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Veröffentlicht am 30.01.2018

"Scythe- Die Hüter des Todes" ist für mich ein Jahreshighlight schlechthin

Scythe – Die Hüter des Todes
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Scythe ist in aller Munde und auch ich musste mir diesen atemberaubenden und vielschichtigen Trilogie Auftakt , etwas näher anschauen. Meine Erwartungen waren wirklich riesig, nachdem ich all die positiven ...

Scythe ist in aller Munde und auch ich musste mir diesen atemberaubenden und vielschichtigen Trilogie Auftakt , etwas näher anschauen. Meine Erwartungen waren wirklich riesig, nachdem ich all die positiven Stimmen dazu gehört habe und ich kann es nicht anders sagen, sie wurden bei weitem übertroffen.
Der Autor geht dabei sehr rasant, eindringlich und einfühlsam vor, gleichzeitig legt er aber auch eine gewisse Kühle und Unnahbarkeit hinein.
Neal Shusterman hat hier eine Welt erschaffen, in der Krieg und Not nicht mehr existieren. Doch all das hat auch seinen Preis und das ist der Punkt, in dem die Scythe auf der Bildfläche erscheinen.
Auf den ersten Blick klingt es wirklich grauenvoll und bestialisch, welche Funktion sie innehaben.
Man fragt sich automatisch, kann man das?
Wird man dazu in der Lage sein?
Wie kalt muss man sein, um dieses Amt zu vollstrecken?
Neal Shusterman führt uns auf sehr eindringliche und gefühlvolle Art und Weise heran und beleuchtet dabei sämtliche Blickwinkel.
Es ist nicht alles schwarz und weiß, es gibt viele Nuancen daziwschen, die hier sehr gut herausgearbeitet wurden.
Ihm ist ein großartiger und einfach grandioser Weltentwurf gelungen, der mich vollkommen fesseln und überzeugen konnte. Es ist verdammt erschreckend, aber gleichzeitig auch wieder gut nachvollziehbar gestaltet.
Im Zentrum des Ganzen stehen Rowan und Citra, deren Perspektiven wir auch erfahren. Daneben erfährt man auch aus Nachleseeinträgen der Scythe, mehr über sie. Was wirklich sehr interessant ist und völlig neue Blickwinkel schafft. Es hat fast etwas weises an sich.Ist geheimnisvoll und man möchte immer mehr darüber erfahren.

Schon als ich die ersten Zeilen gelesen habe, war es um mich geschehen. Meine Liebe zu dieser Geschichte war bereits entfacht und ich wusste, nichts würde danach sein, wie es zuvor war.
Die Welt der Scythe hatte mich im Griff und ich war nicht gewillt, sie wieder zu verlassen.
Der Autor hat dabei einen sehr sehr fließenden und lebendigen Schreibstil, der mich in einen Sog zog, aus dem ich allein nicht mehr herauskam. Es entstanden Bilder in meinem Kopf, die alles übertrafen, was ich je erwartet oder mir erträumt hätte.
Das Buch ist dabei in 5 Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel dabei kurz bis normal gehalten.
Schon als ich Rowan und Citra kennenlernte, mochte ich sie unglaublich gern. Wahnsinnig starke und emotionale Charaktere, deren Weg vorgeschrieben ist und die so manche Prüfungen über sich ergehen lassen müssen. Man lernt sie mit der Zeit unheimlich gut kennen. Taucht in ihr Innerstes ein und kehrt es immer mehr nach außen. Man ergründet sie, fühlt sie und ertrinkt einfach in Ihnen.
Ich kann nicht sagen, wer mich dabei am meisten berührt hat. Es war das Gesamtkonzept. Denn jeder hat hier seine Ecken und Kanten und man weiß nie, woran man ist und womit man es letztendlich zutun hat.
Rowan und Citra machen eine Entwicklung durch, die ich gerne verfolgt habe und die mir so manche qualvolle Stundnen beschert haben. Ich hab so mitgefiebert und gelitten. War von Liebe und Sehnsucht erfüllt und gleichzeitig zog sich mein Herz immer wieder zusammen. Ich habe jede Sekunde genossen, mich geradezu darin gesuhlt und nach Erlösung gelechzt.
Die Scythe gingen mir unter die Haut und haben mir gezeigt, das nicht jeder gleich ist.
Das neben Liebe und Weisheit auch Kaltblütigkeit und Abgründigkeit existiert.
Aber das eine gewisse Ordnung auch wichtig ist.
Besonders Scythe Faraday und Scythe Curie haben sich in mein Herz geschlichen und es einfach auf unglaubliche Art und Weise geschafft, der Geschichte und der Welt mehr Leben einzuhauchen. Sie zum erblühen zu bringen .

Die Handlung ist dabei wirklich enorm spannend und ereignisreich. Glaubt man erst noch man wüsste Bescheid, so schafft es der Autor im nächsten Moment wieder Wendungen einzuweben, die mich nicht nur schockiert haben sondern dem ganzen eine völlig neue Dimension verliehen.
Oft war ich hin- und hergerissen und wusste nicht, wohin mich mein Weg führen würde.
Ich wollte mehr von allem und bekam es auch.
Man erfährt immer mehr über diese Welt und ihre Ordnung und ist faszinierter denn je. Es ist nicht nur enorm interessant sondern schafft es auch nachdenklich zu stimmen. Man begibt sich auf eine Reise, die alles verändern wird. Bei der man auf Gut und Böse trifft, aber letztendlich trotzdem für sich entscheiden muss, wieviel Raum das Ganze einnimmt.
Mich hat diese Geschichte wirklich enorm überrascht und völlig überrollt.
Die Grundthematik wurde herausragend ausgearbeitet und hat mich immer wieder an meine Grenzen gebracht. Man kann sich sehr gut in die Charaktere und in ihre Schicksale hineinversetzen und diese auch nachvollziehen.
Ich fühlte Schmerz, Verzweiflung und Wut.
Angst, Liebe und Sehnsucht.
Doch wer meint, hier wäre alles leicht, der irrt gewaltig. Man muss seine eigenen Prüfungen durchlaufen, Stolpersteine aus dem Weg räumen und dabei die ein oder andere Herausforderung annehmen und bestreiten. Es ist nicht einfach. Nicht eine Sekunde.
Es bringt alles in wanken und reißt es nieder und gleichzeitig, entwickelt sich eine völlig neue Ebene und man genießt es einfach jede Sekunde.
Diese Geschichte hat mich nicht eine Sekunde zur Ruhe kommen lassen. Es hat mich sinnieren lassen.
Bei dem Ganzen wird auch die Zwischenmenschlichkeit nicht außer Acht gelassen. Es gibt strenge Gesetze und Auflagen und doch kommt bei dem ganzen auch die Liebe und das Vertrauen nicht zu kurz.
Es hat dem Ganzen einfach mehr Leben und Wärme geschenkt und es zugleich greifbarer und facettenreicher gemacht.
Man durchläuft eine Gefühlsachterbahn nach der anderen und selbst im finalen Showdown, als es wirklich explosiv und wendungsreich zuging, waren meine Emotionen völlig losgelöst.
Aber auch ein Lächeln beseelte mein Gesicht und ich wusste einfach, ich bin angekommen.
Nun muss ich mehr als alles andere wissen wie es weitergeht und kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Fazit:
Neal Shusterman hat mit seinem Trilogie Auftakt etwas enorm interessantes, faszinierendes und sehr vielschichtiges zutage gebracht.
Ich hab mich verliebt, war verzweifelt, am Rande des Abgrunds, verloren und doch glücklich.
Die Scythe sind gewaltig, lebendig und selbst zwischen den Zeilen spürt man einfach , was sie ausmacht, ja wer sie eigentlich sind.
Dabei ist nichts schwarz oder weiß, es ist voller Nuancen und gerade dieser Umstand hat mir enorm gut gefallen.
Man trifft auf erschreckendes und qualvolles und gleichzeitig spürt man auch Sehnsucht, Wärme und Vertrauen.
Ein Auftakt der mich im wahrsten Sinne des Wortes komplett überrollt und unendlich fasziniert hat.
Meine Erwartungen waren riesig und wurden sogar noch übertroffen.
Es ist enorm spannend , wendungsreich, sehr gefühlvoll und eindringlich.
Die Grundthematik ist sehr gut ausgearbeitet und man kann sich einfach sehr gut in alles hineinversetzen und es auch spüren.
"Scythe- Die Hüter des Todes" ist für mich ein Jahreshighlight schlechthin.
Ich fiebere förmlich der Fortsetzung entgegen.
Unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 30.01.2018

An Dramatik, Tragik und Abgründigkeit kaum zu überbieten

Deine Seele so schwarz
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Petra Busch legt hier mit dem vierten Band ihrer Reihe um Hauptkommissar Moritz Ehrlinspiel nach. Ich mochte die Reihe schon vom ersten Band an sehr gern und war umso gespannter auf den neuen Fall.
Bereits ...

Petra Busch legt hier mit dem vierten Band ihrer Reihe um Hauptkommissar Moritz Ehrlinspiel nach. Ich mochte die Reihe schon vom ersten Band an sehr gern und war umso gespannter auf den neuen Fall.
Bereits der Prolog ist actionreich und schmerzhaft, gleichzeitig schürt er die Neugier und offenbart viel Tragik und Dramatik.
Das Ganze Buch über hat es mich nicht losgelassen, was da wohl passiert ist, weswegen ich es auch nie aus den Augen verloren habe und somit meinen eigenen Spuren nachging.
Die Atmosphäre ist dabei sehr schwer, drückend und von spürbarer Dunkelheit und Qual durchzogen.
Man erfährt hier unterschiedliche Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Was den Fokus doch sehr erweitert und uns tiefer zu den Charakteren vordringen lässt.
Die Charaktere selbst sind dabei sehr unterschiedlich und brillieren auf ihre eigene Art und Weise.
Es gab einige die haben mehr Eindruck bei mir hinterlassen, als andere. Aber alle sind sie greifbar,authentisch, man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihr Innerstes nach Außen kehren.
Zunächst ist die ganze Handlung nicht einfach zu überblicken, da es doch sehr komplex gehalten ist.
Man erfährt dabei unterschiedliche Handlungsstränge, was es noch interessanter und vielschichtiger macht.
Die Autorin hat dabei wieder einen sehr fließenden und mitreißenden Schreibstil, der mich sofort fesselte.

Die Geschichte selbst ist an Dramatik und Tragik nicht mehr zu überbieten.
Man bekommt es mit einem Fall zutun, der sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart miteinander verbindet. Doch wer meint, das Ganze wäre vorhersehbar, der irrt gewaltig.
Besonders eine Person, hat mich ganz besonders berührt. Der Weg, den sie bestritt, ist nicht einfach und zeigt welchen Schmerz und welche Verzweiflung darin innewohnen. Ich hab mich automatisch gefragt, wie es mir an ihrer Stelle gehen würde oder wie ich handeln würde. Man kann es nicht sagen, man muss es in dem Moment durchleben. Doch das, was sie ausstrahlt und was das Leben mit ihr gemacht hat, bringt zum sinnieren und trifft auch auf eine ganz sprezielle Art und Weise.
Eine andere Person hat mich ein ums andere Mal erneut schockiert und ich hab wirklich gegrübelt was passiert ist, das sie so entlgitten ist.
Man bekommt es hier mit einer Familientragödie zu tun, die wirklich alle Grenzen sprengt und nicht leicht zu verarbeiten ist.
Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit kämpfen sich immer mehr an die Oberfläche. Daneben geht es auch um Macht, Kontrolle und Besessenheit.
Ich habe immens mit den Charakteren mitgefühlt und gelitten. Dabei blieb kein Stein auf dem anderen und man erfährt unfassbares. Das Weltbild gerät ins wanken und man ist einfach nur zutiefst erschüttert und schockiert.
Hauptkommissar Ehrlinspiel wird in diesen Fall mit hineingezogen und gerät dabei mehr als einmal an seine Grenzen. Auch in seinem Privatleben geht es rund und damit hat auch er sein eigenes Päckchen zu tragen.
Schade empfand ich, das seine Person bei dem Ganzen etwas unterging. Die Ermittlungen jedoch konnte ich gut verfolgen, auch wenn sie nicht ganz so viel Raum haben, wie man meinen sollte.

Die Autorin hat es toll verstanden , die Grundthematik auszuarbeiten und damit all das Grauen und die Unfassbarkeit dem Leser zu offenbaren. Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln und rätselt immernoch. Besonders das Ende empfand ich als explosiv und extrem heftig. Damit würde man nie im Leben rechnen und dadurch hat es mich auch besonders schockiert.
Hier wird man wieder mit all der Abgründigkeit und Kaltblütigkeit konfrontiert, die das Leben zu bieten hat. Dabei fiel es mir oftmals schwer Mitgefühl mit der betreffenden Person zu haben. Und doch kann man sich ein Stück weit hineinversetzen und all das nachempfinden.

Schlussendlich hat die Autorin hier wirklich eine brisante Thematik aufgegriffen, die mir unter die Haut ging und extrem beschäftigt hat. Mit gezielten Wendungen und viel Dramatik und Tragik offenbart sie eine Story die den Leser extrem fordert und durch sämtliche Höhen und Tiefen gehen lässt.

Fazit:
Mit dem vierten Band der Reihe um Hauptkommissar Ehrlinspiel konnte Pertra Busch auf vielfache Weise punkten.
Sie wartet mit einer Grundidee auf, die ziemlich vielschichtig und brisant ist, dabei den Leser einige Höhen und Tiefen durchlaufen lässt.
Es hat mich emotional ziemlich aufgewühlt und zum grübeln gebracht. Denn die komplexe Story ist an Dramatik, Tragik und Abgründigkeit kaum zu überbieten.
Doch es gibt auch Momente, die einfach berühren und nicht loslassen.
Eine Geschichte die ziemlich schwer , wendungsreich und enorm fesselnd ist.
Sie kann überzeugen und offenbart daneben noch so einiges mehr.
Fans von Moritz Ehrlinspiel werden hier auf ihre Kosten kommen.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Ein Meisterwerk und grandioser Auftakt, der vor allem durch seine Charaktere lebt

Frostflamme
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Ich mag es ja ganz besonders wenn Bücher mich total überraschen und wirklich von vorne bis hinten begeistern und in Atem halten.
Nach langer Zeit habe ich mir nun endlich "Frostflamme" den ersten Band ...

Ich mag es ja ganz besonders wenn Bücher mich total überraschen und wirklich von vorne bis hinten begeistern und in Atem halten.
Nach langer Zeit habe ich mir nun endlich "Frostflamme" den ersten Band der Chroniken der Sphaera vorgenommen. Ich ging völlig ohne Erwartungen ran und hätte nie im Leben erwartet, das es mich so begeistern und überrollen würde. Aber genau das ist hier passiert.
Sehr schön hat mir vor allem die Karte im inneren des Buches gefallen. Die Seitenanzahl ist zwar erstmal erschreckend hoch, was man aber überhaupt nicht merkt. Ich hätte am liebsten noch weitergelesen und das sagt eigentlich schon alles.

Bereits der Prolog hat mich sofort erfasst und mein Interesse war mehr als entbrannt. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit diesem Mann auf sich hatte und meine Geduld wurde auch nicht lange auf die Probe gestellt.
Der Autor hat hier etwas sehr vielschichtiges und gewaltiges auf die Beine gestellt. Wir bewegen uns in einer Welt in der es verschiedene magische Wesen, aber auch Menschen gibt. Zunächst wirken die Namen vielleicht etwas verwirrend. Was mir allerdings überhaupt keine Probleme bereitete.
Dabei erfahren wir unterschiedliche Perspektiven. Zum Beispiel von Cinzia, Noth, Astrid oder auch Winter.
Winter und vor allem Cinzia waren für mich wirklich am herausragendsten. Zunächst etwas unscheinbar, aber die Entwicklung die sie durchmachen ist gewaltig. Ein Stück weit hat es mich wirklich geschockt und aus den Schuhen gehoben. Denn was hier vor sich geht, kann man unmöglich vorhersehen.
Diese Geschichte lebt vor allem von seinen Charakteren. Sie sind allesamt sehr lebendig gehalten. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Sie greifen, ihre Emotionen und ihre Handlungen nachvollziehen und sie einfach auch verstehen. Dabei werden sie mit der nötigen Tiefe ausgestattet, die sie auch brauchen.
Man kann sehr gut mit ihnen leiden, mitfiebern, lieben und ein Teil von Ihnen sein.
Dabei haben sie einige Herausforderungen zu meistern, die in der Tat nicht ohne sind. Ständig wird man geprüft und hat man dies erstmal bestanden, kommt auch schon das nächste.
Die Welt ist von einigen Gefahren und Geheimnissen behaftet die man stets versucht aufzudecken.
Dabei spürt man den Schmerz, die Verzweiflung , die dem ganzen vorausgeht.
Besonders Winters innere Zerrissenheit hat mich in Atem gehalten. Ich wusste nicht ob sie sich verrennt und womöglich zuviel will. Ich hatte Angst, das sie sich selbst verliert.
Das am Ende einfach nichts mehr übrig ist. Sie ist so eine sanfte und naive junge Frau, die sich erst noch finden muss. Umso schockierender war ihre Entwicklung für mich. Denn gerade sie habe ich am meisten ins Herz geschlossen.
Man hat einfach das Gefühl, die Charaktere erfinden sich ständig neu. Nichts ist so wie es scheint und gerade dieser Aspekt macht es auch so gewaltig und emotional.
Aber auch das Abgründige ist deutlich zu spüren und jagte mir ein ums andere Mal eisige Schauer über den Rücken.

Der Autor präsentiert uns hier eine Welt die greifbar und vielschichtig ist. Man entdeckt mit jeder Zeile neues und doch ist man noch weiterhin auf der Suche nach dem wahren Kern.
Durch einige gezielte Wendungen ist es ihm gelungen, mich vollkommen zu fesseln und in den Bann zu ziehen.
Er schreibt dabei sehr fließend, leicht und bildgewaltig.
Das Buch selbst hat er dabei in 4 Teile gegliedert, was nachvollziehbar ist und einfach gut passt.
Besonders bewundernswert empfand ich, das er das Tempo immer oben behalten hat und man quasi überhaupt keine Zeit hatte, um sich auszuruhen.
Eine Weissagung schwebt immer im Raum und so war ich nur am rätseln, was es damit wohl auf sich hat.
Die Gier, die Besessenheit , die Machtgelüste haben eine seltsame Beklemmung in mir ausgelöst
Man begreift im Laufe der Zeit das nicht alles nur schwarz weiß ist. Das man gut prüfen muss, was Gut und Böse überhaupt bedeuten. Denn nicht alles erscheint so klar, wie man das zunächst annimmt.
Es war ein ständiges Auf und Ab für mich und immerzu musste ich mich neu sortieren.
Doch was mich wirklich fasziniert hat, war die unbeschreibliche Magie. Man fühlt es, zehrt danach und möchte immer mehr. Er schreibt dabei auch sehr detailreich, so das wirklich keine Wünsche offen bleiben.
Besonders gegen Ende des Buches wurde es nochmal explosiv und emotional. Ich wusste nicht mehr wo oben und wo unten ist. Wollte nur noch schreien, weil es mich so unvorbereitet getroffen hat.
Und mein Gott das Ende. Es ist in dem Sinne nicht wirklich ein Cliffhanger, aber ich möchte so unbedingt wissen wie es weitergeht.
Ich bin schon jetzt wahnsinnig gespannt darauf, was die Fortsetzung für uns bereithalten wird.

Fazit:
"Frostflamme" der erste Band von "Die Chroniken der Spharea" hat mich völlig überraschend überollt, geflashed und absolut begeistert.
Ein Meisterwerk und grandioser Auftakt, der vor allem durch seine Charaktere und die Magie, die in allem wohnt lebt.
Ich hab so mit ihnen gefühlt, gelitten und war da, um sie in ihrem Schmerz aufzufangen.
Dem Autor gelingt es einfach auf über 700 Seiten den Spannungslevel konstant oben zu behalten und dabei immer mehr Wendungen einzubauen, bis ich irgendwann komplett am Ende war.
Die Dämme brechen einfach und man verliert sich nur noch in allem.
Magisch, wendungsreich und voller Emotionen.
Für mich ein richtiges Highlight , ich freu mich schon sehr auf den Nachfolger.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Interessant, wendungsreich und nervenzehrend

Die Henry Frei-Thriller / Böses Kind
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Martin Krist hat es mit seinem fesselnden und fließenden Schreibstil sofort wieder geschafft mich restlos in den Bann zu ziehen.
Er schreibt kurz, präzise, ohne Schnörkel und so sind auch seine Kapitel, ...

Martin Krist hat es mit seinem fesselnden und fließenden Schreibstil sofort wieder geschafft mich restlos in den Bann zu ziehen.
Er schreibt kurz, präzise, ohne Schnörkel und so sind auch seine Kapitel, wodurch ich förmlich durch dieses Buch gerast bin.
Die Atmosphäre empfand ich dabei als düster, kühl und geheimnisvoll. Die Berechnung, Verbitterung und die Dramatik ist förmlich greifbar.
Er liefert eine vielschichtige Story, die es in sich hat und das wahre Grauen aufbietet, was man sich nur vorstellen kann.
Es könnte mitten aus dem Leben gegriffen sein und gerade deshalb nimmt es letztendlich auch so mit.

Wie bei allen seiner Bücher, musste ich mir auch hier vorab erstmal einen Überblick verschaffen. Denn man erfährt verschiedene Handlungsstränge.
Zum einen lernt man Henry Frei und seine Kollegen kennen und begleitet sie bei ihren Ermittlungen und zum anderen lernt man die überforderte Mutter Suse kennen und nimmt Anteil an ihrem Schicksal.
Dabei erfahren wir die Perspektiven von Henry Frei und Suse.
Der Kommissar hat mir sofort sehr gut gefallen, er ist greifbar , authentisch und sammelte schnell Sympathiepunkte bei mir. Er ist mal ein ganz normaler Ermittler, der ohne Lasten auskommt und gerade deshalb wirkt er auch erfrischend auf mich.
Und obwohl man doch einiges über ihn erfährt, bleibt doch auch noch vieles ungesagt und es schwelen einige Geheimnisse an der Oberfläche.
Geheimnisse die ich unbedingt ergründen und aufdecken möchte. Es ist jedoch bereits schon jetzt klar, das diese Reihe ein hohes Potenzial in sich birgt und ich bin schon jetzt wahnsinnig gespannt, was da noch auf uns wartet.
Daneben lernen wir auch Suse und ihr Leben reltaiv gut kennen. Überfordert, mit den Nerven am Ende, quält sie sich mehr schlecht als recht durch den Alltag. Es gab nicht selten Momente , da hätte ich am liebsten eingegriffen und ihr mal gehörig den Kopf gewaschen. Bis zu einem gewissen Grat kann man es durchaus nachvollziehen und verstehen. Denn wir alle geraten mal an unsere Grenzen, aber das ist auch irgendwann ausgereizt. Ich wusste nie , wie ich Suse einschätzen sollte.
Glauben , Unglauben.
Sie ist wahrlich kein einfacher Charakter und demnach fiel es mir auch wirklich schwer, sie ins Herz zu schließen. Ich konnte dennoch ihre Sorgen und Probleme gut verstehen und mich auch ein Stück weit in sie hineinversetzen. Mit ihr bangen und fühlen.
Es ist schrecklich , wenn das eigene Kind verschwindet und man der Verzweiflung näher als der Wut ist.
Man nicht mehr aus noch ein weiß und einfach das komplette Leben aus den Fugen gerät.
Doch ich kann nicht bestreiten, das sie mich doch in manchen Situationen überrascht , aber auch schockiert hat. Eine Wendung, mit der ich in dieser Form nicht gerechnet hatte. Was durchaus gelungen ist.

Die Handlung selbst ist sofort spannungsgeladen, besonders die ersten Szenen hatten es wirklich in sich und man musste einfach ergründen , was es damit auf sich hat.
Martin Krist betätigt sich keiner brutalen oder blutigen Beschreibungen, er setzt da an, wo es wirklich weh tut. In der Seele und was das Ganze mit sich zieht.
Geschickt hat er die einzelnen Handlungsstränge aufgebaut und das Tempo dabei immer weiter gesteigert. Daneben bringt er noch einzelne Szenen ein, die nervenzehrend und schockierend sind. Zudem wird die Neugier immer mehr geschürt und man möchte unbedingt wissen was dahintersteckt.
Mit gezielten Wendungen hat er es geschafft, das ich mir nie sicher sein konnte, wer tatsächlich dahintersteckt. Man rätselt immer wieder hin und her und kommt doch auf keinen richtigen und greifbaren Nenner.
Die Ermittlungsmethoden haben mir sehr gut gefallen, ich konnte eifrig mitermitteln und dabei auch meinen eigenen Überlegungen folgen.
Seine Charaktere sind vielschichtig gestaltet, authentisch und absolut greifbar.
Er verbindet hier verschiedene ernste Themen die gut ausgearbeitet und gekonnt in Szene gesetzt sind. Unweigerlich stimmt das Ganze auch nachdenklich.
Im zweiten Teil des Buches wird es richtig rasant und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich war gefangen zwischen Panik, Unglauben und Fassungslosigkeit.
Die Blickwinkel verschoben sich merklich und plötzlich war nichts mehr offensichtlich.
Eine Wendung jagte die nächste und an Luft holen war gar nicht mehr zu denken.
Das Ende hat mir gut gefallen, war aber auch echt gemein. Ich hätte am liebsten schreien mögen, weil ich jetzt nicht weiterlesen kann.
Jetzt bin ich einfach nur unheimlich gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht und kann es kaum abwarten, bis es endlich wieder soweit ist.

Fazit:
Mit dem Auftakt um Kommissar Henry Frei legt Martin Krist die Messlatte schon ziemlich hoch.
Kurz, präzise und ohne jede Schnörkel,ganz wie man ihn kennt.
Dabei setzt er seine Themen sehr gut um und versteht es zudem noch den Leser zum nachdenken zu bringen.
Ohne Blut und Brutalität wird der Leser immens gefordert , so das man gar nicht mehr von den Seiten loskommt.
Interessant, wendungsreich und nervenzehrend.
Er bietet hier eine vielschichtige Handlung, die vor allem durch die Wendungen und dem dahinter sehr beindruckt.
Für mich wieder ein absolut geniales Werk, das mich beschäftigt, aber auch emotional berührt hat.
Ich fiebere schon jetzt den Folgeband entgegen.
Als großer Fan seiner Werke, kann ich ihn einfach nur komplett empfehlen.
Auch hier hat er mich wieder restlos begeistert, überzeugt und um den Schlaf gebracht.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Eine Story die mit einer temperamentvollen Maria und einem heißen Eli punkten kann

Trinity - Bittersüße Träume
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Nachdem Gillian ihre Story bekam, ist nun ihre Freundin Maria an der Reihe. Was mich natürlich sehr gefreut hat, denn da gibt es einiges , was man als Leser immer wissen wollte.
In ihrem neuen Roman versteht ...

Nachdem Gillian ihre Story bekam, ist nun ihre Freundin Maria an der Reihe. Was mich natürlich sehr gefreut hat, denn da gibt es einiges , was man als Leser immer wissen wollte.
In ihrem neuen Roman versteht die Autorin es auch sofort, mich komplett in den Bann zu ziehen.
Dabei erfahren wir Marias Perspektive, was ihr mehr Präsenz und Tiefe verleiht.

Die Handlung selbst geht sofort sehr spannend und auch ein klein wenig traurig los. Tommys Tod ist immer noch allgegenwärtig und Maria hat noch mächtig daran zu knabbern. Zum ausruhen ist keine Zeit und so erlebt sie etwas, was eigentlich nicht sein kann.
Sie sieht Tommy und auch wieder nicht. Sind ihre Nerven überstrapaziert?
Aber nein, so ist es nicht. Wer da vor ihr steht, ist niemand anderes als Tommys Zwillingsbruder Eli.
Für Maria beginnt eine Odyssee die sie in einen wahren Strudel aus Leidenschaft, Gewissensbissen und neuen Hürden zieht.
Denn nicht nur Eli bringt ihr Leben ordentlich durcheinander.
Plötzlich geht es um mehr als Leidenschaft und Hingabe. Es geht um ihre Vergangenheit, die wieder lebendig geworden ist und einiges an Dämonen mit sich bringt.
Doch wird es Maria auch diesmal schaffen, sich davon zu befreien oder verliert sie am Ende selbst dabei?

Maria mochte ich schon in den anderen Bänden sehr gern. Sie hat mächtig Feuer unter dem Hintern und das lässt sie auch heraus. Aber sie hat auch eine andere Seite. Eine traurige und nachdenkliche Seite. Eine Seite die mehr über sie selbst erzählt. Die zeigt, was in ihr steckt und vor allem zeigt sie, was sie fühlt.
Schmerz, Verzweiflung und Wut beginnen sich ihren Weg durch die Story zu bahnen. Dabei ist nichts einfach und es geht ordentlich zur Sache. Es wird dramatisch, packend und man ist an der Grenze zwischen weinen und wüten. Es bringt einiges hervor, was man nicht vermuten würde und doch hatte ich das Gefühl, es fehlte noch etwas Tiefe. Einige Szenen wurden für mich zu schnell abgehandelt, da hätte man gern noch etwas draufsetzen können. Zum einen um die Emotionen noch besser rauslassen können und zum anderen um noch mehr Tiefe zu erzeugen. Maria geht einem dabei sehr nahe. Mit dem , was sie erlebt hat und ertragen musste, muss man erstmal klarkommen, was nicht unbedingt einfach ist.
Man spürt ihre innere Zerrissenheit und ihre Qualen mehr als deutlich.
Und dann sind da ihre Freundinnen und Eli, die ihre Welt leichter und sonniger machen. Das lockert das Ganze ziemlich auf und schiebt die schlechten Gedanken und die Bedrohung beiseite.
Doch wie lange kann man davonlaufen, bis alles über einen hereinbricht?
Wie eine Lösung finden?

Obwohl ich die Story selbst sehr vorhersehbar fand, so hat sie mir doch gut gefallen und in Atem halten können. Die Spannung flaut nicht ab und es gibt einiges zu ergründen und zu überstehen.
Die Charaktere sind lebendig, verstehen zu überzeugen und mitzureissen.
Es war toll , liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen und mit ihnen zu fühlen. Daneben gibt es auch einige Rückblicke, so das man keinerlei Probleme hat mit der Story zurechtzukommen.
Der Humor lockert vieles auf, wodurch ich manchmal wirklich Tränen gelacht habe.
Der Erotikanteil ist wie gewohnt sehr groß. Was die Leidenschaft noch mehr hervorbringt, uns aber auch zeigt, was dabei in den Menschen vor sich geht.
Die Autorin hat es geschafft auch hier ein paar Wendungen einzubauen, die sich gut eingefügt haben und mir damit unerwartete Momente bescherten.
Man kann sich hier fallenlassen, einfach genießen und völlig abtauchen.
Mit ihrem gewohnt flüssigen und leichten Schreibstil, hat man die Story im Nu inhaliert und fragt sich am Ende nur, warum es so schnell ging.

Schlussendlich konnte sie mich auch mit Marias Story begeistern, die neben Liebe und Leidenschaft, auch ernsthafte Themen zu bieten hat. Das macht es abwechslungsreicher und zudem auch dramatischer.
Es geht um Freundschaft, Liebe und Vertrauen.
Aber auch um Rache, Besessenheit und Verluste.
Eine Story die mich bewegen und gut unterhalten konnte.