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Veröffentlicht am 04.11.2016

Ein gelungener Reihenauftakt, der uns in die Welten der nordischen Götter entführt

Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers
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Seit der Filmversion von Marvels Thor erfreut sich die Nordische Mythologie über immer mehr Aufmerksamkeit, auch Rick Riordan hat sich dem Thema angenommen und in meinen Augen mal wieder einen Volltreffer ...

Seit der Filmversion von Marvels Thor erfreut sich die Nordische Mythologie über immer mehr Aufmerksamkeit, auch Rick Riordan hat sich dem Thema angenommen und in meinen Augen mal wieder einen Volltreffer gelandet.

Viele lieben die Percy Jackson Bücher , ja selbst der Autor, denn es gibt im Buch immer wieder
Anspielungen , er nimmt sich somit selbst aufs Korn und behält dabei seinen wunderbar bissigen und sarkastischen Schreibstil bei, den ich so sehr lieben gelernt habe. Trockener Humor zeichnet seine Charaktere aus, ohne dabei zu gewollt zu lustig zu sein. Er bleibt seinem Stil treu, ja es gibt Parallelen zu Percy Jackson und im ganz grobem ähneln sich die Geschichten sogar, aber meiner Meinung ist es kein billiger Abklatsch. Es ist eine neue Geschichte, mit anderen Sagen, anderen Charakteren. Es gibt eine Verbindung aber das macht das ganze für mich eigentlich noch schöner, denn es schafft einfach einen Roten Faden, der sich durch seine Bücher zieht.


Man sollte vielleicht die Percy Jackson und Helden des Olymp Bücher vorher lesen, es ist nicht zwingend notwendig aber man hat denn einfach mehr Spaß an dem Buch, vor allem weil auch ein vertrauter Charakter einen mini Auftritt hat, der vielleicht in den Folgebänden mehr Bedeutung bekommen könnte. Bei "Onkel Rick" weiß man ja nie. Ihr könnt natürlich auch erst Magnus Chase lesen und euch selbst davon überzeugen, dass man einfach mehr von Rick Riordan lesen muss.


Riordan hat wieder einmal vielschichtige, lebendige und vor allem sympatische Charaktere geschaffen, mit denen man gerne Abenteuer erlebt. Deren Geschichte man nicht liest sondern erlebt. Ob Hauptcharakter oder Sidekick, jeder hat sein Päckchen und seine Momente.
Und Momente gab es viele, manchmal gab es so viele Informationen, dass man das Gefühl hatte mindestens 100 Seiten gelesen zu haben, dabei waren es nur 20. Oft musste ich das Buch kurz zur Seite packen um das gelesene erstmal zu verarbeiten. Es war nicht langatmig dabei, aber manchmal reichten mir einfach drei oder vier Kapitel, die schön kurz gehalten sind und wirklich lustige Überschriften haben. Die Spannung baut sich langsam auf und es gibt so einige Wendungen, die mich wirklich überrascht haben.

Magnus Chase ist etwas brutaler als Percy Jackson aber so ist auch die Nordische Mythologie, er hat nichts verweichlicht oder dem Hollywoodbild ala Thor und Loki angepasst.

Was ich an Rick Riordans Bücher noch so toll finde, ist der unterschwellige Lerneffekt. Wusstest ihr zum Beispiel, dass die Wikinger selbst in Russland ansiedelten? Nein? Tja ich auch nicht. Beweis vollbracht, wieder was gelernt. Viele Sagen werden angeschnitten, so dass man sich selbst ein Bild der Asen und Wannen machen kann, dass man während man Abenteuer erlebt , sich mit Themen beschäftigt, mit denen mann sich vielleicht sonnst nicht auseinander gesetzt hätte und die einem im Gedächtnis bleiben.