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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Fakedate und Sportsromance in Einem

Chasing Hearts
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Chasing Hearts hat mich sofort gepackt. Ich hatte das Buch schon lange im Blick, und als ich es endlich in den Händen hielt, war dieses Gefühl da, dass es genau das Richtige für den Moment ist. Schon nach ...

Chasing Hearts hat mich sofort gepackt. Ich hatte das Buch schon lange im Blick, und als ich es endlich in den Händen hielt, war dieses Gefühl da, dass es genau das Richtige für den Moment ist. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett drin.

Was mich am meisten berührt hat, war Georgia. Ihre Stärke, ihre Verletzlichkeit, ihr Kampfgeist – all das fühlt sich unglaublich echt an. Man spürt, wie viel Mut es kostet, sich in einer Welt zu behaupten, die Frauen immer noch misstrauisch beäugt. Luca dagegen bringt eine Leichtigkeit mit, die perfekt zu ihr passt. Er wirkt erst wie der typische Charmeur, zeigt aber schnell Tiefe und Herz. Zusammen haben sie eine Dynamik, die sofort knistert, ohne künstlich zu wirken.

Die Rennmomente sind intensiv, aber nie überladen. Man spürt das Adrenalin, ohne dass es zu technisch wird. Die spicy Szenen sind sinnlich, warm und genau richtig dosiert. Und die Nebenfiguren tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Geschichte lebendig anfühlt.

Das Cover hat mich im Nachhinein richtig überzeugt. Es wirkt modern, sportlich und fängt die Stimmung des Buches erstaunlich gut ein – nicht laut, sondern stimmig und atmosphärisch.

Am Ende bleibt ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch etwas in einem bewegt. Eine Geschichte über Liebe, Mut und das Recht, seinen Platz einzufordern. Für mich ein echtes Herzensbuch und ganz klar 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Besser als erwartet

Marconi und der tote Krabbenfischer
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Massimo Marconi stolpert in diesem Krimi nicht nur in einen Mordfall, sondern auch in ein komplett neues Leben – und genau das macht die Geschichte so greifbar. Sein Umzug von München nach St. Peter‑Ording ...

Massimo Marconi stolpert in diesem Krimi nicht nur in einen Mordfall, sondern auch in ein komplett neues Leben – und genau das macht die Geschichte so greifbar. Sein Umzug von München nach St. Peter‑Ording fühlt sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser: fremde Landschaft, fremde Mentalität, plötzlich Verantwortung für zwei Kinder, die er kaum kennt. Diese Überforderung ist spürbar, aber nie schwer – eher menschlich, manchmal sogar leise komisch.

Der Fall selbst überzeugt durch ein Motiv, das erschreckend aktuell wirkt. Dazu kommt eine Sprache, die leicht und natürlich fließt, mit kleinen Momenten, in denen der Humor des Autors durchblitzt. Ich mochte besonders, wie liebevoll der Norden beschrieben wird – rau, weit, ein bisschen störrisch, aber voller Charme. Als jemand, der im Süden lebt und den Norden im Herzen trägt, hat mich das sofort abgeholt.

Zwischen Ermittlungen, Familienchaos und norddeutschem Nieselregen wächst Marconi einem schnell ans Herz. Und ja: Die kulinarischen Einschübe sind gefährlich – ich habe ernsthaft überlegt, ob ich hier in München irgendwo Queller auftreiben kann, nur um diese Tagliatelle nachzukochen.

Am Ende bleibt ein Krimi, der nicht laut sein muss, um zu wirken: atmosphärisch, warm, mit einem Protagonisten, der Ecken hat und genau deshalb funktioniert. Ein sehr schöner Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Gelungene Vorgeschichte

Asrai - Der Schatten des Shetai
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Die Geschichte hat mich sofort wieder in die vertraute Magie der ASRAI‑Reihe gezogen – warm, intensiv, voller Gefühl. Gleichzeitig blieb ein Hauch von Wehmut, weil mich dieser Teil nicht ganz so überwältigt ...

Die Geschichte hat mich sofort wieder in die vertraute Magie der ASRAI‑Reihe gezogen – warm, intensiv, voller Gefühl. Gleichzeitig blieb ein Hauch von Wehmut, weil mich dieser Teil nicht ganz so überwältigt hat wie die ersten Bände, die so viel Nostalgie in mir auslösen.

Was mich jedoch tief berührt hat, war Ians Weg. Seine innere Zerrissenheit, seine Verletzlichkeit, die Last seiner Entscheidungen – all das ist so spürbar, dass man ihn fast neben sich stehen sieht. Auch die Menschen an seiner Seite, besonders Sean, wirken ehrlich, nahbar und tragen viel Herz in die Geschichte. Und die Drachen… sie sind wieder ein echtes Highlight, kraftvoll, wild, wunderschön präsent.

Trotzdem fehlte mir an manchen Stellen der Nervenkitzel, dieses atemlose Gefühl, das die Reihe sonst so stark auslöst. Auch Nishas Perspektive hat mich gegen Ende etwas herausgerissen, weil ihre Entscheidungen schwerer nachzuvollziehen waren.

Lianes Schreibstil bleibt jedoch ein Geschenk: flüssig, atmosphärisch, voller Wärme. Und das Buch selbst – optisch wie erzählerisch – ist ein liebevoller Zusatzband, der die Saga bereichert.

Für Fans der Reihe ist dieser Teil ein Muss. Für mich ein emotionaler, wunderschöner Ausflug zurück nach Arandor, mit kleinen Schwächen, aber großem Herzen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein Roman, der das Herz weit aufreißt und es gleichzeitig heilt

Part of Your World
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Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass dieser zweite Band etwas Besonderes ist. Obwohl die Teile unabhängig voneinander funktionieren, hat mich dieser hier auf eine Weise getroffen, die ich nicht ...

Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass dieser zweite Band etwas Besonderes ist. Obwohl die Teile unabhängig voneinander funktionieren, hat mich dieser hier auf eine Weise getroffen, die ich nicht erwartet hatte. Es ist eine dieser Geschichten, die man in einer einzigen Nacht verschlingt, weil man einfach nicht loslassen kann — und weil die Tränen ohnehin schon fließen.

Abby Jimenez schreibt mit einer Feinfühligkeit, die mitten ins Herz trifft. Ihr Stil ist leicht, warm und gleichzeitig so eindringlich, dass man sich fühlt, als würde man einen emotionalen Liebesfilm sehen, der einen erst sanft umarmt und dann plötzlich mit voller Wucht trifft. Die Kleinstadtatmosphäre, die lebendigen Bilder, die humorvollen Dialoge — all das schafft ein Gefühl von Nähe, das selten so authentisch gelingt.

Im Zentrum stehen Alexis und Daniel, zwei Menschen aus völlig verschiedenen Welten, die sich dennoch auf einer tiefen Ebene begegnen. Alexis, stark und verletzlich zugleich, kämpft mit Erwartungen, die sie seit Jahren formen. Daniel, ruhig, herzlich und geerdet, ist der Mensch, der ihr zeigt, wie sich echte Verbundenheit anfühlt. Ihre Dynamik ist voller Wärme, Unsicherheit, Hoffnung — und genau dieser Mix macht ihre Geschichte so glaubwürdig.

Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie der Roman schwere Themen wie emotionale Abhängigkeit, familiären Druck und psychische Manipulation mit Leichtigkeit und Respekt verbindet. Die Autorin schafft es, Schmerz und Hoffnung nebeneinander stehen zu lassen, ohne dass eines das andere überlagert. Man spürt die Zerrissenheit, die Angst, das Aufblühen — und irgendwann sitzt man einfach da und weint, weil es so echt wirkt.

Die Nebenfiguren, die Dorfgemeinschaft, die kleinen Momente des Alltags: Alles fügt sich zu einem Roman, der nicht nur romantisch ist, sondern tief menschlich. Und wenn das Ende kommt, ist es so viel schöner, als man es sich ausmalen könnte.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Gelungener Abschluss

Asrai - Das Herz der Drachen
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Der dritte Band der Asrai‑Reihe fühlt sich an wie ein Wiedersehen, das man lange herbeigesehnt hat – und gleichzeitig wie ein Abschied, den man am liebsten hinauszögern würde. Liane Mars gelingt hier etwas ...

Der dritte Band der Asrai‑Reihe fühlt sich an wie ein Wiedersehen, das man lange herbeigesehnt hat – und gleichzeitig wie ein Abschied, den man am liebsten hinauszögern würde. Liane Mars gelingt hier etwas Seltenes: Sie öffnet die Tür zu einer Welt, die wir kennen, und zeigt uns doch eine völlig neue Facette davon. Dreihundert Jahre nach den Ereignissen des zweiten Teils knüpft die Geschichte an alte Wunden, neue Hoffnungen und einen Konflikt an, der die Vergangenheit mit der Zukunft verwebt.

Was diesen Abschluss so besonders macht, ist die Balance: Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend, aber diesmal atmet die Welt tiefer. Die Autorin schenkt uns mehr Raum für Atmosphäre, für Mythen, für das Gefühl, wirklich wieder in Asrai und Shetai einzutauchen. Die Drachen – ohnehin ein Highlight der Reihe – glänzen hier noch einmal in all ihrer Wildheit, Eigenwilligkeit und emotionalen Wucht.

Die Figuren tragen das Buch mit einer Intensität, die lange nachhallt. Linnea ist keine klassische Heldin, sondern eine Figur voller Ecken, Unsicherheiten und Mut – gerade deshalb wirkt sie so lebendig. Und Manila… was für ein Ereignis. Ihre Entwicklung ist ein kleines Meisterwerk: kantig, gefährlich, witzig, verletzlich. Ein Drache, der gleichzeitig faucht und das Herz stiehlt.

Besonders berührend ist, wie die Autorin mit Wiedergeburt, Erinnerung und Identität spielt. Wir begegnen vertrauten Seelen in neuen Körpern, erkennen alte Muster in neuen Namen – und trotzdem fühlt sich nichts wie ein Abklatsch an. Es ist ein Kreis, der sich schließt, ohne sich zu wiederholen.

Ja, der Einstieg ist ruhiger, fast zögerlich. Aber genau dieses Tempo macht emotional Sinn: Nach dem tragischen Ende von Band zwei braucht die Geschichte Zeit, um sich neu zu sortieren. Und wenn sie dann Fahrt aufnimmt, trägt sie einen mit voller Kraft bis zum letzten Satz.

Für mich ist dieser Band der perfekte Abschluss – ein epilogartiges Finale, das die Reihe nicht nur beendet, sondern vollendet. Es ist ein Buch, das mit einem wehmütigen Lächeln endet, weil man weiß: Diese Welt, diese Figuren, diese Drachen… sie bleiben.

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