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Veröffentlicht am 01.04.2021

Absolutes Feel-Good-Highlight!

Feuer fängt mit Funken an
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Mein bisheriges Feel-Good-Highlight, von dem ich nicht glaube, dass es noch getoppt werden kann. "Feuer fängt mit Funken an" ist der Debütroman von Isobelle Heart und einfach nur wunderschön. Jeder, der ...

Mein bisheriges Feel-Good-Highlight, von dem ich nicht glaube, dass es noch getoppt werden kann. "Feuer fängt mit Funken an" ist der Debütroman von Isobelle Heart und einfach nur wunderschön. Jeder, der dem tristen und aktuell eher deprimierenden Alltag für etwa 300 Seiten entfliehen möchte, sollte zu diesem Buch greifen: denn es macht gute Laune.

Worum geht’s?
Jamie ist ihre Dating-Misere nur noch leid. Ständig heißt es für die quirlige Vollzeit-Chaotin Endstation Friendzone. Doch das muss sich dringend ändern, als sie den traumhaften Feuerwehrmann Victor kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Ungünstig ist dabei nur, dass er bislang nur Platz für eine Frau in seinem Leben hatte: seine kleine Tochter Ella. Doch schon von Berufs wegen kennt sich Victor bestens mit aller Art von Bränden aus und das, was da zwischen Jamie und ihm schwelt, hat großes Potenzial sein Herz in kürzester Zeit in Flammen zu setzen.

Protagonistin Jamie ist wirklich quirlig und ja auch wirklich chaotisch. Aber ihre Tollpatschigkeit und vor allem ihr Humor sind einfach so liebenswürdig, dass man sie sofort ins Herz schließen muss! Besonders ungeschickt ist sie übrigens, wenn sie nervös ist und es dann um den Umgang mit Worten geht, weshalb es unglaublich viele wirklich sehr lustige Dialoge zwischen ihr und Vic gibt. Womit wir gleich bei Protagonist zwei ist, den man ebenso ins lieb gewinnt: Vic. Er ist der ruhige Gegenpol und würde für seine Tochter alles opfern. Überhaupt ist die Beziehung zwischen ihm und Töchterchen Ella einfach total schön und ehrlich gesagt überhaupt der Grund, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte! Ich wurde nicht enttäuscht - im Gegenteil!

Aber nicht nur die Protagonisten hat die Autorin gut gestaltet: sie schafft es, dass man auch jeden noch so kleinen Nebencharakter mit allen Stärken und Schwächen lieben lernt.

Zur Story selbst kann ich vor allem noch eines sagen: Wer schlecht inszenierte Dramen mag ist hier an der falschen Adresse. Isobelle Heart dosiert das Drama in kleine Portionen und schafft es so, dass die Geschichte mitten aus dem Leben kommen könnte und das finde ich persönlich sehr viel schöner als unnötig aufgebauschte, künstlich herbeigeführte Apokalypsen. Alles scheint realistisch und nachvollziehbar. Das macht die Geschichte für mich durch und durch herzerwärmend - wie schon gesagt: einfach Feel-Good pur!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2021

Der beste Teil der Reihe!

Love is Wild – Uns gehört die Welt
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Für mich - wie der Titel dieser Rezension schon sagt - der beste Teil der Reihe. Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich gesehen hab, dass Band 3 sich um Curtis und Amory dreht, war ich erst skeptisch. Beide ...

Für mich - wie der Titel dieser Rezension schon sagt - der beste Teil der Reihe. Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich gesehen hab, dass Band 3 sich um Curtis und Amory dreht, war ich erst skeptisch. Beide fand ich in den anderen Büchern nicht so sympathisch, dass ich gedacht hätte, ein ganzer Roman über sie, könnte mich mitreißen. Falsch gedacht! Sehr falsch!

Worum geht’s?
Seit seine Eltern bei einem Hurricane gestorben sind, ist Curtis wütend. Immer. Er betäubt diese Wut mit Alkohol oder versucht, sie mit körperlichen Schmerzen aus Prügeleien zu übertönen. Er genießt die zwanglose, offene Affäre, die er mit seiner Mitbewohnerin Amory hat. Bis die die Sache beendet, weil sie Platz für Liebe haben möchte. Amory mag Curtis mehr, als sie ihm gegenüber zugibt, denn sie ist sich sicher: sie kann ihn nicht heilen und so wie er ist, würde er sie beide in ein Loch reißen.

Curtis Gefühle sind nicht nur nachvollziehbar, sondern in jeder Sekunde die man aus seiner Sicht liest, so intensiv, dass man sie kaum aushält. Kathinka Engel beschreibt seine inneren Dämonen so gut, dass man Curtis am Liebsten in den Arm nehmen möchte. Man will ihn schütteln und ihm sagen: "Hör auf, es wird alles gut." Geht aber natürlich nicht. Also erlebt man leidend mit, wie er Amory aus der Ferne liebt - immer wieder Scheiße baut und sich selbst immer weiter zerstört.

Aber auch, wenn man mit Curtis Mitleid hat: Amorys Gedanken und Gefühle sind genauso nachvollziehbar. Bei Amory hat mir besonders gefallen, dass sie so eine starke, selbstbewusste Frau ist. Und, wie schnell man sich selbst verstellt, obwohl man das gar nicht möchte. Amory ist nämlich überzeugte Feministin, doch zwischenzeitlich gerät ihre Einstellung zum Leben und zu Beziehungen dann doch immer wieder mal ins Wanken. Ich habe es geliebt, wie sie letztendlich mit all den widersprüchlichen Gefühlen umgegangen ist. Eine sehr wichtige Botschaft finde ich.

"Love is wild" war für mich einfach nur genial. Ich habe so sehr mitgefühlt… einfach Wahnsinn. Das ist auf jeden Fall nicht das letzte Buch, dass ich von Kathinka Engel lesen werde. Ich will mehr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

It will always be Nikola Hotel!

It was always you
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Kennt ihr das, wenn ihr nach einem Buch nicht direkt ein neues anfangen könnt, weil es sich falsch anfühlt? Nach „It was always you“ von Nikola Hotel weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich jemals wieder ...

Kennt ihr das, wenn ihr nach einem Buch nicht direkt ein neues anfangen könnt, weil es sich falsch anfühlt? Nach „It was always you“ von Nikola Hotel weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich jemals wieder was anderes lesen soll.


Denn ich LIEBE es. Ich liebe Asher und Ivy – die Dynamik zwischen ihnen, ihre Geschichte, einfach alles an den Beiden. Aber auch jede der Nebenpersonen konnte ich sofort ins Herz schließen. Der Schreibstil ist flüssig und man kann einfach unglaublich gut in Ivys Gedanken und Gefühle abtauchen. Ich habe wirklich alles andere um mich herum vergessen und bis auf eine Unterbrechung, weil der Hund rausmusste, in einem Rutsch durchgelesen. Und für wen eine unglaublich schöne Liebesgeschichte, mit tollem Schreibstil und tollen Charakteren noch nicht ausreicht: In dem Buch gibt es zusätzlich wunderschöne Handletterings von mal schönen, mal witzigen Sprüchen. Wirklich wunderschön gelettert von Carolin Magunia. Die Letterings und das schöne Cover sind der Hauptgrund, wieso ich so sehr bereue, mir das Buch nur als EBook gekauft zu haben. Sobald ich mal wieder was zur Seite gespart hab, werde ich mir auf jeden Fall noch die Print-Version holen, weil ich auf diesen Schatz im Bücherregal einfach nicht verzichten kann.
Ich glaube ich habe ein neues Lieblingsbuch und sag es jetzt einfach mal ganz einfach mit einem Halb-Satz: UNBEDINGT LESEN!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

Wie die Luft zum Atmen

Wie die Luft zum Atmen
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Darum geht’s: Elizabeth hat bei einem Autounfall ihren Mann verloren und sich mit ihrer Tochter für einige Monate bei ihrer Mutter verkrochen. Als sie in die Heimat zurückkehrt trifft sie auf ihren neuen ...

Darum geht’s: Elizabeth hat bei einem Autounfall ihren Mann verloren und sich mit ihrer Tochter für einige Monate bei ihrer Mutter verkrochen. Als sie in die Heimat zurückkehrt trifft sie auf ihren neuen Nachbarn Tristan – der seine Frau und seinen Sohn verloren hat. Sie spenden einander Trost und kommen sich dabei ungewollt viel näher, als eigentlich beabsichtigt. Was einigen Leuten im Ort ein Dorn im Auge ist.

Langsam habe ich das Gefühl, Trauerbewältigung spielt in allen Büchern von B.C.C. eine große Rolle und irgendwo sind sich ihre Bücher deshalb auch alle ein bisschen ähnlich. Und deshalb konnte mich „The air he breathes“ mit dem ersten ‚Plottwist‘ auch überhaupt nicht überraschen. Der zweite jedoch, hat mich irgendwie aus dem Nichts getroffen. Genauso wie der dritte. Und genau deshalb fand ich das Buch einfach super!

Mir hat der Wandel der beiden Charaktere sehr gut gefallen. Mal ist der eine dem anderen ein bisschen voraus, dann ist es andersherum. Lizzies Tochter und Tristans Hund geben der Geschichte außerdem einige Stellen zum Schmunzeln, was ich in all der Trauer wahnsinnig schön fand. Sowohl Lizzie als auch Tristan fand ich sehr sympathisch, auch wenn ich von beiden nicht immer jeden Gedanken und jede Handlung nachvollziehbar fand – das macht es aber, wenn ich genau drüber nachdenke, vielleicht sogar realistischer.

Ich habe auch dieses Buch auf Englisch gelesen, daher kann ich nicht sagen, wie der Schreibstil in der Übersetzung ist – im Englischen fand ich ihn aber super. Ich konnte sogar so sehr in die Geschichte abtauchen, dass ich mich irgendwann mal kurz über das Schimpfwort „Dick“ gewundert habe, weil das im Deutschen ja eigentlich nicht so geläufig ist (und dann ist mir erst aufgefallen, dass ich ja englisch lese). Ich habe aber im Nachhinein erfahren, dass einige der doch recht wichtigen Wortwitze in der Deutschen Fassung leider verloren gehen.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 29.01.2021

Heftig - im positiven, und im schockierenden Sinne!

Verity
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Woah – Verity hat mich mitgerissen. Also wer mal richtig schockiert sein möchte: einfach nur dieses Buch aufschlagen und anfangen zu lesen. Empfehlen kann ich das Buch aber nur denen, die mit Gewaltszenen ...

Woah – Verity hat mich mitgerissen. Also wer mal richtig schockiert sein möchte: einfach nur dieses Buch aufschlagen und anfangen zu lesen. Empfehlen kann ich das Buch aber nur denen, die mit Gewaltszenen klarkommen. Die Triggerwarnung (die es zumindest in der englischen Version gibt, ich weiß nicht, wie das bei der Übersetzung aussieht) ist auf jeden Fall ernst zu nehmen.

Darum geht’s: Lowen ist Schriftstellerin und steht kurz vorm finanziellen Ruin. Da kommt es gerade richtig, dass der gutaussehende Jeremy Crawford ihr einen Haufen Geld anbietet, wenn sie die Romanreihe seiner Frau Verity zu Ende schreibt. Verity hatte einen Autounfall und ist deshalb nicht mehr in der Lage die Bücher selbst zu schreiben. Lowen zieht bei dem Ehepaar ein und beginnt die Notizen für die Romane durchzugehen, als sie auf eine Autobiographie der Bestsellerautorin stößt. Eine schockierend ehrliche, die Jeremys Leben für immer auf den Kopf stellen würde, wenn er erfährt, was drinsteht.

Es ist locker geschrieben, so dass man gar nicht merkt, wie viel Zeit vergeht, während man liest – man kann gar nicht aufhören. Unheimlich spannend und fesselnd. Das auf jeden Fall.

Aber: Die Protagonistin war mir sehr unsympathisch und oft waren ihre Handlungen für mich nicht ganz nachvollziehbar. Je länger sie im Haus der Crawfords ist, desto unangenehmer wird Lowen.
Jeremy dagegen fand ich von Anfang an super sympathisch und das bleibt auch eigentlich bis zum Ende so.

Besonders gut gefallen hat mir der Einstieg und das Kennenlernen der Beiden Protagonisten. Aber auch die Vater-Sohn Beziehung zwischen Jeremy und Crew fand ich sehr schön beschrieben und hat mich (wie auch Lowen im Roman) immer wieder zum Lächeln gebracht.
Trotzdem liest sich das Buch zwischenzeitlich wirklich wie ein Horrorfilm – ich zumindest hatte teilweise wirklich Gänsehaut und hatte alles immer sehr bildlich vor mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere