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Veröffentlicht am 01.06.2026

Mythologische Magie

Threadcut
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Threadcut hat mich sofort abgeholt: eine moderne Welt, durchzogen von Fäden des Schicksals, und mittendrin eine junge Frau, die mehr sieht, als ihr guttut. Yuna erkennt die Lebensfäden der Menschen – ein ...

Threadcut hat mich sofort abgeholt: eine moderne Welt, durchzogen von Fäden des Schicksals, und mittendrin eine junge Frau, die mehr sieht, als ihr guttut. Yuna erkennt die Lebensfäden der Menschen – ein Geschenk, das sie nie wollte und das sie gleichzeitig antreibt, das Unvermeidliche zu ändern. Als ihre Mutter im Sterben liegt, trifft sie auf den Halbgott Zenon, der Tote ins Jenseits begleitet. Aus dieser zufälligen Begegnung entsteht ein gefährliches Bündnis, das sie bis zu den Moiren und tief in die Unterwelt führt.

Was mich besonders gepackt hat, ist die Dynamik zwischen den beiden: dieses ständige Anziehen und Abstoßen, die bissigen Sprüche, das Misstrauen, das sich langsam in etwas Zarteres verwandelt. Die Kapitel wechseln zwischen Yunas und Zenons Perspektive, wodurch man beide Seiten ihrer Reise versteht. Dazu kommen geheimnisvolle Briefwechsel zwischen einer Fate und einem Bones, die erst spät ihre Bedeutung entfalten und die Geschichte noch dichter machen.

Der Schreibstil ist für mich eines der Highlights: bildhaft, flüssig, intensiv. Die Autorin schafft es, Spannung und Emotionen so zu verweben, dass man komplett in die düstere, atmosphärische Welt eintaucht. Die Handlung bleibt durchweg fesselnd, mit Wendungen, die man nicht kommen sieht, und Figuren, die Ecken, Kanten und echte Entwicklung zeigen.

Besonders mochte ich, wie Yunas Gabe, Zenons Vergangenheit und die Begegnung mit Hades ineinandergreifen und die Geschichte immer größer wirken lassen, ohne sich in Komplexität zu verlieren. Trotz der mythologischen Tiefe bleibt der Roman zugänglich und emotional greifbar.

Fazit: Ein atmosphärischer Einzelband, der Spannung, Gefühl und Mythologie überzeugend verbindet. Kleine Längen oder Erklärlücken verzeiht man gern, weil die Geschichte einen so konsequent mitreißt. Für Fans von modernen Mythen, starken Charakteren und einer Prise Dunkelheit eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Spannender Abschluss

Freed by Fire
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Freed by Fire hat sich für mich angefühlt wie ein Wiedersehen mit einer Welt, die ich schon kannte – nur wilder, dichter und irgendwie erwachsener. Caja stolpert erneut mitten hinein in Intrigen, Machtspiele ...

Freed by Fire hat sich für mich angefühlt wie ein Wiedersehen mit einer Welt, die ich schon kannte – nur wilder, dichter und irgendwie erwachsener. Caja stolpert erneut mitten hinein in Intrigen, Machtspiele und alte Fehden, und obwohl sie längst an ihren Drachen gebunden ist, scheint die Gefahr nur noch größer zu werden. Ich war sofort wieder drin.

Was ich wirklich mochte: Die Liebesgeschichte wirkt diesmal geerdet. Kein künstliches Drama, kein unnötiges Hin und Her – eher zwei Menschen, die trotz allem zusammenhalten wollen. Das hat sich für mich viel echter angefühlt und hat der Geschichte gutgetan. Wer Romantasy mag, aber nicht ständig Herzschmerz braucht, wird das wahrscheinlich genauso schätzen.

Die Handlung selbst? Ein Rausch. Auf knapp 400 Seiten passiert so viel, dass ich manchmal dachte: „Okay, kurz durchatmen wäre nett.“ Aber genau das macht den Reiz aus. Die Autorin kann einfach Spannung – und Drachen. Die Drachen sind wieder das Herzstück, majestätisch und gefährlich, und Blair hat mich emotional komplett erwischt.

Natürlich gibt’s auch kleine Stolpersteine. Manche Dinge werden sehr schnell abgehandelt, als hätte die Geschichte nicht genug Platz, um alles auszuerzählen. Das Magiesystem, das im ersten Band so präsent war, rückt etwas in den Hintergrund, und auch das Worldbuilding bleibt eher angedeutet. Aber ehrlich gesagt: Ich habe es beim Lesen kaum vermisst, weil die Handlung mich so getragen hat.

Am Ende bleibt ein Abschluss, der stark, emotional und ein bisschen bittersüß ist. Nicht ganz so rund wie Band 1, aber definitiv ein würdiges Ende dieser Dilogie. Ich habe das Buch zugeklappt und war zufrieden – und ein kleines bisschen wehmütig.

Fazit: Ein intensives, actionreiches Finale voller Liebe, Magie und Drachenfeuer. Für Fans der Reihe ein Muss – für mich ein klarer 4‑Sterne‑Abschluss.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Sanfter Einstieg, langsamer Spannungsanstieg

Unmasking Billionaires’ Row
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Die neue Geschichte von Kathinka Engel hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Das Zusammenspiel aus London‑Setting, High‑Society‑Vibes und einem Hauch Romantic Suspense funktioniert erstaunlich gut. Besonders ...

Die neue Geschichte von Kathinka Engel hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Das Zusammenspiel aus London‑Setting, High‑Society‑Vibes und einem Hauch Romantic Suspense funktioniert erstaunlich gut. Besonders Kits Rückkehr in die Billionaire’s Row, um die Wahrheit über ihren Vater aufzudecken, trägt die Handlung mit einer konstanten, leisen Spannung.

Was für mich besonders gut funktioniert hat, war Kits Perspektive. Ihre Unsicherheit, ihr Wunsch nach Zugehörigkeit und gleichzeitig ihr Drang, Antworten zu finden, wirken authentisch und greifbar. Die kurzen Kapitel aus der Sicht des geheimnisvollen Verfolgers setzen zusätzliche Spannungspunkte und haben mich immer wieder zum Weiterblättern gebracht. Einige Wendungen kamen unerwartet, andere waren vorhersehbarer – insgesamt aber eine Mischung, die mich gut unterhalten hat.

Mit der Liebesgeschichte dagegen bin ich nicht ganz warm geworden. Kilian bleibt für mich bis zum Schluss schwer einzuschätzen. Seine anfängliche Härte, die kurze Phase der Annäherung und dann die Entwicklungen am Ende – das hat mein Vertrauen in ihn ziemlich erschüttert. Ich bin wirklich neugierig, wie die Autorin das im zweiten Band auffangen möchte oder ob sich die Dynamik vielleicht noch einmal verschiebt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht, flüssig und mit kleinen humorvollen Momenten durchzogen. Die eingebauten Chat‑Sequenzen lockern die Geschichte zusätzlich auf und geben ihr einen modernen Touch. Auch das Cover gefällt mir sehr – elegant, stimmig, wenn auch etwas zurückhaltend in Bezug auf den Inhalt.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten: ein langsamer Einstieg, eine starke zweite Hälfte, eine Protagonistin, die man gern begleitet, und ein Cliffhanger, der definitiv Lust auf Band zwei macht. Die Romance hätte für mich emotional tiefer gehen dürfen, aber die Spannung und Atmosphäre gleichen das aus.

Fazit: Ein fesselnder Auftakt mit kleinen Schwächen, aber viel Potenzial – klare 4 Sterne und große Vorfreude auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Völlig fremde Welt

Unorthodox
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Deborah Feldmans Geschichte hat mich auf eine Weise getroffen, die ich nicht erwartet hatte. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, in zwei Zeiten gleichzeitig zu stehen: hier das moderne New York, dort ...

Deborah Feldmans Geschichte hat mich auf eine Weise getroffen, die ich nicht erwartet hatte. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, in zwei Zeiten gleichzeitig zu stehen: hier das moderne New York, dort ein Leben, das sich wie ein Echo aus dem Mittelalter anfühlt. Die Strenge, die Regeln, die völlige Kontrolle über jede weibliche Entscheidung – das alles wirkt so beklemmend, dass man manchmal den Atem anhält.

Was mich besonders berührt hat, ist Feldmans innere Unruhe. Dieses stille Aufbegehren, das schon in ihrer Kindheit spürbar ist, obwohl sie kaum Worte dafür hat. Dass sie sich heimlich Bücher besorgt, dass sie sich nach etwas sehnt, das sie nicht einmal benennen kann – das macht sie unglaublich nahbar. Gleichzeitig gab es Momente, in denen sie mich irritiert hat. Ihre gelegentliche Überheblichkeit, dieses „Ich werde es besser machen als die anderen“, schafft eine kleine Distanz, die nicht nötig gewesen wäre. Und gerade der Teil, in dem sie die Gemeinde verlässt, bleibt erstaunlich knapp. Da hätte ich mir mehr Offenheit gewünscht, mehr Einblick in das, was sie durchstehen musste.

Auch die vielen jiddischen Begriffe haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Ein Glossar ist hilfreich, aber das ständige Blättern nimmt der Geschichte ein wenig von ihrer Wucht.

Trotzdem bleibt das Buch ein starkes, mutiges Zeugnis. Feldman schreibt klar, reflektiert und mit einer leisen, aber spürbaren Verletzlichkeit. Man spürt, wie viel Kraft es sie gekostet haben muss, sich aus diesem Leben zu lösen und sich selbst neu zu erfinden. Und man spürt auch, wie sehr sie damit anderen Frauen eine Stimme gibt, die sonst nie gehört würde.

Für mich ist es ein Buch, das nachhallt – erschütternd, lehrreich, manchmal schwer auszuhalten, aber wichtig. Ein Blick in eine Welt, die man kaum für möglich hält, und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie wertvoll Freiheit ist. Vier Sterne, weil es mich bewegt hat, auch wenn nicht alles rund war.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Ein leises, warmes Wohlfühlbuch über Mut und erste Liebe

Wie Wellen im Sturm
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Wie Wellen im Sturm hat mich sofort abgeholt – nicht mit großen Dramen, sondern mit dieser stillen, ehrlichen Art, die direkt unter die Haut geht. Louise war mir von Anfang an nah: ein Mädchen, das sich ...

Wie Wellen im Sturm hat mich sofort abgeholt – nicht mit großen Dramen, sondern mit dieser stillen, ehrlichen Art, die direkt unter die Haut geht. Louise war mir von Anfang an nah: ein Mädchen, das sich jahrelang unsichtbar gefühlt hat und plötzlich an einem Ort landet, an dem sie zum ersten Mal wirklich atmen kann. Das Internat an der Nordsee, das Fußballteam, die neuen Freundschaften – all das fühlt sich an wie ein vorsichtiges Wiederankommen im eigenen Leben.

Besonders berührt hat mich, wie behutsam Louises Gefühle für Mika beschrieben werden. Dieses leise Staunen, das Zögern, die Unsicherheit – es wirkt so echt, dass ich vieles davon sofort wiedererkannt habe. Gleichzeitig bleibt Mika lange schwer greifbar, was die Spannung zwischen den beiden nur verstärkt. Als sich ihre Beziehung dann endlich bewegt, ging mir das Tempo allerdings etwas zu schnell. Gerade weil beide so viel mit sich selbst ausmachen, hätte ich mir ein paar Zwischentöne mehr gewünscht.

Sehr mochte ich die Atmosphäre: das Meer, das Internat, die kleinen Alltagsmomente, die zeigen, wie selbstverständlich queere Identität hier gelebt wird. Das tut gut. Auch Louises Entwicklung – vom schüchternen Rückzug hin zu mehr Selbstvertrauen – ist schön zu beobachten.

Ein Punkt, der mich etwas rausgebracht hat, waren die vielen Passagen aus ihrer selbstgeschriebenen Fantasy‑Geschichte. Ich verstehe, was sie erzählerisch leisten sollen, aber für mich nahmen sie etwas zu viel Raum ein und haben mich manchmal aus der eigentlichen Handlung gezogen.

Trotzdem bleibt das Buch für mich ein warmes, queeres Jugendbuch, das Mut macht und ein wohliges Gefühl hinterlässt. Ein schöner Auftakt, der Lust auf die weiteren Bände macht.

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