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Veröffentlicht am 01.10.2020

Gelungener Auftakt der Forbidden Royals-Reihe

Silver Crown - Forbidden Royals
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Eigentlich führt Emilia Lancaster ein gewöhnliches Leben. Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Schicksalsschlag in der Königsfamilie und die Thronfolge wird geändert. Plötzlich findet sich Emilia ...

Eigentlich führt Emilia Lancaster ein gewöhnliches Leben. Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Schicksalsschlag in der Königsfamilie und die Thronfolge wird geändert. Plötzlich findet sich Emilia in der Rolle der Kronprinzessin wieder, denn ihr Vater soll zum König gekrönt werden. Nicht nur die Intrigen und Machtspiele im Palast machen ihr das Leben schwer, sondern auch Carter Thorne, der Sohn ihrer Stiefmutter..

Emilia Lancaster war mir mit ihrer humorvollen Art von Beginn an sehr sympathisch. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die schon einiges durchmachen musste und sich trotzdem nicht unterkriegen lässt. Die Psychologiestudentin ist sehr ehrgeizig und hat durch ihre schlagfertige und toughe Art immer den passenden Spruch auf Lager. Dabei schlägt sie allerdings nie über die Stränge und weiß, wenn es besser ist klein bei zu geben. Außerdem lässt sie auch andere Gefühle zu, wenn sie z.B. von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, und das hat sie meiner Meinung nach nochmals sympathischer und auch authentischer gemacht.
Carter Thorne konnte ich ehrlich gesagt nicht so ganz einschätzen. Auf den ersten Blick wirkt er wie der typische Bad Boy: arrogant, verschlossen und unnahbar. Allerdings gab es auch immer wieder Momente, in denen man einen Blick hinter diese Fassade erhaschen konnte, denn Carter hat auch immer wieder seine verletzliche und vor allem einfühlsame Seite gezeigt. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, wie er sich in den nächsten beiden Teilen präsentieren wird!
Zwischen den beiden war von Beginn an eine gewisse Anziehung spürbar. Trotzdem muss ich auch sagen, dass die Gefühle teilweise nicht so ganz bei mir ankamen. Meiner Meinung nach ist die Entwicklung der Beziehung doch etwas in den Hintergrund gerückt und ging für meinen Geschmack etwas zu schnell.

Er schaut mir einen Moment lag in die Augen. Ich könnte ebenso gut auf zwei himmelblaue Schilde starren - er ist vollkommen undurchschaubar. Ich sollte den Blick abwenden, aber das kann ich einfach nicht. (Seite 72)

Aber nicht nur Emilia und Carter waren mir sympathisch, sondern auch einige der vielen Nebencharaktere. Vor allem Carters Schwester Chloe mit ihrer humorvollen Art und Alden, ein Freund der Familie, mochte ich total gerne. Auch Emilias bester Freund Owen war mir zu Beginn eigentlich noch recht sympathisch, aber dann gab es auch einige Handlungen, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Ebenso erging es mir bei König Linus. Er war auf der einen Seite liebevoll, aber auf der anderen Seite auch wieder sehr distanziert. Seine Frau Octavia, Chloes und Carters Mutter, hingegen war mir von Beginn an unsympathisch.

Silver Crown war mein erstes Buch von Julie Johnson und definitiv nicht mein letztes! Der fesselnde und humorvolle Schreibstil der Autorin konnte mich von Beginn an in den Bann ziehen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Obwohl in diesem Band eigentlich noch gar nicht so viel passiert ist und der Hauptaugenmerk eher darauf lag die Gegebenheiten des Könighauses von Caerleon kennenzulernen, war das Buch doch durch und durch spannend. Julie Johnson hat es geschafft die doch eher frostige Stimmung im Königshaus detailreich darzustellen und so gab es auch schon die ein oder andere Intrige sowie auch andere Wendungen, die ich so nicht kommen gesehen habe. Ich habe nur so mit Emilia mit gefiebert und versucht die einzelnen Charaktere zu durchschauen, was aber gar nicht so einfach war. Dabei wurden die einzelnen Kapitel komplett aus Emilias Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt hatte und mit ihr hautnah alle neuen Eindrücke miterlebt hat. Vor allem gegen Ende hat die Geschichte nochmal richtig Fahrt aufgenommen und endete in einem fiesen Cliffhanger, sodass ich umso gespannter auf Band 2 und 3 bin.

"Das Leben ist ein Schachspiel, E. Willkommen auf dem Brett. Ich schlage vor, dass du deine Züge sorgfältig wählst." (Seite 120)

Ein kleiner Kritikpunkt, der mich beim lesen etwas gestört hat, war der dargestellte Drogenmissbrauch eines bestimmten Charakters und ich hoffe, dass sich hierhingehend in den weiteren Teilen noch etwas entwickelt.

In das Cover habe ich mich schon letztes Jahr bei der Blogger Preview von LYX auf der FBM verliebt und ich finde es nach wie vor einfach nur wunderschön. Obwohl es eher schlicht gehalten ist, ist es doch ein echter Hingucker!

Alles in allem ist Silver Crown ein gelungener Auftakt der Forbidden Royals-Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht. Dabei konnte mich vor allem der fesselnde Schreibstil und die authentischen Charaktere überzeugen und ich kann es kaum erwarten bis Band 2 erscheint. Dafür gibt es von mir 4,5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Trotz größtenteils sympathischer Charaktere und einem gefühlvollen Schreibstil nicht ganz überzeugend

Wenn Liebe eine Farbe hätte
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Als David sich von Everly trennt, zerschlagen sich all ihr Zukunftsträume und Everly braucht dringend einen neuen Job sowie einen Mitbewohner. Einen Job hat sie schnell gefunden: als Kellnerin im Wipe ...

Als David sich von Everly trennt, zerschlagen sich all ihr Zukunftsträume und Everly braucht dringend einen neuen Job sowie einen Mitbewohner. Einen Job hat sie schnell gefunden: als Kellnerin im Wipe Out, einem Strandcafé. Doch der Job einen Haken, denn ihr neuer Chef ist Weston, den sie schon in der High School nicht wirklich leiden konnte und dem sie einem aufregendem Kuss verdankt. Und auch Weston braucht Everlys Hilfe, denn er wurde aus seine Wohnung geworfen und sucht eine neue Bleibe..

Everly Scott mochte ich mit ihrer freundlichen, liebevollen und manchmal etwas zurückhaltenden Art eigentlich recht gerne. Sie studiert Medizin und arbeitet hart dafür. Trotzdem schafft sie es auch immer wieder sich in ihrem turbulenten Alltag mit ihren beiden besten Freundinnen Jules und Chloe zu treffen und ist immer für die beiden da. Obwohl sie in ihrem Leben schon einiges durch stehen musste, ist Everly ein starker Charakter, der aber auch immer wieder seine verletzliche Seite zeigt. Schade fand ich dabei allerdings, dass sie manchmal viel zu schnell nachgegeben hat und nicht so ganz für sich selbst eingestanden hat.
Weston Lewis lernt man zu Beginn als selbstbewussten, teils arroganten und humorvollen Sportler kennen. Nach und nach zeigt sich aber immer mehr auch ein andere Seite von ihm, denn er ist sehr einfühlsam, extrem aufmerksam und teilweise sehr verschlossen. Man merkt ihm an, dass er viel Ballast mit sich herum schleppt und ihn dies teilweise noch sehr verletzt. Obwohl Weston mir eigentlich recht sympathisch war, gab es auch viele Handlungen und Aussagen, die für mich einfach nicht nachvollziehbar waren. Vor allem, wenn er wütend/verletzt ist, schlägt er verbal um sich und landet dabei oftmals Treffer unterhalb der Gürtellinie. Auch seine Ansichten über Liebe bzw. Beziehungen und seine darauffolgenden Handlungen haben mich mit der Zeit einfach genervt.
Zu Beginn hat mir die Dynamik zwischen den beiden Charakteren richtig gut gefallen und es war eine gewisse Anziehung spürbar. Besonders gut hat mir dabei gefallen, wie sich die beiden einander gegenseitig geöffnet und unterstützt haben. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir das Hin und Her zwischen beiden irgendwann einfach zu viel wurde und ich mich phasenweise gefragt habe, was Everly überhaupt noch bei Weston hält.

Es ist unangebracht, mich in diesem Moment perfekt zu fühlen, nur weil ich Wes' Hand halte. Aber ich kann nichts dagegen tut, dass ein warmes Gefühl von unseren verknoteten Händen aus durch meinen Körper kriecht und sich in jeder meiner Zellen festsetzt. (Seite 146)

Neben Everly und Weston lernt man auch noch einige Nebencharaktere kennen. Vor allem Miles, Westons bester Freund, war mir mit seiner charmanten, aber unaufdringlichen und manchmal etwas klischeehaften Art sehr sympathisch. Ganz anders sah es da mit Everlys bester Freundin Jules aus, die ich von Beginn an nicht so ganz einschätzen konnte. Leider hat sich dann auch ihr wahres Gesicht gezeigt und ich fand sie einfach nur noch unsympathisch. Everlys andere beste Freundin Chloe fand ich hingegen ganz nett. Hingegen mochte ich Everlys Großmutter Olivia mit ihren Lebensweisheiten und klugen Sprüchen unglaublich gerne und sie hat die Geschichte immer wieder aufgelockert.

Nana würde bestimmt sagen: Wenn dir jemand nicht aus dem Kopf geht, dann gehört er sehr wahrscheinlich in dein Herz. (Seite 353)

Der Schreibstil von Leonie Lastella hat mir wieder richtig gut gefallen, denn er ist nicht nur locker leicht, sondern teilweise auch sehr gefühlvoll. Vor allem der Beginn des Buches hat mir sehr gut gefallen, denn es gibt viele kurze Kapitel, die abwechselnd aus Everlys und Westons Sicht erzählt werden, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann. So erhält man ebenfalls einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt und kann die Emotionen hautnah miterleben. Meiner Meinung nach gab es viele schöne, teilweise sehr romantische, aber auch emotionale und tiefgründige Szenen, die auch ein paar ernstere und sensiblere Themen behandelt haben, wodurch eine gute Mischung entstanden ist. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir viele Entwicklungen (vor allem im Mittelteil des Buches) viel zu schnell gingen, denn es passiert einfach so viel, dass die ein oder andere Entwicklung/Handlung doch etwas auf der Strecke geblieben ist. Die letzten ca. 100 Seiten konnten mich dann allerdings nochmal richtig in den Bann ziehen, denn die Geschehnisse rund um Everly und Weston wurden nochmal richtig spannend und teilweise auch emotional. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir das Ende etwas zu abrupt war und die ein oder andere Frage noch offen geblieben ist.

Das Cover finde ich ganz schön gestaltet, obwohl die Farbwahl nicht so meins ist. Trotzdem ist es durch die reflektierende Schrift ein echter Hingucker. Außerdem finde ich, dass der Titel sehr passend zum Inhalt des Buches gewählt wurde! Schade hingegen finde ich, dass das Material des Buches nicht so ganz stabil ist und schnell Leserillen bekommen hat, obwohl ich eigentlich sehr aufgepasst habe.

Insgesamt konnte mich Wenn Liebe eine Farbe hätte von Leonie Lastella leider nicht so ganz von sich überzeugen. Zwar hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen und auch die Charaktere waren mir größtenteils sympathisch, aber es gab auch einige Dinge, die mich gestört haben. Meiner Meinung nach wurde hier leider etwas das Potential der Geschichte verschenkt. Deshalb vergebe ich 3,5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2020

Gelungener Reihenauftakt mit authentischen Charakteren und einer tollen Atmosphäre

Hoch wie der Himmel
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Als Annik Lerch in Norwegen als Ärztin in einer Familienpraxis anfängt, ist es für sie nach dem Tod ihres Mannes der erste Schritt in ein neues Leben. Erst einmal in ihrem neuen Alltag angekommen, fühlt ...

Als Annik Lerch in Norwegen als Ärztin in einer Familienpraxis anfängt, ist es für sie nach dem Tod ihres Mannes der erste Schritt in ein neues Leben. Erst einmal in ihrem neuen Alltag angekommen, fühlt sich Annik immer wohler und der Schmerz wird erträglicher. Allerdings scheint es, als würde ihr Chef Krister Solberg sie nicht mögen..

Annik Lerch war mir mit ihrer offenen und empathischen Art von Beginn an sehr sympathisch. Obwohl sie nach dem Tod ihres Mannes teilweise noch sehr in ihrer Trauer gefangen ist, wagt die alleinerziehende Mutter in Norwegen einen Neuanfang und ich habe sie sehr für ihren Mut und ihre Stärke bewundert. Obwohl es ihr manchmal schwerfällt Hilfe anzunehmen, hat sie sich doch schnell in Lillehamn eingelebt und man merkt, wie gut ihr dieser Tapetenwechsel tut. Trotzdem gab es auch immer wieder Momente, in denen ich ihre Handlungen nicht so ganz nachvollziehen konnte und sie am liebsten einmal kräftig durchgeschüttelt hätte.
Krister Solberg, der von den Azubis der Praxis Mr. Frost genannt wird, ist zu Beginn ziemlich wortkarg, grüblerisch und wirkt sehr verschlossen. Nach und nach beginnt er sich immer mehr zu öffnen und ich habe ihn mit seiner liebenswürdigen, ruhigen und auch schüchternen Art sehr in mein Herz geschlossen. Vor allem aber konnte ich auch seine Beweggründe und irgendwie auch seine Leidenschaft für Extremsportarten sehr gut nachvollziehen und bewundere ihn für seinen Ehrgeiz, den er an den Tag legt. Vor allem aber hat es mir sehr gut gefallen, wie liebevoll er sich um Theo gekümmert hat und so eine ganz besondere Bindung zu ihm aufgebaut hat.
Die Beziehung zwischen den Annik und Krister hat sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo entwickelt, obwohl ziemlich schnell ein gewisses Knistern spürbar war. Vor allem hat es mir gefallen, wie sich die beiden immer wieder aus ihrem Schneckenhaus gelockt haben und sich einander immer mehr geöffnet und vertraut haben.

"Du", flüsterte er rau. "Du bist passiert." (Seite 178)

Neben den beiden Protagonisten Annik und Krister lernt man auch eine Reihe an Nebencharakteren kennen. Vor allem Anniks Sohn Theo mochte ich sehr gerne, denn obwohl er nicht spricht, hatte er doch eine lebensfrohe Art und eine tolle Ausstrahlung. Auch Kristers Geschwister Espen und Alva sowie seinen besten Freund Tom mit dessen Frau Hanne habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie sind einfach eine tolle Freundesgruppe und unterstützen sich, wo sie nur können. Ganz anders sah es da mit Anniks Schwester Mara aus. Sie konnte ich leider nie so ganz einschätzen, obwohl sie auch immer für ihre Schwester da war. Trotzdem hat sie auf mich einen teils sehr kindischen Eindruck gemacht.

Ehrlich gesagt ist mir der Einstieg in das Buch etwas schwer gefallen, obwohl sich der Schreibstil von Julie Birkland eigentlich recht angenehm lesen lässt. Trotzdem hatte ich an mehreren Stellen (vor allem auch am Anfang) das Gefühl, dass die Geschehnisse etwas zu detailreich beschrieben wurden und es dadurch teilweise sehr langatmig wurde. Noch dazu war ich etwas überrascht, dass das Buch aus der Erzählerperspektive geschrieben wurde, was ich eigentlich gar nicht so gerne mag. Trotzdem konnte ich die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonisten sehr gut nachvollziehen, denn die beiden wurden abwechselnd beleuchtet. So habe ich mit den beiden mit gefiebert, gelacht und auch zum Teil gelitten. Denn obwohl es nicht so viele Spannungsmomente gab, wollte ich doch immer wissen, wie es weiter geht und habe mich in der Geschichte absolut wohlgefühlt. Vor allem aber die letzten 100 Seiten haben mich nochmal richtig in den Bann gezogen und mir hat das Ende des Buches richtig gut gefallen.

Außerdem hat es mir gefallen, welche Atmosphäre in dem kleinen Ort Lillehamn geherrscht hat. Jeder kennt jeden, die Gerüchteküche brodelt und doch wird jeder gerne in die Gemeinschaft aufgenommen und unterstützt. Mir haben dabei vor allem die Szenen in der Praxis mit den verschiedensten Patienten gefallen und davon hätte es meiner Meinung nach noch viel mehr geben können. Auch die beschriebene Natur konnte ich mir bildlich vorstellen und möchte nun am liebsten auch nach Norwegen reisen.
Aber nicht nur die Beschreibung der Atmosphäre und der Natur haben mir gut gefallen, sondern auch die Darstellung von Kristers Hobby. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel dazu verraten, aber ich habe mir Videos dazu angeschaut, weil ich davor ehrlich gesagt noch nie etwas von dieser Extremsportart gehört habe und finde es einfach nur faszinierend.

Das Cover des Buches finde ich wunderschön. Vor allem gefällt es mir, dass die verschiedenen Abbildungen nicht nur ein stimmiges Gesamtbild abgeben, sondern auch eine tolle Verbindung zu der Geschichte herstellen.

Obwohl ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, um in die Geschichte einzutauchen, konnte mich der erste Teil der Nothern Love-Reihe doch immer mehr in den Bann ziehen. Vor allem die Atmosphäre in Lillehamn, aber auch die Darstellung der Extremsportart und die authentischen Charaktere konnten mich überzeugen. Für diesen gelungenen Reihenauftakt vergebe ich 4/5 Sterne und freue mich schon auf Espens Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Emotional, tiefgründig und wunderschön - definitiv ein Highlight!

It was always love
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Als Aubree nach einer Studentenparty und einem verhängnisvollen Foto von der Uni fliegt, möchte sie nur noch weg aus New York und so stattet sie ihrer besten Freundin Ivy einen Besuch ab. Eigentlich möchte ...

Als Aubree nach einer Studentenparty und einem verhängnisvollen Foto von der Uni fliegt, möchte sie nur noch weg aus New York und so stattet sie ihrer besten Freundin Ivy einen Besuch ab. Eigentlich möchte sie sich dort nur im Zimmer verkriechen und sich keine Gedanken mehr um dieses Foto machen. Doch dann trifft sie auf Noah, Ivys Stiefbruder, der sie schon bald auf ganz andere Gedanken bringt..

Aubree Sturgess war mir schon im ersten Band super sympathisch und dieser Eindruck hat sich nur nochmal bestätigt. Nachdem dem Vorfall in New York fühlt sich Aubree sehr unsicher und möchte sich am liebsten vor der gesamten Welt verstecken. Trotzdem fasst sie ziemlich schnell den Entschluss, dass es so nicht weitergehen kann. Sie probiert neue Dinge aus, nimmt neue Aufträge an und findet immer mehr zu ihrer selbstbewussten und lebensfrohen Art zurück. Obwohl sie die Geschehnisse weiterhin belasten, findet sie einen Weg damit umzugehen und macht eine tolle Entwicklung durch. Ihre Gefühle verarbeitet sie dabei sehr oft in ihrem Bullet Journal Erol, was ich super cool finde.
Auch Noah Blakeley mochte ich schon dank seinen Auftritten in It was always you total gerne und auch jetzt hat er sich immer mehr in mein Herz geschlichen. Er redet oftmals bevor er denkt, flucht gerne und viel, handelt impulsiv und schlägt dabei öfters Mal über die Stränge. Trotzdem muss man ihn einfach gerne haben, denn er ist nicht nur absolut einfühlsam und charmant, sondern wirkt auch irgendwie stark und gebrochen zugleich. Auf der einen Seite setzt er seinen Willen durch und kämpft für seine Ziele, aber auf der anderen Seite hat er Angst davor verletzt zu werden und tut alles dafür, um dies zu verhindern - auch wenn er dadurch seinen Liebsten weh tut.
Zwischen den beiden war von Anfang an eine gewisse Anziehung spürbar und doch hat sich die Beziehung meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo entwickelt. Mir hat es so gut gefallen, wie die beiden miteinander umgegangen sind und sich gegenseitig unterstützt haben, obwohl sie sich dabei auch immer wieder selbst im Weg standen.

Hallo. Nur dieses eine Wort, und ich weiß, dass ich ein Problem habe. Ein Mammut-Problem. (Seite 38)

Neben Aubree und Noah gab es auch ein Wiedersehen mit Ivy und Asher. Vor allem Ivy war mir mit ihrer offenen Art wieder total sympathisch und man hat ihr angemerkt, wie sehr ihr sowohl Aubree als auch Noah am Herzen liegen. Aber neben den altbekannten Charakteren lernt man auch noch einige neue kennen. Vor allem Jenna mochte ich total gerne, aber auch Quin war mir sympathisch. Mein heimlicher Star war aber auf jeden Fall Frida, die die Geschichte nochmal total aufgelockert hat.

"Und wenn ich hinfalle?", fragt Noah. "Dann stehe ich wieder auf", beendet Frida den Satz. (Seite 265)

Nachdem mir der erste Band It was always you schon so gut gefallen hat, bin ich um ehrlich zu sein mit sehr hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Erst einmal mit dem Buch angefangen, bin ich nur so durch die Seiten geflogen, denn der Schreibstil von Nikola Hotel lässt sich wieder locker leicht und sehr angenehm lesen. Die Autorin hat mir mit der Geschichte von Aubree und Noah mehrmals das Herz gebrochen und wieder zusammen gesetzt. Denn es gab nicht nur viele herzzerreißende emotionale und spannende Momente, bei denen ich einfach nur mitgelitten habe, sondern mindestens genau so viele humorvolle und auch wunderschöne Momente, die mich zum lachen und mit fiebern gebracht haben. Dabei hat es mir vor allem auch gefallen, dass die Autorin wieder eine ernstere Thematik mit einfließen lassen hat und damit auch eindrucksvoll aufgezeigt hat, welche Folgen und Auswirkungen dies auf die Betroffenen hat. Dadurch, dass das gesamte Buch aus Aubrees Sicht erzählt wurde, konnte ich mich total gut in sie hinein versetzten und habe die Emotionen, die dabei im Spiel waren, hautnah mitbekommen. Hin und wieder hätte ich mir auch mal einen Einblick in Noahs Gedanken- und Gefühlswelt gewünscht, aber dennoch finde ich, dass auch seine Emotionen sehr gut rübergebracht wurden.

Die Art und Weise, wie Frauen verurteilt werden, ändert sich nicht, wenn man das Opfer ist. Jedes Detail würde analysiert werden. Was ich getragen habe, wie ich getanzt habe, mit wie vielen Männern ich vorher zusammen war. (Seite 61)

Das Cover finde ich wieder so so schön und es passt einfach perfekt zu dem Cover von Band 1. Auch die Illustrationen von haben mir wieder total gut gefallen und sie geben dem Buch nochmal eine ganz besondere Note.

Insgesamt hat mir It was always love nochmal besser gefallen als der erste Band. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe eine Achterbahn der Gefühle durchlebt und die Charaktere nur noch mehr ins Herz geschlossen. Dieses Buch ist für mich definitiv ein Highlight im New Adult-Bereich und bekommt dafür 5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Leider etwas schwächer als Band 1

The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission
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Nach einem miserablen Arbeitstag erwischt Liv ihren Chef dabei, wie er sich an einer jüngeren Kollegin vergehen will. Prompt geht sie dazwischen und wird daraufhin fristlos gekündigt. Doch Liv möchte diesen ...

Nach einem miserablen Arbeitstag erwischt Liv ihren Chef dabei, wie er sich an einer jüngeren Kollegin vergehen will. Prompt geht sie dazwischen und wird daraufhin fristlos gekündigt. Doch Liv möchte diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen, obwohl ihre Kollegin nichts davon wissen möchte. Doch alleine ist sie machtlos und so erfährt sie durch Braden Mack die Unterstützung, die sie braucht, um ihren ehemaligen Chef bloß zustellen. Doch es bleibt nicht nur bei dieser geschäftlichen Beziehung, denn Mack hat sich in den Kopf gesetzt Olivia für sich zu gewinnen..

Mit Olivia Papandreas, die von allen nur Liv genannt wird, hatte ich im ersten Band so meine Probleme, denn ich konnte sie nicht so ganz einschätzen. Sie ist sehr temperamentvoll und handelt dadurch manchmal etwas voreilig. Nach und nach wurde sie mir immer sympathischer, denn man lernt sie immer besser kennen und versteht ihre Gedanken hinter den Handlungen. Liv setzt sich immer für andere ein und wenn sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, kämpft sie sehr dafür. Trotzdem fällt es ihr auch schwer anderen zu vertrauen, was sich durch ihre Kindheit in ihrem Kopf festgesetzt hat. Dadurch macht sie sehr schnell dicht, wenn es um ihre Gefühle geht.
Braden Mack lässt sich am besten mit "hart Schale, weicher Kern" beschreiben. Auf den ersten Blick wirkt der Besitzer von mehreren Nachtclubs äußerst selbstbewusst und schlagfertig. Aber schon bald lernt man auch an ihm eine andere Seite kennen. Er musste in seiner Vergangenheit schon einiges mitmachen und sehnt sich deshalb sehr nach einer eigenen Familie. Umso mehr wurmt es ihn, dass Liv ihn immer wieder abblitzen lässt. Dadurch erwacht sein Ehrgeiz und er konnte mich durch seine Willensstärke und seine einfühlsame Art von sich überzeugen.
Zwischen Liv und Mack war von Anfang an eine gewisse Anziehung spürbar und doch hat sich die Beziehung in einem langsamen und authentischem Tempo entwickelt. Mir haben die (teils sehr witzigen) Dialoge zwischen den beiden unheimlich gut gefallen und es war schön mit anzusehen, wie sie doch immer mehr zueinander finden. Teilweise hätte ich sogar noch gerne mehr über die beiden gelesen, denn meiner Meinung nach ist die Entwicklung der Beziehung manchmal doch etwas in den Hintergrund gerückt.

"Ist dir nie der Gedanke gekommen, dass sie dich verrückt macht, weil du dich zu ihr hingezogen fühlst?", fragte Malcolm. "Das ist eine klassische Enemies-to-lovers-Geschichte." (Seite 203)

Aber nicht nur Liv und Mack kennt man schon aus dem vorherigen Band, sondern auch der Buchclub. Ich mag die Gruppe nach wie vor total gerne und ich finde es toll, wie sie sich gegenseitig mit viel Humor aber auch Mitgefühl unterstützen. Neben dem Buchclub mochte ich auch Noah total gerne und ich bin schon auf seine Geschichte gespannt. Auch Rosie und Hop waren mir total sympathisch, denn die beiden unterstützen Liv wo sie nur können und sind einfach ein super Team!

Nachdem mir der erste Band The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman richtig gut gefallen hat, habe ich mich schon total auf den Folgeband gefreut. Leider muss ich zugeben, dass ich etwas länger gebraucht habe, um mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen. Denn obwohl mir der locker leichte Schreibstil der Autorin von Anfang an gefallen hat, standen mir die Enthüllungen rund um Livs (Ex-)Chef doch etwas zu sehr im Vordergrund und gerade der Beginn hat deshalb sehr langatmig auf mich gewirkt. Nach und nach bin ich allerdings immer besser in die Geschichte reingekommen und ich mochte die Mischung aus humorvollen, teilweise sogar spannenden aber auch emotionalen Szenen total gerne. Obwohl die gesamte Geschichte aus der Erzählerperspektive erzählt wurde, hatte ich doch einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Liv und Mack, denn die beiden wurden immer wieder abwechselnd beleuchtet. Besonders die letzten 150 Seiten konnten mich komplett in den Bann ziehen, sodass ich diese fast an einem Stück gelesen habe. Am Ende wurde es nochmal richtig spannend und obwohl einige Handlungen doch etwas unrealistisch gewirkt haben, konnte mich das Buch gut unterhalten und ich finde es gut, dass Lyssa Kay Adams mit der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz auch ein ernstes und aktuelles Thema verarbeitet hat.

Mack zuckte die Achseln. "Ich meine nur, wenn die Gewalt gegen Frauen aufhören soll, sind wir es, die damit Schluss machen müssen. Wir müssen unsere Geschlechtsgenossen anprangern." (Seite 196)

Das Cover des zweiten Bandes finde ich durch die zarten Farben und den leichten Schimmereffekt wieder wunderschön und die beiden Bände sehen einfach richtig schön nebeneinander aus.

Alles in allem habe ich auch den zweiten Teil von The Secret Book Club nach anfänglichen Schwierigkeiten richtig gerne gelesen. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Band für mich etwas schwächer war als Band 1, weswegen ich 3,5/5 Sterne vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere