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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2022

Alles muss raus

Alles muss raus
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Thilo Mischke ist einer der wenigen Journalisten, die ich gerne mag. Ich mag ihm gerne zuhören und zusehen. Ich mag es sehr, wie seine Reportagen aufgebaut sind, wie und was er hinterfragt und was er herausfindet. ...

Thilo Mischke ist einer der wenigen Journalisten, die ich gerne mag. Ich mag ihm gerne zuhören und zusehen. Ich mag es sehr, wie seine Reportagen aufgebaut sind, wie und was er hinterfragt und was er herausfindet. Schon lange schaue ich seine Reportagen im Fernsehen, weil diese wirklich informativ sind. Er möchte keine Schlagzeilen erschaffen, sondern geht direkt an den Menschen und zeigt diesen. Leider werden die Reportagen oft so gekürzt, dass man gerne noch mehr erfahren möchte. Und ich glaube auch, dass es da mehr zu erfahren gibt und Thilo Mischke das auch erfahren hat. Deswegen höre ich auch unheimlich gerne seinen Podcast. Meistens gibt es dort noch mehr Hintergrund-Infos, Interviews und so weiter. Auch wenn dort einfach nur mit einem Gesprächspartner belangloses geredet wird, ist es einfach interessant. Das hat auch dazu geführt, dass ich immer seine Stimme im Kopf hatte, als ich seine Worte gelesen habe. Sehr spannend.
All diese Gründe waren ausschlaggebend, dass ich sein aktuelles Buch lesen wollte. Der Titel “Alles muss raus”, wie jetzt auch sein Podcast heißt, sagt einfach alles aus. Es sind seine Gedanken und seine Gefühle, die er da niederschreibt. Es muss halt mal alles raus und das ist auch gut so. Gut für uns Leser und Leserinnen, aber auch für ihn selber. Ich bin selber jemand, der schreiben muss, wenn mich etwas bedrückt. Ich schreibe dann einfach drauf los. Auch wenn da Müll rauskommt. Ganz egal. Es ist dann einfach raus. Und genau sowas ist Inhalt diesen Buches.

Es ist nicht zu viel verraten, wenn ich schreibe, dass hier aus dem Privaten und aus dem Job erzählt wird. Bereits bekanntes, durch die Reportagen, und unbekanntes schreibt er nieder. Er teilt das in Bereiche auf und erklärt sich viel. Es wirkt zwischendurch sehr wirr und durcheinander, aber so ist es einfach. Gedanke sind oft wirr und umstrukturiert. Und das ist nicht schlimm. Denn folgen kann man seinen Worten auf jeden Fall sehr gut. Auch wenn man viele seine Erlebnisse nicht nachvollziehen kann, denn nicht jeder teilt seine Erlebnisse, kann man seinen Gedanken nachvollziehen und mitfühlen. Zwischendurch hatte ich das Bedürfnis ihn einfach mal in den Arm zu nehmen.

Obwohl mir das Buch wirklich gut gefallen hat, dass das Buch wirklich nur für “Fans” ist bzw. für Leser und Leserinnen, die seine Reportagen / Podcast verfolgen. Für die Menschen, die wissen was er tut und somit seine Gedanken folgen können.

Veröffentlicht am 04.05.2022

Project Jane

Project Jane 1. Ein Wort verändert die Welt
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Das Buch liegt schon richtig lange bei mir und wartete darauf gelesen zu werden. Eigentlich wollte ich keine Buchreihen mehr anfangen, vor allem weil der dritte und wohl abschließende Band noch nicht geschrieben ...

Das Buch liegt schon richtig lange bei mir und wartete darauf gelesen zu werden. Eigentlich wollte ich keine Buchreihen mehr anfangen, vor allem weil der dritte und wohl abschließende Band noch nicht geschrieben wurde. Sowas ist schon etwas komisch. Aber der Klappentext hat mich so in den Bann gezogen und deswegen habe ich dann doch noch zu dem Buch gegriffen. Und das zu keinem einzigen Zeitpunkt bereut.
Hätte ich gewusst, dass dieses Buch so spannend und fesselnd ist, hätte ich schon sehr viel früher dazu gegriffen. Ganz egal, ob es von der Autorin die Reihe beendet oder nicht. Die Geschichte ist einfach sehr genial gemacht. Zu keiner einzigen Zeit habe ich die Geschichte durchschauen können und das hat es so spannend gemacht. Was ist mit Jane, wer ist Jane und warum ist sie dort. Was ist ihr Hintergrund. Erst nach und nach klärt sich alles auf, bis es am Ende klar ist. Das Ende schließt schon an sich ab, lässt aber dann doch wieder einiges offen. Band 2 ist bereits erschienen. Ich hoffe sehr, dass es mich genauso fesseln kann wie dieser erste Band.

Ganz großes Lob von meiner Seite an die Autorin. Ich liebe ihren Schreibstil! Ich bin auch der Meinung, dass genau dieser Schreibstil es so fesselnd gemacht hat. Sie schafft es mit ihren Worten mich an das Buch zu fesseln. Ich kann nur immer wieder erwähnen, dass ich genau das an Büchern liebe. Wenn die Autorin es schafft mich an ihr Buch zu fesseln und mich nicht mehr los zu lassen. Deswegen kann ich auch nicht verstehen, dass Band 3 nicht geschrieben wird. Aber vielleicht schließt Band 2 ja auch ab. Ich werde es herausfinden.

Natürlich sind die Charaktere auch genauso genial wie die ganze Geschichte. Diese tiefen Charaktere machen das Buch einfach rund. Das Buch ist aus der Sicht von Jane erzählt und diese muss wirklich einiges durchmachen. Irgendwie leidet man total mit. Und man freut sich auch, wenn Klarheit in ihre Gedanken kommt. Interessant fand ich auch, dass der Untertitel des Buches “Ein Wort verändert die Welt” im ersten Moment gar nicht klar war und ich es mit Jane nicht in Verbindung bringen konnte. Aber hier möchte ich nicht so viel verraten. Wie schon geschrieben, ist dieser Teil wirklich sehr spannend. Ich mag Jane auf jeden Fall richtig gerne. Aber auch die anderen Charaktere, die man erst mag und dann wieder nicht und dann wieder doch. Es bringt wirklich sehr viel Spaß denen zu folgen.

Von mir gibt es eine ganz dicke Leseempfehlung für dieses Buch.

Veröffentlicht am 23.04.2022

Per Anhalter durch die Pandemie

Per Anhalter durch die Pandemie
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Es ist so krass was die Autor da erlebt hat. Denn 1. dieses Trampen durch Russland schon krass ist und ich solch krassen Abenteuer mega spannend finde. 2. ich wirklich megagerne reise und ich über Reisen ...

Es ist so krass was die Autor da erlebt hat. Denn 1. dieses Trampen durch Russland schon krass ist und ich solch krassen Abenteuer mega spannend finde. 2. ich wirklich megagerne reise und ich über Reisen gerne lese. Und 3. ich schon wissen wollte, ob die Vorurteile über die Menschen in Russland stimmen. Aber generell hat mich das Buch generell unglaublich gereizt. Und schon mal vorab kann ich sagen, dass ich unglaublich froh bin, das Buch gelesen zu haben.

Zu Trampen ist generell schon ne mutige Sache, aber das in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, ist erst recht mutig. Wie gut, dass Yulia dabei ist und übersetzen kann. Was Jan in Russland erleben und welche Leute er treffen darf, ist einfach eine einmalige Sache. Und ich muss echt sagen, dass es wirklich cool ist.

Er erzählt sehr ausladend und so viel über das Land und die Menschen. Über das was er erlebt hat und unterstreicht es mit mit vielen Fotos. Es ist einfach toll seinen Worten zu folgen.

Die russischen Menschen sind unglaublich nett und social. Aber die Vorurteile stimmen leider wirklich. Das Abenteuer wird am Anfang der Pandemie erlebt und es ist alles so ziemlich egal. Es wird verdrängt oder als falsch dargestellt. Es wird unglaublich viel Alkohol getrunken. Und die Meisten leben in “Zuständen”, die wir uns nicht vorstellen können. Vielleicht spricht jetzt aus mir auch “die Deutsche”, die sich das alles nicht vorstellen kann. Aber in Russland ist es normal und vollkommen okay. Und das finde ich so spannend und interessant. Und ja, vielleicht muss man Vorurteile nicht immer negativ sehen, sondern einfach mal so hinnehmen. Die Menschen sind einfach wie sie sind. Und das ist gut so!

Ich kann mich nur wiederholen, dass ich absolut froh bin dieses Buch gelesen zu haben und kann es jedem empfehlen, der genauso gerne Abenteuer mag wie ich.

Veröffentlicht am 23.04.2022

Pantopia

Pantopia
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Wahnsinn, was für ein Buch! Ich bin immer noch geflasht und denke immer wieder darüber nach, wenn es es Pantopia wirklich geben sollte. Aber da greife ich vor und ich möchte auch wirklich nicht zu viel ...

Wahnsinn, was für ein Buch! Ich bin immer noch geflasht und denke immer wieder darüber nach, wenn es es Pantopia wirklich geben sollte. Aber da greife ich vor und ich möchte auch wirklich nicht zu viel verraten.
Eine KI, die so intelligent ist, dass sie die Welt verändert. Ganz von alleine und von Grund auf. Einerseits schon sehr gruselig, der Gedanke. Also dass eine künstliche Intelligenz einfach die Menschheit “aufräumen” möchte. Nein, das ist falsch ausgedrückt. Es möchte die Grundlage der Menschen ändern. Andererseits unglaublich spannend und interessant. Ich finde den Grundsatz den die Autorin hier nimmt sehr genial und sehr aussagekräftig. Ich möchte und kann hier nicht mehr schreiben, weil ich nicht spoilern möchte. Aber ich kann so viel sagen, dass dieser Grundgedanke, den Einbug bzw. ja auch die Autorin hat, extrem zum Nachdenken anregt. Und eigentlich möchte man die ganze Zeit nur nicken und ja, man fragt sich auch warum es so nicht umgesetzt werden kann. Aber Einbug fehlt da einfach. Und das ist das Problem. Die Menschheit hätte Angst vor Einbug.

Ich habe das Buch regelrecht in mich eingesogen, weil es nicht nur spannend ist, sondern auch mega gut geschrieben. Man merkt, dass die Autorin sich sehr gut mit der Materie auseinander gesetzt hat. Sie hat unglaublich gut recherchiert und diese sehr komplexe Geschichte sehr gut auf Papier gebracht. Vor allem lässt sich Einbug, die künstliche Intelligenz, auch zu Wort kommen. Stellenweise sehr unvollständige Sätze und komplexe Kombinationen. Aber ich finde das großartig gemacht, weil es Einbug irgendwie doch lebendiger macht.
Dieses Zusammenspiel von den unterschiedlichen Sichtweisen ist wirklich sehr gut gemacht und überhaupt nicht kompliziert zu lesen.

Ich bin kein Fan davon, wenn Bücher politisch werden. Politik ist ein sehr schweres Thema in meinen Augen, was zu so viel unnötigen Diskussionen führt und einfach viel zu komplex ist. Jeder hat seine Meinung. Die darf man auch haben, nicht falsch verstehen. Aber es ist ein Streitpunkt, der nicht sein muss. Deswegen finde ich persönlich nicht gut, wenn Autoren / Autorinnen ihre politische Meinung in ihr Buch stecken. Aber hier ist es so sympathisch gemacht mit leichten Seitenhieben, die mir gefallen. Vielleicht ist es aber auch so, dass ich diesen Grundgedanken einfach sehr gerne mag und mit ihm komplett konform gehe. Seltener Fall.

Mich hat die Autorin mit ihrer Idee von Pantopia überzeugt und ja, ich wäre eine der Ersten, die mitmachen würde.
Von mir eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch.

Veröffentlicht am 23.04.2022

Verräterliebe

Everflame 3. Verräterliebe
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Das Buch hat sich mal in eine Richtung entwickelt, mit der ich so gar nicht gerechnet habe. Okay, es hat sich ja schon im vorherigen Band angekündigt. Denn dieser dritte und finale Band beginnt genau dort, ...

Das Buch hat sich mal in eine Richtung entwickelt, mit der ich so gar nicht gerechnet habe. Okay, es hat sich ja schon im vorherigen Band angekündigt. Denn dieser dritte und finale Band beginnt genau dort, wo der Vorherige endete. Sehr interessant und unglaublich spannend, weil es wirklich in eine ganz andere Richtung geht. Und irgendwie war es ja schon klar, denn es muss ja langsam zum Ende kommen.
Ich finde es so genial, dass Lily immer mehr hinterfragt und hinter die Fassade schaut, die praktisch Jahrhunderte lang aufgebaut wurde. Ich glaube, es ist nicht zu viel verraten, dass die Hexe Lily in Paralleluniversen reisen kann. Bereits beim 2. Band war ich schon ganz froh, dass diese Universen sich nur noch auf zwei bezieht und es nicht noch mehr wurden. An sich mag ich es ja, wenn Zeit- oder Universen-Sprünge dabei sind, aber wenn es zu viele werden, dann kann es sehr verwirrend werden. Deswegen bin ich hier auch wieder sehr beruhigt, dass es wieder mal nur diese zwei sind.
Lily ein großartiger Charakter, denn sie hat so eine extrem geniale Entwicklung gemacht. Von einem kranken, schüchternen Mädel zu einer starken Hexe. Ich liebe Bücher mit solch charakterstarken Protagonisten.

Aber auch die ganze Geschichte entwickelt sich so stark. Gerade dieser letzte Band ist so genial und stark. Und es endet mit einem großen Knall. Und ich finde auch leicht offen. Vielleicht dürfen wir hier irgendwann mal einen neuen Ansatz lesen. Ich wäre absolut dafür. Ich möchte unbedingt mehr von Lily erfahren und wie es ihr ergeht.

Die Autorin schreibt einfach genial. Sie hat so eine Wohlfühl-Schreibart. Ich kann es gar nicht anders beschreiben als so. Ich möchte von der Autorin unbedingt noch mehr lesen.

Die ganze Trilogie hat mir unheimlich gut gefallen und sie ist so eine von der man nicht genug bekommt. So ging es mir jedenfalls. Die Trilogie ist beendet, aber ich würde so gerne noch mehr von der Welt lesen und wieder da reintauchen können.
Deswegen von mir eine ganz dicke Empfehlung für die Trilogie. Aber bitte von Anfang anfangen, sonst versteht man nichts.