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Veröffentlicht am 30.11.2020

Ein Finale ,das mich schmerzlich berührt, aber dennoch vollkommen glücklich gemacht hat.

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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Endlich das Finale der “Strange the Dreamer” Reihe, der ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen gesehen habe.
Eine magische Reise und ein unvergessliches Abenteuer findet seinen Abschluss ...

Endlich das Finale der “Strange the Dreamer” Reihe, der ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen gesehen habe.
Eine magische Reise und ein unvergessliches Abenteuer findet seinen Abschluss .
Zum letzten Mal Lazlo und Sarai.
Zum letzten Mal die geheimnisvolle Stadt Weep, die den Schlüssel zu einfach allem darstellt.

Durch den leichten, fesselnden und unglaublich einnehmenden Schreibstil der Autorin war ich sofort mitten in der Story und extrem gefesselt.
In diesem letzten Band stürmt so enorm viel auf den Leser ein, was von elementarer Bedeutung ist.
Die einzelnen Stränge werden langsam entwirrt und miteinander verwoben und ergeben nach und nach ein schlüssiges Bild.
Die vielen Charaktere, mir schwirrte bald der Kopf. Aber sie alle sind wichtig und jeder nimmt seinen vorbestimmten Platz ein.
Neben Sarai hat mich hier vor allem Nova unglaublich begeistert und so viel in mir zum klingen gebracht.
Eine verletzliche, einsame und geprägte junge Frau, die ihrem Ruf folgt und endlich aufräumt und ihre letzte, alles entscheidende Reise antritt.
Mir ist fast das Herz gebrochen, als ich sie begleitet habe. Ich habe sie verurteilt, war wütend. Aber zugleich auch unglaublich elektrisiert und fasziniert von ihrer Gabe, die mit all ihrer Fülle über mich hereinbrach.
Wunderschön, zerstörerisch und machtvoll.
Nova ist ein Charakter, der sich immer wieder wandelt und zu neuer Blüte erwacht.
Unscheinbar, leuchtend und atemberaubend verstörend.
Sie vereint so viele Aspekte des Seins in sich und zugleich, bringt sie die wahren Monster zum Vorschein.
Sie zeigt, was die Charaktere ausmacht.
Denn nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Alles ist wandelbar, von Gut und Böse umwoben.
Sie zeigt wie gefangen und grausam ihre Welt ist und das man manchmal keine Wahl hat.
Da liegt so viel Schmerz, Angst und Trauer verborgen, dass es unwiderruflich mitreißt und auf einer ganz besonders intensiven Art und Weise berührt.

Die Handlung selbst war von Beginn an unglaublich spannend und extrem fesselnd.
Es beginnt leise und schwillt zu einem regelrechten Crescendo an.
Voller Musik, Magie und düsteren Klängen durchzogen.
Schon bald weiß man nicht mehr, was richtig und was falsch ist.
Die Dunkelheit bahnt sich ihren Weg, fordert Blut, Opfer und Verzweiflung.
Irgendwann ist eine Umkehr unmöglich und es liegt an Sarai und ihren Gefährten, alles in die richtige Spur zu bringen.
Ich habe diesen Band genauso sehr geliebt, wie die Vorgänger.
Er war um einiges actionreicher, temporeicher und beklemmender. Aber es gab auch wunderschöne ,ruhige Momente, die mich sehr berührt haben.
Endlich hat die Nebenhandlung einen Sinn ergeben. Ich war so gefangen, sprachlos und erschüttert gleichermaßen.
Was hier zum Vorschein kommt, ist menschlich kaum zu ertragen und zehrt unsagbar am Nervenkostüm.
Man kann nicht verurteilen, dafür wiegt es zu schwer, zu intensiv. Aber man kann hinterfragen, Anteil nehmen und auf eine einzigartige, überwältigende Art und Weise alles in sich aufnehmen und verstehen. Wenn auch nicht immer gutheißen.

Oh mein Gott, dieser Band hat mir so enorm viel abverlangt und in ein Tal aus Tränen geführt.
So viel Tragik, Zerstörung und herzzerreißende Momente.
Ich hab so sehr mitgefühlt und gelitten.
Laini Taylor webt hier so unglaubliche Wendungen ein, dass es immer wieder eine neue Richtung einschlägt und man irgendwann nicht mehr weiß, wo oben oder unten ist.
Durchbrochen wird das Ganze durch das magische und einzigartige Setting, das seinen eigenen Zauber versprüht.

Wiederholt bin ich absolut begeistert, zudem man auch endlich alles erfährt. Sämtliche Hintergründe werden aufgedeckt und lösen so viel in einem aus.
Und das Ende ist einfach nur perfekt. Besser hätte es nicht sein können. Laini Taylor hat einen gelungenen und explosiven Abschluss geliefert, der definitiv kein Auge trocken lässt und mich schmerzlich berührt hat.

Fazit:
Mit ” Muse of Nightmares: Das Erwachen der Träumerin” liefert Laini Taylor ein Finale der “Strange the Dreamer” Reihe, das explosiver, berührender und vollkommener nicht sein könnte.
So viele Erkenntnisse, Hürden und unvorhergesehene Wendungen, das man irgendwann nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist.
Ich bin unglaublich begeistert von der Fülle, Intensität und Durchschlagskraft.
Ein Finale ,das mich schmerzlich berührt, aber dennoch vollkommen glücklich gemacht hat.
Besser hätte man es nicht schreiben können.
Eine Reihe, die ich unbedingt jedem ans Herz legen möchte.
Voller Magie, Tiefe, Intensität und wundervollen Begegnungen, die alles verändern.
Ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 30.11.2020

Mit dem dritten Band bringt die Autorin, diese Reihe auf ein noch höheres Level und hat mich damit eiskalt erwischt.

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
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Die Enthüllungen und Erkenntnisse die sich aus Band 2 ergeben haben, waren so bahnbrechend und zugleich schmerzvoll, dass ich sofort mit Band 3 weitermachen musste.
Im Gegenteil zu den ersten zwei Bänden, ...

Die Enthüllungen und Erkenntnisse die sich aus Band 2 ergeben haben, waren so bahnbrechend und zugleich schmerzvoll, dass ich sofort mit Band 3 weitermachen musste.
Im Gegenteil zu den ersten zwei Bänden, liegt hier der starke Fokus auf Sarai, was sich auch im Titel sehr gut erkennen lässt.
Aber natürlich enthüllt der dritte Band noch viel mehr.

Ich liebe diese Reihe abgöttisch und Laini Taylor hat so einen atmosphärischen und einfach unglaublich bildgewaltig, besonderen und fesselnden Schreibstil, dass ich völlig begeistert bin.
Ich weiß nicht, wie das möglich ist, aber Laini Taylor schafft es diese Reihe mit “Muse of Nightmares ” noch auf ein höheres Level zu heben und mein Gott, es ist nicht nur unglaublich spannend, sondern auch sehr emotional, schmerzvoll und tragend.
Ich kann die Tragik dahinter, förmlich auf der Zunge schmecken. Sämtliche Erkenntnisse die sich hier ergeben, haben mich eiskalt erwischt und komplett sprachlos gemacht.
Ich bin nicht nur zutiefst erschüttert und vom Glauben abgefallen.
Diese immense Tragik die sich hier offenbart, ist so voll schwelender Trauer und Wut, dass ich völlig außer mir und haltlos bin.
Aber vor allem macht sich hier auch eine große Ausweglosigkeit und Hoffnungslosigkeit bemerkbar, die mich zutiefst beschäftigt hat.

Man erfährt hier vor allem viel über die Hintergründe der Charaktere.
Was mich wirklich sehr überrascht und aus dem Tritt gebracht hat.
Es werden vor allem Minya, Sarai und Lazlo in den Fokus gehoben, wodurch sie enorm viel Tiefe erhalten.
Aber nicht nur um sie geht es hier.
Wir treffen noch auf weitere Charaktere,die sehr geheimnisvoll umwoben sind. Dadurch wird die Story extrem komplex und regt mitunter wirklich zum Nachdenken an.
Denn erneut stehen wir vor der Frage der eigenen Identität.
Wer bin ich?
Wer darf und soll ich sein?
Und wo liegen meine Wurzeln?
Der Autorin gelingt es, dies mit sehr wunderschönen Details, sehr tiefsinnig zu thematisieren.
Aber tatsächlich geht es hier auch um die ganze Welt, was dem Ganzen zugrunde liegen könnte und in welche Richtung es sich bewegen könnte.
Eine Abwärtsspirale die immer sengender und tiefer wird und schier kein Ende nehmen möchte.

Und dann wartet noch die bittersüße und herzzerreißende Liebesgeschichte von Sarai und Lazlo auf uns.
Ich bin einfach nur unglaublich begeistert, wie wunderschön ,poetisch und glasklar Laini Taylor die Emotionen verpackt.
Wie tief mich das im Herzen berührt und einfach nicht loslässt.
Ich konnte mich einfach wunderbar in die Charaktere hineinversetzen und bin gefühlt 1000 Mal dabei gestorben.
Besonders Sarai ging mir hier unglaublich nah. Ihre Selbstzweifel und innere Zerrissenheit haben mich förmlich infiziert und mitleiden lassen.

Dieser Band hat keinen wirklichen Cliffhanger, dennoch muss ich direkt weiterlesen. Für mich hat Laini Taylor etwas unglaublich magisches und einzigartiges zu Papier gebracht. Man lebt und fühlt es einfach.
Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen. Schwarz und Weiß gibt es nicht. Die Nuancen dazwischen sind um ein vielfaches grausamer, als man sich vorstellen kann.
Ich bin vor allem neugierig darauf, was über Minya noch ans Licht kommt und was die Nebenstränge wirklich zu bedeuten haben.
Ich bin so unglaublich gespannt auf das Finale, aber gleichzeitig bricht mir auch das Herz, weil es dann vorbei ist.

Fazit:
Mit “Muse of Nightmares ” geht die “Strange the Dreamer” Reihe ,in die dritte Runde.
Wie auch immer es Laini Taylor anstellt.
Mit dem dritten Band bringt die Autorin, diese Reihe auf ein noch höheres Level und hat mich damit eiskalt erwischt.
Voller Höhen und Tiefen.
Voller Schmerz und Einsamkeit.
Verstörend, beklemmend und erschreckend abgründig.
Dramatisch und tragisch, mit so unglaublich vielen Details versehen, dass einem ganz anders wird.
Ich liebe diesen dritten Band, fast noch mehr, als die anderen beiden.
Denn er ist tiefsinnig, explosiv und zugleich so bittersüß und herzzerreißend schön.
Ein absolutes Highlight

Veröffentlicht am 30.11.2020

“Strange the Dreamer” ist keine Reihe, die sich einfach nur als Fantasy abtun lässt.

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Band 1 dieser magischen Reihe rund um Lazlo, hat mich damals richtig begeistert. Weil es so völlig anders war.
Voller Magie und Poesie.
Etwas Einzigartiges, das ich in dieser Form noch nie zuvor gelesen ...

Band 1 dieser magischen Reihe rund um Lazlo, hat mich damals richtig begeistert. Weil es so völlig anders war.
Voller Magie und Poesie.
Etwas Einzigartiges, das ich in dieser Form noch nie zuvor gelesen habe.
Und jetzt endlich hab ich nach Band 2 gegriffen.
Es ist zwar etwas ruhiger und auch emotionaler als der Vorgänger, muss sich jedoch keinesfalls dahinter verstecken.

Ich liebe den Schreibstil der Autorin.
Leicht, bildgewaltig und dennoch voller Ausdruck und Fülle.
Sie schafft es einzelnen Emotionen eine völlig neue Bedeutung zu verleihen. In sehr tiefsinniger und einfühlsamer Ausarbeitung, zeigt sie, wie einzigartig und kostbar sie sind und das man keinen Moment davon versäumen oder gar verlieren darf.
Sie schafft es mit poetischen Einschlägen zu punkten und ich bin einfach schier begeistert, wie sie Liebe, Träume und Magie neu entdeckt und in welche Richtung, sie sich damit bewegt.
Ich bin berührt über dieses zarte Band, das sich zwischen Lazlo und Sarai bildet.
Das so verletzlich und kostbar ist und doch jeden Moment zerstört zu werden droht.
Man vergisst dabei, wer und wo man ist.
Verlässt Raum und Zeit und existiert einfach nur.

Lazlo und Sarai stehen hier stark im Fokus. Was auch die Melancholie erklärt. Denn wir lauschen einer zarten Liebesgeschichte, die mitreißt, fesselnd und unglaublich fasziniert.
Es hat etwas sehr träumerisches, aber auch unglaublich bewegendes an sich, was definitiv nicht kalt lässt.
Ich bin absolut begeistert, wie sorgfältig und brillant sie alles ausgearbeitet hat.
Man spürt es aus tiefstem Herzen und mit seinem ganzen Sein.
Wir erfahren dabei auch Lazlos und Sarais Perspektiven. Was Ihnen sofort mehr Tiefe und Ausdruck verleiht.
Aber nicht nur, denn auch andere Charaktere kommen zu Wort. Was für viel Abwechslung und Ausgleich sorgt.
Insgesamt sind die unterschiedlichen Charaktere wieder sehr gut greifbar und lebendig, so dass man sich ein Stück weit in sie hineinversetzen und ihnen nachempfinden kann.
Aber vor allem liebe ich Lazlo und Sarai von ganzem Herzen, denn sie sind nicht nur absolut besonders in ihrer Art.
Sie stehen im starken Kontrast und Gegensatz zueinander und doch haben sie unendlich viel gemeinsam.
Ich liebe ihren Schmerz, ihre Traurigkeit und Einsamkeit.
Wie sie sich neu entdecken, mehr über sich herausfinden und entfalten.
Ich liebe es, wie sie sich ineinander verlieren und daraus etwas völlig Neues entsteht.
Dadurch dass die beiden stark im Fokus stehen, gehen die Nebenstränge etwas unter, was aber keinesfalls schlimm ist.
Denn dadurch fühlt und erlebt man viel intensiver. Mehr als man für möglich halten würde.
Und trotzdem schafft es die Nebenhandlung dauerhaft zu beschäftigen und auf ihre Art mitzunehmen.

Die Handlung selbst hat mir unglaublich gut gefallen.
Denn wir erleben pure und reine Magie in all ihren Facetten.
Die übrige Handlung bewegt sich weiter.
Es geschehen Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte. Die mich überrascht und völlig überrollt haben.
Und das auf sehr positive Art und Weise.
Es geschehen Wendungen, die dem Ganzen eine neue Richtung geben.
Dabei spart die Autorin auch nicht mit Dramatik und einem Hauch Tragik, weshalb man urplötzlich in ein Tal der Traurigkeit gezogen wird.
Was für die unterschiedlichsten Gedankengänge und Auswirkungen sorgt.
Ich war wie vor den Kopf geschlagen, sprachlos und einfach neben mir.
Die Enthüllungen am Ende sind einfach wow und so genial, dass ich noch immer nicht weiß, was ich sagen soll.
Denn niemals zuvor, war es in dieser Form so erkennbar.

Letztendlich ist es aber ein verdammt guter zweiter Band ,der zwar anders ist als der Vorgänger, aber auf keinen Fall schlechter.
Für mich eine Reihe, die unglaublich interessant und facettenreich ist und dabei immer wieder neue Türen öffnet.

Fazit:
"Strange the Dreamer” ist keine Reihe, die sich einfach nur als Fantasy abtun lässt.
Was sich hier herauskristallisiert, ist so besonders, magisch und einzigartig, dass ich noch immer total überwältigt und fasziniert bin.
Sie schafft es Emotionen, völlig neue Bedeutungen zu geben.
Zu zeigen, dass sich Liebe, Magie und Träume in ihren unterschiedlichsten Formen darbieten können.
Band 2 ist definitiv etwas ruhiger, atmosphärischer und melancholischer.
Aber auch sehr gewaltig und tiefsinnig.
Denn was sich hier darbietet, ist einfach nur genial.
Ein zweiter Band, der mich nicht nur begeistert hat, sondern auch bittersüß anfühlt und für einen überraschenden Ausgang sorgt, den man definitiv so nicht erwarten würde.

Veröffentlicht am 25.11.2020

Ein gewaltiges und dramatisches Finale, das dazu noch eine große Liebeserklärung verkörpert

DARK Heart GLOW
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Ich mag generell keine Reihenabschlüsse, aber bei DC Odesza konnte ich den finalen Band der GLOW Reihe kaum erwarten.
Also flugs ,nicht lange gezögert, sondern direkt gestartet. Und mein Gott, mein Herz ...

Ich mag generell keine Reihenabschlüsse, aber bei DC Odesza konnte ich den finalen Band der GLOW Reihe kaum erwarten.
Also flugs ,nicht lange gezögert, sondern direkt gestartet. Und mein Gott, mein Herz hat direkt wieder geblutet, bei dem ,was sich hier offenbart hat.
Denn eins ist fakt, dieser Band unterscheidet sich enorm von allen anderen.
Alle Fragen, wieso etwas geschah und warum, wird endlich aufgelöst.
Und mein Gott, es ist verstörend, menschlich kaum zu ertragen, was sich da herauskristallisiert.
Und mein Gott, ich weiß nicht ,wie oft ich geflucht, die Luft angestarrt oder den Tränen nah war.
Und das nicht, weil es mir so unglaublich weh tat. Nicht nur. Denn die Dämme brechen bei allem möglichen.
Vor Trauer, Schmerz, Angst, Glück und Freude.
Vor Unglauben und Schock.
Aber bevor man diesen einzigartigen Weg beschreitet, warten so einige Komplikationen, die aus dem Weg geräumt werden müssen.
Und das geht nicht ohne Kollateralschäden vonstatten.

Bereits die Atmosphäre war wieder so unglaublich perfekt. Düster, dramatisch, melancholisch und einfach unsagbar traurig und herzzerreißend.
DC Odesza schafft es die einzigartigen Emotionen in eine Atmosphäre einzupacken, die einfach mitreißt und zugleich unfassbar fordert.
Die Handlung hat mich sofort gepackt und direkt den ersten Schocker verpasst.
Ich wollte nicht hinschauen. Aber ich musste.
Denn endlich erfasst und begreift man das wahre Ausmaß von X’ Persönlichkeit. Wie narzisstisch, perfide und berechnend er ist. Aber man begreift auch mit einer immenser Wut, wie egomanisch er ist. Was hat das zwangsläufig mit seiner Besessenheit zu Miu zutun? Ein Aspekt der ziemlich interessant, aber auch sehr zerstörerisch ist und so einige Türen öffnet.
In gewisser Hinsicht verspürt man sogar Mitgefühl. Aber darf man das?
Ja, man darf verdammt nochmal. Denn letztendlich steckt dahinter auch sehr viel Tragik, der man sich nicht verschließen kann.
Aber nicht nur auf X trifft dieses Profil zu.
Was ziemlich schockierend und einfach bahnbrechend ist.
Denn die Autorin zeigt erstmalig wie komplex und verdammt klug inszeniert dieses ganze perfide Spiel eigentlich ist.
Und das hat mich richtig in Schockstarre verfallen lassen.
Ich hab mit Tränen und Wut gekämpft und zugleich gebetet, dass alles seinen richtigen Platz findet.

Bereits auf den ersten Seiten wird sehr eindringlich klar gemacht, dass Mius Welt auf Messers Schneide steht.
Das wir die Frau, die wir kannten, möglicherweise niemals wieder sehen.
Ihre Liebe zum Leben, zu Alvaro, der ganzen Welt. Das sie gebrochen ist, ihrer Lebenslust beraubt. Das sie ihren Anker verloren hat.
Ihren Retter. Alles, was sie im Grunde ihres Herzens ausmacht.
Aber nicht nur das, schafft unsagbar große Tragik.
Auch Alvaro hat so einiges mitzumachen, was enorm an die Grenzen und darüber hinaus bringt.
Er muss alles geben, über sich hinauswachsen, um alles überstehen zu können.
Aber abgesehen davon, zeichnet sich hier eine großartige Entwicklung bei den Charakteren ab. Ganz besonders bei Miu und Alvaro.
Sie zeigen sich von allen möglichen Seiten und mein Gott, ich hätte nie erwartet, dass so viel in Ihnen steckt.
Herzensgüte, Loyalität, Liebe und Hoffnung.
Wäre Darko nicht gewesen, hätte ich wohl keinen Anker der Erleichterung in mir verspürt. Er hat es geschafft, mich aus diesem Tief herauszuholen und zu zeigen, das die gesamte Welt noch nicht in Trümmern liegt.
Und mein Gott, bei Yeal kamen mir die Tränen. Weil das ausgedrückt wurde, was ich von Herzen fühle. Was diesen einzigartigen und besonderen Menschen ausmacht.
Yeal ist nicht nur ein Mann zum lieben. Er ist ein Mann für alles. Ein großartiger Mensch, der mir tief aus der Seele spricht und mich deswegen auch so unsagbar sehr berührt.
Über Authentizität und Greifbarkeit brauchen wir nicht wiederholt alles darlegen, dass habe ich in den vorherigen Bänden zu Genüge getan.
Aber auf einen Charakter möchte ich dennoch zu sprechen kommen.
Ihn mochte ich am Anfang unsagbar gern. Er hatte etwas besonderes und ritterhaftes an sich. Aber hier entfaltet sich seine ganze Persönlichkeit. Ich weiß gar nicht wie ich dieses Ausmaß in Worte fassen soll. In mir schwelt soviel Wut. Ich bin unfassbar sprachlos über soviel Kalkül. Es zeigt wieder wie manipulativ und entsetzlich diese Welt ist. Und das es verdammt wenig braucht, damit man die Seiten wechselt. Aber auch wie verquer und falsch Ansichten sein können. Wenn es nicht so grundlegend falsch und traurig wäre, könnte man fast darüber lachen.
Aber es manifestiert den ganzen roten Faden, der sich durch die GLOW Reihe zieht.
Dennoch hat es mich ziemlich nachdenklich und auch verstört zurückgelassen.

Es passiert in der Handlung so viel und gleichzeitig so intensiv, was man nie erwarten würde und was immer wieder für einen Riss im Herzen sorgt.
Ausruhen? Fehlanzeige.
Die Autorin teilt hier flächenmäßig aus und nimmt keine Rücksicht.
Das mit einer gnadenlosen Präzision, dass man sämtliche Hoffnung verliert und gleichzeitig verspürt man einen unsagbar großen Schwindel.
Sie geht dabei ziemlich drastisch und ungeschönt vor ,was vielleicht das brutalste an der ganzen Sache ist. Denn es zerstört dich wieder und wieder.
Aber dieser Finale Band zeigt sich auch von einer unglaublich emotionalen Seite, was fast einer Liebeserklärung gleicht.
Dem Leben, der Liebe, den ganzen Prüfungen und Herausforderungen.
Sie zeigt auf sehr einfühlsame Art und Weise, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Das man niemals alles verliert, auch wenn das Leben eine andere Sprache spricht.
Das immer wieder ein Licht am Horizont erscheint, der dir zeigt, du bist nicht allein.
Egal, wie schwer, wie zerstörerisch alles ist.
Du kannst überleben und alles sein.
Du musst nur aufstehen und kämpfen.
Denn nach jeder Dunkelheit folgt auch immer wieder ein Licht.
Vielleicht sogar strahlender als vorher.

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich über “Dark Heart Glow ” sagen, dass er seine Vorgänger komplett in den Schatten stellt.
Denn es geht nicht nur grausam, verstörend und düster zu. Es deckt auf, zeigt dir Persönlichkeiten, die dich komplett sprachlos zurücklassen.
Darüber hinaus punktet es mit Dramatik und einer unsagbar großen Tragik, die dir immer wieder die Luft zuschnürt.
Denn egal ob Gut oder Böse, niemand hat so viel Schmerz verdient. Und manchmal stellst du einfach fest, dass du jemanden einfach gar nicht kennst.
Aber vor allem ist dieser Roman nicht nur mein absolutes Jahreshighlight.
Es ist eine Liebeserklärung.
An das Leben, die Liebe, dich selbst.
Das, was du alles meisterst.
Das du immer genug bist.
Für alles. Für jeden und vor allem für dich selbst.
Ein finaler Band der mich mehrfach in Tränen ausbrechen ließ und wiederholt emotional berührt und zerstört hat und trotzdem glücklich zurückgelassen hat.

Veröffentlicht am 22.11.2020

Ein Thriller, wie ich ihn in dieser Form noch nie gelesen habe

Eden
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Schon als ich “Eden” das erste Mal gesehen habe, war es unumgänglich, dass ich es unbedingt lesen muss. Natur, die zum Feind mutiert und dadurch besonders beängstigend ist. Nie zuvor ist mir so etwas begegnet ...

Schon als ich “Eden” das erste Mal gesehen habe, war es unumgänglich, dass ich es unbedingt lesen muss. Natur, die zum Feind mutiert und dadurch besonders beängstigend ist. Nie zuvor ist mir so etwas begegnet und noch dazu von Tim Lebbon.Was einfach absolut vielversprechend auf mich wirkte.

Tim Lebbons Schreibstil ist sehr einnehmend, fordernd und zugleich unsagbar fesselnd.
Die Atmosphäre hat mich sofort in ihren Bann gezogen.
Düster, bedrohlich und gleichzeitig auch sehr faszinierend und einzigartig.
Es ist schwer dies zu beschreiben, es ist wie ein Sog, der dich nicht mehr loslässt.
Er wartet hier mit Charakteren auf, die mir mit ihrer Art unglaublich nahe gegangen sind.
Zumeist begleiten wir hier Kat und Jen.
Zwei absolut herausragende Charaktere, die gegensätzlicher kaum sein könnten.
Beide stehen auf unterschiedlichen Seiten und das ist einfach so bahnbrechend und unglaublich interessant.
Kat, verkörpert Eden durch und durch.
Es ist gespenstisch, grausam, verstörend. Aber zugleich auch sehr faszinierend. Denn man begleitet Kat auf einer Reise, wie man sie nie zuvor erlebt hat.
Voller Intensität und Fülle.
Voller Energie, Hoffnungslosigkeit und einem stillen Schrei nach Erlösung.
Man verliert sich immer mehr, Stück für Stück. Ohne etwas dagegen tun zu können.
Und dann ist da Jen.
Voller Energie, Stärke und unglaublich großen Mut. Wie sie das alles schafft, weiß, sie eigentlich selbst nicht so genau.
Aber irgendwie geht es weiter. Stück für Stück.
Ohne ins straucheln zu geraten.
Mit einer unsagbaren Schwere, tiefer Verzweiflung, grenzenloser Angst, immer weiter, dem Abgrund entgegen.
Daneben hat mir auch Dylan unglaublich gut gefallen. Er versucht immer Stärke und Halt zu geben.
Doch manchmal ist das nicht genug. Manchmal reicht das einfach nicht aus.
Es gibt noch weitere Charaktere, diese bleiben relativ blass und laufen meist nebenher. Es hat etwas vergängliches an sich.
Alle zusammen genommen sind sie authentisch, greifbar und bestechen jeder, auf seine eigene Art und Weise.

Die Story selbst hat mich sofort gepackt. Auch wenn mir die erste Hälfte der Handlung etwas zu eintönig war. Denn größtenteils verbringt man die Zeit damit, Eden zu entdecken.
Was manchmal etwas kräfteraubend und etwas eindimensional war.
Auch wenn wir hier zwei Handlungsstränge haben, passiert eigentlich zunächst nicht allzu viel.
Stattdessen macht sich eine große Verwandlung bemerkbar.
Nicht nur von Kat, sondern auch von Eden.
Diese Verwandlung zu beobachten war einerseits unglaublich schön, berauschend und einzigartig. Aber auf der anderen Seite auch sehr brutal, angsteinflößend ,verstörend und unglaublich grausam.
Denn der Autor geht dabei sehr detailreich zur Sache ,dabei fließt schon mal etwas Blut oder es werden Knochen gebrochen.
Automatisch kommt da der Gedanke auf das Dahinter auf und mit ihm ein unsagbar großer Schmerz, der alles vernichtet und einfach unsäglich mitnimmt.

Die Grundidee finde ich unglaublich genial. Die Umsetzung ist definitiv nicht schlecht, aber es wäre hier noch mehr Luft nach oben gewesen.
Ich hab lange gebraucht, um das ganze Ausmaß verstehen zu können. Irgendwann hat es klick gemacht und ich hab verstanden, worauf der eigentliche Fokus lag. Dennoch haben mir hier einfach noch mehr Details und Erläuterungen, bzw. Aufklärung der Hintergründe gefehlt.
Es gab für mich essentielle Fragen, die keine Erlösung fanden.
Stattdessen erlebt man hier ein nervenaufreibendes Abenteuer das jenseits von Gut und Böse liegt. Und daneben hat es auch etwas ,unterschwellig von einem Familiendrama an sich. Das zwar eher leicht eingearbeitet wurde, aber dennoch gut wahrnehmbar ist.

Die Handlung war eher ruhig, wurde teils von Action und großen Emotionen begleitet, so das es auch tiefer in den eigenen Verstand eindrang. Aber ich hatte mir noch etwas mehr erhofft.
Ohne Frage ein sehr faszinierendes, verstörendes und absolut beklemmendes Werk, das enorm mitreißt und nicht loslässt. Aber auch eine Leere zurücklässt, die sich nicht schließen lässt.

Wer allerdings darüber hinwegsieht, dass die Tiefgründigkeit hier nicht so unsagbar groß ist, wird seinen Spaß bei dieser Lektüre haben.
Ich hatte mir einfach noch mehr von Eden selbst erhofft, denn es blieben für mich noch wichtige Fragen offen.
Dafür werden wir mit Wahnsinn, Obsession und Gier konfrontiert. Attribute, die selten zu etwas Gutem führen.
Denn hier geht es vor allem darum, dass die Natur beschützt werden. Zur Not auch mit brachialen Mitteln, die mit Blut ,Schweiß und anderen Körperflüssigkeiten bezahlt werden müssen.

Fazit:
"Eden” von Tim Lebbon hat mich von Anfang an sehr fasziniert und nicht mehr losgelassen.
Ein Thriller, wie ich ihn in dieser Form noch nie gelesen haben.
Denn die Natur wird zum größten Feind überhaupt und das ist einfach eine unglaublich geniale Idee.
Bei der Umsetzung wäre noch deutlich Luft nach oben gewesen.
Dennoch versteht es der Autor auf jeder erdenklichen Ebene mitzunehmen und darüber hinaus auch zum nachdenken zu bringen.
Wer über die ein oder andere Schwachstelle hinwegsieht, könnte hier verdammt viel Spaß haben.