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Veröffentlicht am 24.10.2022

Überzeugt mich nicht, sehr langatmig

Dark Rise
0

Ich habe lange auf das Buch hingefiebert und als es dann erschien habe ich doch gezögert. Als ob eine innere Macht mich abhalten wollte.
Und wie wir in dem Buch lernen sind innere Mächte manchmal stärker ...

Ich habe lange auf das Buch hingefiebert und als es dann erschien habe ich doch gezögert. Als ob eine innere Macht mich abhalten wollte.
Und wie wir in dem Buch lernen sind innere Mächte manchmal stärker als man ahnt.
Denn Dark Rise hat mich leider komplett enttäuscht. Es hätte so gut sein können, dieses Konstrukt aus alter Magie und Wiederauferstehung. Leider habe ich hier ein Buch gelesen, das mir das Gefühl gab einfach ein neuer Fantasie-Epos werden zu wollen.
Fast alle Szenen, die hätten spannend werden können waren leider nicht beschrieben. Mehr erlebte man von kleinen Ausflügen und bedeutungsvollen Unterhaltungen.

Im Zentrum der Geschichte steht Will als vermeintlicher Held, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. An seiner Seite Violet, ein junges Mädchen, das in kürzester Zeit zur wahren Kämpferin wird.
Ich habe bei keinem der Protagonisten eine wirkliche Verbindung gefunden, habe teilweise ihre Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen können. Im Gegenteil, manches blieb verschleiert oder es gab zu einfache Begründungen, die mir so nicht gefallen haben. Und natürlich haben unsere Helden, zwar klar in Unterzahl, immer wieder Glück.
Was mich ebenfalls enttäuscht hat war James Auftreten. Das habe ich nach dem Klappentext deutlich anders erwartet. Hier ist er eine Nebenfigur, die immer dann da ist, wenn sie benötigt wird.

Mein Gesamteindruck ist daher ernüchternd. Lediglich das Ende, welches doch noch für einen Überraschungseffekt gesorgt hat und die gesamte Idee für das Buch haben mir gefallen. Ich kann mir vorstellen (und hoffe auch) das der zweite Band wesentlich aufregender wird.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Sehr enttäuschend, abgehetzt, anstrengend

Celestial City - Akademie der Engel
8

Im zweiten Jahr der Akademie der Engel wird der Umgang härter und die Aufgaben schwerer.
Brielle also Hauptprotagonisten erlebt in diesem Buch wirklich sehr viel! Wir als Leser kommen da teilweise gar ...

Im zweiten Jahr der Akademie der Engel wird der Umgang härter und die Aufgaben schwerer.
Brielle also Hauptprotagonisten erlebt in diesem Buch wirklich sehr viel! Wir als Leser kommen da teilweise gar nicht mehr mit. Ohne zu viel zu verraten: sie muss kämpfen, sie will ihrer Familie helfen und auch Luzifer ist nicht vergessen.

Es passiert so unfassbar viel in diesem recht dünnen Buch, dass man teilweise gar nicht mehr erkennt, welche Szenen nun wichtig für den weiteren Verlauf sein könnten. Denn zwischen den vermeintlich wichtigen Abschnitten vermischen sich auch immer wieder Szenen, welche die Geschichte wahrscheinlich nicht gebraucht hätte. Im Gegenteil, diese Seiten hätten sehr gut für eine zuvor ausführlichere Beschreibung genutzt werden können.
Die Figuren erleben keine Entwicklung, im Gegenteil. Lincoln, welcher mir im ersten Band sehr gut durch seine ernste und sarkastische Art gefallen hat, mutiert hier zum Schoßhund. Und auch alle anderen Nebenrollen bleiben blass und erscheinen teilweise karikiert. Und Brielle? Bei ihr konnte ich irgendwann nur noch mit den Augen rollen. Dieses junge Mädchen hält sich an keinerlei Regeln, erhält dafür aber auch nicht einmal einen kleinen Dämpfer, sondern wird noch unterstützt.
Allein der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn trotz rasanter Geschwindigkeit und großen Zeitsprüngen konnte ich der Geschichte folgen und empfand sie nicht als langweilig.

Grundsätzlich bin ich aber von dem Buch enttäuscht, was vor allem an der Entwicklung von Brielle, aber auch den großen Sprüngen liegt. Natürlich möchte ich jetzt schon wissen wie die ganze Geschichte endet, kann mir aber nicht vorstellen, dass es zwei weitere Bände benötigen würde um einen Abschluss zu finden.

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Spannende Themen, zu oberflächlich behandelt

Just Like You
0

"Just like you" ist ein Buch welches Themen verspricht, die aktueller und spannender nicht sein könnten. Lucy, Anfang 40, weiß, Lehrerin und kulturell lernt den jungen Joseph kennen. Er ist zwanzig Jahre ...

"Just like you" ist ein Buch welches Themen verspricht, die aktueller und spannender nicht sein könnten. Lucy, Anfang 40, weiß, Lehrerin und kulturell lernt den jungen Joseph kennen. Er ist zwanzig Jahre jünger, farbig, interessiert sich für Musik und ist im Leben noch recht unorientiert. Sie beginnen eine Art Beziehung und treffen immer wieder auf Diskussionen zu Rassismus, Liebe, Interessen, Altersunterschiede und den Brexit.

Schon früher war ich ein großer Hornby-Fan, habe aber viele Jahre keine Bücher mehr von ihm gelesen. So musste ich mich wieder an den Schreibstil gewöhnen. Ich weiß nicht ob es an meiner langen Abstinenz lag oder es auch anderen so geht, aber mir viel es schwer. Die Dialoge waren teilweise sehr hölzern, nicht nachvollziehbar, teilweise sogar nicht mal gut erkennbar, wer überhaupt spricht. Die behandelten Themen, alle so spannend und aktuell wurden oft nur kurz angerissen und schnell wieder fallen gelassen. Weniger Themen, dafür mehr Tiefe wäre hier wirklich hilfreich gewesen.

Lucy und Joseph als Hauptprotagonisten haben mir auch nicht wirklich gefallen. Beide wirken sehr emotionslos, teilweise uninteressiert. Zwischenzeitlich habe ich mich immer wieder gefragt wieso diese Beziehung überhaupt besteht. Ihre wirren Dialoge und Gedanken haben den Eindruck nur verstärkt.

Kleine Highlights kamen durch die Nebenrollen der Familien der beiden immer wieder auf. Manche Diskussionen waren spannend, es entstanden neue Eindrücke. Und wenn auch kurz gehalten, war die Thematik Brexit wirklich spannend.

Mein erster Hornby nach vielen Jahren hat mich leider enttäuscht, es mag an mir liegen, aber leider konnten die oberflächliche Abhandlung der Themen und die hölzernen Dialoge keine wirkliche Freude für das Buch in mir wecken.

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Veröffentlicht am 26.04.2019

Potential verschenkt

I can see U
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Ben ist neu in der Klasse. Er ist freundlich, hilfsbereit und versteht jeden. Die 10a ist wie jede typische Schulklasse, verschiedene Typen, unter anderem auch Marie, welche uns die Geschichte erzählt. ...

Ben ist neu in der Klasse. Er ist freundlich, hilfsbereit und versteht jeden. Die 10a ist wie jede typische Schulklasse, verschiedene Typen, unter anderem auch Marie, welche uns die Geschichte erzählt. Im kurzer Zeit ändert sich einiges in der Schule, es gibt mehr neue Techniken und auch die 10a erlebt immer mehr was in der digitalen Welt passieren kann.

Die Idee moderne Technik in der Schule einzubinden ist in der heutigen Zeit ein aktuelles Thema. Der Umgang mit sozialen Medien, smarten Geräten und moderner Technik ist für viele Jugendliche nicht mehr wegzudenken. Doch wie weit kann solche Technik gehen? Wozu werden wir irgendwann oder vielleicht schon jetzt fähig sein? Dieses Szenario bildet "I can see u" ab.

Ich finde die Idee hinter dem Buch sehr spannend und es erinnert mich an eine meiner liebsten Autorinen. Leider ist es hier nicht gelungen eine Spannung aufzubauen. Für mich war relativ schnell das Rätsel gelöst. Es blieb eine naive Hauptperson, welche in albernen Schwärmerei versinkt und quasi keine anderen Gedanken mehr fassen kann. Die weiteren Charaktere könnten spannend sein, werden aber viel zu wenig beleuchtet.
Und dann dieses Ende! Viel zu übertrieben und viel zu schnell.

Fazit: interessante Thematik, leider nur schwach umgesetzt.

Veröffentlicht am 19.08.2020

Nette Idee, schlecht umgesetzt

Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters
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Kurzmeinung:

Eine kurze Geschichte über einen ehemaligen Bankberater der Mailkontakt zu Bruce Willis aufbauen will aber nie eine Antwort erhält.

Der Bankberater baut sich so eine Geschichte mit Bruce ...

Kurzmeinung:

Eine kurze Geschichte über einen ehemaligen Bankberater der Mailkontakt zu Bruce Willis aufbauen will aber nie eine Antwort erhält.

Der Bankberater baut sich so eine Geschichte mit Bruce auf, die aber extrem übertrieben und für mich zu gewollt wirkt.

Die Sequenzen wechseln zwischen Mailverkehr der mal nett, übertrieben, wütend oder flehend verläuft und dem Szenen eines kleinen fiktiven Abenteuers.

Das Buch ist glücklicherweise relativ dünn, denn für mich reichten die paar Seiten. Die Geschichte war meiner Meinung nach schon lustig in der Idee, aber die Umsetzung zu zäh und langweilig. Mir war einfach alles zu gezwungen originell, versucht witzig und auch nicht spannend. Daher für mich nicht empfehlenswert.

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