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Veröffentlicht am 19.04.2018

Eine toller Einstieg in die Welt der Reichen und Schönen, der einige Abgründe offenbart

Die Erbin
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Die Schwedin Natalia de la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas und knallhart in dem was sie tut.
Niemals wurde ihr etwas in den Schoss gelegt. Für das was sie erreicht hat, ...

Die Schwedin Natalia de la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas und knallhart in dem was sie tut.
Niemals wurde ihr etwas in den Schoss gelegt. Für das was sie erreicht hat, musste sie hart arbeiten und das obwohl sie in die schwedische Oberschicht hineingeboren wurde.
Ihr Ziel ist es einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres Vaters zu gewinnen.
Dann trifft sie David Hammar, Schwedens jüngsten und erfolgreichsten Risikokapitalgeber.
Und alles änder sich.
Natalias Leben ändert sich und sie entdeckt Dinge, die sie nie für möglich gehalten hätte und die sie stark verändern.
Doch David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen.
Gibt es überhaupt eine Chance für die beiden oder nutzt David sie nur aus?

Als erstes ist mir dieses wunderschöne Cover aufgefallen und kurze Zeit später war mir auch klar, warum gerade dieses gewählt wurde.
Der Einstieg gelang mir recht gut.
Man lernt Natalia kennen und ich mochte sie sofort. Sie ist tough, aber gleichzeitig auch unglaublich verletzlich. Sie hat ihr Herz auf dem rechten Fleck. Aber sie hat es nie leicht im Leben gehabt.
Was vor allem der Ansichtsweise ihres Vaters zu verdanken ist.
Er vertritt einen recht klaren Standpunkt, wo die Frau ihren Platz im Leben hat und das ist ganz sicher nicht in der Finanzwelt. Seine Ansichtsweisen haben mich doch merklich erschüttert.
Natalias ganzes Leben besteht aus unzählichen Kämpfen um etwas zu beweisen, daß sie gar nicht müsste.
Doch kann sie überhaupt jemals die Anerkennung ihres Vaters erreichen?
Und will sie das eigentlich überhaupt?
Dann hab ich David kennengelernt und auch er hat mir gut gefallen. Er ist charmant, sexy und unglaublich hart was das Geschäft angeht. Das macht ihn zu einem unerbittlichen Gegner und daher ist es auch nicht verwundernswert, das man ihm nicht mal im Dunkeln begegnen möchte.
Er ist eine sehr facettenreiche Persönlichkeit, die mich immer mehr fasziniert hat. Kurz gesagt, ich kann Natalia so gut verstehen. Er ist ein Mann voller Geheimnisse und mit einer sehr schmerzlichen aber auch tragenden Vergangenheit. Die ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist.
Als er Natalia begegnet, stellt das auch sein Leben auf den Kopf.
Von der ersten Sekunde an, konnte ich die Spannung und das Knistern zwischen den beiden spüren. Eine Explosion der Gefühle, die förmlich berauscht und auf eine Welle der Leidenschaft mitnimmt.
Der erotische Anteil war sehr intensiv und sinnlich, die wunderbar fantasievollen Beschreibungen der Gefühle, haben mich unheimlich berührt und ich war völlig gefangen.
Aber man merkt auch recht deutlich den Schmerz und die Ängste, die die beiden Hauptpersonen zu ertragen haben. Das macht sie lebendiger und menschlicher.
Die Autorin macht hier recht deutlich wie es ist, in einer Welt aus Macht und Reichtum zu leben. Wir tauchen ein in die Upperclass und begreifen recht schnell, das nicht alles Gold ist, was glänzt.
Es gibt Schattenseiten, die man am liebsten nie betreten würde und auf einmal ist man doch ganz froh, ein normaler Mensch zu sein.
Aber Menschen mit diesem Status haben auch Feinde und dunkle Geheimnisse. Aber sie sind auch Menschen mit Gefühlen und einem eigenen Leben.
Wir bekommen während des Verlaufs immer mehr Hintergrundinfos über die jeweiligen Familien und das hat vieles erklärt, mich aber auch ungemein berührt.
Mit der Zeit konnte ich mich immer weniger von dem Buch lösen, es hat einfach einen unheimlichen Sog auf mich ausgeübt.
Es ist von Anfang an sehr spannend gehalten und keine Szene ist wie die andere.
Dabei versteht es die Autorin auch immer wieder mit überraschenden Wendungen zu punkten, die ich so nicht erwartet hätte. Und die mir doch hin und wieder das Herz zerrissen haben.
Aber hier geht es nicht einzig nur um Natalia und David.
Auch Asa und Michel spielen eine wichtige Rolle und auch ihre Geschichte ist facettenreich gestaltet und lässt uns in ihr Leben eintauchen.
Der Verlauf gestaltete sich recht komplex und emotionsgeladen. Man fiebert und zittert die ganze Zeit so unglaublich mit.
Die vielen Beschreibungen und Eindrücke dieser Welt, lassen uns alles klarer erscheinen und man sieht förmlich alles vor sich.
Der Abschluss dieser Geschichte hat mir recht gut gefallen, dennoch fiebere ich dem nächsten Band entgegen und kann es gar nicht erwarten bis er erscheint.

Die Charaktere sind tiefgründig gestaltet und lebendig, sie sind aber auch authentisch, was es uns leicht macht, ihre Handlungen und Gedanken stets gut nachzuempfinden.
Die Handlung ist gut durchdacht und fördert immer mehr Abgründe zutage, die mich doch ziemlich erschüttert haben. Dennoch hat die Autorin es auch hin und wieder geschafft, mir ein schmunzeln zu entlocken, was mir doch recht gut gefallen hat. Weil es einfach das ganze nochmal aufgelockert hat.
Das Ende ist nachvollziehbar und befriedigend gestaltet. Dennoch bleibt noch die ein oder andere Frage unbeantwortet.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Natalia und David, was sie mehr in den Fokus rückt. Aber auch andere Sichtweisen erfahren wir, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt.
Die einzelnen Kapitel sind kurz bis normal gehalten.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und intensiv, aber auch sehr bildgewaltig und mitreißend gestaltet.
Das Cover und auch der Titel passen sehr gut zum Buch.

Fazit:
Eine toller Einstieg in die Welt der Reichen und Schönen, der einige Abgründe offenbart.
Viel Leidenschaft und Fantasie, sowie liebevoll gestaltete Charaktere und ebenso viel Spannung und Abwechslung, machen es unmöglich dieses Buch aus der Hand zu legen.
Ich bin begeistert und will mehr.
Eine mehr als klare Leseempfehlung.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten.
Lest es und taucht ein, in eine Welt aus Macht, Rache und Leidenschaft, die euch völlig entfesseln wird.

Veröffentlicht am 19.04.2018

eine gelungene Fortsetzung der Reihe um Fabian Risk

Minus 18 Grad
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Fabian Risk ermittelt wieder, in Hochform.
Hierbei handelt es sich um den dritten Band der Ermittler Reihe, in dessen Fokus Fabian Risk steht.
Ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der neben den doch sehr ...

Fabian Risk ermittelt wieder, in Hochform.
Hierbei handelt es sich um den dritten Band der Ermittler Reihe, in dessen Fokus Fabian Risk steht.
Ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der neben den doch sehr brisanten Fällen, auch privat so sein Päckchen zu tragen hat. Auch im beruflichen gibt es so den ein anderen Konflikt oder sogar Kontrahenten.
Die Ermittlergruppe ist dabei ziemlich facettenreich gehalten und es gibt in jedem Band immer mal wieder Überraschungen zu entdecken, die man im Vorfeld nicht erwarten würde.
Warum weise ich darauf hin, das es um Ermittler geht?
Das ist ganz einfach. Das Buch dreht sich zu einem großen Teil um die sehr detailreichen Ermittlungen, die man sehr gut mitverfolgen kann. Dabei begibt man sich selbst auf Spurensuche und kommt so des Rätsels Lösung immer wieder ein Stück näher.
Auch dieser Band ist sehr komplex gehalten.
Auf der einen Seite hat es Fabian mit einem mysteriösen Todesfall zutun, der schnell erschreckende Ausmaße annimmt. Und diese sind wirklich sehr gut und auch gekonnt in Szene gesetzt. Dabei geht der Autor sehr detailreich und auch mit einer sehr guten Ausarbeitung zu Werke.
Die Fragezeichen werden beim Leser immer größer und irgendwann weiß man gar nicht mehr wo oben und wo unten ist.
Erscheint alles zunächst noch recht simpel, so wird man im nächsten Moment in einen tiefen Strudel aus Abgründigkeit gezogen. Dabei bleibt kein Stein auf dem anderen und das Entsetzen wird immer größer.
Besonders die Kaltblütigkeit dahinter, hat mich fassungslos gemacht. Man denkt immer tiefer geht es nicht mehr. Doch nicht so hier, es ist erst der Anfang von einer riesigen Kette.
Es ist kaum ermessbar, was sich abzeichnet und der Autor versteht es geschickt immer wieder Wendungen einzuweben, die dem ganzen eine völlig neue Richtung geben.
Auf der anderen Seite haben wir es mit der Beamtin Dunja zutun, die auch einen nicht minder abgründigeren Fall bearbeitet.
Doch was haben die beiden Fälle miteinander zutun?
Ehrlich gesagt hab ich mich das, die ganze Zeit gefragt und hab jeden einzelnen Schritt der Ermittler in mich aufgenommen.
Das ganze wird immer größer, kälter und hat mir immer wieder Schauer über den Rücken rieseln lassen.
Das dahinter hat mich wirklich erschreckt , aber es hat auch andere Blickwinkel auf die Gesamtsituatiuon geworfen.
Schlussendlich laufen die Fäden wirklich gekonnt zusammen und mir wurden die offenen Fragen beantwortet.
Auch im Privatleben von Fabian geht es hoch her und es gibt einiges zu entdecken. Was mir hierbei aber besonders gut gefallen hat, es überlagert zu keiner Zeit den Hauptkern.
Alles hat für sich genommen seinen Platz und ab einem bestimmten Punkt erkennt man, warum das so ist.
Ich konnte mich stets sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, was nicht immer einfach war. Da sie doch sehr verschieden sind.
Man durchlebt dabei die unterschiedlichsten Emotionen.
Man ist wütend, haltlos, spürt die Ängste , das Grauen.
Mir hat dieser Band wieder unheimlich gut gefallen, auch wenn ich ihn gerade im Mittelteil etwas langatmig fand. Dennoch konnte er mich begeistern und mitreißen.
Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall für Fabian Risk.
Man kann die Bände gut unabhängig voneinander lesen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Einzig wenn man die Entwicklung der Charaktere miterleben möchte, sollte man die Reihenfolge einhalten.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektive von Fabian Risk, was ihm mehr Raum und Tiefe verschafft. Aber auch verschiedene andere Charaktere bekommen wir zu sehen. U.a. erfahren wir auch ab und an die Sichtweise des Täters, was dem ganzen seinen eigenen Flair verleiht.
Die Charaktere sind ausdrucksstark, authentisch und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Das Buch ist in 2 Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel sind normal bis lang gehalten.
Der Spannungsbogen ist hoch, flacht jedoch auch immer mal wieder ab, um am Ende nochmal in die Höhe zu schellen und alles zu geben.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend,aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Mit "Minus 18 Grad" ist dem Autor eine komplexe und gut ausgearbeitete Fortsetzung der Reihe um Fabian Risk gelungen.
Nichts ist wie es scheint und die Abgründe werden immer tiefer, das man droht hineinzufallen.
Eine Wendung jagt die nächste und als Leser hat man das sprichwörtliche Grauen vor Augen.
Es ist eine Reihe die sich hauptsächlich mit den Ermittlungen befasst und das sehr detailreich.
Wer so etwas mag, sollte unbedingt zugreifen.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein Buch das in mir verschiedene Emotionen ausgelöst hat

Zorn und Morgenröte
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Ich mag Märchen, sogar ziemlich gern, aber um ehrlich zu sein, lässt mich dieses Buch etwas zwiegespalten zurück.
Zunächst hatte ich etwas Probleme reinzukommen.
Die verscheidenen Namen waren etwas gewöhnungsbedürftig, ...

Ich mag Märchen, sogar ziemlich gern, aber um ehrlich zu sein, lässt mich dieses Buch etwas zwiegespalten zurück.
Zunächst hatte ich etwas Probleme reinzukommen.
Die verscheidenen Namen waren etwas gewöhnungsbedürftig, wobei ich auch sagen muss, daß sie hervorragend zu dieser Geschichte passen.
Sherzad lernt man ziemlich schnell kennen. Leider fand ich zu ihr nicht so wirklich Zugang.
Wobei ich ihre Beweggründe immer gut nachvollziehen konnte.
Ihre Emotionen gingen auch auf mich über, man konnte ihre Zerrissenheit und die Wut spüren.
Dennoch war sie für mich nicht wirklich greifbar, was ich wirklich etwas schade fand.
Chalid empfand ich als interessante Persönlichkeit.
Ein Mann den ein Geheimnis umgibt, das es zu lösen gilt.
Und vor allem warum tötet er jede Nacht ein Mädchen?
Das hat wirklich an mir genagt, ich wollte unbedingt wissen warum.
Mir war klar, da muss viel mehr dahinter stecken.
Doch zunächst hat man damit zutun, die ganzen Zusammenhänge miteinander zu verknüpfen.
Man hatte lange Zeit das Gefühl, es passiere überhaupt nichts, obwohl gleichzeitig doch einiges geschah.
Aber das worauf ich brannte, ließ auf sich warten.
Stellenweise wurde es für mich jedoch auch langatmig, was dazu führte, das ich immer mal wieder pausieren musste.
Es gab jedoch auch Stellen die haben mich unglaublich gefesselt und ich konnte regelrecht versinken.
Der Autorin ist es toll gelungen diese ganz bestimmte Atmosphäre zu erzeugen, die alles magisch erscheinen lässt.
Ebenso werden geschickt Märchen eingewoben.
Doch wie so oft, ist auch hier nicht alles so wie es scheint.
Es gibt viele Geheimnisse, Feinde und unvorhergesehene Ereignisse, die einfach in den Bann schlagen.
Man ist gefangen und muss unbedingt wissen, wohin das Ganze führt.
Aber einer bestimmten Stelle wurde es dann auch für mich interessant und ich konnte mich dem ganzen nicht mehr entziehen.
Leider kam diese Stelle erst etwas spät.
Die ganze Verzweiflung, die Wut, aber auch die Liebe und Hoffnung brach ihren Bahn.
Man spürt all diese vielen Emotionen und leidet unsagbar mit.
Ich hätte mir jedoch gewünscht, etwas mehr über einige Charaktere zu erfahren.
Und auch etwas mehr Biss hätte nicht geschadet, das hätte dem ganzen einfach noch mehr Spannung gegeben.
Und doch gibt dieses Buch Stoff zum nachdenken.
Es ist ein Buch das auch viel über das Leben erzählt.
Schlussendlich konnte es mich fesseln, wenn auch erst spät.
Es lebt aber vor allem von seinen Emotionen und den beiden Hauptcharakteren, die von Stück zu Stück mehr fesseln.
Ein Gefühl wie aus 1001 Nacht.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Sherzad und Chalid, was ihnen mehr Raum und Tiefe schenkt.
Aber auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, da hätte ich mir jedoch mehr Tiefgang gewünscht.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten, die Gestaltung hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise etwas langatmig, aber auch mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.

Fazit:
Ein Buch das in mir verschiedene Emotionen ausgelöst hat.
Es hat durchaus Sogwirkung, jedoch ist dies erst spät bei mir eingetreten.
Die beiden Hauptcharaktere verstehen im Laufe des Buches immer mehr zu fesseln, aber vor allem lebt das Buch von seinen Emotionen.
Mit der Bewertung habe ich lange mit mir gerungen.
Das Buch hat enormes Potenzial, dennoch gab es für mich einige Schwachstellen, was ich wirklich sehr schade finde.

Veröffentlicht am 19.04.2018

geheimnisvoll, voller Dramatik und Tragik

Die Perlenfrauen
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Als ich dieses wunderschöne Cover sah, war mein erster Gedanke: Liebe, positive Gefühle, Glück und Romantik.
Es stimmt zum Teil auch mit dem Buch überein, aber mir hat dabei noch etwas mehr Ausdruck gefehlt.
Natürlich ...

Als ich dieses wunderschöne Cover sah, war mein erster Gedanke: Liebe, positive Gefühle, Glück und Romantik.
Es stimmt zum Teil auch mit dem Buch überein, aber mir hat dabei noch etwas mehr Ausdruck gefehlt.
Natürlich war ich gespannt auf diese Geschichte und begann voller Erwartung mit dem lesen.
Das Buch wurde dabei in drei Teile gegliedert, was ich wirklich auch als nötig erachte.
Der Einstieg war jedoch zunächst gar nicht so einfach. Man wechselt dabei immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Man wandelt dabei in den unterschiedlichsten Epochen. Sei es die Kriegzeit, die achtziger oder die sechziger Jahre.
Der Autorin gelang es unheimlich toll, mich an diesem Lebensgefühl teilhaben zu lassen, ohne das der Hintergrund die eigentliche Geschichte überdeckt hätte.
Zunächst jedoch hatte ich einen etwas schwierigen Start. Denn hier erfährt man die Lebensgeschichten, Schicksale verschiedener Personen.
Ich hatte dabei zunächst Schwierigkeiten mich immer wieder umzugewöhnen.
Am herausragensten ist jedoch die einer Familie, die drei Generationen überdauert.
Automatisch denkt man dabei an Schuld, Liebe, Verlust, Geheimnisse.
Womit man auch ganz richtig liegt.
Was mir unheimlich toll gefiel, daß das Setting immer wieder wechselte. Man verweilt u.a. in Japan, England und Italien.
Orte die das pure Lebensgefühl und auch die Energie dessen verströmen. Das hat dem ganzen immer mehr Leben und Seele verschafft und gerade das , habe ich so sehr genossen.
Die wohl wichtigsten Personen hierbei sind Sophia und Tilly Beaumont. Zwei wirklich ausdrucksstarke Persönlichkeiten. Besonders Sophia hatte mein ganzes Interesse. Während ich sie noch am Anfang abschätzig musterte, so mauserte sie sich doch im Laufe des Buch auf sehr gewaltige und eindrucksvolle Art und Weise. Am Ende hätte ich sie einfach nur liebend gern an mich gedrückt.
Natürlich spielen noch viel mehr Personen hier eine Rolle. Ich möchte dem jedoch nicht vorgreifen, denn ich würde dadurch schon zuviel verraten.
Einige habe ich sofort in mein Herz geschlossen, anderen bin ich mit Abneigung begegnet. Aber dann gab es auch wieder Personen, die taten mir einfach nur leid.
Doch alle hatten sie etwas gemeinsam, sie haben mein Herz berührt , aiuf sehr eindringliche Art und Weise.
Bei diesem Buch erfahren wir auch die verschiedensten Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Das fand ich unheimlich schön. Gerade weil man im Laufe der Zeit alle ihre Geschichten erfährt. Erfährt wer sie sind, wer sie sein möchten und zu wem sie letztendlich geworden sind.
Es ist ein Reise voller Träume, Entbehrungen und Zerwürfnisse.
Es ist von Romantik begleitet, mit tiefer Traurigkeit und unsagbaren vielen ungeweinten Tränen belegt.
Und über alles liegt die Liebe. Aber Liebe verbindet das Ganze nicht so, wie man erwarten würde.
Es sind Perlen. Wunderschöne Perlen. Immer wenn ich die Zeilen über sie las. Habe ich dies aufgesogen, war von Glück und Liebe umnebelt und bekam ein Gefühl dafür, was es heißt, diese Perlen zu besitzen. Sie zu bewundern, sich an ihrer Schönheit zu erfreuen.
Sie sind wahrlich das pure Glück. Aber sie verbinden noch so viel mehr.
Die Perlen sind das magische Bindungsmitglied und doch ist jeder für das eigene Schicksal verantwortlich.
Ich habe tiefen Schmerz, Verzweiflung, Tränen gespürt.
Aber ich habe auch unsagbare und bedingungslose Liebe erfahren.
Ein Roman der unheimlich komplex ist. Man muss sich auf diese Geschichte einlassen. Sich den Charakteren öfffnen, ihre Schicksale erleben und dann , erst dann kann man sich auch fallen lassen.
Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten, ich war schlichtweg etwas überfordert, bei dem was alles auf mich zukam.
Aber irgendwann hat es Klick gemacht und ich begann die Zusammenhänge zu begreifen, zu verinnerlichen und dann gab es auch kein Halten mehr.
Die Wendungen die dabei eingewoben wurden, waren sehr gut platziert und fördert Sprachlosigkeit, als auch Ensetzen. Am Schluss musste ich mir vor Rührung dann doch nochmal über die Augen wischen.
Die Autorin hat dabei eine wundervolle Art zu schreiben. Es ist fließend, einnehmend und dabei auch noch sehr bildgewaltig. Sie legt viel Wärme und Gefühl hinein, so das ich mich vollkommen in die unterschiedlichsten Szenarien hineinfühlen konnte.
Es ist kein einfacher Roman, aber er ist unfassbar schön, romantisch, tragend.
Voller Hoffnungen und Träume.
Voller Dramatik, Tragik , verpassten Chancen.
Aber er erzählt auch viel über das erwachsen werden, das sich selbst finden und vor allem den Mut, niemals den Glauben an die Liebe zu verlieren.
Daneben bringt er noch so viel mehr zum Vorschein. Mir hat er außerordentlich gut gefallen, gerade weil ich nie wusste, wohin mich diese Reise führen würde.
Eine Story die einfach fesselt und nicht mehr loslässt.

Fazit:
"Die Perlenfrauen" ist ein ganz eindrucksvoller, romantischer, tränenreicher und sehr komplexer Roman.
Er umschließt nicht nur 3 Genrationen einer Familie. So viel mehr Schicksale sind damit verwoben.
Perlen: Sie spielen eine sehr wichtige Rolle.
Sie machen glücklich und zaubern so viel mehr hervor.
Er ist geheimnisvoll, voller Dramatik und Tragik und über allem schwebt die Liebe.
Ein Roman dem man viel Zeit widmen muss, um sich ihn hinzugeben, es zu fühlen und zu begreifen.
Ein Roman, der es wert ist gelesen zu werden.
Ein klare Leseempfehlung-.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Macht defintiv Lust auf mehr

Die Dreizehnte Fee
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Die dreizehnte Fee hat für tausende Jahre geschlafen.
Doch nun ist sie erwacht , durch einen Kuss.
Sie will Rache an ihren zwölf Schwestern.
Wird es ihr gelingen?

Die Einleitung dieses Buches ließ sich ...

Die dreizehnte Fee hat für tausende Jahre geschlafen.
Doch nun ist sie erwacht , durch einen Kuss.
Sie will Rache an ihren zwölf Schwestern.
Wird es ihr gelingen?

Die Einleitung dieses Buches ließ sich schön lesen.
So richtig wusste ich eigentlich nicht, was mich erwartete.
Dennoch muss ich sagen, mochte ich die dreizehnte Fee auf Anhieb.
Sie wirkte sympathisch, verloren und sehnsüchtig.
Ihre Verzweiflung war stellenweise richtig spürbar, aber auch ihre Kraft und ihre Macht schimmerte hindurch.
Hingegen wusste ich nicht so recht, was ich vom Hexenjäger halten sollte. Er wirkte undurchsichtig und nicht wirklich sympathisch.
Namen werde ich keine nennen.
Denn Namen sind hier ohne Bedeutung.
Als die Fee sich zusammen mit dem Hexenjäger auf die Jagd nach ihren Schwestern machte, war die Spannung förmlich greifbar.
Man begleitet sie auf ihrem Weg, der einfach nur düster ist.
Es geht auf, es geht ab.
Nichts wird dem Zufall überlassen, aber es ist auch nicht alles wie es scheint.
Im Laufe der Geschichte, lernt die Fee mehr über sich selbst.
Sie erfährt Dinge, die sie erzittern lassen, aber auch ängstigen.
Unter Feen stellt man sich immer was schönes und gutes vor.
Aber nicht hier, hier sind die Feen böse und vernichten alles.
Sehr gut, hat es die Autorin verstanden, in die Geschichte der Feen, Märchen mit einfließen zu lassen.
Es gibt dem ganzen die vollkommene Finsternis und zeigt uns das abgrundtief Böse.
Hier wird nichts verklärt oder beschönigt.
Dennoch kann man seine Emotionen mit einfließen lassen, was aber vor allem an der dreizehnten Fee liegt.
Das Ende dieser Geschichte erschien mir jedoch etwas zu abrupt und ich bin nun sehr gespannt wie es weitergeht.
Die einzelnen Charaktere fand ich gut dargestellt, jedoch wie schon anhand der Buchlänge ersichtlich ist. Haben sie einfach zu wenig Tiefe.
Einzig die dreizehnte Fee, hat es geschafft in mir Emotionen auszulösen.
Das liegt daran, dass wir alles aus ihrer Perspektive erfahren. Dadurch das wir ihr Handeln und Fühlen kennen lernen, berührt sie unser Herz, aber sie lässt uns auch erschauern.
Ich finde diesen Charakter sehr interessant und faszinierend und würde gern noch mehr über sie erfahren.
Mir hat sehr gut gefallen, daß diese Geschichte doch recht undurchsichtig ist und man eigentlich nie etwas vorhersehen konnte.
Dieses Fantasymärchen erzählt von Leid, Schmerz und Verzweiflung, aber auch von Liebe, Leidenschaft und Hoffnung.
Die Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und einnehmend.
Die Beschreibungen der Umgebung bringen die Magie hervor, die in dem Buch steckt. Dadurch bekommt man schon eine gewisse Ahnung von der Welt, in der es spielt.
Das Cover und der Titel sind gut gewählt..

Fazit:
Ein düsteres Fantasymärchen, das mit einer starken Hauptprotagonistin aufwartet.
Eine leichte Lektüre für zwischen durch, die sich in einem Rutsch weglesen lässt.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten, weil es mich nicht ganz überzeugt hat.
Mir fehlte noch ein bisschen mehr Leben und Tiefgründigkeit.
Aber ich hoffe, das wird in den nächsten Bänden noch ausgebaut.
In meinen Augen hat es definitiv Potenzial.