„Manchmal muss man im Leben einfach springen. Du musst springen und hoffen, dass du fliegen kannst.“ (S. 347)


FAZIT
Ein großartiges Buch. Mehr gibt es nicht zu sagen. In meinen Augen ist alles stimmig und die Geschichte ist einfach nur perfekt. Wenn ich eine Libelle sehe, dann denke ich an Ellie und Grey. „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ zählt zu meinen Jahreshighlights 2020.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Die Sterne leuchten in Green Valley!

New Dreams
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„Es gibt keine schlechten Sterne.“ Er sah mich an und schmunzelte. „Nur Leute, die den Himmel nicht richtig deuten können.“ (S. 248)

KLAPPENTEXT
Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter bricht Elara ...

„Es gibt keine schlechten Sterne.“ Er sah mich an und schmunzelte. „Nur Leute, die den Himmel nicht richtig deuten können.“ (S. 248)

KLAPPENTEXT
Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter bricht Elara fluchtartig zu ihrer Großmutter nach Green Valley auf – und wird mitten in der Nacht in den Rocky Mountains von einem Schneesturm überrascht. Zum Glück ist Noah zur Stelle, der sie mit nach Green Valley nimmt.
In der idyllischen Kleinstadt in den Rocky Mountains will Elara sich über ihre Zukunft klar werden und beginnt, an der örtlichen Tankstelle zu jobben. Dort trifft sie Noah wieder, der in der angeschlossenen Autowerkstatt aushilft und davon träumt, als Astronaut zu den Sternen zu reisen.
Hin- und hergerissen zwischen seinem Charme und Witz und seiner plötzlichen Unnahbarkeit, weiß Elara nicht, was sie von Noah halten soll – bis sie erfährt, dass seine Ex-Freundin nach einem schweren Autounfall im Koma liegt. Hat ihre Liebe gegen Noahs Schuldgefühle eine Chance?



MEINUNG
Endlich geht es wieder nach Green Valley! Die Reihe von Lilly Lucas lädt zum Wohlfühlen und Kopf ausschalten ein. Was habe ich mich auf den dritten Band gefreut und war sehr gespannt auf Elara und Noah, da wir sie noch nicht kannten.
Der Einstieg gelang mir problemlos, was bei dem großartigen Schreibstil auch kein Wunder ist. Bereits bei den Vorgängern war ich fasziniert von den lockeren, leichten, witzigen und bildhaften Schreibstil. Die Autorin schafft es genau die richtige Menge an Witz, Tiefe und Leichtigkeit in ihre Charaktere und Setting einzubauen. Gott, ich liebe die Umgebung von Green Valley. Gerne würde ich eine Woche Urlaub in dieser Kleinstadt verbringen. Alles ist idyllisch und romantisch, da kann man nur sein Herz an dieses kleine Städtchen verlieren.
Nebenbei ist das Cover wieder ein Traum. Passt perfekt zu den anderen und in meinen Augen bisher das Schönste der Reihe!

Elara war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken nachvollziehen. Sie ist hin und her gerissen zwischen dem, was sie will und das, was ihre Mutter möchte. Ihre Ängste und Gedanken sind greifbar. Einige schreiben, sie wirkt unsympathisch, da sie vieles aus dem Bauch heraus entscheidet und ihre Haltung gegenüber einer Kleinstadt vor Vorurteilen überquillt. Mich stört’s nicht, da es Elaras Wandlung glaubhaft macht. Vom Großstadtmädchen, welches jahrelang die schlechten Seiten einer Kleinstadt eingetrichtert bekommt zum bekennender Green Valley Fan.

Noah, oh Noah. Was für ein Bookboyfriend, der leider etwas zu kurz kam. Er ist hilfsbereit, der Retter in der Not und möchte es recht machen. Wir erfahren zwar einiges über ihn, aber leider nicht genug. Gerne hätte ich mehr Einblicke in seiner Gedankenwelt gehabt. Auch er weiß nicht, was er machen soll. Sein Kopf und Herz sagen ihn zwei verschiedene Sachen, aber wie soll er sich entscheiden? Seine Begeisterung für Astronomie war eine willkommene Abwechslung, denn sowas hab ich bisher in keinem Buch gelesen.

Alles in allem war es eine wieder eine gute Geschichte aus Green Valley mit vielen bekannten Gesichtern. Es ist wie ein nach Hause kommen. Leider ging mir die Liebesgeschichte der beiden viel zu schnell und wirkte dadurch ein wenig unglaubhaft. Der Funke ist zwar übergesprungen und es gab viele tolle romantische Momente, die mein Herz höher schlagen ließen. Doch dann gestehen die beiden sich ihre Liebe und ich dachte mir nur „Huch, soweit sind wir schon?“ In meinen Augen verdient die Geschichte ein paar Seiten mehr, dann wäre die Liebesgeschichte der beiden auch glaubhafter rübergekommen. Denn die Chemie der beiden stimmt zu hundert Prozent überein.
Aber dennoch fühlte es sich wie ein nach Hause kommen an und war genoss die Lesestunden in Green Valley.

FAZIT
Wieder schaffte es die Autorin, dass ich meine Welt komplett vergaß, weil ich von Green Valley träumte. Wie die Vorgänger ist der Schreibstil wunderbar und die Charaktere authentisch und facettenreich. Leider ging mir die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten einen Tick zu schnell. Daher vergebe ich 4/5 Sterne. Aber dennoch ist es eine tolle Geschichte, die zum Wohlfühlen einlädt und zum Träumen. Ich bin schon sehr gespannt auf Band vier und hoffe, es kommen noch viel weitere Bücher aus Green Valley!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere