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Veröffentlicht am 08.09.2019

Mich konnte die Dreiecksgeschichte von Kellan, Kiera und Denny sehr gut unterhalten

Thoughtful
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Für mich ist es der erste Band der Thoughtless Reihe. Ich wollte einfach mit der Sicht des männlichen Protagonisten anfangen und war daher schon gespannt was mich erwarte würde.
Nun ja Kellan war mir ...

Für mich ist es der erste Band der Thoughtless Reihe. Ich wollte einfach mit der Sicht des männlichen Protagonisten anfangen und war daher schon gespannt was mich erwarte würde.
Nun ja Kellan war mir auf Anhieb sympathisch. Wenn man hört , daß er Musiker ist und ein One-Night-Stand den anderen ablöst, gewinnt man ein nicht allzu gutes Bild von ihm.
Doch was ich als erstes sah. war pure Lebenslust. Mir war natürlich auch klar, daß irgendwas dahinter stecken musste.
Um ehrlich zu sein, war ich gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren.
Mehr noch als die Dreiecksgeschichte von Kellan, Kiera und Denny, hat mich seine Vergangenheit interessiert.
Und ich muss ganz ehrlich sein, sie ließ mich nicht kalt. Um ehrlich zu sein, sie hat mich sogar ziemlich berührt und einfach nicht losgelassen.
Der ganze Schmerz und die Einsamkeit, die dahintersteckt, hat mich ergriffen und einfach Anteil nehmen lassen.Gerne hätte man das ganze noch weiter ausbauen können.
Kellan ist ein sehr offener Typ, der leicht auf andere zugeht, er ist selbstsicher, aber auch verletzlich.
Was ihn nicht unbedingt zu einem harten Kerl macht.
An manchen Stellen fand ich ihn zu theatralisch, zu weich und verletzlich.
Da hat mir etwas der harte Kern gefehlt. Denn ganz ehrlich, oftmals war er mir wirklich zu sehr von seinen Emotionen bestimmt.
Denny fand ich auch sehr sympathisch, schade das er etwas blass blieb.
Und Gott Kiera, anfangs mochte ich sie unglaublich gern. Sie hattte etwas weiches und verletzliches an sich. Eine junge Frau die man immer gern beschützen möchte.
Aber mit der Zeit wurde ich immer genervter von ihr und von ihrer Art.
Das ganze Hin und Her hat einfach unglaublich an den Nerven gezerrt und ich hätte sie echt manchmal am liebsten kräftig durchgeschüttelt.
Der ganze Roman ist ziemlich emotional gehalten, was man immer wieder zu spüren bekommen.
Ist man eben noch glücklich und leidenschaftlich, so ist man im nächsten Moment schon wieder verzweifelt und wütend.
Ein wahres Gefühlskarussell, das man hier geboten bekommt.
Ein ständiges Auf und Ab, aus dem es kein entkommen zu geben scheint.
Die Charaktere und die ganze Story haben mich natürlich nicht kaltgelassen. Es gab sogar Momente wo ich ziemlich gerührt war.
Die Autorin hat es auch immer wieder geschafft für Spannung zu sorgen, in dem sie immer wieder Überraschungen einfließend ließ, mit denen ich nicht wirklich gerechnet habe.
Es wurde sogar richtig dramatisch.
Letztendlich ist es ein guter Roman, der mit Protagonisten aufwartet, die man zwar liebt, aber gleichzeitig auch stelleweise genervt von Ihnen ist.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Kellan, was ihm mehr Raum und Tiefe verschafft.
Auch die Nebencharaktere sind gut gelungen, sie wirken ausdrucksstark und verstehen für sich einzunehmen.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Auf mich hat das Buch einen ziemlichen Sog ausgelöst, ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch sehr intensiv und mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.

Fazit:
Mich konnte die Dreiecksgeschichte von Kellan, Kiera und Denny sehr gut unterhalten.
Man lacht, man weint und gerät in ein ziemliches Gefühlchaos.
Mitunter ist man allerdings auch etwas genervt, wodurch hin und wieder Längen entstehen.
Ich empfehle es dennoch gerne weiter.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Der fünfte Band der Thougthless Reihe konnte mich sehr begeistern. Griffin bekommt hier seine eigene Story und diese ist wirklich mehr als gelungen.

Untamed
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Auf diesen Band der Thoughtless Reihe habe ich mich wahnsinnig gefreut. Ja ihr hört richtig, sie ist noch nicht am Ende angelangt.
Da der Bassist der D-Bags so beliebt war, bekam er hier seine eigene Story. ...

Auf diesen Band der Thoughtless Reihe habe ich mich wahnsinnig gefreut. Ja ihr hört richtig, sie ist noch nicht am Ende angelangt.
Da der Bassist der D-Bags so beliebt war, bekam er hier seine eigene Story. Was mich wirklich sehr gefreut hat.
Ja Griffin ist schon eine Nummer für sich und ganz ehrlich, er hat mich in tiefe Konflikte gestürzt. Ich wusste nicht, ob er mir leid tun sollte oder ob meine Abneigung Überhand gewinnen sollte.
Denn Griffin ist eine überaus vielschichtige Persönlichkeit, auch wenn das im ersten Moment nicht so scheint.
“Ich bin die Welt” erhält hier eine völlig neue Bedeutung. Sein Ego ist verdammt hoch und vor allem überschätzt. Er glaubt, er würde zu klein gehalten und sieht sich vor allem unterfordert.
Aber ist dem tatsächlich so?
Klar ist es nicht leicht in Kellan Kyles Schatten zu stehen, aber er ist Mitglied der Band und hat vor allem eine bezaubernde Familie, die ihn wirklich glücklich macht.
Was mich zu der nächsten Frage bringt, was Griffin tatsächlich vom Leben erwartet.
Sorgt Ruhm dafür, daß er auch glücklich ist oder ist es nicht viel mehr so, daß man immer danach strebt was man nicht hat.
Besonders am Anfang hätte ich Griffin gern mal den Kopf gewaschen. Ich war so fassungslos und teilweise wirklich entsetzt über seine Naivität, seine Selbstüberschätzung und sein gesamtes Auftreten.
Hallo, die Welt besteht aus mehr als einer Person.
Aber er hat mich wirklich oft zum lachen gebracht.
Auf seine Art ist er wirklich liebenswert, trotz all der Dinge, die er tut. 
Die Erotikszenen waren einfach nur heiß und prickelnd, es geht einfach in Haut und Haar über.
Die Verbundenheit zwischen Griffin und Anna ist einfach echt, man spürt es einfach.
Es ist mehr als nur eine Beziehung, so viel mehr.
Doch weiß Griffin das auch zu schätzen?
Seine Emotionen waren für mich wirklich sehr gut zu spüren und seine Entwicklung ist wirklich gewaltig.
Man ist sprachlos, mitfühlend und man ist auch wahnsinnig berührt. Ja, ich geb zu, an vereinzelten Stellen kamen mir tatsächlich die Tränen.
Hätte ich nicht erwartet, bei so einem Typen.
Aber es auch so viel mehr als nur Griffins Geschichte. Man taucht in seine Seele ein, lernt den wahren Mann kennen, der er ist.
Man begleitet seinen Weg, der einer emotionalen Achterbahnfahrt gleicht. Man ist hin- und hergerissen. man hat Zweifel, Ängste und hofft einfach mit und für ihn, das es besser für ihn wird.
Das er seinen Weg findet, wo auch immer er hinführt.
Es ist ein Buch über das erwachsen werden, den Sinn finden, sich selbst finden.
Aber es geht auch um Freundschaft, Liebe, Loyalität und Zusammenhalt.
Es ist viel mehr als nur ein leidenschaftlicher Liebesroman, er geht unter die Haut und ist dabei noch sehr tiefgründig gehalten.
Er lädt zum träumen und lieben ein.
Ich konnte das Buch nicht einen Moment aus den Händen legen, einfach weil es so fesselnd und mitreißend war.
Ich bin wiedermal sehr begeistert und es hat mir gefallen mehr von Griffin und Anna zu sehen.
Anna die einem Engel gleicht und mir sehr gut gefallen hat.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Griffin, was ihm mehr Raum und Tiefe verschafft.
Die Nebencharaktere sind ausdrucksstark, authentisch und nehmen völlig für sich ein.
Im Laufe der Reihe hat man alle ins Herz geschlossen und ich hab mich wahnsinnig gefreut sie hier wiederzusehen.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Der Schreibstil ist locker und fließend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit :
Der fünfte Band der Thougthless Reihe konnte mich sehr begeistern. Griffin bekommt hier seine eigene Story und diese ist wirklich mehr als gelungen.
Es gibt Wendungen, die mich sprachlos machten und eine Entwicklung die mich in eine emotionale Achterbahnfahrt gestürzt hat.
Hier wird man den Bassist mit ganz anderen Augen sehen.
Spannend, wendungsreich und sehr leidenschaftlich und emotional.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Ein Buch das nicht loslässt und psychologisch gesehen unschlagbar gut ist. Ich bin begeistert, für mich eines meiner Highlights.

That Night - Schuldig für immer
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Ich mag die Bücher von Chevy Stevens unheimlich gern und ich habe bereits ihrem neuen Werk entgegengefiebert.
Und ich war natürlich sehr gespannt über welche Thematik sie diesmal schreibt.
Kurz gefasst ...

Ich mag die Bücher von Chevy Stevens unheimlich gern und ich habe bereits ihrem neuen Werk entgegengefiebert.
Und ich war natürlich sehr gespannt über welche Thematik sie diesmal schreibt.
Kurz gefasst könnte man sagen, sie widmet sich dem Thema Mobbing.
Aber sie befasst sich auch mit der Frage um Schuld und Unschuld.
Aber auch Liebe und Geltungsbefürfnis spielen eine nicht ganz unerhebliche Rolle.
In ihrem Buch geht es um die junge Toni.
Sie wird in der Schule gemobbt und aufs übelste drangalsiert.
Bereits als ich diese Zeilen gelesen habe, standen mir schon Tränen in den Augen.
Ich fragte mich ständig, wie Böse ein Mensch sein kann, um so etwas zutun.
Ich fand keine Antwort.
Ein paar Monate später wird Toni des Mordes an ihrer Schwester angeklagt, zusammen mit ihrem Freund Ryan.
Aufgrund von Zeugenaussagen werden die beiden schuldig gesprochen.
Und da war ich noch fassungsloser.
Es ist schlimm wenn so etwas passiert.
Aber wie groß muss erst der Hass sein, um so etwas zutun?
Denn Toni ist unschuldig.
15 Jahre später kommt sie auf freien Fuß und schwört denjenigen zu finden, der es getan hat.
Wird sie es schaffen?
Ich fand dieses Buch unheimlich bewegend. Ich glaub so viel hab ich noch nie geweint bei einem Buch.
Tonis Geschichte geht wahnsinnig unter die Haut.
Mit jeder Zeile spürt man so viel Verzweiflung und Wut, dass man es kaum ertragen kann.
Ihre Geschichte wird uns in zwei Zeitebenen geschildert.
Immer wieder im Wechsel erfahren wir vom Jetzt, 15 Jahre später und wie alles begann.
Bis wir letztendlich in der Gegenwart angekommen sind und alles miterleben können.
dadurch das wir wirklich jede Einzelheit erfahren, ist dieses Buch unheimlich intensiv und nervenaufreibend.
Man gerät dabei schier selbst an seine Grenzen.
Ich musste das Buch auch zwischenzeitlich zur Seite legen, weil es einfach kaum auszuhalten war.
Man fühlt den Schmerz und die Verzweiflung förmlich am eigenen Leib.
Aber die Autorin erzählt uns auch viel über Familienbande, Vertrauen und die Polizeiarbeit.
Sehr eindrucksvoll fand ich auch den Gefängnisalltag geschildert.
Aber es zeigt uns auch auf, dass so eine Geschichte einen Menschen gewaltig verändern kann.
Die Frage ist aber immer, wie weit.
Obwohl ich den Verlauf doch recht vorhersehbar fand, hat mich das dennoch nicht gestört.
Chevy Stevens hat es trotz allem immer wieder geschafft einige Überraschungen mit einfließen zu lassen, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Besonders das Ende hat mich dann noch mal ziemlich schlucken lassen.
Sie hat uns auch wieder gezeigt, dass man nie jemanden wirklich kennt.
Es ist erschütternd, wenn man die Abgründe der menschlichen Seele in diesem Buch erkennt.
Man kann es einfach nicht glauben, es ist zutiefst schockierend.
Mit diesem Werk ist der Autorin wieder ein richtiger Pageturner gelungen.
Ich bin absolut begeistert.
Sie schreibt psychologisch gesehen unheimlich gut.
Sie hat es geschafft bei mir sämtliche Emotionen freizulegen.
Ich konnte alles andere ausblenden.
Eine Geschichte die mich noch jetzt nicht loslässt.
Die Charaktere fand ich unheimlich gut dargestellt. Sie wirkten sehr authentisch auf mich.
Sie hatten eine Gesicht und somit auch Leben.
Einzig etwas seltsam fand, daß bei so einem Fall nur zwei Kleinstadtpolizisten ermittelt haben.
Allen voran hat mir natürlich Toni sehr gut gefallen. Sie ist auf Anhieb sympathisch. 
Eine junge Frau die ein schweres Schicksal hat und nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens weilte.
Wir erfahren alles aus Tonis Perspektive, was mir unheimlich gut gefallen hat. Wir teilen ihre Gedanken und ihre Gefühle. Das gibt ihr eine unheimliche Tiefe.
Sie hat Ecken und Kanten und das macht sie authentisch.
Man fühlt sich ihr einfach nah.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend.
Auf mich hat das Buch einen regelrechten Sog ausgeübt.
Das Cover und auch den Titel finde ich sehr passend zum Buch gewählt.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.

Fazit:
Mit ihrem neuen  Thriller ist der Autorin wieder ein wahrer Pageturner gelungen.
Man gerät dabei unheimlich an seine eigenen Grenzen.
Ein Buch das nicht loslässt und psychologisch gesehen unschlagbar gut ist.
Ich bin begeistert, für mich eines meiner Highlights.
Eine mehr als klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Ein Pageturner erster Klasse

Those Girls – Was dich nicht tötet
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Auch mit ihrem neuen Thriller hat mich Chevy Stevens wieder eiskalt erwischt und mir Momente voller Grauen und Tränen verschafft.
In ihrem neuen Buch geht es um das Martyrium der drei Schwestern Dani, ...

Auch mit ihrem neuen Thriller hat mich Chevy Stevens wieder eiskalt erwischt und mir Momente voller Grauen und Tränen verschafft.
In ihrem neuen Buch geht es um das Martyrium der drei Schwestern Dani, Jess und Courtney.
Die drei hatten es niemals leicht, erst entkommen sie der Hölle mit ihrem gewalttätigen Vater um dann in einem noch viel grauenvollerem Martyrium hineinzugelangen.
Das war der Punkt, wo ich dachte, wie grausam kann das Schicksal sein?
Was haben diese drei Mädchen getan, das dies alles rechtfertigt.
Bereits der Anfang ging mir ziemlich an die Nieren und ich hab die ganze Zeit gehofft und gebetet für die Mädchen.
Es war brutal, es war schockierend und hat mich einfach vollkommen gelähmt und sprachlos gemacht.
Mir kamen die Tränen und ich habe unendlich mit ihnen gelitten.
Ja und dann… wurde es noch schlimmer.
Wobei man sich in dem Moment fragt, kann es denn überhaupt noch schlimmer werden?
Oh ja, es kann.
Und es wird noch viel, viel schlimmer.
Schlimmer, grausamer und leidtragender, als man sich das überhaupt vorstellen kann.
Zum Inhalt möchte ich jetzt auch nichts weiter sagen, denn man muss es selbst erleben, fühlen und verinnerlichen.
Chevy Stevens beschäftigt sich hierbei nicht nur mit dem eigentlichen grausamen Akt.
Es geht dabei auch um die Seele, die Auswirkungen und wie man letztendlich damit umgeht.
Kann man es vergessen?
Wohl kaum.
Kann man es verstehen?
Kaum vorstellbar.
Man kann nur eins tun. Sich dem stellen, versuchen damit zu leben.
Sie beschäftigt sich mit dem Davor und dem Danach.
Denn selten ist das Davor das schlimmste, oftmals ist das Danach noch viel schlimmer, als man es sich ausmalen kann.
Sie zeigt uns auf sehr eindringliche und intensive Art und Weise auf, was es mit den Menschen macht. Wie sie werden, was sie daraus machen.
Dabei folgt ein Schock dem nächsten.
Dabei webt sie auf ganz geschickte und gekonnte Art und Weise verschiedene ernste Themen ein und setzt diese auch sehr gut um. 
Obwohl das Ganze doch ab einem gewissen Grad vorhersehbar war, so hat es mich immer wieder aufs neue entsetzt, was dabei hervorkam.
Es gab Momente, da hab ich mich gefürchtet die Seite umzuschlagen. Einfach weil ich zu große Angst davor hatte, was als nächstes passieren würde.
Ich hatte Angst, alles mitzuerleben, was uns hier an Grausamkeiten geboten wird.
Denn genau das ist es auch, man erlebt es quasi hautnah mit.
Ich hatte oftmals das Gefühl, ich stehe direkt daneben und bräuchte nur die Hand auszustrecken um die Mädchen zu berühren.
Auch wenn man von der Täterseite in gewissem Maße nicht allzuviel mitbekommt, so spürt man doch die ganze Abgründigkeit, die Kälte und das Böse, daß es ausstrahlt.
Es lässt uns schlucken und innehalten.
Letztendlich kann ich sagen, hat die Autorin mir wieder Dinge aufgezeigt die ich nie für möglich gehalten hätte. Die mich zutiefst schockiert und in einen tiefen Abgrund gestoßen haben.
Sie hat mich emotional völlig aus der Bahn geworfen und tiefes Leid erfahren lassen.
Dabei hat sie auch nicht Werte wie Liebe, Loyalität und Familienbände aus den Augen verloren. 
Sie hat es auch immer wieder geschafft, sämtliche Blickwinkel aufzuzeigen, was mitunter wirklich sehr interessant und facettenreich war.
Ein Thriller der tief unter die Haut geht und den man auf keinen Fall verpassen sollte.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Jess und Skylar, was ihnen sehr viel Raum und Tiefe verschafft.
Die Nebencharaktere sind sehr ausdrucksstark und authentisch gezeichnet.
Allesamt wirken sie sehr lebendig und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert und umfasst einen Zeitraum von 17 Jahren.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr eindringlich und intensiv, aber auch fließend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit :
Mit ihrem neuen Thriller, hat Chevy Stevens wieder einen Pageturner erster Klasse zu Papier gebracht.
Er ist eindringlich, intensiv und voller Emotionen.
Sie beschäftigt sich mit dem Martyrium dreier Schwestern, das immer schlimmer wird.
Eine Hölle die, die nächste ablöst.
Man ist geschockt, am toben und weinen und traut sich kaum die nächste Seite umzuschlagen.
Es geht an die Nieren, es bringt zum nachdenken.
Aber es gibt uns auch irgendwie Hoffnung auf Besserung.
Ein Buch das so mitreißend und gefühlvoll ist, das man es unbedingt lesen sollte.
Unbedingt lesen.
ich vergebe 5 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 07.09.2019

"Hüter der fünf Leben” ist ein facettenreiches, emotionales und unglaublich magisches Erlebnis, das mir unglaublich unter die Haut ging.

Hüter der fünf Leben
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Die “Verwandte Seelen” Trilogie von Nica Stevens habe ich unglaublich geliebt. Von daher habe ich mich sehr auf ihr neues Buch gefreut. Natürlich schwirrte mir im Kopf herum, ob sie mich auch dieses Mal ...

Die “Verwandte Seelen” Trilogie von Nica Stevens habe ich unglaublich geliebt. Von daher habe ich mich sehr auf ihr neues Buch gefreut. Natürlich schwirrte mir im Kopf herum, ob sie mich auch dieses Mal überzeugen würde können.

In die Geschichte selbst kam ich von Anfang an recht gut hinein. Was vor allem schon am Prolog lag, der so einiges versprach.
Er wirkte geheimnisvoll und ich musste unbedingt erfahren was es damit auf sich hat.
Die ersten paar Seiten waren jedoch etwas unspektakulär, was natürlich dazu diente, mit dem ganzen erstmal warm zu werden und die Charaktere kennenzulernen.
Das ganze wird aus der Sicht von Vivien geschildert. Vivien habe ich von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Wie auch nicht? Man muss sie einfach lieben. Sie ist ein Mensch, den man gern an seiner Seite hätte. Doch sie ist in ihrem Handeln noch etwas unsicher und die Entwicklung die sie daraufhin hinlegte, hat mich doch ziemlich überrascht aber auch vollkommen gefesselt. Sie ist eine unglaublich verletzliche aber auch starke Persönlichkeit. Teilweise muss sie sich selbst noch ergründen. Das ganze hat mir wirklich gut gefallen. Ich konnte in ihr Leben eintauchen, sie kennenlernen. Begreifen was sie denkt und fühlt. Mit der Zeit habe ich immer mehr mit ihr mitgezittert und mitgefiebert. Es gab einige Überraschungen, die mich doch teilweise sprachlos gemacht haben. Ja und dann kam dieser Moment mit Liam.
Es war als würde die Zeit stehenbleiben.
Ein Licht, ein Gefühl, ein Raunen, eine nie gekannte Sehnsucht. 
Liam, ein unglaublich geheimnisvoller junger Mann den spürbare Magie umschwebt. Man nimmt sie mit all ihren Facetten auf. Diese ist sehr wandelbar und sehr ausdrucksstark. Sie ist intensiv, mit bloßem Auge, als auch mit dem Herzen erkennbar.
Man fühlt sie und weiß man will immer mehr von ihr.
Sie vereinnahmt und hat ihren ganz eigenen Zauber.
Liam hat unglaublich viel Charme, dem man hilflos ausgeliefert ist. Es ist wie eine Sucht von der man nie genug bekommen kann.

Durch den fließenden, lebendigen und absolut bildgewaltigen Schreibstil habe ich alles viel intensiver und farbenfroher wahrgenommen. Es ist mir merklich unter die Haut gegangen.
Was vor allem auch an dem zwischenmenschlichen Aspekt lag. Ich kann nicht sagen, daß hier eine Liebesgeschichte im Fokus liegt. Das ist es nicht. Denn es kommt langsam, sanft und sehr gefühlvoll herüber.
Ich genoss das Prickeln, das Sehnen und die Kraft der Liebe.
Sie machte alles strahlender, offensiver und verschaffte der Geschichte sehr viel Leichtigkeit. Man fühlte sich fast wie losgelöst, als wäre man an einem anderem Ort und mit dieser ganz besonderen Faszination und Intensität, wie man sie nur da spüren kann.
Die Geschichte selbst kam immer mehr in Fahrt und fort war das zögerliche.
Die Gefühle brachen ihren Bahn und man spürt all die Abgründigkeit, die Kälte, die Macht und das Unausweichliche das zwangsläufig folgt.
Die Wut und die Verzweiflung reißen einen nieder und lassen um sich schlagen.
Man will mehr, dem ganzen entkommen und doch ist man ihm hilfslos ausgeliefert.
Nica Stevens hat mir in diesem Punkt Luft verschafft, in dem sie mich durch Leslie immer zum schmunzeln gebracht hat. Ich hab das wirklich gebraucht, sonst wäre ich dem ganzen wohl nicht Herr geworden. Ich hätte es nicht verkraftet, bei dem was sich mir hier offenbarte.
Wahrheiten, die einen zweifeln lassen.
Erkenntnisse, die das Weltbild erschüttern.
Stolpersteine, die einen an die eigenen Grenzen bringen.
Und dann immer wieder diese Frage.
Wer bin ich und wo will ich hin?
Lug und Trug wechseln sich die Hand, machen alles verletzlicher und zerbrechlicher. Man zweifelt, weint und weiß nicht mehr ein noch aus.
Mich hat dieses Buch wirklich aus den Angeln gehoben und nach dem wirklich guten Ende möchte ich nur eins, das es nicht vorbei ist.
Ich möchte mehr über die Hüter wissen und es auch fühlen.
Obwohl man doch einiges über die Hintergründe erfährt, blieben für mich einige Charaktere doch ziemlich blass, was ich wirklich sehr schade fand. Denn sie tragen so viel Potenzial in sich. Sie sind ausbaufähig und haben so viele Seiten an sich, die man einfach ergründen und verinnerlichen möchte.
Es fühlt sich zwar nach Abschied an, aber ich hoffe es geht noch weiter.
Die Welt die hier gezeichnet und offenbart wurde, hat mir richtig gut gefallen. Man möchte mehr davon. Sie ist facettenreich, einzigartig. Die Magie darüber brilliert und flimmert unglaublich. Es ist kaum mit Worten zu beschreiben. Man muss es fühlen.
Für mich ein absolutes Highlight, auch wenn es noch kleinere Schwächen hat.


Fazit :
"Hüter der fünf Leben” ist ein facettenreiches, emotionales und unglaublich magisches Erlebnis, das mir unglaublich unter die Haut ging.
Die Welt, Liam und Vivien und die Hintergründe berühren wahnsinnig und machen einfach nur haltlos.
Es gibt einige Überraschungen, Wendungen die mich in einen Gefühlssturm geschickt haben.
Nach diesem Erlebnis habe ich nur einen Wunsch. Ich möchte zurück und einfach mehr davon.
Denn eins ist sicher die Geschichte kann noch nicht zu Ende erzählt sein. Denn ich habe noch so viele Fragen.
Möchte mehr von der Magie kosten, die Charaktere kennenlernen und in mir aufnehmen….