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Veröffentlicht am 12.11.2018

Eine klare Leseempfehlung!

Light & Darkness
1 0

"Sie wusste, Dante war nicht perfekt, aber perfekt für Sie." (S. 309)

Handlung
Im Jahr 2047 leben Menschen zusammen mit Paranormalen (Vampire, Werwölfe, Dämonen etc.). Das System der Delegierten sorgt ...

"Sie wusste, Dante war nicht perfekt, aber perfekt für Sie." (S. 309)

Handlung
Im Jahr 2047 leben Menschen zusammen mit Paranormalen (Vampire, Werwölfe, Dämonen etc.). Das System der Delegierten sorgt dabei für ein friedliches Zusammenleben zwischen den beiden Lebewesen. Der Delegierte ist quasi ein Aufpasser, der den Paranormalen hilft zusammen mit Menschen zu leben.
Die 17jährige Light bekommt endlich ihren lang ersehnten Paranormalen zugeteilt - Dante. Dante ist ein launischer, rebellischer, männlicher Dämon, der ihr das Leben schwer machen will. Es ist ein Fehler im System unterlaufen, denn Delegierte und Paranormale müssen das gleiche Geschlecht besitzen. Light hofft, dass der Fehler bald behoben wird, doch dann lässt Dante sie hinter seiner Fassade blicken und plötzlich spielen ihre Gefühle verrückt.

Meinung
An Laura Kneidl kommt niemand vorbei, der gerne liest. Überall sieht man ihre Bücher und viele schwärmen von ihr. Light & Darkness war mein erstes Buch von ihr und ich frage mich, warum hab ich es nicht früher gelesen?
Die Idee der Geschichte ist einfach grandios. Ich liebe alles, was mit Paranormalen zu tun hat. Mein Fantasyherz hat von Seite zu Seite höher geschlagen. Was würde ich geben für eine Welt in der Menschen zusammen mit Paranormalen leben.
Diese Geschichte über Light und Dante hat mich verzaubert. Die beiden haben mich vollkommen in ihrem Bann gezogen. Als sich das Ende nahte war ich traurig, denn ich wollte noch so viel erfahren über die beiden.

Light ist eine pflichtbewusste, ehrgeizige Delegierte, die ihren Job über alles liebt. Sie ist mutig und und besitzt einen ausgeprägten Sinn für Moral und Gerechtigkeit. Sie ist ein sehr sympathischer, lieber Charakter. An einigen Stellen war sie mir zu brav. Ich hab gedacht „Mensch Light jetzt hau doch mal auf dem Putz.“ Nichtsdestotrotz hab ich sie in meinen Herz geschlossen.
Dante ist ein Rebell, der nicht viel auf Regeln gibt. Er wollte nie einen Delegierten und lässt das Light deutlich spüren. Auf dem ersten Blick ist er das genaue Gegenteil von Light. Er probiert ihr das Leben schwer zu machen. Aber nach einer Weile merkt der Leser, dass hinter Dantes Bad-Boy-Getue ein guter Kern steckt. Dante hat sich von der ersten Seite in mein Herz geschlichen. Seine freche Art und sein Humor hat es mir angetan.
Light und Dante ecken oft aneinander; Light macht deutlich, dass sie sich nicht unterbuttern lässt. Egal was Dante macht, Light nimmt sein „trotziges“ Dämonenverhalten hin. Tief im innern spürt sie, dass hinter Dante mehr steckt, als er preisgibt. Von Seite zu Seite habe ich mich mehr gefreut, als Dante sich ihr öffnete und sein wahres ich zeigte.
Auch die anderen Charaktere waren gut ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Autorin benutzt die richtigen Worte, die zu einem Jugendbuch passen.
ch habe öfter gelesen, dass die keine Spannung besitzt und langweilig ist. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Es passt einfach alles. Die Emotionen wirken echt und tiefgründig. Die komplette Geschichte ist sehr gut durchdacht. Und Spannung ist auch vorhanden.
Sehr gut finde ich den Auszug aus dem Buch der Delegation am Anfang jedes Kapitels. Der Leser lernt die Welt und das System besser kennen.

Sehr schade ist, dass es keine weiteren Teile über Dante und Light gibt. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Wie geht es jetzt weiter? Erreichen sie ihr Vorhaben? Auch über die anderen Paranormalen hätte ich gerne mehr erfahren. Was ist mit Kanes Vergangenheit? Es bleiben viele Fragen offen. Diese Geschichte hätte einen weiteren Teil verdient!

Fazit
Light & Darkness bekommt eine klare Leseempfehlung. Die Geschichte über Light und Dante wirkt echt und ist mit vielen Emotionen bestückt. Der Titel ist sehr gut gefällt, denn Light verkörpert das Licht. Sie sieht in jeden das Gute und möchte eine heile Welt zusammen mit den Paranormalen. Dante ist ein Dämon und ein Rebell - somit zählt er zu der dunklen Seite. Aber trotzdem sind er und Light die perfekten Puzzleteile, denn sie passen wunderbar zusammen.
Meine einziger Kritikpunkt ist, dass ich gerne noch einen zweiten Teil hätte. In meinen Augen ist die Geschichte nicht abgeschlossen, denn sie geht jetzt erst richtig los.

Veröffentlicht am 02.11.2018

Eine nette Geschichte für zwischendurch.

Honig aufs Herz
1 0

„Sie krempelt mit einem einzigen Lachen seine eigenen Gesetze um. Sie brachte ihm mit wehenden Fahnen die Seele zurück, die man ihn genommen hatte.“

Ich habe an der Leserunde bei Lovelybooks teilnehmen ...

„Sie krempelt mit einem einzigen Lachen seine eigenen Gesetze um. Sie brachte ihm mit wehenden Fahnen die Seele zurück, die man ihn genommen hatte.“

Ich habe an der Leserunde bei Lovelybooks teilnehmen dürfen, die von Moni Kaspers begleitet wurde.

ACHTUNG SPOILER!

Das Cover ist sehr gelungen. Im Buch wird auch erklärt, warum es „Honig aufs Herz“ heißt. Eine sehr tolle Idee!

Der Einstieg in der Geschichte gelang mir gut. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Des Öfteren musste ich schmunzeln, weil die Dialoge amüsant waren.

Evryn ist sehr schusslig und tollpatschig. Manchmal war ihre Schussligkeit ein wenig zu viel des Guten. Am Anfang passiert ihr gefühlt auf jeder Seite etwas tollpatschiges. In meinen Augen wirkte es nicht mehr glaubhaft. Was mich auch ein wenig störte war ihre naive Art. Wie kann ich denn ohne Ausbildung eine Detektivin sein? Sie wirkte auch nicht wie eine waschechte Detektivin. Was wahrscheinlich an ihrer tollpatschigen Art lag. Als sie den großen Auftrag ans Land zog, dachte ich nur „Evy das ist eine Nummer zu groß“ und das bewahrheitete sich auch. Aber trotz alldem ist sie ein toller Charakter und sie strahlt Sympathie aus.

Nic ist mein Favorit in dieser Geschichte. Er wirkt mysteriös und geheimnisvoll. Der Leser möchte unbedingt wissen, warum er so ist und was er erlebt hat. Gut finde ich, dass der Leser von Kapitel zu Kapitel kleine Häppchen bekommt in denen er erfährt, was es mit Nics Vergangenheit auf sich hat. Als sein Geheimnis gelüftet wurde, da musste ich schlucken. Mit sowas hab ich wirklich nicht gerechnet. Das erklärt einiges an seinem Verhalten und seiner Art. Seine Wandlung im Laufe der Geschichte gefällt mir am besten.

In meinem Augen hat die Geschichte einen großen Kritikpunkt. Mir ging es einfach alles zu schnell. Auf der einen Seite erzählt Nic Evy von seinem Dämonen und warum er keine körperliche Nähe zulassen kann. Und gefühlt drei Seiten später fallen sie übereinander her. Als nächstes erzählt er ihr von den Briefen, die er nicht öffnen kann. Schwups öffnen sie die Briefe zusammen. Ich weiß, dass Buch hat nur 222 Seiten, da kann es sich nicht 10 Kapitel darüber drehen, wie die beiden sich Schritt für Schritt näher kommen. Aber es war einfach unglaubwürdig für mich. Ich brauche dieses Schritt für Schritt näher kommen um eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen zu können. Die Autorin hat trotzdem eine Menge Gefühle und Emotionen in den 222 Seiten gepackt. Nic und Evy muss man einfach mögen. Ich finde es schade, dass Mr Yang nicht öfter in der Geschichte vorkommt. Er ist der Glückskeks in dieser Geschichte.

Ich hatte mich sehr auf den Teil der Detektivarbeit gefreut. Leider kam dieser Teil viel zu kurz. Es wäre eine gelungene Abwechslung gewesen, wenn ein wenig mehr Spannung geben würde. Das Ende kam auf einmal ziemlich zügig. Auf einmal waren alle gut und der Bösewicht wurde gefasst. Es ging mir zu schnell und Evy zeigte ihr Nichtskönnen, was Detektivfähigkeiten angeht. Ich hatte mehr erhofft.

Fazit
Ich glaube, die Geschichte wäre um einiges besser geworden, wenn man ihr noch 100 Seiten geschenkt hätte. Die Entstehung der Liebe zwischen Evy und Nic wäre glaubhafter und die Autorin hätte mehr Spannung aufbauen können. Nichtsdestotrotz hab ich die Geschichte gerne gelesen und sie eignet sich gut für ein kuschliges Wochenende auf dem Sofa. Leider hat mir auch die Spannung gefehlt.
Da ich die Geschichte nur nett fand und nicht oh-mein-Gott-ich-liebe-sie fand, bekommt das Buch 3/5 Sterne. Ein Stern gilt Mr Yang, der leider viel zu kurz kam!

Veröffentlicht am 26.11.2018

Ein Meisterwerk!

All In - Tausend Augenblicke
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„Nur eine freundliche Erinnerung.“
„Woran?“
„Daran, dass man überall Schönheit findet.Auch in den Dingen, die einem am meisten Angst machen.“

Handlung
Kacey lebt das Leben eines Rockstars - Ruhm, Partys, ...

„Nur eine freundliche Erinnerung.“
„Woran?“
„Daran, dass man überall Schönheit findet.Auch in den Dingen, die einem am meisten Angst machen.“

Handlung
Kacey lebt das Leben eines Rockstars - Ruhm, Partys, Alkohol und Männer. Aber immer mehr beschleicht sie das Gefühl, dass es nicht ihr Traum ist.
Jonah hat seinen strikten Zeitplan, der keine neuen Menschen in seinem Leben vorsieht.
Die beiden lernen sich kennen und stellen die Welt des anderen auf dem Kopf.

Meinung
Ich bin lange um das Buch herum geschlichen und dachte, dass ich mir es erst später kaufen werde. Denn ich hatte keine Lust auf eine Rockstargeschichte. Aber nachdem auf Instagram alle von diesem Buch geschwärmt haben, war meine Neugier geweckt und ich bestellte es. Was soll ich sagen, ich bin begeistert. Ich hab das Buch an einem Wochenende durchgelesen. Emma Scott ist eine wahre Göttin der Emotionen. Wer glaubt, er bekommt eine Geschichte über Rock’n’Roll, der ist hier falsch. Der Leser bekommt so viel mehr, dass er es nicht in Worte fassen kann.

Die Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein.
Kacey sucht bei jedem Nähe, da sie aus einer schwierigen Familie stammt. Sie fühlt sich haltlos und ertränkt ihren Kummer in Alkohol.
Jonah dagegen kommt aus einer Familie, die ihn liebt. Er hat tolle Freunde und ist ein begnadeter Künstler. Durch einen schweren Schicksalsschlag ist er gezwungen einen strikten Zeitplan einzuhalten. Die beiden treffen aufeinander und es sprüht nur Funken. Der Leser bekommt es mit einer geballten Ladung Emotionen zu tun. Die Entwicklung der beiden Protagonisten ist wunderschön. Von Seite zu Seite kommt Jonah mehr aus sich raus, lernt wieder zu leben und zu lieben. Sein Schicksal ist wirklich berührend und lädt den Leser ein sich selbst zu fragen, was er in so einer Situation tun würde.

Was ich auch sehr toll fand, dass Jonah ein Künstler der Glaskunst ist. Beim Lesen hab ich einige Sachen gegoogelt und war sprachlos. In meinem Kopf hatte ich genau vor Augen, was Jonah erschaffen hat und es war wunderschön. Nebenbei passt das Cover ausgezeichnet zu der Geschichte. Es ist ein wahrer Blickfang!

Das Ende wist herzzerreißend, aber auch schön. Mein Gott, hab ich dabei geflennt. Der Leser wusste von Anfang an, was passieren wird. Aber trotzdem saß ich wie ein Häufchen Elend auf meinem Bett und die Tränen sind geflossen. Lange hat mich kein Buch mehr so berührt wie dieses.

Jetzt kommen wir zu den Kritikpunkt. Nachdem ich das Buch beendet habe, hab ich die Autorin gegoogelt und festgestellt, dass es einen zweiten Band geben wird. Als ich den Klappentext gelesen habe war mein erster Gedanke „Bitte nicht!“. Irgendwie war der Zauber von Jonah und Kacey kurz verflogen. In meinen Augen hätte das Ende im ersten Teil genügt. Aber nichtsdestotrotz werde ich den zweiten Teil lesen, einfach um zu sehen, ob er mit den ersten mithalten. Und vielleicht haut er mich auch aus den Socken und ich nehme alles zurück, was ich hier grade geschrieben habe.

Aus diesem Grund erhält das Buch „All In - Tausend Augenblicke“ von Emma Scott 5 Sterne, da sie mich zu Tränen gerührt habe. Wenn ich zu den Sternen schaue, dann sehe ich dort Jonah! Also Leute, kauft dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen!!

Veröffentlicht am 22.10.2018

Dieser Abschluss ist ein wahres Gewitter!

Wütender Sturm (Die Farben des Blutes 4)
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„Seltsam, dass sie sowohl die Zuflucht vor dem Sturm als auch der Sturm selbst ist.“

Achtung, enthält einige Spoiler!

Ich habe das Buch gestern Abend beendet und konnte danach nicht schlafen. Diese Geschichte ...

„Seltsam, dass sie sowohl die Zuflucht vor dem Sturm als auch der Sturm selbst ist.“

Achtung, enthält einige Spoiler!

Ich habe das Buch gestern Abend beendet und konnte danach nicht schlafen. Diese Geschichte hat mich so mitgenommen, dass ich nur 4 Stunden geschlafen habe. Nachdem ich den letzten Satz gelesen habe, musste ich erstmal um Fassung ringen. Ich finde es wirklich erstaunend, was kleine schwarze Buchstaben auf Papier mit unseren Gefühlen anstellen können. Wir verlieben uns in die Charaktere, leiden mit ihnen und hassen ihre Feinde. Victoria Aveyard hat wirklich ein großes Talent zum Schreiben und ich hoffe, dass sie noch mehr Bücher rausbringt.

Dieses Buch ist mein absoluter Liebling der Reihe. Ich finde es großartig. Bevor es erschienen ist habe ich nochmal alle Teile als Hörbücher gehört, sodass ich voll in der Welt von Mare Barrow steckte. Ich war gewappnet für den letzten entscheidenen Teil. War bereit für das große Finale. Das große Gewitter konnte kommen.

Ich lese oft, dass die anderen Teile in die Länge gezogen sind und sich keine wirkliche Spannung aufbaut. Jeder kann seine eigene Meinung vertreten und das ist gut so. Aber das kann ich wirklich nicht verstehen. Ich liebe dicke Bücher. Ich möchte richtige dicke Schinken lesen, wie dieses Buch. Auf den 778 Seiten habe ich ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Wäre ich ein Neublüter wie Mare, dann hätte die Glühbirne öfter geflimmert, während ich las. Vielleicht wären sie an einigen Stellen sogar durchgebrannt. Diese Intrigen, Machtspiele und Verbindungen sind einfach der hammer. Der Schreibstil ist super. Ich liebe ihn. Der ganze Plot ist zum niederknien. Verrückt was sich ein einzelner Mensch ausdenken kann.

Die Charaktere sind stark und ich konnte mich gut in sie reinversetzen. Eigentlich bin ich nicht der Fan von verschiedenen Sichtweisen. Wenn diese Art zu schreiben nicht gut durchdacht ist, dann führt das nur zur Verwirrung und Frustation. Ich überfliege dann meistens das Kapitel von dem Charakter, der mich nicht so interessiert. Aber in diesem Buch ist es anders. Wir bekommen die Sichtweisen von Mare, Evangelina, Iris, Cal und Maven. Ich fand es einfach grandios.

Im Teil 1 hätte ich niemals gedacht, dass Evangelina einer meiner Lieblingscharaktere wird. Um ehrlich zu sein hatte ich gehofft, dass Mare sie bald grillt. Aber schon in Band 3 fand ich sie interessant. Und nun seit dem letzten Band will ich sie nicht mehr aus der Geschichte wegdenken. Ohne sie würde gewaltig was fehlen. Sie macht so eine starke Wandlung durch und im Endeffekt stellt sie alles in Frage. Mit so einer Wendung ihrer Denkweise hätte ich im Leben nicht gerechnet. Sie zeigt das in ihrer stahlharten, kalten Art doch ein Fünkchen Mitgefühl und Liebe herrscht.
Toll ist es, dass Cal einige Kapitel erzählt. Ich bin ja ein totaler Cal-Fan. Als Mare ihn im ersten Teil bestehlen wollte, da hab ich ihn schon ins Herz geschlossen. Einige sagen, Cal sei ihnen zu perfekt, zu glatt. Auch wieder eine Meinung, die ich nicht verstehen kann. Er ist in eine andere Welt aufgewachsen, die Rote als minderwertig ansehen. Aber trotzdem hat er sich im ersten Teil unters Volk gemischt. Für mich hat er nie arrogant oder perfekt gewirkt. Von Beginn an hab ich gespürt, dass er einen inneren Kampf austrägt mit seiner Bestimmung und dem, wonach er sich sehnt. Spätestens nach dem letzten Band wird klar, dass Cal nicht perfekt ist. Ich hab seinen Schmerz und seine Ungewissheit gespürt. Er hatte von Anfang an eine große Bestimmung, auch wenn ihn das erst zum Ende klar wird.
Nebenbei finde ich die Liebesgeschichte zwischen Mare und ihn super. Sie passen perfekt zusammen. Der Leser bekommt genau die richtige Menge Herzschmerz geliefert. Die Autorin schafft es neben den ganzen Kriegen und Machtspielen die Liebe real wirken zu lassen. Als die Szenen von den beiden allein kamen, dann wurde mir warm ums Herz. Und als er fast ertrunken wäre, da ist mein Herz auch fast zerbrochen.
Eigentlich ist das Beste an der Geschichte, das wir endlich Maven genauer kennenlernen. Seine Kapitel waren großartig. Dem Leser wird bewusst, wie viel seine Mutter Elara angerichtet hat. Ich hab richtig Gänsehaut bekommen, als er von ihrem Stimmen in seinem Kopf gesprochen hat. Wenn ich ehrlich bin hatte ich noch ein Fünkchen Hoffnung für ihn. Aber jetzt mit diesem Buch wird deutlich, dass er nie gerettet werden kann. Eigentlich kann einen Maven nur leidtun. Er wäre nie der Schatten der Flamme geworden, wenn er eine andere Mutter gehabt hätte. Die beiden Calore-Brüder, sind grundverschieden, aber irgendwie auch gleich. Beide wollten ihr Leben lang die Krone, aber was hat es ihn genützt?
Ich finde Cal hat am Ende richtig gehandelt. Wenn er sich anders entschieden hätte, dann wäre er nicht er selbst gewesen.
Nun komme ich zu Mare. Meiner Meinung ist Mare eine starke Persönlichkeit, die sich in der ganzen Geschichte treu geblieben ist. Das mag ich besonders an ihr. Sie war von Anfang an stark. Sie hat sich nicht von einem kleinen schüchternen Mädchen zur Heldin verwandelt. Sie war von Anfang an die Heldin. Der Leser merkt von Buch zu Buch, dass sie reifer, entschlossener und stärker wird. Ich werde Mare Barrow vermissen; ich werde ihren Blitz vermissen. Sie ist ein Charakter, den man wirklich ins Herz schließt.

Ja nun komme ich zu dem Ende. Ich hatte große Angst davor. Zum einen, weil es bedeutet, dass die Geschichte endgültig vorbei ist. Zum anderen, weil ich im Internet gelesen habe, dass es ein offenes Ende geben soll. Manche Geschichten sind überragend und dann kommt ein offenes Ende und alles ist ruiniert. Wenn ich ehrlich bin, dann hätte mein Traumende anders ausgesehen. Aber mit diesem Ende kann ich gut leben. Meiner Meinung ist es ein sehr reales Ende. Für mich ist es nicht offen. Der letzte Satz ist ziemlich eindeutig, was Mare in einiger Zeit tun wird.
Ich wünsche Mare nur das Beste. Sie soll endlich glücklich werden.

Ich bedanke mich bei Victoria Aveyard für all mein Herzrasen, Herzklopfen und Herzschmerz während des Lesens. Ich werde in meinem Leben noch öfter in der Welt von der Blitzwerferin eintauchen. Es wird wie ein schönes Familientreffen werden, wenn ich wieder ihre Reibereien mit Cal lesen werden.

Mal so ganz nebenbei ärgere ich mich, dass ich erst jetzt erfahren habe, dass der Name „Elara“ Mutterliebe bedeutet. Das zeigt wiedermal, wie großartig und durchdacht die Geschichte ist!

Veröffentlicht am 17.10.2018

Sirene & Pirat!

Elian und Lira – Das wilde Herz der See
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„Anstatt sein Herz zu rauben, hoffe ich, dass er meins raubt.“ (S. 313)

Handlung
Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann ...

„Anstatt sein Herz zu rauben, hoffe ich, dass er meins raubt.“ (S. 313)

Handlung
Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt Lira ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch.
Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs. Doch das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er macht Jagd auf Sirenen, vor allem auf die eine, die so vielen Prinzen bereits das Leben genommen hat. Als er eines Tages eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er zunächst nicht, wen er da an Bord geholt hat. Bald wird aus Misstrauen jedoch Leidenschaft und das Unerwartete geschieht – die beiden verlieben sich ineinander.

Meinung
Als ich dieses Buch entdeckt habe, stand sofort fest, dass ich es lesen muss. Ich liebe die Welt der Meere. Schon als kleines Kind wollte ich immer Arielle sein. Auf die roten Haare war wahrscheinlich jeder neidisch. Und nun erschafft eine Autorin eine Geschichte, die wie Arielle für Erwachsene klingt. Genau mein Geschmack!
Das Cover ist einfach ein Traum. Die Farben glitzern im richtigen Licht. Es ist wirklich ein Blickfang!

Die Kapitel sind aus der jeweiligen Sicht von Lira und Elian geschrieben. Die Kapitel haben eine andere Schriftart, so weiß man, wer grade erzählt.
Der Schreibstil von Alexandra Christo ist sehr flüssig und bildhaft. Sie hat eine Welt erschaffen von der ich gerne mehr erfahren würde. Sehr schade finde ich, dass keine Karte von Midas und den anderen Königreichen gibt. Die Reise hätte ich gerne auf so einer Karte verfolgt.

Die Unterwasserwelt wird mit viel Gewalt und Macht beschrieben. Wer hier eine harmonische Welt mit Delfinen und Korallenriffen erwartet wird enttäuscht.
In Liras Welt wird Liebe als Schwäche angesehen und Menschlichkeit als Todesstrafe. Es gibt Sirenen, Nixen und Nixmänner. Ich hätte mir gerne mehr Beschreibung von Liras Heimat gewüscht. Wie wohnt sie? Gibt es ein großes Unterwasserschloss? Oder wohnen sie in Korallen?
Am Anfang wirkt Lira trotzig und kaltherzig. Aber nach und nach schaut der Leser hinter ihre Fassade und bemerkt die Risse. Ihre Wandlung in diesem Buch gefällt mir wirklich sehr. Als sie die Menschen näher kennenlernt, stellt sie vieles in Frage.
Am besten gefällt mir Elian. Ein sehr toller Charakter. Am Anfang wirkt er wie ein rebellischer Königssohn, der seine Pflichten entkommen möchte. Aber er tut alles für sein Königreich, auch wenn er dafür große Opfer bringen muss. Der Zusammenhalt auf dem Piratenschiff „Die Saad“ fand ich super. Gerne hätte ich mehr über die Besatzung erfahren. Über Kye, Madrid und Torik. Sie kommen in diesem Buch ein bisschen zu kurz.
Schmunzeln musste ich bei der Erwähnung des Liedes „Eine Buddel voll Rum“. Ich hatte sofort „Fluch der Karibik“ vor Augen.
Die beiden ähneln sich sehr. Beide haben die Last eines Königreiches zu tragen, aber wollen den Geschmack der Freiheit kosten

Alexandra Christo hat eine Welt erschaffen, die mehr als 382 Seiten verdient hat. Der Leser bekommt eine geballte Ladung von verschiedenen Königreiche und Personen, die alle zu kurz kamen. Die Welt von Midas hätte ich gerne genauer kennengelernt.
Was mich auch gestört hat war die Liebesgeschichte zwischen Lira und Elian. Toll wäre es, wenn der Leser mehr Momente zwischen der Sirene und den Piraten erlebt hätte. Mehr Gespräche unter den Sternenhimmel oder ein kleinen Tanz, wo sie zusammen lachen und sich näher kommen.
Ich hab mit einer gewaltigen Liebesgeschichte gerechnet, die ganze Ozeane verschlingt. die Liebesbeziehung hat mich nicht in ihren Bann gezogen wie es einige anderen tun. Vielleicht hätten wir mehr über Midas und die Liebesgeschichte erfahren, wenn die Autorin noch ein zweites Buch über Lira und Elian herausbringen würde. Aber da die Geschichte bereits ein Ende hat wird dies nicht passieren.
Was ich auch Schade finde ist, dass das Meer meiner Meinung zu kurz kam. Die Saad reist von einem Königreich zum anderen und zum Schluss spielt sich alles auf einem Berg voller Eis ab. Den finalen Kampf hätte ich auf hoher See erwartet.

Fazit
Trotz der Kritikpunkte ist es ein gutes Buch über Sirenen und Piraten. Ich habe es gerne gelesen und es ist auch spannend. Wer Märchenadaptionen und Klischees mag, ist hier richtig aufgehoben.