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Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein Kriminalroman der auf Psychologie und Ermittlungsarbeit setzt

Die Witwe
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Bei diesem Buch ist eins ganz klar, entweder man mag es oder eben nicht. Etwas dazwischen gibt es einfach nicht.
Man sollte sich vorher allerdings im Klaren darüber sein, daß es sich hierbei um einen Roman ...

Bei diesem Buch ist eins ganz klar, entweder man mag es oder eben nicht. Etwas dazwischen gibt es einfach nicht.
Man sollte sich vorher allerdings im Klaren darüber sein, daß es sich hierbei um einen Roman handelt und nicht um einen Thriller.
Ich stand diesem Werk doch recht zwiespältig gegenüber.
Es wird der Zeitraum von 4 Jahren erzählt.
Dabei springt man in der Zeit immer hin und her.
Im Zentrum dabei steht das verschwinden der kleinen Bella.
Bella ist zwei Jahre alt und ihre Mutter hat sie unbeaufsichtigt im Garten gelassen. Zwar wohl nicht lange, aber dennoch.
Eine Frage die mir sofort durch den Kopf schoss, wie kann man ein so kleines Kind unbeaufsichtigt lassen?
Das hat mich doch ziemlich wütend gemacht.
Aber ok, es ist nun mal passiert und nicht zu ändern.
Doch wo ist Bella?
Lebt sie noch oder ist sie bereits tot?
Verdächtiger hierbei Glen Taylor.
Doch war er es tatsächlich oder jagt man einem Gespenst hinterher?
Und vor allem, was weiß seine Frau Jean wirklich?
Für mich stand immer im Fokus wer es überhaupt getan hat. Denn ganz ehrlich, wenn ich so einen Klappentext sehe, erwarte ich einfach auch was.
Man lernt hierbei die spätere Witwe kennen, den Polizisten Bob und die Jounalistin Kate.
Drei Menschen die viel zu erzählen haben und eine Menge durchmachen.
Jeder auf seine Weise wirkt recht beeindruckend und von Entwicklung durchzogen.
Jean, ich bin ganz ehrlich. Ich mochte sie nicht. Sie hatte für mich eine kalte Aura und wirkte ziemlich mysteriöse. All die Emotionen die so ein Drama ausmacht, haben mir einfach komplett gefehlt.
Bob war ein guter Ermittler und mir hat besonders gut gefallen, das ich immer miträtseln konnte, was nun eigentlich passiert sein könnte.
Dabei war die Polizeiarbeit sehr gut durchstrukturiert , so das man immer Anteil nehmen und mitdenken konnte.
Ich muss jedoch auch sagen, daß diese nicht immer glaubwürdig wirkte.
Für mich war die Story immer wieder von Längen durchzogen, so das man lange Zeit nicht wirklich vorwärts kam.
Vieles warf neue Blickwinkel auf das Geschehen. Ich habe oft umdenken müssen und es hat sich immer wieder ein anderes Szenario gebildet.
Aber was mir eigentlich gefehlt hat, war die psychologische Spannung. Eher war diese unterschwellig spürbar.
Es gab Seiten an dem Buch, da war ich wirklich gefesselt.
Die Hintergründe und die eigentliche Tat sind ziemlich schockierend, man möchte sich das nicht mal vorstellen, was das alles für Emotionen auslöst.
Und das ist es hier auch. Es wird zwar auf jegliche Gefühlsregungen verzichtet, aber trotzdem kann man nicht umhin, einfach auch Mitgefühl und auch stellenweise Verzweiflung zu empfinden.
Aber ich bin ganz ehrlich die meiste Zeit konnte ich einfach nur Verachtung empfinden.
Dabei hat man aber auch das Gefühl,alles etwas distanziert zu betrachten. Einfach weil es auch recht kühl zugeht.
Nun das Ende. Hmm, also ich geb ganz ehrlich zu, ich hatte doch etwas anderes erwartet.
Hierbei legt die Autorin den Fokus darauf, alles psychologisch zu machen. Man lernt dadurch die Charaktere kennen und stellenweise verstehen.
Es wirkt dadurch aber alles auch etwas konstruiert und monoton.
Besonders Jean ist hierbei eine ziemliche Herausforderung, weil man sie einfach nie durchschaut.
Man weiß nicht , wer sie ist.
Denn sie ist eine ziemlich komplexe Persönlichkeit, die so einige Rätsel aufgibt.
Jedoch was mir gefallen hat, man konnte nie wirklich wissen, was überhaupt geschehen ist.
Sicher man hat Ahnungen, aber bei mir gingen sie in eine komplett andere Richtung.
Erst zum Schluss erhält man die Auflösung.
Die Atmosphäre ist die ganze Zeit recht düster und mysteriös, was wirklich gut zum Geschehen passt.

Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Jean, Bob und Kate, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz gehalten, was ein gutes durchkommen gewährleistet.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zu Buch.

Fazit:
Ein Kriminalroman der auf Psychologie und Ermittlungsarbeit setzt.
Was geschah wirklich mit Bella?
Die Wahrheiten und Hintergründe sind wirklich sehr gut, mir haben hierbei jedoch einige Überraschungen und vor allem der richtige Endknall gefehlt.
Schade, dadurch konnte es mich leider nicht überzeugen.
Ein Buch, das man zwar lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein Kriminalfall der vielschichtig gestaltet ist und mit seinen unkonventionellen Ermittlern hervorsticht

Amsterdam blutrot
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Der Inhalt klang für mich mal etwas anders und ich war auf das Buch gespannt.
Der Einstieg verlief für mich jedoch etwas schwierig.
Ich hatte Mühe reinzukommen was vor allem an der Klavierlehererin Maxi ...

Der Inhalt klang für mich mal etwas anders und ich war auf das Buch gespannt.
Der Einstieg verlief für mich jedoch etwas schwierig.
Ich hatte Mühe reinzukommen was vor allem an der Klavierlehererin Maxi lag, die sich doch mehr oder weniger mehr schlecht als recht mit ihren Schülern rumplagt.
Gleich zum Anfang tauchen wir ein, in eine Stunde von ihr.
Ich konnte damit jedoch gar nichts anfangen und es hat mir irgendwie nichts gegeben.
Aber ok, ich war ja gespannt auf den Kriminalfall.
Das ging auch recht bald los. Maxi gerät in einen Leichenfund, als sie ihren Schüler besuchen will.
Und sofort ist ihr kriminalistischer Spürsinn wieder geweckt.
Sie liebt Kriminalromane und so etwas hat man das Gefühl, das sie das reale Leben doch etwas damit vergleicht.
Aber ich mag unkonventionelle Ermittler und war gespannt auf ihr Treiben.
Sie begibt sich auf eigene Spurensuche, nachdem einige angesehene Frauen auf brutale Art und Weise umgebracht wurden.
Doch sollte sie nicht besser die Finger davon lassen?
Sie bringt sich dabei selbst in Gefahr.
Wird sie trotz allem den Fall lösen können?

Neben Maxi lernen wir auch den Hoofdinspecteur Cornelius Brontekoe kennen. Leider konnte mich seine Figur auch nicht so recht überzeugen.
Er ist doch etwas von sich eingenommen und hat seine eigenen Methoden.
Seine Liebe zu seiner Schildkröte Karin macht ihn jedoch nach und nach sympathisch.
Der Fall ansich gestaltete sich als interessant und zunächst etwas wirr.
Vieles war zunächst unzusammenhängend, es hat etwas gedauert bis ich durchgestiegen bin.
Durch einige unvorhergesehene Wendungen schafft es die Autorin den Fall immer wieder in eine andere Richtung zu lenken.
Dabei ist man immer an der Seite von Maxi und verfolgt ihre Spuren.
Nach und nach finden die Fäden langsam zusammen und es wird immer schlüssiger.
Was ich schade fand, großartige Ermittlungsmethoden konnte man nicht mitverfolgen.
Man erfährt zwar schon einiges an Ermittlungsarbeit, aber nicht genug.
Aus der Sicht der Inspecteure hätte ich gern mehr erfahren.
Auch die Charaktere blieben ziemlich flach, da hätte ich mir einfach mehr Hintergrundwissen gewünscht. Das hätte sie auch insgesamt sympathischer gemacht.
So fand ich nicht recht Zugang zu Ihnen.
Einzig Tess, Maxis Mitbewohnerin konnte mir hin und wieder ein schmunzeln entlocken. Ich mochte sie einfach von Anfang an.
Die Mordserie ansich gewinnt schnell Auftrieb und wurde auch recht authentisch dargestellt.
Aber durch vielen Beschreibungen wurde es auch mitunter ziemlich langatmig.
Dabei hält man sich auch viel mit Alltagsdingen auf.
Der Täter blieb bis zum Schluss im Dunkeln, da blieb einfach kein herankommen. Das hat mir doch recht gut gefallen, da man so immer weiter rätselte.
Der Schlussakt gestaltete sich als sehr dramatisch und explosiv.
Der Abschluss ist recht gut gelungen.
Leider konnte ich bei diesem Kriminalroman nur hin und wieder Emotionen entwickeln und es wurde für mich auch nur stellenweise spannend.
Dieses Buch erzählt von Macht, Abgründigkeit und Wahnsinn.
Die Spannung ist eher unterschwellig spürbar, sie erhält jedoch hin und wieder Auftrieb.
Man kann jedoch toll mit den Personen mitfiebern und mitzittern.
Toll fand ich, daß sich dieser Roman mit seinen Ermittlern und der Vielschichtigkeit doch ziemlich heraushebt aus der Masse.

Hierbei erfahren wir ziemlich viele Perspektiven, am meisten jedoch die von Maxi und Brontekoe.
Einerseits lernt man sie dadurch etwas kennen, aber insgesamt bleiben sie noch zu sehr im Dunkeln.Ihr Handeln und Fühlen war für mich auch nicht immer nachvollziehbar.
Der Schreibstil der Autorin ist trocken, aber auch irgendwie einnehmend. Ich hatte jedoch meine Schwierigkeiten damit.
Die Kapitel sind normal bis lang gehalten.
Durch die wenigen Seiten kommt man jedoch relativ schnell durch.
Das Cover und auch der Titel sind gut gewählt.
Insgesamt muss ich sagen hätte ich mir einfach für das Gesamtgeschehen und die Ermittler mehr Tiefe gewünscht.

Fazit:
Ein Kriminalfall der vielschichtig gestaltet ist und mit seinen unkonventionellen Ermittlern hervorsticht.
Aber aufgrund des Schreibstils und kleineren Schwächen konnte er mich nur bedingt überzeugen.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein Buch das in mir verschiedene Emotionen ausgelöst hat

Zorn und Morgenröte
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Ich mag Märchen, sogar ziemlich gern, aber um ehrlich zu sein, lässt mich dieses Buch etwas zwiegespalten zurück.
Zunächst hatte ich etwas Probleme reinzukommen.
Die verscheidenen Namen waren etwas gewöhnungsbedürftig, ...

Ich mag Märchen, sogar ziemlich gern, aber um ehrlich zu sein, lässt mich dieses Buch etwas zwiegespalten zurück.
Zunächst hatte ich etwas Probleme reinzukommen.
Die verscheidenen Namen waren etwas gewöhnungsbedürftig, wobei ich auch sagen muss, daß sie hervorragend zu dieser Geschichte passen.
Sherzad lernt man ziemlich schnell kennen. Leider fand ich zu ihr nicht so wirklich Zugang.
Wobei ich ihre Beweggründe immer gut nachvollziehen konnte.
Ihre Emotionen gingen auch auf mich über, man konnte ihre Zerrissenheit und die Wut spüren.
Dennoch war sie für mich nicht wirklich greifbar, was ich wirklich etwas schade fand.
Chalid empfand ich als interessante Persönlichkeit.
Ein Mann den ein Geheimnis umgibt, das es zu lösen gilt.
Und vor allem warum tötet er jede Nacht ein Mädchen?
Das hat wirklich an mir genagt, ich wollte unbedingt wissen warum.
Mir war klar, da muss viel mehr dahinter stecken.
Doch zunächst hat man damit zutun, die ganzen Zusammenhänge miteinander zu verknüpfen.
Man hatte lange Zeit das Gefühl, es passiere überhaupt nichts, obwohl gleichzeitig doch einiges geschah.
Aber das worauf ich brannte, ließ auf sich warten.
Stellenweise wurde es für mich jedoch auch langatmig, was dazu führte, das ich immer mal wieder pausieren musste.
Es gab jedoch auch Stellen die haben mich unglaublich gefesselt und ich konnte regelrecht versinken.
Der Autorin ist es toll gelungen diese ganz bestimmte Atmosphäre zu erzeugen, die alles magisch erscheinen lässt.
Ebenso werden geschickt Märchen eingewoben.
Doch wie so oft, ist auch hier nicht alles so wie es scheint.
Es gibt viele Geheimnisse, Feinde und unvorhergesehene Ereignisse, die einfach in den Bann schlagen.
Man ist gefangen und muss unbedingt wissen, wohin das Ganze führt.
Aber einer bestimmten Stelle wurde es dann auch für mich interessant und ich konnte mich dem ganzen nicht mehr entziehen.
Leider kam diese Stelle erst etwas spät.
Die ganze Verzweiflung, die Wut, aber auch die Liebe und Hoffnung brach ihren Bahn.
Man spürt all diese vielen Emotionen und leidet unsagbar mit.
Ich hätte mir jedoch gewünscht, etwas mehr über einige Charaktere zu erfahren.
Und auch etwas mehr Biss hätte nicht geschadet, das hätte dem ganzen einfach noch mehr Spannung gegeben.
Und doch gibt dieses Buch Stoff zum nachdenken.
Es ist ein Buch das auch viel über das Leben erzählt.
Schlussendlich konnte es mich fesseln, wenn auch erst spät.
Es lebt aber vor allem von seinen Emotionen und den beiden Hauptcharakteren, die von Stück zu Stück mehr fesseln.
Ein Gefühl wie aus 1001 Nacht.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Sherzad und Chalid, was ihnen mehr Raum und Tiefe schenkt.
Aber auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, da hätte ich mir jedoch mehr Tiefgang gewünscht.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten, die Gestaltung hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise etwas langatmig, aber auch mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.

Fazit:
Ein Buch das in mir verschiedene Emotionen ausgelöst hat.
Es hat durchaus Sogwirkung, jedoch ist dies erst spät bei mir eingetreten.
Die beiden Hauptcharaktere verstehen im Laufe des Buches immer mehr zu fesseln, aber vor allem lebt das Buch von seinen Emotionen.
Mit der Bewertung habe ich lange mit mir gerungen.
Das Buch hat enormes Potenzial, dennoch gab es für mich einige Schwachstellen, was ich wirklich sehr schade finde.

Veröffentlicht am 09.04.2018

Amanda und Chase

From Scratch - Alles neu mit dir
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Auf diesen Roman habe ich mich ganz besonders gefreut. Nicht nur in das Cover hab ich mich sofort verliebt, auch den Klappentext empfand ich als überaus ansprechend.
Meine Freude war grenzenlos, das ich ...

Auf diesen Roman habe ich mich ganz besonders gefreut. Nicht nur in das Cover hab ich mich sofort verliebt, auch den Klappentext empfand ich als überaus ansprechend.
Meine Freude war grenzenlos, das ich es in einer Leserunde lesen durfte. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Der Einstieg hat mich sofort gepackt und ich war sofort mittendrin. In Amandas Pein, in ihren Ängsten und ihrer Verzweiflung.
Es ging mir nahe, was sie erleben und erdulden musste und nach so einem explosiven Start dachte ich, kann es nur gut werden.
Leider konnte es mich letztendlich nicht so mitreißen ,wie ich es mir erhofft hatte.

Die Autorin hat eine sehr einehmende und fließende Art zu schreiben, was es leicht macht, den Inhalt in sich aufzunehmen.
Man erfährt hierbei Amandas und Chase Perspektiven, was ihnen mehr Tiefe und Präsenz verleiht.
Die Atmosphäre empfand ich als sehr drückend, schwer und schmerzhaft.
Amanda ist ein Charakter, mit dem ich es wirklich schwer hatte. Ich hatte Probleme mit ihrer Art zurechtzukommen. Manchmal wirkte sie auf mich einfach zu distanziert. Ich konnte sie oftmals nicht greifen. Die Entwicklung die sie jedoch hier hinlegt, hat mir wirklich gut gefallen. Auch wenn sie manchmal Dinge tat, die ich nicht immer verstand.
Chase dagegen ist ein sehr interessanter Charakter, den ich nie ganz durchschauen konnte. Was ihm etwas sehr geheimnisvolles verliehen hat. Man spürt bei ihm, das er an einem Scheideweg steht. Das er seine eigenen Dämonen mit sich herumträgt. Ich habe mit ihm gefühlt und zugleich wünschte ich mir auch mehr für ihn.
Doch ganz besonders mochte ich Karen. Sie hat sofort mein Herz erobert und der Story einfach ordentlich Biss und Ausdrucksskraft verliehen. Durch sie gewann die Story an Tiefe, Leben und Emotionalität. Sie ist authentisch, greifbar und ich hätte mir gern mehr von ihr gewünscht.
Bei so einer Story dürfen auch Charaktere nicht fehlen, die man weniger mag und auch diese findet man hier. Für mich waren sie leider zu wenig ausgereift, so das der erhoffte Effekt leider ausblieb.

Die Handlung selbst ist recht abwechslungsreich gestaltet. Wer meint es handle sich hier um einen typischen Liebesroman, der täuscht sich gewaltig.
Die Autorin webt auch ernste Themen mit ein, was ich wirklich gelungen fand. Dennoch hätte ich mir da mehr Action und Intensität gewünscht. Es hat mich einfach nicht so gefordert und gepackt ,wie ich mir das erhofft habe.
Die Dunkelheit die zwischen allem schwebt ist sehr gut spürbar. man fühlt direkt das mehr ist , als man erwartet. Das es nur einen Auslöser braucht, um an die Oberfläche zu gelangen.
Was Chase und Amanda mit sich herumtragen ist alles andere als leicht.
Jeder versucht auf seine eigene Art und Weise damit umzugehen, was mich immer tiefer in den Strudel aus Selbstzweifeln und Ängsten zog.
Im Fokus von allem stehen jedoch Chase und Amanda. Man lernt sie kennen und fühlt mit Ihnen mit. Man erfährt mehr über die Hintergründe, was sie antreibt, welche Ecken und Kanten sie aufweisen.
Man rauscht durch die Seiten und erfährt immer mehr.
Teils war es erschütternd, abgründig und dramatisch. Es gab vieles , was vorhersehbar war, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tat.
Ich genoss die prickelnden Momente. Momente, in denen man einfach alles andere vergessen konnte.
Der Abschluss von allem hat mir gut gefallen. Mit einer ordentlichen Mischung aus Dramatik, Herzklopfen und Perfidität.

Alles in allem ein actionreicher und emotionaler Roman, der auch ernste Themen beinhaltet.
Leider für mich mit zu wenig Emotionialität und Tiefe, ich hätte mich gern mehr fallen lassen.
Ein Roman der sich gut lesen lässt, mehr leider aber auch nicht.

Fazit:
Amanda und Chase sind interessant, aber noch faszinierender für mich war ein ganz anderer Charakter.
Ein Roman der viel verspricht und ordentlich mitreißen kann, dessen Umsetzung mich leider nicht vollends überzeugen konnte.
Leider gab es für mich so einige Schwachstellen. Dennoch mochte ich ihn, vor allem wegen seiner Wandelbarkeit und den Charakteren.
Schlussendlich ein Roman der sich zwar gut lesen lässt, mehr aber auch nicht.

  • Cover
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Geschichte
  • Thema
Veröffentlicht am 01.02.2018

Eine komplexe und phantastische Welt die immer mehr Wege eröffnet

Moon Chosen
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Bereits durch die House of Night Reihe ist die Autorin sehr bekannt, weswegen die Erwartungen auf ihren neuen Reihenauftakt relativ hoch waren.
Vom Cover war ich sehr angetan, weshalb ich mich aufgrund ...

Bereits durch die House of Night Reihe ist die Autorin sehr bekannt, weswegen die Erwartungen auf ihren neuen Reihenauftakt relativ hoch waren.
Vom Cover war ich sehr angetan, weshalb ich mich aufgrund des doch sehr ansprechenden Klappentextes sofort auf das Geschehen stürzte.
Obwohl der Einstieg recht komplex und verwirrend erschien, kam ich aufgrund des recht fließenden und leichten Schreibstils recht gut voran.
Man erhält zu Beginn gleich einen recht guten Einblick in Maris Leben. Ich mochte sie gleich und wurde immer neugieriger auf ihre Welt und wie sie mit allem umgeht.
Mich hat vor allem interessiert wo der Ursprung liegt und wie sich letztendlich alles zusammenfügt.
Doch da wir es hier mit drei unterschiedlichen Stämmen zutun haben, erhält man auch da nicht unerhebliche Einblicke.
Besonders Nik hat mir gut gefallen. Er wirkte sehr lebendig auf mich und verstand es für sich einzunehmen.
Desweiteren treffen wir noch auf Fahlauge, der einen Hauch von Wahnsinn hervorrief und so für gemischte Gefühle bei mir sorgte.

Die Perspektiven wechseln dabei immer wieder, was mir den weiteren Fortgang doch etwas erschwerte. Man musste immer wieder umdenken und sich darauf einlassen.
Nach den ersten 100 Seiten wurde es besser und doch hatte ich das Gefühl, es fehlte einfach etwas.
Die Autorin verstand es dennoch mich zu fesseln und in den Bann zu ziehen. Ich sog jede einzelne Kleinigkeit auf und bestritt alles zusammen mit den Charakteren, was sich uns in den Weg stellte.
Es ist nicht leicht, von einigen Gefahren und Hürden bepflastert. Die Emotionen wurden allmählich spürbar und so begann ich auch mitzufiebern.
Die Autorin schreibt sehr bildhaft und phantastisch. Aufgrund der Beschreibungen kann man sich alles sehr gut vorstellen, die Details sind gut ausgearbeitet, sorgen jedoch für einige langatmige Passagen. Dadurch flaute die Spannungskurve relativ schnell ab.
Die Fragen in meinem Kopf wurden immer mehr und zu meinem Leidwesen, bekam ich nicht auf alles eine Antwort. Was nicht schlimm wäre , da es sich ja um einen Auftakt handelt.
Dennoch war es mir mitunter etwas zuviel. Ich verbrachte viel Zeit mit Grübeleien, als das ich die Geschichte hätte richtig genießen können.
Die Charaktere haben sich währenddessen weiterentwickelt. Insbesondere Mari machte eine Wandlung durch, die mir nicht immer gefallen hat. Es fiel mir zunehmend schwerer mich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungen nachzuvollziehen.

Auf rund 700 Seiten wurde hier eine recht komplexe Geschichte in einer doch recht phantastischen Welt erschaffen, die mich nur bedingt gut unterhalten konnte.
Es gab Gewaltszenen und es gab auch einen Hauch von Liebe.
Ersteres empfand ich für ein Jugendbuch doch etwas zuviel. Ich hätte mir diesen Bereich doch etwas weniger detailliert gewünscht.
Als der Schlussgong ertönte, war ich einerseits froh. Denn ein Ende war greifbar. Zum anderen jedoch wurde es so spannend, das ich gern weitergelesen hätte.
Ich denke , etwas weniger Seiten und ich hätte die Geschichte wohl mehr genießen und spüren können.
So jedoch, gab es für mich doch einige Schattenseiten.
Mit der Grundidee und der Umsetzung dessen konnte die Autorin jedoch bei mir punkten. Man erfährt einiges, was in mir den Wunsch wachrief, mehr darüber erfahren zu wollen.
Ich hoffe im nächsten Band erhält man noch mehr Antworten.

Fazit:
Der Auftakt der neuen Reihe von P.C. Cast sorgte bei mir für unterschiedliche Empfindungen.
Eine komplexe und phantastische Welt die immer mehr Wege eröffnet.
Es gab für mich jedoch einige Aspekte , die mir das Lesen erschwerten, weswegen ich mich auch nicht voll darauf einlassen konnte.
Dennoch ist es ein recht interessanter Auftakt voller Gefahren, neuen Eindrücken und Erkenntnissen, die auch mich nicht losgelassen haben.
Im Endeffekt jedoch konnte es mich nicht völlig von sich überzeugen und begeistern.