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Veröffentlicht am 19.12.2020

Das Tartarus-Projekt

Das Tartarus-Projekt
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Der Klappentext hat mich richtig arg angelockt. Das ganze Thema mit den Ausspionieren und dann in der Kombination mit der Technik. Schon mega interessant. Leider hat mich das unter anderem leicht enttäuscht, ...

Der Klappentext hat mich richtig arg angelockt. Das ganze Thema mit den Ausspionieren und dann in der Kombination mit der Technik. Schon mega interessant. Leider hat mich das unter anderem leicht enttäuscht, denn der Klappentext verspricht so viel mehr, als das Buch hält. Klar, der Klappentext soll anlocken. Dennoch bin ich der Meinung, dass dieser das Buch schon präsentieren sollte.
Aber wie schon gesagt, der Inhalt entspricht nicht ganz dem, was der Klappentext verspricht. Ich habe mir einen rasanten Thriller versprochen mit vielen Wendungen. Joah, nö. Den Thrill, also die Grundspannung habe ich komplett vermisst. Es las sich eher wie ein ruhiger Krimi, wo zwischendurch mal jemand starb. Und selbst diese Szenen waren so trocken und fast gleichgültig erzählt, dass selbst da für mich die Spannung fehlte. Ich muss sagen, dass ich viele Thriller lese bzw. gelesen habe. Mich da zu überzeugen ist schwer – Ich gebe es ja zu.

Man merkt allerdings sehr, dass der Autor selber Journalist ist. Sein Schreibstil ist entsprechend gradlinig und hat diesen gewissen Journalisten-Stil, den man nicht leugnen kann. Diesen Stil mag ich nicht so gerne. Gerade bei einem Thriller dürfen gerne Emotionen sprechen. Gerade wenn jemand ermordet wird, was in einem Thriller in der Regel passiert, darf das gerne tiefgründig sein. Wäre dieses Buch das Debüt des Autors, würde ich sagen, dass er noch übt. Aber so ist es nicht. Klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber was bringt es, wenn ich es beschönige.

Ich hatte ein wenig Hoffnung, dass die Charaktere mich etwas auffangen könnten. Gerade bei Thrillern erwarte ich von Charakteren, dass diese tiefgründig sind. Eins der bösen Wörter in einer Rezension. In einem Thriller macht gerade der Protagonist viel durch und der Leser möchte mitfühlen. Seine Gefühle miterleben und neben ihm durch das Buch gehen. Michael ist ein sehr trockener und oberflächlicher Charakter. Emotionen scheinen so gar nicht sein Ding zu sein. Auch seine gefundene Liebe kaufe ich ihm so gar nicht ab. Am Besten finde ich schon seine neue Agentin, denn die ist frech und locker drauf. Von ihr hätte ich gerne noch viel mehr gelesen.

Ich versuche etwas zu finden, was ich noch positives über das Buch schreiben könnte. Im Prinzip ist das Thema mega und man kann so viel daraus machen. Mich konnte das Buch einfach nicht so ganz überzeugen. Es hätte so schön sein können und auch so spannend.

Wer Lust hat, einen Thriller zu lesen der recht ruhig ist, der ist hier genau richtig. Wer aber einen spannungsgeladenen Thriller erwartet, dem möchte ich das Buch nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 18.12.2020

Augenschön

Augenschön Das Herz der Zeit (Band 3)
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Endlich ist Band 3 und somit das Finale da und endlich konnte ich weiter lesen. Für meinen Geschmack hat Band 3 viel zu lange auf sich warten lassen.
Band 2 fand ich nicht so gut. Es war mir zu durcheinander ...

Endlich ist Band 3 und somit das Finale da und endlich konnte ich weiter lesen. Für meinen Geschmack hat Band 3 viel zu lange auf sich warten lassen.
Band 2 fand ich nicht so gut. Es war mir zu durcheinander und auch fehlte der rote Faden. Aber ich war mir sicher, dass Band 3 das alles wieder gut machen wird. Und ja, das hat er definitiv.
Ich finde es grossartig, dass jetzt keine Zeit- bzw. Schleifenreisen mehr vorkommen. Naja kommen sie schon noch, aber sie sind nicht mehr an erster Stelle und nur so nebenbei. Als Fan von Internat-Büchern komme ich hier richtig auf meine Kosten. Die hauptsächliche Geschichte spielt in der Wohngemeinschaft der Augenschönen ab.

Augenschöne sind eine Art Fantasy-Geschöpfe. Die werden von Göttern erschaffen und sind durch ihre wunderschönen Augen zu erkennen. Durch ihre Augen können sie auch magizieren. Gute und böse Arten gibt es da. Ich mag es sehr, dass es hier mal nicht die üblichen Wesen genommen werden, sondern mal was neues.
Ich bin absolut verliebt in die Charaktere Lucy und Atlas. Und nich mehr in ihre Liebe. Die Autorin schafft es einfach so viel Herzblut und tiefe Liebe da rein zu stecken. Ich bin hin und weg.

Den ganzen Ablauf der Geschichte des 3. Bandes gefällt mir sehr gut. Auch wenn mir vieles vom Plot bekannt vorkommt. Das Rad lässt sich ja nicht neu erfinden und deswegen stört es mich absolut nicht. Was mich allerdings noch stutzig macht ist, dass in dem 2. Band etwas gesucht und auch gefunden wurde. Und jetzt im 3. Band hätte ich gedacht, dass es etwas mehr im Vordergrund gerückt wäre. Da gerade Band 2 sich so sehr darum dreht und jetzt dann doch eher nur Beiwerk ist. Im Vordergrund war die Liebe zwischen Lucy und Atlas. Für meinen Geschmack hat sich das hier zu sehr gedreht. Auch wenn ich es sehr mag.

Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Man merkt, dass sie mit den Büchern gewachsen ist und sich auch irgendwie ausprobiert hat. Sie schreibt im 3. band richtig gut und vor allem sehr flüssig. Ich konnte ihr super folgen und es hat einfach Spaß gemacht das Buch zu lesen. Ich bin gespannt, was die Autorin noch so zaubern wird.

Wenn ich so an die drei Bücher denke, dann ist das abschließende Gefühl ein Mittelding. Band 1 war mega, Band 2 nicht so und Band 3 anders als erwartet und dennoch gut.
Ich bin froh, dass ich das große Finale lesen durfte.

Veröffentlicht am 06.12.2020

Infinitum

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die 960 Seiten schon etwas abgeschreckt haben. Ich liebe dicke Bücher. Nicht falsch verstehen. Aber dennoch fand ich 960 Seiten schon etwas abschreckend. Für die Handtasche ...

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die 960 Seiten schon etwas abgeschreckt haben. Ich liebe dicke Bücher. Nicht falsch verstehen. Aber dennoch fand ich 960 Seiten schon etwas abschreckend. Für die Handtasche ist dieses Hardcover wirklich nichts. Und auch kein im-Bett-lese-Buch, wobei ich das trotzdem getan habe. Step-by-Step und immer mit Pausen, aber es ging.
Für mich war aber klar, dass ich das Buch einfach lesen muss. Ich liebe Eragon und entsprechend neugierig war ich auch, als ich dieses Buch gesehen habe. Ein ganz anderes Genre in das sich der Autor traut. Sehr mutig!
Und ich muss schon sagen, dass mich der Autor überhaupt nicht enttäuscht hat. Eher im Gegenteil. Er ist im Jugendbuch-/Fantasy-Sekment mega, aber Science Fiction das kann er auch.
Er schreibt einfach großartig. Spannend von der ersten Seite an und teilweise wird er sogar richtig poetisch. Aber immer passend und nicht zu arg. Ich mag das unheimlich gerne, wie er mit Worten umgeht. Man merkt, dass aus dem jungen Mann, der Eragon erschaffen hat, ein erwachsener Mann geworden ist. Jemand, der wirklich gut mit Worten umgehen kann. Ich bin extrem gespannt, was noch von ihm kommen wird.

Ich liebe es sehr, was er da in dem Buch erschaffen hat. Der ganze Plot ist einfach mega. Wenn man denkt, dass man weiß was als nächstes passiert, dann geht er wieder in eine ganz andere Richtung. Es ist genial. Und er schafft es einfach nicht, ganz vom Fantasy weg zu kommen. Ich bin kein Alien-Fan. Absolut nicht. Dennoch mag ich es, was er hier macht. Es ist mit dem Fantasy verstrickt, dass es mir Spaß macht dieses Buch zu lesen. Es ist mega, was er hier für ein Setting erbaut. Es passiert so viel und das an verschiedene Orten und oft passiert etwas besonderes.

Ganz besonders bleiben mir die Charaktere in Erinnerung. Kira ist so toll. Sie ist extrem vielschichtig und sympathisch. Ihre Denkweise gefällt mir unglaublich gut. Aber auch die ganze Crew um Kira. Alle durchweg einfach toll. So unterschiedlich, aber halten zusammen, wenn es drauf ankommt. Diese Art, wie der Autor die Charaktere erschaffen hat, gefällt mir einfach unglaublich gut.
Am Ende des Buch ist sehr viel Input und Hintergrundinformationen zum Weltall und allen drum herum. Interessant und großartig, dass der Autor uns daran teilhaben lässt. Ich denke, dass es ein Teil seiner Recherchen ist.
Und dann das Schlusswort bzw. die Danksagung… Ich liebe es, wenn der Autor bzw die Autorin etwas über das Buch erzählt. Verrückt zu lesen, wie “Infinitum” überhaupt entstanden ist. Christopher Paolini ist einfach ein mega sympathischer Autor.

Ich bin so froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Auch wenn es sehr lange gedauert hat, bis ich es durch hatte. Absolute Empfehlung für jeden Science Fiction-Fan.

Veröffentlicht am 14.11.2020

Steve Lombard

Steve Lombard
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Was für ein interessantes Thema dieses Buch doch behandelt. Eigentlich bin ich kein Fan von Außerirdischen. Ich finde es immer zu einfach, dass unerklärliches auf Außerirdische geschoben wird. Trotzdem ...

Was für ein interessantes Thema dieses Buch doch behandelt. Eigentlich bin ich kein Fan von Außerirdischen. Ich finde es immer zu einfach, dass unerklärliches auf Außerirdische geschoben wird. Trotzdem wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Wissenschaftliches finde ich spannend und Bücher mit Zeitsprüngen sowieso. Da schaue ich gerne drüber weg, dass Außerirdische vorkommen. Außerdem kann es ja auch gut sein, wenn Außerirdische richtig eingebaut wird.
Und das wurde es wirklich. Sie waren sehr gut eingebaut und fast so wie wir Menschen beschrieben.
Ich fand die Idee vom Grund her mega. Dass der Charakter Steve die Fähigkeiten übernommen hat und was das alles überhaupt zu bedeuten hat. Es hat ja einen Grund das alles. Es war mir zwar erst ziemlich spät klar geworden, aber irgendwann bin ich durchgestiegen.

Genauso bei der Seelenwanderung, denn der Autor springt auch noch zusätzlich in der Zeit. Es war mir stellenweise zu wirr, wenn dann der Körper und dann noch in der Zeit gesprungen wurde. Und wieder zurück und wieder hin. Dann in einen anderen Charakter und dann wieder in den nächsten. Irgendwann war ich echt raus. Vielleicht ist es was anderes, wenn man die Zeit hat das Buch in größeren Stücken zu lesen. Wenn man, wie ich, täglich nur kurze Stückchen schafft, ist es wirklich sehr verwirrend.

Gestehen muss ich auch, dass ich die zweite Hälfte des Buches quergelesen habe. Ich hatte das Gefühl, dass für mich mit diesem Buch Schluss ist. Es ist schwer zu erklären, denn es ist ja nicht schlecht oder langweilig. Mir fehlte tatsächlich ein Grund für das alles. In der Regel ist es ja so, dass ein Ziel erreicht werden soll. Ein Geheimnis gelüftet z.B. und irgendwie war mittig des Buches für mich die Luft raus.

Den Charakter Steve finde ich generell auch sehr gut gemacht. Er ist einfach unglaublich sympathisch und hat irgendwie auch was von “arme Sau”. Er tat mir zwischendurch schon echt leid. Aber auch Anja fand och sehr putzig. Letztendlich waren es sehr viele Charaktere in diesem Buch.

Was mich absolut gestört hat ist, dass politisches eingebaut wurde. Es ist nicht das erste Buch, wo ich die politische Meinung des Autors herauslesen kann. Und sowas hat, meiner Meinung nach, nichts in dem Buch zu suchen. Vor allem keine Namen. Vielleicht bin ich da auch etwas komisch. Ist mir auch egal. Sowas muss einfach nicht sein.
Denn Schreibstil des Autors fand ich ansonsten sehr angenehm zu lesen.

Unterm Strich war das Buch okay. Ich habe es gerne gelesen und empfehle es gerne an Science Fiktion-Fans weiter.

Veröffentlicht am 14.11.2020

SOS-Superhelden

SOS-Superhelden
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Dieses Buch gehört auf jeden Fall in die Kategorie “Innen hui und Außen…”, denn das Cover ist so gar nicht meins. Ich würde in diesem Buch einen Comic vermuten und keine mega tolle Geschichte. Ich glaube, ...

Dieses Buch gehört auf jeden Fall in die Kategorie “Innen hui und Außen…”, denn das Cover ist so gar nicht meins. Ich würde in diesem Buch einen Comic vermuten und keine mega tolle Geschichte. Ich glaube, das ich das Buch niemals gelesen hätte, wenn ich es so in einem Buchladen stehen gesehen habe. Verrückt, wie genau das so täuschen kann. Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass man sich nicht vom Cover täuschen lassen darf, aber ich bin auf der anderen Seite eine absolute Coverkäuferin. Ich greife niemals zu einem Buch, welches mir vom Optischen her nicht gefällt.
Nichtdestotrotz ist der Inhalt einfach toll. Die ganze Geschichte ist einfach putzig. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Weil mir genau dieses Wort einfällt, wenn ich daran zurückdenke, was ich da gelesen habe. Und das Putzig ist absolut positiv behaftet. Mir gefällt der Ablauf der Geschichte und auch viele Kleinigkeiten, die sie besonders machen. Diese Kleinigkeiten sitzen genau an der richtigen Stelle. Auch wenn der Plot im Groben nicht neu ist, schafft die Autorin mit diesen Kleinigkeiten eine besondere Geschichte zu bauen.

Interessant sind auch die fünf Jugendlichen gestaltet. Alle komplett unterschiedlich und wie Jugendliche halt sind, stellenweise schon extrem anstrengend. Ich finde es großartig, wenn Charaktere sich entsprechend ihrem Alter verhalten. Nicht plötzlich erwachsen sind oder sich wie kleine Kinder verhalten. Und genau dieses jugendliche Verhalten zieht die Autorin konsequent durch. Auch wenn sie sich Gefahren stellen müssen und demnach handeln müssen. Man merkt einfach, dass es nach wie vor Jugendliche sind.

Ich mag den Schreibstil der Autorin, obwohl da noch ein kleines Stückchen Luft nach oben ist. Sie holt stellenweise schon sehr aus, um auf den Punkt zu kommen. Vielleicht braucht die Autorin hier einfach noch ein wenig Erfahrung. Ich bin mir aber absolut sicher, dass sie das schaffen wird. Denn dieses Buch liest sich sonst unheimlich gut und ich möchte auch unbedingt noch mehr lesen.

Dieses Buch ist der erste Band einer neuen Buchreihe. Und ich bin schon gespannt, wie es weiter geht. Es endet leicht offen, mit einer kleinen Drohung – was nicht zu viel verraten ist. Deswegen warte ich jetzt gebannt auf den 2. Band, damit ich hier weiterlesen kann.