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Veröffentlicht am 12.02.2022

Klare Steigerung zu Teil 1

Amissa. Die Vermissten
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Mein persönliches Fazit:

Zunächst war ich skeptisch, ob ich den zweiten der Teil der Amissa Trilogie überhaupt lesen möchte. Obwohl mir die Story im ersten Teil an sich gut gefallen hat, hatte ich doch ...

Mein persönliches Fazit:

Zunächst war ich skeptisch, ob ich den zweiten der Teil der Amissa Trilogie überhaupt lesen möchte. Obwohl mir die Story im ersten Teil an sich gut gefallen hat, hatte ich doch so meine Probleme mit den Hauptprotagonisten Rica und Jan Kantzius.
Jedoch ist Grömitz, ein Ort an der Ostsee und mein persönlicher Nachbarort, ein wichtiger Schauplatz der Geschehnisse in diesem Buch, und so konnte ich gar nicht anders 😊

Eigentlich steht die Hilfsorganisation „Amissa“ dafür, vermisste Menschen aufzuspüren und sie – bestenfalls - gesund wieder nach Hause zu bringen. Doch Rica, die selbst für die Organisation arbeitet, vermutet, dass auch „Amissa“ an dunklen Machenschaften beteiligt ist.
Gemeinsam mit Jan stößt sie auf „Missing Order“ Was verbirgt sich genau dahinter? Kann man sich für Geld alles bestellen, auch Menschen und in welcher Verbindung steht „Missing Order“ zu Amissa?
Eine Frau meldet sich bei Jan und Rica, um ihnen Unterlagen zu übergeben, die genau diese Fragen beantworten sollen. Doch kurz vor der Übergabe wird sie direkt vor Jans Augen ermordet und er entkommt nur knapp. Kurze Zeit später verschwindet Rica und eine unfassbare und brutale Geschichte nimmt seinen Lauf……

Wie auch im ersten Band war die Story spannend, fesselnd und temporeich geschrieben. Dinge geschehen, die sich der Leser kaum vorstellen mag und trotzdem erscheint einem das ein oder andere Vorkommen (Prostitution oder Menschenhandel) in der heutigen Zeit nicht ganz so abwegig.

Wie bereits im ersten Teil wandelt die Geschichte auf einem schmalen Grad zwischen Fiktion und möglichen Tatsachen.
Jan Kantzius vermittelt den Eindruck, ständig auf einem persönlichen Rachefeldzug unterwegs zu sein. Selbstjustiz und nur schwer kontrollierbare Emotionen sind seine ständigen Begleiter. Er kennt kaum Grenzen im Rahmen seiner Ermittlungsarbeiten und das scheinbar ohne jegliche Konsequenz für ihn.
Trotzdem bin ich den Protagonisten, besonders Rica, diesmal nähergekommen. Frank Kodiak lässt mich als Leserin auf sehr feinfühlige Art und Weise an den Emotionen der Protagonisten teilhaben. Die Charaktertiefe gefällt mir hier richtig gut und nimmt mich als Leserin mit auf die Reise.

Die bildliche Beschreibung der Örtlichkeiten in Grömitz sind so perfekt und detailliert gelungen, dass ich vermute, dass der Autor ein heimlicher Liebhaber dieses Ortes ist und wohl doch schon öfters dort Zeit verbracht hat 😊

Mit hat dieses Buch deutlich besser gefallen als der erste Teil! Trotzdem sollte die Trilogie im Ganzen gelesen werden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung,

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Veröffentlicht am 22.01.2022

Ich freue mich auf die Fortsetzung

Ein neuer Himmel
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Klappentext: im Bildanhang

Mein Fazit:

Oh, mein Gott. Was für ein Cover. Ich war sofort schockverliebt und dann noch ein historischer Roman der in meiner bevorzugten Zeit, vor und während des zweiten ...

Klappentext: im Bildanhang

Mein Fazit:

Oh, mein Gott. Was für ein Cover. Ich war sofort schockverliebt und dann noch ein historischer Roman der in meiner bevorzugten Zeit, vor und während des zweiten Weltkrieges spielt.
Hannah, eine junge, gebildete Frau mit jüdischem Glauben, verliebt sich ausgerechnet in Peter Hagen.
Peter Hagen und seine Familie repräsentieren alles das, was „eine gute deutsche Familie“ in dieser Zeit ausmacht. Parteizugehörigkeit, arisches Gedankengut und ein möglichst erfolgreicher Werdegang in der Partei.
Nach einer längeren Romanze trennen sich kurz nach der Reichspogromnacht ihre Wege. Peter macht steile Karriere im Reichsministerium. Hannah flieht mit ihrer Tochter Melina zu fremden Menschen auf den Sandnerhof und versucht dort, die Zeit des Krieges unerkannt zu überstehen.

„Ein neuer Himmel“ war mein erstes Buch, das ich von der Autorin Margit Steinborn gelesen habe.
Die Hauptprotagonistin Hannah, was für eine starke, bezaubernde junge Frau, die sich so liebevoll um ihre kleine Tochter kümmert und alles dafür opfert, um den Krieg irgendwie zu überleben.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Obwohl das Buch auf verschiedenen Zeitebenen spielt und im Erzählerstil geschrieben ist, fügt sich alles ganz wunderbar zusammen. Fließend, bildlich und teilweise fesselnd erzählt die Autorin die Geschichte der Jüdin Hannah und ihrer Tochter.
Als Leserin habe ich mit der kleinen Melina mitgelitten und hätte gerne schützend meine Hand über sie gehalten.
Die ausführlich geschilderten geschichtlichen Fakten in dem Buch waren spielerisch mit eingearbeitet. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, mich durch historische Daten oder Ereignisse durchquälen zu müssen. Im Gegenteil. Sie gehörten zur Story dazu und flossen ganz einfach so mit rein.
Das erste Drittel des Buches konnte mich vollends verzaubern und ich hätte mir das so sehr gewünscht, dass das bis zum Ende so bleiben würde.

Leider flachte es in der Mitte bis kurz vor Ende der Story dann doch um einiges ab. Das mag mit der Figur des Protagonisten Peter Hagen zusammenhängen. Seine Figur nahm in diesen Abschnitten viel Raum ein und er wirkte oftmals naiv und unterkühlt, so dass die anfänglich „fühlbare Wärme“ doch deutlich abkühlte. Die Ereignisse wurden in diesem Abschnitt doch sehr zügig aneinandergereiht, es fehlte mir hier ein wenig an Tiefgang. Auch Hannah kam nicht mehr so authentisch rüber. Das mag aber auch den Umständen zu diesem Zeitpunkt der Storie geschuldet sein.
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Auch, wenn der Zauber des ersten Drittels sich nicht durchgängig halten konnte, war es dennoch eine sehr schön geschriebene Geschichte.
Das Buch lebt von der Geschichte, der Wärme und der Kraft der kleinen Melina und der Menschen, die Melina in diesen schweren Zeiten begleiten und beschützen. So unglaublich liebevolle Nebencharaktere, die dieses Buch absolut bereichern und sich mit ihrem Tun und Handeln in dieser Zeit absolut selbstlos verhalten.
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In Kürze erscheint der zweite Band und ich hoffe doch sehr, dass zeilen.taenzerin sich wieder bereit erklärt, auch die Fortsetzung mit mir zu lesen.


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Veröffentlicht am 12.01.2022

Ein Buch, das mich zwiespaltet

Mörderfinder - Die Spur der Mädchen
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Nicht mehr lange und „Mörderfinder – die Macht des Täters“ von Arno Strobel erscheint im Buchhandel. Vor einiger Zeit habe ich bereits „Mörderfinder – Die Spur der Mädchen gelesen“…

Klappentext: im Bildanhang

Mein ...

Nicht mehr lange und „Mörderfinder – die Macht des Täters“ von Arno Strobel erscheint im Buchhandel. Vor einiger Zeit habe ich bereits „Mörderfinder – Die Spur der Mädchen gelesen“…

Klappentext: im Bildanhang

Mein persönliches Fazit:
Selten ist es mir so schwer gefallen, die passenden Worte für ein Buch zu finden und meine Gedanken hierzu festzuhalten. Verständlich und nachvollziehbar zu formulieren. Ich versuche es trotzdem 😊

Wow, was für ein Buch. Für mich bisher das beste Buch, das ich von Arno Strobel gelesen habe. Schon die Reihe um Max Bischoff, als er noch leitender Kommissar war, konnte mich für sich gewinnen. Für mich persönlich hebt sich die Reihe deutlich von den geschriebenen Einzelbänden des Autors ab.
Arno Strobel und seine Figur Max Bischoff. Gefühlt verschmelzen sie miteinander. Ein großartiger Protagonist der sich mit jedem Buch weiter entwickelt, sein Inneres nach Außen kehrt und einfach Mensch ist. Ein Mensch mit Werten für die er auch einsteht, wenn er deswegen mal unkonventionelle Wege gehen muss. Eine großartige Charakterzeichnung. Die Bücher um Max Bischoff sind liebevoll ausgearbeitet, gründlich und logisch aufgebaut. Ein großartiger Schreibstil, der mich jedes Mal fesselt und mich so sehr an dem Geschehen teilhaben lässt, dass ich gefühlt immer mit Max Bischoff unterwegs bin.
Auch in diesem Fall ist das so. Mädchen sind verschwunden und Max Bischoff versucht alles, um diesen Fall aufzuklären. Der Weg dorthin ist lang, er gibt viele Irrwege und Verzweigungen und der Autor beschreibt die Geschehnisse einfach so bildlich und detailliert, dass ich die Szenen vor Augen hatte….

….und genau da liegt mein Problem. In weiß, dass die Bücher von Arno Strobel gerne immer etwas „derber“ sind. Manchmal sterben auch Kinder, es sind Thriller. Ob ich das gut finde oder nicht, das sei dahingestellt. Allerdings geht es in diesem Buch um Themen wie Pädophilie, Missbrauch und Probleme innerhalb der Familie. Ich bin der Meinung, dass diesem Buch eine Triggerwarnung fehlt.
Es ist in meinen Augen deutlich und hart geschrieben. Großartig zugleich und doch hätte ich dieses Buch - mit entsprechender Triggerwarnung – ohne es böse zu meinen – nicht gelesen. Es hat mich definitiv an meine Grenzen gebracht.

Versteht ihr mein Desaster: Ein großartig geschriebenes Buch, für mich sein bestes bisher. Vielleicht, weil es im Kern gar nicht so weit weg von der Realität war. Aber ich würde mir wünschen, dass diese Themen auf anderer Ebene mehr Aufmerksamkeit bekommen.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Was ein Spass!

Giftrausch
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Inhalt:
Stardirigent Sir Evelyn Rutland ist ein bösartiger Exzentriker, dessen Knabenchor-Kolleg zu den besten Musikinternaten der Welt gehört. Doch als ein Junge mit dem Tod ringt, gibt es Gerüchte: Werden ...

Inhalt:
Stardirigent Sir Evelyn Rutland ist ein bösartiger Exzentriker, dessen Knabenchor-Kolleg zu den besten Musikinternaten der Welt gehört. Doch als ein Junge mit dem Tod ringt, gibt es Gerüchte: Werden die Schüler in Schloss Hirschenhaid mit schwarzer Pädagogik gedrillt? Gegen ein fürstliches Honorar soll Rechtsanwalt Paul Colossa den Skandal vertuschen – und verliebt sich ausgerechnet in Rutlands Frau. Verwirrt von seinen Gefühlen und verfolgt von Hasskommentaren im Internet, erkennt Paul zu spät, dass auch er geopfert werden soll.

Meine Meinung:`*
„Giftrausch“ ist nach „Jagdtrieb“ der zweite Kriminalroman von Hendrik Esch und seinem Hauptprotagonisten Paul Colossa.
Paul Colossa ist kein typischer Anwalt und wer einen Kriminalroman mit ernsthaften Figuren und realitätsnaher Arbeit eines Anwaltes lesen möchte, der kann hier jetzt abbrechen. 😊

Paul Colossa ist unstrukturiert, chaotisch, peinlich und schwimmt nicht nur durch jedes Fettnäpfchen, nein, er ertrinkt quasi darin. Skurril, schräg, grostek!
Ich mag diesen Sarkasmus, den schwarzen Humor und die peinlichen Szenen, die mich zum Lachen bringen.

Zitat: „Rechtsanwalt Paul Colossa warf seinen Oberkörper über das Pult und kotzte mit einem brüllenden Würgen einen gelbbraunen Schwall voll unverdauter Hühnchenbrocken in weitem Bogen in die erste Reihe des Publikums…“.

Als ich das Zitat las, saß ich gerade ganz entspannt - Cappuccino in der Hand - auf einer Liege an einem Hotelpool auf Mallorca. Neben mir lag meine Tochter und zu ihrem Leidwesen, viele andere Menschen auch. Sorry, aber ich musste so laut lachen. Warum? Weil die Geschichte, die mich bis fast and das Ende des Buches und zu diesem Zitat führte, weit ab der Realität ist und trotzdem oder gerade deswegen einfach nur Spaß macht. Es gibt so viele schräge Momente in diesem Buch, die der Autor derart bildlich und ausgiebig beschreibt, dass das Kopfkino kein Ende nimmt. 😊

Dazu kommen die unterschiedlichsten Nebencharakteren, die die Anwaltskanzlei durch ihre Mitarbeit und Anwesenheit bereichern.

Auch wenn ich beim Lesen des Buches viel Spass hatte, muss ich fairerweise kritisieren, dass der Klappentext ein durchaus ernsteres Buch vermuten lässt. Paul Colossa und seiner „Mitstreiter“ sind allerdings so raumgreifend, dass „der Fall“ eher in den Hintergrund gerät. Mit 614 Seiten ist der Kriminalroman auch sehr umfangreich, manchmal ein wenig weitschweifend. Der ein oder andere Nebenschauplatz war mir zu ausführlich geschildert und das Buch wäre sicherlich mit einigen Seiten weniger gut bedient gewesen.

Für mich definitiv das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt und daher gibt es von mir eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2021

Für Liebhaber dieses Genres sicherlich sehr schön

Wie die Luft zum Atmen
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Klappentext:
Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen „Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz“, hatten sie gesagt. „Er ist nichts ...

Klappentext:
Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen „Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz“, hatten sie gesagt. „Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.“
Doch was sie alle ignorierte, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte.

Mein persönliches Fazit:

Zutaten:
Man nehme einen Mann, eine Frau, eine gemeinsame Vergangenheit, viele Zufälle und ein rosarotes, perfektes Ende und vermischt diese mit ein paar weiteren Charakteren, ein wenig Drama und ganz viel Herzschmerz.
Diese Zutaten verwendet Brittany C. Cherry, denn es ist ihr persönliches Erfolgsrezept. Abgeändert werden lediglich die Story und die Charaktere. Das Grundrezept bleibt bestehen und so kredenzt sie dem Leser genau das, was er mag und wiederhaben möchte.

Auch bei „Wie die Luft zum Atmen“ passt wieder alles zusammen. Nach ein Drittel des Buches war es eigentlich schon klar, wie die „Zufälle“ zusammenhängen und der mögliche Verlauf der Story mehr als vorhersehbar. In einem durchaus schönen Schreibstil brachte die Autorin mir näher, wie wichtig es ist, sich gegenseitig die „Luft zum Atmen“ zu geben. Glück für die Protagonisten, die an diesem Tag keinen Knoblauch gegessen haben 😊

Sven und Miha hat dieses Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Ich bin vermutlich einfach zu unromantisch oder zu sehr Realist, so dass ich diesen überzogenen Liebesgeschichten nicht viel abgewinnen kann. Trotzdem werde ich diesen Roman in absolut guter Erinnerung behalten. Die Autorin beweist , dass sie über eine gehörige Portion Humor verfügt.

Denn es gibt Faye. Faye, die beste Freundin von Liz. Ein Fels in der Brandung. Ihr Humor ist auch mein Humor. Die Art, wie sie die Dinge beim Namen nennt oder ihnen einfach einen gibt, hat durchgängig für ein breites Grinsen in meinem Gesicht gesorgt. Ich mochte sie so sehr. Genau die Art Mensch, mit der ich im Alltag absolut perfekt klar kommen würde. Ein loses Mundwerk und das Herz am rechten Fleck.

Für diese Charakter danke ich der Autorin. Ich habe viel über den Wind dazugelernt und bin dankbar dafür, dass es bei mir an der Ostsee eigentlich nie Flaute herrscht

Wer das Genre mag, dem empfehle ich das Buch gerne.

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