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Veröffentlicht am 30.09.2019

Langatmiger Beginn, aber dann immer besser

Until Love: Asher
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Nach einem Überfall zieht es November von New York zu ihrem Vater nach Tennessee, um dort als Buchhalterin in seinem Club zu arbeiten. Schon am ersten Tag trifft sie auf Asher Mayson, den sie auf den ersten ...

Nach einem Überfall zieht es November von New York zu ihrem Vater nach Tennessee, um dort als Buchhalterin in seinem Club zu arbeiten. Schon am ersten Tag trifft sie auf Asher Mayson, den sie auf den ersten Blick überhaupt nicht leider kann. Doch dieser setzt alles daran, um November für sich zu gewinnen.

Mit November hatte ich von Beginn an so meine Probleme. Sie macht zwar einen sehr freundlichen Eindruck und man merkt ihr an, dass sie durch den Überfall in New York noch sehr verunsichert ist. Allerdings wirkt sie durch ihr Verhalten auch oftmals sehr kindisch und naiv. Was mich allerdings am meisten gestört hat, ist, dass sie sich super schnell beeinflussen lassen hat und nicht wirklich zu ihrer Meinung gestanden hat. Das hat sich zum Glück im Verlauf des Buches geändert und sie konnte durchaus auch mal Kontra geben.
Asher James Mayson ist der älteste der Mayson-Brüder. Vor Novembers Ankunft war er wohl der totale Bad Boy und hatte ein ganzes Harem an Frauen. Doch für November legt er eine 180 Grad Wendung hin. Es ist richtig süß mitzuverfolgen, wie er um sie kämpft, sich liebevoll um sie kümmert und dabei seinen Charme spielen lässt. Trotzdem lässt er eben auch immer wieder den Macho raus hängen und handelt sehr besitzergreifend, was mich zum Teil echt gestört hat. Allerdings erfährt man auch immer mal ein paar Details aus seiner Vergangenheit, wodurch man ihn und sein Verhalten besser verstehen kann.
Ehrlich gesagt habe ich lange Zeit nicht verstanden, was die November und Asher aneinander finden. Aber das hat sich zum Glück auch nach und nach gelegt und es war schön zu sehen, wie die beiden sich gegenseitig öffnen und sich immer unterstützen. Dabei entwickelt sich die Beziehung meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo.

Ich bin glücklich - mehr als glücklich. An manchen Tagen wache ich auf und frage mich, wie ich die ersten fünfundzwanzig Jahre ohne ihn schaffen konnte. Ich hatte keinen Schimmer, was glücklich sein bedeutet. Oder vielleicht war ich glücklich, und das hier ist pure Zufriedenheit. (Seite 181)

Als Nebencharaktere lernt man zum einen Novembers Dad sowie einen Teil ihrer Familie aber auch Ashers Familie kennen. Dabei sind alle Familienmitglieder total liebevoll und aufgeschlossen und vor allem bei Ashers Familie merkt man, wie stark der Zusammenhalt untereinander ist. Neben den Familien lernt man noch Liz, Novembers neue Freundin kennen. Sie ist irgendwie auch total liebevoll und trotz ihrer schüchternen Art merkt man, was für eine gute Freundin sie ist. Allerdings gab es auch einige Nebencharaktere, die ich nicht so ganz einschätzen konnte und bei einigen hat sich das auch bewahrheitet.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir zugegebenermaßen sehr schwer gefallen, was vor allem an dem detailreichen Schreibstil der Autorin liegt. Meiner Meinung nach hat der Anfang einfach total langatmig gewirkt, obwohl gefühlt noch nichts passiert ist. Das wurde zum Glück nach und nach besser und die Geschichte rund um November und Asher konnte mich doch noch in den Bann ziehen. Der Schreibstil von Aurora Rose Reynolds lässt sich nämlich im Grunde genommen sehr angenehm lesen und sie hat die richtige Portion aus Drama, Humor, Erotik und auch einem Hauch Crime gefunden. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir einige Dinge doch etwas zu schnell gegangen sind oder die Idee gut war und die Umsetzung einfach nicht so wirklich gepasst hat.

Das Cover des Buches gefällt mir eigentlich recht gut. Es ist eher düster gehalten, aber doch passend zur Geschichte.

Alles in allem konnte mich der erste Band der "Until Love"-Reihe doch noch von sich überzeugen. Der Anfang ist mir zwar sehr schwer gefallen, aber nach und nach wurde es immer besser - auch wenn ich bis zum Schluss einige kleiner Kritikpunkte habe. Dafür gibt es von mir 3,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Achterbahn der Gefühle, die gewohnte Suchtwirkung und noch einige offene Fragen

Silent King - Elite Kings Club
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Diese Rezension könnte Spoiler enthalten, da es sich um den dritten Band der "Elite Kings Club"-Reihe handelt!

Es ist nun schon einige Monate her, seitdem ich den zweiten Band der "Elite Kings Club"-Reihe ...

Diese Rezension könnte Spoiler enthalten, da es sich um den dritten Band der "Elite Kings Club"-Reihe handelt!

Es ist nun schon einige Monate her, seitdem ich den zweiten Band der "Elite Kings Club"-Reihe Broken Puppet beendet habe und trotzdem hat mich die Geschichte einfach nicht losgelassen. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass Annika und ich es diesen Monat endlich geschafft haben Band 3 zusammen zu lesen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn es gibt einen Rückblick, der aus dem letzten Kapitel von Broken Puppet besteht und so war ich sofort wieder in der Geschichte drin und die Kings zogen mich wieder in ihren Bann. Auch die nachfolgenden Szenen waren durch ein hohes Tempo geprägt, sodass ich einfach immer weiter lesen musste. Besonders gut hat mir dabei übrigens gefallen, dass es endlich auch mal ein paar Kapitel aus Bishops Sicht gab, sodass man auch ihn immer besser verstehen konnte. Verwirrt hat mich allerdings, dass über dem jeweiligen Kapitel nie steht, aus welcher Sicht eben dieses jeweils geschrieben ist, aber auch daran gewöhnt man sich nach einiger Zeit. Dabei spielt das Buch übrigens nicht nur in der Gegenwart, sondern es gibt auch einige Rückblicke in die Vergangenheit, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist zwar weiterhin sehr schlicht, aber trotzdem sehr bildhaft und detailreich, sodass wieder diese Suchtwirkung entsteht, die ich schon aus Band 1 und 2 kannte. Trotzdem gab es neben den vielen Szenen mit hohem Tempo, in denen sich die Ereignisse regelrecht überschlagen haben, auch einige Szenen, in denen gefühlt nichts passiert ist, was mir zum Teil fast schon etwas zu langweilig war. Allerdings hat es die Autorin auch wieder geschafft mich regelrecht hinters Licht zu führen. Es gab immer wieder Momente, wo ich dachte das Rätsel um die Kings und die ganzen Geschehnisse endlich halbwegs verstanden zu haben und im nächsten Moment wurden dann doch wieder andere Geheimnisse aufgedeckt und es haben sich wieder gefühlt 1000 neue Fragen ergeben. So ging das Ganze bis zum Ende, sodass auch jetzt, einige Tage nach beenden des Buches, noch so einige Fragen offen sind und mir zum Teil immer noch die Worte fehlen, um das Geschehene anständig zu beschreiben. Deshalb hoffe ich umso mehr, dass auch die anderen Teile der Reihe ins Deutsch übersetzt werden, denn ich muss einfach wissen, wie es mit dem Elite Kings Club weiter geht.

"Mein Leben war so kaputt. Immer wenn ich glaubte, ab jetzt könnte es gut laufen, schmetterte jemand den nächsten Ball ins Spielfeld." (Seite 132)

Nachdem mich Madison Montgomery in Broken Puppet immer mehr von sich überzeugen konnte, hat ich dieses Mal wieder das Gefühl ganz am Anfang zu starten. Denn leider hat sie durch ihr Verhalten zu Beginn sehr nervig und vor allem kindisch gewirkt. Zum Glück hat sich das nach einigen Kapiteln wieder gebessert und ich hatte das Gefühl, dass Madison wieder zu ihrem Selbstbewusstsein zurück findet und sich durch aus auch beweisen kann. Vor allem aber hat sie gezeigt, dass sie sehr loyal ist und hat sich Dinge erstmal angehört, bevor sie geurteilt hat. Was mir aber am meisten gefallen hat, ist wie sie mit den ganzen Geschehnissen umgegangen ist. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie dadurch nur noch stärker geworden ist, denn wie heißt es so schön: what doesn't kill you makes you stronger und das trifft eindeutig auf Madison zu!
Die größte Verwandlung hat aber meiner Meinung nach Bishop durchlaufen. Ihn kennt man ja eigentlich als den Bad Boy schlecht hin, obwohl er schon im letzten Band immer wieder seine verletzliche Seite gezeigt hat. Auch wenn er in diesem Band auch ab und zu wieder seine "Arschloch-Momente" hatte, konnte man ihn doch besser verstehen. Denn im Grunde genommen ist Bishop einfach nur total loyal und tut alles, was ihm von den Kings vorgeschrieben wird und was das Beste für sich und seine Liebsten ist - auch wenn er damit manchmal über die Stränge schlägt. Trotzdem hat Bishop in diesem Band auch oftmals seine romantische Seite gezeigt und es war fast schon ein bisschen zu süß, wie er mit Madison umgegangen ist.
Generell hat die Beziehung sich die Beziehung zwischen den beiden in diesem Band nochmals ein Stück weiter entwickelt. Es war schön mitzuverfolgen, wie die beiden sich immer mehr zueinander öffnen und die Beziehung nicht mehr nur auf körperlicher Ebene stattfindet. Es gab einige wirklich süße Momente und man hat einfach gemerkt, dass die beiden in dieser kranken Welt immer füreinander da sind.

"Unsere Liebe war zwar giftig, aber auch so viel stärker als ich, dass ich für ein allerletztes Mal mit ihm selbst den Tod riskiert hätte." (Seite 153)

Aber nicht nur die beiden Hauptcharaktere haben gezeigt, wie loyal sie sind, sondern auch die Kings haben es wieder unter Beweis gestellt. Besonders gut hat mir gefallen, dass man auch mal ein paar andere Kings besser kennengelernt hat und sich so nochmal ein besseres Bild von der Gruppe machen konnte. Außerdem gab es noch einige andere Nebencharaktere, die man meist schon aus den Vorgängerbänden kannt und die die Geschichte ordentlich aufgemischt haben.

In das Cover des Buches habe ich mich wieder sofort verliebt und meiner Meinung nach ist es durch die dunkle Farbgestaltung und der dargestellten Krone mit den roten Akzenten das schönste Cover der Reihe. Generell sehen die drei Bände einfach nur wunderschön nebeneinander aus.

Insgesamt konnte mich auch der vorerst letzte Band der Reihe wieder von sich überzeugen. Irgendwie war dieses Buch wie eine Achterbahn der Gefühle und es hat wieder die gewohnte Suchtwirkung auf mich ausgeübt, auch wenn es die ein oder andere langatmige Szene gab und mich Madison am Anfang echt genervt hat. Vor allem aber hat mich das Buch erstmal sprachlos zurück gelassen und ich muss einfach wissen, wie es weiter geht. Dafür gibt es von mir 4,5/5 Sterne

Veröffentlicht am 18.09.2019

Angenehmer Schreibstil, aber nervige Charaktere

Weightless Heart
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Das Schwimmteam des Penfield College bekommt einen neuen Trainer und das ist kein geringerer als der Ex-Profischwimmer Alex Clark. Doch nicht nur Chloes Team ist völlig aus dem Häuschen, als er die Stelle ...

Das Schwimmteam des Penfield College bekommt einen neuen Trainer und das ist kein geringerer als der Ex-Profischwimmer Alex Clark. Doch nicht nur Chloes Team ist völlig aus dem Häuschen, als er die Stelle antritt, sondern auch Chloe selbst merkt bald, dass ihr Alex mehr bedeutet als sie möchte..

Chloe Campbell war mir zu Beginn eigentlich recht sympathisch. Sie ist ehrgeizig, lernt viel und sitzt lieber mit einem Buch in ihrem Zimmer als auf Partys zu gehen. Außerdem ist sie sehr schlagfertig und setzt sich für sich und ihr Team ein. Leider hat sich der erste Eindruck im Verlauf der Geschichte nicht so wirklich bestätigt, denn Chloe hat meiner Meinung nach teilweise sehr naiv gewirkt und manche Handlungen konnte ich leider nicht so ganz nachvollziehen.
Alex Clark konnte ich von Anfang an nicht so ganz einschätzen, denn er ist neben Chloe etwas blass geblieben. Der Ex-Profischwimmer wirkt auf den ersten Blick eigentlich recht freundlich und wie der typische Frauenschwarm. Doch schon bald merkt man, dass er sich aus seinem Ruhm nicht wirklich etwas macht. Trotzdem hat es mich gestört, dass er immer wieder widersprüchliche Aussagen von sich gegeben hat und auch sein Handeln nicht so wirklich dazu gepasst hat. Nach und nach merkt man aber, dass er eine große Last mit sich herum trägt, wodurch sein Verhalten rückblickend auch etwas verständlicher wird.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich zwar langsam, aber gefühlt war es ein ewiges hin und her mit einem Schritt vor und wieder zurück. Trotzdem hat es mir gefallen, wie die beiden sich einander immer mehr öffnen und sich auch gegenseitig aus der Komfortzone heraus locken.

Vom Rand aus sieht Alex auf mich herunter, so durchdringend, dass mich das Gedankenchaos, das ich gerade im Wasser zurückgelassen habe, mit voller Wucht zurückholt. (Position 1055)

Als Nebencharaktere lernt man vor allem das restliche Schwimmteam kennen. Ehrlich gesagt habe ich die Mädels eher als nervig empfunden und die Gespräche haben sich irgendwann einfach nur noch im Kreis gedreht. Außerdem finde ich es schade, wie sie Chloe teilweise in den Rücken fallen, denn das sollte eigentlich keine Mannschaft machen. Trotzdem merkt man auch, dass vor allem ihre Mitbewohnerin und Freundin Anna immer für sie da ist - auch wenn sich Chloe unmöglich verhält. Außerdem gibt es da noch Max, welcher ebenfalls gut mit Chloe befreundet ist. Ihn konnte ich ehrlich gesagt nicht so wirklich einschätzen, obwohl er mir eigentlich recht sympathisch war.

Der Schreibstil von Tine Nell lässt sich sehr angenehm lesen, denn er ist locker leicht und sehr bildhaft. Dabei schildert sie vor allem das Gefühlschaos, das bei den beiden Charakteren herrscht, was mir aber auf Dauer doch etwas zu viel des Guten war, denn es wiederholt sich doch einiges. Leider wurde das Buch dadurch an manchen Stellen auch etwas langatmig und blieb oftmals doch etwas oberflächlich, weil gerade tiefer gehende Gespräche abrupt endeten. Dabei wird das gesamte Buch aus Chloes Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Hin und wieder hätte ich aber gerne auch mal einen Einblick in Alex' Gedankenwelt gehabt, denn so hätte ich ihn vielleicht noch besser verstehen können.
Ich habe mich sehr gefreut mal ein Buch zu lesen, in dem es um den Schwimmsport geht, da ich das in dieser Form noch nicht hatte. Leider lag der Fokus aber sehr stark auf der Liebesgeschichte und nicht so wirklich auf dem Sport und der Mannschaft.

Das Cover des Buches ist leider nicht so mein Fall, aber trotzdem finde ich es schön, dass es durch die blaue Farbgestaltung einen Bezug zur Geschichte herstellt.

Insgesamt konnte mich das Debüt von Tine Nell nicht so ganz von sich überzeugen, denn obwohl es sich angenehm lesen lässt, war ich oftmals genervt von den Charakteren und dem ewigen hin und her. Deshalb gibt es von mir 3/5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.09.2019

Leider der schwächste Band der Reihe

One More Kiss
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Als Kendall Sparks Carter Clynes in einer Flughafenlounge trifft, ahnt sie nicht, dass sie mit ihm noch einige Reisen unternehmen wird. Doch schon von Beginn an ist sie fasziniert von dem charmanten Piloten ...

Als Kendall Sparks Carter Clynes in einer Flughafenlounge trifft, ahnt sie nicht, dass sie mit ihm noch einige Reisen unternehmen wird. Doch schon von Beginn an ist sie fasziniert von dem charmanten Piloten und reist mit ihm nach Rio. Dort verbringen sie einige schöne Tage zusammen und beide merken, dass sie sich immer mehr zueinander hingezogen fühlen..

Mit Kendall Sparks hatte ich leider so meine Probleme. Zu Beginn hat sie total arrogant gewirkt und mir ist es schwer gefallen sie richtig einzuschätzen. Sie trägt aufgrund der Testamentsanforderungen ihres verstorbenen Großvaters eine riesige Last auf den Schultern und steht daher vor einer schweren Entscheidung. Auf der einen Seite konnte ich ihre Zweifel verstehen, aber auf der anderen Seite hat sie auch sehr naiv, anhänglich und sprunghaft gewirkt, was mich zunehmend genervt hat. Sie trifft so einige überstürzte Entscheidungen und viele Handlungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen.
Carter Clynes ist ein Pilot und man merkt ihm an, dass er den richtigen Job für sich gefunden hat. Zu Beginn wirkt auch er etwas arrogant und eben wie der typische Bad Boy, womit ich ihn aber komplett falsch eingeschätzt habe. Denn eigentlich ist Carter ein herzensguter Mensch, der nicht nur charmant und feinfühlig ist, sondern auch total selbstlos handelt. Dabei tut er alles, damit es seinen Lieben gut geht und rennt auch ein Stück weit vor seiner Vergangenheit weg.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und in einem authentischen Tempo. Es war schön mitzuverfolgen wie die beiden sich einander immer mehr öffnen. Trotzdem konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, was die beiden aneinander finden, denn irgendwie hat einfach die Chemie und die Anspannung gefehlt.

"In diesem Moment - Hand in Hand mit Carter und nachdem er mich "sein Mädchen" genannt hatte - wurde mir bewusst, dass es nicht viel gab, das ich nicht mit ihm machen würde. Das war zwar ein schöner Gedanke, aber machte mir auch gleichzeitig eine Riesenangst." (Position 688)

Es gibt zwar einige Nebencharaktere, die immer mal wieder auftauchen, aber weitestgehend stehen Kendall und Carter im Vordergrund, was ich aber auch nicht weiters schlimm finde. Trotzdem hat es mich gefreut, dass es ein Wiedersehen mit Chance aus One More Chance gibt.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist zwar wieder locker leicht und es gibt auch wieder viele gefühlvolle und tiefgründige Szenen sowie humorvolle Dialoge. Trotzdem hatte ich so meine Probleme mit dem Buch, was vor alle daran liegt, dass mir einige Szenen einfach viel zu schnell gingen und so etwas abgehackt gewirkt haben. Es passiert zwar richtig viel, aber so ganz konnten mich die beiden Autorinnen damit nicht überzeugen. Gefallen hat mir allerdings, dass das Buch wieder abwechselnd aus Kendalls und Carters Sicht geschrieben wurde, sodass man einen guten Einblick in deren Gefühlswelt erhalten hat.
Gestört hat mich als Tourismuskauffrau hingegen die Darstellung des Pilotenlebens von Carter. Irgendwie hat alles total unlogisch gewirkt: die Flugrouten, die Zeiten für das Check In und einige andere Kleinigkeiten.

Das Cover des Buches passt meiner Meinung nach zur Geschichte und auch zu den restlichen Covern der Reihe, trifft aber ansonsten nicht so wirklich meinen Geschmack.

Leider hat mich One More Kiss eher enttäuscht und ist meiner Meinung nach der bisher schwächste Teil der Reihe. Mir ging vieles einfach viel zu schnell und auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Dafür gibt es von mir 2,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Zweite Chancen und besondere Momente

My Second Chance
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Lorn ist schon seit Jahren in Theo verliebt. Doch dieser weiß nichts von ihren Gefühlen und so fragt er sie, ob sie ihn nicht zum jährlichen Maiglöckchenball begleiten will, um sich andere Mädels vom Hals ...

Lorn ist schon seit Jahren in Theo verliebt. Doch dieser weiß nichts von ihren Gefühlen und so fragt er sie, ob sie ihn nicht zum jährlichen Maiglöckchenball begleiten will, um sich andere Mädels vom Hals zu schaffen. Überglücklich stimmt Lorn zu und schon bald merken die beiden, dass ihre Freundschaft viel mehr bedeutet..

Lorn Rivers war mir ja schon im ersten Band total sympathisch und dieser Eindruck hat sich nochmals bestätigt. Sie spielt bei den Newfort Newts Basketball und ist dadurch ein echter Teamplayer. Trotzdem genießt sie auch gerne mal Zeit alleine und hat nicht so viel für Partys übrig. Auf der einen Seite wirkt sie manchmal etwas unsicher, handelt sehr verantwortungsbewusst und loyal, aber auf der anderen Seite handelt sie auch oftmals impulsiv, was sie vor allem zu Beginn etwas kindisch wirken lassen hat. Außerdem ist sie total ehrgeizig und zieht ihr Ding durch.
Theo Griffin kennt man auch schon aus dem ersten Band. Er ist Coltons Cousin und das komplette Gegenteil von ihm. Theo ist total ruhig und gelassen, immer freundlich und handelt die meiste Zeit sehr selbstlos. Dabei hält er seine eigenen Gefühle unter Verschluss, sodass ich ihn manchmal nicht so gut einschätzen konnte. Trotzdem hat er sich zum Ende hin nochmals geöffnet und ich konnte sein Handeln auf jeden Fall nachvollziehen.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo. Von Lorn weiß man ja von Beginn an, dass sie unglücklich in Theo verliebt ist und so fiebert man die ganze Zeit mit ihr mit. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden zuerst eine tolle Freundschaft, die nach und nach immer mehr Knistern hervor ruft.

"Nenn mich altmodisch, aber sollte sich die Liebe nicht genau so anfühlen? Wie eine Welle, die über dich hinwegfegt, die du nicht aufhalten kannst. Etwas, das plötzlich da ist. Echt und wertvoll und etwas, das du nur mit einer einzigen anderen Person teilen kannst." (Seite 182)

Besonders gefreut hat es mich, dass es ein Wiedersehen mit Cassidy und Colton aus dem ersten Band My First Love gibt. Meiner Meinung nach hat Cassidy mal wieder unter Beweis gestellt, dass sie wirklich eine tolle Freundin ist und auch die vielen Schlagabtausche zwischen ihr und Colton blieben nicht aus. Neben den beiden sind auch wieder Lorns und Theos Familien dabei, die die beiden immer unterstützen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch Lorns Mannschaft lernt man kennen, wobei mir hier vor allem die Dynamik innerhalb des Teams gefallen hat.

Der Schreibstil von Tanja Voosen ist nicht nur locker leicht und sehr bildhaft sondern lässt sich angenehm lesen. Dennoch hatte ich zu Beginn noch so meine Probleme, denn irgendwie passiert zwar schon richtig viel, aber so ganz konnte ich mich noch nicht auf die Geschichte einlassen. Das hat sich aber zum Glück ziemlich schnell gelegt, denn die Autorin hat immer wieder schöne und vor allem besondere Momente zwischen Lorn und Theo geschaffen, sodass ich einfach nur wissen wollte, wie es mit den beiden weiter geht. Dabei konnte sie mich vor allem durch die Mischung aus humorvollen aber auch tiefgründigen Dialogen überzeugen. Schade finde ich es nur, dass das Buch komplett aus Lorns Sicht erzählt wird. So konnte ich mich zwar gut in sie herein versetzen, aber ab und zu hätte ich auch gerne mal einen Blick in Theos Gedankenwelt geworfen.

Das Cover des Buches gefällt mir wieder richtig gut, denn es ist nicht nur total sommerlich sondern auch einfach wunderschön. Besonders cool finde ich, dass es eine Szene aus dem Buch darstellt, die meiner Meinung nach auch zu den kleinen besonderen Momenten zwischen Lorn und Theo zählt.

Ich habe mich schon seit Wochen total auf My Second Chance gefreut und wurde definitiv nicht enttäuscht. Auch wenn ich am Anfang so meine Probleme mit dem Buch hatte, konnte mich die Geschichte rund um Lorn und Theo doch noch überzeugen, denn sie lebt vor allem von kleinen Momenten und großen Gefühlen. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.