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Veröffentlicht am 04.05.2018

Hot Zone

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Ich kann mich nicht daran erinnern überhaupt schon mal einen Tatsachen-Thriller gelesen zu haben. So richtig konnte ich mir auch nicht vorstellen, was mich erwartet. Ein Thriller, der über die Ebola-Epidemie ...

Ich kann mich nicht daran erinnern überhaupt schon mal einen Tatsachen-Thriller gelesen zu haben. So richtig konnte ich mir auch nicht vorstellen, was mich erwartet. Ein Thriller, der über die Ebola-Epidemie berichtet. Okay, das klang sehr viel versprechend. Ich finde es unheimlich interessant, wenn der Thriller über Epidemien geht. Nichts ist unberechenbarer und grausamer als eine Krankheit, die fast zu 100% tödlich ist und sich nicht aufhalten lässt. Der absolute Horror.
Ein Tatsachen-Thriller bedeutet, dass der Autor erzählt, was er erlebt hat. Er schreibt, das es die “Charaktere” alle gibt. Er hat sich deren Geschichte erzählen lassen. Hier und da Namen geändert, weil diese Menschen nicht gefragt werden konnten oder nicht genannt werden wollten. Es ist praktisch ein Interview in eine Geschichte bzw. ein Buch verpackt. Nebenbei bereits der Autor noch einige Orte und beschreibt das ausführlich. Ich finde diese Art von Thriller genial, weil es halt diese Realität mir sich bringt. So dass es irgendwie gleich noch gruseliger ist. Man hat beim Lesen immer im Hinterkopf, dass das es wirklich passiert ist, was ich da lese. Einerseits sehr interessant, andererseits sehr beängstigend. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mit mir selber kämpfen muss, um die Fakten in dem Buch als Wahr anzusehen. Obwohl es absolut wahr ist, was der Autor schreibt.

Ich mag den Schreibstil des Autors gerne. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und schreibt, wie es gerade ist. Das macht die Tatsachen gleich noch realer. Es ist schwer zu beschreiben, aber er legt dem Leser ein Bild in den Kopf, das man eigentlich gar nicht haben möchte. Dabei erklärt er so viel. Nicht nur über Ebola, sondern auch über andere Krankheiten, deren Fakten ich noch nicht wusste. Schon cool, wenn man einen Thriller liest, der auch noch lehrreich ist.

Alle beteiligten Personen, ich kann hier ja nicht von Charakteren schreiben, sind durchweg sympathisch. Und auch hier absolut real rüber gebracht. Es wurde nichts beschönigt, nicht all zu tief gegraben. Ich habe den Eindruck, dass der Autor auch nur das wiedergibt, was alle Beteiligten sagen wollten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Das Buch hat mich sehr gefesselt, aber es hat mir auch die Augen über ein paar Dinge geöffnet. Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind, aber nicht sein sollten.
Ich finde es gut, dass auf diese Art aufgeklärt werden kann. Man liest keinen trockenen Ratgeber und ein Sachbuch über diese schlimme Krankheit. Sondern einen guten, wahnsinnig spannenden Thriller.

Wer Thriller mag, sich von dem Thema nicht abschrecken lässt und noch was dazulernen mag, dem möchte ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Das Cover: Mich hat das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Deswegen musste es auch bei mir einziehen. Es ist schlicht, aber es ist aussagekräftig.

Fazit: Es ist spannend. Es ist beängstigend. Und es ist tatsächlich lehrreich. Ich mag die offene Art des Autors und das Buch generell.

Veröffentlicht am 18.04.2021

Alles, was du fürchtest

Alles, was du fürchtest
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Als Thriller-Fan bin ich immer sehr für Thriller, die mich überraschen können. Geschichten, wo mal nicht der offensichtliche Mörder seine Opfer zerstückelt und ein Polizisten-Paar diesen Mörder versucht ...

Als Thriller-Fan bin ich immer sehr für Thriller, die mich überraschen können. Geschichten, wo mal nicht der offensichtliche Mörder seine Opfer zerstückelt und ein Polizisten-Paar diesen Mörder versucht zu finden. Okay, ab und zu ist das schon nett. Nur um zu sehen, ob man auch wirklich recht hat mit seinen Vermutungen.
Und dann kommt so ein Thriller, der mal ohne großen Blutverteilen klar kommt. Ja, es sterben Menschen und ja, es ist nicht nett erzählt. Aber hey, das gehört einfach in einen guten Thriller.
Dieser hier vereint einen Psychothriller mit einem Blut-Vergieß-Thriller. Ich möchte behaupten, dass er nichts für schwache Nerven ist. Aber einen Thriller zu finden, der auch für schwächere Nerven ist, ist verdannt schwer.

Wobei mich dieser Thriller von dem Werdegang der Geschichte nicht wirklich überrascht hat. Mir war schnell klar, wer was gemacht hat und wer der Böse ist. Es war gut gemacht vom Autor, das muss ich schon sagen. Überzeugt hat es mich allerdings nicht. Tiefer kann ich hier leider nicht werden ohne zu spoilern.

Der Autor schreibt toll, das will ich damit nicht sagen. Er konnte mich fesseln und er hat mir eine tolle Geschichte erzählt. Da es mich aber nicht überrascht hat, war es mir schon fast zu langweilig. Ich habe immer gehofft, dass er noch eine andere Richtung einschlägt und die Geschichte eine Wendung nimmt. Aber nö. Leider nicht. So schade!
Leider haben auch die Wechsel der Sichtweisen zwischen den Charakteren und die versetzten Zeitschienen nicht viel zur Spannung beigetragen. Wobei der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Zeiten wirklich gut gemacht wurde.

Die Charaktere haben mich leider auch nicht wirklich überzeugen können. Gerade die Protagonistin Kate, die schwer gebeutelt ist, aber dann doch irgendwie nicht. Klar jeder Mensch geht anders mit Situationen um, aber ich habe es ihr einfach nicht abgekauft. Leider auch der Rest der Charaktere waren mir nicht so grün.

Unterm Strich kann ich sagen, dass es ein solider Thriller ist. Ich lese einfach zu viele Thriller und beziehe es einfach darauf.
Empfehlen möchte ich das Buch aber trotzdem.

Veröffentlicht am 07.03.2021

Weck mich nie

Weck mich nie
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Puh, die Rezension zu diesem Buch wird schwierig. Ich habe im Vorfeld viel gutes gelesen und das hat mich vielleicht doch zu sehr beeinflusst. Eigentlich versuche ich immer mich nicht beeinflussen zu lassen.
Es ...

Puh, die Rezension zu diesem Buch wird schwierig. Ich habe im Vorfeld viel gutes gelesen und das hat mich vielleicht doch zu sehr beeinflusst. Eigentlich versuche ich immer mich nicht beeinflussen zu lassen.
Es ist ein Einzelband, ein Psychothriller und das im Selfpublishing. Gerade das Letzte ist mir persönlich vollkommen egal. Hauptsache das Buch lässt sich lesen und kann mich fesseln.
Wie gesagt, es ist ein Psychothriller. Und auch ein wirklich krasser, denn es wird mit der Psyche der Protagonistin gespielt. Und zwar auf die übelste Art. Wer nicht gut damit klar kommt, der sollte dieses Buch nicht lesen. Genauer kann ich hier nicht werden, damit ich nicht spoiler.

Der Schreibstil des Autors ist allerdings nicht meins. Ich hatte immer wieder echte Probleme rein zu kommen. Das ist natürlich absolute Geschmackssache. Dennoch fehlte mir einfach die Lockerheit im Schreibstil. Es fühlte sich für mich an, als versucht man die Sätze gewollt setzt. Schwer zu beschreiben.

Die Geschichte fand ich mega gut. Ich hätte niemals mit dieser Wendung gerechnet. Das muss ich dem Autor wirklich zu gute halten. Es war unglaublich gut gemacht und schon so ein kleines Highlight. Ich lese viele Thriller und mich da zu überraschen ist echt schwer. Aber das hat er geschafft.

So auch die Charaktere, die ich wirklich gut gemacht finde. Sie sind durchdacht und richtig am Platz. Es gibt niemanden, der zu viel wäre. Und ich kaufe sie auch ab. Das ist bei so einem Psycho schon schwieriger, da sie gerne abdriften können.

Es war trotzdem okay. Wäre der Schreibstil etwas leichter und lockerer gewesen, trotz diesem krassen Thema, wäre es – für mich – ein rundes, geniales Buch.

Veröffentlicht am 14.11.2020

Steve Lombard

Steve Lombard
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Was für ein interessantes Thema dieses Buch doch behandelt. Eigentlich bin ich kein Fan von Außerirdischen. Ich finde es immer zu einfach, dass unerklärliches auf Außerirdische geschoben wird. Trotzdem ...

Was für ein interessantes Thema dieses Buch doch behandelt. Eigentlich bin ich kein Fan von Außerirdischen. Ich finde es immer zu einfach, dass unerklärliches auf Außerirdische geschoben wird. Trotzdem wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Wissenschaftliches finde ich spannend und Bücher mit Zeitsprüngen sowieso. Da schaue ich gerne drüber weg, dass Außerirdische vorkommen. Außerdem kann es ja auch gut sein, wenn Außerirdische richtig eingebaut wird.
Und das wurde es wirklich. Sie waren sehr gut eingebaut und fast so wie wir Menschen beschrieben.
Ich fand die Idee vom Grund her mega. Dass der Charakter Steve die Fähigkeiten übernommen hat und was das alles überhaupt zu bedeuten hat. Es hat ja einen Grund das alles. Es war mir zwar erst ziemlich spät klar geworden, aber irgendwann bin ich durchgestiegen.

Genauso bei der Seelenwanderung, denn der Autor springt auch noch zusätzlich in der Zeit. Es war mir stellenweise zu wirr, wenn dann der Körper und dann noch in der Zeit gesprungen wurde. Und wieder zurück und wieder hin. Dann in einen anderen Charakter und dann wieder in den nächsten. Irgendwann war ich echt raus. Vielleicht ist es was anderes, wenn man die Zeit hat das Buch in größeren Stücken zu lesen. Wenn man, wie ich, täglich nur kurze Stückchen schafft, ist es wirklich sehr verwirrend.

Gestehen muss ich auch, dass ich die zweite Hälfte des Buches quergelesen habe. Ich hatte das Gefühl, dass für mich mit diesem Buch Schluss ist. Es ist schwer zu erklären, denn es ist ja nicht schlecht oder langweilig. Mir fehlte tatsächlich ein Grund für das alles. In der Regel ist es ja so, dass ein Ziel erreicht werden soll. Ein Geheimnis gelüftet z.B. und irgendwie war mittig des Buches für mich die Luft raus.

Den Charakter Steve finde ich generell auch sehr gut gemacht. Er ist einfach unglaublich sympathisch und hat irgendwie auch was von “arme Sau”. Er tat mir zwischendurch schon echt leid. Aber auch Anja fand och sehr putzig. Letztendlich waren es sehr viele Charaktere in diesem Buch.

Was mich absolut gestört hat ist, dass politisches eingebaut wurde. Es ist nicht das erste Buch, wo ich die politische Meinung des Autors herauslesen kann. Und sowas hat, meiner Meinung nach, nichts in dem Buch zu suchen. Vor allem keine Namen. Vielleicht bin ich da auch etwas komisch. Ist mir auch egal. Sowas muss einfach nicht sein.
Denn Schreibstil des Autors fand ich ansonsten sehr angenehm zu lesen.

Unterm Strich war das Buch okay. Ich habe es gerne gelesen und empfehle es gerne an Science Fiktion-Fans weiter.

Veröffentlicht am 14.11.2020

Mondlichtmagie

Mondlichtmagie
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Puh, das Buch zu rezensieren finde ich sehr schwer.
Zum Einen muss ich leider sagen, dass ich es schade finde, dass sich in dem Buch nicht nur eine Geschichte, sondern zwei Novellen befinden. Hätte ich ...

Puh, das Buch zu rezensieren finde ich sehr schwer.
Zum Einen muss ich leider sagen, dass ich es schade finde, dass sich in dem Buch nicht nur eine Geschichte, sondern zwei Novellen befinden. Hätte ich das gewusst, hätte ich wohl nicht zu dem Buch gegriffen. Ich bin kein Fan von kurzen Geschichten. Ja, es gibt auch schon Bücher, die mich überzeugen konnten. Aber die kann ich an einer Hand abzählen. Deswegen bin ich da extrem vorsichtig und leider hat mich bei diesem Buch meine Erfahrung bewahrheitet.
Die beiden Novellen gehören irgendwie aber dennoch zusammen und ich finde, man kann sie schon als zwei Teil einer Geschichte bezeichnen. Der Klappentext gehört zum ersten Teil des Buches. Soviel kann ich schon mal verraten. Wobei das auch nur ein Bruchteil dessen ist, was da überhaupt passiert.
In beiden Geschichten, wenn man sie getrennt betrachtet, passiert sehr viel und das auf wenig Seiten. Ich bin der Meinung, dass es eine Kunst ist, eine Geschichte logisch auf so wenig Seiten zu erzählen. Es muss stimmig sein und es dürfen keine Fragen offen bleiben. Ich finde es deswegen sehr mutig, dass die Autorin genau das macht. Zwei kurze Geschichten in ein Buch zu verpacken.

Ich muss aber leider auch sagen, dass gerade bei der ersten Geschichte viele Fragen offen bleiben.
Nach lange drüber nachdenken würde ich tatsächlich sogar kleine Logikfehler sehen. Die aber wahrscheinlich darauf aufbauen, dass einfach Fakten fehlen. Kleinigkeiten, die vielleicht mehr Erklärung gebraucht hätten, wären dann vielleicht logischer gewesen. Ich kann es drehen und wenden wie ich möchte. Für mich klingen ein paar Dinge in der Geschichte unlogisch.
In der zweiten Geschichte werden diese aber auch leider überhaupt nicht mehr aufgegriffen. Deswegen mag ich diese Kurzgeschichten nicht so gerne. Es bleibt immer irgendwas auf der Strecke und ich fühle mich als Leserin absolut nicht befriedigt.

Leider kommt die Liebe zwischen den beiden Charakteren Luna und Riley gar nicht rüber, wie ich finde. Mir ist das zu nüchtern betrachtet. Luna scheint an sich ein sehr pragmatischer und generell kühler Charakter zu sein, aber ich kaufe den Beiden ihre Liebe nicht ab. Auch hier ist es einfach zu oberflächlich. Luna ist so ein toller Charakter. Ich hätte so gerne noch viel mehr von ihr gelesen. Auch Riley scheint ganz cool zu sein. Ich kann ihn nur leider überhaupt nicht einschätzen.
Auch das mit der “Mondlichtmagie” kommt überhaupt nicht rüber. Ich wiederhole mich, wenn ich schreibe, dass es hier einfach zu wenig ist.

Die ganze Geschichte, ganz egal ob aus dem ersten oder zweiten Teil, hat so viel Potential und in meinen Augen kann man da so viel draus machen. Ich finde es so unglaublich schade, dass das nicht gemacht wurde. Es tut mir wirklich leid, dass ich das schreiben muss, aber es ist einfach nichts Halbes und nichts Ganzes.
Die Autorin schreibt so schön und es lässt sich unheimlich gut lesen. Vielleicht muss sie sich mehr trauen und einfach mehr aus sich herauskommen. Ich bin absolut davon überzeugt, dass noch mehr Geschichten in ihr schlummern.

Für zwischendurch würde ich das Buch schon empfehlen.