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Veröffentlicht am 15.01.2026

viel tell, wenig show :(

The Tainted Cup
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Disclaimer: Dieses Buch ist sehr beliebt bei sehr vielen Menschen, darum bitte meine Rezension mit einer Prise Zweifel nehmen.

Tainted Cup ist als Fantasy-Krimi angelegt, mit klaren Anleihen an klassische ...

Disclaimer: Dieses Buch ist sehr beliebt bei sehr vielen Menschen, darum bitte meine Rezension mit einer Prise Zweifel nehmen.

Tainted Cup ist als Fantasy-Krimi angelegt, mit klaren Anleihen an klassische Detektivgeschichten: Die exzentrische Ermittlerin Ana im Stil von Sherlock Holmes und ihr Assistent Din als eine Art Watson bewegen sich durch eine sekundäre Welt, die von Leviathanen, Seuchen, magischen Modifikationen und politischer Korruption geprägt ist. Ein Mord sieht zunächst wie ein Krankheitsfall aus, stellt sich aber dann als etwas ganz anderes, tieferes heraus. Die Ermittungen der beiden erschließt weit mehr Variablen und größere Probleme. Es geht um eine Mordaufklärung, aber auch um Macht, Gerechtigkeit und Wahrheit.

Das Grundkonzept ist originell , ebenso die Atmosphäre und wenigen Beschreibungen der Welt. Ein Beispiel sind die gigantischen Leviathane oder der dichten Umgebungen, die besonders dann überzeugt, wenn Din allein unterwegs ist und seine Eindrücke schildert. Auch die ruhige, stellenweise elegante Prosa sowie ein zarter romantischer Nebenstran hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

Nun aber zu meinen Problemen mit der Geschichte. Für mich haben weder die Figuren noch die Handlung emotional Input gehabt. Die Charaktere blieben flach, schwer greifbar und teilweise irritierend. Es fiel mir schwer, eine echte Bindung zu Din oder Ana aufzubauen oder mich für ihr Schicksal zu interessieren. Ana ist oft ziemlich drüber, und Din ist zwar potenziell interessant, vor allem am Anfang, hätte aber in meinen Augen noch so viel mehr sein können. Für einen Mordfall fehlte es mir zudem an Spannung – statt Neugier oder Nervenkitzel stellte sich eher Ungeduld ein.

Mein größter Kritikpunkt ist der, dass das Buch ein perfektes Beispiel für für den Hinweis „show, not tell“ ist. Anstatt die Welt, die Figuren und ihre Konflikte durch Handlung, Dialoge und erlebte Szenen erfahrbar zu machen, erklärt der Text vieles direkt. Motive, Zusammenhänge und Bedeutungen werden benannt, statt sie entstehen zu lassen. Dadurch bleibt vieles oberflächlich; man bekommt ständig gesagt, wie etwas ist oder warum es wichtig sein soll, fühlt es aber nicht. Ich mag das "show" in Büchern sehr gerne und brauche es mehr oder minder, um mir meine Bilder vorzustellen oder auch um die Atmosphäre wahrzunehmen. Das hat mich hier leider sehr enttäuscht.

Gleiches erfuhr ich leider auch beim Wordbuilding: Die Welt ist zwar sehr kreativ und groß, aber durch die unzureichenden Erklärungen wirkte es trotzdem leer und teilweise mit logischen Lücken, die ich in meinem Kopf nicht füllen konnte.

Die Schreibweise und der Flow hat mir hingegen ganz gut gefallen, die Kritik von oben mal ausgeklammert. Ja, es wird viel geflucht, aber das fand ich in keinster Weise komisch oder störend.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass das Buch zwar großes Potential und spannende Ideen hat, aber für mich persönlich einfach nicht in der Richtigen Umsetzung. Das Buch ist für Lesende, die noch wenig Erfahrung im Fantasy-Bereich haben, gerne miträtseln und ungewöhnliche Settings mögen. Wenn du unsicher bist, probiere es auf jeden Fall aus. Band zwei gibt es auch schon bald!

Ganz großes Dankeschön an den Adrian-Verlag für das Rezi-Exemplar <3

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Die Mumie vs. Romance - klappt nicht ganz

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Der Klappentext klingt vielversprechend: Rivals to lovers, forbidden romance, forced priximity, historical romance, slow burn, Die Mumie-Vibes. Alters Ägypten - count me in!
Wir verfolgen Inez als Hauptcharakterin ...

Der Klappentext klingt vielversprechend: Rivals to lovers, forbidden romance, forced priximity, historical romance, slow burn, Die Mumie-Vibes. Alters Ägypten - count me in!
Wir verfolgen Inez als Hauptcharakterin (MC) auf Ihrer Reise nach Antworten zu ihren Elter, Ägypten und Geschichtlichen Vorkommnissen.
Ich hatte so meine Schwierigkeiten, mit Inez als MC warm zu werden. Ihre Persönlichkeit kaum ausgeprägt, außer es ging darum, dass sie den ganzen Weg von Argentinien nach Ägypten gekommen ist. Alleine in den ersten paar Szenen kann sie nicht für sich einstehen und lässt Dinge einfach mit sich machen und passieren, ohne auch nur ernsthafte Anstalten zu machen, sich zu wehren.
Den Love Interest lernen wir auch zeitig kennen: Er ist seltsam und cocky, ohne einen wirklichen Grund zu haben. Außerdem ist er eigentlich nicht zu haben (ohne zu viel vorweg zu nehmen)?? Flirtet aber trotzdem die ganze Zeit mit unserer MC. Die Mysterie, die die Autorin versucht, in ihn hineinzuschreiben, kam bei mir auf jeden Fall nicht an. und "Forbidden Romance" ist für mich nicht, dass er jemand anderen hat und unsere MC deshalb ja "eigentlich tabu ist" -. "Küsst du alle deine Freunde so?" - didnt stop him tho
Am meisten haben mich zwei Sachen gestört: Das Magiesystem. Ich hab irgendwie nicht richtig verstanden, wie das ganze Konzept bzgl. der Magieberührten Gegenstände funktioniert, warum überhaupt Magie in den Artefakten ist und was das bedeutet. Wohl nicht, dass man sie einfacher finden kann. Außerdem hat mich die Beziehung der beiden gestört: Ich habe im Verlauf des Buchs gar keinen Spark gefühlt und fand es alles relativ erzwungen und aus dem Nichts.
Ich bin etwas traurig, weil ich mir viel von dem Buch erhofft hatte. Die Themen interessieren mich total und auch die Recherche kommt sehr gut zur Geltung: Ägypten an sich, die Historie dahinter, die Sprache, die Kultur, die Kolonalisierung und all das war wirklich gut dargestellt. Das sind auch deutliche Plus-Punkte für meine Bewertung. Außerdem gibt es immer wieder kleine Zeichnungen und Ergänzungen zur Geschichte, was mir persönlich sehr gefällt und hilft, sich Dinge bildlich vorzustellen.

Insgesamt bin ich enttäuscht aber nicht am Boden zerstört. Es gibt mittlerweile deutlich bessere Bücher mit diesen Tropes, das ich dies nicht unbedingt empfehlen würde. Wenn man Die Mumie, das alte (und neue) Ägypten in Kombi mit Artefakten und Romance mag, kann man es aber mal in die Hand nehmen. (und das Cover ist super schön!)
Ich bewerte es irgendwo zwischen 2,,5 und 3 Sternen - hier aufgerundet.

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Veröffentlicht am 17.05.2024

etwas flach

Der Vertraute
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Der Anfang hat mich total gecatched, ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ich mochte auch, wie die Spanischen Begriffe eingeworfen, aber großenteils erklärt werden, sodass man sie auch gut verstehen ...

Der Anfang hat mich total gecatched, ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ich mochte auch, wie die Spanischen Begriffe eingeworfen, aber großenteils erklärt werden, sodass man sie auch gut verstehen kann, wenn man keinen Deut spanisch versteht.

Die Protagonistin war etwas Flach, dafür der Vertraute umso interessanter. Was ist er? Woher kommt er? Was kann er noch?

So ab der Hälfte des Buches hat es sich leider nur noch gezogen. Die Charaktere blieben flach, wir erfahren etwas über den Vertrauten, viele Infos bleiben jedoch aus. Die Charaktere dürfen ihre eigenen kleinen Storys fortsetzen und auch da erfahren wir, wie es weiter geht und was die Zukunft bringt. Die Beziehung unter den Charakteren ist jedoch genau so Flach und der Funke springt - zumindest bei mir - nicht über.

Das Ende hat mir wieder gefallen - dem Zeitalter und dem Vibe des Buchs entsprechend bin ich zufrieden. Ich mochte, dass die Autorin den Mumm hatte, ein anderes Ende zu schreiben, als wir im Moment bei vielen Büchern entdecken können.

Wenn man eine durchdachte Story mit Charakterentwicklung und Intrige möchte, ist man hier falsch. Wenn man die Inquisition und ihre Machenschaften mag und Dramatik liebt, könnte dieses Buch jedoch goldwert sein.

Ich wurde unterhalten, bin hintenraus jedoch etwas enttäuscht.

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Veröffentlicht am 28.05.2023

Cringe Twilight

Crave
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Ich bin lange um diese Reihe herumgeschlichen, letztendlich hat mich doch die Neugierde gepackt.

Ich mag naive Liebesgeschichten mit dem Hauch von Fantasy sehr gerne, und genau das ist dieses Buch zumindest ...

Ich bin lange um diese Reihe herumgeschlichen, letztendlich hat mich doch die Neugierde gepackt.

Ich mag naive Liebesgeschichten mit dem Hauch von Fantasy sehr gerne, und genau das ist dieses Buch zumindest auf den meisten Seiten. Die erste Hälffte ist quasi Twilight. Punkt. Super viele Parallelen, teilweise viel Cringe, aber doch irgendwie schön und Lesenswert. Die Mitte zieht sich etwas, bis dann die Große Enthüllung nach ca. 3/4 des Buchs kommt. Ab da wird es wild. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob das Buch wohl ein reiner Auftakt ist und die eigentliche Story erst ab Band 2 losgeht - das erfahre ich dann wohl erst, wenn ich weiterlese. Ab der Enthüllung passt sich die Protagonistin sehr schnell an, was mir etwas komisch vorkommt, aber zur Story passt und es nicht noch länger in die Länge zieht. Der Spannungsbogen wird gegen Ende am höchsten - das ganze Konstrukt aber auch am abgefahrensten. Die Naivität vom Anfang ist verflogen und es geht auf eine verkorkste Art zur Sache. Am Ende tut sich ein weiteres, neues "Problem" auf, was für mich völlig aus dem Nichts kommt. Ich denke, dass sich die Story erst später weiter aufbaut - hoffe es zumindest. Ich werde es erstmal liegen lassen und andere Dinge lesen, vielleicht stolpere ich mal später über Band 2.

Wer auf Teenie-Drama, Vampire und High School Alltag steht, damals Twilight doll geliebt hat und es immer noch tut, wird dieses Buch und hoffentlich die folgende Reihe lieben. Für mich war es nur eingeschränkt was.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

habe mir mehr erhofft. trotzdem okay.

Elfenkrone
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Ich bin hin und her gerissen.

Ich habe diese Reihe ewig lesen wollen und hatte daher (denke ich) zu viel Erwartung, da ich nur gutes gehört habe.

Die Welt und deren Aufbau gefällt mir sehr. Die politischen ...

Ich bin hin und her gerissen.

Ich habe diese Reihe ewig lesen wollen und hatte daher (denke ich) zu viel Erwartung, da ich nur gutes gehört habe.

Die Welt und deren Aufbau gefällt mir sehr. Die politischen Intrigen sind verständlich und zugleich spannend. Ich hatte auf den ersten 150-200 leider echt ein Problem mit der Protagonistin. Es wird so viel über ihre Vergangenheit und Kindheit erzählt, dass ich irgendwie den Moment verpasst habe, an dem wir in der Gegenwart sind und sie ihr aktuelles Alter hat. Sie benimmt sich teilweise so, als wär sie noch ein bockiges Kind und handelt total unüberlegt. In meinem Kopf war sie deshalb in 3/4 des Buches noch um einiges jünger, was mir dann mit manchen Handlungen das Leseerlebnis kaputt gemacht hat. Ich hab mir immer eingeredet "Ne, das ist okay, sie ist X Jahre alt, sie ist kein Kind mehr" nur, damit sie dann doch irgendwas dummes macht, was so nur ein Kind gemacht hätte. Sigh.

Die Romanze in der Mitte des Buches kam mir sehr willkürlich vor, der Vibe kam überhaupt nicht über. Aber das sollte sich noch klären...

Cardan hingegen mochte ich tatsächlich - bei ihm ist genau das Gegenteil der Fall. Ich denke mal, dass er ungefähr das gleiche Alter hat wie Jude, jedoch nehme ich ihn aus irgendwelchen Gründen als älter war. Stelle ich mir vor, er wäre 17-18 +/-, cringed es ab und an etwas, aber mit einer gewissen Reife, die mein Kopf ihm gibt, geht das klar.

Der Twist am Ende kam auch etwas unerwartet und ich habe die Gedanken nicht ganz verstanden. Also - schon - aber why tho

Das Buch hat so viel Potential und baut eine so schöne Welt auf. Bei High-(ish) Fantasy Reihen ist das oft so, deshalb werde ich die kommenden Teile weiterlesen und mich hoffentlich eines besseren belehren lassen. Das Buch war auch nicht schlecht, das möchte ich nicht sagen. Aber "irgendwie" hatte ich mir mehr erhofft.

Nach ein paar Meinungsrecherchen kommt vor allem beim ersten Teil raus, dass man ihn entweder mag, oder nicht. Naja, ich wäre dann wohl beim Mittelding.

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