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Veröffentlicht am 30.01.2018

Ein überzeugender und magischer Auftakt der Royal Blood Reihe

Schattenkrone
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"Schattenkrone" ist der Auftakt der vierteiligen Reihe "Royal Blood".
Das Cover hat mich sofort sehr angesprochen und auch der Klappentext klang einfach nach mehr, so das ich unbedingt ergründen musste, ...

"Schattenkrone" ist der Auftakt der vierteiligen Reihe "Royal Blood".
Das Cover hat mich sofort sehr angesprochen und auch der Klappentext klang einfach nach mehr, so das ich unbedingt ergründen musste, was sich dahinter verbirgt.
Was mir auf Anhieb sehr gut gefallen hat, ist die Karte im Inneren des Buches. Das schafft sofort eine sehr gute Atmosphäre.
Mir bewegen uns in der Zeit 340 v. Ch. . Es geht um die Zeit Alexander des Großen und ist eine sehr interessante Adaption dessen voller Magie, Macht und Intrigen. Es ist die Zeit, als Alexander noch sehr jung war und noch nicht so bekannt.

Ich freute mich unheimlich auf diese Geschichte und begann voller Erwartung mit dem Lesen.
Bereits der Einstieg hatte mich sofort fest im Griff.
Vor allem Kat hatte mich im Griff. Der Einstieg ist quasi eine Begegnung zwischen Kat und Jacob, in Zuge dessen sich Jacob in eine gefährliche Mission begibt.
Ich konnte sofort die Verbindung, die tiefen Gefühle und auch den Schmerz spüren. Und Kat war es auch, die mich das ganze Buch über nicht losgelassen hat.
Sie ist eine starke und mutige junge Frau, die aber auch weiche Seiten an sich hat. Aufgrund dessen konnte ich mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Ihren Schmerz und ihren Antrieb fühlen. Sie war einfach greifbar für mich.
Doch nicht nur an Kat konnte ich mich emotional binden. Auch Jacob und Alexander haben mir wirklich sehr gut gefallen.
Die Autorin legt dabei ein sehr großes Augenmerk auf ihre Charaktere. Im Laufe der Zeit lernt man sie immer besser kennen und auch verstehen. Und obwohl man teilweise in ihr Innerstes vordringt, so bleibt es dennoch nicht aus, das mir einige Charaktere seltsam fremd blieben, einfach weil sie auch etwas blass gehalten wurden.
Das liegt schlicht und ergreifend auch mit daran, das man hier ziemlich viele Perspektiven erfährt. Insgesamt sind es sieben. Was ich wirklich enorm finde. Da sich wirklich auf jeden einlassen zu können, ist ein Drahtseilakt.
Teilweise haben mich die ganzen Informationen etwas überfahren, doch irgendwann hat man den Dreh heraus und kann sich vollkommen auf die Story einlassen.
Mich konnte diese Geschichte jedoch von Anfang enorm mitreißen und ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich am liebsten nur Zeit mit Kat verbacht hätte. Ich habe an ihrer Seite mitgezittert und gelitten. Wollte mehr über ihre Geheimnisse ergründen und je mehr ich eintauchte, umso gewaltiger und schmerzhafter wurde das Ganze.
Ihr Hintergrund hat mir geholfen zu verstehen und gleichzeitig wollte ich noch mehr.
Es geht um Macht, Intrigen und darum man selbst dabei zu bleiben.
Es gab Zeiten, da hat es mich wirklich erschüttert. Menschen haben mich erschüttert, wie sie gehandelt habven, wie sie dachten, wie sie waren.
Auch Alexanders Mutter ist eine wirklich interessante Person, die mir jedoch immer wieder Schauer über den Rücken rieseln ließ.
Sie hat der Geschichte mächtig Auftrieb gegeben. Denn leider blieb es nicht aus, das die Spannung immer mal wieder abflaute und ich einfach einige Zeit Erholung und neuen Ansporn brauche.
Trotz allem ließ es mich nicht los und brachte mich immer wieder zum sinnieren.
Es gab Aspekte die waren vorhersehbar , doch letztendlich konnte mich die Autorin doch noch überraschen. Auch wenn man es geahnt hat, so hat es mich doch überrollt und die Nervenenden vibrieren lassen.
Bei so einer großen Geschichte kommt natürlich auch die Romantik und die Liebe nicht zu kurz. Es spielt jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Und obwohl das so war, konnte ich diese Momente genießen, mich in ihnen winden und sie einfach auskosten. Es hat dem Ganzen ein Hauch von Wärme und Leichtigkeit verschafft.

Insgesamt hat die Autorin hat hier einfach einen sehr interessanten Auftakt geschaffen, der historisch, magisch und facettenreich gehalten ist. Ebenso kommen auch die Magie und die Emotionen nicht zu kurz.
Ein Geschichte dessen Entwicklung man deutlich spürt und einfach nicht loslässt.
Die Autorin hat dabei einen sehr atmosphärischen, fließenden und lebendigen Schreibstil. Es entstehen immer mehr Bilder im Kopf, wodurch man eine gute Bindung zu allem aufbauen kann.
Auch über die Hintergründe der Welt und auch der Charaktere wird man nicht im Unklaren gelassen, was es alles ein Stück weit greifbarer macht und doch auch etwas aufwühlt.
Sie hat das Ganze in fünf Akte unterteilt, was mir sehr gut gefallen hat.
Das Ende hat in mir sofort den Wunsch geweckt weiterlesen zu wollen und nun bin ich enorm gespannt, was Band 2 zu bieten haben wird.
Letztendlich konnte mich die Autorin damit wirklich in Atem halten, mein Interesse entfachen und mich emotional auch bewegen.

Fazit:
Eleanor Herman hat mit "Schattenkrone" dem Auftakt ihrer vierteiligen Royal Blood Reihe, etwas sehr großes und facettenreiches geschaffen.
Von Anfang an hat mich die Mischung aus Historischem und Magischem völlig in den Bann gezogen.
Vor allem Kat ist dies gelungen. Denn ich habe jede Zeile mit ihr aufgesogen und mit ihr gezittert und gelitten.
Die Handlung konnte mich enorm mitreißen, hielt jedoch auch Stolpersteine parat und brachte mich immer mal wieder zum innehalten.
Und trotzdem ist es ein Auftakt der mich fasziniert und nicht losgelassen hat. Er hat einfach dieses gewissen Etwas,das in mir den Wunsch nach mehr weckt.
Für mich absolut überzeugend und auch interessant.
Ich bin nun mächtig gespannt wie es weitergeht, denn nach diesem Ende, muss ich es einfach wissen.
Wer sich für historisches verbunden mit Magie interessiert und keine Angst vor allzu vielen Details hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Absolut mitreißend, fesselnd und beklemmend

Beware That Girl
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Der Klappentext von diesem Buch hat mich enorm neugierig gemacht und ich wusste bereits nach den ersten Zeilen, das es mich in Atem halten würde.

Die Autorin hat es sofort geschafft eine beklemmende und ...

Der Klappentext von diesem Buch hat mich enorm neugierig gemacht und ich wusste bereits nach den ersten Zeilen, das es mich in Atem halten würde.

Die Autorin hat es sofort geschafft eine beklemmende und unheilvolle Atmosphäre heraufzubeschwören. Im Zentrum des Ganzen stehen Kate und Olivia. Zwei Menschen die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen, aber doch auch eine gewisse gemeinsame Verbindung innehaben. Toll fand ich, das man hierbei von beiden die Perspektiven erfährt. Man kann sich Ihnen dadurch nähern und sie entwickeln mehr Raum und Präsenz.
Kates Sichtweise erfolgt dabei aus der Ich Perspektive, Olivias dagegen aus der personalen. Was gerade Olivia enorm geheimnisvoll und unnahbar erscheinen lässt.
Die Autorin hat dabei einen sehr einnehmenden und fließenden Schreibstil, der nach und nach einen gewissen Sog ausübt, dem man sich unmöglich entziehen kann. Zudem sind die Kapitel recht kurz gehalten, wodurch man in einem Rutsch durch das Buch fliegt.

Es beginnt mit dem Danach, was mir schon ziemliche Gänsehaut bescherte und allerlei Gedankengänge auslöste. Ich war enorm angespannt und wollte unbedingt wissen, was tatsächlich geschah.
Danach gehen wir einige Monate zurück und erleben wie Kate und Olivia das erste Mal aufeinandertreffen und wie ihre Freundschaft entsteht.
Ich hatte von Anfang an ein klares Bild vor Augen, in dem die Rollen klar verteilt waren.
Was dann aber tatsächlich geschah, hat mich doch ziemlich überrascht.
Kate hat eine sehr überlegende, kühle und berechnende Art an sich, was nicht sofort Sympathien erzeugt. Trotz allem mochte ich sie aber ein Stück weit. Vielleicht weil ich das Gefühl hatte, es müsse mehr dahinterstecken. Im Laufe des Buches erfährt man auch immer mehr über ihren Hintergrund, was mitunter die wahre Kate zum Ausdruck bringt. Es hat geholfen sie greifbar zu machen und sie einfach ein Stück weit auch zu verstehen und zu verinnerlichen.
Olivia dagegen war für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln. Naiv, schutzbedürftig und verletzlich.
Doch ist sie das tatsächlich?
Ich mochte Olivia auf Anhieb, aber gleichzeitig auch wieder nicht. Ich wusste nie, woran ich bei ihr war. was sie dachte, was sie fühlte.
Wer sie tatsächlich ist?
Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte wirklich überrascht und von den Füßen gehoben.
Es geht dabei nicht nur um Kate und Olivia. Es geht um mehr. Natürlich spielt dabei auch die Liebe eine Rolle. Ebenso wie Berechnung, Besessenheit und Macht.
Eine gute Kombination die gut in Szene gesetzt wurde und so einiges an Abgründigkeit und Finesse zutage fördert.
Besonders mit Olivia habe ich mitgezittert und gelitten. Abstrus, wenn man bedenkt, das ich bei ihr nie ganz dahinter stieg. Aber so war es eben. Denn sie ist in ihrer ganzen Ausstrahlung sehr facettenreich und anziehend und hat es geschafft mich immer wieder zum nachdenken, sinnieren und grübeln zu bringen.
Kate und Olivia zusammengenommen haben mich fasziniert und irgendwann hatte ich das Gefühl, die Geschichte entwickle ein Eigenleben, bei dem das Ende unmöglich vorherzusehen ist.
Es ist ein stetiger Kampf um Anerkennung, Vorwärtskommen und gleichzeitig den Wunsch nach Wärme und Geborgenheit. Nach Schutz und Beständigkeit.
Es gab Szenen da habe ich mich wirklich gefragt wer hier lügt und betrügt, wer wen manipuliert.
Das Ganze nimmt enorme Ausmaße an, so das man irgendwann auch gar nicht mehr weiß, an welchem Punkt man sich tatsächlich befindet. Es bringt die Emotionen ordentlich in Wallung.
Und neben diesem ganz perfiden und ausgeklügelten Spiel, gibt es auch Momente und Charaktere, die echt und wahr sind. Die ein Stück weit bewegen und etwas Wärme erzeugen.
Es ist eine Story voller Wendungen , die eher von psychologischer und unterschwelliger Spannung beherrscht wird. Dabei begegnet man Charakteren, die wirklich interessant sind, aber leider mitunter etwas blass blieben. Was ich wirklich enorm schade fand. Denn da wäre noch deutlich Luft nach oben gewesen.
Besonders im letzten Drittel ging es actionreich und emotional zu. Die Blickwinkel verschoben sich völlig und ich musste mich zwingen, weiterzulesen und nicht vor lauter Panik das Geschehen zu verlassen.
Das Ende hat mich wirklich sehr überrascht und gleichzeitig bin ich auch etwas ratlos.
War es das jetzt? Oder geht es doch noch weiter?
Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen, denn das kann es einfach nicht gewesen sein.
Alles in allem eine Geschichte die mich enorm gefesselt und in die Abgründe der Reichen und Schönen gezogen hat. Voller Wendungen, dramatisch und enorm beklemmend.
Einfach gut in Szene gesetzt und volkommen aus den Angeln gehoben.

Fazit:
Die Autorin hat mich mit diesem Werk enorm überrascht und in einen nie endenden Sog gezogen.
Eine Jugendroman der auch Thrillerlemente in sich hat. Dessen Geschehen jedoch von psychologischer und unterschwelliger Spannung durchzogen ist.
Kate und Olivia.
Wer belügt und manipuliert hier wen?
Ein perfides und ausgeklügeltes Spiel, das sich immer mehr steigert, kein Ende nehmen will, um dann in einem explosionsartigen Showdown zu enden.
Absolut mitreißend, fesselnd und beklemmend.
Trotz kleinerer Schwächen konnte es mich absolut begeistern, bewegen und in Atem halten.
Unbedingt mehr davon.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Eine Story die mit einer temperamentvollen Maria und einem heißen Eli punkten kann

Trinity - Bittersüße Träume
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Nachdem Gillian ihre Story bekam, ist nun ihre Freundin Maria an der Reihe. Was mich natürlich sehr gefreut hat, denn da gibt es einiges , was man als Leser immer wissen wollte.
In ihrem neuen Roman versteht ...

Nachdem Gillian ihre Story bekam, ist nun ihre Freundin Maria an der Reihe. Was mich natürlich sehr gefreut hat, denn da gibt es einiges , was man als Leser immer wissen wollte.
In ihrem neuen Roman versteht die Autorin es auch sofort, mich komplett in den Bann zu ziehen.
Dabei erfahren wir Marias Perspektive, was ihr mehr Präsenz und Tiefe verleiht.

Die Handlung selbst geht sofort sehr spannend und auch ein klein wenig traurig los. Tommys Tod ist immer noch allgegenwärtig und Maria hat noch mächtig daran zu knabbern. Zum ausruhen ist keine Zeit und so erlebt sie etwas, was eigentlich nicht sein kann.
Sie sieht Tommy und auch wieder nicht. Sind ihre Nerven überstrapaziert?
Aber nein, so ist es nicht. Wer da vor ihr steht, ist niemand anderes als Tommys Zwillingsbruder Eli.
Für Maria beginnt eine Odyssee die sie in einen wahren Strudel aus Leidenschaft, Gewissensbissen und neuen Hürden zieht.
Denn nicht nur Eli bringt ihr Leben ordentlich durcheinander.
Plötzlich geht es um mehr als Leidenschaft und Hingabe. Es geht um ihre Vergangenheit, die wieder lebendig geworden ist und einiges an Dämonen mit sich bringt.
Doch wird es Maria auch diesmal schaffen, sich davon zu befreien oder verliert sie am Ende selbst dabei?

Maria mochte ich schon in den anderen Bänden sehr gern. Sie hat mächtig Feuer unter dem Hintern und das lässt sie auch heraus. Aber sie hat auch eine andere Seite. Eine traurige und nachdenkliche Seite. Eine Seite die mehr über sie selbst erzählt. Die zeigt, was in ihr steckt und vor allem zeigt sie, was sie fühlt.
Schmerz, Verzweiflung und Wut beginnen sich ihren Weg durch die Story zu bahnen. Dabei ist nichts einfach und es geht ordentlich zur Sache. Es wird dramatisch, packend und man ist an der Grenze zwischen weinen und wüten. Es bringt einiges hervor, was man nicht vermuten würde und doch hatte ich das Gefühl, es fehlte noch etwas Tiefe. Einige Szenen wurden für mich zu schnell abgehandelt, da hätte man gern noch etwas draufsetzen können. Zum einen um die Emotionen noch besser rauslassen können und zum anderen um noch mehr Tiefe zu erzeugen. Maria geht einem dabei sehr nahe. Mit dem , was sie erlebt hat und ertragen musste, muss man erstmal klarkommen, was nicht unbedingt einfach ist.
Man spürt ihre innere Zerrissenheit und ihre Qualen mehr als deutlich.
Und dann sind da ihre Freundinnen und Eli, die ihre Welt leichter und sonniger machen. Das lockert das Ganze ziemlich auf und schiebt die schlechten Gedanken und die Bedrohung beiseite.
Doch wie lange kann man davonlaufen, bis alles über einen hereinbricht?
Wie eine Lösung finden?

Obwohl ich die Story selbst sehr vorhersehbar fand, so hat sie mir doch gut gefallen und in Atem halten können. Die Spannung flaut nicht ab und es gibt einiges zu ergründen und zu überstehen.
Die Charaktere sind lebendig, verstehen zu überzeugen und mitzureissen.
Es war toll , liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen und mit ihnen zu fühlen. Daneben gibt es auch einige Rückblicke, so das man keinerlei Probleme hat mit der Story zurechtzukommen.
Der Humor lockert vieles auf, wodurch ich manchmal wirklich Tränen gelacht habe.
Der Erotikanteil ist wie gewohnt sehr groß. Was die Leidenschaft noch mehr hervorbringt, uns aber auch zeigt, was dabei in den Menschen vor sich geht.
Die Autorin hat es geschafft auch hier ein paar Wendungen einzubauen, die sich gut eingefügt haben und mir damit unerwartete Momente bescherten.
Man kann sich hier fallenlassen, einfach genießen und völlig abtauchen.
Mit ihrem gewohnt flüssigen und leichten Schreibstil, hat man die Story im Nu inhaliert und fragt sich am Ende nur, warum es so schnell ging.

Schlussendlich konnte sie mich auch mit Marias Story begeistern, die neben Liebe und Leidenschaft, auch ernsthafte Themen zu bieten hat. Das macht es abwechslungsreicher und zudem auch dramatischer.
Es geht um Freundschaft, Liebe und Vertrauen.
Aber auch um Rache, Besessenheit und Verluste.
Eine Story die mich bewegen und gut unterhalten konnte.

Veröffentlicht am 28.01.2018

ein Karen Rose Roman der ihre Fans auch hier wieder auf ganzer Ebene begeistern und in Atem halten wird

Dornenspiel
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"Dornenspiel" ist der dritte Band der Dornen-Reihe. Wie schon im Vorgänger handelt es sich hier um Menschenhandel. Es schließt damit nahtlos an den Vorgänger an.
Keine einfache Thematik, die jedoch mit ...

"Dornenspiel" ist der dritte Band der Dornen-Reihe. Wie schon im Vorgänger handelt es sich hier um Menschenhandel. Es schließt damit nahtlos an den Vorgänger an.
Keine einfache Thematik, die jedoch mit viel Fingerspitzengefühl und Einfühlsamkeit ausgearbeitet wurde. Karen Rose gelingt der Balanceact zwischen nervenzehrender Grundthematik und Zwischenmenschlichkeit sehr gut.
Sie schafft es dabei aufzuzeigen, was solche Themen langwierig anrichten können, aber auch wo man Stärke und Mut einsetzen kann um etwas zu ändern.
Im Fokus stehen hier die beiden FBI Agenten Decker und Kate. Dabei trifft man auf einige liebgewonnene Charaktere vorangegangener Bücher, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Da man sie schon kannte und sich sofort ein heimisches Gefühl einstellte.
Teilweise kann es aber auch etwas verwirrend wirken, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt, da hier sehr viele Charaktere auftreten.
Deckers und Kates Entwicklung hat mir gut gefallen, gerade weil sie auch über einige Ecken und Kanten verfügen, die durchaus greifbar sind.
Aber auch Dani und einige weitere Charaktere haben mich hier wieder ziemlich beschäftigt.
Hierbei ist es wirklich wichtig die Reihenfolgen einzuhalten, da man sonst wahrscheinlich keinen richtigen Bezug aufbauen kann, was hier jedoch ziemlich wichtig ist.
Auch wenn man einige Rückblicke erfährt, so hat es doch am Anfang etwas gedauert bis ich wieder komplett im Geschehen drin war.

Hierbei erfährt man verschiedene Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr fließend, gefühlvoll und einnehmend.
Das Buch verfügt über eine beachtliche Länge, was zu meinem Erstaunen die Handlung nicht allzu sehr beeinflusste. Hin und wieder schlichen sich zwar ein paar Längen ein, was aber nicht wirklich störte.
Neben den wirklich gut ausgearbeiteten und nachvollziehbaren Ermittlungen, die ich wirklich gut mitverfolgen konnte.Hat mich auch die Gegenseite stark beschäftigt und kaum zur Ruhe kommen lassen.
Denn der Täter und die Opfer bleiben nicht außen vor. Sie sind ein Teil des Ganzen und man spürt förmlich , wie sich Angst , Wut und Verzweiflung durch das komplette Geschehen ziehen.
Das man dabei auch ihre Perspektiven erfährt, hat mir besonders gut gefallen. Man konnte so tiefer in ihre Psyche eintauchen,sie sind greifbarer und zudem auch authentisch gezeichnet.
Besonders den Täter empfand ich als enorm beängstigend und gefühlskalt. Dabei jagt ein Grauen das nächste und man fragt sich automatisch, wie und wo da das Gewissen abhanden gekommen ist.
Doch es ist nur ein kleiner Teil, was man in der folgenden Handlung zu spüren bekommt.
Mir liefen immer wieder eisige Schauer über Rücken, weil ich es wirklich kaum fassen konnte. Es ist kaum zu beschreiben, was man dabei empfindet und wie komplex sich das Ganze gestaltet.
Dabei treffen wir auf eine starke und unglaublich mutige Protagonistin, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Hoffnung und Zuversicht kristallisierte sich heraus, nur um dann wieder von all der Abgründigkeit zerschlagen zu werden.
Und obwohl ich einiges erahnte, so empfand ich die Auflösung doch wie ein Schlag ins Gesicht und konnte meine Wut kaum zügeln. Mir gingen dabei unheimlich viele Gedanken im Kopf herum und das musste erstmal sortiert werden.

Karen Rose schafft es sehr viel Gefühl in die einzelnen Lovestories zu legen und dabei auch den anderen Handlungsstrang mit viel Dramatik, Tragik und Action am Leben zu erhalten.
Sie schreibt mit sehr viel Liebe zum Detail, was mir besonders gut gefällt.
Dabei ist die Handlung in keinster Weise vorhersehbar und es gab nicht selten Momente die mich wirklich überrascht haben. Doch besonders im letzten Drittel hat sie nochmal enorm an Spannung draufgelegt, so dass das Tempo enorm angezogen wurde und man gar nicht mehr zum Luft holen kam.
Einige Wendungen trugen dazu bei, das es nie langweilig wurde und sich auch die Blickwinkel ein ums andere Mal verschoben.
Letztendlich hat sie mich damit auch wieder enorm bewegt und an meine Grenzen stoßen lassen. Es hielt mich einfach komplett in Atem und sorgte auch für nachdenkliche Momente, die mich auch mal innehalten ließen.
Ein Karen Rose Roman wie wir ihn kennen, nervenzehrend, explosiv und gewaltig.

Fazit:
Mit dem dritten Band ihrer Dornen - Reihe konnte mich Karen Rose wieder komplett in Atem halten. Auch hier hat sie wieder einen sehr nervenzehrenden , explosiven und komplexen Romance-Thriller mit viel Liebe zum Detail und vor allem mit sehr viel Gefühl zu Papier gebracht.
Eine Handlung die mich komplett beschäftigt und Wendungen, die gut eingewoben wurden , haben es es komplett gemacht.
Es ist zwar ein ziemlicher Wälzer, dennoch beeinträchtigt dies das Leseverhalten nicht wirklich, was mich doch überrascht hat.
Schlussendlich ein Karen Rose Roman der ihre Fans auch hier wieder auf ganzer Ebene begeistern und in Atem halten wird.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Man versinkt in eine Welt, die alles fordert und nimmt, aber auch für Lichtblicke und Faszination sorgt

Winterrosenzeit
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Ricarda Martin entführt uns in ihrem neuen Roman wieder in eine stürmische und längst vergangene Zeit. Eine Zeit voller Dramatik, Tränen und Tragik.
In eine Zeit, in der Menschen noch viel zu erleiden ...

Ricarda Martin entführt uns in ihrem neuen Roman wieder in eine stürmische und längst vergangene Zeit. Eine Zeit voller Dramatik, Tränen und Tragik.
In eine Zeit, in der Menschen noch viel zu erleiden hatten und noch mit den Folgen zu kämpfen haben.
Wir befinden uns im Jahre 1965.
Der Roman spielt dabei auf der schwäbischen Alb, aber auch in England. Gerade dieses Zusammenspiel hat mir unglaublich gut gefallen. Gegensätze treffen aufeinander und doch hat man das Gefühl, es ist richtig so.
Hans-Peter sowie Ginny schwärmen für die Beatles, was vor allem bei Hans-Peter sehr gut zum Ausdruck kommt. Und dann gibt es diesen einen Moment, an dem die Zeit sprichwörtlich stehen bleibt und nichts anderes mehr zählt als ein Blick in ein paar Augen und der Rest der Welt existiert nicht mehr.
Es ist als falle man vom Himmel und koste von all der Süße, die das Leben bereithält.
Alles könnte so schön sein und doch tobt mit aller Macht ein Sturm, der alles zu zerstören droht.
Haben Hans -Peter und Ginny eine Chance oder ist es vorbei noch ehe es begonnen hat?

Man erfährt hier alles aus der Hand eines personellen Erzählers in der dritten Person. Hans-Peter und Ginny stehen zwar im Fokus und man begleitet größetnteils diese beiden Menschen und doch taucht man auch in das Leben anderer Menschen ein.
Das sorgt für sehr viel Tiefe, da man hier verschiedene Schicksale erlebt und auch über die Hintergründe nicht im Unklaren gelassen wird. Man begreift das jeder eine Last auf den Schultern trägt und darum auch nie etwas einfach ist.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fließend, sehnsuchtsvoll und bildreich. Sie legt sehr viel Kraft und Gefühl in ihre Worte. Sie untermalt mit vielen Details die Umgebungen , so das ich mich sofort hineinversetzen konnte. Besonders die Rosenzucht empfand ich als sehr faszinierend und interessant.
Sie schafft ein Bild, das zunächst recht einfach und sorgsam scheint. Mit der Zeit jedoch begreift und verinnerlicht man, das nichts einfach ist, das es vielschichtig und gewaltig ist. Das die Emotionen unter der Oberfläche darauf warten, herausgelassen zu werden.
Schmerz, Qual, Wut.
Sehnsucht, Trauer, Leidenschaft.
All das fühlt man und noch viel mehr.
Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und authentisch. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen, mit ihnen fühlen und leiden.
Besonders herausragend empfand ich Ginny und Hans-Peter. Sie haben mein Herz zum blühen gebracht. Mir Tränen in die Augen getrieben. Mich Höhen und Tiefen druchwandern lassen.
Beide sind sehr starke und mutige Persönlichkeiten, was man besonders an ihrem Wesen erkennt. Beide wachsen an dem erlebten und man kann nicht anders, als sie zu bewundern.
Und doch hatte ich stets Angst sie zerbrechen vor meinen Augen an dem Erlebten. An dem, was ihnen das Leben an Prüfungen auferlegt.
Es ist schwer, es ist schmerzvoll und von Dunkelheit durchzogen.
Fiona war für mich dabei ein echter Lichtblick. Sie hat ein Lächeln und somit Leichtigkeit hineingebracht. Da es doch etwas schwere Kost ist, habe ich es sehr genossen und eine Fiona brauch so ein Roman einfach.
Auch mit Susanne habe ich sehr mitgefühlt und gelitten, sie hat einen ganz besonderen Platz und droht doch bei allem unterzugehen.

Größenteils empfand ich diese Geschichte als sehr vorhersehbar. Dennoch konnte die Autorin mit ihren Wendungen punkten. Es gelang ihr tatsächlich noch mich zu überraschen, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte.
Es ist eine ziemlich komplexe Geschichte, mit einem Hintergrund der schmerzlich und tragisch ist, aber auch zeigt wozu Menschen in der Lage sind, wenn es um alles oder nichts geht.
Freundschaft und Liebe spielt hier eine sehr große Rolle. Aber auch Verzicht, Loyalität und Treue.
Es gab zwar einige Aspekte, die ich nicht immer ganz verstehen konnte, aber es gelang mir, mich ein Stück weit hineinzuversetzen.
Besonders das Ende empfand ich als sehr spannungsgeladen und explosiv. Fast sogar zu sehr. Am Ende des Buches hätte ich mir nicht ganz so viel gewünscht. Es hat zwar gut harmoniert und konnte mich zufrieden stellen, die Glaubwürdigkeit kam jedoch dabei etwas abhanden. Es ging einfach zu schnell und war etwas übereilt, was ich doch als sehr schade empfand.
Trotz allem konnte mich diese Geschichte wirklich packen und vollkommen abtauchen lassen.

Schlussendlich ist Ricarda Martin ein toller Roman voller Tragik und Dramatik gelungen, der zeigt wie weit Geheimnisse reichen können.
Das es nicht wichtig ist wer man ist, sondern wofür man einsteht und das es immer Wege gibt, um seine Träume zu leben.

Fazit:
Ricarda Martin zeigt auch mit ihrem neuen Roman wieder, wie dramatisch und packend sie schreiben kann. Ein Liebesroman gekoppelt mit längst vergangenen Zeiten und vielen Geheimnissen.
Man versinkt, taucht wieder auf. Liebt, lacht und leidet.
Ein Roman der so viel erzählt und noch mehr gibt.
Man versinkt in eine Welt, die alles fordert und nimmt, aber auch für Lichtblicke und Faszination sorgt.
Komplex, wendungsreich und emotional.
Fans von Lucinda Riley oder Kate Morton werden diesen Roman lieben.