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Veröffentlicht am 21.10.2019

Ein Nachfolger, der dem Hype gerecht wird

Ophelia Scale - Der Himmel wird beben
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Ophelia Scale – Die Welt wird brennen hat mich vor einigen Monaten extrem beeindruckt und sich sofort zu einem meiner, wenn nicht sogar zu DEM Jahreshighlight herauskristallisiert. Es handelt sich hierbei ...

Ophelia Scale – Die Welt wird brennen hat mich vor einigen Monaten extrem beeindruckt und sich sofort zu einem meiner, wenn nicht sogar zu DEM Jahreshighlight herauskristallisiert. Es handelt sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie und dementsprechend gespannt war ich, wie es in Ophelia Scale – Der Himmel wird beben weitergehen würde, nachdem Band 1 natürlich mit einem unglaublich fiesen Cliffhanger und einem großen Fragezeichen geendet hatte.

[Dies ist ein Folgeband, Rezension enthält Spoiler zu Band 1!]

Kurzer Rückblick zu Ophelia Scale – Die Welt wird brennen

Wir erinnern uns: Ophelia wurden von der OmnI Videos gezeigt, in denen Lucien zugibt, dass er an Ophelia keinerlei romantisches Interesse hätte und es nur sein Job gewesen wäre, sie für sich zu gewinnen. Außerdem beteuert die OmnI, dass sie keinerlei Gefahr für die Menschheit darstellt. Ophelia bricht zusammen und entschließt ihr ursprüngliches Ziel wieder aufzunehmen, sie will den König erschießen. Und genau so endet Ophelia Scale – Die Welt wird brennen auch: Ophelia schafft es zu Leopold durchzukommen, zielt auf ihn, drückt ab… und es löst sich kein Schuss.

Und so geht es weiter

Opehlia Scale – Der Himmel wird beben setzt drei Wochen nach dem versuchten Attentat ein. Ophelia sitzt nun im Hochsicherheitstrakt und wartet darauf, dass sie hingerichtet wird. Durch ein Angebot von Pheonix wird sie – eher unfreiwillig – zur Doppelagentin und schleust sich bei Reverse ein. Und viel mehr möchte ich hier gar nicht verraten, weil es den Inhalt spoilern würde.

Mir wurde vom Bloggerportal von Randomhouse ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, vielen vielen Dank dafür! Da ich mich zum Erscheinungstermin allerdings im Urlaub befand, habe ich mir trotzdem noch das eBook gekauft – das sollte zeigen, wie gespannt ich darauf war. Und ehrlich: das war es mir auch wert! Zum einen unterstütze ich gerne deutsche Autoren und zum zweiten ist das Buch einfach so gut, dass der Kauf niemals ein Verlust sein könnte. Klingt das übertrieben? Bestimmt, aber ich fangirle wirklich extrem für Ophelia Scale.

Die Charaktere sind wieder toll ausgearbeitet und authentisch. Besonders Ophelias Entscheidungen sind verständlich und ich wüsste nicht, was ich in ihrer Situation anders machen würde. Sie steht unter enormen Druck und versucht einfach nur noch, das Richtige zu tun.

Auch Lucien hat sich seinen Platz in meinem Herzen erhalten können. Genauso wie die anderen Nebenfiguren (ich nenne lieber keine Namen, sonst haben wir wieder das Spoiler-Problem).

Fazit zu Ophelia Scale – Der Himmel wird beben

Lena Kiefer ist eine tolle Autorin. Ein lebendiger Schreibstil, durchdachtes Worldbuildung (allein, dass die ganzen technischen Dinge so beschrieben sind, dass man ohne Probleme folgen kann, ist extrem positiv – nichts nervt mehr, als ein Buch zu lesen, in dem Technik eine Rolle spielt und dann nur Bahnhof zu verstehen) und die bereits erwähnten authentischen Charaktere runden das Gesamtbild ab. Band 2 hat mich genauso mitgerissen wie Band 1. Das Ende war wieder einmal überraschend, hinterlässt mich mit einem großen Fragezeichen und natürlich gab es einen Cliffhanger, obwohl ich diesen nicht ganz sooooo schlimm finde, wie bei Band 1. Ophelia Scale – Der Himmel wird beben hat mich auf ganzer Linie überzeugt und umgeht – Gott sei Dank – dem berüchtigten Mittelband-Fluch. Dieser Nachfolgeband ist in keinster Weise schwächer und kann ohne Probleme mit Band 1 mithalten. Daher von mir: 5 von 5 Sternen.

Und nun heißt es warten auf Band 3, Ophelia Scale – Die Sterne werde fallen, welcher am 11. November 2019 erscheint.

Veröffentlicht am 17.10.2019

One True Queen – Wo Königin sein nicht lange währt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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One True Queen, der erste Band einer Dilogie, von Jennifer Benkau erschien im August diesen Jahres beim Ravensburger Buchverlag. Ich hatte bereits bei Vorablesen die Leseprobe gelesen, aber leider nicht ...

One True Queen, der erste Band einer Dilogie, von Jennifer Benkau erschien im August diesen Jahres beim Ravensburger Buchverlag. Ich hatte bereits bei Vorablesen die Leseprobe gelesen, aber leider nicht gewonnen. Da ich es aber so spannend fand, das eBook im Gegensatz zum Hardcover bereits erschienen war und es außerdem noch eine Preisaktion dafür gab, habe ich nicht lange gezögert und es mir gekauft. Wieder eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe.

Natürlich habe ich mir aber mit Erscheinen des Hardcovers von One True Queen auch noch diese Ausgabe zugelegt. Das Tolle daran: es gab von Thalia mit der Autorin zusammen eine Aktion, so hatte ich sogar das Glück eine von der Autorin signierte Ausgabe ergattern zu können. Das Cover ist einfach wunderschön mit einem erhabenen Druck, der je nach Lichtverhältnissen erstrahlt. Und auch ohne Schutzumschlag sieht es toll aus – bei der Gestaltung wurden sich anscheinend wirklich Gedanken gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Worum geht es in One true Queen?



Die 17jährige Mailin aus Irland wacht nach einem Zusammenbruch plötzlich in der fremden und gefährlichen Welt Lyaskye auf. Ein Fremder hilft ihr und sie schafft es in die Hauptstadt und dort zum Königshof und plötzlich wird klar, dass sie aus einem bestimmten Grund nach Lyaskye gekommen ist: Sie soll Königin werden, was in diesem Land jedoch keine Nachricht der Freude ist.

Die Charaktere



Mailin ist ein sympathisches Mädchen, dass ihre Mutter und ihre große Schwester, die seit Jahren im Koma liegt, über alles liebt. Sie ist eher unscheinbar, still und lieber für sich. Was nicht bedeutet, dass sie auf den Mund gefallen ist – im Gegenteil, Mail ist schlagfertig und witzig. Ich empfand es als sehr erfrischend, dass Mailin durch ihren Sport auch in der Lage ist, sich bis zu einem gewissen Grad selbst zu verteidigen und dadurch nicht nur die damsel in distress ist. Sie ist ein starker Charakter.

Der junge Mann, den sie trifft und Peter tauft, kann man anfangs noch nicht richtig einschätzen, aber ich mochte ihn von Beginn an. Er versucht stets Mailin von ihrem unausweichlichen Schicksal zu beschützen, auch wenn er es anfangs „nur“ durch gute Ratschläge tut.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls interessant und spannend, besonders wenn nach und nach die Beziehungen einiger Charaktere untereinander ans Tageslicht kommen, wird es noch spannender. Viel mehr möchte ich lieber nicht dazu schreiben, zu viel mögliche Spoiler 🙂

Das Worldbuilding



Das Worldbuildung hat mir gut gefallen. Die Welt von Lyaskye (denn Lyaskye ist nur eines mehrerer Länder dieser Welt) existiert parallel neben unserer Welt, im Buch ist auch direkt zu Anfang eine Karte davon zu finden. Die Autorin hat sich einige spannende Tiere, Pflanzen und Gegebenheiten dazu einfallen lassen, die man sich dank Mailins Vergleiche sehr gut vorstellen konnte. Ich hatte wirklich Spaß dabei, Lyaskye durch Mailins Augen kennen zu lernen!

Fazit zu One True Queen



Der Schreibstil von Jennifer Benkau ist bildhaft, lebendig und liest sich angenehm und flüssig. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Nachmittagen durchgesuchtet und hatte extrem viel Spaß dabei. Sehr gut gefallen hat mir wie die Widmung zu Beginn des Buches („So viele Bücher. Und du nimmst ausgerechnet dieses.“) in die Geschichte mit einbezogen wird. Das Ende war wirklich gut, total nachvollziehbar und schlüssig… und trotzdem (oder besser: natürlich!) hat es mir das Herz gebrochen!

Ich freue mich schon extrem auf Band 2, der am 1. Februar 2020 erscheint – das wird sicherlich ein Vorgeburtstagsgeschenk für mich.

Von mir absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 01.09.2019

Leider kein Überflieger

Flying High
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Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Falling Fast von Bianca Iosivoni konnte ich es natürlich kaum erwarten nun endlich Flying High zu lesen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das ...

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Falling Fast von Bianca Iosivoni konnte ich es natürlich kaum erwarten nun endlich Flying High zu lesen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das LYX-Team, das mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

[Rezension kann Spoiler zum ersten Band enthalten]

Ein optisches Schmuckstück



Das Cover von Flying High ist genauso schön wie das von Falling Fast und damit ein weiteres Highlight im Bücherregal. Leider aber eher ein optisches… Zwar bin ich ein totaler Cover-Käufer, aber natürlich muss der Inhalt auch stimmen. Und hier kommen wir zum Problem des Ganzen:

Das Buch gibt inhaltlich kaum etwas her.

Ehrlich gesagt habe ich mich bereits nach Lesen des ersten Bandes gefragt, was jetzt wohl noch kommen mag, um ein ganzes Buch zu füllen. Allerdings gab es die Storyline um Chase‘ berufliche Entwicklung sowie seines Bruder und dessen Probleme, das war definitiv ausbaufähig, dann Hailees weiterer Weg – ok, das sollte doch machbar sein. Ich war also guter Dinge.

Eine kurze Inhaltsangabe:

Hailee stirbt nicht (das sollte ja keine Überraschung sein) und es geht um ihre Trauerbewältigung. Ab und zu kommt Chase vor. Das war es im Großen und Ganzen.

Und mir damit zu wenig, zumal mir persönlich die Trauerbewältigung inklusive Themen wie Therapie und Antidepressiva zu oberflächlich behandelt wurden. Zwar wurde angesprochen, dass sie regelmäßig zur Therapie geht, aber leider erfahren wir kaum etwas davon. Kein Einzelgespräch mit ihrer Therapeutin wird wiedergegeben, stattdessen drehen sich Hailees Gedanken immer wieder im Kreis, sie wirkt sehr selbstmitleidig. In Falling Fast mochte ich Hailee, in Flying High empfinde ich sie als sehr nervig und unsympathisch.

Chase‘ Geschichte wird viel zu schnell abgehandelt und Josh, dessen Abwesenheit in Falling Fast ständig Thema war, kommt ebenfalls viel zu kurz. Hier hätte man so viel daraus machen können.
Die Frage aller Fragen:

Woraus bestehen denn nun die 400 Seiten? Aus vielen Wiederholungen.

Ich habe nach kurzer Unterbrechung nach den ersten 60 Seiten den Rest an einem Nachmittag gelesen, allerdings hatte ich Urlaub und einfach Zeit, es lag leider nicht daran, dass es spannend gewesen wäre.
Fazit zu Flying High

Ich war zuerst sehr unentschlossen, was ich von Flying High halten soll. Nach einiger Bedenkzeit bestätigt sich jedoch leider mein negativer erster Eindruck. Das Buch ist durchgängig recht deprimierend, die Beziehung zwischen Chase und Hailee ist mir hier ziemlich unverständlich und nicht nachvollziehbar. Den Inhalt von Flying High hätte man auf gut 100 Seiten kürzen und einfach bei Falling Fast mit ranhängen können. Das Buch hatte Potential, vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch… aber mehr als 2,5 Sterne kann ich nicht geben. Und die kommen hauptsächlich durch den sehr angenehmen Schreibstil von Bianca Iosivoni.

Veröffentlicht am 29.08.2019

Auftakt einer Trilogie der Extraklasse!

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Ophelia Scale – Die Welt wird brennen, geschrieben von der deutschen Autorin Lena Kiefer, erschien am 18. März diesen Jahres beim cbj Verlag und ist der Auftakt einer Trilogie. Band 2 (Ophelia Scale – ...

Ophelia Scale – Die Welt wird brennen, geschrieben von der deutschen Autorin Lena Kiefer, erschien am 18. März diesen Jahres beim cbj Verlag und ist der Auftakt einer Trilogie. Band 2 (Ophelia Scale – Der Himmel wird beben) erschien am 26. August diesen Jahres und Band 3 (Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen) erscheint am 11. November. Das Buch hat gerade auch auf Instagram einen ziemlichen Hype ausgelöst und ich war mir nicht sicher, ob es wirklich etwas für mich ist, da mich der Klappentext eigentlich nicht vollends überzeugt hatte, was allerdings mehr daran liegt, dass ich zumeist eher Fantasy und weniger Dystopien lese. Da ich aber Dystopien nicht grundsätzlich abgeneigt bin und alle so begeistert von diesem Buch waren, habe ich es mir gekauft – und bei Gott (sage ich sogar als Atheist), ich habe es nicht bereut! Denn ich habe kaum aus der Hand legen können! Aber dazu später mehr.

Dystopie in gar nicht allzu ferner Zukunft



Ophelia Scale spielt im Jahr 2134, also einer nicht ganz so fernen Zukunft. Die Menschheit hat sich technisch extrem weiterentwickelt, die Länder in Europa sind zu einem großen Land vereinigt, das seit 6 Jahren durch einen König regiert wird, der mit der Abkehr (welche durch ihn initiiert wurde) die Macht an sich gerissen hat. Vorher wurde die Welt quasi durch die Big Ten, die zehn größten Konzerne der Welt, regiert. Mit der Abkehr wurde so gut wie jede Technik verboten, begründet damit, dass die Menschen nicht mehr sozial waren und nicht mehr miteinander kommuniziert hätten. Wie der Klappentext bereits sagt, gehört Ophelia dem Widerstand an und versucht alles, um die Abkehr wieder rückgängig zu machen. Dafür bewirbt sie sich auch für die Leibgarde des Königs, mit dem Ziel, so nahe wie möglich an den König zu kommen und ein Attentat auf ihn auszuüben.

Charaktere



Ophelia: Ophelia ist 18 Jahre alt und hat gerade ihren Schulabschluss gemacht. Sie lebt in Brighton, welches im ehemaligen England liegt, zusammen mit ihrem Vater, seiner Freundin, ihren zwei Kindern sowie ihrem Zwillingsbruder, Eneas. Sie ist Mitglied der Widerstandsgruppe ReVerse, welche unerkannt im Untergrund agiert. Ophelias Eltern waren beide hochtalentierte Ingenieure und haben bei zwei Konzernen der Big Ten gearbeitet. Ophelia ist sehr intelligent, was unter anderem daran liegt, dass ihre Mutter genetisch perfektioniert wurde und sie nun mit den Nebenwirkungen leben muss: ein extrem gut vernetztes und funktionierendes Gehirn, sodass sie bereits im Kleinkindalter zusammen mit ihrem Vater technische Dinge entwickeln konnte. Je älter sie wurde, desto mehr wurde dies jedoch zu einem Problem, da sie nach kurzer Zeit mit extrem starken Kopfschmerzen reagiert. Vor der Abkehr wurde dem jedoch durch eine technische Entwicklung ihrer Eltern Abhilfe geschaffen: ihr Gehirn funktionierte perfekt, aber ohne Nebenwirkungen. Nach der Abkehr hat ihre Mutter ein Serum entwickelt, dass die Funktion ihres Gehirns herunter regelt und somit keine Überreizung statt findet, Ophelia selbst nennt es HeadLock. Sie wollte immer wie ihre Eltern auch eine Ingenieurin werden.

Lucien: Lucien ist der kleine Bruder des Königs. Außerdem gehört er den Schakalen an, einer geheimen Spionagegruppe, die für den König agiert. Er ist charismatisch, hat Humor und ist an Ophelia interessiert.

Knox: Ophelias erste große Liebe. Er gehörte ebenfalls dem Widerstand an, wurde jedoch geschnappt.

Jye: Ebenfalls Mitglied von ReVerse. Jye tritt mit Ophelia zusammen das Bewerbungsverfahren an. Sie sind gut befreundet.

Es gibt noch viele andere Nebenfiguren, die eigentlich alle genannt werden müssten, aber dann wird die Rezension einfach zu lang und daher verzichte ich darauf.

Das Worldbuilding in Ophelia Scale



Die Handlung in Ophelia Scale spielt wie bereits erwähnt im Jahr 2134, also etwas mehr als 100 Jahre in der Zukunft. Die Welt die Lena Kiefer sich ausgedacht hat, ist in Anbetracht des sich immer schneller entwickelnden technischen Fortschritts alles andere als unwahrscheinlich. Die noch vorhandenen technischen Gegebenheiten sind nicht abstrus und durchaus möglich, das hat mir gut gefallen. Ich behaupte jetzt von mir selbst, ein gutes technisches Verständnis zu haben, aber ich denke, auch für Technikunbegabte ist alles nachvollziehbar. Was mir auch gefallen hat an dieser Zukunftsvision: es ist keine extrem weit in der Zukunft liegende Dystopie und so sind auch Verweise auf Shakespeare oder auch uns bekannte geschichtliche Daten zu finden, so dass man noch einfacher in die Geschichte eintauchen kann.

Fazit



Ophelia Scale – Die Welt wird brennen hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Sympathische Hauptcharaktere, eine tolles Worldbuildung, das mehr als vorstellbar ist, durchgehende Spannung und überraschende Wendungen – all dies vereint Lena Kiefer in diesem grandiosen Auftakt. Mich hat das Buch noch Tage nach Beenden beschäftigt und nicht losgelassen, das habe ich selten. Ich bin wirklich froh, dass wir nicht ewig auf die beiden Fortsetzungen warten müssen (Band 2 ist ja mittlerweileauch bereits erschienen), die zeitnahen Erscheinungstermine sind ebenfalls ein großer Pluspunkt – denn ernsthaft, Cliffhanger sind zwar immer fies, aber hier ein Jahr warten müssen, wäre nicht vorstellbar gewesen. Ich bin wirklich unglaublich gespannt darauf, wie es weitergeht.

Kurz zusammengefasst: Das Buch erhält volle Punktzahl von mir, heißt 5 von 5 Sternen. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 29.08.2019

Verstehe den Hype nicht...

Das Reich der sieben Höfe 1 – Dornen und Rosen
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Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen, geschrieben von der amerikanischen Autorin Sarah J. Maas, ist ein Young Adult Fantasy Roman und der erste Teil einer Trilogie. Die Reihe ist auch derzeit noch ...

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen, geschrieben von der amerikanischen Autorin Sarah J. Maas, ist ein Young Adult Fantasy Roman und der erste Teil einer Trilogie. Die Reihe ist auch derzeit noch in aller Munde, besticht durch Unmengen guter Kritiken und wird zumeist hochgelobt. Dementsprechend kam auch ich nicht daran vorbei, mich dieser Reihe zu widmen.

Für diejenigen, die ebenso ahnungslos waren wie ich, was die Aussprache des Namens „Feyre“ angeht – es wird Farrah gesprochen, quasi die englische Aussprache von Sarah, aber eben mit „F“ vorne.

Da Klappentext nicht wirklich viel über den Inhalt aussagt, noch eine Zusammenfassung von mir:

Feyre lebt mit ihren Schwestern und ihrem Vater in Armut und muss jagen gehen, um ihr Überleben zu sichern. Sie schießt einen großen Wolf, der sich als Fae herausstellt. Der Fae Tamlin spürt sie auf und stellt sie vor ein Ultimatum: entweder sie gibt ihr Leben für das des Fae oder sie lebt auf seinem Land. Sie entscheidet sich dazu, mit ihm zu gehen. Die anfängliche Distanz aufgrund von Vorurteilen beider Seiten schwindet zunehmend und die beiden verlieben sich ineinander. Doch es drohen Gefahren und Tamlin schickt sie, besorgt um ihr Leben, wieder nach Hause. Aller Warnungen zum Trotz bricht sie auf, ihren Geliebten zu suchen.

Für alle Eltern: Aufgrund recht expliziter (und sich in den weiteren Bänden häufender) Sexszenen sowie Gewaltdarstellungen würde ich diese Reihe definitiv nicht für Kinder/Jugendliche von 12 Jahren empfehlen. 

Meine bescheidene Meinung



Ich gehöre zu denen, die tatsächlich nicht so überzeugt sind. Ich liebe Fantasy und Romance, ich mag Geschichten rund um Elben, Fae und andere Sagengestalten. Auch ist die Autorin gut, wenn es um Beschreibungen geht, man kann sich alles sehr bildlich vorstellen – sofern etwas passiert zumindest. Das ist auch einfach mein Hauptproblem, es zieht sich, weil die Handlung kaum voranschreitet. Feyre ist auch nicht meine Lieblingsprotagonistin, sie geht mir mit ihrem Rumgejammere teilweise arg auf den Geist, ständig spricht sie davon wie schlecht es ihr geht. Auch ihre Loyalität zu ihrer Familie zu Beginn ist mir total unverständlich, weil es so viele Aspekte gibt, die ihre Loyaltität einfach nur lächerlich machen. Aber dies ist nur ein Punkt von mehreren, die mir einfach unlogisch erscheinen und einfach der Dramatik und Einfachheit halber eingebaut wurden, wie es scheint. Tamlin entspricht leider auch nur dem Standard des typisch männlichen Love Interests. Es hätte an sich ein interessanter Auftakt sein können, aber die Reihe zieht mich einfach nicht in ihren Bann. Dementsprechend kann ich den Hype um diese Reihe nicht ganz nachvollziehen und bin mir ziemlich sicher, dass ich diesen Roman nicht noch einmal lesen werde. Aber es ist ja eine Reihe und man hört ja nicht einfach mittendrin auf… also habe ich mich natürlich auch durch Band zwei und drei gequält. Sie haben miüch so aufgeregt, dass ich mich nicht dazu in der Lage sehe, eine orentliche Rezension zu schreiben...

Alle, die kein Problem mit langatmigen Passagen haben, weinerliche Protagonisten und seichte Romantik mögen, können vermutlich ohne zu zögern zugreifen. Diejenigen, die einen logischen Plot und sympathische und nachvollziehbare Charaktere wünschen, würde ich es nicht empfehlen.

Des Weiteren sagen viele, dass Band 2 viel besser wäre - ich finde Band 1 tatsächlich noch am besten. Band 2 und 3 haben dafür gesorgt, dass die Reihe für mich nur noch "Das Reich der Langeweile" ist.